{"id":11815,"date":"2012-01-10T08:42:40","date_gmt":"2012-01-10T07:42:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815"},"modified":"2012-01-10T13:07:51","modified_gmt":"2012-01-10T12:07:51","slug":"hinweise-des-tages-1546","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h01\">Heinz J. Bontrup &ndash; Europa geht anders!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h02\">Heiner Flassbeck &ndash; Direkte Staatshilfe macht&rsquo;s billiger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h03\">Deutschland verdient mit Schulden erstmals Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h04\">Deutsche Ausfuhren im November 2011: + 8,3 % zum November 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h05\">Der S&uuml;den zieht alle runter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h06\">Angela Merkel has the whip hand in an orgy of austerity<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h07\">Zwei Prozent gegen Transaktionssteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h08\">Regierung: Liquidit&auml;tsprobleme bei Lebensversicherungen &ldquo;eher unwahrscheinlich&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h09\">Social Growth &ndash; Model of a Progressive Economic Policy<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h10\">Merkel und Sarkozy wollen Job-Initiative f&uuml;r Europa starten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h11\">Patienten fliehen aus privaten Krankenkassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h12\">Prozess in L&uuml;neburg &ndash; Mann nahm Kekse aus M&uuml;lltonne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h13\">Ausgaben f&uuml;r Heilmittel deutlich gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h14\">Hat der Rechtspopulismus an Bedeutung verloren?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h15\">Wen sch&uuml;tzt der &ldquo;Verfassungsschutz&rdquo;? Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r seine Abschaffung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h16\">Gabriel bietet Kanzlerin Merkel Kooperation an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h17\">Eine Botschaft mit nur zehn Zeichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11815#h18\">Virus der Grandiosit&auml;t bei Wulff, Guttenberg und Co<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11815&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Heinz J. Bontrup &ndash; Europa geht anders!<\/strong><br>\nDer &ouml;konomische Befund ist klar: Die schwerste Weltwirtschaftskrise seit 80 Jahren &ndash; und als Folge die &bdquo;Euro-Krise&ldquo; &ndash; ist durch eine neoliberale Umverteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen verursacht worden. Die Konsequenz: &Uuml;berall verfielen die Lohn-, stiegen die Profitquoten. Eine immer geringere Nachfrage nach Konsum- und Investitionsg&uuml;tern, die einherging mit hoher Arbeitslosigkeit und wachsender Armut, musste, um das kapitalistische Wirtschaftssystem aufrechtzuerhalten, durch Staatsnachfrage und Sozialleistungen sowie durch Privatkredite kompensiert werden. So stiegen parallel sowohl hochkonzentrierte Verm&ouml;gen als auch die Schulden nicht nur der &ouml;ffentlichen Haushalte unaufhaltsam an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary83017\/EuW_01_2012.pdf\">E&amp;W Erziehung und Wissenschaft [PDF &ndash; 5.5 MB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In der aktuellen Ausgabe von E&amp;W finden sich auch noch Beitr&auml;ge von Heribert Prantl, Stephan Schulmeister, Markus Sievers, Achim Truger, Michael Schlecht, Robert von Heusinger u.a. zum Thema Eurokrise. Das gesamte Heft, das <a href=\"http:\/\/www.gew.de\/Binaries\/Binary83017\/EuW_01_2012.pdf\">kostenlos online steht [PDF &ndash; 5.5 MB]<\/a>, ist (nicht nur) f&uuml;r Leser der NachDenkSeiten sehr interessant.