{"id":118741,"date":"2024-07-27T12:00:13","date_gmt":"2024-07-27T10:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118741"},"modified":"2024-07-29T15:51:58","modified_gmt":"2024-07-29T13:51:58","slug":"comedy-gegen-wokeness-klima-und-corona-oder-besser-seid-ihr-bereit-fuer-den-booster-witz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118741","title":{"rendered":"Comedy gegen Wokeness, Klima und Corona \u2013 oder besser: Seid ihr bereit f\u00fcr den Booster-Witz?"},"content":{"rendered":"<p>Direkt gegen die &bdquo;Woke Kultur&ldquo;, wendet sich das niederl&auml;ndische Comedy-Kollektiv &bdquo;Hart voor Humor&ldquo; (Herz f&uuml;r Humor). Mit Witzen &uuml;ber Klimawahnsinn, Corona-Ma&szlig;nahmen, Einwanderung und Genderwahn kritisiert die aus sieben M&auml;nnern bestehende Gruppe den herrschenden Diskurs und setzt sich f&uuml;r die radikale freie Rede ohne Zensur ein. Von <strong>Heiko Link<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_889\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-118741-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240729_Comedy_gegen_Wokeness_Klima_und_Corona_oder_besser_Seid_ihr_bereit_fuer_den_Booster_Witz_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240729_Comedy_gegen_Wokeness_Klima_und_Corona_oder_besser_Seid_ihr_bereit_fuer_den_Booster_Witz_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240729_Comedy_gegen_Wokeness_Klima_und_Corona_oder_besser_Seid_ihr_bereit_fuer_den_Booster_Witz_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240729_Comedy_gegen_Wokeness_Klima_und_Corona_oder_besser_Seid_ihr_bereit_fuer_den_Booster_Witz_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=118741-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240729_Comedy_gegen_Wokeness_Klima_und_Corona_oder_besser_Seid_ihr_bereit_fuer_den_Booster_Witz_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240729_Comedy_gegen_Wokeness_Klima_und_Corona_oder_besser_Seid_ihr_bereit_fuer_den_Booster_Witz_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Nachdem er als Ungeimpfter (offiziell) zwei Jahre lang ausgeschlossen war, tritt Wouter Meijs wieder auf, und zwar am liebsten vor einem Publikum, das ausschlie&szlig;lich aus Geimpften besteht! Das sagt er auf der B&uuml;hne, und sein Publikum biegt sich vor Lachen, denn die Begr&uuml;ndung ist genauso genial wie einleuchtend: &bdquo;Ich erz&auml;hle schlechte Witze, die nicht funktionieren. Einen Witz, der nicht funktioniert hat, erz&auml;hle ich noch mal. Dann funktioniert er wieder nicht. Dann erz&auml;hle ich ihn noch ein drittes und ein viertes Mal, und schlie&szlig;lich frage ich das Publikum: Seid ihr bereit f&uuml;r den Booster-Witz?&ldquo; Die Antwort ist nat&uuml;rlich ein laut gerufenes &bdquo;Wir wollen mehr!&ldquo;, was Meijs freut, denn so wird ein einziger schlechter und nicht funktionierender Witz abendf&uuml;llend.<\/p><p>&bdquo;Wouter ist der einzige unseres Comedy-Kollektivs, der immer noch beim Thema Corona bleibt. Ich nehme an, dass er die Corona-Zeit so verarbeitet&ldquo;, berichtet Jonathan Krispijn. Der 27-J&auml;hrige mit j&uuml;disch-kolumbianischer Abstammung und dunkler Hautfarbe hat das Kollektiv, das in den niederl&auml;ndischen Medien als rechtsextrem, sexistisch, antisemitisch und rassistisch bezeichnet wird, in der Corona-Zeit gegr&uuml;ndet. Als die Virus-Panik losging, rief er ein paar Kollegen an. Er fragte sie, ob sie bei Hart voor Humor mitmachen und trotz Lockdown und ohne jegliche Corona-Regeln an geheimen Orten auftreten w&uuml;rden: &bdquo;Nat&uuml;rlich gab es Reaktionen, dass das viel zu gef&auml;hrlich sei. Einer der Kollegen, der so reagiert hat, ist sp&auml;ter dann doch zu uns gekommen.