{"id":118555,"date":"2024-07-24T09:00:31","date_gmt":"2024-07-24T07:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118555"},"modified":"2024-07-25T07:26:16","modified_gmt":"2024-07-25T05:26:16","slug":"us-attacken-gegen-kuba-details-zu-vereitelter-terrorkampagne-und-weiteren-feindseligen-aktivitaeten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118555","title":{"rendered":"US-Attacken gegen Kuba: Details zu vereitelter Terrorkampagne und weiteren feindseligen Aktivit\u00e4ten"},"content":{"rendered":"<p>Die Feindseligkeiten der USA gegen das benachbarte Kuba sind sehr destruktiv und vielgestaltig. Seit der erfolgreichen kubanischen Revolution gegen den US-unterst&uuml;tzten Diktator Fulgencio Batista im Jahr 1959 versuchen die US-Regierung und diverse Unterst&uuml;tzer, einen Umsturz und &bdquo;regime change&ldquo; zu provozieren. So lautete der erste Satz eines Invasionsplanes von 1959: &bdquo;Der Zweck des hier dargestellten Programms ist es, das Castro-Regime durch eines, das (&hellip;) annehmbarer ist f&uuml;r die USA, zu ersetzen, und zwar auf eine solche Weise, die den Anschein einer US-Intervention vermeidet.&ldquo; Diese Haltung dominiert noch heute. Von <strong>Edgar G&ouml;ll<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4680\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-118555-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240724_US_Attacken_gegen_Kuba_Details_zu_vereitelter_Terrorkampagne_und_weiteren_feindseligen_Aktivitaeten_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240724_US_Attacken_gegen_Kuba_Details_zu_vereitelter_Terrorkampagne_und_weiteren_feindseligen_Aktivitaeten_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240724_US_Attacken_gegen_Kuba_Details_zu_vereitelter_Terrorkampagne_und_weiteren_feindseligen_Aktivitaeten_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240724_US_Attacken_gegen_Kuba_Details_zu_vereitelter_Terrorkampagne_und_weiteren_feindseligen_Aktivitaeten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=118555-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240724_US_Attacken_gegen_Kuba_Details_zu_vereitelter_Terrorkampagne_und_weiteren_feindseligen_Aktivitaeten_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240724_US_Attacken_gegen_Kuba_Details_zu_vereitelter_Terrorkampagne_und_weiteren_feindseligen_Aktivitaeten_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Das Innenministerium Kubas (Minint) hat k&uuml;rzlich einen &Uuml;berblick und Details zu einem aus den USA gegen Kuba gerichteten Terroranschlagsplan gegeben, der rechtzeitig aufgedeckt und vereitelt werden konnte. Demnach war im Dezember 2023 der in den USA lebende Kubaner Ardenys Garc&iacute;a &Aacute;lvarez verhaftet worden. Er ist in dem laufenden Gerichtsverfahren der Hauptbeschuldigte, denn er war einen Monat zuvor mit einem Jetski, der mit moderner Navigationstechnik ausger&uuml;stet war, sowie mit f&uuml;nf Handfeuerwaffen aus Florida illegal nach Kuba mit der Absicht eingereist, einen bewaffneten Aufstand vorzubereiten und durchzuf&uuml;hren.<\/p><p>Nun sind die Ermittlungen weitgehend abgeschlossen und die Erkenntnisse der &Ouml;ffentlichkeit vorgelegt worden. Der 40-j&auml;hrige Hauptbeschuldigte stammt aus der Provinz Cienfuegos und setzte sich 2014 in die USA ab, nachdem er zuvor wegen Raubverbrechen und Spekulationsdelikten in Kuba verurteilt worden war. Dann nahm er in den USA Kontakt zu einer der dortigen antikubanischen Terrorgruppen auf.<\/p><p><strong>Die Ermittlungsergebnisse<\/strong><\/p><p>In den Aussagen, die der Angeklagte zwischen seiner Festnahme im Rahmen eines Strafverfahrens und der Untersuchungshaft machte, gestand er, &uuml;ber soziale Netzwerke Kontakt mit Willy Gonz&aacute;lez, dem Vertreter der Gruppe La Nueva Naci&oacute;n Cubana en Armas (Die neue bewaffnete kubanische Nation), aufgenommen zu haben. Anschlie&szlig;end nahm er Kontakt mit dem Anwerber Day&aacute;n Qui&ntilde;ones auf, und sie tauschten &uuml;ber die Plattform Telegram Nachrichten aus. Anschlie&szlig;end nahm er mit der Terrorgruppe an zwei milit&auml;rischen Schulungen teil, die auf Schie&szlig;st&auml;nden organisiert wurden. Die wirklichen Ziele wurden in den mehrfachen Aufrufen von Willy Gonz&aacute;lez zum &bdquo;Erwachen des Volkes&rdquo; durch Gewalt gegen B&uuml;ros, Zuckerrohrfelder und die Tabakfabriken von Pinar del R&iacute;o deutlich. Und er proklamierte: &bdquo;Jetzt gehen wir auf die Ebene der K&ouml;rperverletzung.