{"id":118765,"date":"2024-07-27T13:00:59","date_gmt":"2024-07-27T11:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118765"},"modified":"2024-07-28T11:37:51","modified_gmt":"2024-07-28T09:37:51","slug":"das-grosse-karthago-fuehrte-drei-kriege","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118765","title":{"rendered":"Das gro\u00dfe Karthago f\u00fchrte drei Kriege \u2026"},"content":{"rendered":"<p>Das Attentat auf Donald Trump vom 13. Juli 2024, das den US-Pr&auml;sidentschaftskandidaten nur knapp verfehlte, beherrscht derzeit die Schlagzeilen. Dar&uuml;ber ist eine Nachricht zwei Tage zuvor, die mindestens ebenso viel mediale Aufmerksamkeit verdient h&auml;tte, fast wieder aus dem Blick geraten: Wie <em>ZDF heute<\/em> am 11. Juli 2024 mitteilte, &bdquo;wollen die USA erstmals seit dem Kalten Krieg wieder Langstreckenwaffen in Deutschland stationieren. Diese k&ouml;nnten dann auch Ziele weit im Inneren von Russland erreichen. Von 2026 an sollen Marschflugk&ouml;rper vom Typ Tomahawk mit deutlich mehr als 2.000 Kilometern Reichweite, Flugabwehrraketen vom Typ SM-6 und neu entwickelte &Uuml;berschallwaffen f&uuml;r einen besseren Schutz der NATO-Verb&uuml;ndeten in Europa sorgen. Das gaben das Wei&szlig;e Haus und die Bundesregierung am Rande des NATO-Gipfels in Washington bekannt. Das B&uuml;ndnis sicherte zudem der von Russland angegriffenen Ukraine zu, dass sie auf ihrem Weg in die NATO nicht mehr aufgehalten werden kann.&ldquo; Ein Essay von <strong>Michael Schneider<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_5857\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-118765-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240726-Karthago-fuehrte-drei-Kriege-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240726-Karthago-fuehrte-drei-Kriege-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240726-Karthago-fuehrte-drei-Kriege-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240726-Karthago-fuehrte-drei-Kriege-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=118765-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240726-Karthago-fuehrte-drei-Kriege-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240726-Karthago-fuehrte-drei-Kriege-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>Die verdr&auml;ngte Erblast von 1941 und die deutsche Geschichtsvergessenheit<\/strong><\/p><p>Im Rahmen eines deutsch-sowjetischen Kulturaustausches hatten meine Frau Ingeborg und ich die exzeptionelle Gelegenheit, im Sommer 1987 und 1988 f&uuml;r jeweils mehrere Wochen die UdSSR zu bereisen. Es war die Zeit von Gorbatschows Reformen &bdquo;Glasnost&ldquo; und &bdquo;Perestroika&ldquo;. Beide Reisen f&uuml;hrten uns und unseren russischen Freund und Reisebegleiter, den Schriftsteller Rady Fish, kreuz und quer durch das riesige Land. Durch ihn lernten wir viele M&auml;nner und Frauen der sowjetischen Kriegsgeneration kennen: ehemalige Soldaten und Partisanen, Chronisten und Augenzeugen der &bdquo;verbrannten D&ouml;rfer&ldquo;, &Uuml;berlebende der &bdquo;Belagerung Leningrads&ldquo;, ehemalige russische &bdquo;Ostarbeiter&ldquo; und Kriegsgefangene, die die deutschen Lager &uuml;berlebt haben. Dabei erging es mir wie einem Detektiv, der am Tatort angekommen ist. Erst dort begreift er die Ungeheuerlichkeit des Verbrechens: was der deutsche &Uuml;berfall und das faschistische Besatzungsregime f&uuml;r die sowjetischen V&ouml;lker wirklich bedeutet haben.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p>Von Riga bis Leningrad, von Kiew bis Rostow, vom Baltikum bis Belarus, von der Ukraine bis zum Kaukasus &ndash; so weit die deutsche Okkupation reichte, sie hat sich als kollektives Trauma in das Ged&auml;chtnis der Russen eingebrannt. An den &bdquo;Gro&szlig;en Vaterl&auml;ndischen Krieg&ldquo;, an den ungeheuren Blutzoll von 28 Millionen Menschen, den die sowjetischen V&ouml;lker im Kampf gegen die Hitler-Armeen entrichten mussten, an die vielen Millionen Opfer des Nazi-Terrors in den besetzten Gebieten erinnern nicht nur zahllose Denkm&auml;ler und Gedenkst&auml;tten, Museen und Ausstellungen, ungez&auml;hlte B&uuml;cher und Filme, sondern auch jede zweite russische Wohnstube, wo die gerahmten Fotografien der gefallenen und vermissten, ermordeten oder verhungerten Angeh&ouml;rigen h&auml;ngen.