{"id":11854,"date":"2012-01-12T08:31:35","date_gmt":"2012-01-12T07:31:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854"},"modified":"2012-01-12T10:21:13","modified_gmt":"2012-01-12T09:21:13","slug":"hinweise-des-tages-1548","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. (RS\/WL)<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h01\">Merkel lobt Montis Sparkurs f&uuml;r Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h02\">Ulrike Herrmann: Die Steuer ist es nicht, Merkozy!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h03\">Merkel rudert bei B&ouml;rsensteuer zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h04\">Steuerflucht nach London ist nicht so einfach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h05\">Euro-Schuldenkrise: Monti warnt vor antieurop&auml;ischen Protesten in Italien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h06\">Banken bieten Griechenland die Stirn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h07\">US-Banken sollen Euro-Bonds detaillierter zeigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h08\">Die nackten Propheten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h09\">Nachtrag zu unserem gestrigen Hinweis Nr. 9<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h10\">Freund bringt Wulff in die Bredouille<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h11\">Billigl&ouml;hne f&uuml;r Billighosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h12\">Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes verl&auml;ngern?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h13\">Dass nichts bleibt wie es war &ndash; Zur Situation im &Ouml;ffentlichen Dienst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h14\">Union vor Bruch mit Niebel wegen neuer Personalie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h15\">Mehr als 20 Mitglieder von Bundeskabinetten geh&ouml;rten laut Regierung fr&uuml;her der NSDAP an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h16\">Den Parteien brechen die Gro&szlig;spenden weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h17\">&ldquo;Warum wir f&uuml;r R&ouml;sler, Wulff und Guttenberg verantwortlich sind&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h18\">Silent Guardian &ndash; US Strahlenwaffe gegen Demonstranten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h19\">Guantanamo: Jenseits von Amerika<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11854#h20\">Zu guter Letzt: &bdquo;Bildungsfernsehen&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11854&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Merkel lobt Montis Sparkurs f&uuml;r Italien<\/strong><br>\nDeutschland und Italien setzen demonstrativ auf eine enge Zusammenarbeit im Kampf gegen die Eurokrise. Kanzlerin Angela Merkel sprach dem italienischen Ministerpr&auml;sidenten Mario Monti bei dessen Antrittsbesuch in Berlin Respekt f&uuml;r die Sparbem&uuml;hungen seines Landes aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/montimerkel104.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J&uuml;rgen Karl:<\/strong> Kanzlerin Angela Merkel sprach dem italienischen Ministerpr&auml;sidenten Mario Monti bei dessen Antrittsbesuch in Berlin Respekt f&uuml;r die Sparbem&uuml;hungen seines Landes aus.<\/em><br>\n<em>Merkel erkl&auml;rte, Monti und seine Regierung h&auml;tten innerhalb kurzer Zeit wichtige Weichenstellungen vorgenommen, die zur St&auml;rkung der wirtschaftlichen Perspektiven Italiens beitr&uuml;gen. Die Bundesregierung habe das mit gro&szlig;em Respekt verfolgt. Sie gehe davon aus, dass die Arbeit der italienischen Regierung honoriert werde.<\/em><br>\n<em>Originalton Merkel:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Sowohl was die Geschwindigkeit, als was auch die Substanz dieser Ma&szlig;nahmen angeht, glaube ich ist das etwas, was Italien st&auml;rken wird, was die wirtschaftlichen Perspektiven verbessern wird. Und wir haben das auch mit gro&szlig;em Respekt verfolgt, wie schnell auch diese Ma&szlig;nahmen umgesetzt wurden. &hellip;&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ulrike Herrmann: Die Steuer ist es nicht, Merkozy!