{"id":118384,"date":"2024-07-19T10:00:29","date_gmt":"2024-07-19T08:00:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118384"},"modified":"2024-07-19T14:00:04","modified_gmt":"2024-07-19T12:00:04","slug":"ostdeutschland-die-bleibende-unterschiedlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118384","title":{"rendered":"Ostdeutschland: Die \u201ebleibende Unterschiedlichkeit\u201c"},"content":{"rendered":"<p>(Wieder-)Vereinigung? Es war ein Beitritt, der die Ostdeutschen zu Neuank&ouml;mmlingen machte und sie in die M&uuml;hlen einer rabiaten Transformation st&uuml;rzte. Entgegen der Vorstellung, dass es mittelfristig zu einer Angleichung kommen w&uuml;rde, stellt der Soziologe <strong>Steffen Mau<\/strong> in seinem neuen Buch eine &bdquo;bleibende Unterschiedlichkeit&ldquo; fest. Von<strong> Irmtraud Gutschke<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8537\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-118384-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240719-Ostdeutschland-bleibende-Unterschiedlichkei-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240719-Ostdeutschland-bleibende-Unterschiedlichkei-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240719-Ostdeutschland-bleibende-Unterschiedlichkei-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240719-Ostdeutschland-bleibende-Unterschiedlichkei-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=118384-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240719-Ostdeutschland-bleibende-Unterschiedlichkei-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240719-Ostdeutschland-bleibende-Unterschiedlichkei-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Den Westen zur Norm zu machen und den Osten lediglich als Abweichung davon, w&uuml;rde der Tatsache nicht gerecht, dass es &bdquo;einen eigenen ostdeutschen Entwicklungspfad gibt&ldquo;, von dem wom&ouml;glich gar der Westen profitieren k&ouml;nnte, so Steffen Mau. <\/p><p>Der Autor des neuen Buches &bdquo;Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt&ldquo; ist 1968 in Rostock geboren und einer der ganz wenigen Ostdeutschen, die es zu einer Berufung als Professor an einer deutschen Universit&auml;t geschafft haben. Soziologie und Politikwissenschaften hat er von 1991 bis 1997 freilich schon an der Freien Universit&auml;t Berlin studiert und hat von 1998 bis 2001 als erster ostdeutscher Doktorand am Europ&auml;ischen Hochschulinstitut in Florenz zum Thema Wohlfahrtsstaat promoviert. <\/p><p>Er hat seinen Weg gemacht, bei dem das Ost-Sein erst einmal keine Rolle spielen sollte. So wie es nach 1990 viele junge Leute versuchten, denen mehr Chancen als den &Auml;lteren (deutlicher DDR-Sozialisierten) zugesprochen waren. Auch Dirk Oschmann, Literatur-Professor in Leipzig, geh&ouml;rt zu dieser Altersgruppe. Zwar hat er noch an der Friedrich-Schiller-Universit&auml;t Jena studiert, ist 1992\/93 aber mit einem Fulbright-Stipendium in die USA gegangen. Dass ihm dennoch die Zuschreibung als Ostdeutscher blieb, war wohl ein pers&ouml;nlicher Ansto&szlig; f&uuml;r sein Buch &bdquo;Der Osten, eine westdeutsche Erfindung.