&ldquo; Weitere Beschuldigte in dem Fall sind neben &Aacute;lvarez auch dessen Vater Rigoberto Garc&iacute;a &Aacute;vila und Pavel Fern&aacute;ndez Alfonso. Beide wurden verhaftet und haben Details zu den vereitelten Anschlagspl&auml;nen auf wirtschaftliche und milit&auml;rische Ziele offengelegt.<\/p><p>Ein weiteres Mitglied von La Nueva Naci&oacute;n Cubana en Armas mit dem Spitznamen &bdquo;El Lobo&ldquo; ist Jorge Luis Fern&aacute;ndez Figueras, F&ouml;rderer und Finanzier aggressiver Aktionen gegen Kinderg&auml;rten, Schulen, Polikliniken und die Materiallager der Organizaci&oacute;n B&aacute;sica El&eacute;ctrica, insbesondere in der Provinz Havanna. Laut einem Bericht der Tageszeitung Granma plante Fern&aacute;ndez Alfonso, landesweit Menschen zu rekrutieren und auf einem gekauften Bauernhof f&uuml;r die Anschl&auml;ge auszubilden. Der kubanische Chefankl&auml;ger Edward Roberts Campbell berichtete, Garc&iacute;a &Aacute;vila habe gestanden, dass zu dem Plan auch der &Uuml;berfall auf eine Milit&auml;reinheit geh&ouml;rt habe, um deren Waffen zu erbeuten.<\/p><p>Die Zahl der gegen Kuba gewaltbereiten Personen in den USA ist allerdings noch gr&ouml;&szlig;er. So weist der Chefankl&auml;ger Campbell darauf hin, dass Kuba eine nationale Liste der mit dem Terrorismus in Verbindung stehenden Personen und Organisationen herausgibt. Deren letzte Aktualisierung wurde im Dezember 2023 ver&ouml;ffentlicht und darin sind 61 Personen und 19 Organisationen mit Sitz in den USA aufgef&uuml;hrt, denen die kubanische Regierung Unterst&uuml;tzung von Terrorismus vorwirft. Darin taucht auch die Gruppe &bdquo;La Nueva Naci&oacute;n Cubana en Armas&ldquo; auf. Gegen die in der Liste aufgef&uuml;hrten Personen wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet und sie werden von den kubanischen Beh&ouml;rden gesucht, weil sie mit der F&ouml;rderung, Planung, Organisation, Finanzierung, Unterst&uuml;tzung oder Begehung terroristischer Handlungen im eigenen Land oder in anderen L&auml;ndern in Verbindung stehen.<\/p><p>Auf der Liste werden F&auml;lle terroristischer Handlungen beschrieben, die in den 1990er-Jahren in Hotels und Touristenzentren in Havanna begangen wurden und Todesopfer forderten. Einige F&auml;lle beziehen sich auf die Einschleusung von Terroristen aus den USA entlang der kubanischen K&uuml;ste, um Aktionen in der Provinz Villa Clara durchzuf&uuml;hren, sowie auf verschiedene Pl&auml;ne zur Durchf&uuml;hrung von Anschl&auml;gen gegen den damaligen Pr&auml;sidenten Fidel Castro Ruz &ndash; sogar in L&auml;ndern wie Mexiko, Spanien, Honduras, Kolumbien, der Dominikanischen Republik und Panama. In einem anderen Fall geht es um die Anstiftung zu Handlungen, die die soziale Ordnung Kubas und das normale Funktionieren der sozio&ouml;konomischen Einrichtungen beeintr&auml;chtigen, sowie um die F&ouml;rderung bewaffneter Angriffe auf das Land.<\/p><p>Das kubanische Innenministerium hat die zust&auml;ndigen US-Regierungsbeh&ouml;rden &uuml;ber die Ergebnisse der Untersuchungen informiert, dort werde jedoch weiterhin nichts unternommen. V&iacute;ctor &Aacute;lvarez Valle, stellvertretender Leiter der mit dem Fall betrauten Spezialeinheit des kubanischen Innenministeriums, sagte: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Diese Personen handeln weiterhin ungestraft auf nordamerikanischem Territorium, sie finanzieren, organisieren und unterst&uuml;tzen gewaltt&auml;tige Organisationen, um die innere Ordnung unseres Landes zu untergraben.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>&Auml;hnlich &auml;u&szlig;erte sich Kubas Pr&auml;sident Diaz-Canel auf dem Kurznachrichtendienst <em>X<\/em>: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Seit einiger Zeit warnen wir die Vereinigten Staaten vor Terroristen, die von Florida aus gegen Kuba operieren. Sie handeln jedoch weiterhin ungestraft.