{"id":118633,"date":"2024-07-24T11:00:10","date_gmt":"2024-07-24T09:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118633"},"modified":"2025-08-05T11:27:31","modified_gmt":"2025-08-05T09:27:31","slug":"wann-ist-der-mensch-ein-mensch-dehumanisieren-und-humanisieren-in-der-propaganda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118633","title":{"rendered":"Wann ist der Mensch ein Mensch? \u2013 Dehumanisieren und Humanisieren in der Propaganda"},"content":{"rendered":"<p>In der Welt der Propaganda und der psychologischen Kriegsf&uuml;hrung spielt die Wirkung von Sprache und von visuellen Darstellungen eine gro&szlig;e Rolle. Eine wichtige Methode, die Wahrnehmung und damit die Haltung der Bev&ouml;lkerung insbesondere im Konflikt- oder Kriegsfall zu beeinflussen, ist der Einsatz von Techniken zur &bdquo;Humanisierung&ldquo; und der &bdquo;Dehumanisierung&ldquo; von Menschen. Ein neuer Beitrag aus der Reihe Propaganda-Taktiken von <strong>Maike Gosch<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4836\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-118633-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240723-Wann-ist-Mensch-ein-Mensch-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240723-Wann-ist-Mensch-ein-Mensch-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240723-Wann-ist-Mensch-ein-Mensch-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240723-Wann-ist-Mensch-ein-Mensch-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=118633-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240723-Wann-ist-Mensch-ein-Mensch-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240723-Wann-ist-Mensch-ein-Mensch-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Was bedeuten &bdquo;Humanisierung&ldquo; und &bdquo;Dehumanisierung&ldquo;? Wir sind doch alle Menschen. Man k&ouml;nnte sogar von einer &bdquo;Menschheitsfamilie&ldquo; sprechen. Die Technik des Humanisierens dient dazu, uns an diese gemeinsame Menschlichkeit zu erinnern, uns miteinander verbunden zu f&uuml;hlen. Die Technik des Dehumanisierens dient genau dem Gegenteil: uns die Menschlichkeit eines Gegen&uuml;bers oder einer Gruppe vergessen zu lassen.<\/p><p><strong>Wie funktioniert Humanisieren?<\/strong><\/p><p>Die Art und Weise, wie von Menschen und Ereignissen erz&auml;hlt wird, beeinflusst unsere Gef&uuml;hle und unsere Identifikation mit den dargestellten Personen.<\/p><p>Die Erz&auml;hlperspektive spielt hierbei eine zentrale Rolle. Wenn eine Situation nur aus einer bestimmten Perspektive pr&auml;sentiert wird, identifizieren wir uns automatisch mit dem Erz&auml;hler oder der Erz&auml;hlerin bzw. der Person, die ins Zentrum des Geschehens gestellt wird, an die &bdquo;herangezoomt&ldquo; wird, in deren Erlebniswelt wir eintreten.<\/p><p>Achten Sie einmal darauf, z.B. bei aktuellen geopolitischen Konflikten und Kriegen, von welcher Seite aus erz&auml;hlt wird, wessen Perspektive das Geschehen formt &ndash; von wessen Leid und Verlusten erz&auml;hlt wird, von wessen Gef&uuml;hlen, Wahrnehmungen, Hoffnungen und &Auml;ngsten erz&auml;hlt wird. Das ist leider heutzutage immer die Seite, die unsere Regierung aktuell strategisch unterst&uuml;tzt. Verantwortungsvolle Journalisten, die auch an einem Frieden interessiert w&auml;ren, w&uuml;rden beide Seiten schildern, sowohl die Argumente und Perspektive der Regierenden als auch die Erlebnisse und das Leid der Bev&ouml;lkerung auf allen Seiten. Wenn das nicht geschieht, haben wir den Bereich des Journalismus verlassen und befinden uns mitten in der Propaganda. Aktuell l&auml;sst sich diese Vorgehensweise sehr gut im Rahmen der Berichterstattung &uuml;ber den Ukraine-Krieg und das milit&auml;rische Vorgehen der israelischen Regierung im Gazastreifen beobachten.