{"id":118374,"date":"2024-07-19T08:30:28","date_gmt":"2024-07-19T06:30:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374"},"modified":"2024-07-19T08:12:15","modified_gmt":"2024-07-19T06:12:15","slug":"hinweise-des-tages-4649","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h01\">Zu von der Leyen II: &bdquo;Wir sehen den Zerfall der demokratischen Sittlichkeit&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h02\">In der post-demokratischen Wagenburg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h03\">Verwaltungsgericht Berlin entscheidet gegen junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h04\">Gaza: Meine Familie hat keine Chance zu fliehen &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Iman Abu El Qomsan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h05\">Pal&auml;stinenser in Israels Gef&auml;ngnissen &ndash; Unrecht hinter Gittern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h06\">Sanktionen der USA treffen Yuan-Zahlungen zwischen Russland und China hart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h07\">Immer mehr Zwangsversteigerungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h08\">Werden bald gar keine Wohnungen mehr gebaut?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h09\">Biden &bdquo;schickte Jobs nach &Uuml;bersee und unsere Kinder in den Krieg&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h10\">Medizinische Versorgungszentren: Ein Erfolgsmodell aus der DDR im Fokus des Kapitals<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h11\">&raquo;Asow&laquo; on the Road<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h12\">Der Fall Besuhla: Selenskyj-Abgeordnete auf ukrainischer Feindesliste gelandet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h13\">Bundesaufnahmeprogramm f&uuml;r Afghanistan &ndash; Faeser will Finanzierung um fast 90 Prozent k&uuml;rzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h14\">Die &bdquo;Bild&ldquo; und das Bibi-Blatt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h15\">Keine staatliche Zustellf&ouml;rderung f&uuml;r Presse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118374#h16\">Nichts ist f&uuml;r immer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Zu von der Leyen II: &bdquo;Wir sehen den Zerfall der demokratischen Sittlichkeit&ldquo;<\/strong><br>\nMartin Sonneborn bef&uuml;rchtet nach der Wiederwahl Ursula von der Leyens eine &bdquo;autorit&auml;re militaristische Wende&ldquo; in der EU.<br>\nVor &uuml;ber 20 Jahren diagnostizierte der Soziologe, Europakommissar und (sp&auml;ter) nobilitierte Ralf Dahrendorf, ein seinerzeit bedeutender Vertreter der liberalen Gesellschafts- und Staatsidee, die &bdquo;Krisen der Demokratie&ldquo;.<br>\nDie apodiktische Krisenhaftigkeit ist dabei mit gutem Grund in den Plural versetzt, da EINE Krise &ndash; wie wir von Luk&agrave;cs und anderen wissen &ndash; nat&uuml;rlich in Wahrheit nie auf den isolierten Teilbereich beschr&auml;nkt ist, auf den man sie sprachlich zu reduzieren versucht. Eine echte Krise betrifft &ndash; schon denklogisch &ndash; immer die Totalit&auml;t eines Systems.<br>\n&bdquo;Die gegenw&auml;rtige Krise der Demokratie ist eine Krise der Kontrolle und der Legitimit&auml;t&ldquo;, hei&szlig;t es bei Dahrendorf. Das postdemokratische Zeitalter habe begonnen &ndash; gekennzeichnet durch eine Krise der Nationalstaaten (als existentiellem Bedingungsraum der Demokratie), eine &bdquo;grunds&auml;tzlich desinteressierte und apathische Bev&ouml;lkerung&ldquo;, einen Bedeutungs- und Kontrollverlust der Parlamente, hervorgerufen durch die aufkommende Konkurrenz von Nichtregierungsorganisationen und Denkfabriken, multinationalen Unternehmen und Einzelpersonen &ndash; kurz: einer sich bildenden globalen Klasse. Damit sei ein Verlust von Transparenz im Entstehensprozess politischer Entscheidungen verbunden, der (notwendig) zu einem &bdquo;schleichenden Autoritarismus&ldquo; f&uuml;hre.<br>\nWenig mehr als 20 Jahre sp&auml;ter kommt eine durch die letzten EU-Wahlen frisch delegitimierte &bdquo;Plattform&ldquo; politischer Vereinsmeier zusammen, um zum j&uuml;ngsten Elaborat &uuml;berbezahlter Hohlbirnen aus der PR-Abteilung des EU-Parlaments die Inauguration einer multipel skandalexponierten Antidemokratin zu betreiben. &bdquo;Demokratie in Aktion&ldquo; br&uuml;llen 25 blau grundierte Plakattafeln diese neueste Selbstdarstellungsplattit&uuml;de (in halbherzig simulierten Landessprachen) vor die Tore des Stra&szlig;burger Europaparlaments, w&auml;hrend in den demokratisch unausleuchtbaren Hinterzimmern des Geb&auml;udeinneren die EVP, der toxischste dieser politischen Vereine, an der Perpetuierung seiner Machtaus&uuml;bung schraubt.<br>\nDie EVP regiert in Br&uuml;ssel seit nunmehr 25 Jahren. Das ist ein ganzes Vierteljahrhundert, l&auml;nger als Stalin, Pol Pot und Mao Tsedong &ndash; wahrscheinlich sogar l&auml;nger als alle drei zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/zu-von-der-leyen-ii-wir-sehen-den-zerfall-der-demokratischen-sittlichkeit-li.2236648\">Martin Sonneborn in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>F&uuml;r Krieg und Uschi<\/strong><br>\nDie erste Resolution des neuen EU-Parlaments verlangt, den Ukraine-Krieg zu eskalieren und zu verl&auml;ngern: 495 von 718 Abgeordneten stimmten am Mittwoch f&uuml;r einen Text, in dem der Besuch Viktor Orb&aacute;ns in Moskau &raquo;verurteilt&laquo; und behauptet wird, dessen Dialoginitiative stelle &raquo;einen eklatanten Versto&szlig; gegen die Vertr&auml;ge und die gemeinsame Au&szlig;enpolitik der EU&laquo; dar. Die h&auml;lt sich von Zeit zu Zeit f&uuml;r ein &raquo;Friedensprojekt&laquo; und steht selbstverst&auml;ndlich bei jedem NATO-Krieg zur &raquo;Wertegemeinschaft&laquo;.