&rdquo;<\/p><\/blockquote><p>Das Handeln der USA entspreche einem nachweislichen &bdquo;staatlichen Sponsor des Terrorismus&rdquo; (State Sponsor of Terrorism &ndash; SSoT), also genau dem, was die US-Regierung v&ouml;llig willk&uuml;rlich und ungerechtfertigt Kuba vorwirft, zitiert die Nachrichtenagentur <em>Prensa Latina<\/em> Diaz-Canel. Die Reaktion dazu aus Washington lautete: &bdquo;Die US-Strafverfolgungsbeh&ouml;rden verfolgen Einzelpersonen auf der Grundlage des US-Rechts und nehmen keine Anweisungen von ausl&auml;ndischen Regierungen entgegen&ldquo;, zitierte die Nachrichtenagentur <em>Reuters<\/em> einen Beamten des US-Au&szlig;enministeriums.<\/p><p><strong>Weiteres Arsenal der USA: Strangulation, Provokationen, Medienkampagnen, Fakes<\/strong><\/p><p>Doch nicht genug, dass aus den USA noch immer bewaffnete Terroranschl&auml;ge gegen Kuba geplant, unterst&uuml;tzt und vorbereitet werden. Derartige, direkte physische Gewalt nutzende Angriffe aus den USA gegen Kuba sind gleichwohl seltener geworden. Die moderneren, subtileren Attacken, die auch schwerer aufzudecken und nachzuverfolgen sind, auch schwerer juristisch zu ahnden sind, sind auf einem hohen Grad der Intensit&auml;t. Das Spektrum der Waffen des Kalten Krieges oder des &bdquo;Low Intensity Warfare&ldquo; (Michael T. Klare) der Supermacht USA gegen Kuba ist &ndash; abgesehen von dem hei&szlig;en Wirtschaftskrieg per Blockade &ndash; noch breiter und bunter.<\/p><p><strong>Medienkampagne &bdquo;Menschenhandel&ldquo;<\/strong><\/p><p>Um die Deviseneink&uuml;nfte Kubas zu reduzieren\/schw&auml;chen, wurde eine Medienkampagne gestartet. Kuba wurde dabei vorgeworfen, seine medizinische Hilfe in anderen Staaten durch seine &Auml;rzteteams w&auml;re &bdquo;Menschenhandel&ldquo;, denn ein Teil der Honorierung der &Auml;rzte in Form von Devisen w&uuml;rde dem kubanischen Staatshaushalt zugeteilt. Damit wird das hoch entwickelte kubanische Gesundheitssystem unterhalten und kommt der gesamten Bev&ouml;lkerung zugute, weil alle allgemeinen Gesundheitsdienste gratis sind. Die US-Regierung setzt andere Regierungen, die an den &Auml;rzteteams interessiert waren, unter Druck. Und rechtsextreme Gruppen sowie einige Regierungen, wie z.B. die brasilianische unter dem Extremisten Bolsonaro, nahmen dies dankbar auf und wiesen die &Auml;rzteteams au&szlig;er Landes oder luden sie erst gar nicht ein. Dabei sind die kubanischen &Auml;rzteteams hoch angesehen und h&auml;ufig in Regionen t&auml;tig, wo gesundheitliche Unterversorgung herrscht.<\/p><p>Die derzeitige US-Regierung ging nun noch einen Schritt weiter und ordnete Kuba deshalb in ihrem k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichten Jahresbericht des Au&szlig;enministeriums &uuml;ber Menschenhandel in der schlimmsten Kategorie (Stufe 3) ein. Dieses willk&uuml;rliche Vorgehen der Beh&ouml;rden in Washington veranlasste Miguel D&iacute;az-Canel Berm&uacute;dez, den Pr&auml;sidenten Kubas, zu einer Stellungnahme auf seinem X-Account:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Das Imperium hat Kuba wieder einmal in seinem manipulativen Bericht &uuml;ber den Menschenhandel aufgef&uuml;hrt, ein emp&ouml;rendes Man&ouml;ver im offenen Krieg gegen die kubanische medizinische Zusammenarbeit. Genug des Zynismus, Minister Blinken. Sie kennen unsere Politik der Nulltoleranz gegen&uuml;ber dieser kriminellen Praxis.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p><strong>Medienkampagne gegen Tourismus<\/strong><\/p><p>Der Journalist und Koordinator des spanischen Aufkl&auml;rungssenders <em>Cubainformaci&oacute;n<\/em>, Jos&eacute; Manzaneda, hat k&uuml;rzlich einige der andauernden Verbalangriffe und Verunglimpfungen des kubanischen Tourismus aufgedeckt. Der ist eine wichtige Zielscheibe der Contras, weil er eine wesentliche Devisenquelle darstellt und dringend wieder auf Vor-Corona-Niveau anwachsen soll. Manzaneda schreibt: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Um den Wiederanstieg des Tourismus nach Kuba zu verhindern, hat sich die Regierung der Vereinigten Staaten nicht nur Sanktionen und spezifische Aktionen ausgedacht. Dar&uuml;ber hinaus kann sie mit einem kollaborierenden Netz rechnen, das mit Druck und Erpressung auf Personen und Gesellschaften in aller Welt arbeitet.