<\/p><p>Das Humanisieren funktioniert also zun&auml;chst &uuml;ber die Wahl der Perspektive.<\/p><p><strong>Das Gemeinsame finden<\/strong><\/p><p>Eine weitere Technik des &bdquo;Humanisierens&ldquo; ist, das Gemeinsame herauszustellen &ndash; das hei&szlig;t, Menschen so zu schildern, dass diejenigen, an die sich die Kommunikation richtet, Schnittmengen mit diesen Menschen entdecken k&ouml;nnen und sich ihnen dadurch nah f&uuml;hlen.<\/p><p>Praktisch bedeutet das: W&auml;hrend eine Seite &bdquo;entmenschlicht&ldquo; wird, indem sie abf&auml;llig bezeichnet, dehumanisiert und sehr eindimensional auf eine T&auml;tigkeit, Eigenschaft und Funktion reduziert wird (z.B. &bdquo;Polizistenschweine&ldquo;), werden die Menschen, die humanisiert werden sollen, in ihren Kontexten als &bdquo;Vater&ldquo;, &bdquo;Mutter&ldquo;, &bdquo;Unternehmer&ldquo;, &bdquo;Krebspatient&ldquo;, &bdquo;Fu&szlig;ballspielerin&ldquo;, &bdquo;Inhaberin eines Nagelstudios&ldquo; etc. vorgestellt. Es werden also m&ouml;glichst viele und m&ouml;glichst emotionale oder bei der Zielgruppe positiv belegte Eigenschaften geschildert und von den Umst&auml;nden, Tr&auml;umen, Pl&auml;nen, T&auml;tigkeiten, Gef&uuml;hlen, &Auml;u&szlig;erungen, Hoffnungen dieser Person erz&auml;hlt und so der Effekt erzielt, dass Leser oder Zuschauer sie als Mensch wahrnehmen, sogar das Gef&uuml;hl bekommen, sie zu &bdquo;kennen&ldquo;, sich mit ihnen zu identifizieren und mit ihnen mitf&uuml;hlen zu k&ouml;nnen. Es entstehen dadurch Gef&uuml;hle und Gedanken wie: &bdquo;Ich kenne diesen Menschen jetzt&ldquo;, &bdquo;Ich k&ouml;nnte ihre Freundin sein&ldquo;, &bdquo;Das k&ouml;nnte mein Kind sein&ldquo;.<\/p><p>Es ist per se erstmal sch&ouml;n und positiv, die Liebe zwischen den Menschen und das Gemeinschaftsgef&uuml;hl zu st&auml;rken. Problematisch wird es aber dort, wo es Teil von Propaganda ist, einseitig eingesetzt wird und dazu dient, z.B. Kriegsverbrechen unkenntlich zu machen (siehe z.B. die Berichterstattungen &uuml;ber IDF-Soldaten im Rahmen des milit&auml;rischen Vorgehens im Gazastreifen als junge, fr&ouml;hliche M&auml;dchen, die TikTok-Tanzroutinen machen.)<\/p><p>Vielleicht noch ein Hinweis zur Klarheit: Viele dieser Mechanismen entstehen auch als spontane emotionale Impulse und Reaktionen, ohne dass sie manipulativ gesteuert werden m&uuml;ssen.<\/p><p>Nehmen wir einmal ein sehr banales Beispiel aus dem Alltag: Wir sind gestresst und mit zu wenig Zeit am Flughafen angekommen, haben Angst, unseren Flug zu verpassen, vielleicht schreit auch noch unser kleines Kind, wir haben zu wenig gegessen und gerade vorher auf der Hinfahrt noch mit unserem Partner &uuml;ber die richtige Ausweichroute bei Bauarbeiten gestritten. Wir haben lange in der Schlange zum Check-in gestanden und die Mitarbeiterin der Airline, die uns jetzt einchecken soll, telefoniert in unserer Wahrnehmung extrem lange und w&uuml;rdigt uns dabei keines Blickes.<\/p><p>Wir werden w&uuml;tend auf sie, fangen an, aggressiv zu werden, sind, wenn sie sich endlich um uns k&uuml;mmert, kurz angebunden, unh&ouml;flich und harsch. Durch den Stress und die Situation sehen wir sie nur in ihrer Funktion als &bdquo;Personal&ldquo; und &bdquo;Funktion&ldquo;, nicht als ganzen Menschen mit vielen Dimensionen und Gef&uuml;hlen, mit dem wir vielleicht viel gemeinsam haben, sondern als eine Art feindliches Objekt. Nehmen wir einmal an, sie w&uuml;rde in diesem Moment pl&ouml;tzlich &bdquo;aus der Rolle&ldquo; fallen, sich etwa den Schwei&szlig; von der Stirn wischen und sagen: &bdquo;Ah, mir ist schwindelig, ich h&auml;tte das Fr&uuml;hst&uuml;ck nicht ausfallen lassen sollen.&ldquo; oder &bdquo;Wie alt ist ihr Sohn? Meine Tochter ist fast genau in dem Alter.