{"id":118582,"date":"2024-07-23T13:30:52","date_gmt":"2024-07-23T11:30:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118582"},"modified":"2024-07-23T13:57:55","modified_gmt":"2024-07-23T11:57:55","slug":"leserbriefe-zu-margeriten-haben-keine-chance-gedanken-zum-ignoranten-umgang-mit-der-natur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118582","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eMargeriten haben keine Chance \u2013 Gedanken zum ignoranten Umgang mit der Natur\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einige Leserbriefe <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118264\">zu einem NachDenkSeiten-Beitrag<\/a>, bei dem es nicht gerade um ein allt&auml;gliches NDS-Thema ging. Umso erfreulicher, dass uns einige interessante Leserbriefe erreichten. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbrief Nr. 1<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller, <\/p><p>auch als Stadtbewohner, am Rand von Hannover lebend, beobachte ich diese dramatische Entwicklung. Wir bepflanzen unseren Balkon immer mit Pflanzen die Insekten anlocken und ihnen Futter bieten. So kamen immer Bienen, Hummeln, Wespen usw. Es wurden jedes Jahr weniger Tiere. In diesem Jahr z&auml;hlten wir bisher zwei ! Hummeln. Wir haben sie Hilde und Trude getauft. So sind nun auch die Singv&ouml;gel fast verschwunden, auch die Flederm&auml;use gibt es hier nicht mehr. <\/p><p>Den Vogel schossen mehrere Einfamilienhausbesitzer aus der neuen Siedlung nebenan ab, indem sie ihre Vorg&auml;rten komplett mit Steinen, Kieseln &ldquo;begr&uuml;nten&rdquo;. Der Rest m&auml;ht seinen Rasen auf ein paar Millimeter herunter, pflanzt exotische B&auml;ume. <\/p><p>Wir werden von den Nachbarn komisch angesehen, weil wir den Vorgarten eben nicht m&auml;hen, bzw wie Sie es schreiben, nur zwei mal j&auml;hrlich, in der Hoffnung &hellip;. <\/p><p>Aber ich bin da Pessimist was das Bewusstsein meiner Mitmenschen in puncto Natur angeht. Viele sind nur Umwelttheoretiker oder sie haben wenig Ahnung von den Bed&uuml;rfnissen unserer Mitgesch&ouml;pfe. <\/p><p>Intakte Natur kann man sich ja im Smartphone anschauen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRudolf Jahn aus Hannover<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbrief Nr. 2<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>grade lese ich Ihren Artikel und kann mich so garnicht damit identifizieren. Ich lebe in der N&auml;he von Beeskow auf dem Land und an meinem Vogelh&auml;uschen gibt es im Winter ein buntes Stelldichein. Angefangen bei den obligatorischen Spatzen &uuml;ber Horden von Gr&uuml;nfinken habe ich hier jede Menge an Kohl-, Blau- und Sumpfmeisen, Buchfinken, Stieglitze, Kleiber, Amseln und vieles mehr.. Im Wald haben wir Gr&uuml;n- und Buntspechte, Eichelh&auml;her und Kukuke und Nachts tr&auml;llert hier sehr oft die Nachtigall. <\/p><p>Was mir allerdings Sorgen macht, ist die rapide abnehmende Insektenpopulation. Obwohl ich hier im Garten schon Hirschk&auml;fer, Segelfalter und Gottesanbeterinnen hatte, ist eine massive Abnahme der Gesamtpopulation festzustellen. Wenn ich noch vor 5 Jahren dringend Fliegengitter vor der Verandat&uuml;r brauchte, kann ich sie heute problemlos eine Weile offenstehen haben, ohne mich mit irgendwelchen Besuchern auseinandersetzen zu m&uuml;ssen. Im Fr&uuml;hjahr sieht alles noch gut aus, aber sobald der Mai gekommen ist, geht es dramatisch zur&uuml;ck. Da ich viel lokal mit dem Auto unterwegs bin, merke ich es auch an der Windschutzscheibe. Wenn ich die fr&uuml;her im Sommer einmal die Woche saubermachen musste, kann ich heute problemlos 3 Wochen ohne fahren.