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Manzaneda hat mehrere Taktiken aufgedeckt, drei davon seien hier erw&auml;hnt:<\/p><p>Erstens werden Hotelunternehmen erpresst und unter Druck gesetzt. So m&uuml;ssen spanische Hotelunternehmen mit Investitionen in Kuba nicht nur juristische Angriffe ertragen &ndash; mit Dutzenden von Klagen auf Grundlage der US-Blockade-Gesetze. Dar&uuml;ber hinaus sind sie Ziel von geplanten Kampagnen zum Verlust von Ansehen. Das ist der Fall bei der Gesellschaft Meli&aacute;. Anticastristische Organisationen klagen sie in Medien und Netzen an, &bdquo;Komplizen der Diktatur&ldquo; zu sein und &bdquo;das &Uuml;berleben des kubanischen Regimes zu finanzieren&ldquo;, und fordern ein Aussetzen &bdquo;jeglicher neuer Investitionen oder Aktivit&auml;ten&ldquo;.<\/p><p>Zweitens werden die Vermarkter von Unterk&uuml;nften ebenfalls mit aggressivem Druck konfrontiert. So musste Airbnb 2022 eine Strafe von 91.000 Dollar an das Finanzministerium zahlen, und Tripadvisor musste k&uuml;rzlich eine besondere Boykottkampagne ertragen, denn das Unternehmen hat Kuba als &bdquo;bestes kulturelles Zielland in der Welt f&uuml;r 2024&ldquo; gek&uuml;rt. <\/p><p>Und drittens werden Kampagnen gegen Influencer durchgef&uuml;hrt. So waren 20 Influencer, die unter Vertrag eines spanischen Tour-Operators t&auml;tig sind, um den Tourismus nach Kuba zu unterst&uuml;tzen, Ziel von verbalen Angriffen wegen &bdquo;der Wei&szlig;w&auml;sche des Bildes der Diktatur&ldquo;.<\/p><p><strong>Medienkampagne gegen Aufkl&auml;rer<\/strong><\/p><p>Wer solche fundierte und detaillierte Aufkl&auml;rungsarbeit gegen die US-Medienhetze leistet wie Manzaneda, wird selbstverst&auml;ndlich auch zur Zielschreibe der hasserf&uuml;llten Contras. Er wurde von Javier Larrondo, dem Vorsitzenden der in westlichen Regierungs- und Politikkreisen gesch&auml;tzten antikubanischen NGO &bdquo;Prisoners Defenders&ldquo;, verklagt und aufgefordert, ihn zu sechs Jahren Gef&auml;ngnis und einer Geldstrafe von 70.000 Euro zu verurteilen. Dem Journalisten wurde Verleumdung und Aufstachelung zum Hass vorgeworfen, weil er in einem Artikel die verleumderischen Aktivit&auml;ten von Larrondo gegen die Hilfsaktionen, die Kuba im Rahmen seines medizinischen Internationalismus in vielen L&auml;ndern t&auml;tigt, kritisiert hatte. Manzaneda wurde in beiden gerichtlichen Instanzen freigesprochen und Larrondo zur Zahlung der Gerichtskosten verurteilt.<\/p><p><strong>Provokationen und Nadelstiche<\/strong><\/p><p>K&uuml;rzlich haben verschiedene Medien in den USA erneut Ger&uuml;chte &uuml;ber eine angebliche Spionagekooperation zwischen China und Kuba verbreitet. Das <em>Wall Street Journal<\/em> er&ouml;ffnete das Thema ausgehend von einem Bericht des Center for Strategic and International Studies (CSIS) in Washington. Und die staatlich finanzierte <em>Voice of America<\/em> <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117979\">titelte<\/a> besonders forsch und als bewiesene Tatsache: &bdquo;Satellitenbilder zeigen, dass China Spionagebasen in Kuba ausbaut&ldquo;. <\/p><p>Auf den Satellitenbildern der US-Quelle (!), die von kubanischen Orten gemacht und k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlicht wurden, sind Arbeiten zu sehen wie die Installation von Antennen, Radarsch&uuml;sseln und anderer Ausr&uuml;stung. Einer der Standorte sei offenbar noch im Bau und liege unweit des US-Marinest&uuml;tzpunkts Guant&aacute;namo Bay Naval Base. Die Sprecherin des chinesischen Au&szlig;enministeriums, Mao Ning, reagierte: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Die angeblichen chinesischen Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte haben nie existiert und wurden auch nie von irgendjemandem gesehen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Die Erw&auml;hnung der US-Milit&auml;rbasis Guant&aacute;namo Bay in den Berichten sei jedoch &bdquo;ein klarer Beleg f&uuml;r mehr als ein Jahrhundert illegaler Besatzung durch die USA in Kuba. Die USA haben &uuml;ber 60 Jahre lang eine Blockade und Sanktionen gegen Kuba verh&auml;ngt, die dem kubanischen Volk gro&szlig;es Ungl&uuml;ck gebracht haben&ldquo;, stellte sie fest. Der stellvertretende kubanische Au&szlig;enminister Carlos Fernandez de Cossio schrieb: &bdquo;Das <em>Wall Street Journal<\/em> startet erneut eine Einsch&uuml;chterungskampagne in Bezug auf Kuba. Ohne eine &uuml;berpr&uuml;fbare Quelle zu nennen oder Beweise vorzulegen, versucht es, die &Ouml;ffentlichkeit mit Geschichten &uuml;ber chinesische Milit&auml;rbasen zu erschrecken, die nicht existieren und die niemand gesehen hat, auch nicht die US-Botschaft in Kuba.