<\/strong><br>\nWieder einmal soll eine Finanztransaktionssteuer eingef&uuml;hrt werden. Es f&auml;llt schwer zu glauben, dass die angepeilten Milliarden jemals flie&szlig;en werden. Denn es ist ja nicht das erste Mal, dass sich Kanzlerin Merkel und Frankreichs Pr&auml;sident Sarkozy f&uuml;r diese Steuer begeistern. Vor allem aber: Was hat die Finanztransaktionssteuer mit der Eurokrise zu tun? Die war n&auml;mlich das offizielle Thema, mit dem sich Merkel und Sarkozy befassen wollten. Die Tobinsteuer ist zwar eine wunderbare Idee, um einen Teil der B&ouml;rsenspekulation zu unterbinden. Vor allem minimale Arbitragegewinne w&uuml;rden sich nicht mehr rentieren, so dass der computergesteuerte Schnellhandel auf den Devisen-, Rohstoff- und Aktienm&auml;rkten nachlie&szlig;e. Aber die Eurokrise lie&szlig;e sich mit dieser Steuer weder verhindern noch beeinflussen noch refinanzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F01%2F10%2Fa0098&amp;cHash=0fec54f1b3\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Auf unserer Anfrage erkl&auml;rt der amerikanische &Ouml;konom und Freund der Nachdenkseiten James K. Galbraith zum Thema Finanztransaktionssteuer:<\/em><br>\n<em>The FTT is a useful vehicle, in which far more hopes are vested than it justifies.<\/em><br>\n<em>If it quelled high-speed trading, that would be a good thing. If it raised money from traders, also a good thing.<\/em><br>\n<em>It would not fix the core problems of the mortgage-securitization-CDS debacle.<\/em><\/p>\n<p><strong>Es kommt aber ohnehin das Wohlbekannte:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Merkel rudert bei B&ouml;rsensteuer zur&uuml;ck<\/strong><br>\nMit der Ank&uuml;ndigung die Finanzabgabe nur in der Euro-Zone einzuf&uuml;hren, emp&ouml;rte Angela Merkel die Liberalen. Nun will die Kanzlerin den Koalitionpartner bes&auml;nftigen: Sie bezeichnete die Pl&auml;ne als ihre pers&ouml;nliche Meinung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:kritik-von-fdp-merkel-rudert-bei-boersensteuer-zurueck\/60153126.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steuerflucht nach London ist nicht so einfach<\/strong><br>\n&ldquo;&Ouml;konom Schulmeister verweist jedoch darauf, dass nach EU-Richtlinien alle Steuerbeh&ouml;rden in Europa anderen L&auml;ndern Auskunft geben m&uuml;ssen. Alle elektronischen Geldtransfers lie&szlig;en sich &uuml;ber das Swift-System zur&uuml;ckverfolgen. Auch die Eigentumsverh&auml;ltnisse von Tochtergesellschaften zum Beispiel in Gro&szlig;britannien lie&szlig;en sich nicht verheimlichen. Wer also &uuml;ber London der Transaktionssteuer entgehen wolle, habe ein gro&szlig;es Entdeckungsrisiko. &ldquo;Das macht den britischen Premier David Cameron ganz nerv&ouml;s&rdquo;, so Schulmeister.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:finanztransaktionssteuer-steuerflucht-nach-london-ist-nicht-so-einfach\/60152687.html\">FTD<\/a>\n<p><strong>Dazu ein guter Kommentar zur Finanzmarkttransaktionssteuer auch in den Tagesthemen<\/strong><br>\nvom 10.01.2012 von Markus Prei&szlig; (ab ca. 7:22)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/3914_tagesthemen\/9224502_tagesthemen\">Das Erste<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Euro-Schuldenkrise: Monti warnt vor antieurop&auml;ischen Protesten in Italien<\/strong><br>\n&ldquo;Italien k&ouml;nnte in die Arme von Populisten fl&uuml;chten&rdquo;: Der italienische Regierungschef Mario Monti bef&uuml;rchtet massive Ressentiments gegen die EU in seinem Land &ndash; sofern die Spar- und Reformbereitschaft der Italiener nicht bald zu greifbaren Ergebnissen f&uuml;hre. Kurz vor einem Treffen mit Bundeskanzlerin Merkel forderte er deshalb mehr Entgegenkommen von der EU.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/euro-schuldenkrise-monti-warnt-vor-anti-europaeischen-protesten-in-italien-1.1255064\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Banken bieten Griechenland die Stirn<\/strong><br>\nDie Regierung in Athen wird mit dem n&auml;chsten Hilfspaket nach Informationen unserer Korrespondenten mehr als die bisher vereinbarten 130 Milliarden Euro bekommen. Nicht aus Gro&szlig;z&uuml;gigkeit, sondern aus Not: Es zeigt sich, dass die bisherige Hilfspolitik zwar teuer, aber wenig zielf&uuml;hrend ist. Das Land spart sich immer tiefer in die Rezession &ndash; mit dem absehbaren Ergebnis, dass keine einzige der IWF-Vorgaben zu Wirtschaftskraft, Steuereinnahmen und der F&auml;higkeit, Schulden zu bedienen, erf&uuml;llt wird. F&uuml;r das bisherige Krisenmanagement des Westens in Griechenland gilt, was der Ex-US-Staatssekret&auml;r Strobe Talbott einst &uuml;ber die westliche Russlandhilfe gesagt hatte: &ldquo;Zu viel Schock, zu wenig Therapie.