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Heiner Flassbeck &ndash; Direkte Staatshilfe macht&rsquo;s billiger<\/strong><br>\nDie EZB gibt Banken gro&szlig;z&uuml;gig Geld, mit dem die dann Staatsanleihen kaufen sollen. Den Umweg k&ouml;nnte man sich sparen &ndash; der Steuerzahler w&auml;re dankbar [&hellip;]<br>\nDie EZB hat vor Weihnachten den Banken in einem Ausma&szlig; und zu Konditionen Geld geliehen, die alles Bisherige in den Schatten stellen. Fast 500 Mrd. Euro verleiht sie f&uuml;r drei Jahre. [&hellip;]<br>\nWas aber finanzieren die Banken mit dem Geld? So genau wei&szlig; das keiner, aber vergangene Woche sind &uuml;berraschend die Zinsen f&uuml;r italienische und spanische Staatsschuldtitel, also Bonds, im Laufzeitbereich von zwei bis f&uuml;nf Jahren stark gefallen. Die Nachfrage nach diesen Titeln war enorm. [&hellip;] In einer solchen Situation sich selbst Mut zu machen und anzunehmen, &ldquo;die Banken werden damit Unternehmen finanzieren&rdquo;, wie vom Pr&auml;sidenten der EZB zu h&ouml;ren, ist zwar verst&auml;ndlich, aber keine ernst zu nehmende Analyse. [&hellip;]<br>\nDie Zinsbewegung legt nahe, dass die Banken mit dem von der EZB bereitgestellten Geld in erster Linie Staatstitel von L&auml;ndern gekauft haben, die &uuml;ber drei Jahre deutlich h&ouml;here Zinsen als ein Prozent bieten. Folglich wurde das Geld der EZB unmittelbar zu den Staaten durchgereicht, die wegen der Liquidit&auml;t der Banken wesentlich billiger an Geld kommen. Damit wird genau das erreicht, was man verhindern wollte: Die s&uuml;deurop&auml;ischen L&auml;nder k&ouml;nnen sich relativ billig verschulden. Die viel beschworene &ldquo;Disziplin der M&auml;rkte&rdquo; wird ausgehebelt.<br>\nAllerdings hat die Sache einen Sch&ouml;nheitsfehler: H&auml;tte die EZB die Schuldpapiere direkt am Markt durch eigene Intervention gekauft und f&uuml;r drei Jahre gehalten, h&auml;tte sie selbst die Zinsen von den Staaten kassiert, die jetzt den Banken ohne eigene Leistung zufallen. Da der Gewinn der Zentralbank den Staaten zusteht, w&auml;re bei direkter Intervention der Notenbank netto gerechnet die Zinsbelastung der Staaten nahe null gewesen. Das h&auml;tte helfen k&ouml;nnen, die Staatshaushalte zu sanieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:geldpolitik-heiner-flassbeck-direkte-staatshilfe-macht-s-billiger\/60149592.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Deutschland verdient mit Schulden erstmals Geld<\/strong><br>\nNovum in der deutschen Geschichte: Der Staat verdient mit Schulden erstmals Geld. Anders als &uuml;blich musste er am Montag Investoren bei der Versteigerung von Anleihen nicht mit Zinsen locken, sondern erh&auml;lt selbst eine Pr&auml;mie. Beim Verkauf von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von sechs Monaten nahm der Bund 3,9 Milliarden Euro ein. Der durchschnittliche Zins lag bei minus 0,0122 Prozent, teilte die mit dem Schuldenmanagement betraute Finanzagentur mit. &ldquo;Das hat es bislang noch nie gegeben&rdquo;, sagte ein Sprecher zu Reuters. &ldquo;Die Anleger bezahlen eine gewisse Pr&auml;mie daf&uuml;r, dass sie dem deutschen Staat Geld leihen.&rdquo; Im Dezember gab es noch einen Minizins von plus 0,001 Prozent. [&hellip;]<br>\nNormalerweise leihen sich die Banken &uuml;bersch&uuml;ssiges Geld untereinander. Der Geldmarkt ist aber so gut wie ausgetrocknet, weil mit der Schuldenkrise die Gefahr von Bankenpleiten gestiegen ist und sie um ihre Darlehen f&uuml;rchten. Sie fl&uuml;chten deshalb in die wenigen als ausfallsicher geltenden Anlagen, zu denen Bundeswertpapiere mit kurzen Laufzeiten geh&ouml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1325485914193\/Minusrendite-bei-Anleihen-Deutschland-verdient-mit-Schulden-erstmals-Geld\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch