{"id":118082,"date":"2024-07-15T08:35:26","date_gmt":"2024-07-15T06:35:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082"},"modified":"2024-07-15T08:27:35","modified_gmt":"2024-07-15T06:27:35","slug":"hinweise-des-tages-4645","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h01\">Attentat auf Trump: Es h&auml;tte &uuml;berrascht, wenn es keins gegeben h&auml;tte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h02\">Endg&uuml;ltig zur&uuml;ck im Kalten Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h03\">NATO-Gipfel &ndash; Sie verlieren den Verstand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h04\">Die Nato hat nicht &ldquo;Sieg&rdquo; gesagt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h05\">Orban und die europ&auml;ische Vorstellung von Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h06\">Fernsehen als Tribunal: Wie Sarah Wagenknecht im ZDF &ouml;ffentlich-rechtlich gemobbt wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h07\">Hamas Document Reveals: Why We Carried Out Al-Aqsa Flood Operation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h08\">&raquo;Israels Ruf ist f&uuml;r immer ruiniert&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h09\">X-Twitter verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Regeln f&uuml;r Plattformen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h10\">Kommentar zur Verm&ouml;genssteuer: Buschmanns und Lindners M&auml;rchenstunde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h11\">&ldquo;Cheapflation&rdquo; trifft die Schwachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h12\">Michael Hudson: &Uuml;ber die Notwendigkeit, unseren Wortschatz des Politischen zu erneuern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h13\">Ver.di-Chef kritisiert B&uuml;rgergeld-Reform als R&uuml;ckfall zu Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h14\">Am nuklearen Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h15\">&ldquo;Operationsplan Deutschland&rdquo;: Diese Autobahn ist im Visier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h16\">US-Historiker &uuml;ber den Verfassungsschutz: &bdquo;Man f&uuml;rchtete sich vor Ostdeutschen und Russen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h17\">Journalisten in Gaza: &bdquo;F&uuml;r uns Journalisten ist das der t&ouml;dlichste Ort&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118082#h18\">Prozess um Pressefreiheit<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Attentat auf Trump: Es h&auml;tte &uuml;berrascht, wenn es keins gegeben h&auml;tte<\/strong><br>\nIch habe oft geschrieben, dass ich weder f&uuml;r die eine noch f&uuml;r die andere Seite des US-amerikanischen Bruderzwistes, des inzestu&ouml;sen Kampfes um einen Alterssitz im Wei&szlig;en Haus, pers&ouml;nliche oder politische Sympathien hege. Beide Seiten repr&auml;sentieren mit nur geringen Nuancen eine uns und der gesamten Menschheit zutiefst feindlich gesinnte Kraft. Die Kraft, die ihr imperialistisches Heimatland &ldquo;wieder gro&szlig; machen&rdquo; will, indem sie dessen angeschlagene Weltherrschaft festigt.<br>\nJe heftiger sie untereinander streiten, desto besser f&uuml;r uns.<br>\nEs w&auml;re &uuml;berraschend, wenn es keinen Anschlag auf Trumps Leben gegeben h&auml;tte. Nur bei Biden brauchen wir uns in dieser Hinsicht keine Sorgen zu machen, er ist selbst das permanente Attentat auf seine eigene Kandidatur.<br>\nDie USA bleiben ihrer geliebten &ldquo;demokratischen&rdquo; Tradition treu, nur dass es heute nicht mehr n&ouml;tig ist, das magere Budget der Sonderdienste f&uuml;r die Ausbildung von Superagenten zu strapazieren. Es reicht vollkommen aus, den freien Verkauf von Waffen aufrechtzuerhalten und die Zahl der aggressiven, psychisch instabilen Lumpen auf den Stra&szlig;en hochzuhalten, womit das verkommene mediale System perfekt zurechtkommt. (&hellip;)<br>\nWenn das Attentat echt war, dann &uuml;berrascht an ihm nur eines: das Ausma&szlig; der Unf&auml;higkeit der Sicherheitsdienste. Selbst der mutma&szlig;liche Attent&auml;ter (der Zeit hatte, auf das Dach zu kriechen und sorgf&auml;ltig zu zielen) wurde nicht von ihnen, sondern von der Polizei erschossen. Kommt man da umhin, sich die verwegene Frage zu stellen, in welch &ldquo;zuverl&auml;ssigen H&auml;nden&rdquo; sich die US-Atomwaffenarsenale befinden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtnewsde.site\/meinung\/212316-attentat-auf-trump-es-haette-ueberrascht\/\">Oleg Jassinski in RT DE<\/a>\n<p>dazu: <strong>ARD, ZDF, Stern und Co: Wie Medien Trump zu Hitler machen und damit Gewalt in Kauf nehmen<\/strong><br>\nSeit Jahren vergleichen Medien den fr&uuml;heren US-Pr&auml;sidenten mit V&ouml;lkerm&ouml;rdern und Faschisten. Welchen Schluss sollen Zuschauer daraus ziehen?<br>\nenn Trump Hitler ist, brauchen wir dann nicht einen Stauffenberg? So l&auml;sst sich die Sto&szlig;richtung der Berichterstattung zahlreicher deutscher Journalisten und Medienschaffenden der letzten Jahre verstehen. Als w&auml;re die Botschaft folgende: Die Gefahr, die vom ehemaligen Pr&auml;sidenten und De-facto-Pr&auml;sidentschaftskandidaten der Republikaner ausgeht, sei so gro&szlig;, dass jedes Mittel recht ist, ihn zu stoppen. Wer Trump wie Journalisten von ARD und ZDF und Stern seit Jahren mit Diktatoren gleichsetzt, l&auml;sst zumindest offen, ob nicht ein Mordanschlag auf Trump gerechtfertigt w&auml;re. Erst vor kurzem verglich der Leiter des ZDF-Studios Washington Elmar Theve&szlig;en Donald Trump erneut mit Hitler und Mussolini.<br>\nEin RBB-Moderator und Mitarbeiter des ZDF, der B&ouml;hmermann-Kollege Sebastian Hotz, brachte die weitverbreitete Haltung nach dem Mordanschlag auf Trump umgehend auf den Punkt: &bdquo;Leider knapp verpasst&ldquo;, schrieb er unter seinem Pseudonym El Hotzo auf X &uuml;ber die Kugeln, die Trump nicht get&ouml;tet, sondern nur verletzt hatten &ndash; und als Einordnung hinterher: &bdquo;Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ard-zdf-stern-und-co-wie-medien-trump-zu-hitler-machen-und-damit-gewalt-in-kauf-nehmen-li.2235008\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers O.B.:<\/strong> Es hat nicht lang gedauert, da hat das ZDF Trump f&uuml;r den Anschlag auf sich selbst mitverantwortlich gemacht, und zwar in Person von Elmar Theve&szlig;en, der sinngem&auml;&szlig; davon sprach, da&szlig; Trump so etwas mit seiner Rhetorik ja geradezu herausgefordert h&auml;tte. Wobei er es unterlie&szlig;, seinen Gedankengang zu erkl&auml;ren, wie die Selbst-Inszenierung Trumps als Opfer von Kampagnen und Justiz (wof&uuml;r es ja durchaus Anhaltspunkte gibt) ein Attentat ausgerechnet auf ihn (und nicht etwa auf den Konkurrenten Biden) <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/heute-sendungen\/thevessen-milwaukee-parteitag-trump-attentat-biden-video-100.html\">zur Folge haben k&ouml;nnte<\/a><\/em>.<br>\n<em>Worum wollen wir wetten, da&szlig; diese unterirdische Entgleisung keine pers&ouml;nlichen Konsequenzen f&uuml;r Theve&szlig;en haben wird? Und Theve&szlig;en ist ja kein kleines Licht im ZDF! Er war lange Zeit in leitender Position von &ldquo;ZDF Aktuelles&rdquo; und stellvertretender Chefredakteur&rdquo;. Jetzt ist er Leiter des ZDF-Studios in Washington, und &ndash; wen wunderts? &ndash; nat&uuml;rlich Mitglied der Atlantik-Br&uuml;cke. Unsere Medien sind immer noch im Sturzflug und erreichen mit jedem Tag neue Tiefpunkte&hellip;.<\/em><\/p>\n<p>Dazu auch: <strong>&bdquo;El Hotzo&ldquo; bedauert, dass Sch&uuml;tze Trump &bdquo;leider knapp verpasst&ldquo;<\/strong><br>\nSebastian Hotz alias &bdquo;El Hotzo&ldquo; war Gagschreiber bei B&ouml;hmermann und hat eine Sendung beim RBB. Auf X bedauerte er jetzt, dass der Attent&auml;ter beim Anschlag auf Donald Trump diesen &bdquo;knapp verpasst&ldquo; habe.