{"id":118223,"date":"2024-07-16T15:51:11","date_gmt":"2024-07-16T13:51:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118223"},"modified":"2024-07-16T15:51:11","modified_gmt":"2024-07-16T13:51:11","slug":"leserbriefe-zu-wir-sind-die-guten-darum-schlagen-wir-euch-den-schaedel-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118223","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eWir sind die Guten! Darum schlagen wir Euch den Sch\u00e4del ein!\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117879\">In diesem Essay<\/a> untersucht Jens Berger den Werte-Begriff von Kriegstreibern. Verteidigt w&uuml;rden nicht universelle Werte, sondern solche, die &bdquo;V&ouml;lkergruppen voneinander trennen&ldquo;. Der moderne Wertekrieger sehe &bdquo;sich selbst als den Guten und ist von der Mission getrieben, seine Werte zur Not mit Gewalt denen nahezubringen, die sie nicht teilen&ldquo;. Die &bdquo;bittere Ironie&ldquo; sei, dass die Wertekrieger selbst zu den Get&auml;uschten geh&ouml;ren. Denn in Kriegen gehe es nie um Werte, es gehe um Interessen &ndash; um Einflusssph&auml;ren, um Rohstoffe, um Handelswege, um Geld. Wir danken f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Es folgt nun eine Auswahl, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Berger,<br>\n&nbsp;<br>\nder &ldquo;Westen&rdquo; wollte sich vor der Haust&uuml;r Russlands ausbreiten und sich die Ukraine unter den Nagel rei&szlig;en. Mit Werten hat das nichts zu tun, sondern mit Machtexpansion.<\/p><p>Aber Russland war und ist nicht der Staat, der sich auf der Nase herumtanzen l&auml;sst.<br>\n&nbsp;<br>\nBeste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMike Koch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr gesch&auml;tzter Herr Berger!<\/p><p>Ja, die Eliten wissen genau, dass dieser Trick noch immer ganz gut funktioniert. Es gibt, nach all den Jahrhunderten, leichte Einschr&auml;nkungen. Denn der etwas h&ouml;here Stand der Allgemeinbildung l&auml;sst doch einige Menschen mehr hinter die Fassaden schauen. Insgesamt jedoch &ndash; vor allem auch in Deutschland &ndash; bin ich schon sehr entt&auml;uscht. Denn diese, unsere,&nbsp; Zeit der T&auml;uschungen, L&uuml;gen und Manipulationen, in ungeahntem Ausma&szlig;, hat und hatte ja auch etwas von einer Pr&uuml;fung. Leider muss man dann eben feststellen, dass zwischen 60 und 70% durchgefallen sind (siehe auch die Werte der letzten Europa Wahl). So lebt man auch in dieser Epoche, als halbwegs aufgekl&auml;rtes Individuum, leider wieder nur in einer &ndash; so man sie hat &ndash; Nische und\/oder am Rand.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e!<br>\nFrank Kanera<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ach ja, fr&uuml;her trugen wir das hohe &ldquo;C&rdquo; (das Christentum) mit Kn&uuml;ppeln in die Welt hinaus, heute das hohe &ldquo;D&rdquo; (die Demokratie) &ndash; alles das Gleiche, wir sind nur 1 Buchstaben weiter gekommen &hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nDie Chinesen kommen doch auch nicht und sagen: Wir werfen euch so lange Bomben auf die K&ouml;pfe &ndash; bis ihr auch Feng Shui macht!<br>\nWir sind total &uuml;berzeugt, wie toll gl&uuml;cksbringend Feng Shui ist &ndash; darum sind unsere Bomben sogar Liebe!<br>\n&nbsp;<br>\nTja &ndash; Europa hatte seine 500 Jahre &ndash; von 1522, als wir das Aztekenreich st&uuml;rzten, bis 2022, als der Russische B&auml;r sagte &ldquo;Bis hier hin, Westen, und nicht weiter!&rdquo; &hellip;<br>\n&nbsp;<br>\nTja, schade &ndash; eigentlich find ich die europ&auml;ischen Werte wirklich am sch&ouml;nsten. Dieses Individuelle, nicht der chinesische Ameisenhaufen oder die arabischen Allahgebete &hellip; Aber leider konnten wir nie anders, als mit Kn&uuml;ppeln und Hochn&auml;sigkeit in die Welt hinaus zu gehen &hellip; Ad&eacute; Europa, ad&eacute; Westen!