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nMartin Schmitz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbrief Nr. 3<\/strong><\/p><p>Als ich vor 26 Jahren in meine aktuelle Wohnung in M&uuml;nchen-Schwabing eingezogen bin, konnte ich im Fr&uuml;hling kaum schlafen, denn schon in der Nacht begannen die V&ouml;gel im Hof zu singen. Die ersten waren die Rotkelchen und die Amsel. Langsam wuchs die Zahl der Stimmen, bis irgendwann am Fr&uuml;hmorgen der Hof sich in einen Konzertsaal verwandelte, in dem eine unbeschreiblich sch&ouml;ne Symphonie klang. Allm&auml;hlich h&ouml;rten die V&ouml;gel zu singen. Die letzten waren die Tauben, die noch am Vormittag leise gurrten. Heute sind die Fr&uuml;hlingsn&auml;chte sehr still. Die Amsel h&ouml;rt man&nbsp; nur ab und zu. Es gibt sehr wenige Tauben im Hof.&nbsp;Man sieht selten einige Kr&auml;hen und ein paar Elster. Das ist alles. Seit Jahren sehe ich keine Schw&auml;ne mehr im Himmel majest&auml;tisch fliegen. Stattdessen, genau wie Albrecht M&uuml;ller erz&auml;hlt, wird die Wiese im Hof monatlich mit einem sehr lauten und schweren Ger&auml;t gem&auml;ht. Ich muss immer wieder an Rachel Carsons Buch Stummer Fr&uuml;hling denken. Die Dystopie ist keine Fantasie mehr, sondern trauriger Alltag.<\/p><p>J. Messerschmidt<\/p><p>P.S.: Auch im Englischen Garten sind Ver&auml;nderungen zu beobachten. Fr&uuml;her konnte man im Juni und Juli tausende Gl&uuml;hw&uuml;rmchen am Abend sehen, es war faszinierend. Sie sind jetzt spurlos verschwunden.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbrief Nr. 4<\/strong><\/p><p>Margeriten haben keine Chance&nbsp;&ndash;&nbsp;<\/p><p>&hellip;bei uns schon, lieber Albrecht M&uuml;ller; momentan zwar kaum durchzukommen auf unserer Wiese, doch ein immer wieder wechselndes Blumenmeer, ein Paradies f&uuml;r Tiere vieler Art! Die Vogelwelt belohnt uns mit herrlichem Gesang bereits in aller Fr&uuml;he, wunderbar anzuh&ouml;ren. Fr&uuml;haufsteher haben damit keine Probleme. Das sp&auml;tere Glockengel&auml;ut ist weniger angenehm. Allerdings sind wir keine zwanzig mehr, sondern es trennen uns von Ihnen nur wenige Jahre. Noch habe ich keine Schwierigkeiten, 2x im Jahr die Sense zu schwingen ;-). Unter diesen Umst&auml;nden k&ouml;nnen wir getrost auf die heutigen sogenannten &bdquo;Events&ldquo; verzichten, die an Ma&szlig;losigkeit kaum noch zu &uuml;berbieten sind und zwangsl&auml;ufig nach immer gr&ouml;&szlig;eren Steigerungen schreien.&nbsp;<\/p><p>Genie&szlig;en Sie Ihre\/unsere Welt noch m&ouml;glichst lange!<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118264\">nachdenkseiten.de\/?p=118264<\/a><\/p><p>Beste W&uuml;nsche &amp; ganz liebe Gr&uuml;&szlig;e!<br>\nElisabeth + Dieter Kaltenh&auml;user&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbrief Nr. 5<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>ja, leider ist es so wie in Ihrem Artikel beschrieben. Richtig bunte Wiesen habe ich ein paar noch auf der Schw&auml;bischen Alb gesehen. Aber sonst, gr&uuml;n, nichts als gr&uuml;n. Die Wiesen werden zu Tode ged&uuml;ngt mit der anfallenden G&uuml;lle. Einzig der L&ouml;wenzahn &uuml;berlebt diese Attacke. <\/p><p>Es ist auch nicht so einfach, privat etwas wachsen zu lassen. Ein Bekannter von mir, wohnhaft