<br>\nAlso wird in der Erkl&auml;rung begr&uuml;&szlig;t, &raquo;dass die Ukraine unumkehrbar auf dem Weg zur NATO-Mitgliedschaft ist&laquo;, und dem NATO-Gipfel, auf dem das &raquo;unumkehrbar&laquo; vergangene Woche deklariert wurde, noch eins draufgesetzt: Verlangt wird von den EU- und NATO-Mitgliedern, &raquo;j&auml;hrlich mindestens 0,25 Prozent ihres BIP f&uuml;r die milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung der Ukraine aufzuwenden&laquo;. Die Resolutionsverfasser haben sich an dieser Stelle in einen Rausch geschrieben und verlangen von der EU, die &raquo;milit&auml;rische Unterst&uuml;tzung erheblich aufzustocken&laquo;, &raquo;die Kapazit&auml;ten ihrer R&uuml;stungsindustrie zu erh&ouml;hen&laquo; und &raquo;die Beschr&auml;nkungen aufzuheben, die f&uuml;r den Einsatz von der Ukraine zur Verf&uuml;gung gestellten westlichen Waffensystemen gegen milit&auml;rische Ziele im Hoheitsgebiet Russlands gelten&laquo;. Au&szlig;erdem auf dem Wunschzettel: Diebstahl aller &raquo;von der EU eingefrorenen staatlichen Verm&ouml;genswerte Russlands&laquo; sowie Ausweitung der Sanktionspolitik gegen Russland und Belarus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/479811.f%C3%BCr-krieg-und-uschi.html\">Junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>In der post-demokratischen Wagenburg<\/strong><br>\nVon der Leyen darf weitermachen. Oder mu&szlig; sie weitermachen? Alternativen waren nicht erw&uuml;nscht, nun findet sie sich in einer Wagenburg wieder und mu&szlig; (un-)m&ouml;gliche Versprechen erf&uuml;llen.<br>\nDer Begriff &bdquo;Postdemokratie&ldquo; beschreibt eine Situation, in der alle Institutionen demokratischer Politik weiterhin bestehen und sogar zu florieren scheinen, jedoch nur mehr wenig tats&auml;chliche Wirkung zeigen.<br>\nDiese Beschreibung von C. Crouch passt perfekt zu dem, was wir rund um die Europawahl erlebt haben. Nach au&szlig;en hin haben die europ&auml;ischen Institutionen funktioniert wie immer.<br>\nDie Parteien haben ihre Kandidaten aufgestellt, die W&auml;hler haben gew&auml;hlt, sogar die Europaabgeordneten hatten ein W&ouml;rtchen mitzureden. Doch tats&auml;chliche Wirkung hat all das nicht gezeigt.<br>\nDenn es gab keine Wahl im Sinne von Auswahl. Echte Alternativen zum Status quo waren nicht erw&uuml;nscht, von der Leyen war schon im vergangenen Herbst &ldquo;gesetzt&rdquo;. Und so hat sie sich nun auch durchgesetzt.<br>\nAllerdings hat sie kein einziger B&uuml;rger in einem EU-Land gew&auml;hlt. Denn sie hat gar nicht kandidiert. Und weder die Parteien noch das Europaparlament haben versucht, Alternativen zu finden.<br>\nStattdessen haben sich die Staats- und Regierungschefs in vertraulichen Runden auf die CDU-Politikerin &ldquo;geeinigt&rdquo;. Sp&auml;ter hat dann ein &ldquo;Direktorium&rdquo; aus sechs Chefs f&uuml;r ihre Nominierung gesorgt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/in-der-post-demokratischen-wagenburg\/\">Lost in EUrope<\/a>\n<p>dazu: <strong><\/strong><\/p>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"X (Twitter)\" data-provider-slug=\"twitter\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Tweets werden Daten an X (ehemals Twitter) &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von X (Twitter) zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><blockquote class=\"external-2click-target twitter-tweet\">\n<p lang=\"de\" dir=\"ltr\">EU &amp; Demokratie kaputt<\/p>\n<p>Die Stimmen der Gr&uuml;nen, die sie aus \"Verantwortung\" gew&auml;hlt haben, waren letztlich entscheidend f&uuml;r die Wahl vonderLeyens. TotenkopfSmiley!<\/p>\n<p>Ein paar kurz&hellip; Quatsch: l&auml;ngere Anmerkungen zu <a href=\"https:\/\/twitter.com\/hashtag\/vonderLeyen?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw\">#vonderLeyen<\/a> II<\/p>\n<p>Guten Tag drau&szlig;en an den Ger&auml;ten!<\/p>\n<p>Vor &uuml;ber 20&hellip; <a href=\"https:\/\/t.co\/KHbHapHa71\">pic.twitter.com\/KHbHapHa71<\/a><\/p>\n<p>&mdash; Martin Sonneborn (@MartinSonneborn) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MartinSonneborn\/status\/1813970094134874289?ref_src=twsrc%5Etfw\">July 18, 2024<\/a><\/p><\/blockquote><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"twitter\">Inhalte von X (Twitter) nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div>\n<p> \n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verwaltungsgericht Berlin entscheidet gegen junge Welt<\/strong><br>\nDas Verwaltungsgericht Berlin hat die Klage des Verlags 8. Mai gegen das Bundesinnenministerium wegen der Nennung der Tageszeitung junge Welt in den j&auml;hrlichen Berichten des Inlandsgeheimdienstes am Donnerstag abgewiesen. Der Vorsitzende der 1. Kammer und Vizepr&auml;sident des Verwaltungsgerichts, Wilfried Peters, sagte, dass die Aussagen &uuml;ber die Zeitung in den Verfassungsschutzberichten zu Recht getroffen worden sind und die Zeitung &raquo;richtig eingeordnet&laquo; ist. In der Begr&uuml;ndung f&uuml;hrte Peters unter anderem aus, dass Lenin, auf den sich die Zeitung positiv beziehe, &raquo;die freiheitliche demokratische Grundordnung bek&auml;mpft&laquo; habe. Die Zeitung habe zudem ein positives Bild der DDR.