&ldquo; Vor einem Jahr gab es &auml;hnliche Ger&uuml;chte der USA, die sich als haltlos herausstellten.<\/p><p>Ein weiterer Nadelstich der USA war beispielsweise der k&uuml;rzliche &bdquo;Besuch&ldquo; eines modernen Atom-U-Bootes der US-Marine in dem vom US-Milit&auml;r seit Jahrzehnten besetzten kubanischen Territorium in Guant&aacute;namo im S&uuml;dosten der kubanischen Hauptinsel. Man stelle sich vor, ein chinesisches Atom-U-Boot w&uuml;rde in die Bucht von San Francisco einlaufen&hellip;! Als etwas sp&auml;ter f&uuml;nf russische Marineschiffe in Havanna zu einem offiziellen Besuch ankamen, wurde in Washington ernsthaft dar&uuml;ber diskutiert, ob die USA dadurch bedroht werden w&uuml;rden. Das verdeutlicht zum wiederholten Male die extraordin&auml;re Ignoranz und Arroganz der US-Eliten.<\/p><p>Im Bereich der Medienarbeit kommt es immer wieder zu interessanten Umdichtungen und zur mehr oder weniger geschickten Umkehrung der Realit&auml;ten. Im Folgenden werden drei Beispiele daf&uuml;r beschrieben.<\/p><p><strong>Vom Terroristen zum politischen Gefangenen<\/strong><\/p><p>Wie die von den USA unterst&uuml;tzten Terroristen f&uuml;r die westliche &Ouml;ffentlichkeit &bdquo;umdefiniert&ldquo; werden, bewies k&uuml;rzlich die in Madrid ans&auml;ssige Contra-Organisation &bdquo;Prisoners Defenders&ldquo;, die sich vorgeblich f&uuml;r die Rechte politischer Oppositioneller in Kuba einsetzt. Der oben erw&auml;hnte Hauptbeschuldigte f&uuml;r Terrorpl&auml;ne gegen Kuba, Ardenys Garc&iacute;a &Aacute;lvarez, wird auf ihrer Homepage als &bdquo;politischer Gefangener&ldquo; bezeichnet. Die NGO, die &uuml;ber gute Kontakte zu exilkubanischen Contras in Miami verf&uuml;gt, arbeitet eng mit US-Diensten zusammen. In Spanien wird sie unter anderem von der rechten Volkspartei (Partido Popular) und der neofaschistischen Partei Vox unterst&uuml;tzt. Demgegen&uuml;ber hatte die kubanische Tageszeitung Granma unterdessen darauf hingewiesen, dass Mitglieder der Gruppe &bdquo;La Nueva Naci&oacute;n Cubana en Armas&ldquo; f&uuml;r Anschl&auml;ge auf B&uuml;ros, Zuckerrohrfelder und Tabakfabriken in der Provinz Pinar del R&iacute;o sowie &bdquo;aggressive Aktionen gegen Kinderg&auml;rten, Schulen, Polikliniken und Einrichtungen des Stromversorgers Organizaci&oacute;n B&aacute;sica El&eacute;ctrica vor allem in der Gemeinde San Miguel del Padr&oacute;n in der Provinz Havanna&ldquo; verantwortlich seien.<\/p><p><strong>Vom T&auml;ter zum Opfer und vom Opfer zum T&auml;ter<\/strong><\/p><p>In seiner letzten Amtswoche als US-Pr&auml;sident setzte Trump Kuba auf die von den USA unilateral definierte Liste der &bdquo;Terror unterst&uuml;tzenden Staaten&ldquo; (State Sponsors of Terrorism &ndash; SSoT). Die Nennung in dieser Liste hat erhebliche negative Folgen f&uuml;r Kuba: S&auml;mtliche Finanztransfers mit und aus dem Ausland werden von vielen Banken und Finanzdienstleistern abgelehnt und blockiert. Dank des US-beherrschten SWIFT-Systems sind die US-Beh&ouml;rden &uuml;ber unz&auml;hlige internationale Finanztransfers informiert und k&ouml;nnen gezielt gegen solche mit Kuba verbundenen Transfers vorgehen, sich aufgrund ihrer Macht und ihrer Sanktionspotenziale anma&szlig;en, den Sendern erhebliche Strafzahlungen abzuverlangen, die in einzelnen F&auml;llen mehrere Milliarden Dollar betragen und die US-Eink&uuml;nfte bereichern. Die sogenannte Begr&uuml;ndung der US-Administration, ausgerechnet das f&uuml;r Frieden eintretende Kuba auf seine Terrorliste zu setzen, lautet, es habe kolumbianische FARC-Rebellen aufgenommen &ndash; diese jedoch hielten sich in Kuba auf, weil Kuba die Friedensverhandlungen zwischen der Regierung Kolumbiens und der FARC vermittelte. Und so inszenieren sich ausgerechnet die USA, deren Terroraktivit&auml;ten Tod und Zerst&ouml;rung in zahlreiche Weltregionen hineintrugen, gewisserma&szlig;en als Opfer Kubas bzw. werfen Kuba Terrorunterst&uuml;tzung vor!