&ldquo; Rogier Kahlmann hatte sich impfen lassen, wollte die Corona-App aber nicht auf seinem Smartphone installieren, weil ihm Privatsph&auml;re und Datenschutz wichtig sind. Deswegen hatte er keinen QR-Code (das niederl&auml;ndische Pendant zu 3G), als seine ungeimpfte Tochter mit ihm zu McDonald&rsquo;s wollte: &bdquo;F&uuml;r seine Tochter tat ihm das leid, und er realisierte in dem Moment, dass es genau das ist, was Ungeimpfte t&auml;glich mitmachen.&ldquo; Weil das seiner Meinung nach so nicht sein konnte, begann er, zu den Demonstrationen zu gehen und schloss sich den damals noch illegalen Auftritten des Comedy-Kollektivs an.<\/p><p><strong>Voll schr&auml;g: Flucht nach Deutschland, um frei zu sein<\/strong><\/p><p>&bdquo;Ich habe K&uuml;nstler miteinander verbunden, die Freiheit wichtig finden&ldquo;, betont Krispijn. Aufgetreten wurde auf Bestellung auf Bauernh&ouml;fen, in H&uuml;hnerst&auml;llen, privaten G&auml;rten und Wohnzimmern. Mal kamen 30 Zuschauer, mal 100, den Rekord verbucht ein Auftritt in Friesland, wo sich in einem ehemaligen Kuhstall 200 Leute versammelten. Die Zuschauer kauften ihre Karten vorab, ohne den genauen Ort zu kennen. Der wurde erst kurz vor dem Auftritt bekannt gegeben: &bdquo;Wer uns verpetzen wollte, der musste Eintritt bezahlen.&ldquo; Wobei die Karten sich preislich im Rahmen hielten und halten. Da die Gruppe ihre Auftritte f&uuml;r jedes Budget anbieten und allen zug&auml;nglich machen will, bestimmen die Zuschauer innerhalb einer Preisspanne von 2,50 &euro; bis 20 &euro; selbst, was sie bezahlen m&ouml;chten. Vor dem Eingang durfte es nat&uuml;rlich keine lange Schlange geben, weswegen der Einlass h&auml;ppchenweise organisiert wurde. <\/p><p>Erwischt wurden die Jungs nie, aber bei einem Auftritt nahe der deutschen Grenze war es einmal ziemlich knapp. Am Auftrittsort angekommen, ging das Ger&uuml;cht um, dass jemand die BOA&rsquo;s &ndash; oder auch die Stasi, wie Krispijn die niederl&auml;ndischen Ordnungsbeamten nennt &ndash; informiert hatte. Ein deutscher Zuschauer bot seine Garage als Zufluchtsort an, damit die Show doch noch stattfinden konnte. &bdquo;Als wir losfuhren, dachten wir, dass das wohl ein sehr kleines Ding sein wird&ldquo;, erinnert sich der 27-J&auml;hrige. Am Ende gab es wirklich eine &ndash; f&uuml;r Normalsterbliche schon recht ordentliche &ndash; Garage. Die Show ging aber in der riesigen Villa mit Swimmingpool gleich nebenan &uuml;ber beziehungsweise auf die B&uuml;hne. Weil an diesem Ort nach der Show noch gefeiert und gebadet werden konnte, waren die Jungs von Hart voor Humor nat&uuml;rlich begeistert. Das war aber noch l&auml;ngst nicht alles, denn im Grunde war der Ort schon der sehr gelungene, allererste Witz des Abends: &bdquo;Wir mussten nach Deutschland, um frei zu sein. Was f&uuml;r eine Ironie! Das fanden wir echt schr&auml;g.