<br>\nDie &raquo;Intention&laquo; von junge Welt sei eine andere als die anderer Zeitungen, wenn sie etwa Veranstaltungen wie die Rosa-Luxemburg-Konferenz ausrichte. Es gehe um politische Aktivit&auml;t und &raquo;die politische &Uuml;berwindung des Kapitalismus im Klassenkampf&laquo;. Das seien &raquo;Anhaltspunkte f&uuml;r Bestrebungen gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung&laquo;. Au&szlig;erdem biete die Zeitung eine Plattform f&uuml;r Personen, die politisch motivierte Gewalt bef&uuml;rworten. Davon distanziere sich die Zeitung nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/480009.jw-gegen-brd-verwaltungsgericht-berlin-entscheidet-gegen-junge-welt.html\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Florian Warweg:<\/strong> Das Verwaltungsgericht Berlin lehnte die Klage der jungen Welt gegen die &Uuml;berwachung durch den deutschen Inlandsgeheimdienst u.a. mit der Begr&uuml;ndung ab, die Zeitung w&uuml;rde sich positiv auf Lenin beziehen und dieser h&auml;tte &ldquo;die freiheitliche demokratische Grundordnung bek&auml;mpft&ldquo;. Lenin starb 1924 und widmete ein Gro&szlig;teil seines Lebens dem Kampf gegen das Zaren-Regime in Russland. Wer kennt sie nicht, die &bdquo;freiheitlich demokratische Grundordnung&ldquo; der Zarenzeit&hellip;<\/em><\/p>\n<p>dazu: <strong>Anschlag auf die Pressefreiheit<\/strong><br>\nTrotz Niederlage vor dem Verwaltungsgericht: junge Welt wehrt sich weiter gegen die geheimdienstliche Bek&auml;mpfung der Zeitung.<br>\nEs ist eine Niederlage f&uuml;r die junge Welt, aber auch f&uuml;r die Pressefreiheit im Lande: Das Verwaltungsgericht Berlin hat am Donnerstag in der m&uuml;ndlichen Verhandlung die Klage der Verlag 8. Mai GmbH gegen die Nennung der Tageszeitung in den Berichten des Bundesamtes f&uuml;r Verfassungsschutz abgewiesen. Die junge Welt sei eine marxistisch-kommunistische Tageszeitung und strebe eine sozialistisch-kommunistische Gesellschaft mit Einparteiendiktatur an, unterstellt der Verfassungsschutz der Zeitung. Dies sei &raquo;richtig wiedergegeben und eingeordnet&laquo;, meinte der Vorsitzende Richter Wilfried Peters. Das Niveau der Beweisfindung hatte sich bereits w&auml;hrend der Verhandlung gezeigt, als dieser Richter auf eine Bildmontage auf der jW-Leserbriefseite mit Lenin an seinem Schreibtisch verwies. Die Zeitung sei also nicht nur marxistisch &ndash; diese Blattlinie zur Analyse weltweiter Vorg&auml;nge hatte Verlagsgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Dietmar Koschmieder offen angef&uuml;hrt &ndash;, sondern marxistisch-leninistisch. Und der Marxismus-Leninismus sei nun mal verfassungswidrig, wie im KPD-Verbotsurteil festgeschrieben, argumentierten die Anw&auml;lte des Verfassungsschutzes mit diesem Damoklesschwert gegen linke Bestrebungen von 1956. Zwar verwies Verlags-Rechtsanw&auml;ltin Anja Heinrich darauf, dass laut dem KPD-Verbotsurteil von 1956 Marxismus-Leninismus nur in der von Stalin gepr&auml;gten Deutung verfassungswidrig sei. Doch der Richter konterte, das Gericht begebe sich nicht in die Binnenlogik des Marxismus, sondern schaue sich nach &raquo;b&uuml;rgerlicher, historischer Logik&laquo; die Figur von Lenin an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/479777.jw-gegen-brd-anschlag-auf-die-pressefreiheit.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Zur Freiheit des Wortes geh&ouml;rt auch die Freiheit des dummen Wortes<\/strong><br>\nDie Pressefreiheit gilt auch f&uuml;r abwegige, verst&ouml;rende und &ndash; ja, auch das &ndash; radikale Ansichten. Eine grunds&auml;tzliche Kritik am Kapitalismus, die der Verfassungsschutz der &bdquo;jungen Welt&ldquo; ankreidet, ist nicht nur legitim, sie ist auch durch das Grundgesetz gesch&uuml;tzt.<br>\nEine Beobachtung durch den Verfassungsschutz ist noch kein Verbot. Aber sie kann, wie gerade der Fall des rechtsextremen Magazins &bdquo;Compact&ldquo; vor Augen f&uuml;hrt, eine Vorstufe zu drastischeren Ma&szlig;nahmen darstellen. Auf jeden Fall bedeutet sie eine Stigmatisierung, die die Betroffenen nicht hinnehmen m&uuml;ssen. Darum ist es das gute Recht der sozialistischen Tageszeitung &bdquo;junge Welt&ldquo;, gegen ihre Beobachtung durch den Verfassungsschutz und ihre Erw&auml;hnung in den Berichten der Beh&ouml;rde zu klagen. (&hellip;) Der Verfassungsschutz kann bei der Terrorismus- und Spionageabwehr sinnvolle Dienste leisten. Aber weder ist er eine Gesinnungspr&uuml;fbeh&ouml;rde noch kann er die Grenzen der gebilligten Ansichten immer enger ziehen: Nicht nur &bdquo;Gewaltaufrufe&ldquo; oder konkrete Planung von Gewalt seien Anlass, t&auml;tig zu werden, sondern auch die &bdquo;Delegitimierung staatlichen Handelns&ldquo;, erkl&auml;rte Verfassungsschutzpr&auml;sident Thomas Haldenwang j&uuml;ngst, der drauf und dran ist, sich zu einer zwar politisch anders gelagerten, aber &auml;hnlich fehlplatzierten Personalie wie sein Amtsvorg&auml;nger Hans-Georg Maa&szlig;en zu entwickeln. (&hellip;) Doch eine grunds&auml;tzliche Kritik am Kapitalismus ist nicht nur legitim, sie ist auch durch das Grundgesetz gesch&uuml;tzt. Und das erlaubt nicht blo&szlig; die Auslegung, die die jeweilige Bundesregierung und ihre f&uuml;hrenden Beamten gerade f&uuml;r die richtige halten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article252591762\/Der-Fall-junge-Welt-Zur-Freiheit-des-Wortes-gehoert-auch-die-Freiheit-des-dummen-Wortes.html\">Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&bdquo;Schwerer Eingriff in Pressefreiheit&ldquo;: Warum die Junge Welt im Verfassungsschutzbericht bleibt<\/strong><br>\nDas Berliner Verwaltungsgericht sagt: Der Verfassungsschutz darf die linke Zeitung Junge Welt weiter in seinen Berichten f&uuml;hren. Auch der FDP-Vize Kubicki kritisiert die Praxis.