&ldquo; Wenn wir nicht schon v&ouml;llig aufgebracht sind und einen einigerma&szlig;en stabilen Charakter haben, wird sich unser Bild von der Frau v&ouml;llig &auml;ndern und die Stimmung sich schlagartig verbessern. Wir werden daran erinnert, dass sie auch &bdquo;nur&ldquo; ein Mensch ist, der Schw&auml;chen hat und sich schlecht f&uuml;hlt, eine Mutter ist, die kleine Kinder hat, oder an irgendwelche anderen Aspekte erinnert, die uns unsere gemeinsame Menschlichkeit wieder bewusst machen.<\/p><p><strong>Die Rolle der Gef&uuml;hle<\/strong><\/p><p>Hier spielt ein gro&szlig;es Thema hinein, das eigentlich einen eigenen Artikel verdient h&auml;tte, n&auml;mlich die Rolle der Gef&uuml;hle in der politischen Kommunikation. Gef&uuml;hle spielen eine gro&szlig;e Rolle im Kontext der Techniken von Humanisierung\/Dehumanisierung, denn sowohl das Humanisieren als auch das Dehumanisieren funktionieren &uuml;ber das Wecken von Gef&uuml;hlen. Und unsere Gef&uuml;hlslage bedingt auch, inwieweit wir selbst andere humanisieren oder dehumanisieren (siehe dazu unten).<\/p><p>Beim Humanisieren werden Gef&uuml;hle wie Liebe, Sympathie, Empathie geweckt &ndash; beim Dehumanisieren Gef&uuml;hle wie Hass, Angst, Ablehnung und Verachtung. Je st&auml;rker die Begriffe emotionalisieren, die Politiker und Journalistinnen verwenden, desto eher befinden wir uns in einer Situation, in der gewollt oder ungewollt humanisiert\/dehumanisiert werden soll. Leider dient hier der Einsatz von sehr emotionalen Begriffen, Beschreibungen, aber auch Fotos und Filmen oft der Manipulation der &Ouml;ffentlichkeit &ndash; oder sie sind (im unschuldigsten Fall) ein Zeichen daf&uuml;r, dass die Berichterstatter selbst so stark von ihren eigenen Gef&uuml;hlen geleitet sind, dass sie nicht mehr objektiv berichten k&ouml;nnen.<\/p><p>Gef&uuml;hle spielen auch deshalb eine Rolle beim Humanisieren oder Dehumanisieren, da die Erh&ouml;hung von Stress, Zeitdruck, dem Gef&uuml;hl von Dringlichkeit, von Krise oder Bedrohung, aber auch eine Traumatisierung oder Retraumatisierung durch die Schilderung von Gr&auml;ueltaten, Tod, Folter, Gefahr, Verlust, Vernichtung oder die Bedrohung damit Auswirkungen auf die menschliche Wahrnehmung, auf die Informationsverarbeitung und auf unsere emotionalen Reaktionen haben.<\/p><p>Unter Stress neigen wir zum Schwarz-Wei&szlig;-Denken und dazu, Menschen klar in Freund oder Feind einzuteilen. Unsere F&auml;higkeit, zu denken und zu analysieren, leidet ebenso wie unsere F&auml;higkeit, zu differenzieren, Ambiguit&auml;ten auszuhalten und Komplexit&auml;ten zu verstehen. Jeder kennt das von Wutanf&auml;llen oder hitzigen Streitigkeiten. Wenn negative Gef&uuml;hle und Stress uns &uuml;berw&auml;ltigen, k&ouml;nnen wir nicht mehr klar denken, wir k&ouml;nnen uns nicht mehr in die Position des Gegen&uuml;bers hineindenken oder -f&uuml;hlen, wir werden ausf&auml;llig, simplifizieren, klagen an, beschimpfen etc. Genau dasselbe passiert auch im politischen Diskurs, in den sozialen Medien oder in den traditionellen Medienformen. Wenn wir in Stress, Druck und Angst versetzt werden (ob absichtlich oder nicht), leidet unsere Empathief&auml;higkeit erheblich.<\/p><p><strong>Menschliche Tiere<\/strong><\/p><p>Welche Methoden kommen zum Einsatz, wenn die Empathie verringert werden soll? Hier werden einzelnen Menschen oder eine Gruppe als fremd, anders und b&ouml;se beschrieben. Auffallend ist die mangelnde Differenzierung. Die Menschen, die dehumanisiert werden sollen, haben keine guten Eigenschaften, keine nachvollziehbaren Motive, wir haben keine Gemeinsamkeiten mit ihnen. Sie sind vollkommen fremd. Man spricht auf Englisch auch von &bdquo;otherizing&ldquo;, also dem Darstellen eines oder mehrerer Menschen als vollkommen &bdquo;anders&ldquo;, mit dem\/denen wir nichts gemeinsam haben. Ein sehr gutes Video dazu, wie &bdquo;otherizing&ldquo; &uuml;berwunden werden kann, ist diese Werbung