<br>\nDer K&uuml;nstlername &bdquo;El Hotzo&ldquo; wird nicht jedem etwas sagen. In der &ouml;ffentlich-rechtlichen Satirewelt und im Netz ist Sebastian Hotz allerdings eine gr&ouml;&szlig;ere Nummer. Er war Gagschreiber des ZDF-Unterhalters Jan B&ouml;hmermann und hat bei Radio Fritz, dem Jugendradio des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) eine eigene Sendung unter dem Titel &bdquo;Theoretisch Cool&ldquo;.<br>\nNach dem Anschlag auf Donald Trump befand es Sebastian Hotz offenbar f&uuml;r bedauerlich, dass der Sch&uuml;tze, der Donald Trump und zwei Zuschauer verletzte und eine Person t&ouml;tete, den republikanischen Pr&auml;sidentschaftskandidaten selbst nicht t&ouml;dlich getroffen hatte.<br>\nWas h&auml;tten der &bdquo;letzte Bus&ldquo; und Donald Trump gemeinsam, fragte El Hotzo auf X. Antwort: &bdquo;leider knapp verpasst&ldquo;. Damit alle verstanden, wie er das meinte, legte Hotz in einem zweiten Tweet nach: &bdquo;Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben.&ldquo;<br>\nDie beiden Wortmeldungen kamen nicht besonders gut an, Hotz l&ouml;schte sie, schob dann aber hinterher: &bdquo;Absolut niemand zwingt einen, Mitleid mit Faschisten zu haben, man kann es ohne die geringste Konsequenz einfach lassen.&ldquo; Der von ihm heraufbeschworene Hass war da bereits im Gange, Hotz soll selbst Morddrohungen erhalten haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/medien\/el-hotzo-bedauert-dass-attentaeter-trump-verfehlte-19856247.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Endg&uuml;ltig zur&uuml;ck im Kalten Krieg<\/strong><br>\nMit gerade mal 9 Zeilen einer &bdquo;gemeinsamen Erkl&auml;rung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland zur Stationierung weitreichender Waffensysteme in Deutschland&ldquo; wird der nach der Aufk&uuml;ndigung seitens der USA im Jahre 2019 der tats&auml;chliche Abschied vom Mittelstrecken-Nuklearstreitkr&auml;fte-Vertrag (INF) aus dem Jahre 1987 besiegelt, der Ost und West von atomarer Aufr&uuml;stung abhielt.<br>\nDie Erkl&auml;rung lautet:<br>\n&bdquo;Die Vereinigten Staaten von Amerika werden, beginnend 2026, als Teil der Planung zu deren k&uuml;nftiger dauerhafter Stationierung, zeitweilig weitreichende Waffensysteme ihrer Multi-Domain Task Force in Deutschland stationieren.<br>\nDiese konventionellen Einheiten werden bei voller Entwicklung SM-6, Tomahawks und derzeit in Entwicklung befindliche hypersonische Waffen umfassen. Diese werden &uuml;ber deutlich gr&ouml;&szlig;ere Reichweite als die derzeitigen landgest&uuml;tzten Systeme in Europa verf&uuml;gen.<br>\nDie Be&uuml;bung dieser fortgeschrittenen F&auml;higkeiten verdeutlicht die Verpflichtung der Vereinigten Staaten von Amerika zur NATO sowie ihren Beitrag zur integrierten europ&auml;ischen Abschreckung.&ldquo;<br>\nOlaf Scholz erkl&auml;rte zwar, dass diese Entscheidung lange vorbereitet worden sei, eine politische oder gar &ouml;ffentliche Debatte gab es &uuml;ber diese &ndash; laut Kanzler &ndash; &bdquo;sehr gute Entscheidung&ldquo; nicht. Zurecht beklagt die sicherheitspolitische Sprecherin der Gr&uuml;nen-Bundestagsfraktion, Sara Nanni, eine fehlende Erkl&auml;rung zu dieser Entscheidung und es gebe keine Antwort darauf, auf welche Bedrohungslage der NATO mit dieser geplanten Stationierung reagiert werden soll. Scholz bleibt einmal mehr eine argumentative Begr&uuml;ndung f&uuml;r seine Entscheidungen schuldig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/endgueltig-zurueck-im-kalten-krieg\/\">Wolfgang Lieb in Blog der Republik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Eine sehr treffende Analyse meines fr&uuml;heren Kollegen Wolfgang Lieb.<\/em><\/p>\n<p>Dazu: <strong>US-Dokument belegt: Deutschland ist das Schlachtfeld der Vorw&auml;rtsverteidigung der USA<\/strong><br>\nNach der Ver&ouml;ffentlichung meines Textes &bdquo;Endg&uuml;ltig zur&uuml;ck im Kalten Krieg&ldquo;  ist mir noch ein Dokument des &bdquo;Congressional Research Service&ldquo; vom 19. April 2024 zugegangen.<br>\nDaraus ergibt sich, dass die oben zitierte amerikanisch-deutsche Vereinbarung und die dort genannte &bdquo;Multi-Domain Task Force&ldquo; (MDTF) der US-Armee das &bdquo;organisatorische Herzst&uuml;ck&ldquo; (&bdquo;organizational centerpiece&ldquo;) f&uuml;r die &bdquo;nationale Sicherheit der USA&ldquo; sein soll.<br>\nAm 13. April 2021 gab die Armee bekannt, dass sie ihre 2nd MTDF in Deutschland stationieren wird und zwar in der Clay Kaserne in Wiesbaden zun&auml;chst als Hauptquartier.<br>\nDiese Entscheidung wurde dann im Dezember 2023 modifiziert und Anfang 2024 sogar schon ver&ouml;ffentlicht.<br>\nSiehe das PDF Dokument<br>\nDaraus ergibt sich, dass die &ldquo;Stationierung, zeitweilig weitreichender Waffensysteme ihrer US-Multi-Domain Task Force&ldquo; in erster Linie der nationalen Sicherheit der USA und nicht etwa der Sicherheit Deutschlands oder Europas vor der russischen Bedrohung dienen soll.<br>\nWeiter zeigt dieses Dokument, dass die Entscheidung schon 2021 einseitig von Seiten der USA &ndash; also lange vor dem Ukraine-Krieg &ndash; getroffen und sogar schon vor der &bdquo;gemeinsamen Erkl&auml;rung der Vereinigten Staaten von Amerika und der Bundesrepublik Deutschland zur Stationierung weitreichender Waffensysteme in Deutschland&ldquo; ver&ouml;ffentlicht wurde.<br>\nDas belegt, dass dem Bundeskanzler eine von den USA l&auml;ngst beschlossene Entscheidung vorgelegt wurde und der deutschen Seite eine &bdquo;gemeinsame Erkl&auml;rung&ldquo; abgen&ouml;tigt wurde. Von einer &bdquo;Gemeinsamkeit&ldquo;, bei der die deutsche Seite eine Mitsprachem&ouml;glichkeit gehabt h&auml;tte, kann keine Rede sein. Diese Erkl&auml;rung ist ein Beleg f&uuml;r die Abh&auml;ngigkeit, um nicht zu sagen Unterw&uuml;rfigkeit der deutschen Regierung gegen&uuml;ber den USA. Das erkl&auml;rt wohl auch die Einsilbigkeit der Stellungnahme von Olaf Scholz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/us-dokument-belegt-deutschland-ist-das-schlachtfeld-der-vorwaertsverteidigung-der-usa\/\">Wolfgang Lieb in Blog der Republik<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Neue &ldquo;Nachr&uuml;stung&rdquo; &ndash; neue Friedensbewegung?<\/strong><br>\nKanzler Scholz tritt in die Fu&szlig;stapfen von Ex-Kanzler Schmidt &ndash; er will mit US-Mittelstreckenraketen in Deutschland &ldquo;nachr&uuml;sten&rdquo;. H&ouml;chste Zeit f&uuml;r eine neue Friedensbewegung!?<br>\nIm Europawahlkampf empfahlt er sich als &ldquo;Friedenskanzler&rdquo;. Noch vor der Wahl gab er dann deutsche Waffen zum Abschu&szlig; auf russische Ziele frei. Nun geht Kanzler Scholz noch weiter.<br>\nAngeblich, um eine &ldquo;F&auml;higkeitsl&uuml;cke&rdquo; zu schlie&szlig;en, haben Scholz und US- Pr&auml;sident Joe Biden die Stationierung weitreichender US-Waffensysteme in Deutschland vereinbart.<br>\nEs ist das erst Mal, seit 1991 auf Grundlage des INF-Vertrages zwischen den USA und der Sowjetunion die letzten Mittelstreckensysteme der USA abger&uuml;stet und verschrottet worden waren.<br>\nDen Vertrag hatten die USA gek&uuml;ndigt &ndash; doch niemand danach redete von einer &ldquo;F&auml;higkeitsl&uuml;cke&rdquo;. Die wurde erst jetzt ge- bzw. erfunden, weil Russland angeblich mit Angriffen auf EUropa droht.<br>\nDabei hat sogar der deutsche Oberguru f&uuml;r die Sicherheitspolitik, W. Ischinger, festgestellt, dass es bisher keinerlei Anzeichen f&uuml;r eine Ausweitung des Ukraine-Krieges auf Nato-Gebiet gebe!<br>\nMit der ab 2026 geplanten Stationierung von Tomahawk-Marschflugk&ouml;rpern w&auml;chst die Kriegsgefahr. Denn damit kann von deutschem Boden aus Moskau zerst&ouml;rt werden, mit gef&auml;hrlich kurzer Vorwarnzeit.<br>\nDas erinnert an die &ldquo;Nachr&uuml;stungs&rdquo;-Debatte der 80er Jahre. Damals erhob sich eine m&auml;chtige Friedensbewegung gegen die Pl&auml;ne von Ex-Kanzler Schmidt. Wird es auch diesmal gro&szlig;e Proteste geben?