wenn diese Entwicklung das Finanzministerium freuen wird, ist sie dennoch ein Zeichen daf&uuml;r, wie marode das Finanzsystem bereits ist. Wer heute immer noch behauptet, wir h&auml;tten es mit einem &bdquo;Vertrauensverlust gegen&uuml;ber dem Staat&ldquo; zu tun, sollte seinen Kompass einmal neu norden. Die Banken haben ein derart gro&szlig;es Vertrauen in den Staat, dass sie ihm lieber Geld schenken, als es den unsicheren Kantonisten aus den eigenen Reihen gegen gute Zinsen zu verleihen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Deutsche Ausfuhren im November 2011: + 8,3 % zum November 2010<\/strong><br>\nIm November 2011 wurden von Deutschland Waren im Wert von 94,9 Milliarden Euro ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 78,7 Milliarden Euro eingef&uuml;hrt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorl&auml;ufiger Ergebnisse weiter mitteilt, waren damit die deutschen Ausfuhren im November 2011 um 8,3 % und die Einfuhren um 6,7 % h&ouml;her als im November 2010. Im Vormonatsvergleich war die Entwicklung von Aus- und Einfuhren kalender- und saisonbereinigt gegenl&auml;ufig: W&auml;hrend die Ausfuhren gegen&uuml;ber Oktober 2011 um 2,5 % zunahmen, sanken die Einfuhren um 0,4 %.<br>\nDie Au&szlig;enhandelsbilanz schloss im November 2011 mit einem &Uuml;berschuss von 16,2 Milliarden Euro ab. Im November 2010 hatte der Saldo in der Au&szlig;enhandelsbilanz 13,9 Milliarden Euro betragen. Der Au&szlig;enhandelsbilanz&uuml;berschuss lag im November 2011 kalender- und saisonbereinigt bei 15,1 Milliarden Euro.<br>\nZusammen mit den Salden f&uuml;r Dienstleistungen (&ndash; 0,1 Milliarden Euro), Erwerbs- und Verm&ouml;genseinkommen (+  4,1 Milliarden Euro), laufende &Uuml;bertragungen (&ndash; 3,6 Milliarden Euro) sowie Erg&auml;nzungen zum Au&szlig;enhandel (&ndash; 2,3 Milliarden Euro) schloss &ndash; nach vorl&auml;ufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank &ndash; die Leistungsbilanz im November 2011 mit einem &Uuml;berschuss von 14,3  Milliarden Euro ab. Im November 2010 hatte die deutsche Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 14,4 Milliarden Euro ausgewiesen.<br>\nIn die Mitgliedstaaten der Europ&auml;ischen Union (EU) wurden im November 2011 Waren im Wert von 56,0 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 50,6 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegen&uuml;ber November 2010 stiegen die Versendungen in die EU-L&auml;nder um 8,4 % und die Eing&auml;nge aus diesen L&auml;ndern um 10,6 %. In die L&auml;nder der Eurozone wurden im November 2011 Waren im Wert von 37,7 Milliarden Euro (+ 7,7 %) geliefert und Waren im Wert von 35,1 Milliarden Euro (+ 8,8 %) aus diesen L&auml;ndern bezogen. In die EU-L&auml;nder, die nicht der Eurozone angeh&ouml;ren, wurden im November 2011 Waren im Wert von 18,3 Milliarden Euro (+ 9,8 %) ausgef&uuml;hrt und Waren im Wert von 15,5 Milliarden Euro (+15,1 %) von dort eingef&uuml;hrt.<br>\nIn die L&auml;nder au&szlig;erhalb der Europ&auml;ischen Union (Drittl&auml;nder) wurden im November 2011 Waren im Wert von 38,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 28,0 Milliarden Euro aus diesen L&auml;ndern importiert. Gegen&uuml;ber November 2010 nahmen die Exporte in die Drittl&auml;nder um 8,2 % und die Importe von dort um 0,2 % zu.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2012\/01\/PD12__006__51,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse weiten sich also &ndash; wenngleich abschw&auml;chend &ndash; weiter aus, d.h. die Verschuldung der Euro-L&auml;nder steigt weiter.