<br>\nDas Gericht wandert auf einem schmalen Grat. Die Anw&auml;ltin der Zeitung formuliert es so: Die Freiheitliche demokratische Grundordnung setze eben auch Presse- und Meinungsfreiheit voraus. Um sie zu sch&uuml;tzen, d&uuml;rfe man sie nicht verletzten. Oder anders ausgedr&uuml;ckt: Man d&uuml;rfe ihr keinen &bdquo;B&auml;rendienst&ldquo; erweisen. (&hellip;) Doch auch au&szlig;erhalb des Gerichts haben Beobachter Bedenken &ndash; und zwar &uuml;ber die politischen Lager hinweg. &bdquo;Ich sehe nicht, dass die Erw&auml;hnung eines Publikationsorgans in einem Verfassungsschutzbericht irgendeinen Sinn ergibt&ldquo;, sagt der Bundestagsvizepr&auml;sident Wolfgang Kubicki (FDP) vor der Urteilsverk&uuml;ndung der Berliner Zeitung. M&uuml;ndige B&uuml;rger ben&ouml;tigten keine amtliche Interpretation von &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Texten. &bdquo;Der exekutive Tenor&sbquo; Lest das nicht, das ist extremistisch&lsquo;, passt nicht in einen freiheitlichen Rechtsstaat.&ldquo; Der Parlamentarische Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Linken im Berliner Abgeordnetenhaus, Niklas Schrader, spricht gar von einem schweren Eingriff in die Pressefreiheit. &bdquo;Leider kommt es immer wieder vor, dass vom Verfassungsschutz vor allem linke, gesellschaftskritische Gruppierungen in kriminelles Licht ger&uuml;ckt werden&ldquo;, sagt Schrader der Berliner Zeitung. &bdquo;Publikationen wie die Junge Welt mag man radikal oder skurril finden, eine Gefahr f&uuml;r unsere Demokratie sind sie nicht.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/schwerer-eingriff-in-pressefreiheit-warum-die-junge-welt-im-verfassungsschutzbericht-bleibt-li.2236638\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Gaza: Meine Familie hat keine Chance zu fliehen &ndash; Im Gespr&auml;ch mit Iman Abu El Qomsan<\/strong><br>\nSeit mehr als 9 Monaten wird Gaza bombardiert, fast 40.000 Pal&auml;stinenser wurden von Israel get&ouml;tet. In Deutschland wird der Krieg jedoch allzu oft immer noch als Verteidigung dargestellt und die Perspektive der Menschen in Gaza ausgeblendet und ignoriert. Wir haben mit Iman Abu El Qomsan, die mindestens 88 Familienmitglieder in Gaza verloren hat, gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/gaza-meine-familie-hat-keine-chance-zu-fliehen-im-gespraech-mit-iman-abu-el-qomsan\/\">Die Freiheitsliebe <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Pal&auml;stinenser in Israels Gef&auml;ngnissen &ndash; Unrecht hinter Gittern<\/strong><br>\nAls Munther Amira im israelischen Gef&auml;ngnis Ofer im Westjordanland ankommt, rechnet er mit dem Prozess, den er bereits kennt: Die Sicherheitskr&auml;fte unternehmen einen Sicherheitscheck, der Gefangene muss seine Hose und sein Shirt ausziehen. Amira, ein bekannter Aktivist aus dem Aida Camp in Bethlehem, setzt sich schon seit Jahrzehnten gegen die israelische Besatzung seiner Heimat ein &ndash; immer frei von Gewalt, das ist ihm wichtig, betont er. Trotzdem wurde er in der Vergangenheit festgenommen, Amnesty bezeichnete ihn damals als politischen H&auml;ftling. [&hellip;]<br>\nNach dem 7. Oktober beginnt im Westjordanland eine Welle von Festnahmen. Nach Angaben der israelischen Nichtregierungsorganisation HaMoked, die sich f&uuml;r die Rechte von Pal&auml;stinensern einsetzt, h&auml;lt Israel in seinen Gef&auml;ngnissen derzeit &uuml;ber 3.300 Menschen in Administrativhaft fest. Wenn Menschen in Administrativhaft genommen werden, m&uuml;ssen sie noch kein Verbrechen begangen haben. Die Bef&uuml;rchtung, dass sie es in Zukunft tun k&ouml;nnten, reicht aus. Wie genau die Beh&ouml;rden &ndash; im Fall des Westjordanlandes das Milit&auml;r &ndash; das begr&uuml;nden, bleibt geheim, sogar vor den Gefangenen selbst. Theoretisch liegt die Maximaldauer der Administrativhaft bei sechs Monaten, sie kann aber immer wieder verl&auml;ngert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Palaestinenser-in-Israels-Gefaengnissen\/!6021130\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Sanktionen der USA treffen Yuan-Zahlungen zwischen Russland und China hart<\/strong><br>\nRussland und China wollten mit dem Umstieg auf nationale W&auml;hrungen den US-Dollar verbannen. Jetzt klagen die Exporteure: Weder der Rubel noch der Yuan rollen.<br>\nDer Zahlungsverkehr zwischen Russland und China stockt seit Monaten, weil die USA chinesischen Banken mit sogenannten Sekund&auml;rsanktionen drohen. Damit sind Vergeltungsma&szlig;nahmen f&uuml;r die Hilfe bei der Sanktionsumgehung gemeint.<br>\nNicht nur chinesische Verk&auml;ufer haben zurzeit Schwierigkeiten mit Direktzahlungen ihrer russischen K&auml;ufer; auch russische Rohstofflieferanten hadern mit den &Uuml;berweisungen aus China. Dabei wollten sich beide L&auml;nder doch von den Vereinigten Staaten unabh&auml;ngiger machen, indem sie im bilateralen Handel zugunsten nationaler W&auml;hrungen auf den US-Dollar in weiten Teilen verzichten.<br>\nJetzt sind selbst &Uuml;berweisungen in Yuan und Rubel sehr schwierig oder sogar unm&ouml;glich geworden, berichtet Bloomberg unter Berufung auf drei russische Spitzenmanager im Rohstoffbereich. Direktzahlungen in der chinesischen W&auml;hrung werden von chinesischen Banken zunehmend eingefroren oder verz&ouml;gert. Der Grund: Im Juni hatten die USA ihre Kriterien f&uuml;r die Verh&auml;ngung von Sekund&auml;rsanktionen beziehungsweise die Definition des russischen milit&auml;risch-industriellen Komplexes erweitert. Auch die Moskauer B&ouml;rse steht jetzt auf der Sanktionsliste der USA, was den Devisenhandel in Russland erschwert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/sanktionen-der-usa-treffen-yuan-zahlungen-zwischen-russland-und-china-hart-li.2236377\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Immer mehr Zwangsversteigerungen<\/strong><br>\nNachdem die Zahl der Zwangsversteigerungen von Immobilien seit 2004 nach einem H&ouml;chststand von &uuml;ber 90.000 Einheiten kontinuierlich und drastisch gesunken ist, kamen im vergangenen Jahr erstmals wieder mehr Objekte unter den Hammer. Genau 