<\/p><p><strong>Kollektive Amnesie<\/strong><\/p><p>Im Fr&uuml;hjahr 1988 kam dann unser russischer Freund zum Gegenbesuch in die Bundesrepublik. Er war besonders an Begegnungen mit deutschen Kriegsveteranen interessiert, die am Russlandfeldzug teilgenommen hatten. Dabei machte er die Erfahrung, dass nur sehr wenige bereit oder f&auml;hig waren, &uuml;ber dieses Thema zu sprechen, und dass die meisten Bundesb&uuml;rger, die &auml;lteren wie auch die j&uuml;ngeren, gar nicht wissen, was sich unter der deutschen Besatzung in der UdSSR abgespielt hat. Auch fiel uns w&auml;hrend unserer gemeinsamen Reise durch die &bdquo;deutschen Lande&ldquo; auf, dass fast alle Erinnerungsspuren an die sowjetischen Opfer des deutschen Vernichtungsfeldzuges aus dem Alltag, dem politischen und kulturellen Leben der Bundesrepublik gel&ouml;scht worden waren. Was von den sowjetischen V&ouml;lkern als kollektives Trauma erlitten wurde und sich unverl&ouml;schlich in ihrem kulturellen Langzeitged&auml;chtnis eingegraben hatte, das war bei uns offenbar einer kollektiven Amnesie anheimgefallen.<\/p><p>Wo zum Beispiel sind die Gedenkst&auml;tten oder Mahnmale, die an die 3,3 Millionen russischen Kriegsgefangenen erinnern, die in deutschen KZs, Gefangenen- und Arbeitslagern durch Arbeit vernichtet, verhungert, erschossen, vergast oder durch Misshandlungen zu Tode gebracht wurden? Von den 65.000 vorwiegend russischen Kriegsgefangenen im Lager Stukenbrock bei Paderborn waren bei Kriegsende noch 5.000 am Leben. Nicht nur Auschwitz und Treblinka, auch die deutschen Lager f&uuml;r sowjetische Kriegsgefangene mit ihrer durchschnittlichen Sterbequote von fast 60 Prozent muss man als Todes- und Vernichtungslager qualifizieren.<\/p><p>Und wo sind die Gedenkst&auml;tten f&uuml;r die Opfer der vielen Hundert &bdquo;verbrannten D&ouml;rfer&ldquo;? Oftmals wurden die Einwohner in Schulen, Scheunen und Kirchen zusammengetrieben, wo sie bei lebendigem Leibe verbrannten. Gibt es in unserem Land, das immer neue Museen aus dem Boden stampft und in Bonn und Berlin Geschichtstempel von gigantischen Ausma&szlig;en errichten lie&szlig;, auch nur ein einziges Museum, das die unvorstellbaren Leiden und menschlichen Trag&ouml;dien dokumentiert, die sich w&auml;hrend der deutschen Belagerung in Leningrad abgespielt haben? &Uuml;ber eine Million Leningrader haben durch die Blockade ihr Leben verloren. Die H&auml;lfte der Einwohner, auch die meisten Frauen und M&uuml;tter, sind samt ihren Kindern verhungert, an Entkr&auml;ftung oder Seuchen gestorben, nachdem sie ihre letzten M&ouml;bel verheizt und nichts mehr zum Essen hatten als den Kitt ihrer Fensterrahmen.<\/p><p>&bdquo;<strong>Der Tod ist ein Meister aus Deutschland&ldquo; (Paul Celan)<\/strong><\/p><p>Um eine Vorstellung davon zu geben, welche Zerst&ouml;rungen und Verbrechen auf das Konto nur einer Armee und der in ihrem Operationsbereich t&auml;tigen Sonderkommandos gingen, sei hier das Beispiel der 18. Armee (Nord) aufgef&uuml;hrt, die auch an der Belagerung Leningrads beteiligt war. Dem Generalstabschef Friedrich Foertsch, der in sowjetische Kriegsgefangenschaft geriet, wurde nach dem Krieg von einem sowjetischen Gericht der Prozess gemacht. Foertsch wurde angeklagt, &bdquo;erstens Hitlers Plan der Vernichtung Leningrads und seiner Bev&ouml;lkerung, soweit die Faschisten das verwirklichen konnten, vollstreckt zu haben, zweitens als Generalstabschef in unmenschlicher Weise die Bev&ouml;lkerung aus den frontnahen Gebieten evakuiert und Massenvernichtungen von Ortschaften vorgenommen zu haben, drittens die alten russischen St&auml;dte Novgorod, Pskow und Ostrow vollst&auml;ndig zerst&ouml;rt (&hellip;) sowie im Gebiet Novgorod allein 186.760 Kriegsgefangene, Soldaten und Offiziere der Sowjetarmee get&ouml;tet zu haben&ldquo;.