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der S&uuml;den zieht alle runter<\/strong><br>\nDer Euro rutscht mit einem Gegenwert von 1,2666 Dollar auf das tiefste Niveau seit dem September 2010. Darin spiegelt sich die Angst vor einer Versch&auml;rfung der EU-Schuldenkrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!85233\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man hat selten so viel Unsinn in einem Artikel gelesen. W&auml;hrungskurse bilden sich durch Angebot und Nachfrage und werden nicht von Investoren\/Spekulanten auf Basis von Vertrauen in Teile des W&auml;hrungsraum bestimmt. Wenn der Euro nun seit September 2011 an Wert gegen&uuml;ber dem Dollar verliert, hei&szlig;t dies lediglich, dass die Nachfrage nach dem Dollar sich st&auml;rker entwickelt hat als die Nachfrage nach dem Euro. Angesichts der Sparprogramme und der haugemachten Probleme europ&auml;ischer Banken ist das auch nicht sonderlich &uuml;berraschend. Wer aber nun der Meinung ist, dass das Abendland untergeht, nur weil der Euro auf dem &bdquo;tiefsten Niveau&ldquo; seit 15 Monaten notiert, sollte sich einmal die langj&auml;hrige Entwicklung des Euro-Dollar-Kurses anschauen:<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120110_chart_all_EURUSDEuroUS-Dollar.png\" alt=\"\"><\/p>\n<p><em>Von einem dramatischen Wertverlust kann hier wirklich nicht die Rede sein und warum die taz bzw. die dpa, die der taz den Artikel geliefert hat, nun &bdquo;den S&uuml;den&ldquo; f&uuml;r die vermeintliche Euro-Schw&auml;che verantwortlich macht, bleibt wohl auch das Geheimnis der beteiligten Journalisten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Angela Merkel has the whip hand in an orgy of austerity<\/strong><br>\nThe notion that economic pain is the only route to pleasure was once the preserve of the British public school-educated elite, now it&rsquo;s European economic policy [&hellip;]<br>\nThe language of S&amp;M is also now part of the eurozone discourse. The joint letter sent last month by Sarkozy and Angela Merkel to Herman van Rompuy, president of the European Council, explaining the Franco-German plans for future governance of the single currency stressed &ldquo;fiscal discipline&rdquo; and the need to &ldquo;detect and correct departures from sound economic and fiscal policies long before they become a threat to the stability of the euro area as a whole&rdquo;.<br>\nThere&rsquo;s plenty of raw material here, given a tweak or two, for a modern version of Leopold von Sacher-Masoch&rsquo;s Venus in Furs. &ldquo;Mario, you have allowed the Italian budget deficit to rise above 3% of gross domestic product.&rdquo; &ldquo;Yes, mistress Angela, I deserve to be punished for my lack of fiscal discipline. Please do not spare me.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/business\/economics-blog\/2012\/jan\/08\/eurozone-crisis-angela-merkel-whip-hand\">Guardian<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zwei Prozent gegen Transaktionssteuer<\/strong><br>\nNach Treffen von Merkel mit Sarkozy kritisiert Opposition &raquo;R&uuml;cksichtnahme auf FDP&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/01-10\/031.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Regierung: Liquidit&auml;tsprobleme bei Lebensversicherungen &ldquo;eher unwahrscheinlich&rdquo;<\/strong><br>\nDie gro&szlig;en deutschen Lebensversicherungsgruppen halten 20,56 Prozent ihrer Kapitalanleihen in EU-Staatsanleihen. Dies schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17\/8225) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (17\/8047). Zu den Risiken der Geldanlagen hei&szlig;t es: &bdquo;In der Praxis wurden Liquidit&auml;tsprobleme von Lebensversicherungsunternehmen, Pensionskassen oder Pensionsfonds noch nicht beobachtet und sind auch f&uuml;r die Zukunft eher unwahrscheinlich.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_01\/2012_006\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Weiter hei&szlig;t es in der <a href=\"http:\/\/dipbt.