12.332, und damit ein Plus von 2,1 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr. Das hat der Fachverlag Argetra aus Ratingen ermittelt. Und die Zahlen werden weiter steigen, im ersten Halbjahr 2024 gab es bereits 6.909 Zwangsversteigerungen. Eine Entwicklung, die man beim Eigent&uuml;mer-Verband Haus&amp;Grund Hessen mit Sorge betrachtet. Justiziarin Nicole Merta f&uuml;hrt das vor allem auf die sprunghaft gestiegenen Zinsen zur&uuml;ck. (&hellip;) Die EZB hat seit Sommer letzten Jahres den Leitzins im Rekordtempo von Null auf &uuml;ber vier Prozent hochgeschraubt. Auch die Bauzinsen sind massiv gestiegen, haben sich teilweise mehr als vervierfacht. Was das ausmacht, zeigt ein Rechenbeispiel. Bei einer Darlehenssumme von 300.000 Euro und einer Laufzeit von zehn Jahren mit einer Tilgung von zwei Prozent mussten Kreditnehmer 2014 bei einem Zins von 1,5 Prozent eine monatliche Rate von 875 Euro aufbringen. Aktuell bei einem Zins von 3,5 Prozent sind es schon 1.375 Euro &ndash; 500 Euro mehr, jeden Monat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/wirtschaft\/zwangsversteigerung-zinsen-immobilien-100.html\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Werden bald gar keine Wohnungen mehr gebaut?<\/strong><br>\nEine EU-Vorgabe f&uuml;r den Bau neuer Geb&auml;ude entfacht im politischen Berlin eine hitzige Debatte! Politiker und Experten f&uuml;rchten: Bauen und Wohnen wird k&uuml;nftig noch teurer.<br>\nKonkret geht es um Geb&auml;ude, die ab 2028 bzw. 2030 gebaut werden. Sie d&uuml;rfen laut EU-Vorgabe keine Schadstoffe mehr aussto&szlig;en (&bdquo;Nullemissionen&ldquo;). Bedeutet z. B.: eine komplett CO&#8322;-freie Heizung.<br>\nDas Wirtschaftsministerium von Robert Habeck (54, Gr&uuml;ne) will die EU-Vorgabe eins zu eins umsetzen. Sp&auml;testens Ende 2025 muss der Gesetzentwurf auch in Br&uuml;ssel vorliegen.<br>\nDie Baubranche ist alarmiert! &bdquo;Das Ziel ist richtig, der Zeitplan aber viel zu knapp&ldquo;, so Bauindustrie-Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Tim-Oliver M&uuml;ller (38): &bdquo;Das wird nicht umsetzbar sein. Schlie&szlig;lich muss die Bauplanung vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e gestellt werden.&ldquo;<br>\nH&auml;user m&uuml;ssten k&uuml;nftig mit m&ouml;glichst wenig Energie (ohne Klimaanlage etc.) auskommen, so M&uuml;ller: &bdquo;Das erfordert eine v&ouml;llig neue Bauweise: keine gro&szlig;en Glasfronten mehr, begr&uuml;nte Fassaden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/inland\/eu-plan-alarmiert-experten-werden-bald-gar-keine-wohnungen-mehr-gebaut-66966a8e6f9a7410bb5c41a5\">Bild<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Ausgerechnet ein Springer-Organ best&auml;tigt, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=98229\">dass das deutsche Heizungsgesetz lediglich ein Nebenkriegsschauplatz<\/a> ist.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Biden &bdquo;schickte Jobs nach &Uuml;bersee und unsere Kinder in den Krieg&ldquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] Warum der amerikanische Traum keiner mehr ist, daf&uuml;r hatte Vance eine einfache Erkl&auml;rung: Joe Biden. &bdquo;Als ich im vierten Schuljahr war, hat ein Karrierepolitiker namens Joe Biden das Nafta-Handelsabkommen unterst&uuml;tzt. Ein schlechter Deal, der unz&auml;hlige gute Arbeitspl&auml;tze nach Mexiko exportierte.&ldquo; Als er ins Gymnasium kam, habe derselbe Joe Biden China einen &bdquo;s&uuml;&szlig;en Vertrag&ldquo; gegeben, der noch mehr gut bezahlte Mittelklasse-Jobs zerst&ouml;rt habe. &bdquo;Und als ich vor dem Abitur stand, hat Biden eine desastr&ouml;se Invasion des Iraks unterst&uuml;tzt. In all dieser Zeit wurden in kleinen St&auml;dten wie meiner in Ohio oder nebenan in Pennsylvania oder Michigan, in Staaten &uuml;berall im Land Jobs nach &Uuml;bersee geschickt und unsere Kinder in den Krieg.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus252579690\/Trumps-Vize-J-D-Vance-Biden-schickte-Jobs-nach-Uebersee-und-unsere-Kinder-in-den-Krieg.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Das ist beachtlicher als mancher denken mag. J.D. Vance stammt bekanntlich aus &auml;rmsten Verh&auml;ltnissen, er repr&auml;sentiert die Arbeiterklasse und nach au&szlig;en den &bdquo;amerikanischen Traum&ldquo; sich durch eigene Anstrengung nach oben gearbeitet zu haben und er unterst&uuml;tzt Trump. W&auml;hrend die politische Richtung, die noch als &bdquo;links&ldquo; bezeichnet wird, heute durch ein dekadentes, elit&auml;res urban-akademisches Milieu repr&auml;sentiert wird, das sich dadurch auszeichnet, insbesondere die wei&szlig;e lohnarbeitende Bev&ouml;lkerung zu verachten. Allein die Idee den amerikanischen B&uuml;rgern einen senilen Greis als einzige Alternative zu Trump zu pr&auml;sentieren, belegt dies.<\/em><\/p>\n<p><em>Es gibt f&uuml;r jeden US-B&uuml;rger, der seinen Lebensunterhalt mit der Kraft seiner eigenen H&auml;nde bestreitet, unbenommen seiner ethnischen Herkunft, im Grunde keinen Grund den Repr&auml;sentanten einer, sich aus den Eliteuniversit&auml;ten der Ost- und Westk&uuml;ste rekrutierenden Schicht, zum Pr&auml;sidenten zu w&auml;hlen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Medizinische Versorgungszentren: Ein Erfolgsmodell aus der DDR im Fokus des Kapitals<\/strong><br>\nChristian Schwager warnte in dieser Zeitung vor einer Orientierung des Gesundheitswesens an Profitinteressen: Daseinsvorsorge ist kein Gesch&auml;ftsmodell. Dem kann man kaum widersprechen. Das Gesundheitswesen ist ein besonderer Wirtschaftszweig, in dem die gewinnorientierte Marktwirtschaft zu schweren Verwerfungen f&uuml;hrt.