eines d&auml;nischen TV-Senders &uuml;ber die d&auml;nische Gesellschaft:<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/jD8tjhVO1Tc?si=owm1IOO3CHP_K3VL\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p>Eine Zeitlang habe ich &uuml;ber die Ausbildung von Menschen zu Folterern recherchiert, weil ich verstehen wollte, wie es m&ouml;glich war, keine Empathie mit Menschen zu haben, die Schmerzen erleiden. Es gibt nat&uuml;rlich Menschen, die generell sehr wenig Empathie empfinden, aber es gibt zus&auml;tzliche M&ouml;glichkeiten, unsere Empathief&auml;higkeit weiter zu reduzieren. Dazu geh&ouml;ren die Erh&ouml;hung von Stress und Druck sowie die schrittweise Entmenschlichung des &bdquo;Opfers&ldquo;.<\/p><p>Vielleicht erinnern Sie sich an die Szene in dem Film &bdquo;Das Schweigen der L&auml;mmer&ldquo;, in der die Mutter der entf&uuml;hrten Frau ihren Fernseh-Appell an den psychisch kranken Serienm&ouml;rder und Entf&uuml;hrer ihrer erwachsenen Tochter richtet, dabei mehrfach den Namen der Tochter nennt und pers&ouml;nliche Eigenschaften schildert. Die FBI-Agentin und ihr Kollege, die dabei zuh&ouml;ren, erkl&auml;ren, dass sie das strategisch macht, um es dem M&ouml;rder schwerer zu machen, ihre Tochter zu t&ouml;ten, da die Mutter ihn dazu bringen wolle, sie als &bdquo;Person&ldquo; und nicht nur als &bdquo;Objekt&ldquo; oder &bdquo;Gegenstand&ldquo; zu sehen. Dass er das tut, also sie als Gegenstand wahrnimmt, zeigt sich in einer Unterhaltung zwischen ihm und dem Opfer, in der er in der dritten Person von ihr spricht und sie als &bdquo;Es&ldquo; bezeichnet, also z.B. (in der deutschen Synchronisation) sagt: &bdquo;Es wird die Lotion nehmen und sich damit einreiben.&ldquo;<\/p><p>Die Nationalsozialisten haben ihre Gegner und Opfer systematisch entmenschlicht. J&uuml;dische Mitb&uuml;rger wurden als &bdquo;Parasiten&ldquo; und &bdquo;Ungeziefer&ldquo; bezeichnet, Slawen als &bdquo;Untermenschen&ldquo;, Menschen mit Behinderungen als &bdquo;lebensunwertes Leben&ldquo; und politische Gegner als &bdquo;Volksfeinde&ldquo;, &bdquo;Verr&auml;ter&ldquo; und &bdquo;Sch&auml;dlinge&ldquo;.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;&bdquo;<em>Dieses zunehmende Absprechen von menschentypischen Empfindungen und Erfahrungen passt zu der Annahme, dass eine solche Dehumanisierung moralische Bedenken im Vorfeld einer Gewalttat verringert und diese so erleichtert&ldquo;, erkl&auml;ren Landry und seine Kollegen. Indem die Juden in der Propaganda als &bdquo;Untermenschen&ldquo; dargestellt wurden, sprach man ihnen gewisserma&szlig;en die Menschenw&uuml;rde ab und damit auch die Schutzw&uuml;rdigkeit ihres Lebens.&ldquo;<\/em><br>\n<em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.wissenschaft.de\/geschichte-archaeologie\/wie-die-nazi-propaganda-juden-dehumanisierte\/\">wissenschaft.de<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Den Menschen, mit denen aus strategischen Gr&uuml;nden keine Empathie empfunden werden soll, wird also von der Propaganda ihre Menschlichkeit oft komplett abgesprochen. Dann fallen Worte wie &bdquo;Monster&ldquo;, &bdquo;Tiere&ldquo; und &bdquo;Bestien&ldquo;. Aber auch das Wort &bdquo;Terrorist&ldquo; dient dieser Entmenschlichung. F&uuml;r politische Gegner oder F&uuml;hrer feindlicher Staaten fallen Worte wie &bdquo;Diktator&ldquo;, &bdquo;Machthaber&ldquo; oder &bdquo;brutaler Schl&auml;chter&ldquo; etc.<\/p><p>Der zweite Aspekt &ndash; neben der Entmenschlichung &ndash; ist der Fokus auf die Bedrohung durch das Gegen&uuml;ber: Er oder sie werden als durch und durch feindselig und gef&auml;hrlich beschrieben und als Bedrohung dargestellt.