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/\">Handelsblatt &ndash; Morning Briefing<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>US-Banken sollen Euro-Bonds detaillierter zeigen<\/strong><br>\nIn den USA macht sich die Finanzaufsicht Sorgen &uuml;ber die tats&auml;chliche Belastung, die Banken aus europ&auml;ischen Staatsschulden erwachsen kann. Die Securities and Exchange Commission (SEC) forderte US-Finanzkonzerne auf, ihr Engagement klarer zu benennen. Bisher seien die &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Daten nicht konsistent &ndash; weder in Substanz noch in der Pr&auml;sentation. Offenlegen sollen die Banken ferner, wie sie ihr Anleiheportfolio abgesichert haben, etwa in Form von Kreditausfallversicherungen (Credit-Default Swaps), und unter welchen Umst&auml;nden Verluste nicht von den Absicherungen getragen werden. Erst vor zwei Monaten war das Finanzunternehmen MF Global Holdings Ltd nach Fehlspekulationen mit europ&auml;ischen Staatsanleihen zusammengebrochen. Der Aktienkurs von Morgan Stanley ist eingeknickt, weil der Markt &uuml;ber das Volumen der Staatsanleihen in den B&uuml;chern der Bank r&auml;tselt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10001424052970204124204577152123446779082.html\">Wall Street Journal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die nackten Propheten<\/strong><br>\nEigentlich ist &uuml;ber die Volkswirtschaftslehre alles gesagt. Ihr Ruf ist ramponiert. Ihre sch&auml;rfsten Kritiker halten sie ohnehin f&uuml;r eine Hilfswissenschaft der Astrologie; f&uuml;r eine Sekte, die seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in innigem ideologischen Gleichklang ihr immergleiches Liedlein singt: Vom heiligen Markt und der gar heilbringenden Entfesselung seiner Kr&auml;fte durch Deregulierung, Liberalisierung, Entstaatlichung, Privatisierung. Damals begab sich der gro&szlig;e Schwenk von John Maynard Keynes zu Friedrich August von Hayek, dessen Werk &bdquo;The Constitution of Liberty&ldquo; Margaret Thatcher stets in der Handtasche trug. Der alte Bush h&auml;ngte Hayek gar die Freiheitsmedaille um. Lange galten &bdquo;Wirtschaftsweise&ldquo; als Propheten. Wenn sie heute ihre markt&uuml;blichen Wahrheiten verk&uuml;nden, h&ouml;rt kaum noch jemand hin.<br>\nQuelle:  <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/13-2012\/++co++a88ce9a8-3ad4-11e1-64a5-001ec9b03e44\">Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nachtrag zu unserem gestrigen Hinweis Nr. 9<\/strong><br>\nIn den gestrigen &ldquo;Hinweisen des Tages&rdquo; wurde unter Punkt 9 zum Interview der S&uuml;ddeutschen Zeitung mit dem &ldquo;Experten&rdquo; Holger Bonin verlinkt (&Uuml;berschrift des SZ-Interviews: &ldquo;Die Problemf&auml;lle bleiben zur&uuml;ck&rdquo;).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/arbeitslose-in-deutschland-die-problemfaelle-bleiben-zurueck-1.1254218\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen unseres Lesers G.K.:<\/strong> Der von der S&uuml;ddeutschen Zeitung als &ldquo;Experte&rdquo; titulierte Holger Bonin versucht anhand einer &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdigen Argumentationskette, die desastr&ouml;sen Ergebisse der Eurstat-Analyse zur Armutsgef&auml;hrdung von Arbeitslosen kleinzureden und hierdurch die neoliberalen Arbeitsmarkt-&ldquo;Reformen&rdquo; der vergangenen Jahre reinzuwaschen. Laut der europ&auml;ischen Statistikbeh&ouml;rde waren im Jahre 2010 hierzulande 70 Prozent der Erwerbslosen armutsgef&auml;hrdet &ndash; das ist ein Spitzenwert. In keinem anderen EU-Staat war die Quote auch nur ann&auml;hernd so hoch. Im EU-Durchschnitt waren zuletzt lediglich 45 Prozent der Arbeitslosen armutsgef&auml;hrdet. Der entsprechende EU-Durchschnittswert ohne Deutschland d&uuml;rfte lediglich ca. 40 Prozent betragen.<\/em><\/p>\n<p><em>Holger Bonin legt sich seine &ldquo;Argumente&rdquo; so zurecht, da&szlig; sie in sein neoliberales Argumentations-Korsett hineinpassen. So rechtfertigt er zun&auml;chst das schnelle Abrutschen vom Arbeitslosengeld 1 in Hartz IV:<\/em> <\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Bis zu den Hartz-IV-Reformen gab es f&uuml;r Langzeitarbeitslose nicht nur die Sozialhilfe, sondern auch die Arbeitslosenhilfe, die an das vorherige Nettoeinkommen gekoppelt war. Jemand, der einmal einen Anspruch auf Arbeitslosengeld erworben hatte, konnte im Anschluss die Arbeitslosenhilfe praktisch bis zur Rente bekommen. Heute f&auml;llt er hingegen schnell in die Grundsicherung. Das spielt sicher eine Rolle. Aber daf&uuml;r zeigt diese Politik  durchaus die gew&uuml;nschten Effekte: F&uuml;r Leute mit h&ouml;herem Einkommen, die arbeitslos werden, ist die Wahrscheinlichkeit, l&auml;nger als ein Jahr ohne Besch&auml;ftigung zu bleiben, heute sehr viel geringer als fr&uuml;her.