{"id":118367,"date":"2024-07-20T12:00:10","date_gmt":"2024-07-20T10:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118367"},"modified":"2024-07-22T07:36:30","modified_gmt":"2024-07-22T05:36:30","slug":"general-olbricht-zwielichtiger-attentaeter-vom-20-juli-1944","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118367","title":{"rendered":"General Olbricht \u2013 zwielichtiger Attent\u00e4ter vom 20. Juli 1944"},"content":{"rendered":"<p>Zum 80. Jahrestag des Attentats auf Hitler ist der blind gefeierte Mythos vom aufrechten Widerstand der beteiligten Wehrmachtsangeh&ouml;rigen erneut zu hinterfragen. Friedrich Olbricht, Stauffenbergs rechte Hand, war als Divisionskommandeur ma&szlig;geblich am brutalen &Uuml;berfall auf Polen beteiligt, bekam die zweith&ouml;chste Auszeichnung des Dritten Reiches und dankte dem F&uuml;hrer f&uuml;r das Vertrauen. Bis heute wollen Politik und Geschichtsschreibung davon nichts wissen. Von <strong>Hartmut Sommerschuh<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4965\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-118367-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240719-General-Olbricht-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240719-General-Olbricht-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240719-General-Olbricht-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240719-General-Olbricht-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=118367-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240719-General-Olbricht-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240719-General-Olbricht-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Mit Burg auf Felsen, Fluss im Tal und Obstbaumbl&uuml;te zog meine Heimatstadt Leisnig zwischen Leipzig und Dresden immer Fremde an. Doch im Sommer 1939 verlor es seine Unschuld. Da standen die Sommerfrischler und Einwohner neugierig am Marktplatz. Das aufmarschierte Infanterieregiment 101, drei Bataillone, knapp 3.000 Soldaten zu Pferd, zu Fu&szlig;, mit Gesch&uuml;tzen und Fahrzeugen, verlie&szlig;en ihre Kaserne. Auf den jungen Gesichtern Abenteuerlust, aber auch Ernst. Nur der Kommandeur Generalmajor Hans von Trettau und eingeweihte Stabsoffiziere kannten den genauen Hintergrund des Marschbefehls: Kampf gegen Polen, Grenz&uuml;bertritt in Schlesien. <\/p><p>Einen Tag sp&auml;ter sprach Hitler auf der Prager Burg einem anderen Leisniger, dem Kommandeur der 24. Infanteriedivision, General Friedrich Olbricht, seine besondere Anerkennung aus &ndash; f&uuml;r die von Komotau aus in &bdquo;r&uuml;cksichtslosem Tempo&ldquo; gelungene Besetzung der tschechischen Hauptstadt.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Das Sudetenland war l&auml;ngst besetzt, am 15. M&auml;rz 1938 hatte die Wehrmacht auch die &bdquo;Rest-Tschechei&ldquo; okkupiert. <\/p><p>Friedrich Olbricht war 1888 in einem Haus unweit des Leisniger Bahnhofs als Sohn eines Mathematikprofessors und Oberlehrers zur Welt gekommen. Nach einem aufstrebenden Milit&auml;rleben wurde er neben Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und Generalmajor Henning von Tresckow eine Schl&uuml;sselfigur beim Attentat am 20. Juli 1944 auf Hitler. Als Leiter des Allgemeinen Heeresamtes hatte Olbricht unter dem Codewort &bdquo;Walk&uuml;re&rdquo; am Plan f&uuml;r eine Entmachtung des Regimes mitgewirkt. Das Attentat scheiterte, zusammen mit Graf von Stauffenberg, Werner von Haeften und Mertz von Quirnheim wurde er im Hof des Berliner Bendlerblocks erschossen. Friedrich Olbricht wird mit den anderen f&uuml;hrenden K&ouml;pfen des milit&auml;rischen Widerstandes nicht nur bei der j&auml;hrlichen Berliner Gedenkfeier geehrt. In Leipzig hat die Bundeswehr die General-Olbricht-Kaserne. In Leisnig gilt er als teurer Sohn der Stadt. Am Geburtshaus ehrt ihn eine Granittafel. Eine Rotbuche wurde gepflanzt. Und das Mietshaus, in dem ich in den 1950er-Jahren aufwuchs, steht heute am &bdquo;Olbrichtplatz.