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Nach dem Beginn des Holocausts beobachten wir eine Zunahme bei Begriffen, die die j&uuml;dische Bev&ouml;lkerung mit B&ouml;sartigkeit und finsteren Absichten in Verbindung bringen&rdquo;, berichten die Historiker. Den Juden wurde nun etwa unterstellt, die Weltherrschaft anzustreben, die Volksgesundheit aktiv zu untergraben oder dem &bdquo;deutschen Volk&ldquo; auf andere Weise zu schaden. &bdquo;Diese Muster entsprechen einer D&auml;monisierung der Juden&rdquo;, so Landry und sein Team. Demnach stellten die Juden ihre intellektuellen F&auml;higkeiten ganz in den Dienst moralisch verwerflicher Ziele &ndash; und erwiesen sich so als &bdquo;untermenschlich&ldquo;.&ldquo;<\/em><br>\n<em>(Quelle: <a href=\"https:\/\/www.wissenschaft.de\/geschichte-archaeologie\/wie-die-nazi-propaganda-juden-dehumanisierte\/\">wissenschaft.de<\/a>)<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Sehr beunruhigende aktuelle Beispiele von Entmenschlichung sind die &Auml;u&szlig;erungen von israelischen Politikern und prominenten B&uuml;rgern &uuml;ber die Pal&auml;stinenser im Gazastreifen und der Westbank (&bdquo;They are human animals&ldquo;), aber auch im Ukraine-Krieg, in dem die ukrainischen Soldaten und Politiker die russischen Soldaten und generell alle Russen und russenfreundlichen Ukrainer als &bdquo;Orcs&ldquo; (die halbmenschlichen Monster aus der &bdquo;Herr der Ringe&ldquo;-Trilogie), die russischen Soldaten wiederum die ukrainischen Soldaten als &bdquo;Schweine&ldquo; oder &bdquo;Ukronazis&ldquo; bezeichnen.<\/p><p>Leider kam es in der Zeit der Coronakrise (ca. 2020 bis 2022) &ndash; sicher durch Stress und Angst der Bev&ouml;lkerung und der Politiker und die allgemeine, extrem aufgeladene Krisenstimmung beg&uuml;nstigt &ndash; auch in Deutschland wieder zu der Tendenz, Mitb&uuml;rger stark zu entwerten und zu entmenschlichen. Bezeichnungen und Beleidigungen wie &bdquo;Schwurbler&ldquo; und &bdquo;Querdullis&ldquo; zeigten, wie wenig Respekt Mitb&uuml;rgern mit einer anderen Meinung zu bestimmten politischen und wissenschaftlichen Themen entgegengebracht wurde. Insbesondere Menschen, die sich gegen eine Impfung entschieden, bekamen die volle Breitseite des &Auml;rgers und Hasses von Politik, Journalisten, Meinungsmachern und vielen w&uuml;tenden B&uuml;rgern zu sp&uuml;ren. So bezeichnete der CSU-Politiker Markus S&ouml;der sie als &bdquo;gef&auml;hrliche Spinner&ldquo;, der SPD-Politiker Stefan Weil sogar als &bdquo;Sozialsch&auml;dlinge&ldquo; (diese und mehr Beispiele unter: <a href=\"https:\/\/ich-habe-mitgemacht.de\/\">ich-habe-mitgemacht.de<\/a>).<\/p><p>Einer der Tiefpunkte der Debatte war sicher die Aussage der Autorin und Moderatorin Sarah Bosetti, die den Teil der Bev&ouml;lkerung, der sich gegen die Impfung entschieden hatte und aussprach, <a href=\"https:\/\/x.com\/sarahbosetti\/status\/1466829037645582341?lang=de\">mit einem Blinddarm verglich<\/a>, der von der Gesellschaft entfernt werden k&ouml;nnte.<\/p><p>Diese Zitate zeigen, wie stark die Rhetorik in der &ouml;ffentlichen Debatte um Corona-Ma&szlig;nahmen und Impfungen polarisiert war und wie stark dabei Entmenschlichung und Diskreditierung wieder salonf&auml;hig wurden. Leider hat dieser Trend seit dem Ende der Krise, auf die ja der Ukraine-Krieg und dann der Gaza-Krieg und eine Unmenge an anderen Krisen folgten, nicht wirklich wieder abgenommen.<\/p><p>Wie konnte das passieren? Gerade in Deutschland lernt doch jedes Schulkind &uuml;ber die Gefahren von Entwertung und Entmenschlichung und, dass diese die Vorstufen zu physischer und politischer Gewalt sind. Gerade in den letzten Jahren hat sich noch zus&auml;tzlich eine gro&szlig;e Sensibilit&auml;t, was &bdquo;Gewalt in der Sprache&ldquo; und &bdquo;Hassrede&ldquo; angeht, entwickelt. Wie kann es sein, dass gerade die Menschen, die sich mit diesen Themen (Minderheitenschutz, Hassrede) besch&auml;ftigen, bei der Konfrontation mit Menschen anderer Meinungen oft selbst zu diesen extrem beleidigenden, entwertenden und entmenschlichenden Bezeichnungen greifen? Und wie k&ouml;nnen sie sich selbst dabei aber immer noch als &bdquo;Gutmenschen&ldquo; und als &bdquo;die auf der richtigen Seite&ldquo; begreifen; in der &Uuml;berzeugung, sie w&uuml;rden gegen &bdquo;Nazis&ldquo; und &bdquo;Populisten&ldquo; k&auml;mpfen? Wie ist dieser innere Widerspruch zu erkl&auml;ren?