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/082\/1708225.pdf\">Antwort der Bundesregierung [PDF &ndash; 85,4 KB]<\/a>, dass der Anteil der Risikokapitalanlagen der Lebensversicherungsunternehmen bei 12 Prozent liege. Im &Uuml;brigen verweist die Regierung auf die Tatsache, dass die H&ouml;he der &Uuml;bersch&uuml;sse, die den Versicherten ausgekehrt werden k&ouml;nnen, &bdquo;direkt von der Entwicklung der Kapitalmarktzinsen&ldquo; abh&auml;ngig ist. Wen der Zinssatz sinke, sei die Anpassung des H&ouml;chstrechnungszinssatzes unvermeidlich. Die private Altersvorsorge und die umlagefinanzierte gesetzliche Rente sind beide von der wirtschaftlichen Entwicklung abh&auml;ngig, die eben von der Besch&auml;ftigung und von der H&ouml;he der L&ouml;hne und damit der Beitragseinnahmen abh&auml;ngig ist. Bei der Umlagefinanzierung entfallen dar&uuml;ber hinaus die Transaktionskosten und die Risiken bei einem eventuellen Kreditausfall bzw. einem Schuldenschnitt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Social Growth &ndash; Model of a Progressive Economic Policy<\/strong>\n<ul>\n<li>The concept of &raquo;social growth&laquo; presented here is the Friedrich-Ebert-Stiftung&rsquo;s (FES) proposal for a progressive economic policy model. The aim is to develop a growth model that combines prosperity for all with sustainability and justice. Its primary target is Germany, but it is also intended to apply to Europe and globally.<\/li>\n<li>Although the progressive economic policy proposed here is focused directly on overcoming the economic and social crisis by means of social and therefore fairly structured growth, its indirect aim is to alleviate the environmental and political crisis in which Germany, Europe and the world find themselves.<\/li>\n<li>Social growth, with its focus on education, health, care and climate protection, puts less pressure on natural resources than the conventional market-driven growth model. It also delivers the results that people expect from democratic politics, namely jobs and a share in the prosperity these jobs create.<\/li>\n<li>In this way, social growth confers a legitimacy on democracy that seems to have been lost, not so much because of mistrust in its procedures, but rather the paucity of socially acceptable outcomes &ndash; in other words, states&rsquo; inability to govern markets in the interests of society.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/08836.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung International Policy Analysis [PDF &ndash; 541 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Merkel und Sarkozy wollen Job-Initiative f&uuml;r Europa starten<\/strong><br>\nDie Kanzlerin will mit Frankreichs Pr&auml;sident ein Konzept f&uuml;r mehr Arbeitspl&auml;tze in Europa erarbeiten. Erfolgreiche Modelle aus Deutschland sollen daf&uuml;r Vorbild sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-01\/merkel-sarkozy-jobinitiative\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> &bdquo;Erfolgreiche Modelle aus Deutschland&ldquo;? Welche sollen das sein? Hartz IV? Was muss eigentlich in einem Journalisten vorgehen, der derart unsinnige S&auml;tze schreibt?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Patienten fliehen aus privaten Krankenkassen<\/strong><br>\nDie Deutschen kehren den privaten Krankenkassen in Scharen den R&uuml;cken: Die Zahl der Privatpatienten, die in die gesetzliche Versicherung zur&uuml;ckkehren wollen, steigt nach Angaben einiger gesetzlicher Kassen deutlich. &ldquo;Bei uns h&auml;ufen sich die telefonischen Anfragen von Privatversicherten, die zur AOK kommen wollen&rdquo;, sagte der Chef der AOK Rheinland\/Hamburg, Wilfried Jacobs, dem Nachrichtenmagazin Spiegel.