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Holger Bonins Behauptung, nach der bis 2005 geltenden Regelung h&auml;tten Arbeitslose die sich an das Arbeitslosengeld anschlie&szlig;ende Arbeitslosenhilfe &ldquo;praktisch bis zur Rente&rdquo; beziehen k&ouml;nnen, ist falsch! In Abh&auml;ngigkeit vom Lebensalter wurde die Arbeitslosenhilfe zwischen 14 und 32 Monaten gew&auml;hrt.<\/em><\/p>\n<p><em>Danach stellt Holger Bonin kontr&auml;r zu seiner vorherigen Aussage fest:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Im Jahr 2010 waren im EU-Durchschnitt 39,9 Prozent aller Arbeitslosen l&auml;nger als ein Jahr ohne Arbeit &ndash; bei uns waren es 47,4 Prozent. Und da Langzeitarbeitslose weniger Einkommen haben als Kurzzeitarbeitslose, bedeutet dies, dass der Anteil der Arbeitslosen mit erh&ouml;htem Armutsrisiko in Deutschland &uuml;berdurchschnittlich ist.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Was gilt denn nun: Werden Arbeitslose in Deutschland schnell in eine neue Besch&auml;ftigung vermittelt (d.h. ist die Langzeitarbeitslosigkeit niedrig) oder verf&uuml;gt Deutschland &uuml;ber eine vergleichsweise hohe Langzeitarbeitslosigkeit (was die von Holger Bonin zitierten Zahlen nahelegen)?<\/em><\/p>\n<p><em>Holger Bonins Erkl&auml;rung f&uuml;r die hohe deutsche Langzeitarbeitslosenquote und &ndash; daraus von ihm abgeleitet &ndash; f&uuml;r das vergleichsweise hohe Armutsrisiko f&uuml;r deutsche Arbeitslose lautet:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Das liegt nicht zuletzt an der stark gesunkenen Arbeitslosenquote. Wenn mehr und mehr Leute wieder in Arbeit bekommen, dann bleiben vor allem die Problemf&auml;lle in der Arbeitslosigkeit zur&uuml;ck. Oft ist es die Kombination aus geringer Qualifikation, geringer Berufserfahrung und  gesundheitlichen Problemen, die zu Langzeitarbeitslosigkeit und Armut f&uuml;hrt.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Holger Bonins &ldquo;Gesetzm&auml;&szlig;igkeit&rdquo; lautet somit: Je niedriger die Arbeitslosenquote, desto h&ouml;her die darin enthaltene Langzeitarbeitslosigkeit, woraus &ldquo;automatisch&rdquo; eine statistisch hohe Armutsgef&auml;hrdung der Arbeitslosen resultiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Das eigentliche Ansinnen des &ldquo;Experten&rdquo; Holger Bonin ist das starre Festhalten an der neoliberalen &ldquo;Agenda 2010&rdquo; bzw. an Hartz IV:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Unsere Erfahrung der letzten Jahre haben aber durchaus gezeigt, dass ein verk&uuml;rzter Anspruch auf Arbeitslosengeld I Leute schneller zur&uuml;ck in den Beruf bringt. Darum sollte man mit einer Verl&auml;ngerung sehr vorsichtig sein, um diesen Erfolg nicht zu verspielen.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Eva Roth, Redakteurin der Frankfurter Rundschau, zeigt in ihrem Beitrag &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/erwerbslosigkeit-armutsrisiko-ist-in-deutschland-besonders-hoch,1472780,11412280.html\">Armutsrisiko in Deutschland besonders hoch<\/a>&rdquo; stichhaltig auf, da&szlig; die von Holger Bonin aufgestellte &ldquo;Kausalkette&rdquo; keinesfalls naturgesetzlich ist:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Nun l&auml;sst sich Folgendes einwenden: In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen in den letzten Jahren gesunken. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass die verbliebenen Jobsuchenden relativ oft von Armut bedroht sind, weil viele unqualifiziert und schon lange erwerbslos sind.<\/em><br>\n<em>Allerdings zeigen andere L&auml;nder, dass es auch besser geht: In den Niederlanden und in &Ouml;sterreich ist die Arbeitslosenquote seit Jahren sehr niedrig &ndash; und auch deutlich niedriger als hierzulande. Gleichzeitig sind viel weniger Erwerbslose von Armut bedroht als in Deutschland. Die Staaten gehen also besser mit den Menschen um.