&ldquo; Doch seine ordenstr&auml;chtige Laufbahn bis zum Hitlerattentat bleibt weitestgehend im Dunkeln. <\/p><p>Mit der Versetzung des Vaters nach Freiberg, dann nach Bautzen verlie&szlig; die Familie Leisnig. Nach dem Abitur ging Olbricht zum Milit&auml;r, machte den Ersten Weltkrieg mit, wurde Hauptmann. 1920 &uuml;bernahm ihn die Reichswehr und 1926 das Truppenamt, Abt. &bdquo;Fremde Heere&ldquo;. Dienstliche Auslandsreisen f&uuml;hrten ihn nach Schweden, Italien, &Ouml;sterreich, in die Balkanl&auml;nder, 1930 f&uuml;r sechs Wochen durch die Sowjetunion. Seit 1931 war er Bataillonskommandeur in Dresden, erlebte den Aufstieg Hitlers, dem er keine Sympathien entgegenbrachte und doch &ndash; milit&auml;risch folgte. 1937 wurde er zum Generalmajor bef&ouml;rdert, war durch seine Kontakte in die Staatsstreichpl&auml;ne vom Herbst 1938 eingeweiht, &uuml;bernahm im selben Jahr dennoch als Kommandeur die 24. Infanteriedivision im Wehrbezirk IV, Dresden-Leipzig-Chemnitz.<\/p><p>Im August 1939 sammelte sich seine Division bei der Stadt Militsch an der polnischen Grenze. 100 Kilometer s&uuml;d&ouml;stlich, beim oberschlesischen Rosenberg, wartete zur gleichen Zeit das Infanterieregiment 101 aus Leisnig. Es geh&ouml;rte nicht zu Olbrichts Division, sondern zur 14. Infanteriedivision unter General Erich Friderici. Der aber wurde sp&auml;ter als Divisionskommandeur einer der Nachfolger von Olbricht. F&uuml;r alle gab es den einen Befehl: Einmarsch in Polen. Das Land war umstellt, Schlesien ein wichtiges Aufmarschgebiet. <\/p><p>Schon Mitte April 1939 hatte Hitler den Kriegsplan gegen Polen in Auftrag gegeben und danach den deutsch-polnischen Nichtangriffspakt von 1934 gek&uuml;ndigt. Zu unentschlossen war f&uuml;r ihn die Warschauer Regierung unter dem Druck der Engl&auml;nder geblieben, einem gemeinsamen antisowjetischen B&uuml;ndnis beizutreten und vor allem einem Autobahn- und Eisenbahnkorridor nach Danzig zuzustimmen. Ende Mai offenbarte er gegen&uuml;ber den Chefs von Heer, Marine und Luftwaffe das Ziel des &bdquo;Feldzuges&ldquo;: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Danzig ist nicht das Objekt, um das es geht. Es handelt sich f&uuml;r uns um <\/em><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Arrondierung\"><em>Arrondierung<\/em><\/a><em> des Lebensraumes im Osten und um Sicherstellung der Ern&auml;hrung&nbsp;&hellip; In Europa ist keine andere M&ouml;glichkeit zu sehen.<\/em>&ldquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Ende August 1939 lie&szlig; Hitler auf dem Obersalzberg in einer Rede vor 50 Gener&auml;len der aufmarschierten Divisionen alle Masken fallen: [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Herz verschlie&szlig;en gegen Mitleid. Brutales Vorgehen. 80 Millionen Menschen m&uuml;ssen ihr Recht bekommen. Ihre Existenz muss gesichtert werden. Der St&auml;rkere hat das Recht. Gr&ouml;&szlig;te H&auml;rte. <\/em><\/p>\n<p><em>Schnelligkeit der Entscheidung. Festen Glauben an den deutschen Soldaten. Krisen sind nur auf das Versagen der Nerven der F&uuml;hrer zur&uuml;ck zu f&uuml;hren. Erste Forderung: Vordringen bis zur Weichsel und bis zum Narew. Unsere technische &Uuml;berlegenheit wird die Nerven der Polen zerbrechen. Jede sich neu bildende lebendige polnische Kraft ist sofort wieder zu vernichten. Fortgesetzte Zerm&uuml;rbung. &hellip; Restlose Zertr&uuml;mmerung Polens ist das milit&auml;rische Ziel. Schnelligkeit ist die Hauptsache. Verfolgung bis zur v&ouml;lligen Vernichtung<\/em>.