in einem 5-Familienhaus im Erdgeschoss, l&auml;sst den winzigen Streifen vor seinem Wohnzimmer einfach wachsen. Es ist verbl&uuml;ffend, was sich da so alles ansiedelt im Laufe der Jahre nach dem Neubau. Aber &mdash; er bekam &Auml;rger mit der restlichen Hausgemeinschaft. Dieser &ldquo;Wildwuchs&rdquo; auf 3 m&sup2; konnte nicht geduldet werden, wie sieht das denn aus. Margerithen, Johanniskraut, Braunelle, Schafgarbe, wilde Reseda, Berufkraut, Odermenning, Sauerampfer uvm. &mdash; igittt &mdash; Unkraut l&auml;sst der da wachsen. <\/p><p>Mein Bekannter half sich gegen den &Auml;rger. Er schnitt das bisschen Gras ab, lie&szlig; die zahlreichen Bl&uuml;hinseln stehen. Inzwischen ist der Widerspruch verstummt. Die Nachbarn haben aufgegeben. Es bl&uuml;ht und summt vor seiner Wohnung. Aber man braucht Nerven dazu, das durchzuziehen. <\/p><p>Ihre Beobachtung mit den Stra&szlig;enr&auml;ndern kann ich teilen. Im Nachbarort gibt es so einen ziemlich langen Streifen entlang einer Stra&szlig;e. <\/p><p>Wundersch&ouml;n. Man kann &uuml;ber die Vielfalt, die sich einfach so ansiedelt nur staunen. Felsennelke, Thymian, Schafgarbe, Skabiose, Jakobskreuzkraut, Natternkopf, Nelken, endlos k&ouml;nnte ich aufz&auml;hlen. Und es darf bl&uuml;hen auf diesem Streifen, es wird nicht gem&auml;ht, es wird nicht &ldquo;bereinigt&rdquo;. Ich freue mich jedesmal, wenn ich dort entlang gehe. Hier bei uns, Gro&szlig;stadttadtrand, m&auml;ht die Stadt ganz flei&szlig;ig jedes Fleckchen Gr&uuml;n, damit das auch &ldquo;ordentlich&rdquo; aussieht.<\/p><p>Bei Ihnen gibt es noch Spatzen. Freuen Sie sich. Genau diese lustigen Gesellen gibt es bei uns seit Jahren nicht mehr. Amseln, Rotschw&auml;nze, jede Menge Kohlmeisen, hin und wieder ein Rotkehlchen, Elstern, Kr&auml;hen und Ringeltauben, und schon seit einigen Jahren ein P&auml;rchen Rotmilane, aber keinen einzigen Spatzen. Gr&uuml;nfinken und Buchfinken, sowie Spechte und Schwanz- und Blaumeisen im Winter. Dieses Jahr au&szlig;er Kohlwei&szlig;lingen keine Schmetterlinge, nicht einen in unserem Viertel. Dabei gab es hier auch Pfauenaugen, kleine F&uuml;chse, Admirale&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;&hellip;dieses Jahr &ndash; nichts. Daf&uuml;r haben wir vermehrt Hornissen. <\/p><p>Danken m&ouml;chte ich Ihnen noch f&uuml;r die Nachdenkseiten. Sie sprechen mir so oft mitten aus der Seele. Als eine Stimme der Vernunft und des klaren Denkens empfinde ich Ihre Seite. Danke daf&uuml;r. <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e <\/p><p>U. Langbein<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbrief Nr. 6<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<br>\nsehr geehrtes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>danke f&uuml;r diesen Artikel. Glatt- und plattmachen ist die Devise. Nicht nur im Kopf, nein, auch in der Natur.<\/p><p>2017 sind wir nach 30 Jahren in Hamburg in die Pfalz gezogen. Ein langgehegter Wunsch. Zur&uuml;ck in die Heimat,denn wir sind geb&uuml;rtig aus dem S&uuml;dwesten. Wir fanden ein Haus zur Miete im Ortskern, einem Ortsteil von Neustadt an der Weinstra&szlig;e, dicht an der Haardt. Eine atemberaubende N&auml;he zum Pf&auml;lzerwald, Wingerts so weit das Auge reicht. Nach Jahrzehnten Gro&szlig;stadtget&ouml;se war es hier tats&auml;chlich m&ouml;glich so etwas wie Magie zu erfahren, in einer zauberhaften Natur und mit einer genussreichen Lebensart.