<br>\nBisher sieht es nicht so aus, leider. Denn zumindest eine Partei, die damals gegen Schmidt mobil machte &ndash; die Gr&uuml;nen &ndash; ist heute voll auf Aufr&uuml;stungs- und Kriegskurs&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/neue-nachruestung-neue-friedensbewegung\/\">Lost in Europe<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> Wie sehr die gesellschaftliche Spaltung weiter bis in die Friedensbewegung reicht, wird die Friedens-Demo am 3.August in Berlin zeigen!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>NATO-Gipfel &ndash; Sie verlieren den Verstand<\/strong><br>\nKurz nachdem Russland in die Ukraine eingedrungen war, korrigierte das Pentagon Antony Blinken, weil er gesagt hatte, Kiew w&uuml;rde NATO-Kampfjets erhalten.<br>\nBlinken wurde gestern auf dem NATO-Gipfel mit Beifall bedacht, als er sagte, die F-16 w&uuml;rden bald in der Ukraine eintreffen. Was hat sich ge&auml;ndert?<br>\nAm 7. M&auml;rz 2022, zwei Wochen nachdem Moskau in den B&uuml;rgerkrieg in der Ukraine eingetreten war, erkl&auml;rte US-Au&szlig;enminister Antony Blinken gegen&uuml;ber CBS News aus Moldawien, dass die USA dem NATO-Mitglied Polen &ldquo;gr&uuml;nes Licht&rdquo; f&uuml;r die Entsendung von Mig-29-Kampfjets in die Ukraine geben w&uuml;rden.<br>\nInnerhalb weniger Tage wies das Pentagon diese Idee zur&uuml;ck. Die damalige Sprecherin des US-Repr&auml;sentantenhauses, Nancy Pelosi, und der Mehrheitsf&uuml;hrer im Senat, Chuck Schumer, unterst&uuml;tzten den Plan der polnischen Flugzeuge ebenfalls, aber das Pentagon lehnte ihn ab, weil er &ldquo;zu einer erheblichen russischen Reaktion f&uuml;hren k&ouml;nnte, die die Aussichten auf eine milit&auml;rische Eskalation mit der NATO erh&ouml;hen k&ouml;nnte&rdquo;, so der damalige Pentagon-Sprecher John Kirby.<br>\nDoch gestern erhielt Blinken Beifall, als er auf einem &ouml;ffentlichen Politikforum auf dem NATO-Gipfel in Washington erkl&auml;rte: &ldquo;W&auml;hrend wir hier sprechen, l&auml;uft die Verlegung von F-16-Kampfjets aus D&auml;nemark und den Niederlanden, und diese Jets werden in diesem Sommer &uuml;ber der Ukraine fliegen, um sicherzustellen, dass die Ukraine sich weiterhin wirksam gegen die russische Aggression verteidigen kann.&rdquo;<br>\nEs ist nicht ganz so, dass die NATO eine Flugverbotszone &uuml;ber der Ukraine ausruft, was von Pr&auml;sident Joe Biden im M&auml;rz 2022 abgelehnt wurde, denn &ldquo;das nennt man Dritter Weltkrieg, okay? Lasst uns das klarstellen, Leute. Wir werden den dritten Weltkrieg nicht in der Ukraine f&uuml;hren&rdquo;.<br>\n&ldquo;Pr&auml;sident Biden hat deutlich gemacht, dass &hellip; wenn man eine Flugverbotszone einrichtet, man nat&uuml;rlich russische Flugzeuge angreifen muss, um diese Flugverbotszone durchzusetzen. Und das w&uuml;rde uns wiederum in einen Krieg mit Russland f&uuml;hren&rdquo;, f&uuml;gte Verteidigungsminister Lloyd Austin damals hinzu.<br>\nAuch wenn keine Flugverbotszone ausgerufen wird, handelt es sich doch um NATO-Kampfjets, die von NATO-L&auml;ndern aus mit ukrainischen Piloten gegen russische Flugzeuge im ukrainischen Luftraum eingesetzt werden. Noch gef&auml;hrlicher ist, dass die NATO der Ukraine erlaubt, die F-16 f&uuml;r Angriffe innerhalb des russischen Hoheitsgebiets einzusetzen.<br>\nRussland sagt, es behalte sich das Recht vor, den Flugplatz, von dem die Flugzeuge starten, anzugreifen, auch wenn er in einem NATO-Land liegt, was die Gefahr einer Eskalation zu einem direkten Konflikt birgt.<br>\nWas hat sich also seit M&auml;rz 2022 ge&auml;ndert, so dass die USA und die NATO einen, wie Biden es damals ausdr&uuml;ckte, &ldquo;Dritten Weltkrieg&rdquo; riskieren?<br>\nWas sich ge&auml;ndert hat, ist, dass das Wei&szlig;e Haus und das Pentagon damals noch davon ausgingen, dass die Strategie der Wirtschafts- und Informationskriegsf&uuml;hrung sowie eines Stellvertreterkriegs am Boden Russland in der Ukraine besiegen und letztlich Wladimir Putin in Moskau zu Fall bringen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/popularresistance.org\/nato-summit-collectively-losing-their-minds\/\">Joe Lauria auf Consortium News<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Nato hat nicht &ldquo;Sieg&rdquo; gesagt<\/strong><br>\nDer Nato-Gipfel in Washington zeigt: Das Milit&auml;rb&uuml;ndnis strebt keinen Sieg der Ukraine an. Doch was ist darunter &uuml;berhaupt zu verstehen? (&hellip;)<br>\nF&uuml;r ein Kriegsende gibt es viele denkbare Szenarien. Besch&auml;ftigt man sich nur mit den optimistischen &ndash; jenen, die als ukrainischer Sieg bezeichnet werden k&ouml;nnen &ndash;, wird klar: Die Vorstellungen dar&uuml;ber, was damit gemeint ist, gehen weit auseinander.<br>\nEine Art Sieg auf allen Ebenen, also das, was im ukrainischen Staatsfernsehen meist als Kriegsziel genannt wird, m&uuml;sste so aussehen: die Befreiung aller russisch besetzten Gebiete, einschlie&szlig;lich des Donbass und der Krim; ein Beitritt zur EU und Nato zum Schutz vor k&uuml;nftigen Angriffen; und wohl auch ein Machtwechsel in Moskau, hin zu einem vom Krieg unbelasteten System. Vor allem Letzteres liegt nicht in der Hand der Ukraine oder ihrer Unterst&uuml;tzer. Aber auch, wenn Wladimir Putins Regime langfristrig bestehen bleibt: Die R&uuml;ckkehr zu den Staatsgrenzen von 2013 und ein Nato-Beitritt w&auml;ren bereits ein strategischer Sieg f&uuml;r das angegriffene Land. Und, Stand jetzt, kein realistisches Szenario.<br>\nIm Vergleich dazu realit&auml;tsn&auml;her scheint eher ein verh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Sieg: Eine Befreiung aller von Russland seit Februar 2022 eroberten Gebiete. Also das, was die Gegenoffensive vergangenes Jahr zum Ziel hatte und nicht leisten konnte. Sollte eine st&auml;rker bewaffnete ukrainische Armee das in den kommenden Jahren erreichen k&ouml;nnen, w&auml;re die Ukraine in einer guten Verhandlungsposition, um den Krieg zu beenden. Sein Versprechen an die Ukrainer, dass ihr Kampf nicht umsonst sei, h&auml;tte Selenskyj in den Augen vieler von ihnen dann wohl gehalten &ndash; zumal Umfragen darauf deuten, dass die Bereitschaft zu Kompromissen mit Russland langsam, aber stetig steigt.<br>\nDoch auch auf dieses Ziel wollen sich die Unterst&uuml;tzer der Ukraine nicht festlegen. Stattdessen sagten sie dem Land im Abschlussdokument des Nato-Ukraine-Rats zu, es beim Aufbau einer Armee zu unterst&uuml;tzen, &ldquo;die dazu f&auml;hig ist, Russlands Aggression zur&uuml;ckzuschlagen&rdquo;. Und die US-Regierung verbirgt schon seit Monaten nicht, was sie unter &ldquo;Krieg gewinnen&rdquo; versteht: Es sei &ldquo;bereits ein enormer Sieg&rdquo;, sagte im Dezember Pr&auml;sident Joe Biden, dass die Ukraine &uuml;berhaupt noch existiere. Dass Russland sein Ziel, sie komplett zu unterwerfen, weder erreicht habe noch mittelfristig zu erreichen in der Lage sei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-07\/ukraine-lage-krieg-sieg-nato-gipfel-russland-woche\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> In der Behauptung oder Aufforderung, &ldquo;die Ukraine wird siegen&rdquo;, definieren die westlichen Staatenlenker nie das Wort Sieg. Irgendwo schwingt wohl die Idee einer vollst&auml;ndigen R&uuml;ckeroberung aller von Russland gehaltenen Gebiete mit, aber die ZEIT sieht das vermutlich realistisch: schon das Weiterbestehen der Ukraine in den aktuellen Grenzen w&auml;re ein &ldquo;Sieg&rdquo;. Peinlich zwar f&uuml;r Selenskyj und die westlichen Anf&uuml;hrer, die was ganz Anderes versprochen haben, aber viel realistischer. Und dass Putin eine NATO-Mitgliedschaft dieser Rumpf-Ukraine akzeptieren k&ouml;nnte, klingt auch nicht wahrscheinlich. Die Ukraine wird also von der NATO in den Krieg mit Russland vorgeschickt, ohne mehr zu bekommen als Waffen, und das 100.000fache Verheizen wird f&uuml;r die Ukraine zu keinem guten Ende f&uuml;hren. Eine Trag&ouml;die. Sogar vor einem Jahr h&auml;tte sich die Ukraine sinnvollerweise und mit viel weniger Opfern auf dieses realistische Szenario einlassen k&ouml;nnen, aber die Regierungschefs haben weiter das Blaue vom Himmel versprochen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Orban und die europ&auml;ische Vorstellung von Frieden<\/strong><br>\nViele in Europa m&ouml;gen den ungarischen Regierungschef Viktor Orban gar nicht. Das ist seit Jahren kein Geheimnis. Selten liest man in der europ&auml;ischen Presse, vor allem in der Presse, die von den &bdquo;gebildeten Schichten&ldquo; gelesen wird, also die, die den Ton angibt, Worte des Lobes f&uuml;r Orban. Die Kritik an Orban ist so allgegenw&auml;rtig, dass es f&uuml;r die meisten fast unm&ouml;glich ist, auch nur im Entferntesten daran zu denken, dass man etwas Positives &uuml;ber ihn sagen k&ouml;nnte.