&ldquo; [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Ein v&ouml;lkerrechtswidriger Feldzug wurde beschlossen. Nach Darstellung des Historikers Winfried Baumgart war Wilhelm Canaris, Chef der deutschen Abwehr, noch am n&auml;chsten Tag ersch&uuml;ttert von dieser Ungeheuerlichkeit, als er Teile seiner Stenogrammnotizen Oberst Hans Bernd Gisevius und Oberst Hans Oster vortrug.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Beide arbeiteten unter ihm und waren Mitlieder einer Widerstandsgruppe um Hans Beck, die seit 1938 Zeugnisse f&uuml;r einen Sturz des Hitlerregimes sammelten. <\/p><p>Auch Friedrich Olbricht geh&ouml;rte als Stabschef des 1934 gebildeten Generalkommandos vom Wehrkreis IV in Dresden zu diesem Personenkreis. In seiner Funktion hatte er sogar freundschaftlichen Kontakt zu zivilen Gegnern des Nationalsozialismus wie dem Leipziger Oberb&uuml;rgermeister Carl Friedrich Goerdeler.  <\/p><p>Doch wie Canaris blieb Olbricht ein altgedienter, schwankender Getreuer des Milit&auml;rs &ndash; der jahrzehntelang gewissenhaft seine Aufgaben erf&uuml;llte. <\/p><p>Die Publizistin Hannah Ahrendt schrieb nach dem Krieg &uuml;ber die preu&szlig;isch-deutsche Oberschicht: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Sie folgten keinem Idealismus, auch nicht dem falschesten. Sie waren Getriebene, zutiefst unsichere und unselbstst&auml;ndige Charaktere &hellip; Gedankenlosigkeit und moralische Indifferenz degradierten sie zu den willenlosen Vollstreckern der Unmenschlichkeit.&ldquo;<\/em> [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Historikern wie Jochen B&ouml;hler ist es zu verdanken, dass der &bdquo;Mit gr&ouml;&szlig;ter H&auml;rte&ldquo; durchgef&uuml;hrte &bdquo;Polenfeldzug&ldquo; ab 1. September 1939 &uuml;berhaupt ins Ged&auml;chtnis der deutschen Geschichtsschreibung r&uuml;ckte. [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Zusammen mit wissenschaftlichen Mitarbeitern des Deutschen Historischen Instituts Warschau konzipierte er 2005 in der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn eine Ausstellung zu den Verbrechen der Wehrmacht in Polen.<\/p><p>Besonders ersch&uuml;tternd ist sein Buch &bdquo;Auftakt zum Vernichtungskrieg&ldquo;. Denn darin rekonstruiert er aus Divisions- und Regimentstageb&uuml;chern sowie polnischen Nachkriegs-Prozess-Akten, was &bdquo;r&uuml;cksichtsloses Durchgreifen&ldquo; gegen&uuml;ber den ungebildeten, verhetzten, zu &Uuml;berf&auml;llen f&auml;higen Polen und Juden hie&szlig;.<\/p><p>Am 1. September 1939 &uuml;berschritt bei Rosenberg auch das Leisniger Infanterieregiment 101 die polnische Grenze, <em>&bdquo;stie&szlig; n&ouml;rdlich an Tschentstochau vorbei und weiter &uuml;ber Maluszyn auf Ilza. Bei Solec wurde der Weichsel&uuml;bergang erzwungen und weiter auf Lublin <\/em><em>vorgesto&szlig;en, das am 18. September erobert wurde.<\/em>&ldquo; [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] So die unertr&auml;glich kritikfreie Schilderung im &bdquo;Lexikon der Wehrmacht&ldquo;. <\/p><p>Am 12. September, so zitiert dagegen Jochen B&ouml;hler das Tagebuch des Regimentsarztes, hatte man in Solec nad Wis&#322;&#261; 30 Juden als Geiseln in einen Keller eingesperrt. Als sie fliehen wollten, wurden Handgranaten geworfen.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Ein rauhes Zupacken. Aber es musste Ruhe werden, so oder so. Der (Trupp-)F&uuml;hrer lie&szlig; den Keller zumauern, vorher dickes Feuer machen.&ldquo;<\/em> [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Das Massaker von Solec durch Leisniger Soldaten ist nur eine der unz&auml;hligen Greultaten, die an allen Frontabschnitten Alltag waren; auch bei der 24. Infanteriedivision von General Friedrich Obricht und seiner 24. Infanteriedivision, die sich auf einer anderen Route &uuml;ber Schildberg, Grabo, Warta mit allen Mitteln durchk&auml;mpfte &ndash; und an der Bzura bei Lowicz eine entscheidende Schlacht gewann. Hier hatten polnische Kavallerie- und Infanterieverb&auml;nde versucht, hinter die Linien zu gelangen, wurden aber eingekesselt. 