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>F&uuml;r den von unseren Medien sehr unkritisch bejubelten R&uuml;ckgang der statistischen Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren (&ldquo;Jobboom&rdquo;, &ldquo;Jobwunder&rdquo; etc. &ndash; auch Holger Bonin versucht, dieses Thema im Sinne seiner neoliberalen Arbeitsmarktideologie zu intstrumentalisieren) sind mehrere Faktoren verantwortlich:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Statistische Tricks. So wurden der Gro&szlig;teil der &uuml;ber 58-j&auml;hrigen Arbeitslosen, kranke Arbeitslose und von privaten Arbeitsvermittlern betreute Arbeitslose aus der offiziellen Arbeitslosenstatistik entfernt.<\/em><\/li>\n<li><em>Die wegen der demografischen Entwicklung zu verzeichnende Abnahme des Arbeitsk&auml;ftepotenzials (die demografische Entwicklung wird von Politik und Medien zumeist als Kinderschreck zwecks Abbau sozialer Leistungen instrumentalisiert).<\/em><\/li>\n<li><em>Das deutsche Lohn-, Sozial- und Unternehmssteuerdumping der vergangenen  Jahre hat &uuml;ber das drastische Hochfahren des deutschen Aussenhandels&uuml;berschusses Arbeitslosigkeit v.a. in die &uuml;brigen Staaten der Eurozone exportiert. Dies auch zum Schaden der deutschen Besch&auml;ftigten (Stichworte: drastischer Ausweitung des Niedriglohnsektors, deutliche Qualit&auml;tsverschlechterung der Arbeitspl&auml;tze). Diese parasit&auml;re Dumpingpolitik hat zahlreiche Staaten der Eurozone gegen die Wand konkurriert und ist ma&szlig;geblich mitverantwortlich f&uuml;r die &ouml;konomischen Schieflagen in Europa.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Frau Merkels Ziel ist es, die deutschen &ldquo;Strukturreformen&rdquo; (&ldquo;Agenda 2010&rdquo;, &ldquo;Rente mit 67&rdquo;, Reallohnsenkungen) auch in den &uuml;brigen Staaten der Eurozone durchzusetzen. Dies w&uuml;rde die Gefahr heraufbeschw&ouml;ren, da&szlig; &uuml;ber lang oder kurz auch den deutschen Arbeitnehmern &uuml;ber die &ldquo;europ&auml;ische Bande&rdquo; neue neoliberale Zumutungen aufoktroyiert w&uuml;rden, frei nach dem Motto: &ldquo;Die &uuml;brigen europ&auml;ischen Staaten setzen mutige Strukturreformen um. Die Sicherung unseres Wirtschaftsstandortes erfordert schmerzliche Einschnitte auch bei den deutschen Arbeitnhemern, Rentnern und Arbeitslosen.&rdquo; Momentan konzentriert sich die hiesige Medienberichterstattung jedoch auf die von Merkel angeblich bef&uuml;rwortete Finanztransaktionssteuer. Die neoliberalen Zumutungen Merkels an die Adresse der &uuml;brigen europ&auml;ischen Staaten werden durch diese Berichterstattung nahezu vollst&auml;ndig zugedeckt. In Sachen Finanztransaktionssteuer bleibt jedoch abzuwarten, ob Merkels Politik &ndash; &auml;hnlich dem Unions-&ldquo;Mindestlohn&rdquo; &ndash; nicht auf eine Placebo-Politik hinausl&auml;uft, die v.a. darauf abzielt, der politischen Konkurrenz ein Wahlkampfthema zu entrei&szlig;en.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Freund bringt Wulff in die Bredouille<\/strong><br>\nDer Bundespr&auml;sident und seine Freunde: Filmkaufmann David Groenewold soll bei der Finanzierung der Biografie geholfen haben. Wulff unterst&uuml;tzte dessen Gesch&auml;fte politisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kreditaffaere-freund-bringt-wulff-in-die-bredouille\/60152696.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Billigl&ouml;hne f&uuml;r Billighosen<\/strong><br>\nRechercheure der Kampagne f&uuml;r Saubere Kleidung haben in Bangladesch zehn Zulieferfabriken untersucht, in denen die deutschen Discount-Ketten Textilien n&auml;hen lassen. Oft m&uuml;ssen die meist weiblichen Arbeiterinnen dort zwischen 13 und 15 Stunden t&auml;glich arbeiten &ndash; sieben Tage pro Woche. Diese Arbeitszeiten und &Uuml;berstunden sind weit mehr, als die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) erlauben. Dabei reicht der Lohn oft nicht, um in Bangladesch eine Familie zu ern&auml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F01%2F11%2Fa0074&amp;cHash=6a2448437b\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes verl&auml;ngern?<\/strong><br>\nNach Meldungen, wonach Arbeitslose in Deutschland im europ&auml;ischen Vergleich einem h&ouml;heren Armutsrisiko ausgesetzt sind, wird eine &Auml;nderung der Erwerbslosenunterst&uuml;tzung gefordert<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/151196\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Dass nichts bleibt wie es war &ndash; Zur Situation im &Ouml;ffentlichen Dienst<\/strong><br>\nMerkel hat auf der Jahrestagung des Beamtenbundes auch den Hinweis gegeben: &ldquo;Wir k&ouml;nnen uns aber nur leisten, was wir uns auch erarbeitet haben.