<br>\nOrban wird vorgeworfen, ein Diktator zu sein, die Demokratie zu verachten &mdash; und die Demokratie gilt ja heute als der universelle Wert &uuml;berhaupt. Orban wird vorgeworfen, die europ&auml;ischen Werte zu verleugnen, jene europ&auml;ischen Werte, die die Grundlage f&uuml;r die moralische &Uuml;berlegenheit des europ&auml;ischen Zivilisationsmodells bilden sollten. Und eine Auseinandersetzung oder eine Diskussion au&szlig;erhalb des Rahmens der sogenannten europ&auml;ischen Werte sei ja nicht denkbar. All die Freiheiten, die Vielfalt der Meinungen, die Toleranz und all die sch&ouml;nen Dinge, auf die wir so unendlich stolz sind, seien nur im Rahmen dieser europ&auml;ischen Werte m&ouml;glich.<br>\nOrbans j&uuml;ngste &uuml;berraschende diplomatische Mission, die ihn zun&auml;chst in die Ukraine, dann nach Russland und China und nun auch in die USA f&uuml;hrte, hat f&uuml;r viel Aufregung gesorgt und wurde von der Europ&auml;ischen Union und vielen Medien heftig kritisiert. Viele waren schon vor dieser Reise einfach entsetzt dar&uuml;ber, dass ein Staatschef, der ihrer Meinung nach die europ&auml;ische Einigkeit und die Rechtsstaatlichkeit untergrabe, nun (vor&uuml;bergehend, f&uuml;r nur sechs Monate) einer der wichtigsten Vertreter der Union sein w&uuml;rde. Orbans j&uuml;ngste Initiative hat die Dinge nur noch schlimmer gemacht.<br>\nDie Europ&auml;ische Union legt, wie ihr Name schon sagt, seit Jahren gro&szlig;en Wert darauf, bei ihren diplomatischen (und nicht nur diplomatischen) Aktionen in der Welt Einigkeit zu demonstrieren. Einigkeit w&auml;re also das oberste Gebot. Aber wer legt die Normen dieser Einigkeit fest? Die EU ist ein politisches Konstrukt, das aus 27 L&auml;ndern besteht, die zwar alle europ&auml;isch sind, sich aber in vielerlei Hinsicht stark voneinander unterscheiden. Sind wir wirklich sicher, dass in einer Gesellschaft, die offen sein will, auch intellektuell offen, um verschiedene M&ouml;glichkeiten zur L&ouml;sung konkreter Probleme zu konzipieren, Einigkeit das Wichtigste sein soll? War nicht bis gestern Vielfalt die h&ouml;chste Tugend des 21. Jahrhunderts? Gewiss, die Br&uuml;sseler Aristokratie liebt die Einigkeit, und die Einigkeit wird gegen einen Feind gefestigt, die Projektion eines Feindes hilft immer zu vereinen. Aber sind wir sicher, dass diese Einigkeit die vern&uuml;nftigste Wahl ist, wenn es darum geht, sehr heikle Probleme und Fragen zu l&ouml;sen? W&auml;re es nicht vern&uuml;nftiger, unterschiedliche Argumente vorzubringen, mit unterschiedlichen Ans&auml;tzen zu versuchen?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/globalbridge.ch\/orban-und-die-europaeische-vorstellung-von-frieden\/?utm_source=mailpoet&amp;utm_medium=email&amp;utm_source_platform=mailpoet&amp;utm_campaign=globalbridge-updates-3\">Globalbridge<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Kann Ungarn der EU-Ratsvorsitz entzogen werden?<\/strong><br>\nSind Viktor Orbans Tage auf dem prestigetr&auml;chtigen Posten gez&auml;hlt, nachdem Ungarn erst am 1. Juli den alle halbe Jahre wechselnden EU-Ratsvorsitz &uuml;bernommen hat?<br>\nOrbans intensive Reiset&auml;tigkeit seit &Uuml;bernahme der EU-Ratspr&auml;sidentschaft am 1. Juli sorgt f&uuml;r Emp&ouml;rung in der EU &ndash; zun&auml;chst der Besuch bei Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin, dann die Reise nach Peking zu einem Treffen mit Staatspr&auml;sident Xi Jinping. Und schlie&szlig;lich verlie&szlig; Orban den NATO-Gipfel in Washington fr&uuml;her, um sich mit Ex-US-Pr&auml;sident Donald Trump zu treffen.<br>\nVielen EU-Regierungen platzt langsam der Kragen. Orban mache sich zum willf&auml;hrigen Werkzeug des Diktators im Kreml, schrieb der polnische Premierminister Donald Tusk auf dem Kurznachrichtendienst X in ungewohnter Deutlichkeit. Der ungarische Ministerpr&auml;sident scheint sich vor Konsequenzen sicher zu f&uuml;hlen &ndash; doch damit k&ouml;nnte er falsch liegen. (&hellip;)<br>\nDie EU k&ouml;nnte Kriterien einf&uuml;hren, die ein Land erf&uuml;llen muss, damit es die Ratspr&auml;sidentschaft &uuml;bernehmen kann. Teil dieser Kriterien k&ouml;nnte sein, dass ein Land, gegen das ein Grundwerteverletzungsverfahren l&auml;uft und dem die EU-Kommission Gelder wegen Rechtsstaatsverst&ouml;&szlig;en vorenth&auml;lt, diese Position nicht &uuml;bernehmen darf. So lautet eine Idee, die in diesen Tagen in Br&uuml;ssel kursiert.<br>\nEine Alternative, die auch in Parlamentsfraktionen zu h&ouml;ren ist: Man k&ouml;nnte den Startzeitpunkt der n&auml;chsten Ratspr&auml;sidentschaft vorziehen. Das w&uuml;rde bedeuten, dass Polen zum Beispiel schon im Dezember diese Funktion &uuml;bernehmen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/eu-orban-entzug-ratsvorsitz-100.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.H.:<\/strong> Man stelle sich vor, jemand wird Ratspr&auml;sident und versucht, Frieden zu vermitteln. Nicht auszudenken, wenn Orban Erfolg h&auml;tte und Frieden ausbr&auml;che. Das vertr&auml;gt sich nicht mit den hypermoralischen Grundwerten der EU. Zum Gl&uuml;ck hilft der EU ihre regelbasierte Ordnung, die Regeln der Ratspr&auml;sidentschaft einfach zu &auml;ndern. Deutlicher k&ouml;nnen &bdquo;unsere&ldquo; NATO-Medien von der Wochenschau und &bdquo;unsere&ldquo; Politiker der EU nicht zeigen, welchem Herrn sie f&uuml;hrend dienen. Und dieser Herr hat mit seinen treuen, tributpflichtigen Vasallen seit Jahren auf diesen Krieg hingearbeitet. Man hat es so gedreht, dass der b&ouml;se Diktator Putin an allem schuld ist. Das darf nicht durch einen Friedensstifter zu fr&uuml;hzeitig beendet werden. Da spucken die Kriegstreiber nat&uuml;rlich Gift und Galle.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.L.:<\/strong> Erschreckend und fast schon dystopisch, wie weit einflussreiches Pack im Europ&auml;ischen Parlament und in den Regierungen der Mitgliedsstaaten zu gehen bereit ist, um einen Mann zu bestrafen und von seinem Posten zu entfernen, nur weil der ein paar Gespr&auml;che zur Auslotung von Friedenschancen gef&uuml;hrt hat. Offenbar soll Deeskalation mit allen Mitteln verhindert werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Man kann heute problemlos die andere Seite verteufeln, nur sprechen darf man mit ihr nicht. Mich erinnert das inzwischen mehr an Berichte &uuml;ber das Dritte Reich als an die DDR, die ich selbst erlebt habe.<\/em><\/p>\n<p><em>Diese auf harte Konfrontation ausgerichteten Leute im EU-Parlament und in den EU-Regierungen werden ohne Zweifel bereit sein, ihre Macht auch gegen unbotm&auml;&szlig;ige B&uuml;rger der EU einzusetzen, wenn die eine &ldquo;falsche&rdquo; Meinung vertreten oder verbreiten oder mit den &ldquo;falschen&rdquo; Leuten reden und dies bekannt wird. W&auml;hrend der Corona-Zeit hat sich ja bereits erwiesen, dass selbst etliche Gerichte unsere Grundrechte nicht mehr sch&uuml;tzen.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Tagesschau berichtet &uuml;ber diese ungeheuerlichen Vorg&auml;nge in der EU so, als w&auml;re dieses Verhalten die normalste Sache der Welt.