<br>\nZur Barmer GEK wechselten laut dem Bericht bereits im Laufe vergangenen Jahres etwa 27.600 Versicherte von der privaten Konkurrenz, das sind immerhin neun Prozent mehr als im Vorjahr. Eine sehr &auml;hnliche Tendenz best&auml;tigte die Techniker Krankenkasse: Dorthin wechselten im vergangenen Jahr 68.000 Versicherte, das sind fast zw&ouml;lf Prozent mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/wechsel-zu-gesetzlichen-versicherungen-patienten-fliehen-aus-privaten-krankenkassen-1.1252727\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Prozess in L&uuml;neburg &ndash; Mann nahm Kekse aus M&uuml;lltonne<\/strong><br>\nWenn arme Menschen Abfall nach Essbarem durchsuchen, hei&szlig;t das &ldquo;Containern&rdquo;. Weil ein Mann eine Packung Kekse mit angelaufenen Verfallsdatum aus einer M&uuml;lltonne nahm, steht er jetzt vor Gericht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/prozess-in-lueneburg-mann-nahm-kekse-aus-muelltonne-1.1253894\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ausgaben f&uuml;r Heilmittel deutlich gestiegen<\/strong><br>\nDie Ausgaben der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung sowie die Zuzahlungen der gesetzlich Versicherten f&uuml;r Heilmittel sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) habe im Jahr 2010 mit 4,6 Milliarden Euro rund 50 Prozent mehr f&uuml;r Heilmittel ausgegeben als im Jahr 2000, hei&szlig;t es in der Antwort der Bundesregierung (17\/8116)auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/7898). Die private Krankenversicherung (PKV) gab den Angaben zufolge im Jahr 2010 mit rund 801 Millionen Euro fast doppelt so viel wie noch im Jahr 2000 f&uuml;r Heilmittel aus. Die von den gesetzlich Versicherten geleisteten Zuzahlungen seien um rund 64 Prozent auf 436 Millionen Euro ebenfalls kr&auml;ftig gestiegen.<br>\nWeiter schreibt die Regierung, die GKV-Ausgaben f&uuml;r Heilmittel entspr&auml;chen einem Anteil von rund 2,8 Prozent an den gesamten Leistungsausgaben der GKV. Weiter hei&szlig;t es, Versicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, h&auml;tten zu den Kosten der Heilmittel zehn Prozent der Kosten sowie zehn Euro je Verordnung zu leisten. L&auml;gen die Kosten f&uuml;r eine Krankengymnastikeinheit beispielsweise bei 13 Euro, betrage die Zuzahlung f&uuml;r eine Verordnung mit sechs Behandlungseinheiten danach grunds&auml;tzlich 17,80 Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_01\/2012_006\/03.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> An dieser Meldung ist interessant, wie hier einmal mehr, eine Ausgabenexplosion im Gesundheitswesen suggeriert werden soll, dabei machen die Heilmittel &bdquo;nur&ldquo; 2,8 Prozent der gesamten Leistungsausgaben der GKV aus. Beachtlich ist auch, dass &ndash; &uuml;ber die ohnehin nicht mehr verordneten oder von den Versicherungen finanzierten Medikamente hinaus &ndash; die Versicherten zehn Prozent der Kosten sowie zehn Euro je Verordnung leisten. Diese &bdquo;private&ldquo; Kostenbeteiligung d&uuml;rfte auch der Grund daf&uuml;r sein, dass laut einer <a href=\"http:\/\/www.oecd-ilibrary.org\/social-issues-migration-health\/health-at-a-glance-2011_health_glance-2011-en\">OECD-Studie<\/a>, Geringverdiener sich in Deutschland deutlich h&auml;ufiger als anderswo nicht zum Arzt gehen. Vermutlich, weil sie sich das nicht leisten k&ouml;nnen.<\/em><br>\n<em>Der OECD-Bericht &bdquo;Health at a Glance 2011&ldquo; macht deutlich, dass die Gesundheitsausgaben in Deutschland gemessen am Bruttoinlandsprodukt keineswegs unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig hoch liegen, n&auml;mlich bei 11,6 Prozent. Frankreich kommt auf 11,8 Prozent, die Niederlande auf 12 Prozent und die USA kommen sogar auf 17,4 Prozent. Interessant ist ferner, dass in dem weitgehend privatisierten Gesundheitssystem der USA die Gesundheitsausgaben pro Kopf im Jahr bei 7.960 Dollar liegen, in Deutschland hingegen bei 4.218 Dollar. Ein privatisiertes Gesundheitssystem ist somit keineswegs billiger als unser gesetzlich geregeltes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hat der Rechtspopulismus an Bedeutung verloren?