<br>\n&nbsp;<br>\nMartin aus S<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>bei allem Respekt: Wie vermessen muss man sein, um der Welt als Rezept gegen die Zumutungen eines westlichen Zweckrationalismus, der seinen Herrschaftsanspruch auf sch&ouml;ne Worte und z&uuml;gellose Gewalt, wovon 2 Weltkriege zeugen, gr&uuml;ndet, immer noch ausgerechnet die westliche Aufkl&auml;rung und Vernunft zu empfehlen? Es mag ja richtig sein, dass sich ab einer gewissen Abstraktionsebene Konflikte in Luft aufl&ouml;sen. Der Einzelne macht einfach das Wohl der Menschheit zum Ma&szlig;stab seines Handelns: Et voil&agrave;! Kant l&auml;sst gr&uuml;&szlig;en.<\/p><p>Es reicht v&ouml;llig, wenn der Westen &ldquo;die Freiheit&rdquo; (der Eigent&uuml;mer- und Verm&ouml;gensklasse, den Rest der Menschheit und Welt als Mittel zum Zweck zu gebrauchen) als abstraktes und verschleierndes Konzept verteidigt.<\/p><p>F&uuml;r die L&ouml;sung konkreter Konflikte kommt es demgegen&uuml;ber auf Interessenausgleich an: Das zu erkennen und zu beherzigen bedarf es eines k&uuml;hlen Kopfs und politischer Klugheit und keines hochfliegenden westlichen Konzepts der Aufkl&auml;rung, das dem Westen selbst schon immer Sie wissen wo vorbeigeht.&nbsp;<\/p><p>Am Ende ist auch das sonntagsredenhafte Beschw&ouml;ren der westlichen Aufkl&auml;rung Messianismus und Bekehrung der Heiden &ndash; ein Konzept, dass sich eine zur Selbstvernichtung im Stande befindliche Menschheit nicht mehr leisten kann.<\/p><p>Die Atombombe, Realismus und Pragmatismus werden die Welt vor der durch die Entfesselung der wirtschaftlichen Entwicklung freigesetzten ungez&uuml;gelten Gewalt (oder umgekehrt) retten &ndash; oder nicht.<\/p><p>MfG<br>\nEJ<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r ihren zum Denken anregenden Artikel.<\/p><p>Ich w&uuml;rde erg&auml;nzen, dass hinter der Idee der &ldquo;liberalen Demokratie&rdquo; durchaus ein grundlegenderer universeller Wert steckt: Es ist der Gedanke, dass die Anf&uuml;hrer einer Gesellschaft die wahren Interessen der Menschen durchsetzen sollen, statt irgendwelche egoistischen Ziele zu verfolgen.<br>\nAuf jedem Fleck der Erde wird ein solcher Anf&uuml;hrer als vorbildlich angesehen, der daf&uuml;r sorgt, dass es den Menschen in seiner Verantwortung gut geht.<\/p><p>Der Fehler der Verfechter der liberalen Demokratie ist aber, dass sie Selbige mit diesem universellen Wert gleichsetzen.<\/p><p>Man muss noch nicht einmal die bei uns real existierende Demokratie betrachten &ndash; den Einfluss von wenigen M&auml;chtigen auf die &ouml;ffentliche Meinung und die Politik, die in Bev&ouml;lkerungsumfragen mehrheitlich ge&auml;u&szlig;erte Unzufriedenheit mit der Regierung &ndash; um zu erkennen, dass die Interessen des Volkes nicht besonders gut umgesetzt werden.<\/p><p>Man kann sich auch prinzipiell fragen, warum ein Mehrheitswahlrecht dazu f&uuml;hren sollte, dass sich die Interessen der Menschen durchsetzen. Denn Mehrheit ist ja nicht gleichbedeutend mit Wahrheit. Gerade auch eine Mehrheit kann sich dar&uuml;ber t&auml;uschen, was in ihrem Interesse sei.<br>\nDie grunds&auml;tzliche Voraussetzung, die wahren Interessen und die Weise ihrer effektivsten Umsetzung zu erkennen, ist die F&auml;higkeit, einen Sachverhalt intellektuell zu durchdringen.<br>\nDas wusste man auch hierzulande und hat die Werte der Aufkl&auml;rung entsprechend hochgehalten.<br>\nInzwischen hat man aber offenbar vergessen oder verkannt, was die Werte der Aufkl&auml;rung eigentlich sind. Sonst w&uuml;rde man sich nicht derart in Ausgrenzungsbem&uuml;hungen bestimmter Meinungen ereifern, im &ldquo;Kampf gegen Rechts&rdquo;, &ldquo;gegen Desinformation&rdquo; und &uuml;ber &ldquo;Querdenker&rdquo; und &ldquo;Putinversteher&rdquo; schimpfen.