<\/em><\/p>\n<p><em>Man kann der US-Administration nur gratulieren. Sie hat es geschafft, nicht nur einen Stellvertreterkrieg gegen Russland zu entfesseln, sondern auch ihre Vasallen vom russischen Markt und den russischen Rohstoffen einschlie&szlig;lich der preiswerten Energie scheinbar nachhaltig zu entkoppeln. Die B&uuml;rger in der EU zahlen daf&uuml;r den Preis.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Im Jahr 2012 hatte die EU den Friedensnobelpreis erhalten &ndash; u.a. mit der Begr&uuml;ndung, sie habe eine <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/friedensnobelpreis-eu-ts-102.html\">&bdquo;stabilisierende Rolle (&hellip;) bei der Verwandlung Europas von einem Kontinent der Kriege zu einem des Friedens&ldquo;<\/a> gehabt. Nun soll der Krieg in der Ukraine nicht beendet werden und die Vorbereitungen auf einen Krieg gegen die Atommacht Russland sind im vollen Gange. Freuen k&ouml;nnen sich insbesondere der R&uuml;stungskomplex dies- und jenseits des Atlantiks sowie diverse Verm&ouml;gende im Hintergrund.<\/em><\/p>\n<p>Und: <strong>Wegen Orbans Friedensmission: Hardliner wollen EU-Treffen boykottieren<\/strong><br>\nSchweden, die baltischen Staaten und andere Hardliner wollen die Ministertreffen unter ungarischem EU-Vorsitz boykottieren &ndash; als Protest gegen Orbans &ldquo;Friedensmission&rdquo;.<br>\nEine Sprecherin des lettischen Au&szlig;enministeriums sagte, dass Orbans Verhalten den Werten der EU widerspreche und &ldquo;inakzeptabel&rdquo; sei.<br>\nEs untergrabe die Einheit der EU, liefere der russischen Propaganda zus&auml;tzliche Argumente und das reduziere das Vertrauen in die ungarische EU-Ratspr&auml;sidentschaft.<br>\nAls Konsequenz werde Lettland keine Minister zu informellen EU-Treffen schicken. Andere L&auml;nder planen, nur Beamte zu entsenden. Die EU-Kommission erw&auml;gt zudem, das &uuml;bliche Treffen mit dem EU-Vorsitz in Budapest zu schw&auml;nzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/wegen-orbans-friedensmission-hardliner-wollen-eu-treffen-boykottieren\/\">Lost in EUrope<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fernsehen als Tribunal: Wie Sarah Wagenknecht im ZDF &ouml;ffentlich-rechtlich gemobbt wird<\/strong><br>\nPolitische H&auml;me bei Markus Lanz, ungleiche Runde bei Maybrit Illner: Die gezielte Demontage einer unbequemen Politikerin. Kommentar.<br>\n&ldquo;Ich muss ihnen gleich zu Beginn eine Frage stellen&rdquo;, beginnt Markus Lanz seine nach ihm benannte Polittalkshow am 27. Juni: &ldquo;Wie sieht das aus, wenn sie mit ihrem Mann, mit Oskar Lafontaine, im Saarland Fu&szlig;ball gucken? Fiebern sie dann so richtig mit? Flippen sie dann so richtig aus?&rdquo;<br>\nUnd obwohl sein Gast Sahra Wagenknecht sofort unmissverst&auml;ndlich klarmacht, dass sie sich nicht besonders f&uuml;r Fu&szlig;ball interessiert, sich erst recht nicht f&uuml;r kompetent h&auml;lt und versucht, &uuml;ber den Schlenker zu Nationalspieler Joshua Kimmich auf die Kritik an Corona-Ma&szlig;nahmen einzubiegen, geht es in dieser Tonlage weiter: &ldquo;Die Euphorie, die das ausl&ouml;st, Frau Wagenknecht: Wie finden sie das?&rdquo;, insistiert Lanz.<br>\nDas Ziel ist klar: Sahra Wagenknecht soll als eine Art vaterlandslose Gesellin hingestellt werden, die zu &ldquo;unserer Mannschaft&rdquo; nur ein lauwarmes Verh&auml;ltnis hat. Auch Fu&szlig;ball ist politisch.<br>\nDie Fu&szlig;ballfrage ist der Auftakt zu einem beispiellosen Verh&ouml;r, dem auch das nicht gerade radikal-kritische Redaktionsnetzwerk: Deutschland (RND) einen &ldquo;tribunalartigen&rdquo; Charakter attestierte, das die Politikerin mehrfach offen bewusst missverstand und Z&uuml;ge von H&auml;me und Ver&auml;chtlichmachung trug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Fernsehen-als-Tribunal-Wie-Sarah-Wagenknecht-im-ZDF-oeffentlich-rechtlich-gemobbt-wird-9800468.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Ich habe beide Sendungen gesehen und stelle fest: Leider stimmt der Telepolis-Artikel von R&uuml;diger Suchsland vom Anfang bis zum Ende voll und ganz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hamas Document Reveals: Why We Carried Out Al-Aqsa Flood Operation<\/strong><br>\nThe Palestinian Resistance Movement Hamas issued a 16-page document on Sunday, entitled &lsquo;Our Narrative &hellip; Operation Al-Aqsa Flood&rsquo;. The document addresses many critical questions about the context, the timing, and the events of October 7. It offers a rare insight into the reasons that led the Palestinian Resistance leaders to carry out a major Resistance operation on October 7, in addition to what actually transpired on that day. The document starts by addressing &ldquo;Our steadfast Palestinian people,&rdquo; who have been subjected to a genocidal Israeli military campaign, which is, as of today, at its 107th day. &ldquo;In light of the ongoing Israeli aggression on the Gaza Strip and the West Bank, and as our people continue their battle for independence, dignity, and breaking-free from the longest-ever occupation during which they have drawn the finest displays of bravery and heroism in confronting the Israeli murder machine and aggression,&rdquo; the introduction of the document reads.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.palestinechronicle.com\/hamas-document-reveals-why-we-we-carried-out-al-aqsa-flood-operation-summary-pdf\/\">The Palestine Chronicle&#8232;<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin B.W.:<\/strong> Die kompakte Erkl&auml;rung der Hamas lohnt sich zu lesen. U.a. enth&auml;lt sie auch die Klarstellung, dass sich ihr Widerstand gegen das wie sie es nennen, &bdquo;Zionistische Projekt&ldquo; und die israelische Besatzung richtet, keinesfalls aber gegen Juden als eine religi&ouml;se Gruppe oder das Judentum als solches. Insgesamt wirft die Erkl&auml;rung ein erheblich anderes Bild auf die Hamas, als das hierzulande medial vermittelte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&raquo;Israels Ruf ist f&uuml;r immer ruiniert&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber fortgesetzte Verbrechen in Gaza und wie sich dagegen vorgehen l&auml;sst. Ein Gespr&auml;ch mit Francesca Albanese<br>\nKritiker des Internationalen Gerichtshofs (IGH) und des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) sagen, beide Institutionen seien einseitige politische Instrumente m&auml;chtiger Nationen. Ende Januar hat der IGH Israel zu Schutzma&szlig;nahmen verpflichtet, um einen V&ouml;lkermord im Gazastreifen zu verhindern. Ende Mai rief das UN-Gericht Israel dazu auf, seine Offensive in Rafah zu stoppen. Mitte Mai beantragte der Chefankl&auml;ger des IStGH Haftbefehle gegen F&uuml;hrer der Hamas und Israels Premierminister Benjamin Netanjahu wegen mutma&szlig;licher Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit im Zusammenhang mit den Angriffen vom 7. Oktober 2023 und dem Krieg im Gazastreifen. Zeigen diese Entscheidungen eine fortschrittliche Wende an?<br>\nDie Kritik richtet sich eher gegen den IStGH als gegen den IGH. Problematisch ist vielmehr, dass viele Ma&szlig;nahmen, die der IGH anordnet, einfach nicht befolgt werden. Der IStGH wird hingegen daf&uuml;r kritisiert, dass es viel zu lange dauert, bis er Klagen wegen Menschenrechtsverletzungen &uuml;berhaupt annimmt. Demgegen&uuml;ber sind die jetzigen Haftbefehle eine geradezu revolution&auml;r schnelle Reaktion auf die Vorg&auml;nge im Gazastreifen. Das muss so weitergehen, dann kann das Gericht dazu beitragen, eine bessere und friedliche Zukunft f&uuml;r die Pal&auml;stinenser wie auch f&uuml;r die Israelis aufzubauen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/478798.nahostkonflikt-israels-ruf-ist-f%C3%BCr-immer-ruiniert.