<\/strong><br>\n&Uuml;berraschend wurde der Rechtspopulismus zu Jahresbeginn zum Gegenstand des &ouml;ffentlichen Interesses. W&auml;hrend die Frankfurter Rundschau und die Berliner Zeitung von einer Radikalisierung der rechtspopulistischen Szene sprachen, beginnt sich auch der Verfassungsschutz f&uuml;r diese Kreise zu interessieren. Dabei wurde in der letzten Zeit h&auml;ufiger die These vertreten, der Rechtspopulismus werde &uuml;bersch&auml;tzt.<br>\nSelbst das Autorenduo Michael Zander und Thomas Wagner kommt im Schlussteil ihres gerade erschienenen Buches Sarrazin, die SPD und die Neue Rechte zu dem Fazit, dass zumindest der antimoslemische Rechtspopulismus durch die EU-Krise an Bedeutung verloren habe.<br>\nTelepolis sprach dar&uuml;ber mit Dirk Stegemann, der sich seit Jahren in zivilgesellschaftlichen Initiativen gegen den Rechtspopulismus engagiert. Mittlerweile wird er in auf rechtspopulistischen Homepages in steckbrief&auml;hnlichen Pamphleten als &ldquo;Feind Deutschlands&rdquo; tituliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36203\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wen sch&uuml;tzt der &ldquo;Verfassungsschutz&rdquo;? Ein Pl&auml;doyer f&uuml;r seine Abschaffung<\/strong><br>\nAm 18.12.2011 berichtete spiegel-online, dass der Th&uuml;ringer &ldquo;Verfassungsschutz&rdquo; u.a. eine 1999 get&auml;tigte Geldzahlung von 2000 D-Mark an die Zwickauer Terrorgruppe &ldquo;Nationalsozialistischer Untergrund&rdquo; (NSU) einger&auml;umt hat. Die Sozialwissenschaftler Peter Grottian und Wolf-Dieter Narr fordern im folgenden GWR-Artikel die Abschaffung der staatlichen Schn&uuml;ffelbeh&ouml;rde.<br>\nWir haben, inzwischen selbst bemooste Karpfen, am eigenen Leib und im Kopf gesp&uuml;rt, dass wir vom &ldquo;Verfassungsschutz&rdquo; &uuml;ber Jahre &uuml;berwacht worden sind.<br>\nDer eine (Narr) wurde wegen &ldquo;radikal-demokratischer Erkenntnisse&rdquo; nicht auf einen Lehrstuhl an der TU Hannover berufen, obwohl die &ldquo;Erkenntnisse&rdquo; eines radikalen Demokraten doch sehr w&uuml;rdig waren.<br>\nDer andere (Grottian) wurde &uuml;ber f&uuml;nf Jahre vom Berliner &ldquo;Verfassungsschutz&rdquo; wegen seiner Skandalisierung des Berliner Bankenskandals, ein Heiligtum des Kapitalismus, &uuml;berwacht. An Hand der ausnahmsweise auszugsweise zug&auml;nglichen Akten des &ldquo;Verfassungsschutzes&rdquo; ging unfreiwillig hervor: dass die Orthografie der Beobachter und ihre Beobachtungen unter aller Sau von Wahrheitsgehalten aufgeschrieben waren.<br>\nBewusst dramatisierend verfasst, v&ouml;llig unf&auml;hig zu begreifen, was vor sich ging.<br>\nDaran zeigte sich, wie bei vielen Observierungen und Eins&auml;tzen: selbst nach eigenen Ma&szlig;st&auml;ben ineffizient, strukturell blind und schlicht demokratiegef&auml;hrdend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.graswurzel.net\/365\/vs.shtml\">Graswurzelrevolution<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Gabriel bietet Kanzlerin Merkel Kooperation an<\/strong><br>\nDer SPD-Vorsitzende Gabriel hat Kanzlerin Merkel angeboten, gemeinsam eine geeignete Pers&ouml;nlichkeit f&uuml;r das Amt des Bundespr&auml;sidenten zu benennen. Anders als Generalsekret&auml;rin Nahles spricht sich Gabriel f&uuml;r den Fall eines R&uuml;cktritts Wulffs dagegen aus, die Bundestagswahl vorzuziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/nachfolgesuche-fuer-wulff-gabriel-bietet-kanzlerin-merkel-kooperation-an-11597456.