<br>\nDas Gesundheitswesen war aber trotz seiner politischen Regulierung durch die gesetzliche Krankenversicherung schon immer ein Gesch&auml;ftsfeld f&uuml;r kapitalistische Unternehmen. Fr&uuml;her waren dort nur die Arzneimittel- und Medizinger&auml;teindustrie und einige Reha-Kliniken aktiv. Seit Ende der 1990er-Jahre haben etliche Kommunen und Wohlfahrtsverb&auml;nde ihre Krankenh&auml;user an Aktiengesellschaften wie Asklepios und Helios verkauft. Arztpraxen sind hingegen erst seit wenigen Jahren im Fokus von Kapitalanlegern.<br>\nDer Wendepunkt kam mit einem 2004 in Kraft getretenen Gesetz, das interdisziplin&auml;ren Praxen mit angestellten &Auml;rztinnen und &Auml;rzten die Zulassung zur kassen&auml;rztlichen Versorgung gab. Damit sollte das seit Kaisers Zeiten bestehende System von freiberuflichen Einzelpraxen modernisiert werden. Es gen&uuml;gte schon lange nicht mehr den Anforderungen der modernen Medizin.<br>\nDiese Reform hatte eine auf den Einigungsvertrag zur&uuml;ckgehende Vorgeschichte. Der Einigungsvertrag f&uuml;hrte das System von selbstst&auml;ndigen Kassenarztpraxen auch in den neuen L&auml;ndern ein, obwohl die ambulante Versorgung in der DDR besser organisiert war. Deren Ambulatorien und Polikliniken hatten mehrere medizinische Fachrichtungen. Sie waren zwar 1989 baulich und technisch in einem miserablen Zustand, weil ihnen viel zu geringe Investitionsmittel zur Verf&uuml;gung standen. Aber ihre interdisziplin&auml;re Struktur war dem westdeutschen System von Einzelpraxen mit umst&auml;ndlichen &Uuml;berweisungswegen &uuml;berlegen.<br>\nDaher gab es auch in der alten Bundesrepublik zahlreiche Fachleute, die f&uuml;r die Integration der Polikliniken in das Kassenarztsystem eintraten. Aber die westdeutschen &Auml;rztefunktion&auml;re f&uuml;rchteten um das Monopol ihrer privaten Einzelpraxen und setzten es im Einigungsvertrag auch in den neuen L&auml;ndern kompromisslos durch. Brandenburgs legend&auml;re Sozialministerin Regine Hildebrandt wehrte sich gegen die Zerschlagung der Ambulatorien und Polikliniken. Ihr Ministerium entwickelte gemeinsam mit dem IGES-Institut ein Konzept zum Umbau dieser Einrichtungen in Gesundheitszentren, in denen freiberufliche neben angestellten &Auml;rztinnen und &Auml;rzten und anderen Gesundheitsberufen unter einem Dach mit gemeinsamer Verwaltung praktizieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/medizinische-versorgungszentren-ein-erfolgsmodell-aus-der-ddr-im-fokus-des-kapitals-li.2223810\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Habe nach der Wende den vehementen Kampf der niedergelassenen &Auml;rzte und ihrer Organisationen (KBV, KVen, Hartmannbund, Fachgruppenverb&auml;nde ect.) zur Zerschlagung der Polikliniken und Ambulatorien in der fr&uuml;heren DDR hautnah miterlebt. Statt die damit verbundenen Chancen auch im Interesse der Patienten in der alten Bundesrepublik zu nutzen, wurden viele &Auml;rzte in den f&uuml;nf neuen L&auml;ndern, die gern als Angestellte weitergearbeitet h&auml;tten, in die Niederlassung getrieben. Es blieben &ndash; insbesondere auch dank der Initiative der damaligen Brandenburger Gesundheitsministerin Regine Hildebrandt (SPD) nur wenige poliklinischen Einrichtungen &uuml;brig, die zeitweise st&auml;ndig mit Benachteiligungen durch die KVen zu k&auml;mpfen hatten.<\/em><\/p>\n<p><em>Die 1989 in der alten Bundesrepublik noch vorwiegend in Einzelpraxen niedergelassenen &Auml;rzte f&uuml;rchteten (aus ihrer Sicht nicht ganz unlogisch) eine wirtschaftliche und medizinische &Uuml;berlegenheit solcher Einrichtungen zum Vorteil ihrer Patienten: kurze Wege, enge Zusammenarbeit bzw. Austausch. Das im Artikel von Hartmut Reiners erw&auml;hnte (alte) IGES-Institut (damals noch unter Leitung von Wilhelm F. Schr&auml;der) erstellte dazu eine Studie &uuml;ber eine Poliklinik in Dresden. Das Ergebnis: Die medizinische Einrichtung ist zwar technisch veraltet, im Kern arbeitet die Poliklinik wirtschaftlicher als die in der alten Bundesrepublik &uuml;ber das Land zerstreuten Einzelpraxen. Die niedergelassenen &Auml;rzte (und ihre Lobbyisten) hatten gro&szlig;e Angst vor der Konkurrenz der angestellten &Auml;rzte und f&uuml;rchteten auch um ihre finanziellen Pfr&uuml;nde.<\/em><\/p>\n<p><em>Wie oben erw&auml;hnt, wurden viele ostdeutsche &Auml;rzte faktisch in die Niederlassung getrieben. Sp&auml;ter erblickten poliklinische Einrichtungen &ndash; wie von Hartmut Reiners richtig beschrieben &ndash; in Form von Medizinischen Einrichtungen (MVZ) in neuen Gew&auml;ndern das Licht der Welt. Mit einem gewaltigen Unterschied: Hier stehen nicht die enge Kooperation und und der Austausch im Interesse der Patienten im Vordergrund, sondern das liebe Geld. Denn die privaten Investoren (dazu geh&ouml;ren u. a. Dussmann, Eigner von Jacobs-Kaffee ect.) m&ouml;chten Rendite sehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Damit hat die Politik die B&uuml;chse der Pandora ge&ouml;ffnet.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&raquo;Asow&laquo; on the Road<\/strong><br>\nNeonazibrigade geht auf Europatournee &ndash; auch in Deutschland sind Auftritte geplant<br>\nDie Propagandamaschine der &raquo;Asow&laquo;-Bewegung pr&auml;sentiert Kriegshelden zum Anfassen. Am 21. Juli startet sie eine Europatournee mit Angeh&ouml;rigen ihres Kampfverbands 3. Separate Sturmbrigade in der ukrainischen Armee. Geplant hat die Einheit, die von Andrij Bilezkij, einem der einflussreichsten Neonazif&uuml;hrer der Ukraine kommandiert wird, zun&auml;chst Auftritte in Warschau und Wroc&#322;aw, sp&auml;ter in Prag, Vilnius, Rotterdam und Br&uuml;ssel.<br>\nSeit ukrainische Faschobanden als Brothers in Arms der NATO im Stellvertreterkrieg gegen Russland fungieren, gilt der kategorische Imperativ &raquo;Nie wieder!