<\/p><p>Tats&auml;chlich ist die Erkl&auml;rung viel einfacher, in der Wirkung von Gef&uuml;hlen auf unsere Sprache und unser Diskursverhalten zu finden als &uuml;ber intellektuelle Konstruktionen. Es ist die simple Dynamik der Eskalation. Je gestresster ein Mensch ist, je mehr Angst er hat, desto st&auml;rker sieht er die Welt in Schwarz und Wei&szlig;, in Freund und Feind getrennt &ndash; desto weniger ist er in der Lage, zu differenzieren, verschiedene, sich widersprechende Thesen parallel im Kopf zu verarbeiten, und desto mehr greift er selbst zu negativen und beleidigenden Bezeichnungen (siehe oben). Das ist mir selbst nat&uuml;rlich auch nicht fremd. Wenn ich zum Beispiel etwas auf <em>Twitter<\/em> lese oder sehe, was mein Herz bricht und mein Blut zum Kochen bringt (aktuell zum Beispiel die schrecklichen Bilder der get&ouml;teten Kinder in Gaza), dann w&uuml;rde ich im ersten Impuls auch am liebsten die schlimmsten und entmenschlichenden Beleidigungen gegen die, die ich f&uuml;r die Verantwortlichen halte, in die Tasten hauen. Wie viel st&auml;rker muss dieser Impuls noch sein, wenn jemandem selbst diese Gewalt angetan wurde oder es einen Angeh&ouml;rigen getroffen hat oder jemand durch solche Nachrichten eine Retraumatisierung erlebt?<\/p><p>Als es anfing mit dem Erstarken der AfD (ca. 2016) und damit auch der Angst vor der AfD und infolgedessen mit der Diskreditierung und Entmenschlichung von AfD-Politikern und -W&auml;hlern, war ich von dieser Entwicklung entsetzt und habe Bekannte und Kollegen, die am st&auml;rksten darauf mit &bdquo;Hass und Hetze&ldquo; reagierten, dar&uuml;ber ausgefragt, woher diese starke emotionale Reaktion kam. Dabei habe ich erfahren, dass viele von ihnen in ihrer Jugend in der Antifa oder als Teil einer alternativen Jugendkultur, oft in Ostdeutschland, selbst Bedrohungen und starke physische Gewalt durch Neonazi-Gruppen erfahren haben. Umgekehrt schildern zum Beispiel viele AfD-Politiker eigene Gewalt- und Bedrohungserfahrungen gegen sich und ihre Familien durch gewaltt&auml;tige Antifa-Aktivisten, was sicher auch einen Einfluss auf wiederum ihre Wortwahl von &bdquo;linksgr&uuml;n versiffter Gesellschaft&ldquo; und &auml;hnliche Ausdr&uuml;cke hat.<\/p><p>Das ist die Entmenschlichung und Entwertung, die im &bdquo;Eifer des Gefechts&ldquo; entsteht und quasi unfreiwillig passiert. Hier hei&szlig;t es f&uuml;r jeden von uns, achtsam zu sein und nicht selbst in diese Falle zu gehen &ndash; egal, wie sehr wir uns auf der &bdquo;richtigen&ldquo; Seite w&auml;hnen.<\/p><p><strong>Empathielenkung in der Berichterstattung<\/strong><\/p><p>Dann gibt es aber auch den Fall der Manipulation. Hier werden diese Effekte, sowohl der verst&auml;rkten Empathie wie auch des Abschaltens jeglicher Empathie, bewusst hervorgerufen. Wobei es sicher viele F&auml;lle gibt, in denen sich diese beiden Elemente vermischen (eigene Emotionalit&auml;t und nicht erkannte Einseitigkeit mit dem Wunsch nach Beeinflussung).<\/p><p>Wir k&ouml;nnen immer erkennen, auf wessen Seite unsere Politiker und leider inzwischen auch gleichzeitig unsere Journalisten bei einem Konflikt stehen, indem wir darauf achten, wessen Perspektive gew&auml;hlt wird, aus wessen Sicht von einer Situation erz&auml;hlt wird, mit wem mitgef&uuml;hlt werden darf und soll und mit wem nicht. Beste Beispiele liefern aktuell der Ukraine-Krieg und der Konflikt in Gaza. Die Bundesregierung und damit die gesamte Presselandschaft sind, wie immer in den letzten Jahren, zu 100 Prozent auf der Seite der USA und damit der ihrer Verb&uuml;ndeten in der Ukraine und Israel.