<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/ll-inh9SDyk?si=hoYp0rNZVOXY7dH1\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>Von der Abwehr von feindlichen Angriffen zu Menschenrechtsverletzungen<\/strong><\/p><p>Die unz&auml;hligen konkreten und nachgewiesenen Beispiele der Angriffe der USA gegen Kuba d&uuml;rften logischerweise als reale und akute Bedrohung der nationalen Sicherheit Kubas gedeutet werden. Beweisen l&auml;sst sich dies ja auch durch Aussagen hochrangiger Politiker und Beamter der USA sowie durch die verschiedenen im US-Bundeshaushalt eingestellten Finanzmittel f&uuml;r subversive Aktivit&auml;ten und Projekte gegen Kuba. Bemerkenswert ist nun, dass die US-Regierung &auml;u&szlig;erst sensibel auf ihre eigene &bdquo;national security&ldquo; achtet, dass sie jedoch s&auml;mtliche Schutz- und Abwehrma&szlig;nahmen, die Kuba gegen die Angriffe der Supermacht, die f&uuml;r Dutzende milit&auml;rischer und geheimer Interventionen und Umst&uuml;rze bekannt ist, unternimmt, zu Menschenrechtsverletzungen umdichtet. Dieser geschickte Schachzug und dieses raffinierte Framing kommt zahlreichen westlichen Regierungen gelegen.<\/p><p><strong>Hintergrund: die Angstkultur der USA<\/strong><\/p><p>Hier kann ein tief verankerter Aspekt der allgemeinen und der politischen Kultur der USA erw&auml;hnt werden, und zwar eine tief sitzende und wirkungsvolle Angst, die in vergleichenden Studien belegt ist. Der US-Historiker Richard Neustaedter hat dies gar als tief verwurzelte &bdquo;Paranoia&ldquo; der US-Politik bezeichnet. In Stellungnahmen anderer Forscher wird dies noch zugespitzt: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Amerika ist zu einem von &Auml;ngsten besessenen Land geworden. Es f&uuml;rchtet sich vor Terroristen und Schurkenstaaten, vor Muslimen und Mexikanern, vor ausl&auml;ndischen Unternehmen, vor dem Freihandel, vor Einwanderern und internationalen Organisationen. Das m&auml;chtigste Land der Erde f&uuml;hlt sich als das Opfer von Gewalten, die sich seiner Kontrolle entziehen.&ldquo; (Fareed Zakaria, 2008)<\/p><\/blockquote><p>Und Barry Glassner, Soziologie-Professor der University of Southern California, hat die Nutzung dieser Angst 1999 in seinem Bestseller &bdquo;The Culture of Fear: Why Americans Are Afraid of the Wrong Things&ldquo; eindrucksvoll beschrieben. Demnach weist die Gesellschaft der USA ein sehr hohes Ma&szlig; an Angst auf. Und er vertritt nun die These, dass reale &Auml;ngste (bzgl. sozialer Unsicherheit, Kriminalit&auml;t, Drogen etc.) von Medien und Politik f&uuml;r eigene Zwecke benutzt, kanalisiert und verst&auml;rkt werden. Und auf dieser Basis habe sich die in den USA ohnehin vorhandene deutliche politische Polarisierung noch einmal verst&auml;rkt, was insbesondere der Erfolg der ultrakonservativen Tea-Party-Bewegung belegt. Und so wird u.a. der Antikommunismus, Angst vor Migranten und der UN etc. auch immer wieder gegen Kuba gezielt angebracht. Und gerade auch die Reden von Herrn Trump sind durchweg gen&auml;hrt von Angst und allumfassenden Bedrohungsgef&uuml;hlen.<\/p><p>Allerdings hat der Publizist Sebastian Haffner in den 1960er-Jahren &uuml;ber die nachkriegsdeutsche Russenangst einen interessanten psychologischen Mechanismus beschrieben, der auf die USA angewendet schlimme Aussichten erwarten lie&szlig;e: Jeder wei&szlig;, &bdquo;dass Angstneurosen meist eine verdr&auml;ngte Form von Selbstbestrafung sind &hellip; Die deutsche Russenangst ist ein gutes Beispiel. Objektiv ist sie unbegr&uuml;ndet, aber tiefen-psychologisch ist sie nur zu begr&uuml;ndet. Sie ist der unterbewusste Ersatz f&uuml;r verweigerte Reue. Nicht die Russen haben die Deutschen, die Deutschen haben die Russen &uuml;berfallen. Weil sie daf&uuml;r nicht mit Reue bezahlen wollen, bezahlen sie mit Angst &hellip; Es ist, als ob sie zur Strafe f&uuml;r ihre Untaten &ndash; und f&uuml;r ihre standhafte Weigerung, diese Untat zu bereuen &ndash; mit einem mythischen Fluch geschlagen w&auml;ren: Sie sind seither dazu verurteilt, von den Russen st&auml;ndig das zu erwarten, was sie selbst den Russen angetan haben.&ldquo;<\/p><p><strong>Angriff ist die beste Verteidigung<\/strong><\/p><p>Bereits Allan W. Dulles, der Gr&uuml;nder der CIA, schrieb in seinem offenherzigen Buch &uuml;ber die Kunst des Geheimdienstes (&bdquo;The Art of Intelligence&ldquo;) 1963 unter anderem, das wichtige Zielpublikum ihrer Aktivit&auml;ten sei die Jugend, die &bdquo;wir korrumpieren, demoralisieren und pervertieren werden&ldquo;, und dass &bdquo;das Endziel der planetarischen Strategie darin besteht, im Reich der Ideen die Alternativen zu unserer Vorherrschaft zu besiegen, indem wir uns kollektive Vorstellungskraft aneignen und erl&ouml;sende und freiheitliche Utopien rekolonisieren.