170.000 Soldaten gerieten in deutsche Kriegsgefangenschaft, und unz&auml;hlige Menschen verloren ihr Leben. Dann folgte das letzte Hindernis im &bdquo;Kampf um Warschau.&ldquo; <\/p><p>Aus 70 Gesch&uuml;tzen wurden die Verteidiger von Mlociny, dem n&ouml;rdlichsten Stadtteil der polnischen Hauptstadt kurz vor der Weichsel, niedergerungen. <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wer diesen Feuersturm sah und h&ouml;rte. Dem schlug das Soldatenherz h&ouml;her&ldquo;<\/em> [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>An vielen Beispielen rekonstruiert der Historiker Jochen B&ouml;hler in seinem Buch das m&ouml;rderische Vorgehen an allen Frontabschnitten: Massenhinrichtungen von Einwohnern als Rache f&uuml;r angebliche Freisch&auml;rler, Niederbrennen vieler D&ouml;rfer, Erschie&szlig;en oder Verbrennen unz&auml;hliger polnischer Gefangener und Zivilisten in Scheunen bei lebendigem Leibe.<\/p><p>Olbricht befehligte die Division meist vom Infanterieregiment 102 aus. Dessen Stabsarzt Leutnant Hans W. notierte in seinem Kriegstagebuch auf dem Vormarsch bei Warta schon am 7. September, eine Woche nach dem Einmarsch: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die toten Zivilisten, oft auch Frauen, sind schlimm anzusehen. Es ist hei&szlig;, und noch niemand hat gegessen.&ldquo;<\/em> [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Nach der Eroberung Warschaus wurde General Friedrich Olbricht f&uuml;r seinen tapferen pers&ouml;nlichen Einsatz und seine hervorragende F&uuml;hrungskunst am 27. Oktober 1939 das &bdquo;Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz&ldquo; verliehen.<\/p><p>In einem Tagesbefehl vom 31. Oktober 1939 bedankte er sich f&uuml;r diese hohe Auszeichnung u.a. mit den Worten:<\/p><blockquote><p>\n<em>Ich werde das Ritterkreuz tragen voller Dankbarkeit daf&uuml;r, dass auch in entscheidungs-vollsten Stunden F&uuml;hrer und Truppe mir volles Vertrauen entgegenbrachten.&ldquo;<\/em> [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<em> <\/em><strong> <\/strong>\n<\/p><\/blockquote><p>Die Polen sollten den Nazis als Sklaven dienen, der Staat wurde total zerst&ouml;rt, sagte Hanna Radziejowska, Leiterin des Berliner Pilecki-Instituts, 2021 in einem Spiegel-Interview,<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>die Deutschen aber wissen fast nichts.&ldquo; <\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><em>ENDE<\/em><\/p><p><em>&Uuml;ber den Autor: Hartmut Sommerschuh lebt als Autor in Potsdam. Von November 1989 bis 2016 war er Redaktionsleiter und Redakteur der Umweltsendereihe &bdquo;OZON&ldquo; im rbb-Fernsehen.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Bundesarchiv, Bild 146-1981-072-61 \/ CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=5483096\">commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=5483096<\/a><\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] H. v. Tettau, K. Versock, Die Geschichte der 24. Infanteriedivsison, 1956, genehmigte Lizenzausgabe f&uuml;r Edition D&Ouml;RFLER im NEBEL VERLAG GmbH, Eggolsheim, S. 12<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Michalka\">Wolfgang Michalka<\/a>, Deutsche Geschichte 1939&ndash;1945. Frankfurt am Main 1999, S. 165 f.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Winfried Baumgart: Zur Ansprache Hitlers vor den F&uuml;hrern der Wehrmacht am 22. August 1939. Eine quellenkritische Untersuchung. In: Vierteljahrshefte f&uuml;r Zeitgeschichte<em>.