<\/p><p>Das wichtigste Prinzip der Aufkl&auml;rung &ndash; die Ann&auml;herung an die Wahrheit mittels wissenschaftlicher Methodik &ndash; verlangt nicht Ausgrenzung, sondern die Vollst&auml;ndigkeit aller m&ouml;glichen Argumente unabh&auml;ngig davon, wer sie jeweils aufstellt.<\/p><p>Der heutige Zeitgeist der Etablierten versteht das nicht mehr und ist zu dumm, seinen Verrat an den Werten der Aufkl&auml;rung zu erkennen. <\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nMatthias Dietrich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Gerade wir Deutschen sollten doch eigentlich wissen, wie gef&auml;hrlich es ist zu denken, man tut etwas Gutes f&uuml;r die Welt. Vor 100 Jahren glaubten fast alle Deutschen an die j&uuml;dische Weltverschw&ouml;rung und da wir diese angebliche Weltverschw&ouml;rung zerschlagen wollten, hielten wir uns damals nat&uuml;rlich auch f&uuml;r die Guten und dachten wir tun der Welt einen Gefallen.<\/p><p>Somit sollte sich jeder Deutsche, der heutzutage auch wieder denkt, dass wir zu den Guten geh&ouml;ren, fragen lassen, was er aus unserer Geschichte gelernt hat.<\/p><p>Und auch Ihr Punkt Toleranz kann man nicht genug unterstreichen. Toleranz ist heutzutage, meiner Meinung nach, komplett missverstanden. Man kann nur etwas tolerieren, womit man ein Problem hat, wenn man mit einer Sache einverstanden ist, dann gibt es auch nichts, was man tolerieren k&ouml;nnte. F&uuml;r mich sind die Taliban da ein wunderbares Beispiel.<\/p><p>Nat&uuml;rlich lehne ich das Weltbild und die Rolle der Frau von den Taliban ab, mich graust es vor diesem r&uuml;ckst&auml;ndigen Weltbild, dennoch sind die Taliban auch Menschen und diese haben sich nunmal entschieden so zu leben, somit bleibt mir nichts anderes &uuml;brig als deren Lebensweise zu tolerieren und ich kann h&ouml;chstens den Menschen ein Angebot unterbreiten zu uns zu kommen, wenn sie dieser Lebensweise entfliehen wollen, aber ironischerweise machen wir solche Angebote ja nicht mal, wir haben versucht denen unsere Lebensweise aufzuzwingen, was kl&auml;glich gescheitert ist und dann haben wir auch noch alle Menschen im Stich gelassen die nicht so Leben wollen, w&auml;hrend man bei uns grosse Reden &uuml;ber Werte schwingt. Das ist doch einfach nur haneb&uuml;chen.<\/p><p>Aber das ist generell auch ein Grundproblem unserer westlichen Demokratien. Wenn man als Politiker gew&auml;hlt werden will, dann sucht man nach einfachen Slogans, die als Projektionsfl&auml;che f&uuml;r die W&auml;hler dienen. Da kommen dann Sachen wie &ldquo;Gerechtigkeit&rdquo;, &ldquo;Freiheit&rdquo; usw. die nat&uuml;rlich nicht knallhart hinterfragt werden, denn jeder W&auml;hler soll ja seine eigene Definition dieser Begriffe auf den Politiker und seine Kampagne projizieren und da st&ouml;rt dann nur die Konkretisierung des Begriffes\/Slogans und es entt&auml;uscht mich das wir Menschen immer noch darauf reinfallen.<\/p><p>mfg<br>\nRonny Dietzsch<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger, <\/p><p>&ldquo;Wir sind die Guten!&rdquo;. Was das betrifft, ist die Sache ziemlich &uuml;bersichtlich. Wer auf dieser Welle schwimmt, in Schwarzwei&szlig;denken eingemauert, von der eigenen Gro&szlig;artigkeit &uuml;berzeugt, auf andere herab schaut oder gar einschl&auml;gt, ist schwer gest&ouml;rt, hat eine Zentralmeise. Projektion hei&szlig;t dieser mentale Mechanismus. Man kann zuverl&auml;ssig davon ausgehen, dass das was die Betroffenen ihren vermeintlichen Feinden unterstellen, auf sie selbst zutrifft. Beobachten kann man das bei US-Politikern, ohne Ausnahme, sp&auml;testens seit Bush Junior. Bei unseren derzeitigen Gestalten ist das ebenso. Wenn auch manchmal