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Zur geplanten Vernichtung Leningrads erkl&auml;rte Foertsch vor Gericht: &bdquo;Ich gebe zu, die Befehle zum Beschuss gegeben zu haben, bekenne mich aber nicht schuldig.&ldquo;<\/p><p><strong>Ungebrochene personelle Kontinuit&auml;t zwischen Wehrmacht und Bundeswehr<\/strong><\/p><p>Friedrich Foertsch wurde vom sowjetischen Tribunal als &bdquo;&uuml;berf&uuml;hrter Kriegsverbrecher&ldquo; zu 25 Jahren Gef&auml;ngnis verurteilt, musste aber nur zehn Jahre absitzen. 1955 wurde er zusammen mit anderen deutschen Kriegsverbrechern an Westdeutschland zur&uuml;ckgegeben. F&uuml;r seine zehnj&auml;hrige Haftzeit wurde er alsbald auf besondere Weise entsch&auml;digt, und zwar durch eine Bilderbuchkarriere bei Bundeswehr und NATO. Bereits 1956 wurde er Divisionskommandeur der zweiten Grenadierdivision in Kassel und kurz darauf zum General ernannt. 1959 wurde er stellvertretender Stabschef f&uuml;r Planung und Politik im NATO-Hauptquartier, 1961 l&ouml;ste er den damaligen Generalinspekteur der Bundeswehr Adolf Heusinger ab, der ebenfalls ein &bdquo;verdienter&ldquo; Nazi-Oberst gewesen war.<\/p><p>Dass solche Milit&auml;rkarrieren nach 1945 beileibe keine Ausnahme bildeten, belegt die nahezu ungebrochene personelle Kontinuit&auml;t in den F&uuml;hrungsst&auml;ben von Wehrmacht und Bundeswehr. Bereits 1957 traten 44 ehemalige Wehrmachtsgenerale und -admirale sowie mehr als 1.000 ehemalige Wehrmachtsoffiziere in leitender Stellung wieder in den Dienst der neuen deutschen Armee.<\/p><p><strong>Apropos: &bdquo;Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden!&ldquo; (O-Ton Boris Pistorius<\/strong>)<\/p><p>Bereits 2017 hat der Milit&auml;rhistoriker S&ouml;nke Neitzel in einem SPIEGEL-Beitrag wieder die R&uuml;ckbesinnung auf &bdquo;milit&auml;rische Werte&ldquo; angemahnt: Die Bundeswehr m&uuml;sse wieder ein &bdquo;Instrument des Kampfes&ldquo; sein. Man k&ouml;nne &bdquo;Panzergrenadieren und Fallschirmj&auml;gern&ldquo; doch nicht &bdquo;lauter nicht-k&auml;mpfende Vorbilder anbieten&ldquo;. Sie &bdquo;sollen k&auml;mpfen und t&ouml;ten k&ouml;nnen&ldquo; und sich deshalb nicht auf &bdquo;Traditionselemente&ldquo; beschr&auml;nken, &bdquo;die der freiheitlich-demokratischen Grundordnung entsprechen&ldquo;. Neitzel empfahl der Bundeswehr allen Ernstes, sie solle sich wieder in die Traditionslinie der Wehrmacht stellen. (<em>Der SPIEGEL<\/em> 29\/2017)<\/p><p>Wenn ein deutscher Milit&auml;rhistoriker und Lehrstuhlinhaber f&uuml;nf Jahre vor der russischen Invasion in die Ukraine in einem deutschen Leitmedium wieder solche Thesen verk&uuml;nden und eine Armee als Vorbild empfehlen darf, die sich ohne nennenswerten Widerstand f&uuml;r den ungeheuerlichsten Angriffs-, Raub- und Vernichtungskrieg der Neuzeit zur Verf&uuml;gung stellte &ndash; welche Schl&uuml;sse haben wir daraus zu ziehen? Dass die Bundesrepublik Deutschland als die f&uuml;hrende Wirtschaftsmacht der EU ihre bisherige milit&auml;rische Zur&uuml;ckhaltung endlich aufgeben und bei dem jetzigen in der Ukraine gef&uuml;hrten Stellvertreterkrieg zwischen der US-gef&uuml;hrten NATO und Russland wie auch bei den k&uuml;nftigen US-gef&uuml;hrten Rohstoff- und Regimewechsel-Kriegen wieder ganz vorne mit dabei sein m&ouml;chte?