&ldquo; [<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] <\/p><p>Seiner These, dass der Westen sich drei&szlig;ig Jahre nach dem Mauerfall noch immer als Norm definiert und den Osten als Abweichung, k&ouml;nnte Steffen Mau eigentlich zustimmen. In ihrem ost-westdeutschen Erfahrungshintergrund lassen sich beide Professoren zusammendenken. Nur dass der eine als Literaturwissenschaftler mehr zum Essay tendiert, der andere aber als Soziologe auf akribische Analysen setzt. Was Mau f&uuml;r kontraproduktiv h&auml;lt, ist Oschmanns polemischer Ton. Dem will er die Vorstellung von einem gelingenden innerdeutschen Diskurs entgegensetzen. Gleich zu Beginn seines Buches k&uuml;ndigt er an, dass er das Thema aus einer &bdquo;d&uuml;nkelhaften und selbstgewissen Ecke herausholen&ldquo; will, &bdquo;in Ost wie in West&ldquo;. [<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Dass er im Januar 2021 durch die Bundesregierung in den Sachverst&auml;ndigenrat f&uuml;r Integration und Migration berufen wurde, passt dazu.<\/p><p>Wobei er mit seinen n&uuml;chternen Feststellungen an die mediale Aufmerksamkeit ankn&uuml;pfen kann, die Oschmann mit seinem Buch anfachte. Das Thema ist &bdquo;in&ldquo;, umso mehr vor den Landtagswahlen in Sachsen, Th&uuml;ringen und Brandenburg in diesem Herbst. Die These, dass &bdquo;der Osten anders bleibt&ldquo;, wird sich in den Ergebnissen best&auml;tigen. <\/p><p>Dennoch ist sie provokant, weil sie gegen die verbreitete Vorstellung gerichtet ist, dass die &bdquo;neuen Bundesl&auml;nder&ldquo; den alten nur ordentlich hinterherlaufen m&uuml;ssten, die &bdquo;Ossis&ldquo; das Jammern sein lassen und stattdessen die &Auml;rmel hochkrempeln sollten. Zufrieden sein sollten &uuml;ber die viel gr&ouml;&szlig;eren Konsum- und Reisem&ouml;glichkeiten, die ihnen als Bundesb&uuml;rger offenstanden. <\/p><p>&bdquo;Wir haben nach 1945 auch klein angefangen&ldquo; &ndash; noch heute habe ich diesen Satz einer Westberliner Verwandten im Ohr. Und wie oft habe ich erlebt, dass mir mein Leben in der DDR erkl&auml;rt wurde von Leuten, die davon nur sehr oberfl&auml;chliche Vorstellungen hatten. Die auch fr&uuml;her schon auf uns herabblickten, ver&auml;chtlich von &bdquo;der Zone&ldquo; sprachen und sich nun im Gedanken sonnten, dass es mit dieser Anomalie endlich vorbei sein sollte. <\/p><p>&bdquo;Feindliche &Uuml;bernahme auf Wunsch der &Uuml;bernommenen&ldquo;, so hat Daniela Dahn den Beitritt der DDR zur BRD nach Artikel 23 des Grundgesetzes genannt, der eben von vornherein nicht als Vereinigung unter einer neuen Verfassung gedacht war. [<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Dass viele DDR-B&uuml;rger dann bekamen, was sie so nicht erwartet hatten, n&auml;mlich Neoliberalismus statt sozialer Marktwirtschaft, f&uuml;hrte zu anhaltendem Groll, zumal wenn es ihre Wahlentscheidung gewesen war.<\/p><p>Viel emotional Polemisches h&auml;tte ich Steffen Mau beim Lesen hinzuf&uuml;gen m&ouml;gen, dann aber freute es mich doch, wie er sich diesbez&uuml;glich zur&uuml;ckh&auml;lt. Die n&uuml;chterne Sachlichkeit ist ein gro&szlig;er Vorzug des Buches, um es &ouml;ffentlichkeitswirksam zu machen und um vielleicht sogar in politische Strukturen hineinzuwirken, wo man sich am liebsten mit einem &bdquo;Weiter so&ldquo; durch Konflikte hindurchwursteln w&uuml;rde. Mit den Landtagswahlen im September 2024 k&ouml;nnte es, wie gesagt, daf&uuml;r eine Quittung geben, die auch dem Autor dieses Buches nicht gef&auml;llt, die er aber in ihren Ursachen und m&ouml;glichen Folgen analysieren will.