etwas verwirrend formuliert, wenn z.B. Lenchen Baerbock mit 360-Grad-Wenden und Ausfl&uuml;gen &uuml;ber hunderttausende von Kilometern oft am Ziel vorbei denkt. Das hat aber nichts mit Projektion zu tun, sondern ist der Ideologie Ihrer Partei und ihrem eigenen Verstand geschuldet, die zum Absolut Guten auch noch die Absolute Verwirrung brauchen. <\/p><p>Immanuel Kant erw&auml;hnen Sie. Da ist der Kategorische Imperativ, volkst&uuml;mlich ausger&uuml;ckt: &ldquo;Was du nicht willst, das man dir tu, &hellip;&rdquo; Erwarten Sie von Politkern der Gr&uuml;nen ernsthaft, dass die jemals etwas vom Kant geh&ouml;rt haben? Die wissen ja nicht einmal dass der eine Tochter hatte, die Kantine. Haben doch nie ernsthaft gearbeitet und eine Fabrik von innen gesehen. <\/p><p>Die Werte. Das mit &ldquo;Gut und B&ouml;se&rdquo; ist der individualpsychologische, pathologische Aspekt, das was das Handeln unserer Politiker in der Regel bestimmt. Nat&uuml;rlich gibt es auch universelle menschliche, gesellschaftlich Werte. Im Christentum z.B. die 10 Gebote, die im Buddhismus ganz &auml;hnlich formuliert sind. Das sind in Moral kondensierte, allgemeine menschliche Grundprinzipien. Die werden auch vom Individuum verinnerlicht, solange es geistig gesund ist. <\/p><p>In der Politik geht es aber in der Regel um materielle Werte. Warum, z.B., sitzt &ldquo;der Russe&rdquo; auf unserem &Ouml;l und Gas und den ganzen anderen Rohstoffen? Das ist doch ungerecht! Darum k&uuml;mmern sich seit 110 Jahren die Briten und ihre Nachfolger die US-Amerikaner. Und Deutschland, mittenmang, macht kr&auml;ftig mit und merkt dabei nicht, wie es f&uuml;r fremde Interessen missbraucht wird. <\/p><p>Wer als Deutscher noch halbwegs bei Verstand ist, sollte da aber keineswegs mitmachen. Es ist ja nicht nur Lenchens Nazi-Gro&szlig;vater. Das &Uuml;bel ist viel gr&ouml;&szlig;er. Es begann zwar schon vor 1933, nahm aber von da an so richtig Fahrt auf. &Uuml;ber 60 Millionen Tote in Europa, die meisten davon Zivilisten. 1945 gewaltig eins auf den Hut gekriegt. Aber anstatt mal innezuhalten und nachzudenken was man da angerichtet hat, identifizierte man sich damals (in Westdeutschland) gleich mit dem vermeintlichen Sieger, den USA (der wahre Sieger war die Sowjetunion). Das war den Amis recht, umsonst zu haben und man konnte sich wieder zu den Guten geh&ouml;rig betrachten. Und es ging ja weiter gegen Russland, also um die &ldquo;Werte&rdquo; (Rohstoffe). <\/p><p>Nach 1989 dachte der Westen dann, Halleluja!, &ldquo;Polen ist offen&rdquo;, jetzt haben wir die Werte und sind die Werte, universell und &uuml;berall. War aber nicht so. Was eigentlich leicht zu verstehen ist, wenn man &uuml;ber die eigene Nasenspitze hinaus denken kann. Dass noch einmal Adornos Prophezeiung wahr werden w&uuml;rde, die R&uuml;ckkehr der Faschisten in der Verkleidung von Liberalen, Demokraten und Linken, h&auml;tte ich mir nie tr&auml;umen lassen. Aber jetzt haben wir den Salat. <\/p><p>Lasst Euch das nicht gefallen! 1983 waren wir eine halbe Million Demonstranten in Bonn, gegen die Pershing-Nachr&uuml;stung. Heute ist die Situation viel gef&auml;hrlicher. Die NATO ist dabei, Raketen an der russischen Grenze aufzustellen. Wo bleibt die Million Demonstranten (besser zwei) vor dem Reichstag? <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nRolf Henze<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>daaaaaanke f&uuml;r diesen kurzen Artikel, insbesondere f&uuml;r den folgenschweren Satz:<\/p><blockquote><p>\nWenn Kriegstreiber Werte anf&uuml;hren, die es zu verteidigen gilt, handelt es sich in der Regel um Werte, die eben nicht universell sind, sondern V&ouml;lkergruppen voneinander trennen.