<\/p><p><strong>Der Pyrrhussieg im &bdquo;Gro&szlig;en Vaterl&auml;ndischen Krieg&ldquo;<\/strong><\/p><p>In keinem deutschen Geschichts- oder Schulbuch &uuml;ber den Zweiten Weltkrieg findet man eine ann&auml;hernd realistische Beschreibung, welche Zerst&ouml;rungen und Verw&uuml;stungen die deutschen Armeen auf dem Vormarsch, besonders aber w&auml;hrend des R&uuml;ckzugs angerichtet haben und was der &bdquo;F&uuml;hrer-Befehl: Verbrannte Erde&ldquo; f&uuml;r die Sowjetunion bedeutete. In den von 88 Millionen Menschen bewohnten Besatzungsgebieten wurden insgesamt 15 Gro&szlig;st&auml;dte, 1.710 Kleinst&auml;dte und 70.000 D&ouml;rfer ganz oder teilweise verw&uuml;stet und sechs Millionen H&auml;user verbrannt oder demoliert, wodurch 25 Millionen Menschen ihr Obdach verloren. Ein Drittel des bebaubaren Landes war in &Ouml;dland verwandelt, die Kolchosen und Sowchosen waren ohne Vieh, ohne Saatgut, ohne Ger&auml;tschaften und Maschinen. Fast die H&auml;lfte des sowjetischen Industriepotenzials war vernichtet worden &ndash; &bdquo;was einer Zerst&ouml;rung Amerikas &ouml;stlich von Chicago gleichk&auml;me&ldquo;, wie Pr&auml;sident Kennedy in einer Rede am 10. Juni 1963 betont hatte.<\/p><p>Am schrecklichsten aber waren die Verluste an Menschenleben. Angesichts der Tatsache, dass der milit&auml;rische Sieger Sowjetunion mindestens viermal so viele Menschen verloren hat wie der Angreifer und milit&auml;rische Verlierer Deutschland, kann man wohl nur noch von einem &bdquo;Pyrrhussieg&ldquo; sprechen.<\/p><p><strong>Geteiltes Land, halbierte Schuld<\/strong><\/p><p>Die meisten Bundesb&uuml;rger gehen noch heute von der irrigen Vorstellung aus, die 28 Millionen Toten auf sowjetischer Seite seien Opfer &bdquo;normaler Kriegshandlungen&ldquo; gewesen. Mindestens sieben bis acht Millionen &ndash; manche Historiker sprechen von zehn Millionen &ndash; sind jedoch au&szlig;erhalb der eigentlichen Kampfhandlungen zu Tode gekommen &ndash; ein Tatbestand, der es wohl rechtfertigt, von V&ouml;lkermord zu sprechen. Ausschwitz wurde als &bdquo;unfassbares Verbrechen&ldquo; von fast allen Deutschen eingestanden &ndash; der deutsche Vernichtungskrieg gegen die V&ouml;lker der Sowjetunion und die damit verbundene Schuld wurden dagegen mit dem Einsetzen des Kalten Krieges in der BRD rasch wieder verdr&auml;ngt, verleugnet oder bagatellisiert. Dabei hatte der Krieg gegen die Sowjetunion &uuml;berhaupt erst die Voraussetzung f&uuml;r den Holocaust geschaffen, indem er die osteurop&auml;ischen und russischen Juden in die H&auml;nde der Nazis brachte.<\/p><p>Die deutsche Teilung und der wenige Jahre nach Kriegsende einsetzende Kalte Krieg, in dem &bdquo;die Sowjetunion&ldquo; wieder zum Feind erkl&auml;rt wurde, hatten auch eine Teilung der deutschen Schuld (und des Schuldgef&uuml;hls) zur Folge. W&auml;hrend die DDR, das hei&szlig;t ein Drittel der deutschen Bev&ouml;lkerung, stellvertretend f&uuml;r Gesamtdeutschland die Kriegsschuld gegen&uuml;ber der Sowjetunion im materiellen wie moralischen Sinne &uuml;bernehmen musste, sah sich der bundesrepublikanische Staat in der alleinigen Schuld Israels.<\/p><p>Es d&uuml;rfte denn auch kein Zufall sein, dass nach einer Umfrage von 2019, wer Deutschland vom Hitler-Faschismus befreit hat, nur 13 Prozent der Deutschen auch die Russen nannten. Wer es aber neuerdings wagt, am Jahrestag der Befreiung Deutschlands durch die Rote Armee am Sowjetischen Ehrenmal in Berlin eine Gedenkrede zu halten und an die ungeheuren Opfer der russischen V&ouml;lker im Kampf gegen den deutschen Faschismus zu erinnern, dem droht ein Prozess wegen &bdquo;Volksverhetzung&ldquo;. Wie sagte Tucholsky: &bdquo;Denn dies hei&szlig;t Verkommenheit: Nicht mehr f&uuml;hlen, wie tief man gesunken ist!&ldquo;<\/p><p><strong>Die T&auml;ter-Opfer-Umkehr<\/strong><\/p><p>Statt sich f&uuml;r die Bedrohungsgef&uuml;hle der sowjetischen Seite mitverantwortlich zu f&uuml;hlen, haben sich die westdeutsche Kriegsgeneration und ihre politischen Repr&auml;sentanten jahrzehntelang in eine Bedrohungshysterie hineingesteigert, die es den ehemaligen Angreifern gestattete, sich selbst als bedrohte Opfer eines jederzeit m&ouml;glichen sowjetischen &Uuml;berfalls zu begreifen und, im B&uuml;ndnis mit der US-gef&uuml;hrten NATO, zur Strategie der milit&auml;rischen und atomaren Abschreckung ihre Zuflucht zu nehmen.