<\/p><p>Tats&auml;chlich ist es ja der erwartbare Stimmenzuwachs f&uuml;r die AfD, der im Hintergrund dieser Recherchen steht und diese Wortmeldung gerade jetzt so wichtig werden l&auml;sst. Was im Osten evident wird, kann auch den Westen nicht unber&uuml;hrt lassen. Da wird es nicht helfen, jene W&auml;hler zu verunglimpfen, indem man sie mit &bdquo;zwei deutschen Diktaturen&ldquo; in Zusammenhang bringt. Medial wird es wahrscheinlich dennoch geschehen, auch wenn es so unsachlich wie beleidigend ist, die DDR mit der NS-Diktatur gleichzusetzen. <\/p><p><strong>Vorw&uuml;rfe, Unsicherheit, Missverstehen<\/strong><\/p><p>&bdquo;Das Sprechen &uuml;ber Ostdeutschland ist jedenfalls bis heute von Vorw&uuml;rfen, Unsicherheit und Missverstehen gepr&auml;gt: Auf mediale Kollektivschelte an den Ostdeutschen folgt Trotzreaktion. Kritik am Einigungsprozess wird mit dem Hinweis auf die Alternativlosigkeit der Entscheidungen und Ma&szlig;nahmen retourniert.&ldquo; [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]. Von der Tatsache &bdquo;zweier unterschiedlicher Deutungskulturen&ldquo; [<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] ausgehend, bleibt f&uuml;r Steffen Mau unbestritten, dass sich die urspr&uuml;ngliche Erwartung &bdquo;einer Angleichung oder Anverwandlung des Ostens an den Westen im Lichte j&uuml;ngerer Entwicklungen als Schim&auml;re erweist&ldquo;. Stattdessen stellt er einen &bdquo;einen eigenen ostdeutschen Entwicklungspfad&ldquo; fest. &bdquo;Erst wenn man diese unterschiedliche Verfasstheit (an)-erkennt, kann man politisch angemessen agieren und nach neuen L&ouml;sungen suchen.&ldquo; [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]<\/p><p>Wenn ich mit einem L&auml;cheln bemerke, wie Steffen Mau einer &bdquo;westdeutsch-dominierten &Ouml;ffentlichkeit&ldquo; etwas verst&auml;ndlich machen will, bei dem ich mitunter gar weiter gehen w&uuml;rde, muss ich als ostdeutsche Leserin doch einsehen, dass ich zu einer Minderheit geh&ouml;re. Nur 16,7 Prozent der Deutschen leben im Osten, 83,3 Prozent im Westen. Aber auch innerhalb des riesigen sowjetischen Imperiums hat es ein starkes DDR-Selbstbewusstsein gegeben. Es kursierte sogar ein Witz, dass eine Paprika ins Staatswappen geh&ouml;re: klein, aber scharf. Das mag man heute &bdquo;Osttrotz&ldquo; nennen, bei dem, so Mau, &bdquo;auf Grund von Unterlegenheitserfahrungen eine Selbstaufwertung stattfindet&ldquo;. [<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] Aber gibt es in gewissem Sinne nicht gar eine &Uuml;berlegenheit?<\/p><p>Was die materielle Lage betrifft, keinesfalls, und politisch f&uuml;hlen sich viele nicht geh&ouml;rt, ja abgeh&auml;ngt. Aber sie haben Erfahrungen mit Machtsystemen und Ideologie, sind ge&uuml;bt, dialektisch in politischen und vor allem auch &ouml;konomischen Zusammenh&auml;ngen zu denken. Die enorme Produktivkraftentwicklung im Kapitalismus anzuerkennen, zu der die DDR nicht aufholen konnte, hindert sie nicht daran, die enorm ungerechten Verteilungsverh&auml;ltnisse zu kritisieren. Sie wissen um das Oben und Unten. Also musste es nach dem Ende der DDR im Sinne der bestehenden Macht notwendig gewesen sein, in Institutionen, Universit&auml;ten, Schulen rigoros &bdquo;aufzur&auml;umen&ldquo;, weil es sich um die Besetzung eines politischen Feindeslandes gehandelt hat, das die DDR ja w&auml;hrend des Kalten Krieges gewesen war.<\/p><p>So zugespitzt w&uuml;rde das Steffen Mau keinesfalls formulieren, und das kommt, wie gesagt, dem Buch auch zugute. Dass bis zu zwei Drittel der Ostdeutschen sich als &bdquo;B&uuml;rger zweiter Klasse&ldquo; f&uuml;hlen, habe &bdquo;vermutlich weniger mit konkreten Diskriminierungserfahrungen&ldquo; als mit einer &bdquo;sozialstrukturellen Unterprivilegierung&ldquo; zu tun. [<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] &bdquo;Das Verm&ouml;gen der Haushalte ist in Westdeutschland doppelt so hoch, nur zwei Prozent der deutschen Erbschaftssteuer