&ldquo; Seine Nachfolger in den USA folgen diesem Diktum vor allem gegen Kuba weiterhin. So wurde im Jahr 2014 von der Nachrichtenagentur <em>Associated Press (AP)<\/em> berichtet, dass Creative Associates, bezahlt von der U.S. Agency for International Development (USAID), einen geheimen kubanischen Twitter-Feed erstellt hatte mit dem Namen &bdquo;ZunZuneo&ldquo;. Er war nur die Spitze eines Eisbergs von Projekten, die mit 5,3 Millionen Dollar finanziert worden waren. Das waren Versuche, junge Menschen und Mitglieder der sogenannten kubanischen Gegenkultur unerkannt zu rekrutieren. &bdquo;Reisende&ldquo; und &bdquo;Berater&ldquo; aus mindestens zehn L&auml;ndern nahmen an dem Programm teil. Projekte und Personen wurden durch Codes identifiziert. USAID schickte Nachschub per diplomatischen Kurieren und stimmte sich eng mit dem US-Botschaftspersonal in Havanna ab.<\/p><p>Nun scheint es so, dass die US-Geheimdienste und die mitwirkenden NGOs sich auch neusten Manipulationstechniken bedienen, wie vor allem &bdquo;cognitive warfare&ldquo;. Die NATO definiert dieses Konzept sehr klar: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Die zunehmende Verbreitung sozialer Medien, sozialer Netzwerke, sozialer Nachrichten&uuml;bermittlung und mobiler Ger&auml;tetechnologien erm&ouml;glicht nun einen neuen Bereich: die kognitive Kriegsf&uuml;hrung. Bei der kognitiven Kriegsf&uuml;hrung wird der menschliche Geist zum Schlachtfeld. Ziel ist es, nicht nur zu &auml;ndern, was die Menschen denken, sondern auch, wie sie denken und handeln. Wenn sie erfolgreich gef&uuml;hrt wird, formt und beeinflusst sie die &Uuml;berzeugungen und Verhaltensweisen des Einzelnen und der Gruppe, um die taktischen oder strategischen Ziele des Angreifers zu beg&uuml;nstigen. (&hellip;) Sie versucht, Zweifel zu s&auml;en, widerspr&uuml;chliche Erz&auml;hlungen zu verbreiten, Meinungen zu polarisieren, Gruppen zu radikalisieren und sie zu Handlungen zu motivieren, die eine ansonsten zusammenhaltende Gesellschaft st&ouml;ren oder zersplittern k&ouml;nnen. Und die weit verbreitete Nutzung sozialer Medien und intelligenter Ger&auml;te in den Mitgliedsl&auml;ndern des B&uuml;ndnisses kann sie f&uuml;r diese Art von Angriffen besonders anf&auml;llig machen.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Schon Edward Snowden, Julian Assange, Chelsea Manning und die Twitter-Files offenbarten, welche Manipulations- und Subversionstechniken die US-Dienste in Kollaboration mit Kommunikationskonzernen nutzen.<\/p><p><strong>Zerst&ouml;rung von Alternativen<\/strong><\/p><p>Der Sinn und das Ziel all dieser &ndash; und weiterer &ndash; Ma&szlig;nahmen der USA besteht darin, die schwierige sozialistische Entwicklung in Kuba zu st&ouml;ren, zu blockieren, um eine m&ouml;gliche Alternative zum American Way of Life zu vernichten, wie die US-Eliten und ihre Dienste es sowohl im eigenen Land wie auch in zahlreichen anderen Weltregionen praktiziert haben und weiter praktizieren. Diese feindselige Haltung ist seit Gr&uuml;ndung des revolution&auml;ren Kuba 1959 ma&szlig;geblich, und sie ist dokumentiert. So proklamiert Lester Mallory, Deputy Assistant Secretary of State for Inter-American Affairs, bereits im Jahr 1960: &bdquo;Jedes m&ouml;gliche Mittel sollte unverz&uuml;glich ergriffen werden, um das Wirtschaftsleben Kubas zu schw&auml;chen &hellip; (durch) Verweigerung von Geld und Lieferungen an Kuba, um die Geld- und Reall&ouml;hne zu senken, um Hunger, Verzweiflung und den Sturz der Regierung herbeizuf&uuml;hren.&ldquo;<\/p><p>Bis zum heutigen Tage, und nun selbstverst&auml;ndlich mit den modernsten Technologien und geheimdienstlichen Mitteln (inkl. SWIFT-System), werden Ma&szlig;nahmen durchgef&uuml;hrt und Versuche unternommen, Kuba von allen relevanten Einnahmequellen insbesondere f&uuml;r Devisen abzuschneiden, es &ouml;konomisch und politisch zu isolieren. Die heutige wirtschaftliche und Versorgungslage in Kuba ist tats&auml;chlich sehr schlecht, und daf&uuml;r sind die Blockade und unilateralen Zwangsma&szlig;nahmen sowie die andauernde Subversion und die destruktiven Medienkampagnen die wesentliche Ursache.