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>X-Twitter verst&ouml;&szlig;t gegen EU-Regeln f&uuml;r Plattformen<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat heute ihre vorl&auml;ufigen Ergebnisse zu Verst&ouml;&szlig;en von Elon Musks Plattform gegen den Digital Services Act &uuml;bermittelt. Es geht um t&auml;uschende blaue Haken, intransparente Werbung und mangelhaften Zugang zu Daten f&uuml;r Forschende. Das Verfahren k&ouml;nnte in einer hohen Strafe enden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2024\/vorlaeufiges-ergebnis-x-twitter-verstoesst-gegen-eu-regeln-fuer-plattformen\/\">Netzpolitik.org<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Elon Musk stellt dies ein wenig anders dar &hellip;<\/em><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">The European Commission offered &#120143; an illegal secret deal: if we quietly censored speech without telling anyone, they would not fine us. <\/p>\n<p>The other platforms accepted that deal. <\/p>\n<p>&#120143; did not. <a href=\"https:\/\/t.co\/4lKsaRsYoA\">https:\/\/t.co\/4lKsaRsYoA<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Elon Musk (@elonmusk) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/elonmusk\/status\/1811783320839008381?ref_src=twsrc%5Etfw\">July 12, 2024<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> <\/p>\n<p><em>Gleichzeitig k&uuml;ndigt Musk an, die &bdquo;Wahrheit&ldquo; werde schon vor den Gerichten herauskommen. Wir d&uuml;rfen gespannt sein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kommentar zur Verm&ouml;genssteuer: Buschmanns und Lindners M&auml;rchenstunde<\/strong><br>\nDie Diskussion um die Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer in Deutschland ist wieder einmal in vollem Gange. Argumente daf&uuml;r und dagegen werden &ndash; nicht wirklich &ndash; ausgetauscht, die Akteure werfen mit diesen um sich. Wie zu erwarten, steht die Bundes-FDP in vorderster Reihe der Gegner. Warum wurde die Verm&ouml;genssteuer eigentlich abgeschafft?<br>\nDer Wissenschaftliche Dienst des Bundestages erkl&auml;rt das im Paper &bdquo;Die Erbschaft- und Verm&ouml;gensteuer in den EU-Mitgliedstaaten und ausgew&auml;hlten anderen Staaten&ldquo;, auf Seite 12, wie folgt:<br>\n&bdquo;Das Bundesverfassungsgericht erkl&auml;rte in seinem Beschluss vom 22. Juni 1995 die damalige Ausgestaltung der Verm&ouml;gensteuer f&uuml;r verfassungswidrig, da Immobilien ungerechtfertigt privilegiert bewertet wurden und somit im Vergleich zu anderen Verm&ouml;genswerten hierauf weniger Verm&ouml;gensteuer zu zahlen war.&ldquo;<br>\n&Uuml;berraschung, es lag an der Bevorzugung des Immobilienbesitzes, was h&auml;tte man also tun k&ouml;nnen?<br>\nAntwort: Eine steuerliche Neubewertung erarbeiten, die grundgesetzkonform ist.<br>\nMit Bundeskanzler Helmut Kohl und Finanzminister Theo Waigel war das nicht m&ouml;glich. Das folgende Kabinett von Gerhard Schr&ouml;der, mit Lafontaine und Eichel bei Finanzen, hatte mehr mit der Drangsalierung Arbeitsloser, vulgo Hartz IV, zu tun.<br>\nHeute erz&auml;hlt die FDP, in Person Marco Buschmann, das M&auml;rchen vom hohen Bewertungsaufwand f&uuml;r Gem&auml;lde und Vasen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.l-iz.de\/leben\/gesellschaft\/2024\/07\/kommentar-zur-vermogenssteuer-buschmanns-lindners-marchenstunde-596600\">Leipziger Zeitung<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Wem bringen Lindners Steuerentlastungspl&auml;ne was? &ndash; Interv. m. Fabio de Masi, BSW<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/wem-bringen-lindners-steuerentlastungsplaene-was-interv-m-fabio-de-masi-bsw-dlf-16f8d8b1-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Cheapflation&rdquo; trifft die Schwachen<\/strong><br>\nDie Inflation trifft nicht alle Konsumenten gleicherma&szlig;en. &Auml;rmere Haushalte wurden von den steigenden Preisen in den vergangenen Jahren besonders gebeutelt, da beispielsweise Lebensmittel einen viel gr&ouml;&szlig;eren Teil ihrer Ausgaben ausmachen als bei wohlhabenderen Haushalten, und Grundnahrungsmittel geh&ouml;rten zu den wichtigsten Inflationstreibern. Eine neue Studie von zwei &Ouml;konomen der Universit&auml;t Harvard und der Bank of Canada weist dar&uuml;ber hinaus einen weiteren Mechanismus nach, der dazu f&uuml;hrte, dass einkommensschw&auml;chere Konsumenten st&auml;rker unter der Inflation leiden und dies aus den offiziellen Preisdaten nicht ablesbar ist: &ldquo;Cheapflation&rdquo; nennen die &Ouml;konomen Alberto Cavallo und Oleksiy Kryvtsov das Ph&auml;nomen, dass g&uuml;nstige Varianten ein und desselben Lebensmittels in den vergangenen Jahren deutlich st&auml;rker im Preis stiegen als teure Markenprodukte.<br>\nDie Wissenschaftler werteten mehr als zwei Millionen Preisdaten des &ldquo;Billion Prices Project&rdquo; von mehr als 90 Einzelhandelsketten in 19 L&auml;ndern aus. Zentrales Ergebnis: Im Zeitraum zwischen Januar 2020 und Mai 2024 stiegen die Preise der g&uuml;nstigsten Lebensmittelmarken deutlich schneller als die teurer Marken. Am st&auml;rksten war dieser Effekt unter anderem in Deutschland. W&auml;hrend sich hier Lebensmittel insgesamt in diesen gut vier Jahren um 22 Prozent verteuerten, stiegen die Preise teurer Marken um 15 Prozent. G&uuml;nstige Lebensmittel, also in der Regel die Eigenmarken der Superm&auml;rkte und Discounter, verteuerten sich dagegen um 29 Prozent, also fast doppelt so stark.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Cheapflation-trifft-die-Schwachen-article25084108.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Michael Hudson: &Uuml;ber die Notwendigkeit, unseren Wortschatz des Politischen zu erneuern<\/strong><br>\nTrifft die Bezeichnung einer &ldquo;nationalistischen Rechten&rdquo; zu, wenn die Alternative in bedingungsloser Umsetzung von US-Interessen zum eigenen Nachteil besteht? Wenn sich das Versprechen, die Dinge so zu lassen, wie sie sind, als Zusage erweist, nichts am Kurs Richtung Abgrund zu &auml;ndern?<br>\nDie erdrutschartige Niederlage der neoliberalen, kriegsbef&uuml;rwortenden britischen Konservativen gegen die neoliberale, kriegsbef&uuml;rwortende Labour-Partei wirft die Frage auf, was die Medien eigentlich meinen, wenn sie die Wahlen und die politischen B&uuml;ndnisse innerhalb Europas so beschreiben, dass traditionelle Mitte-Rechts- und Mitte-Links-Parteien von nationalistischen Faschisten herausgefordert w&uuml;rden.<br>\nDie politischen Unterschiede zwischen Europas zentristischen Parteien sind marginal, sie alle unterst&uuml;tzen neoliberale Einschnitte in die Sozialausgaben zu Gunsten von Aufr&uuml;stung, haush&auml;lterischer Strenge und der Deindustrialisierung, die die Politik der USA und der NATO mit sich bringen. Das Wort &ldquo;Zentrist&rdquo; bedeutet, nicht f&uuml;r irgendeine &Auml;nderung des Neoliberalismus der Wirtschaft einzutreten. Parteien, die mit irgendeinem Bindestrich Mitte sind, sind darauf eingeschworen, den Pro-US-Status Quo seit 2022 zu erhalten.<br>\nDas bedeutet, die US-F&uuml;hrung via NATO und Europ&auml;ische Kommission &ndash; das europ&auml;ische Gegenst&uuml;ck zum tiefen Staat Amerikas &ndash; die Politik in Europa kontrollieren zu lassen. Diese Passivit&auml;t versetzt die Volkswirtschaften der EU in einen Kriegszustand, wobei Inflation, Handelsabh&auml;ngigkeit von den Vereinigten Staaten und europ&auml;ische Defizite das Ergebnis der von den USA gef&ouml;rderten Handels- und Finanzsanktionen gegen Russland und China sind. Dieser neue Status Quo hat den europ&auml;ischen Handel wie die Investitionen fort von Eurasien auf die Vereinigten Staaten gelenkt.