werden in Ostdeutschland (ohne Berlin) gezahlt&ldquo;. <\/p><p>&bdquo;Flursch&auml;den der Transformation&ldquo; stecken Vielen in den Knochen: massenhafte Arbeitslosigkeit, Deindustrialisierung in der Fl&auml;che, weitverbreitete &Uuml;berg&auml;nge in die biografische Haltebucht des Vorruhestands sowie der Eintritt in das Ma&szlig;nahmenkarussell der aktivierenden Arbeitsmarktpolitik sind nur abstrakte Beschreibungen einer tiefgehenden Kr&auml;nkungserfahrung. [<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] <\/p><p>Entgegenhalten k&ouml;nnte man, dass es auch im Westen abgeh&auml;ngte Regionen gibt, zu niedrige L&ouml;hne, Arbeitslose und solche, die sich keine lohnabh&auml;ngige T&auml;tigkeit mehr zutrauen. Im wohlhabenden Freiburg erstaunten mich die bettelnden Menschen, welche wohl schon ihre angestammten Pl&auml;tze im Stadtbild hatten. Mit Gleichheitsvorstellungen aufgewachsen, kann ich mich allerdings nicht an die strukturelle Ungleichheit gew&ouml;hnen. Es ist ein Blick von au&szlig;en auf Verh&auml;ltnisse, die vielen im Westen als das Normale erscheinen. Die Frage ist, ob diese Sicht sich in kommenden Generationen verliert.<\/p><p>&bdquo;<strong>Ossifikation&ldquo; statt Angleichung<\/strong><\/p><p>Steffen Mau bem&uuml;ht einen Begriff aus der Medizin: &bdquo;Ossifikation&ldquo;. Dabei handelt es sich um eine bleibende, unter Umst&auml;nden pathologische &bdquo;Verkn&ouml;cherung wie auch die Regeneration nach einem Bruch, n&auml;mlich durch die Bildung von Narbengewebe&ldquo;. In seinem lesenswerten Band &bdquo;L&uuml;tten Klein&ldquo;, mit dem ihm vor dem Hintergrund dieses Rostocker Neubaugebiets eine pers&ouml;nliche Sozialgeschichte Ostdeutschlands gelang, hatte er ja schon von &bdquo;Frakturen&ldquo; gesprochen. [<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] <\/p><p>Zusammen mit seinen Kollegen Julian Heide und Thomas Lux hat er nun eine bundesweite repr&auml;sentative Umfrage zur Wahrnehmung von Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschen ausgewertet. Dabei stellten sie fest, dass Westdeutsche Konflikte viel weniger stark wahrnehmen als Ostdeutsche. Wobei bei Letzteren, entgegen aller Erwartung, die &bdquo;Empfindung von Andersheit&ldquo; nicht etwa nur bei &Auml;lteren, sondern auch bei den viel J&uuml;ngeren zu beobachten ist, die die DDR gar nicht erlebt haben. &bdquo;Auch hier kennen wir &auml;hnliche Ph&auml;nomene von migrantischen Gruppen, die in der zweiten oder dritten Generation eine st&auml;rkere Herkunftsvergewisserung und eine ausgepr&auml;gte Sensibilit&auml;t f&uuml;r Nachteilslagen entwickeln als ihre Eltern oder Gro&szlig;eltern, was in der Summe zu einer Rekulturalisierung oder einem selbstbewussteren Auftreten im &ouml;ffentlichen Raum f&uuml;hren kann.&ldquo; [<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p>&bdquo;Gerade j&uuml;ngere Menschen formulieren einen Anspruch auf einen Nachteilsausgleich. Unter den nach 1989 Geborenen sind es schon 78 Prozent, die f&uuml;r Gleichstellungsma&szlig;nahmen votieren.&ldquo; [<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] Dem sollte allerdings hinzugef&uuml;gt werden, dass sich, wie oft in derlei Anerkennungsdebatten, hinter der Klage &uuml;ber Nachteile der Wunsch nach g&uuml;nstigeren pers&ouml;nlichen Startbedingungen in dieser Konkurrenzgesellschaft versteckt. Es ist ein Kampf um bessere Pl&auml;tze, von denen es durch Ost-Quoten viel mehr geben w&uuml;rde. <\/p><p>Dass eine &bdquo;&Uuml;berschichtung der ostdeutschen Gesellschaft durch westdeutsches F&uuml;hrungspersonal&ldquo; stattgefunden hat, steht au&szlig;er Zweifel. Als zentralen Akteuren des Wandels konnten den Westdeutschen dann alle Folgeprobleme &uuml;berantwortet werden. Anders als in anderen Staaten Ostmitteleuropas, wo es sehr junge Nachr&uuml;ckeeliten gab.