<\/p><p>Diesbez&uuml;glich gibt es ein eklatantes Versagen der westlichen Medien, die fast unisono all die oben erw&auml;hnten Fakten ignorieren und zu unterdr&uuml;cken versuchen. Systemalternativen werden verschwiegen oder d&auml;monisiert.<\/p><p><strong>Open End: Showdown oder Happy End?<\/strong><\/p><p>Die eingangs zitierte feindselige Haltung einflussreicher Kr&auml;fte in den USA, insbesondere im Foreign Establishment, gegen&uuml;ber Kuba ist auch weiterhin aktuell. Sie ist einerseits geradezu eine psychopathologische Obsession, andererseits aber gnadenloses geostrategisches, imperialistisches Kalk&uuml;l. Die Aktualit&auml;t dieser imperialen Strategie hat Philip Levine, fr&uuml;herer B&uuml;rgermeister von Miami Beach, in einem Zeitungsbeitrag 2022 klar zum Ausdruck gebracht:<\/p><blockquote><p>&bdquo;Amerika muss Demokratie, Kapitalismus und Menschenrechte nach Kuba bringen. (&hellip;) Heute gibt es f&uuml;r die Biden-Administration nur noch einen einzigen sinnvollen politischen Standpunkt: Eine kapitalistische Invasion der kubanischen Insel zu starten. Es ist keine harte Gewalt erforderlich. Sie kann dies tun, indem sie unsere kapitalistische Marine einsetzt, wie Royal Caribbean, Carnival und Norwegian Cruise Line; unsere kapitalistische Armee wie Hilton, Apple und Starbucks; und unsere kapitalistische Luftwaffe, einschlie&szlig;lich American Airlines, Delta und Jet Blue.&ldquo;<\/p><\/blockquote><p>Von Amtsinhaber Joe Biden ist, sollte er noch Kandidat der Demokraten bleiben und im November wiedergew&auml;hlt werden, in Sachen zivilisiertere Kubapolitik nach dem Muster von Barack Obama kaum etwas zu erwarten. Und noch schlimmer, ja katastrophal k&ouml;nnte die Kubapolitik Donald Trumps und seines Vizekandidaten Vance aussehen. Er hat in einer Wahlveranstaltung behauptet, wenn er Pr&auml;sident werde, w&uuml;rde &bdquo;Kuba bald anders aussehen&ldquo;. Und nicht zu untersch&auml;tzen ist seine N&auml;he zu den 17.000 in den USA verstreuten Milizion&auml;ren und deren r&uuml;cksichtslose Unterst&uuml;tzung.<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/khcPpUdlURs?si=8274EAaqcTeuRpBi\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ TonelloPhotography<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong> <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116682\">Russischer Marine-Verband mit Atom-U-Boot und Zircon-Marschflugk&ouml;rpern auf Kuba &ndash; Was steckt dahinter?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117979\">&bdquo;Chinesische Basen auf Kuba&ldquo; &ndash; US-Medien schlagen Alarm wegen angeblicher Spionagekooperation zwischen Peking und Havanna<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115637\">Kubas Pr&auml;sident D&iacute;az-Canel im Interview mit Ignacio Ramonet: &bdquo;Die USA werden uns nicht brechen&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114104\">Karibischer Maidan-Versuch? 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So lautete der erste Satz eines Invasionsplanes von 1959: &bdquo;Der Zweck des hier dargestellten Programms<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118555\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":118556,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,123,20,166],"tags":[3291,901,2102,1368,2065,3399,1113,2676,1556,1019],"class_list":["post-118555","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-kampagnentarnworteneusprech","category-landerberichte","category-terrorismus","tag-anschlag","tag-geheimdienste","tag-geostrategie","tag-kuba","tag-ngo","tag-psychologische-kriegsfuehrung","tag-soziale-medien","tag-tourismusindustrie","tag-usa","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/shutterstock_257197528.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118555","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=118555"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118555\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118680,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118555\/revisions\/118680"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/118556"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=118555"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=118555"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=118555"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}