&ldquo;<\/p><p>Das Publikum hat sich nach Corona etwas gewandelt. Heute sind es laut Krispijn Ungeimpfte und Geimpfte, gr&ouml;&szlig;tenteils aber immer noch &bdquo;Wappies&ldquo;, die sozusagen das niederl&auml;ndische Pendant zu den Deutschen &bdquo;Verschw&ouml;rern&ldquo; sind. &bdquo;Es kommen aber auch viele Menschen, die f&uuml;r Meinungsfreiheit und gegen den Woke-Wahnsinn sind, weil wir daf&uuml;r sorgen, dass wir beim Sprechen nicht unfrei werden&ldquo;, sagt Krispijn, der sich selbst aufgrund seiner Hautfarbe in einem seiner Gags als Transneger bezeichnet. Dem 27-j&auml;hrigen ist es wichtig, dass &bdquo;es die Freiheit gibt, &uuml;ber Schwarze, Juden, Moslems oder was auch immer Witze zu machen&ldquo;. Festgeschrieben ist das auch in dem Hart voor Humor Manifest, dessen erster Absatz lautet: &bdquo;Die Grundlage unseres Humors ist, dass ein guter und ein schlechter Witz derselben Sache entspringen, n&auml;mlich dem Versuch, lustig zu sein. Man wei&szlig; nie im Voraus, bevor man es gesagt hat, ob etwas lustig ist. Wir Comedians k&auml;mpfen f&uuml;r den Versuch, lustig sein zu d&uuml;rfen. &ndash; Patrice O&rsquo;Neal (*07. Dezember 1969, &dagger;29. November 2011)&ldquo;<\/p><p><strong>Beim Witze Machen gibt es keine Grenzen<\/strong><\/p><p>Auf die Frage, ob es beim Witze Machen Grenzen gibt, antwortet Krispijn mit einem klaren Nein: &bdquo;Was mich betrifft, kann man auch &uuml;ber ein totes Baby einen Witz machen.&ldquo; Als Beispiel bringt er seinen Kollegen Paul Schoolderman, der mit einem solchen Witz auf die Situation in niederl&auml;ndischen Asylantenunterk&uuml;nften aufmerksam machen will. Als in den Nachrichten kam, dass in einer &uuml;berf&uuml;llten Unterkunft in Ter Apel ein Baby in einer Turnhalle gestorben ist, sagte er noch in derselben Woche auf der B&uuml;hne: &bdquo;Es gibt Menschen, die gegen diese Unterk&uuml;nfte mit Asylanten-Raus-Plakaten demonstrieren und Feuerwerk abfeuern, und am Ende kommen sie dann doch. Es funktioniert also nicht. Was du wahrscheinlich tun musst, ist ein totes Baby in einer Turnhalle ablegen. Dann wird das Problem gel&ouml;st.&ldquo; Den Witz w&uuml;rde Krispijn auch im Fernsehen bringen, wenn theoretisch auch die Eltern des Babys zugucken k&ouml;nnten: &bdquo;Du musst es Dir ja nicht ansehen. Es geht einfach um das freie Wort.&ldquo;<\/p><p>Besser nicht angesehen hat man sich in Zeiten von Corona die ein oder andere Satire- \/ Comedy-Show im deutschen &ouml;ffentlich-rechtlichen Fernsehen, in der &uuml;ber Ungeimpfte, Ma&szlig;nahmenkritiker und viele mehr kr&auml;ftig hergezogen wurde. Bis heute scheint man bei den jetzt aktuellen Themen weder Grenzen noch Gnade zu kennen, wenn es darum geht, die Zuschauer zu verh&ouml;hnen. Auf die Frage, ob das nicht vergleichbar w&auml;re, antwortet Krispijn: &bdquo;Ja, das kenne ich auch. Das weckt Widerstand, weil es im Humor normalerweise um Macht geht.&ldquo; F&uuml;r ihn ist Humor immer ein &bdquo;Tritt gegen die Macht&ldquo;. Witze &uuml;ber eine Gruppe zu machen, die sowieso schon ausgeschlossen wird, die man nirgendwo reinl&auml;sst, die aus welchen Gr&uuml;nden auch immer der Underdog ist, ist f&uuml;r den Niederl&auml;nder mit j&uuml;disch-kolumbianischer Herkunft eine sehr schr&auml;ge Auswahl der Zielgruppe: &bdquo;Normalerweise w&uuml;rdest du den K&ouml;nig oder den Regierungschef w&auml;hlen, aber die Comedians von heute geh&ouml;ren zum Establishment.&ldquo; Fr&uuml;her haben die Kollegen laut Krispijn von weit links gegen das Establishment geschossen, heute sind sie selbst die Bosse der Institutionen: &bdquo;Vor allen Dingen in der Regierung, den Gerichten und Hochschulen. Sie sind jetzt an der Macht, haben einen Gott-Komplex und besitzen ideologisch gesehen die Medien.