<\/p><p>Vom kollektiven Verhalten &ndash; so der Hamburger Psychoanalytiker Carl Nedelmann &ndash;benehmen wir uns noch immer so, als w&auml;ren nicht wir es gewesen, die die Sowjetunion &uuml;berfallen, an den Rand einer Niederlage gebracht und mit uns&auml;glichem Leid &uuml;berzogen haben. Die Schuld haben wir nicht auf uns genommen, sondern verdr&auml;ngt, abgespalten, verschoben und projiziert. Dieser Abwehrvorgang wurde durch die Erinnerung an das Leid, das die Russen uns bei der Einnahme angetan haben, gebahnt und verfestigt. Immer noch trauen wir den Russen zu, was sie uns angetan haben, aber unbewusst b&uuml;rden wir ihnen zus&auml;tzlich in projektiver Verkehrung auf, was wir ihnen angetan haben.&ldquo;[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Diese &bdquo;projektive Verkehrung&ldquo;, sprich: T&auml;ter-Opfer-Umkehr war ein geradezu popul&auml;rer Topos der Adenauer-&Auml;ra &ndash; und wird offenbar von einer Generation an die n&auml;chste weitergegeben. So k&ouml;nnen die heute regierenden Enkel und &bdquo;gr&uuml;nen&ldquo; Kindeskinder der deutschen Kriegsgeneration Wladimir Putin ohne Not und Beweis einfach unterstellen, er wolle den Status quo ante der Sowjetunion wiederherstellen und nach der Ukraine &ndash; wer wei&szlig; &ndash; vielleicht das Baltikum oder Finnland &uuml;berfallen. Und da sich die heutigen Entscheider in Politik, Medien und Kultur als &bdquo;gute Demokraten&ldquo; verstehen und sich f&uuml;r hypermoralisch halten, merken sie gar nicht, dass sie sich l&auml;ngst wieder im ideologischen Dunstkreis und auf den mit Schwarz-Rot-Gold &uuml;bert&uuml;nchten blutigen Spuren ihrer Gro&szlig;v&auml;ter und Urgro&szlig;v&auml;ter bewegen!<\/p><p><strong>Die Macht der Kriegspropaganda<\/strong><\/p><p>Gleichwohl ist festzuhalten: Die D&auml;monisierung Wladimir Putins als &bdquo;neuer Weltb&ouml;sewicht&ldquo; ist prim&auml;r ein Werk der westlichen Kriegspropaganda, um den lange geplanten NATO-Krieg gegen Russland zu rechtfertigen. Man lese nur das Strategiepapier der &bdquo;Rand-Corporation&ldquo; [<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>], das am 5. November 2019, also drei Jahre vor dem russischen Angriff auf die Ukraine, auch dem US-Kongress vorgelegt wurde: &bdquo;Overextending and Unbalancing Russia&ldquo; (Russland aus dem Gleichgewicht bringen und &uuml;berdehnen, um es dauerhaft zu schw&auml;chen). F&uuml;r die gro&szlig;e Mehrheit der deutschen Politiker und Journalisten begann dieser Krieg erst am 24. Februar 2022. In dieser Sichtweise, die die lange und komplexe Vorgeschichte dieses Krieges ausklammert, fungiert Putin als der alleinige Aggressor.<\/p><p>Faktum hingegen ist, dass der Krieg in der Ukraine bereits acht Jahre zuvor begann &ndash; mit dem blutigen Massaker auf dem Maidan und dem vom State Department, US- und britischen Geheimdiensten finanzierten und unter Beteiligung von ukrainischen Bandera-Faschisten organisierten Putsch gegen den demokratisch gew&auml;hlten Pr&auml;sidenten Janukowitsch. Nach UN-Angaben hat der innerukrainische B&uuml;rgerkrieg von 2014 bis 2018 rund 13.000 Tote gekostet, darunter 3.300 Zivilisten.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] Haben wir je davon in unseren Medien geh&ouml;rt oder gelesen? Hat eine westliche Regierung jemals &ouml;ffentlich protestiert oder gar Sanktionen gegen die Kiewer Regierung gefordert, die den Donbass permanent beschie&szlig;t, das hei&szlig;t die eigenen, mehrheitlich russischsprachigen Landsleute massakrieren lie&szlig;? Wer es wagt, solche Fakten heute in die &ouml;ffentliche Debatte einzubringen, wird sofort als &bdquo;Putin-Versteher&ldquo; und &bdquo;Putin-Troll&ldquo; diffamiert &ndash; und muss sogar damit rechnen, unter Verweis auf das neue juristische Wortunget&uuml;m &bdquo;Delegitimierung des Staates&ldquo; strafrechtlich verfolgt zu werden.