<br>\nW&auml;hler in Frankreich, Deutschland und Italien wenden sich von dieser Sackgasse ab. Jede regierende zentristische Partei hat j&uuml;ngst verloren &ndash; und deren geschlagene F&uuml;hrer verfolgten alle eine vergleichbare neoliberale Politik f&uuml;r die USA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rtnewsde.com\/international\/211858-es-braucht-neues-politisches-vokabular\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Den englischen Originaltext k&ouml;nnen Sie <a href=\"https:\/\/michael-hudson.com\/2024\/07\/the-need-for-a-new-political-vocabulary\/\">hier nachlesen<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ver.di-Chef kritisiert B&uuml;rgergeld-Reform als R&uuml;ckfall zu Hartz IV<\/strong><br>\nVer.di-Chef Frank Werneke hat die von der Bundesregierung geplanten &Auml;nderungen beim B&uuml;rgergeld als R&uuml;ckfall in alte Hartz-IV-Zeiten kritisiert. &ldquo;Mit der Reduzierung des Schonverm&ouml;gens und der Ausweitung der Pendelzeiten will die Bundesregierung Menschen unter Druck setzen, schlechte Arbeitsbedingungen zu akzeptieren&rdquo;, sagte Werneke der Augsburger Allgemeinen. &ldquo;Wir sind zur&uuml;ck bei Hartz IV.&rdquo; Die Versch&auml;rfungen wirkten sich negativ auf jeden Besch&auml;ftigten aus, der seinen Job verliere.<br>\nDas Aufbrauchen des eigenen Verm&ouml;gens setze Arbeitssuchende, die bald B&uuml;rgergeld bez&ouml;gen, &ldquo;nat&uuml;rlich massiv unter Druck&rdquo;, sagte Werneke, da ihr f&uuml;r den Ruhestand angespartes Verm&ouml;gen drohte, angetastet zu werden. Zudem seien die geforderten Pendelzeiten von drei Stunden f&uuml;r eine neue Arbeitsstelle in der Praxis unzumutbar. (&hellip;)<br>\nWer mehr als sechs Stunden am Tag arbeitet, soll k&uuml;nftig eine Pendelzeit von insgesamt drei Stunden f&uuml;r Hin- und R&uuml;ckweg akzeptieren. Wer weniger arbeitet, soll bis zu 2,5 Stunden f&uuml;r den t&auml;glichen Arbeitsweg in Kauf nehmen m&uuml;ssen. Bislang betr&auml;gt die zu akzeptierende Pendelzeit jeweils 30 Minuten weniger. Au&szlig;erdem sollen Jobcenter in einem Umkreis von 50 Kilometern vom Wohnort des B&uuml;rgergeldbeziehers nach einem Arbeitsplatz suchen.<br>\nBevor &uuml;berhaupt B&uuml;rgergeld beansprucht werden kann, sollen Betroffene dem Ma&szlig;nahmenkatalog der Bundesregierung zufolge in Zukunft zun&auml;chst eigenes Verm&ouml;gen aufbrauchen. Die Altersvorsorge bleibt davon aber ausgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2024-07\/buergergeld-reform-kritik-verdi-chef-frank-werneke\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Am nuklearen Abgrund<\/strong><br>\n&bdquo;Wir bauen eine Waffe, die die ganze Welt in Brand setzen k&ouml;nnte &mdash; aber wir tun es selbstverst&auml;ndlich nur, damit sie nie zum Einsatz kommt.&ldquo; Dies ist die Logik der atomaren Abschreckung, die nach offizieller Lesart f&uuml;r Jahrzehnte den Frieden in Europa garantiert hat. Die Angst vor der eigenen Vernichtung m&uuml;sse potenzielle Gegner derart wirksam abschrecken, dass sie sich mit kriegerischer Konfrontation zur&uuml;ckhalten. So argumentieren NATO-Strategen und ziehen daraus eine verh&auml;ngnisvolle Schlussfolgerung: Dies gebe ihnen das Recht, diesen Gegner immer weiter zu provozieren. Gleichzeitig versuchen die USA seit Langem, sich durch einen nuklearen Schutzschirm unverwundbar zu machen. Vereinfacht: &bdquo;Wir&ldquo; k&ouml;nnten zwar Atombomben auf Russland werfen, es w&uuml;rden jedoch keine zu uns zur&uuml;ckkommen. Wenn es ernst wird, so das Kalk&uuml;l, werde Putin schon kneifen. Daher sei selbst eine vehemente Unterst&uuml;tzung der Ukraine durch Waffenlieferungen, Ausbildung und geheimdienstliche Sch&uuml;tzenhilfe legitim. Diese Logik des Wahnsinns wird deutlich, wenn man sich vor Augen f&uuml;hrt, dass auch die Gegenseite &auml;hnlich denken k&ouml;nnte. Das l&auml;uft auf zwei ICE-Z&uuml;ge hinaus, die mit H&ouml;chstgeschwindigkeit aufeinander zufahren. An uns allen ist es nun, den M&auml;chtigen im Westen zu zeigen, dass wir diesen t&ouml;dlichen Kurs nicht mittragen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/am-nuklearen-abgrund\">Scott Ritter in Manova<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Operationsplan Deutschland&rdquo;: Diese Autobahn ist im Visier<\/strong><br>\nPanzer, Bundeswehr-Lastwagen und andere Fahrzeuge fahren in Deutschland nur selten und meist im Rahmen von &Uuml;bungen &uuml;ber die Autobahnen. Angesichts eines drohenden Angriffs Russlands auf die Nato k&ouml;nnte das aber schon 2029 zur neuen Realit&auml;t werden, wie Experten sch&auml;tzen. Bund, L&auml;nder und Bundeswehr pr&uuml;fen darum, welche Strecken sich eignen, um schnell und zuverl&auml;ssig von A nach B zu kommen. Das zeigt ein geheimes Papier.<br>\nIm Rahmen des &ldquo;Operationsplan Deutschland&rdquo; (OPLAN DEU) sollen unter Federf&uuml;hrung des Bundesverteidigungsministeriums die milit&auml;rischen und zivilen Anteile einer effektiven Landes- und B&uuml;ndnisverteidigung in einem Gesamtplan zusammengef&uuml;hrt werden. Er legt fest, welche Wege und Br&uuml;cken f&uuml;r den Transport genutzt und wo Rastpl&auml;tze zur Verf&uuml;gung stehen und wie diese gesch&uuml;tzt werden k&ouml;nnen. (&hellip;)<br>\nDie Pl&auml;ne, wie Deutschland als Drehscheibe f&uuml;r die Nato agieren muss, werden immer konkreter: 800.000 Soldatinnen und Soldaten m&uuml;ssen innerhalb von drei bis sechs Monaten von den Nordseeh&auml;fen nach Osten gebracht werden. Und mit ihnen eine gro&szlig;e Menge an Fahrzeugen, Waffen und weitere Ausr&uuml;stung. Der Bund rechnet wohl mit 200.000 Fahrzeugen. (&hellip;)<br>\nDie genauen Pl&auml;ne &uuml;ber Strecken und Stationen sowie weitere Absprachen sind geheim. Im Falle eines Krieges k&ouml;nnten sich Angreifer diese Informationen sonst zunutze machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_100447778\/panzer-auf-der-a2-wie-deutschland-sich-auf-den-kriegsfall-vorbereitet.html\">t-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Diese hochgeheimen Pl&auml;ne werden wohl kaum ohne Absicht gerade jetzt geleakt worden sein. Leider kann ich nur feststellen, dass unsere Regierung wahnsinnig geworden ist. Entweder glauben die ernsthaft, dass ein &ndash; noch dazu durch den Ukrainekrieg geschw&auml;chtes &ndash; Russland in 6 Jahren einen Mitgliedsstaat der NATO, die ein 10fach h&ouml;heres Milit&auml;rbudget, viermal so viele Soldaten und die x-fache Menge an Flugzeugen hat, in einem konventionellen Krieg angreifen wollte &ndash; das w&auml;re paranoid. Oder die wollen selber einen Krieg gegen Russland beginnen, das w&auml;re verbrecherisch und gr&ouml;&szlig;enwahnsinnig. Was geht bei denen im Kopf vor, und findet wirklich eine Bev&ouml;lkerungsmehrheit diesen Irrsinn in Ordnung?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.S.:<\/strong> Es wird einem Angst und Bange! Kann denn niemand diesen Wahnsinn und das schreckliche aufr&uuml;sten der NATO stoppen? Die deutsche Politik scheint den Vorgaben aus Washington weiter bedingungslos folgen zu wollen und damit die Interessen ihrer W&auml;hler mit F&uuml;&szlig;en zu treten!<\/em><\/p>\n<p>Diese Entwicklung und insbesondere die Arroganz die seitens der meisten Politiker in Deutschland dabei an den Tag gelegt wird, sind nur schwer zu ertragen &hellip;<\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117494\">Operationsplan Deutschland &ndash; die Kriegsvorbereitungen laufen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114362\">Operationsplan Deutschland? Heimatschutzregimente? Zivilverteidigung? Der eingeschlagene Weg ist ein Weg in den Krieg<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>US-Historiker &uuml;ber den Verfassungsschutz: &bdquo;Man f&uuml;rchtete sich vor Ostdeutschen und Russen&ldquo;<\/strong><br>\nNach 1945 entwarfen die West-Alliierten das Konzept f&uuml;r den Verfassungsschutz. Daraus entstand ein Geheimdienst, der viel mehr B&uuml;rger beobachtet als das FBI. War das gewollt?