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] Dieser Vergleich ist insofern interessant, weil man gerade dort deutlich sehen kann, wie politische Aufsteigerinnen und Aufsteiger sehr schnell durch fremden Einfluss korrumpiert werden k&ouml;nnen. Und wenn nicht das, meine ich, so m&uuml;ssen sie sich doch an bestehende Machtstrukturen anpassen. <\/p><p>Wenn die meisten der herausgehobenen Positionen westdeutsch besetzt sind, hat das freilich &bdquo;Auswirkungen auf die lokale politische Kultur&ldquo;. [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] Schon aus diesem Grund m&uuml;sste sich das &auml;ndern. <\/p><p>Dass Ostdeutschland zu einem &bdquo;Katalonien 2.0&ldquo; tendieren k&ouml;nnte, auf die Idee w&auml;re ich gar nicht gekommen. Steffen Mau hat recht, wenn er dem widerspricht: &bdquo;Es handelt sich eher um einen Anerkennungs- als um einen Spaltungskonflikt&ldquo;, bei dem es um &bdquo;gleichberechtigte Teilhabe in &ouml;konomischer, politischer und kultureller Hinsicht&ldquo; geht. [<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Gleichberechtigte Teilhabe gibt es indes f&uuml;r viele auch im Westen nicht, muss man sagen. Vielleicht finden sich Ostdeutsche nur schwerer mit den Grenzen des politisch Gegebenen ab. Mir jedenfalls scheint immer ein Anderes auf, auch wenn es erst einmal unm&ouml;glich ist. <\/p><p><strong>Ver&auml;nderungsersch&ouml;pfte Teilgesellschaft<\/strong><\/p><p>Eine &bdquo;Parteienpolitikverdrossenheit&ldquo; sei nicht zu &uuml;bersehen, so Steffen Mau: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>W&auml;hrend die Bejahung der Demokratie als Idee im Osten recht stark ist (&uuml;ber 90 Prozent), rauschen die Werte in den Keller, wenn man fragt, ob die Demokratie in der Bundesrepublik gegenw&auml;rtig gut funktioniert (nur noch knapp 40 Prozent Zustimmung). Viele haben ein ganz eigenes Politikverst&auml;ndnis ausgebildet, bei dem Vorstellungen des urspr&uuml;nglichen und direkten &sbquo;Volkswillens&lsquo; im Zentrum stehen. Dieser (nur) imaginierte Gesamtwille soll die Politik bestimmen, nicht das Parteienkarussell samt den ihm eigenen Formen der Personalauswahl, der innerparteilichen Austarierung von Interessen und der strategischen Positionierung. Politikerinnen und Politiker sollen das tun, was die Bev&ouml;lkerung verlangt.&ldquo; [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Zum Gef&uuml;hl der Nichteinbezogenheit in die Politik k&auml;me eine &bdquo;allgemeine Ver&auml;nderungsm&uuml;digkeit&ldquo;. Der &bdquo;Turbowandel der 1990er Jahre&ldquo; habe die Bereitschaft zu weiteren Ver&auml;nderungen unterh&ouml;hlt: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Nachdem man sich schon einmal grundlegend umstellen musste und biografische Halterungen wegbrachen, stemmen sich nun gr&ouml;&szlig;ere Bev&ouml;lkerungsgruppen stark gegen neue Zumutungen, seien es wachsende Diversit&auml;t oder die sozial&ouml;kologische Transformation. Insbesondere Migration wird als kulturelle Irritation wahrgenommen.