<\/p><p>Mittlerweile sind 7 Jahre ins Land gezogen und ich sehe einiges anders. Mein Eindruck best&auml;tigt das, was Herr M&uuml;ller berichtet. Unter der Woche gibt es kaum Momente, die ohne L&auml;rm auskommen. Die allseits beliebten Laubbl&auml;ser blasen einige Bl&auml;ttchen von einer Ecke in die andere. Ein Winzerunternehmer glaubt, mit Quad und Auto durchs Dorf rasen zu m&uuml;ssen, in einer nicht hinzunehmenden Geschwindigkeit durch die engen Stra&szlig;en, dass danach der Tinnitus droht. Wehe, wenn eine Katze oder ein Kind im Weg w&auml;re. Nicht zu vergessen die lieben Heimwerker mit Hammer, Bohrer, S&auml;ge und anderen nervt&ouml;tenden Krachmachern, die genau dann zum Einsatz kommen, wenn es Zeit w&auml;re auf der Terrasse einen Kaffee zu nehmen. Auch unsere Freunde in den L&uuml;ften versorgen uns regelm&auml;&szlig;ig mit Flugeinlagen. Gab es nicht mal Mittagspausen, Sonntagsruhe? Redet irgendjemand hier von Umweltschutz? Bekannterma&szlig;en ist ja der L&auml;rm ein Stressor erster G&uuml;te. In der letzten <\/p><p>Zeit habe ich oft gedacht, dass es in der Hamburger City leiser war. Ab und zu mal einen Krankenwagen vom UKE oder die M&ouml;wen, die sich mit Geschrei auf die Reste vom Isemarkt st&uuml;rzten. Seufz, das waren Zeiten!<\/p><p>Damals dachte ich noch, dass wir in ein kleines Paradies ziehen. Auch die G&auml;rten und Garageneinfahrten werden mit so genanntem pflegeleichtem Pflaster verunstaltet. Hauptsache, kein Gr&auml;slein wagt sich durch die Fuge. <\/p><p>Visuelle Grausamkeit wo man hinschaut. Es gibt wenig Ausnahmen. Wildwuchs muss bek&auml;mpft und geraspelt werden. <\/p><p>Pflegeleicht ist f&uuml;r mich das Unwort schlechthin. Pflegeleicht soll nicht nur der Garten sein, pflegeleicht scheint man auch denken zu wollen. Margeriten von Vergissmeinnicht unterscheiden? Das kann man ja der APP &uuml;berlassen. Was &uuml;ber den Rand w&auml;chst, muss sowieso getilgt werden. K&auml;fer, Ameisen oder gar M&uuml;cken werden gemobbt oder gar gemordet. Ich warte nur darauf, dass jemand meint, dass meine Amseln fr&uuml;hmorgens zu laut sind, denn in meinem Garten halten sie sich gerne auf. Warum wohl?<\/p><p>Ignoranter Umgang mit der Natur. Das ist sehr nett gesprochen, Herr M&uuml;ller. Ich nenne es selbstsch&auml;digend und das ist den meisten nicht einmal bewusst. Wir leben in einem komplexen Kreislauf und das eigene Tun spielt eine herausragende Rolle. Dar&uuml;ber sollten einige Mitmenschen mal nachdenken. Die Nachdenkseiten helfen dabei.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e, auch von meinen Amseln.<br>\nMichaela Waldenmaier<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbrief Nr. 7<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>Sie sprechen\/schreiben mir aus der Seele; ich bin in meinem Kr&auml;hwinkel in der L&uuml;neburger Heide verrufen, weil ich auf meinem ca. 3 Mg gro&szlig;en Grundst&uuml;ck die Natur gro&szlig;teils wachsen lasse, wie es ihr gef&auml;llt, also &ldquo;keine Ordnung halte&rdquo;, wie es ein Deutscher nun mal zu tun hat.&nbsp; Meine in Japan geb&uuml;rtige Frau ist mir eine gro&szlig;e St&uuml;tze, denn Sie teilt meine Leidenschaft f&uuml;r B&auml;ume, immergr&uuml;ne Ilex-Hecken, Rhododendrons,&rdquo;Unkraut&rdquo;, das&nbsp; regelm&auml;&szlig;ig in Ikebana-Arrangements Verwendung findet, und Herbstlaub, das den ganzen Winter hindurch&nbsp; auf dem Boden liegend&nbsp; V&ouml;geln und anderen Tieren Schutz und Nahrung bietet und schlie&szlig;lich ohne die zeitverschwendende &ldquo;helfende&rdquo; Hand des strammdeutschen G&auml;rtners im Fr&uuml;hjahr im Boden verschwunden ist.