&laquo; auch hierzulande nur noch befristet bis zum n&auml;chsten Mal. Und so sind f&uuml;r den 25. und 26. Juli auch Veranstaltungen der &raquo;Asow&laquo;-Sturmbrigade in Deutschland angek&uuml;ndigt: In Berlin werden die &raquo;epischsten Geschichten von der Front&laquo; garniert mit &raquo;Soldatenhumor&laquo; f&uuml;r 20 Euro, in Hamburg f&uuml;r 15 Euro angeboten; der Erl&ouml;s geht an &raquo;Asow&laquo;. &raquo;Kommt zum Treffen mit den echten K&auml;mpfern der Brigade, die in den Schlachten in Bachmut, Awdijiwka und Charkiw waren&laquo;, hei&szlig;t es in der Werbung, die in Social-Media-Kan&auml;len verbreitet wird. &raquo;Unzensiert erz&auml;hlen sie alles &uuml;ber ihren Dienst.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/479392.kriegspolitik-asow-on-the-road.html\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Deutlich wird wieder einmal die Doppelmoral politischer Entscheidungstr&auml;ger in Deutschland. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109841\">Aufstand der Anst&auml;ndigen? Oder doch eher Doppelmoral?<\/a><\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin E.Z.:<\/strong> Das ist wirklich bizarr: Einerseits stuft man &bdquo;Compact&ldquo; (das jetzt erstmal richtig bekannt wird) als rechtsextrem ein und verbietet es, andererseits d&uuml;rfen die Asow-Neonazis auch hierzulande ihr Unwesen treiben. Es ist zum F&uuml;rchten!<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Fall Besuhla: Selenskyj-Abgeordnete auf ukrainischer Feindesliste gelandet<\/strong><br>\nEine ukrainische Abgeordnete verl&auml;sst die Partei des Pr&auml;sidenten Diener des Volkes. Sie hatte die Armeef&uuml;hrung und die Geheimdienste scharf kritisiert.<br>\neht ein innenpolitischer Skandal in der Ukraine in die n&auml;chste Runde? Die Abgeordnete der Regierungspartei Diener des Volkes Marjana Besuhla verl&auml;sst in der Werchowna Rada ihre Fraktion. Das gab sie am Dienstag in einem Statement in sozialen Netzwerken bekannt. Sie unterst&uuml;tzt nach eigenen Angaben Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj zwar weiter &ndash; kritisiert jedoch zeitgleich ihre ehemaligen Parteifreunde und den hohen Grad an Korruption im politischen Kiew.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/ukraine-krieg-selenskyj-abgeordnete-marjana-besuhla-landet-auf-kiewer-feindesliste-li.2236423\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bundesaufnahmeprogramm f&uuml;r Afghanistan &ndash; Faeser will Finanzierung um fast 90 Prozent k&uuml;rzen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung wollte einst mit dem Bundesaufnahmeprogramm von den Taliban verfolgte Afghaninnen und Afghanen retten. Nun plant Bundesinnenministerin Faeser, die Finanzierung fast g&auml;nzlich zu streichen.<br>\nBundesinnenministerin Faeser will die Mittel f&uuml;r Aufnahme- und Resettlementprogramme wie das Bundesaufnahmeprogramm im kommenden Jahr um fast 90 Prozent k&uuml;rzen. Das geht aus dem Haushaltsentwurf des Bundesinnenministeriums vor, der dem ARD-Magazin Panorama vorliegt. Der Entwurf soll heute im Zuge der Haushaltsberatungen im Bundestag vorgestellt werden.Mit dem Bundesaufnahmeprogramm sollten seit Oktober 2022 monatlich bis zu 1000 gef&auml;hrdete Afghaninnen und Afghanen aufgenommen werden. Dies war ein Versprechen an diejenigen, die sich gemeinsam mit Deutschland und den westlichen Verb&uuml;ndeten f&uuml;r die Demokratie in Afghanistan eingesetzt hatten. &ldquo;Wir handeln und erf&uuml;llen unsere humanit&auml;re Verantwortung&rdquo;, sagte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) zum Start des Programms. Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (B&uuml;ndnis 90\/ die Gr&uuml;nen) erg&auml;nzte damals: &ldquo;Ihnen wollen wir ein St&uuml;ck Hoffnung zur&uuml;ckgeben und die Chance auf ein Leben in Freiheit, Selbstbestimmung und Sicherheit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/panorama\/afghanistan-bundesaufnahmeprogramm-102.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die &bdquo;Bild&ldquo; und das Bibi-Blatt<\/strong><br>\nDie &bdquo;Bild&ldquo; will k&uuml;nftig mit der rechten Zeitung &bdquo;Israel Hayom&ldquo; zusammenarbeiten. Sie ist in Israel f&uuml;r ihren Kuschelkurs mit Premier Netanjahu bekannt. [&hellip;]<br>\nDer Erfolg der Zeitung f&auml;llt auch in Deutschland auf, beim hierzulande auflagenst&auml;rksten Blatt. So vereinbarte die Bild-Zeitung vor Kurzem eine Kooperation mit Israel Hayom, wie das israelische Nachrichtenportal Ice Ende Juni vermeldete. Demnach wollen die Zeitungen k&uuml;nftig f&uuml;r Artikel und Recherchen zusammenarbeiten und diese gleichzeitig ver&ouml;ffentlichen.<br>\nIsrael Hayom begr&uuml;ndete die Kooperation &bdquo;mit der langj&auml;hrigen Unterst&uuml;tzung der Bild f&uuml;r den Staat Israel&ldquo;, besonders seit dem Hamas-Massaker am 7. Oktober. Mitarbeitende des Springer-Konzerns m&uuml;ssen sich bekanntlich per Unterschrift zum Existenzrecht Israels bekennen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Zwei-rechte-Zeitungen\/!6021095\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Keine staatliche Zustellf&ouml;rderung f&uuml;r Presse<\/strong><br>\nIn &bdquo;absehbarer Zeit&ldquo; werde es f&uuml;r Presseh&auml;user keine staatliche F&ouml;rderung f&uuml;r die Zustellung von gedruckten Zeitungen und Zeitschriften geben. Das teilte ein Sprecher von Medienstaatsministerin Roth (Gr&uuml;ne) auf Anfrage mit.<br>\nDer Deutschen Presse-Agentur sagte er, angesichts der gro&szlig;en wirtschaftlichen Herausforderungen sei es bisher nicht m&ouml;glich gewesen, im Haushalt Mittel f&uuml;r eine solche Zustellf&ouml;rderung vorzusehen. Das werde auch &bdquo;in absehbarer Zeit nicht m&ouml;glich sein&ldquo;. Und er stellte klar: &bdquo;Die Arbeiten dazu werden daher zurzeit nicht fortgef&uuml;hrt.