<\/em> Band 16, 1968, Heft 2, S. 120&ndash;149; Zitate S. 133 und 145 (<a href=\"http:\/\/www.ifz-muenchen.de\/heftarchiv\/1968_2_2_baumgart.pdf\">PDF<\/a>).<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.academia.edu\/40794332\/_Restlose_Zertr%C3%BCmmerung_Polens_Vor_achzig_Jahren_begann_mit_dem_Angriff_Nazideutschland_auf_Polen_der_Zweite_Weltkrieg_Deutsch_Polnisches_Magazin_Dialo\">academia.edu\/40794332\/&hellip;_Polnisches_Magazin_Dialo<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Winfried Baumgart, ebenda<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-verteidigung-der-feigheit-100.html\">deutschlandfunk.de\/die-verteidigung-der-feigheit-100.html<\/a> (5.9.2022)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Manfred Messerschmidt, Gr&ouml;&szlig;te H&auml;rte, Verbrechen der Wehrmacht in Polen September\/Oktober 1939. Vortrag bei der gleichnamigen Ausstellung am 2. September 2005 in der Friedrich-Ebert-Stiftung Bonn <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/lexikon-der-wehrmacht.de\/Gliederungen\/Infanterieregimenter\/IR101-R.htm\">lexikon-der-wehrmacht.de\/Gliederungen\/Infanterieregimenter\/IR101-R.htm<\/a> (15.07.2020)<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Jochen B&ouml;hler, Auftakt zum Vernichtungskrieg &ndash; Die Wehrmacht in Polen 1939, Fischer Taschenbuch Verlag 2006, S. 195 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] H. v. Tettau, K. Versock, Die Geschichte der 24. Infanteriedivsison, 1956, genehmigte Lizenzausgabe f&uuml;r Edition D&Ouml;RFLER im NEBEL VERLAG GmbH, Eggolsheim, S. 12<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Jochen B&ouml;hler, Auftakt zum Vernichtungskrieg &ndash; Die Wehrmacht in Polen 1939, Fischer Taschenbuch Verlag 2006, S. 124 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] H. v. Tettau, K. Versock, Die Geschichte der 24. Infanteriedivsison, 1956, genehmigte Lizenzausgabe f&uuml;r Edition D&Ouml;RFLER im NEBEL VERLAG GmbH, Eggolsheim, S. 29.\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum 80. Jahrestag des Attentats auf Hitler ist der blind gefeierte Mythos vom aufrechten Widerstand der beteiligten Wehrmachtsangeh&ouml;rigen erneut zu hinterfragen. Friedrich Olbricht, Stauffenbergs rechte Hand, war als Divisionskommandeur ma&szlig;geblich am brutalen &Uuml;berfall auf Polen beteiligt, bekam die zweith&ouml;chste Auszeichnung des Dritten Reiches und dankte dem F&uuml;hrer f&uuml;r das Vertrauen. Bis heute wollen Politik und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118367\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":118368,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,198,171],"tags":[1276,304,799,990,966,2360],"class_list":["post-118367","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-einzelne-politiker-personen-der-zeitgeschichte","category-militaereinsaetzekriege","tag-attentat","tag-kriegsverbrechen","tag-polen","tag-wehrmacht","tag-weltkrieg","tag-zivile-opfer"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Bundesarchiv_Bild_146-1981-072-61_Friedrich_Olbricht.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118367","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=118367"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118367\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118516,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118367\/revisions\/118516"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/118368"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=118367"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=118367"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=118367"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}