<\/p><p>So wenig unsere &bdquo;westlichen Werte, Demokratie und Freiheit&ldquo; in Afghanistan verteidigt wurden, so wenig werden sie jetzt in der Ukraine verteidigt. Stehen russische Truppen etwa an der deutschen Grenze, oder verh&auml;lt es sich nicht vielmehr genau umgekehrt? Was hat die Bundeswehr im Baltikum verloren? Wer hat angesichts der permanenten Osterweiterung der NATO bis an die Grenzen Russlands und angesichts des diesj&auml;hrigen, seit Kriegsende gr&ouml;&szlig;ten milit&auml;rischen Aufmarsches im Rahmen der NATO-&Uuml;bung &bdquo;Defender&ldquo; eigentlich Grund, sich bedroht zu f&uuml;hlen: wir oder die Russen? Und jetzt noch die doppelte Zusicherung Washingtons beim letzten NATO-Gipfel an die Ukraine, &bdquo;dass sie auf ihrem Weg in die NATO nicht mehr aufgehalten werden kann&ldquo; und dass &bdquo;neu entwickelte &Uuml;berschallwaffen f&uuml;r einen besseren Schutz der NATO-Verb&uuml;ndeten in Europa sorgen (sollen)&ldquo; &ndash; m&uuml;ssen solche Ank&uuml;ndigungen den Kreml-Chef und seine milit&auml;rischen Berater denn nicht in h&ouml;chste Alarmbereitschaft versetzen?<\/p><p>Drei Tage sp&auml;ter k&uuml;ndigte Kreml-Sprecher Dmitrij Peskow entsprechende <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/russland-warnt-europas-hauptstaedte-koennten-ziel-von-raketen-werden-li.2234774\">Gegenma&szlig;nahmen<\/a> [<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] an und sagte w&ouml;rtlich: &bdquo;Wir haben die Kapazit&auml;ten, diese Raketen in Schach zu halten, aber die potenziellen Opfer sind die Hauptst&auml;dte dieser europ&auml;ischen L&auml;nder.&ldquo; &ndash; Man sollte diese &Auml;u&szlig;erung bitterernst nehmen!<\/p><p><strong>Dark Eagle<\/strong><\/p><p>In seiner Rede an die Nation am 21. Februar 2022, drei Tage vor dem Einmarsch in die Ukraine, beschwor Putin die aus russischer Sicht existenzielle Bedrohung, die ein NATO-Beitritt der Ukraine f&uuml;r sein Land bedeute:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Ich m&ouml;chte Ihre besondere Aufmerksamkeit auf die Tatsache lenken, dass die Gefahr eines &uuml;berraschenden Schlags gegen unser Land um ein Vielfaches zunehmen wird, wenn die Ukraine NATO-Mitglied werden sollte (&hellip;) Nachdem die Vereinigten Staaten den Vertrag &uuml;ber Mittelstrecken- und Kurzstreckenraketen zerst&ouml;rt haben, entwickelt das Pentagon bereits offen eine Reihe von bodengest&uuml;tzten Angriffswaffen, einschlie&szlig;lich ballistischer Raketen, die Ziele in einer Entfernung von bis zu 5.500 Kilometern erreichen k&ouml;nnen. Wenn solche Systeme in der Ukraine stationiert werden, werden sie in der Lage sein, Objekte auf dem gesamten europ&auml;ischen Territorium Russlands sowie hinter dem Ural zu bek&auml;mpfen. Die Flugzeit von Marschflugk&ouml;rpern &sbquo;Tomahawk&lsquo; nach Moskau betr&auml;gt weniger als 35 Minuten, f&uuml;r ballistische Raketen aus dem Raum Charkiw 7 bis 8 Minuten und f&uuml;r die Hyperschall-Raketen 4 bis 5 Minuten. Das bezeichnet man als &sbquo;das Messer am Hals&lsquo;.&ldquo;[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Es ist l&auml;ngst kein Geheimnis mehr, dass die USA auf deutschem Boden die Stationierung ganz neuer mobiler Waffensysteme vom Typ &bdquo;Dark Eagle&ldquo; vorbereiten. Sie sind als gezielter &bdquo;Enthauptungsschlag&ldquo; gegen feindliche, zum Beispiel russische Kommandozentralen konzipiert und so konstruiert, dass sie jegliche Abfangraketen unterlaufen k&ouml;nnen.