&ldquo; [<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] <\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Wobei die Diagnose einer &bdquo;ver&auml;nderungsersch&ouml;pften Teilgesellschaft&ldquo; zweifellos populistisch ausgenutzt werden kann, was im Resultat nur zu weiteren Frustrationen f&uuml;hren muss. Aber wenn W&auml;hlerinnen und W&auml;hler ihre &bdquo;Unzufriedenheiten, Entt&auml;uschungen und negativen Erfahrungen allgemein auf das Konto der Rechtspopulisten einzahlen&ldquo;, worauf diese auch spekulieren, k&ouml;nnte die AfD bei den anstehenden Landtagswahlen der Macht sehr nahe kommen. &bdquo;Sie w&uuml;rde in vielen Bereichen &uuml;ber die Besetzung von Posten mitbestimmen, beispielsweise bei den Landeszentralen f&uuml;r politische Bildung. Noch k&ouml;nnen wir uns kaum vorstellen, was das f&uuml;r Kultur, Schulen, Universit&auml;ten oder die &ouml;ffentlich-rechtliche Medienlandschaft bedeuten w&uuml;rde.&ldquo;<\/p><p>Schritt f&uuml;r Schritt k&ouml;nnte es geschehen, dass &bdquo;eine liberale Demokratie in eine Wahlautokratie&ldquo; verwandelt w&uuml;rde. [<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Da kann ich meinerseits nur auf das B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht hoffen. Steffen Mau meint, dass &bdquo;Minderheitsregierungen sowie bunte &ndash; erzwungene Koalitionen jenseits von Zweier- oder Dreierb&uuml;ndnissen&ldquo; in den neuen Bundesl&auml;ndern &bdquo;zum Standard werden&ldquo; k&ouml;nnten. [<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] <\/p><p><strong>Gefragt sind neue Formen der Demokratie<\/strong><\/p><p>Erst einmal interessant klingt da die Idee, die ostdeutschen L&auml;nder (regionale Unterschiede erkennt der Autor sehr wohl) zu einem &bdquo;Labor der Partizipation&ldquo; zu machen. Aber wenn es eine ver&auml;nderungsersch&ouml;pfte Teilgesellschaft ist (freilich gibt es auch im Westen Beharrungswillen), wird es dann die Bereitschaft geben, neue Formen der Demokratie zu erproben? <\/p><p>Gern wird ja von einem Demokratiedefizit in den neuen Bundesl&auml;ndern gesprochen, ohne zu sagen, dass es sich um ein Unbehagen an der gegenw&auml;rtigen simulativen Praxis handelt. Ein Kreuzchen bei einer Partei bedeutet ja &uuml;berhaupt nicht, dass deren Vertreter dann entsprechend ihren Versprechungen handeln. Im Eigeninteresse wohl, eingebunden in vielerlei Abh&auml;ngigkeiten. Wenn B&uuml;rger dann etwas &auml;ndern wollen, m&uuml;ssen sie bis zur n&auml;chsten Wahl warten.<\/p><p>Gegen&uuml;ber denen &bdquo;da oben&ldquo; waberte in der DDR immer schon Kritik, wenn auch oft nur privat. 1989\/90 hat es dann Erfahrungen demokratischer Selbsterm&auml;chtigung gegeben, welche in heutigen Anspr&uuml;chen fortwirken. &bdquo;Eine Revitalisierung der Parteiendemokratie alter Form ist vor diesem Hintergrund unwahrscheinlich&ldquo;, meint Steffen Mau. Ein starker Satz, ein hartes Urteil. Denn ein &bdquo;Weiter so&ldquo; sei riskant. Speziell f&uuml;r Ostdeutschland m&uuml;sse es darum gehen, &bdquo;die Gesellschaft enger mit der Politik zu verbinden und Entscheidungs- und Partizipationsm&ouml;glichkeiten jenseits der klassischen Parteien zu vergr&ouml;&szlig;ern.&ldquo; <\/p><p>Eine M&ouml;glichkeit dazu sieht er in B&uuml;rgerr&auml;ten, die &uuml;ber Losverfahren oder Beteiligungslotterie zuf&auml;llig zusammengesetzt eine Art &bdquo;Mikrokosmos der Bev&ouml;lkerung&ldquo; darstellen w&uuml;rden. Sie w&uuml;rden sich &uuml;ber politische Fragen intensiv austauschen und zu einer gemeinsamen Position finden. [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] In einem internationalen Forschungsteam hat der Autor sowas sogar schon mal ausprobiert und erlebt, wie divergierende Meinungen in der Interaktion mit anderen auch ge- und &uuml;berformt werden. Die &bdquo;Runden Tische&ldquo; von Abgeordneten der DDR-Regierung und Oppositionsgruppen vom Dezember 1989 bis M&auml;rz 1990 haben es ja vorgemacht. Aber das sind politisch Aktive gewesen, die sich ganz in diese Debatten &uuml;ber einstige Vers&auml;umnisse und notwendige Ver&auml;nderungen in der DDR eingebracht haben. Wenn das unter heutigen Bedingungen ehrenamtlich neben der Berufst&auml;tigkeit betrieben werden sollte, d&uuml;rfte das f&uuml;r viele Leute schwierig sein. Und werden Di&auml;ten gezahlt, leidet die Unabh&auml;ngigkeit. <\/p><p>Es stimmt schon: Gegen &bdquo;Unzufriedenheit, Protest und Radikalisierung&ldquo; m&uuml;ssen politische L&ouml;sungen gefunden werden. &bdquo;Selbstanpassung und Selbsttransformation sind St&auml;rken der liberalen Demokratie, sonst g&auml;be es bis heute kein Frauenwahlrecht und keinen Minderheitenschutz.&ldquo; [<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] <\/p><p>Aber w&auml;ren B&uuml;rgerr&auml;te nicht doch blo&szlig; Ablenkungsman&ouml;ver im Sinne der bestehenden Macht und k&ouml;nnten gar zu einer Instanz der Bevormundung werden? W&uuml;rde ich mich von solch einem zuf&auml;llig zusammengew&uuml;rfelten Gremium vertreten f&uuml;hlen, das im &Uuml;brigen jeglicher Instrumentalisierung offensteht? <\/p><p>Es mag ein interessantes Gedankenspiel sein, was solche R&auml;te zu Fl&uuml;ssiggas-Terminals auf der Insel R&uuml;gen oder zum Ausbau des Tesla-Werks in Gr&uuml;nheide empfehlen w&uuml;rden oder wie sie &uuml;ber den Abriss des Palastes der Republik entschieden h&auml;tten, wie Steffen Mau schreibt. Allerdings kommt mir dabei auch der Roman &bdquo;Unterleuten&ldquo; von Juli Zeh in den Sinn, wo in einem brandenburgischen Dorf pers&ouml;nliche Interessen aufeinanderprallen, als eine Investorenfirma einen Windpark bauen will. [<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] Wie soll es auch anders sein unter Privateigent&uuml;mern? Der Gedanke des Gemeinwohls ist in dieser Gesellschaft sehr weit in den Hintergrund getreten, abgesehen davon, dass man im Einzelnen auch dar&uuml;ber streiten k&ouml;nnte.<\/p><p>Zur Frage der Waffenlieferung an die Ukraine und der Sanktionspolitik gegen Russland l&auml;sst es der Autor nicht kommen. Dabei d&uuml;rfte er genau wissen, dass der Wunsch nach Frieden gerade in Ostdeutschland vorrangig ist. Aber die einstige Systemgrenze quer durch Deutschland hat ihre Spuren hinterlassen. &Auml;ngste aus Zeiten des Kalten Krieges und Vasallentreue zur USA bestimmen bis heute die deutsche Politik, die eben von Westdeutschen dominiert ist. <\/p><p>Aber w&auml;re denn eine ostdeutsche Verteidigungsministerin willens und in der Lage, sich gegen transatlantische Interessen zu stellen? Man m&ouml;chte den Kopf sch&uuml;tteln, sollte indes nie &bdquo;nie&ldquo; sagen. Kommt vielleicht auf die Person und ihr Umfeld an. Wenn im Au&szlig;enministerium gleichzeitig Verhandlungen zur europ&auml;ischen, Russland einschlie&szlig;enden, Sicherheitsarchitektur auf der Tagesordnung st&uuml;nden, brauchte nicht &uuml;ber Kriegstauglichkeit palavert zu werden. Parteien, die sich diesbez&uuml;glich klar positionieren, werden zumindest im Osten im Vorteil sein.<\/p><p><em>Steffen Mau: Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt. Edition Suhrkamp, 168 S., br., 18 &euro;<\/em><\/p><p><small>Titelbild: DesignRage \/ Shutterstock<\/small><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Dirk Oschmann: Der Osten eine westdeutsche Erfindung. Ullstein Verlag 2023, 222 S., geb., 19,99 &euro;.