&rdquo; Die im Papier des Innenministeriums ausgewiesene Entwicklung der Gesamt- und Personalausgaben zeigt allerdings, dass der Anteil der Personalausgaben an den Gesamtausgaben seit 1970 fortlaufend gesunken ist, von 16,5 Prozent auf 9,3 Prozent. Das Ministerium selbst spricht daher von einm &ldquo;niedrigen Stand&rdquo;. Selbst aus eindimensional betriebswirtschaftlicher Sicht haben die L&ouml;hne und Geh&auml;lter als Kostenfaktor entsprechend an Bedeutung verloren&hellip;<br>\nDer &Ouml;ffentliche Dienst in Deutschland ist ein Zwerg und kein Riese. Die Anteil der Besch&auml;ftigten im &Ouml;ffentlichen Dienst an der Gesamtbesch&auml;ftigung liegt in Deutschland weit unter dem Durchschnitt der von der OECD ausgewiesenen 32 Industriestaaten. Selbst die USA und England besch&auml;ftigen deutlich mehr Menschen im &Ouml;ffentlichen Dienst als Deutschland. Frankreich und die skandinavischen L&auml;nder sowieso&hellip;<br>\nBei den gleicherma&szlig;en n&uuml;chternen wie f&uuml;r die Besch&auml;ftigten erschreckenden Zahlen, stellt sich die Frage, wo die Besch&auml;ftigten des &Ouml;ffentlichen Dienstes denn noch &ldquo;Ma&szlig; halten&rdquo; sollen und wo die &ldquo;Umstellung&rdquo; der &Ouml;ffentlichen Daseinsvorsorge denn noch hinf&uuml;hren soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=1648\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Union vor Bruch mit Niebel wegen neuer Personalie<\/strong><br>\nFr&uuml;here McKinsey-Beraterin wird Abteilungsleiterin im Entwicklungsministerium.<br>\nIn ihrem fr&uuml;heren beruflichen Leben hatte Uta B&ouml;llhoff eine eindeutige Mission: Sie erarbeitete Blaupausen f&uuml;r Personalentlassungen. Die 39-J&auml;hrige, bis vor kurzem Beraterin bei McKinsey, sprach dann gerne von &bdquo;Personal&uuml;berhangsmanagement&ldquo;. Und davon, den Betroffenen &bdquo;auch eine Perspektive&ldquo; zu er&ouml;ffnen. Seit Dezember hat auch B&ouml;llhoff eine neue berufliche Perspektive. Sie wird hochdotierte Leiterin der Abteilung 4 im Bundesentwicklungsministerium und damit zust&auml;ndig f&uuml;r &bdquo;Europ&auml;ische und multilaterale Entwicklungspolitik, S&uuml;dosteuropa, Naher Osten, Afghanistan\/Pakistan&ldquo;.&nbsp;<br>\nMcKinsey im Entwicklungsministerium? Zumindest unter Niebel kein Tabu mehr. B&ouml;llhoff profitiert davon, dass der FDP-Minister sein Haus personell aufr&uuml;sten kann, allein in diesem Jahr um rund 180 Personen. Der Haken: B&ouml;llhoff hat kaum Vorwissen in der Entwicklungspolitik. Schnell nach Bekanntwerden der Entscheidung emp&ouml;rte sich die Opposition &uuml;ber das &bdquo;Postengeschachere&ldquo; Niebels.&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F01%2F11%2Fa0061&amp;cHash=57960fddb3\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Niebel (zusammen mit seinem Staatssekret&auml;r Beerfeltz) ist dabei, das&nbsp;traditionelle zwischenparteiliche Einvernehmen in der Entwicklungspolitik, das den Ausschuss f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit jahrzehntelang gepr&auml;gt hat, zu zerst&ouml;ren.<\/em><br>\n<em>Zu dieser Blitzkarriere von Frau B&ouml;llhoff sollte man noch wissen, dass diese Mitabiturienten von Meike Sch&auml;ffler, der Frau des &bdquo;Euro-Rebellen&ldquo; und Initiators der FDP-Mitliederbefragung Fank Sch&auml;ffler ist. Frau B&ouml;llhoff ist auch gemeinsam mit Frau Sch&auml;ffler den JULIs beigetreten und war auch Beisitzerin im JULI-Bundesvorstand.<\/em><br>\n<em>Solche &Auml;mterpatronage ist kein Einzelfall, Niebel schob im Februar 2010 &uuml;berraschend den Abteilungsleiter Adolf Kloke-Lesch abschob. Das Ressort verlor einen seiner f&auml;higsten Beamten, daf&uuml;r zogen drei alternde FDP-M&auml;nner in die Chefetage ein. F&uuml;r Oberst a. D. Friedel Eggelmeyer, einen alten Niebel-Kumpel aus langen Oppositionsjahren, wurde extra eine neue Abteilung kreiert. Die CDU kaperte einen Abteilungsleiterposten. &Auml;hnlich wie Frau B&ouml;llhoff wurde auch Tom P&auml;tz hochgehievt, er war nach eigener Darstellung &bdquo;unabh&auml;ngiger Politik- und Strategiebereater&ldquo;, aus dem FDP-Ortsverband Bonn-Beuel, der auch Talkshows zu <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-69277633.html\">lokalen Themen organisierte<\/a> und jetzt die Gesellschaft f&uuml;r Technische Zusammenarbeit  im Wortsinn an die Kandare nimmt.