<\/p><p>Das hei&szlig;t, bei den Berichten &uuml;ber den Krieg in der Ukraine wurde &uuml;ber Jahre in allen Medien die Sichtweise der ukrainischen Bev&ouml;lkerung und des ukrainischen Milit&auml;rs vollkommen in den Vordergrund ger&uuml;ckt und fast ausschlie&szlig;lich &uuml;ber diese berichtet. Es wurde von <em>ihrem<\/em> Leid, <em>ihren<\/em> Hoffnungen, <em>ihren<\/em> Wahrnehmungen, <em>ihrer<\/em> Sichtweise berichtet. <em>Ihnen<\/em> wurde ein Gesicht gegeben, <em>sie<\/em> wurden dargestellt mit ihren Hobbies, Interessen, Berufen, pers&ouml;nlichen Eigenschaften etc. Das Leiden etwa der russischsprachigen und russlandfreundlichen Bev&ouml;lkerung im Osten der Ukraine und auch im gesamten Land, ihre Verfolgung, die teilweise schrecklichen Menschenrechtsverletzungen, die sie erlitten haben, der Bombenterror in den Jahren vor dem Krieg und im Krieg wurden nur von alternativen Journalisten geschildert. Ebenso haben russische Soldaten, Journalisten und die russische Zivilbev&ouml;lkerung kein Gesicht und keine Stimme in unseren Medien, es sei denn, sie sind Dissidenten und Feinde Russlands wie der US-amerikanische Journalist Evan Gershkovich, der wegen Spionage gerade zu 16 Jahren Haft verurteilt wurde, oder der inzwischen verstorbene russische Oppositionspolitiker Alexey Nawalny. Um diese wird ein regelrechter Personenkult betrieben, und sie bekommen mehr Titelseiten und Homestorys als Taylor Swift.<\/p><p>Es werden also nicht beide Seiten eines Konflikts geschildert, sodass sich die deutschen Leser\/B&uuml;rger selbst ein Bild der Situation verschaffen k&ouml;nnten, sondern die deutschen Politiker und Medien verhalten sich so, als w&auml;re Deutschland selbst im Krieg gegen einen Feind. Der Konflikt wird entsprechend einseitig vermittelt, und es ist absolut klar, welcher Seite die Solidarit&auml;t der Bev&ouml;lkerung zu gelten hat. Die Ma&szlig;nahmen gehen hier sogar bis zur strafrechtlichen Sanktionierung (Unter-Strafe-Stellung) von abweichenden Einsch&auml;tzungen. Inzwischen ist es strafbar, z.B. durch Nennung des Buchstabens &bdquo;Z&ldquo; die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r den russischen Milit&auml;reinsatz zu deklarieren, w&auml;hrend das Zeigen der ukrainischen Flagge zur Unterst&uuml;tzung der ukrainischen Seite auf Social-Media-Profilen und sogar vor fast allen offiziellen Geb&auml;uden, Rath&auml;usern, Regierungsgeb&auml;uden, Ministerien etc. zum guten Ton geh&ouml;rt.<\/p><p>Was damit erreicht wird, ist, dass der Eindruck entsteht, eine eigene Meinungsbildung d&uuml;rfe nicht mehr stattfinden. Sie findet nat&uuml;rlich dennoch in den K&ouml;pfen der Menschen statt, darf aber nur noch ganz beschr&auml;nkt &ouml;ffentlich diskutiert und ausgetauscht werden. Dadurch wird erreicht, dass &uuml;ber die Medien kein Verst&auml;rkungseffekt stattfindet. Durch die strafrechtlichen Verbote sowie die sozialen und beruflichen Sanktionierungen und Verunglimpfungen wird zus&auml;tzlich ein starker &bdquo;freeze&ldquo;-Effekt erreicht, das hei&szlig;t Menschen zensieren sich selbst und sagen nicht mehr frei und offen ihre Meinung &ndash; was auch wieder den erw&uuml;nschten Effekt hat, dass die Gruppe von Menschen, die eine von der offiziellen Linie abweichende Meinung haben, sich nicht gut untereinander vernetzen k&ouml;nnen und sie nur schwer einsch&auml;tzen k&ouml;nnen, wie viele sie eigentlich schon sind.