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es scheint so, als ob Sigmar Gabriel gedanklich bereits auf eine gro&szlig;e Koalition abzielt. Der Wille zur Macht l&auml;sst bei ihm schon lange keinen Platz mehr f&uuml;r inhaltliche Positionen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Eine Botschaft mit nur zehn Zeichen<\/strong><br>\nKommunikation auf elektronischen Umwegen: Manche Unionspolitiker sprechen auf Mailboxen, andere schreiben SMS &ndash; wie Karl-Theodor zu Guttenberg, der nun angek&uuml;ndigt hat, mit der CSU &uuml;ber ein m&ouml;gliches Comeback 2013 zu reden. Doch seine Botschaft l&auml;sst viele Fragen offen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/guttenberg-bereit-zu-gespraech-ueber-kandidatur-eine-botschaft-mit-nur-zehn-zeichen-1.1252805\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Einem potentiellen Wahlvolk, das offenbar bereit ist, einen Betr&uuml;ger mit offenen Armen in seinen Reihen wieder aufzunehmen, dem kann man nur zurufen: Ihr habt einander verdient! Dass Seehofer und die CSU-Granden offenbar genau mit dieser &ldquo;Was-k&uuml;mmert-mich-mein-Geschw&auml;tz-von-gestern&rdquo;-Mentalit&auml;t spekulieren, wirft ein bezeichnendes Schlaglicht auf den Zustand unserer Gesellschaft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Virus der Grandiosit&auml;t bei Wulff, Guttenberg und Co<\/strong><br>\nM&auml;chtige gew&ouml;hnen sich an eine Art psychischen VIP-Zustand. Der Psychologe Hans-J&uuml;rgen Wirth erkl&auml;rt, wie Politiker in den Rausch eines &uuml;bersteigerten Narzissmus geraten.\n<p>&hellip;Fehler sind tats&auml;chlich menschlich, wir alle begehen sie. Doch so, wie etwa Herr zu Guttenberg von seiner &ldquo;gro&szlig;en Dummheit&rdquo; spricht, oder Herr Wulff von seinem &ldquo;gro&szlig;en Fehler&rdquo;, scheint es sich um manipulative Versuche zu handeln, an das Mitgef&uuml;hl und Verst&auml;ndnis des Publikums zu appellieren. Was beide nicht sagen, ist: Ich habe da mit kalkulierter Absicht gehandelt, ich habe mir eben einen Vorteil &ndash; einen verd&auml;chtig g&uuml;nstigen Kredit, oder mehr Ansehen &uuml;ber eine abgeschriebene Doktorarbeit &ndash; verschaffen wollen. Ich wusste, dass das ein Risiko enth&auml;lt, und ich h&auml;tte dar&uuml;ber besser nachdenken sollen. Von der Dimension des absichtlichen Kalk&uuml;ls wollen solche Ausreden nichts preisgeben&hellip;<\/p>\n<p>Sobald der fr&uuml;he Idealismus in den Rausch eines &uuml;bersteigerten Narzissmus umkippt, gew&ouml;hnen sich M&auml;chtige gern an eine Art psychischen Vip-Zustand: Ich kann mir das leisten, denn ich leiste Ungew&ouml;hnliches. Wenn auf dem Grund der Seele auch Selbstwertprobleme liegen, verf&uuml;hrt die Macht dazu, das vor sich und anderen zu verbergen. Das Gef&uuml;hl f&uuml;r die eigenen Grenzen schwindet&hellip;<br>\nWenn sich Personen, die Verantwortung tragen, amoralisch verhalten, hat das sozialpsychologische Auswirkungen. Zynismus, Resignation und eine negative Weltsicht werden gef&ouml;rdert. Daher w&auml;re es falsch, all das leichtzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2012-01\/narzissmus-wulff-politiker\">Die Zeit<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11815","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11815","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11815"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11815\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11832,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11815\/revisions\/11832"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11815"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11815"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11815"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}