\n<\/p><\/blockquote><p>Genau das r&uuml;ttelt allerdings eben an den Fundamenten westlicher Selbstlegitimierung, &ldquo;unsere Werte&rdquo; (darin steckt bereits jenes verh&auml;ngnisvolle baerbocksche &ldquo;wir&rdquo;, Flintenuschi spricht ohne jede falsche Bescheidenheit gleich von &ldquo;global values&rdquo;, daran sieht man, wer sich als Herr der Welt versteht, man mu&szlig; nur zuh&ouml;ren.<\/p><p>Das Problem mit dieser Wiederkehr der politischen Moral, die in Deutschland ihrem Selbstverst&auml;ndnis als einzige oder zumindest f&uuml;hrende Friedens- und Umweltpartei nach wesentlich die Gr&uuml;nen etabliert haben, ist, da&szlig; sie offensichtlich effektiv genug ist, jede weitere Diskussion &uuml;ber Sinn oder Unsinn bedeutungslos werden zu lassen. Wer bei den Guten ist, hat schlicht jede Legitimation auf seiner Seite, jeder versteht das sofort. Und wer will denn nicht bei den Guten sein, na h&ouml;r mal? &ndash; Noch Nietzsche nannte Gut und B&ouml;se zwei Synonyme, die &uuml;berwunden werden m&uuml;ssen. Aber auch mehr als 140 Jahre und zwei Weltkriege sp&auml;ter hat&rsquo;s noch niemand richtig kapiert.<\/p><p>Wahrscheinlich ist es menschlich. Wo Gruppen entstehen, entsteht immer auch ein Gutes und mindestens ein B&ouml;ses. Und je st&auml;rker eine Gruppe wird, umso mehr k&auml;mpft sie f&uuml;r ersteres gegen letzteres. Ein Einzelner w&auml;re dazu gar nicht in der Lage.<\/p><p>T.M.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Jens Berger,<\/p><p>ich finde im Artikel einen starken Bezug zum Liedertext<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Feste Jungs, macht nur weiter so, ihr bekommt schon alles kaputt&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>von Robert Long&nbsp; ..<\/p><p>Hier ist der entsprechende Ausschnitt dazu:<\/p><blockquote><p>\nFeste Jungs, macht nur weiter so,<br>\nihr bekommt schon alles kaputt.<br>\nSchafft Bomben Euch und Panzer an,<br>\nDie Menschheit braucht sie irgendwann.<br>\nWill einer nicht Dein Bruder sein,<br>\nDann schlag ihm gleich den Sch&auml;del ein.<br>\nWenn er nicht Deiner Meinung ist,<br>\ndann mach ihn lieber tot,<br>\nam besten f&uuml;r den lieben Gott.<\/p>\n<p>Ja der Mensch ist so hilfreich, edel und gut,<br>\nflie&szlig;t dabei auch Blut, flie&szlig;t dabei auch Blut.\n<\/p><\/blockquote><p><a href=\"https:\/\/duckduckgo.com\/?q=robert+long+feste+jungs+macht+nur+weiter+so&amp;atb=v426-1&amp;iax=videos&amp;ia=videos&amp;iai=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2Fwatch%3Fv%3DAvs1KeL6UKM\">Hier ist der Link zum Video&nbsp; &hellip;<\/a><\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e&nbsp; &hellip;&nbsp; von Norbert Stemmer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117879\">In diesem Essay<\/a> untersucht Jens Berger den Werte-Begriff von Kriegstreibern. Verteidigt w&uuml;rden nicht universelle Werte, sondern solche, die &bdquo;V&ouml;lkergruppen voneinander trennen&ldquo;. Der moderne Wertekrieger sehe &bdquo;sich selbst als den Guten und ist von der Mission getrieben, seine Werte zur Not mit Gewalt denen nahezubringen, die sie nicht teilen&ldquo;. Die &bdquo;bittere Ironie&ldquo; sei, dass die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118223\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-118223","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118223","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=118223"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118223\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118226,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118223\/revisions\/118226"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=118223"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=118223"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=118223"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}