<\/p><p><strong>Das Gute, Wahre, Sch&ouml;ne<\/strong><\/p><p>Eine wichtige Rolle hier spielen auch Bilder und Videos bei der Empathielenkung. Alle aus der Kommunikationspsychologie und dem Marketing bekannten Tricks und Kniffe werden angewendet, um die eine Seite als sch&ouml;n, edel, liebevoll etc. darzustellen, die &bdquo;Gegenseite&ldquo; als h&auml;sslich, b&ouml;se, hinterh&auml;ltig usw. Besonders interessant ist der Einsatz von Sch&ouml;nheit, also sch&ouml;ner Gesichter und K&ouml;rper als Argument f&uuml;r &bdquo;Gutsein&ldquo; und H&auml;sslichkeit oder ein Abweichen von &auml;sthetischen Normen als Argument f&uuml;r die Ablehnung einer Person und ihrer politischen Haltung oder Nation.<\/p><p>Ein gutes Beispiel ist hier das dehumanisierende &bdquo;Fat Shaming&ldquo; der Gr&uuml;nen-Politikerin Ricarda Lang durch Kritiker, meist aus dem politisch rechtskonservativen Lager, die immer wieder ihr Gewicht und ihre K&ouml;rperform als Argument nutzen, anstatt ihre politische Position anzugreifen oder um einem solchen Angriff &bdquo;Gewicht zu verleihen&ldquo;.<\/p><p><strong>Sei wachsam<\/strong><\/p><p>Was f&uuml;r eine Gefahr das Dehumanisieren darstellt, brauche ich nicht zu wiederholen. Es ist bekannt, dass das Dehumanisieren bestimmter Menschen immer eine (bewusste oder unbewusste) Vorstufe davon ist, diesen etwas anzutun &ndash; sei es Genozid, Krieg oder staatliche bzw. nichtstaatliche Repression oder Gewalt.<\/p><p>Wichtig ist es, sensibilisiert daf&uuml;r zu sein, wenn es passiert. Seid aufmerksam! Immer, wenn ein Mensch oder eine Gruppe dehumanisiert wird, befinden wir uns auf Abwegen in eine falsche Richtung oder werden manipuliert. Und es ist auch wichtig, bei sich selbst darauf zu achten, nicht in eigener Wut und Aufregung das Gegen&uuml;ber zu dehumanisieren &ndash; selbst wenn es in der &Uuml;berzeugung des eigenen Rechthabens und Auf-der-richtigen-Seite-Stehens geschieht (&bdquo;AfDler t&ouml;ten&ldquo;). Werde nicht, was du bek&auml;mpfst. Oder, wie Friedrich Nietzsche es so sch&ouml;n formulierte:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Wer mit Ungeheuern k&auml;mpft, mag zusehn, da&szlig; er nicht dabei zum Ungeheuer wird. Und wenn du lange in einen Abgrund blickst, blickt der Abgrund auch in dich hinein.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Dies also das Fazit aus meinen &Uuml;berlegungen:<\/p><ul>\n<li>Achten Sie darauf, wenn selektiv &bdquo;humanisiert&ldquo; und &bdquo;dehumanisiert&ldquo; wird, und &uuml;berlegen Sie, in welche Richtung Ihre Empathie in einer solchen Situation gelenkt werden soll.<\/li>\n<li>Achten Sie auf Ihre eigene Sprache im Eifer des Gefechtes in diesen unseren aufgew&uuml;hlten und spannungsreichen Zeiten.<\/li>\n<li>Atmen Sie ruhig durch, versuchen Sie (auch auf <em>Twitter<\/em>), aus dem Kampfmodus herauszukommen, und denken Sie daran, dass wir alle Menschen sind und gemeinsam in diesem Land und auf diesem Planeten miteinander auskommen m&uuml;ssen.<\/li>\n<\/ul><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Dmitry Kovalchuk<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118392\">Die Demokratie und ihre Feinde<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117938\">Die Rolle der NGOs &bdquo;im Kampf gegen Desinformation&ldquo; &ndash; Ein Insiderbericht<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117308\">Propaganda-Taktiken: Sechs Verschleierungstechniken, mit denen Krimiautoren und politische Kommunikatoren arbeiten<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116707\">Propaganda und Storytelling: Auf welche Bedrohungen reagieren wir besonders stark?<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/09f12637f1e5419c8d4afbcae3526e52\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Welt der Propaganda und der psychologischen Kriegsf&uuml;hrung spielt die Wirkung von Sprache und von visuellen Darstellungen eine gro&szlig;e Rolle. 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