&ldquo;<\/p><p><strong>Jonathan Krispijn ist libert&auml;rer Kommunist und Yoga-rechts<\/strong><\/p><p>Medienmacher ist Jonathan Krispijn selbst auch. W&auml;hrend er und seine Kollegen Hart voor Humor nebenbei als Hobby betreiben, berichtet der 27-J&auml;hrige im Hauptberuf f&uuml;r den alternativen Rundfunk &bdquo;ON! &ndash; Ongehoord Nederland&ldquo; (Nicht geh&ouml;rte Niederlande) aus der zweiten Kammer des niederl&auml;ndischen Parlaments. Dort stellt er (vermutlich so &auml;hnlich wie Florian Warweg in der Bundespressekonferenz) Fragen, die die Politiker nicht h&ouml;ren wollen: &bdquo;Vieles wird negiert und ich bekomme wenig zur&uuml;ck, aber trotzdem finde ich es wichtig, diesen Job zu machen.&ldquo; Praktisch ist, dass dieser Job auch Futter f&uuml;r sein Comedy-Programm liefert. Auf der B&uuml;hne nimmt Krispijn sich selbst auf die Rolle, wenn er erz&auml;hlt, wie er den Parteivorsitzenden des als rechtspopulistisch angesehenen Forum voor Democratie (FVD), Thierry Baudet, nachts um vier im Unterhaus trifft. Baudet ist laut Krispijn f&uuml;r seinen Alkoholkonsum bekannt und auch daf&uuml;r, ein &bdquo;Wappie&ldquo; und Gegner der Corona-Ma&szlig;nahmen zu sein. Der Comedian spielt eine Szene, in der er den betrunkenen Baudet auf die Verantwortung hinweist, die Politiker &uuml;bernehmen m&uuml;ssen. Und er lallt &ndash; selbst auch total besoffen &ndash;, dass das Gleiche nat&uuml;rlich auch f&uuml;r Journalisten gelte: &bdquo;In der Szene geh&ouml;re ich dazu. Ich bin auch ein Trottel, und du kannst die ganze Zeit sehen, dass ich auch zu nichts tauge.&ldquo;<\/p><p>Auf die Frage, ob er selbst ein Rechter sei, antwortet Krispijn: &bdquo;Ich bezeichne mich als Yoga-rechts.&ldquo; Die Bezeichnung &bdquo;libert&auml;rer Kommunist&ldquo; empfindet der 27-J&auml;hrige aber auch als passend: &bdquo;Ich bin ein bisschen libert&auml;r und will weniger Staat. Sozial finde ich aber auch gut und bin trotzdem gegen Zwang. Das Verr&uuml;ckte ist, dass ich ein bisschen was von beiden Seiten habe und nirgendwo dazugeh&ouml;re.&ldquo; Wenn Jonathan Krispijn mit Journalisten aus dem Mainstream spricht, dann sagt der Dunkelh&auml;utige aber einfach nur, er sei rechts: &bdquo;Dann k&ouml;nnen sie unser Comedy-Kollektiv in einen Rahmen packen, und f&uuml;r jeden ist deutlich, wo wir stehen. Wir sind anti-globalistisch, anti-woke und so gesehen pro-nationalistisch f&uuml;r die Menschen.&ldquo; Nat&uuml;rlich k&ouml;nne er mit der Mainstream-Presse auch &uuml;ber Verbindung reden, aber &bdquo;das ist dann f&uuml;r einen Artikel nat&uuml;rlich nicht sexy&ldquo;.<\/p><p>Wichtig ist dem Gr&uuml;nder des Kollektivs, dass Comedians mit unterschiedlichen Meinungen dabei sind, die diese frei &auml;u&szlig;ern. So steht es auch im Manifest der Gruppe an dritter Stelle festgeschrieben: &bdquo;Die Comedians von Hart voor Humor sind unterschiedlicher Meinung, aber sie halten es f&uuml;r wichtiger, &uuml;ber die Unterschiede der anderen zu lachen, als sie zu verabscheuen. Uns interessiert nicht, welchen Standpunkt jemand vertritt, sondern nur, ob er ihn lustig formulieren kann.&ldquo; Oder mit den Worten von Krispijn: &bdquo;Wir sind weder rechts noch links, denn wir alle wissen, dass das ein vergehendes Konzept ist, auch wenn dar&uuml;ber in der &ouml;ffentlichen Debatte leider noch gesprochen wird.&ldquo;<\/p><p><strong>Wappie oder nicht: Jeder kriegt sein Fett weg!<\/strong><\/p><p>Der geimpfte Comedian Taco Eijzenbach ist einer, der im Comedy-Kollektiv gegen den Strom schwimmt. &bdquo;Seit anderthalb Jahren trete ich bei Hart voor Humor auf, und genauso lange wird mir gesagt, dass ich sterben werde. Ich lebe aber immer noch! Vielleicht ist es das, was die anderen meinen, wenn sie sagen, dass die Impfung nicht funktioniert?