<\/p><p>Kaja Kallas, die estnische Ministerpr&auml;sidentin, die eben zur au&szlig;enpolitischen Sprecherin der EU ernannt wurde, tr&auml;umt bereits &ouml;ffentlich von der notwendigen Dekolonisierung Russlands und seiner Zerst&uuml;ckelung in diverse Teilstaaten &ndash; so, wie es mit dem ehemaligen Jugoslawien geschah. Halten wir fest: Bereits 1999, als die US-gef&uuml;hrte NATO den Krieg wieder nach Europa brachte und ohne UNO-Mandat, daf&uuml;r mit deutscher Beteiligung Belgrad bombardierte, begann die jetzt so viel beschworene &bdquo;Zeitenwende&ldquo;.<\/p><p>Bekanntlich geh&ouml;rte die kritische &bdquo;Aufarbeitung der NS-Vergangenheit&ldquo; zu den zentralen Anliegen der politisierten deutschen Kriegskinder-Generation und der 68er-Bewegung. Was aber &ndash; so frage ich mich heute &ndash; haben unsere ganzen Bem&uuml;hungen letztlich gen&uuml;tzt, wenn unsere gew&auml;hlten politischen Repr&auml;sentanten, was den Umgang mit Russland betrifft, nichts und null aus dieser Vergangenheit gelernt haben? Wenn die deutsche Au&szlig;enministerin, eine Absolventin des &bdquo;Young Global Leader&ldquo;-Programms des WEF, nach zwei von Deutschland mit- und alleinverschuldeten Weltkriegen als ernsthaftes Ziel in die Welt posaunen darf, das gr&ouml;&szlig;te Land der Welt, n&auml;mlich &bdquo;Russland zu ruinieren&ldquo;! Wenn der deutsche Verteidigungsminister die &ndash; noch vor Jahren selbst im Mainstream undenkbare &ndash; Parole &bdquo;Wir m&uuml;ssen kriegst&uuml;chtig werden&ldquo; wieder salonf&auml;hig gemacht und inzwischen zum &ndash; mit Abstand &ndash; beliebtesten Politiker der Berliner Republik avanciert ist! Und wenn unser Cum-ex-Kanzler jede rote Linie, die er in puncto Waffenlieferungen f&uuml;r die Ukraine noch eben &ouml;ffentlich verk&uuml;ndet hat, kurze Zeit sp&auml;ter auf Gehei&szlig; Washingtons wieder &uuml;bertritt &ndash; eine nicht nur erb&auml;rmliche Manifestation politischer R&uuml;ckgratlosigkeit und deutschen Vasallentums, sondern auch ein brandgef&auml;hrliches Man&ouml;ver, das uns der Schwelle zum Atomkrieg immer n&auml;herbringt!<\/p><p>Wie lange noch wird die russische F&uuml;hrung angesichts der permanenten Provokationen des US-gef&uuml;hrten &bdquo;Werte-Westens&ldquo; Zur&uuml;ckhaltung &uuml;ben? Muss eine deutsche Regierung, falls sie noch einen Funken Rationalit&auml;t und politisches Verantwortungsgef&uuml;hl hat, denn nicht gew&auml;rtigen, dass im Falle einer atomaren Eskalation die ersten Ziele eines russischen Gegenschlages Wiesbaden (k&uuml;nftiges NATO-Hauptquartier f&uuml;r den Ukraine-Einsatz,) Stuttgart (Sitz des Europ&auml;ischen Kommandos der NATO), Bremerhaven (Drehscheibe f&uuml;r US-Truppentransporte Richtung NATO-Ostgrenze), B&uuml;chel (Atomwaffenlager f&uuml;r die nukleare Teilhabe) und Ramstein (Zentralmodul f&uuml;r den globalen US-Drohneneinsatz) sein werden? Doch selbst dieses sehr wahrscheinliche Szenario scheint die derzeitige, von ihrer eigenen &bdquo;Kriegst&uuml;chtigkeit&ldquo; besoffene Berliner Ampel in ihrer umnachteten B&uuml;ndnis- und Nibelungentreue nicht zu behelligen.<\/p><p>1951, angesichts der Wiederbewaffnung und Remilitarisierung der jungen Bundesrepublik, verfasste Bertolt Brecht einen &bdquo;Offenen Brief an die deutschen K&uuml;nstler und Schriftsteller&ldquo; &ndash; mit der Warnung an alle, dass &bdquo;Deutschland einen dritten Weltkrieg nicht &uuml;berleben w&uuml;rde&ldquo;. Der Brief endete mit dem ber&uuml;hmt gewordenen Epigramm:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das gro&szlig;e Karthago f&uuml;hrte drei Kriege. Es war noch m&auml;chtig nach dem ersten, noch bewohnbar nach dem zweiten. Es war nicht mehr auffindbar nach dem dritten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><small>Titelbild: BearFotos\/shutterstock.com<\/small><\/p><p>&Uuml;ber den Autor: <strong>Michael Schneider<\/strong> ist Essayist, Theater- und Romanautor und lebt in Berlin. Er studierte Biologie, Philosophie und Sozialwissenshaften und promovierte &uuml;ber Karl Marx und Sigmund Freud. Er lehrte viele Jahre als Professor f&uuml;r Dramaturgie und Stoffentwicklung an der Filmakademie Baden-W&uuml;rttemberg. Er ist Mitglied des Deutschen PEN-Zentrums, des Willy-Brandt-Kreises e.V. und des Magischen Zirkels von Deutschland. Er ver&ouml;ffentlicht online u.a. bei <em>tkp.at<\/em>, <em>Neue Rheinische Zeitung<\/em>, <em>Manova<\/em> und <em>Neue Debatte<\/em>.