<\/em><br>\n<em>Die Definition von Kl&uuml;ngel lautet: Man kennt sich und man hilft sich. In diesem Falle muss man noch hinzuf&uuml;gen: Hauptsache der Steuerzahler zahlt. Aber von der FDP kennt man ja sp&auml;testens seit der Hotelier-Steuer nichts mehr anderes.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mehr als 20 Mitglieder von Bundeskabinetten geh&ouml;rten laut Regierung fr&uuml;her der NSDAP an<\/strong><br>\nVon den Kanzlern und Bundesministern der seit 1949 amtierenden Bundesregierungen sind mehr als 20 vorher Mitglieder der NSDAP gewesen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (17\/8134) auf eine Gro&szlig;e Anfrage der Fraktion Die Linke (17\/4126) zum &bdquo;Umgang mit der NS-Vergangenheit&ldquo; hervor. Danach geh&ouml;rten neben dem fr&uuml;heren Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger (CDU) mindestens 23 weitere Mitglieder von Bundeskabinetten vor Ende des Zweiten Weltkrieges mehr oder minder lang der NSDAP an. Unter ihnen waren sowohl Politiker von CDU und CSU wie von SPD und FDP.<br>\nEin weiterer Bundesminister war den Angaben zufolge vermutlich NSDAP-Mitglied gewesen. Einige der sp&auml;teren Kabinettsmitglieder geh&ouml;rten der Partei seit 1933 an, dem Jahr der nationalsozialistischen Machtergreifung; andere wiederum seit 1944.<br>\nEiner der genannten Ressortchefs, der sp&auml;tere Bundesfinanzminister Franz Etzel (CDU), trat laut Vorlage noch vor der nationalsozialistischen Machtergreifung im Jahr 1933 aus der NSDAP aus, n&auml;mlich bereits 1927. Denselben Schritt vollzog laut Bundesregierung 1943, also noch vor Ende der NS-Herrschaft im Jahr 1945, der sp&auml;tere Bundesinnen-, Au&szlig;en- und Verteidigungsminister Gerhard Schr&ouml;der (CDU).<br>\nWie aus der Regierungsanwort weiter hervorgeht, hatten sieben sp&auml;tere Mitglieder von Bundeskabinetten der SA angeh&ouml;rt und zwei der SS.<br>\nDie Bundesregierung betont in der Vorlage zugleich, dass eine blo&szlig;e Mitgliedschaft in der NSDAP noch keine sicheren R&uuml;ckschl&uuml;sse auf eine tiefere nationalsozialistische Grundeinstellung zul&auml;sst. &bdquo;Auch prominente Einzelf&auml;lle wie Oskar Schindler oder der Widerst&auml;ndler Ulrich von Hassell machen anschaulich, dass NSDAP-Mitgliedschaft, f&uuml;r sich genommen, wenig aussagekr&auml;ftig ist&ldquo;, hei&szlig;t es in der Antwort.<br>\nZudem verweist die Regierung darauf, dass laut Wehrgesetz vom 21. Mai 1935 f&uuml;r Soldaten politische Bet&auml;tigung untersagt gewesen sei und bei ihnen daher eine Mitgliedschaft in der NSDAP, einer ihrer Gliederungen oder einem ihr angeschlossenen Verband geruht habe. Diese Regelung habe bis zur &Auml;nderung des Wehrgesetzes vom 24. September 1944 gegolten.<br>\nZur Frage, wie viele Bundestagsabgeordnete der Jahre 1949 bis 2000 nach Erkenntnissen der Bundesregierung NSDAP-Mitglieder waren oder Mitglieder anderer NS-Organisationen wie SA, SS oder Gestapo waren, schreibt die Regierung, dass ihr hier&uuml;ber keine anderen Erkenntnisse vorl&auml;gen als die in der Literatur allgemein zug&auml;nglichen. Im Hinblick auf den Aufbau des &ouml;ffentlichen Dienstes in der Bundesrepublik hat die Forschung laut Antwort &bdquo;bereits herausgestellt, dass die personellen Kontinuit&auml;ten unter den Beamten, also der Anteil an fr&uuml;heren Angeh&ouml;rigen der Beh&ouml;rden des NS-Staates und dementsprechend die Anzahl der Mitgliedschaften in der NSDAP (&hellip;) oder ihren Unterorganisationen, hoch waren&ldquo;. Dies sei eine mittelbare Folge der damaligen Entscheidung f&uuml;r die Errichtung eines &ouml;ffentlichen Dienstes &bdquo;unter starker Gewichtung des Kriteriums der Verwaltungserfahrung&ldquo; gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_01\/2012_010\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist geradezu frevelhaft, dass sich die Bundesregierung nicht entbl&ouml;det, zur Entlastung ehemaliger Nazis in Bundeskabinetten Oskar Schindler oder den Widerst&auml;ndler Ulrich von Hassel heranzieht, ohne auch nur den kleinsten Hinweis geben zu k&ouml;nnen, inwieweit sich diese Kabinettmitglieder auch nur irgendwie in der Nazi-Zeit von diesem Regime distanzierten. Diese Antwort der Bundesregierung ist mehr als verharmlosend, sie ist nur noch Anlass zu bei&szlig;endem Spott. Die &bdquo;starke Gewichtung des Kriteriums der Verwaltungserfahrung&ldquo; erkl&auml;rt aber