&ldquo;, sagt er w&auml;hrend seiner Auftritte. Paul Schoolderman ist laut Jonathan Krispijn zwar nicht geimpft, aber ansonsten ein gem&auml;&szlig;igter Typ, der noch nicht mal glaubt, dass man in den Niederlanden auf ein Sozialkredit-System nach chinesischem Vorbild zusteuert: &bdquo;Er findet, dass die Politik nichts taugt, und ist anderer Meinung als die Regierung. Aber zu sagen, dass wir uns auf ein Sozialkredit-System zubewegen, so weit w&uuml;rde er nicht gehen.&ldquo; Daf&uuml;r sagt der genauso glatzk&ouml;pfige wie dunkelh&auml;utige und linke Marokkaner Badr Maghrani st&auml;ndig etwas, was das Publikum nicht h&ouml;ren will, wie beispielsweise: &bdquo;Habt ihr die ukrainischen Frauen mit den Molotowcocktails und Waffen im Fernsehen gesehen? Und habt ihr euch im Corona-Widerstand auf dem Museumsplatz in Amsterdam auch so gef&uuml;hlt wie diese Menschen?&ldquo; Jonathan Krispijn findet es sch&ouml;n, wenn dem Publikum so der Spiegel vorgehalten wird: &bdquo;Es ver&auml;ndert deine Perspektive, wenn jemand den Widerstand nach dem &Uuml;berfall auf ein Land mit den Widerstand-Rufen bei den Corona-Demos vergleicht.&ldquo;<\/p><p>Im Publikum kriegt jeder sein Fett weg, und da es keine Grenzen gibt, kommt es nat&uuml;rlich auch schon mal vor, dass jemand findet, auf der B&uuml;hne sei man zu weit gegangen. Das ist laut Krispijn einer der Gr&uuml;nde, warum die Gruppe f&uuml;r jedes Budget spielt: &bdquo;Jeder entscheidet selbst, was er bezahlt, und es k&ouml;nnen nur 2,50 Euro sein. Wenn du dann mittendrin rausgehen willst, kannst du das gerne machen. Wir haben keine kommerzielle Pflicht, anders aufzutreten, als wir wirklich sind. Unsere St&auml;rke ist, dass wir auf der B&uuml;hne komplett unabh&auml;ngig sind und die totale Freiheit haben.&ldquo;<\/p><p>Mit der selbst geschaffenen Freiheit und all dem Humor geht der 27-j&auml;hrige Gr&uuml;nder von Hart voor Humor zwar von einem lachenden, nicht jedoch von einem Happy End aus. Obwohl in unserem Nachbarland eigentlich der Grundsatz &bdquo;Alles wird gut&ldquo; gilt, sagt Krispijn: &bdquo;Alles, was wir machen k&ouml;nnen, ist herrlich lachen und uns ein bisschen verbinden.&ldquo; Es g&auml;be sicherlich eine kleinere Gruppe von Menschen, die begreift, wohin sich alles entwickelt, aber davon w&uuml;rde es nicht gut: &bdquo;Wir k&ouml;nnen so lange wie m&ouml;glich hierbleiben und k&auml;mpfen, aber letztendlich m&uuml;ssen wir wahrscheinlich irgendwann ins Ausland fl&uuml;chten.&ldquo; Nur: Wohin?!? Vielleicht nach Afrika, sagt Krispijn: &bdquo;Wenn die Afrikaner uns dann in unseren Ruderboten sehen, denken sie wahrscheinlich: Sch**&szlig;e! Jetzt kommen die zu uns! Aber nicht als Fl&uuml;chtlinge, sondern um den Laden hier zu &uuml;bernehmen!&ldquo; In Afrika angekommen, stellt sich dann nat&uuml;rlich noch eine weitere Frage: Kann Wouter Meijs weiterhin die leichten Abende vor einem Publikum mit 100 Prozent Geimpften spielen?<\/p><p><small>Titelbild: &copy; Jonathan Krispijn<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Direkt gegen die &bdquo;Woke Kultur&ldquo;, wendet sich das niederl&auml;ndische Comedy-Kollektiv &bdquo;Hart voor Humor&ldquo; (Herz f&uuml;r Humor). Mit Witzen &uuml;ber Klimawahnsinn, Corona-Ma&szlig;nahmen, Einwanderung und Genderwahn kritisiert die aus sieben M&auml;nnern bestehende Gruppe den herrschenden Diskurs und setzt sich f&uuml;r die radikale freie Rede ohne Zensur ein. 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