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Steffen Mau: Ungleich vereint. Warum der Osten anders bleibt. Edition Suhrkamp, 168 S., br., 18 &euro;, S.9<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Daniela Dahn: Auf Wunsch. In: Ossietzky, 5\/2002<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Steffen Mau, S. 8<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Steffen Mau, S. 9<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Steffen Mau, S.11<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] ebenda, 75<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] ebenda, S. 22<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] ebenda, S. 23<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Steffen Mau: L&uuml;tten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft. Suhrkamp 2019, 285 S., geb., 22 &euro;. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Steffen Mau: Ungleich vereint, S. S. 79<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] ebenda, S. 83<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] ebenda, S. 44 f<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] ebenda, S. 25<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] ebenda, S. 91<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] ebenda, S. 94<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] ebenda, S. 103<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] ebenda, S. 120 ff<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] ebenda, S, 130 f<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] ebenda, 132 f<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] ebenda, S. 144<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Juli Zeh: Unterleuten. Roman. Luchterhand 2016, 640 S., geb., 26 &euro;.\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg06.met.vgwort.de\/na\/ed1ea71d63f14ff685f510b29900d572\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Wieder-)Vereinigung? Es war ein Beitritt, der die Ostdeutschen zu Neuank&ouml;mmlingen machte und sie in die M&uuml;hlen einer rabiaten Transformation st&uuml;rzte. Entgegen der Vorstellung, dass es mittelfristig zu einer Angleichung kommen w&uuml;rde, stellt der Soziologe <strong>Steffen Mau<\/strong> in seinem neuen Buch eine &bdquo;bleibende Unterschiedlichkeit&ldquo; fest. Von<strong> Irmtraud Gutschke<\/strong>.<\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":118385,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,124,165,208,161],"tags":[1152,3402,277,1543,575,633,218,687],"class_list":["post-118384","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-demokratie","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-rezensionen","category-wertedebatte","tag-basisdemokratie","tag-buergerrat","tag-ddr","tag-deutsche-einheit","tag-ostdeutschland","tag-politikerverdrossenheit","tag-teilhabe","tag-ungleichheit"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/shutterstock_2422958607.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118384","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=118384"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118384\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118435,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118384\/revisions\/118435"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/118385"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=118384"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=118384"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=118384"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}