&nbsp; Perfekt!!! <\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\ngroeger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbrief Nr. 8<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>schon einige Male habe ich bei der Lekt&uuml;re der &bdquo;Nachdenkseiten&ldquo; einen &Uuml;berraschungsmoment erlebt. Gestern aber musste ich wirklich laut auflachen, als ich Ihre Glosse zu den Gepflogenheiten in unserem eigentlich doch sehr sch&ouml;nen Ort las.<\/p><p>Meine Frau und ich sind seit nunmehr 4 Jahren unmittelbar an die von Ihnen erw&auml;hnte Gemeindewiese angrenzend wohnhaft und ich hatte bereits einige Male das zweifelhafte Vergn&uuml;gen, mit dem Gemeindearbeiter zu sprechen. So beispielsweise, als er letzten Winter urpl&ouml;tzlich mit seinem Traktor samt Gespann anr&uuml;ckte, um die zahlreichen am Boden liegenden &Auml;pfel zu &bdquo;entsorgen&ldquo;. Ich konnte ihn nur mit M&uuml;he davon &uuml;berzeugen, zumindest einen Teil f&uuml;r die zahlreichen V&ouml;gel und sonstiges Getier dort zu belassen, da das Obst zu dieser Jahreszeit ihr &Uuml;berleben sichert.<\/p><p>Im Fr&uuml;hjahr diesen Jahres habe ich ihn gebeten, die im &ouml;rtlichen Bebauungsplan n&ouml;rdlich des R&uuml;ckhaltebeckens ausgewiesene Streuobstwiese auch als solche zu behandeln und maximal 2 Mal im Jahr zu m&auml;hen. Meiner Bitte kam er nach diesbez&uuml;glicher R&uuml;cksprache mit dem Ortsvorsteher schlie&szlig;lich auch z&auml;hneknirschend nach, wobei der ungem&auml;hte Teil der Streuobstwiese seit einigen Wochen von Mal zu Mal wieder kleiner wird.<\/p><p>Am letzten Montag wurde dann &ndash; mal wieder &ndash; von 12 Uhr bis 15 Uhr gem&auml;ht und im Anschluss kam &ndash; nat&uuml;rlich wie immer &ndash; der Freischneider zum Einsatz. Dies hat grunds&auml;tzlich die Folge, dass die Aufenthaltsqualit&auml;t nicht nur in unserem Garten derart leidet, dass man eigentlich nur noch die Flucht nach drinnen antreten kann. Am Dienstag &ndash; dachte ich mir &ndash; k&ouml;nnte ich dann ja mal wieder die Mittagszeit im Garten verbringen. Allerdings hatte ich die Rechnung ohne den Gemeindearbeiter gemacht, der p&uuml;nktlich zum Glockenschlag um 12 Uhr erneut vorfuhr und sogleich sein Arbeitsger&auml;t auspackte. Daraufhin wollte ich mich bei ihm erkundigen, was es denn noch zu m&auml;hen gebe, allerdings wurde ich zun&auml;chst ignoriert und auf eine weitere Nachfrage meinerseits wurde mir kurz und knapp mitgeteilt, dass man nicht mit mir reden wolle, bevor der sich zwischen uns befindende Freischneider aufheulte. <\/p><p>In einem anschlie&szlig;enden Gespr&auml;ch mit einer weiteren Anwohnerin wurde mir berichtet, dass sie und ihr Mann es sich &bdquo;dank&ldquo; des ortsans&auml;ssigen Gemeindearbeiters l&auml;ngst abgew&ouml;hnt h&auml;tten, montags- bzw. dienstagsmittags drau&szlig;en zu Mittag zu essen.<\/p><p>Nach R&uuml;cksprache mit dem zust&auml;ndigen Ordnungsamt wurde mir hingegen best&auml;tigt, dass das lautstarke Wirken des Gemeindearbeiters rechtens sei, da er als gewerblicher Arbeiter von der im Landesemmissionsgesetz formulierten Regelung zur Mittagsruhe nicht betroffen sei.<\/p><p>&hellip;.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en vom Schlo&szlig;berg<br>\nRalph Klasen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Leserbrief Nr. 9<\/strong><\/p><p>Mehrheit lehnt Pestizideinsatz in Schutzgebieten ab &ndash; Umweltinstitut M&uuml;nchen e.V.