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Alle in diesem Beitrag aufgef&uuml;hrten Fakten und Zahlen zum deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion entstammen dem milit&auml;rgeschichtlichen Forschungsamt in Freiburg und dem 1983 erschienenen 4. Band &bdquo;Der Angriff auf die Sowjetunion&ldquo;. Vgl. auch meine beiden B&uuml;cher &bdquo;Das Unternehmen Barbarossa. Die verdr&auml;ngte Erblast von 1941 und die Folgen f&uuml;r das deutsch-sowjetische Verh&auml;ltnis&ldquo;, Darmstadt 1989, und &bdquo;Iwan der Deutsche&ldquo;, zusammen mit Rady Fish, Darmstadt 1989.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] &bdquo;Neue Zeit&ldquo;, Au&szlig;enpolitische Wochenschrift der UdSSR, Januar 1961<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Carl Nedelmann, Von deutscher Minderwertigkeit, in: Nedelmann (Hrsg.), Zur Psychoanalyse der nuklearen Bedrohung, G&ouml;ttingen 1987, S. 29<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Rand-Corporation, &bdquo;Overextending and Unbalancing Russia&ldquo;, abrufbar unter: <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.7249\/RB10014\">doi.org\/10.7249\/RB10014<\/a>, Year: 2019, abgerufen am 27. November 2022.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Vgl. <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Uno-meldet-fast-13-000-Tote-in-Ostukraine-article20821339.html\">n-tv.de\/politik\/Uno-meldet-fast-13-000-Tote-in-Ostukraine-article20821339.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Vgl. hierzu Henken, L&uuml;hr, Der Ukraine-Krieg &ndash; immense Herausforderung f&uuml;r die Friedensbewegung, Vortrag Berlin, 5. April 2022, abrufbar unter: <a href=\"http:\/\/www.frikoberlin.de\/texte\/20220405_henken.pdf\">frikoberlin.de\/texte\/20220405_henken.pdf<\/a> <\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Attentat auf Donald Trump vom 13. Juli 2024, das den US-Pr&auml;sidentschaftskandidaten nur knapp verfehlte, beherrscht derzeit die Schlagzeilen. Dar&uuml;ber ist eine Nachricht zwei Tage zuvor, die mindestens ebenso viel mediale Aufmerksamkeit verdient h&auml;tte, fast wieder aus dem Blick geraten: Wie <em>ZDF heute<\/em> am 11. Juli 2024 mitteilte, &bdquo;wollen die USA erstmals seit dem Kalten<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118765\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":118767,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,172,171,11],"tags":[3293,1268,2301,1403,2104,2394,304,663,259,2147,2794,260,966],"class_list":["post-118765","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-aufruestung","category-militaereinsaetzekriege","category-strategien-der-meinungsmache","tag-bellizismus","tag-kalter-krieg","tag-konfrontationspolitik","tag-konzentrationslager","tag-kriegsopfer","tag-kriegstrauma","tag-kriegsverbrechen","tag-putsch","tag-russland","tag-sowjetunion","tag-stellvertreterkrieg","tag-ukraine","tag-weltkrieg"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Shutterstock_2493041649.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118765","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=118765"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118765\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":118852,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/118765\/revisions\/118852"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/118767"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=118765"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=118765"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=118765"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}