&ldquo; Im Koalitionsvertrag der Ampel war eine Pr&uuml;fung von F&ouml;rderm&ouml;glichkeiten vereinbart worden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/keine-staatliche-zustellfoerderung-fuer-presse-100.html\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Nichts ist f&uuml;r immer<\/strong><br>\nUnser Magazin &bdquo;Hinter den Schlagzeilen&ldquo; wird nun nach 21 Jahren &bdquo;Laufzeit&ldquo; eingestellt. Es wurde 2003 von Konstantin und Annik Wecker  aus Anlass des Irakkriegs aus der Taufe gehoben. Ich selbst stie&szlig; 2005 als Redakteur dazu. Schon damals verstanden wir uns als &bdquo;Gegen&ouml;ffentlichkeit&ldquo;. HdS wurde geboren aus dem Bewusstsein des Ungen&uuml;gens an einseitiger und irref&uuml;hrender Berichterstattung in den Mainstreammedien, die in ihrer Mehrheit diesen furchtbaren Krieg unterst&uuml;tzten. Heute hat sich die Situation nicht grundlegend ge&auml;ndert. Schon wieder betreiben interessierte Kr&auml;fte sehr eifrig eine gef&auml;hrliche Spannungspolitik mit Russland, ist selbst ein globaler Atomkrieg nicht mehr ausgeschlossen.<br>\nHdS ist als &bdquo;alternatives&ldquo; Medium nie wirklich gro&szlig; geworden, obwohl es mehre Bl&uuml;tezeiten mit relativ vielen Zugriffen gab. Unser Verdienst war es, mit vielem, was wir taten, dachten und schrieben, fr&uuml;h dran gewesen zu sein &ndash; wir gr&uuml;ndeten uns nur unwesentlich sp&auml;ter als die ber&uuml;hmten &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo;. Mit unserem Musik- und Kulturprogramm, unseren philosophischen und sogar spirituellen Ans&auml;tzen und dem besonderen Fokus auf sozialen Fragen wie Armut in Deutschland und Fl&uuml;chtlingsschicksalen hatte &bdquo;Hinter den Schlagzeilen&ldquo; von Anfang an eine besondere &bdquo;F&auml;rbung&ldquo;, die das Magazin von anderen unterschied, die sich darauf beschr&auml;nkten, das jeweils aktuelle politische Geschehen zu kommentieren.<br>\nVor allem hatte &ldquo;Hinter den Schlagzeilen&rdquo; mit der &uuml;ber viele Jahre laufenden &bdquo;GriechInnenhilfe&ldquo;, die von Holdger Platta initiiert und federf&uuml;hrend gestaltet wurde, einen praktischen, sozialen &bdquo;Arm&ldquo;. Wir betrieben die Spendenaktion mit Hilfe einiger engagierter Mitwirkender und vieler gro&szlig;z&uuml;giger Spender nach dem Motto: Politische Analyse und unmittelbare Hilfe m&uuml;ssen einander nicht ausschlie&szlig;en. Beides ist notwendig, um zu einer humanen Welt beizutragen, welche auch unserer Tr&auml;gerverein IHW im Namen tr&auml;gt. [&hellip;]<br>\nIch danke allen Mitwirkenden, die &uuml;ber die Jahre dazu beigetragen haben, dass HdS von vielen als lesenswerter &bdquo;Farbtupfer&ldquo; in der unabh&auml;ngigen Medienlandschaft wahrgenommen wurde. Ausdr&uuml;cklich danke ich auch jenen, die sich aufgrund von politischen oder &ndash; was ja leider auch vorkommt &ndash; von menschlichen Differenzen von dem Projekt verabschiedet haben. Auch ihr Beitrag war wertvoll und hat dazu beigetragen, dass &bdquo;Hinter den Schlagzeilen&ldquo; eine ganze Weile durchgehalten hat. Ich danke auch unsere Kommentatoren, deren Beitr&auml;ge ein wesentlicher Teil der Gespr&auml;chskultur auf unserer Seite waren. Die Qualit&auml;t vieler Kommentare hatte schon den Charakter guter Artikel, sodass oft lebhafte Debatten ausgel&ouml;st wurden. Ebenso danke ich nat&uuml;rlich auch all unseren Lesern und Spendern, ohne deren Zuspruch sich HdS sicher schon fr&uuml;her aufgel&ouml;st h&auml;tte. Falls zu diesem Text noch Kommentare geschrieben werden sollten, werde ich sie lesen und &ndash; wo es mir wichtig erscheint &ndash; beantworten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/nichts-ist-fuer-immer\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Es ist h&ouml;chst bedauerlich, dass die engagierten Leute hinter dem HdS-Projekt sich nicht mehr in der Lage sehen, den Aufwand daf&uuml;r zu stemmen. Angesichts fr&uuml;herer Ausf&uuml;hrungen von Holdger Platta, den ich aus Anlass des Buchprojektes &bdquo;Kaltes Land&ldquo; 2012 pers&ouml;nlich kennen- und sch&auml;tzengelernt habe, ist dies aber menschlich absolut nachvollziehbar.<\/em><\/p>\n<p><em>Deshalb m&ouml;chte ich den Machern von &bdquo;Hinter den Schlagzeilen&ldquo; f&uuml;r diese 21 Jahre aufopferungsvoller Arbeit herzlich danken. Sie haben als kleines Magazin immerhin so einigen Menschen Mut in schweren Zeiten gegeben, Trost gespendet und einen Weg gewiesen.<\/em><\/p>\n<p><em>Und auf einen ganz besonderen Aspekt m&ouml;chte ich noch hinweisen. Es war h&ouml;chst verdienstvoll und ein Zeichen gelebter Mitmenschlichkeit, dass dieses Projekt &uuml;ber viele Jahre hinweg (wenn ich richtig informiert bin: von 2015 bis 2023) Spenden f&uuml;r unter der grassierenden Armut leidende griechische Familien gesammelt hat. Familien, die aufgrund der auch und vor allem von deutschen Politikern durchgesetzten Austerit&auml;tspolitik um ihr &Uuml;berleben k&auml;mpften und heute noch k&auml;mpfen. Das waren in nicht geringer Anzahl auch Spender, die f&uuml;r ihr eigenes &Uuml;berleben jeden einzelnen Cent umdrehen mussten. Umso h&ouml;her ist ihr Engagement zu bewerten. Daf&uuml;r geb&uuml;hrt HdS und vor allem nat&uuml;rlich den Spendern Respekt und ein riesiger Dank.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Arbeit von Hinter den Schlagzeilen war nicht umsonst. Sie hat vielen Menschen Kraft gegeben. Und es wird an anderer Stelle auf ihr aufgebaut werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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