<\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<\/p><p>Pestizide und Schutzgebiete &ndash; das passt &uuml;berhaupt nicht zusammen! Denn gesch&uuml;tzte Gebiete sollten &ndash; wie es der Name sagt &ndash; sichere R&uuml;ckzugsr&auml;ume f&uuml;r bedrohte Pflanzen und Tiere sein. <strong>Dennoch d&uuml;rfen in Deutschland in den allermeisten Schutzgebieten Ackergifte eingesetzt werden &ndash; auch solche, die erwiesenerma&szlig;en die Artenvielfalt sch&auml;digen.<\/strong> Nicht einmal in den besonders streng gesch&uuml;tzten Naturschutzgebieten ist der Gifteinsatz generell verboten.<\/p><p><strong>Um gegen diesen Missstand zu protestieren, waren wir vor einigen Wochen mit unserem Kampagnenmaskottchen Froggy, dem Laubfrosch, in Berlin vor dem Bundesrat und forderten<\/strong>: Machen Sie Schutzgebiete endlich zu Orten, die diesen Namen wirklich verdienen! Leider kam der Bundesrat unserer Forderung nach einem Verbot f&uuml;r den Pestizideinsatz in Schutzgebieten nicht nach. <strong>Doch einen kleinen Erfolg konnten wir verbuchen<\/strong>: Die Regeln f&uuml;r den Einsatz von Glyphosat in Schutzgebieten wurden &ndash; anders als von einigen Bundesl&auml;ndern gefordert &ndash; nicht weiter aufgelockert.<\/p><p><strong>Nun verleihen aktuelle Ergebnisse einer repr&auml;sentativen forsa-Umfrage unseren Forderungen R&uuml;ckenwind: Knapp 70 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass der Einsatz von Pestiziden in Schutzgebieten verboten werden sollte!<\/strong> Diese starke &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung ist ein eindeutiges Signal an die Politik. Und sicherlich ist nicht nur eine gro&szlig;e Mehrheit der Menschen, sondern sind auch 100 Prozent der Laubfr&ouml;sche und anderer bedrohter Tiere daf&uuml;r: <strong>Schutzgebiete m&uuml;ssen endlich Paradiese f&uuml;r die Artenvielfalt werden!<\/strong><\/p><p>Weitere Informationen zum Thema sowie Details zur Umfrage finden Sie in <a href=\"https:\/\/crm.umweltinstitut.org\/civicrm\/mailing\/url?u=3587&amp;qid=11480658\">unserer aktuellen Meldung<\/a>.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nVeronika Feicht<br>\nKampagne &bdquo;Kein Gift in Schutzgebieten&ldquo;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Zum Abschluss und zur Abrundung:<\/strong><br>\nReinhard Mey &ndash; Irgendein Depp m&auml;ht irgendwo immer &ndash; YouTube<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/QiGJXIaZtzU?si=76eBJXENyj0Z06mU\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einige Leserbriefe <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118264\">zu einem NachDenkSeiten-Beitrag<\/a>, bei dem es nicht gerade um ein allt&auml;gliches NDS-Thema ging. Umso erfreulicher, dass uns einige interessante Leserbriefe erreichten. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-118582","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118582","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=118582"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118582\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118606,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118582\/revisions\/118606"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=118582"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=118582"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=118582"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}