vielleicht, warum z.B. unsere Geheimdienste noch immer auf dem rechten Auge blind sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Den Parteien brechen die Gro&szlig;spenden weg<\/strong><br>\nJahrelang bescherten Gro&szlig;spenden aus der Wirtschaft den Parteien Millioneneinnahmen, doch die einst sprudelnde Geldquelle versiegt immer mehr. Zahlreiche Gro&szlig;konzerne, Lobbyverb&auml;nde und verm&ouml;gende Privatpersonen haben zuletzt ihre &Uuml;berweisungen eingestellt. Warum? &hellip;<br>\nInzwischen k&ouml;nnen sich die Parteien, insbesondere CDU, CSU und FDP, nur noch auf wenige Gro&szlig;unternehmen verlassen. Die Autobauer BMW und Daimler, der Versicherer Allianz und die Verb&auml;nde der Metall- und Elektroindustrie in Bayern, Baden-W&uuml;rttemberg und NRW geh&ouml;ren zu den letzten &ldquo;Gro&szlig;en&rdquo;, die die Parteien nach wie vor mit hohen Zuwendungen unterst&uuml;tzen. Gro&szlig;spenden kamen im vergangenen Jahr nur noch aus zwei Branchen: der Finanz- und Versicherungswirtschaft sowie der metallverarbeitenden Industrie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.abgeordnetenwatch.de\/2012\/01\/10\/den-parteien-brechen-die-grosspenden-weg\/\">Abgeordnetenwatch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>&ldquo;Warum wir f&uuml;r R&ouml;sler, Wulff und Guttenberg verantwortlich sind&rdquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Folgen der Parteien-Auszehrung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wolfgangmichal.de\/?p=1555\">Wolfgang Michal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Silent Guardian &ndash; US Strahlenwaffe gegen Demonstranten<\/strong><br>\nDie USA entwickeln seit den 1980er-Jahren ein elektronisches Waffensystem, das gezielt zur Bek&auml;mpfung von Aufst&auml;nden, Demonstrationen und Protesten konzipiert wurde. Mittlerweile ist die Mikrowellenwaffe &bdquo;marktreif&ldquo;, begleitete US-Truppen nach Afghanistan und wurde 2011 vom Hersteller auf einer indischen Milit&auml;rmesse vorgestellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2012\/01\/11\/silent-guardian-us-strahlenwaffe-gegen-demonstranten\/#more-4177\">Jacob Jung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Guantanamo: Jenseits von Amerika<\/strong><br>\nBarack Obama wollte das Lager schlie&szlig;en. Warum hat der US-Pr&auml;sident sein Versprechen gebrochen? Auf dem Papier hatte Obama in den ersten beiden Amtsjahren eine klare Mehrheit im Kongress. Doch seine Partei lie&szlig; ihn im Stich &ndash; aus Furcht vor den W&auml;hlern. 2009 und 2010 hatte es neue Anschl&auml;ge gegeben, darunter den &bdquo;Unterhosenbomber&ldquo; in einem US-Flugzeug von Amsterdam nach Detroit und eine Autobombe am Times Square in New York. Es war reines Gl&uuml;ck, dass die Z&uuml;nder versagten. Da wollte kein Abgeordneter &bdquo;weich gegen&uuml;ber Terroristen&ldquo; erscheinen. Von den Entlassenen haben 42 den Kampf gegen Amerika erneut aufgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/jenseits-von-amerika\/6053056.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn in Deutschland &uuml;ber die nicht eingehaltenen Versprechen Barack Obamas gesprochen wird &ndash; im &uuml;brigen hat Obama weitaus mehr Vorhaben umgesetzt, als hier bekannt ist &ndash; wird wenig beachtet, dass die Abgeordneten des Kongresses weitaus unabh&auml;ngiger vom Pr&auml;sidenten bzw. ihrer Partei sind, als die Abgeordneten des Bundestages von ihrem Regierungschef bzw. ihrer Partei. Die hiesigen Abgeordneten m&uuml;ssen bei Versto&szlig; gegen die Fraktionsdisziplin in wichtigen Vorhaben der Regierung mit Sanktionen rechnen, die sich vor allem auf ihre Wiederwahl auswirken k&ouml;nnen. Diese M&ouml;glichkeit hat Obama nicht, die Abgeordneten m&uuml;ssen sich in Vorwahlen der Bev&ouml;lkerung stellen und wer am besten abschneidet, stellt sich auch mit parteiunabh&auml;ngigen Kandidaten der eigentlichen (Direkt)Wahl. Unsere Erwartungen an Obama werden sozusagen systembedingt entt&auml;uscht bzw. unsere Kritik wendet sich an das falsche Objekt. Sie m&uuml;sste sich vielmehr an den amerikanischen Kongress bzw. an die amerikanische Bev&ouml;lkerung richten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: &bdquo;Bildungsfernsehen&ldquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rNlEiBbWPao\">Georg Schramm auf YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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