<br>\nDer amerikanische Historiker Benjamin Carter Hett hat sich intensiv mit dem deutschen Verfassungsschutz besch&auml;ftigt, er w&auml;lzte Akten, um das Geheimnis um Otto John aufzukl&auml;ren. War der erste Pr&auml;sident des Amtes ein Verr&auml;ter? Hett unterrichtet an der City University of New York, aber er ist immer wieder in Berlin. Im Videotelefonat spricht er Deutsch. Er sagt, die Hoffnungen der Amerikaner in den deutschen Verfassungsschutz h&auml;tten sich nur zum Teil erf&uuml;llt.<br>\nHerr Hett, das Konzept f&uuml;r den Verfassungsschutz kam nach dem Zweiten Weltkrieg von den West-Alliierten. Was erhofften sich die Amerikaner?<br>\nAuch in Deutschland gab es diesen Wunsch. Nach den Erfahrungen von Weimar w&uuml;nschten sich viele Deutsche eine wehrhafte Demokratie. Weimar war zugrunde gegangen, weil sich die Republik nicht gegen Extremisten von links und rechts verteidigen konnte. Hinzu kam, dass ab 1948 der Kalte Krieg schlimmer wurde. Man wollte in den Westdeutschen wehrhafte Partner haben. Es wurde &uuml;ber eine neue deutsche Armee gesprochen, ein Ausw&auml;rtiges Amt eingerichtet, die Nachrichtendienste. Die Gehlen-Organisation, der Vorl&auml;ufer vom Auslandsgeheimdienst BND, wurde von den Amerikanern gemanagt. Man wollte aber auch einen Inlandsgeheimdienst haben.<br>\nWas sollte der urspr&uuml;nglich machen?<br>\nEs gab haupts&auml;chlich zwei Aufgaben: Spionageabwehr und Abwehr gegen Radikalismus von rechts und links. Es ging um die Gefahr durch alte und neue Nazis, aber man f&uuml;rchtete sich auch vor Ostdeutschen und Russen.<br>\nDer Verfassungsschutz wurde anders ausgestattet als etwa der Inlandsgeheimdienst FBI in den USA. Warum?<br>\nMan wollte keine neue Gestapo. Der Verfassungsschutz sollte keine Exekutivgewalt haben, niemanden festnehmen d&uuml;rfen. Er sollte nur auskundschaften, Informationen sammeln, die Regierung unterrichten.<br>\nGab es daf&uuml;r ein Vorbild?<br>\nDen Dienst MI5 in Gro&szlig;britannien. Das war ebenfalls ein Inlandsgeheimdienst ohne Polizeibefugnisse. Das FBI in Amerika ist hingegen auch eine Art Polizeibeh&ouml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/us-historiker-benjamin-carter-hett-verfassungsschutz-interview-li.2234154\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>Dazu: <strong>Ein &bdquo;Fremdk&ouml;rper in der Demokratie&ldquo;? Wie der Verfassungsschutz neue Staatsfeinde entdeckte<\/strong><br>\nSeit der Corona-Pandemie hat der Verfassungsschutz ein neues Beobachtungsziel: B&uuml;rger, die sich der &bdquo;Delegitimierung des Staates&ldquo; verd&auml;chtig machen. Ist er damit zu weit gegangen? (&hellip;)<br>\nDer Verfassungsschutz ist ein Inlandsgeheimdienst, der im Blick behalten soll, ob B&uuml;rger sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik in Stellung bringen k&ouml;nnten. Der Dienst operiert im Konjunktiv. Seine Mitarbeiter forschen nach &bdquo;Bestrebungen&ldquo;, nach Absichten also. Sie beobachten Menschen nicht erst, wenn sie bei ihnen handfeste Umsturzpl&auml;ne vermuten. Sondern schon dann, wenn sie annehmen, dass sie eines Tages Umsturzpl&auml;ne haben k&ouml;nnten.<br>\nMan kann lange, ohne je eine Straftat zu begehen, unter Beobachtung stehen oder gar in einem Verfassungsschutzbericht auftauchen. Die Beobachtung reicht dabei von der Auswertung &ouml;ffentlicher Quellen, etwa Medienberichten oder Facebook-Posts, bis hin zu nachrichtendienstlichen Mitteln, also etwa Telefon&uuml;berwachung, Observation. Sobald man sich strafbar macht, ist der Verfassungsschutz gar nicht mehr zust&auml;ndig &ndash; er darf niemanden festnehmen, denn er ist keine Polizei.<br>\nSeit Jahrzehnten wird der Verfassungsschutz kritisiert, seine Abschaffung gefordert. Gegner nennen ihn eine &bdquo;Gewissenspolizei&ldquo; und fragen: Warum braucht Deutschland ihn? Weder in den USA noch in Gro&szlig;britannien oder Frankreich gibt es einen Inlandsgeheimdienst, &bdquo;der die eigene Bev&ouml;lkerung nach politischen Kriterien scannt&ldquo;, wie es der Verfassungsschutzexperte und Journalist Ronen Steinke nennt. (&hellip;)<br>\nZu den grunds&auml;tzlichen Zweifeln am Verfassungsschutz kommt die lange Geschichte seines Versagens und seiner Skandale. Echte Staatsfeinde, wie die rechtsradikale Terrorgruppe NSU, hat der Verfassungsschutz allzu oft nicht aufgesp&uuml;rt. Er hat weder die Mordserie der Neonazis noch den Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz im Dezember 2016 mit zw&ouml;lf Toten verhindert. Ein Antrag auf ein Verbot der NPD scheiterte, weil der Verfassungsschutz zahlreiche V-Leute in die Parteif&uuml;hrung eingeschleust hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/verfassungsschutz-entdeckt-neue-staatsfeinde-li.2233919\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Journalisten in Gaza: &bdquo;F&uuml;r uns Journalisten ist das der t&ouml;dlichste Ort&ldquo;<\/strong><br>\nUnabh&auml;ngige Berichterstattung aus dem Gazastreifen ist seit Monaten fast unm&ouml;glich. Wieso die Arbeit f&uuml;r lokale Reporterinnen und Reporter dort so lebensgef&auml;hrlich ist. [&hellip;]<br>\nDie in New York ans&auml;ssige Nichtregierungsorganisation Committee to Protect Journalists (CPJ) spricht von 108 Toten, w&auml;hrend die Vereinten Nationen mehr als 122 Tote angeben. &bdquo;Kein anderer Krieg im 21. Jahrhundert hat f&uuml;r Journalistinnen und Journalisten so gef&auml;hrlich begonnen wie der zwischen Israel und der Hamas&ldquo;, stellt die Organisation Reporter ohne Grenzen auf ihrer Website fest. Das CPJ bemerkt, dass seit Beginn seiner Aufzeichnungen im Jahr 1992 in keinem Konflikt mehr Journalisten starben.<br>\n&bdquo;Aktuell ist das der gef&auml;hrlichste Krieg f&uuml;r Medienschaffende &uuml;berhaupt&ldquo;, sagt auch Christopher Resch, Pressereferent bei Reporter ohne Grenzen. Ein Grund f&uuml;r die hohen Opferzahlen unter Journalisten in Gaza ist die Kriegsf&uuml;hrung, meint Resch. &bdquo;Wir untersch&auml;tzen hierzulande, wie exakt Israel mithilfe seiner Drohnen und KI-gest&uuml;tzten Aufkl&auml;rungssysteme &uuml;ber die Situation in Gaza informiert ist.&ldquo; Das israelische Milit&auml;r, sagt Resch, w&uuml;rde zu wenig ber&uuml;cksichtigen, dass Journalisten zur Gruppe der Zivilisten geh&ouml;ren, die es zu sch&uuml;tzen gilt. Vertreter anderer Organisationen gehen deutlich weiter &ndash; sie werfen der Armee teils Gleichg&uuml;ltigkeit vor, teils sogar, Journalisten gezielt ins Visier zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/reporter-journalisten-gaza-pressefreiheit-israel-lux.HjvoAmN88ZgJndNXst51dQ\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Prozess um Pressefreiheit<\/strong><br>\njunge Welt gegen Bundesrepublik Deutschland: Journalistengewerkschafter und Medien aus dem In- und Ausland verfolgen das Verfahren.<br>\nDarf die Tageszeitung junge Welt im Bericht des Inlandsgeheimdienstes als &raquo;linksextremistische Gruppierung&laquo; bezeichnet werden &ndash; mit der erkl&auml;rten Absicht der Bundesregierung, so der Zeitung den &raquo;N&auml;hrboden abzugraben&laquo;? &Uuml;ber eine diesbez&uuml;gliche Klage der Verlag 8. Mai GmbH als Herausgeberin der jW gegen die Bundesrepublik Deutschland wird das Verwaltungsgericht Berlin am Donnerstag erstinstanzlich verhandeln. Da es im Kern um grunds&auml;tzliche Fragen der Pressefreiheit und anderer Grundrechte geht, ist das mediale Interesse bereits im Vorfeld deutlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/479312.jw-gegen-brd-prozess-um-pressefreiheit.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-118082","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118082","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=118082"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118082\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118085,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118082\/revisions\/118085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=118082"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=118082"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=118082"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}