{"id":11886,"date":"2012-01-13T08:47:02","date_gmt":"2012-01-13T07:47:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886"},"modified":"2012-01-13T08:47:02","modified_gmt":"2012-01-13T07:47:02","slug":"hinweise-des-tages-1549","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h01\">Kapitalismus braucht keine Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h02\">Die Herrschaft der Angebots&ouml;konomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h03\">Die unsichtbare Hand hilft uns nicht weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h04\">Ist Griechenland zu retten?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h05\">Top-Manager kassieren Millionen-Pensionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h06\">Die britische B&ouml;rsensteuer, die keiner kennt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h07\">14,6 Prozent der Belgier leben in Armut<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h08\">Franzosen arbeiten 225 Stunden weniger als Deutsche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h09\">Berliner Sozialgericht versinkt im Hartz IV Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h10\">Nahrung so teuer wie nie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h11\">Billigl&ouml;hne f&uuml;r Billighosen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h12\">Statistisches Bundesamt: Verkehrskosten wachsen &uuml;berproportional<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h13\">Augsburg &ndash;  Zeitarbeiter fahren jetzt auch Busse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h14\">Was vom Terror &uuml;brig blieb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h15\">Planlos im Familienministerium<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h16\">Niebels Plan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h17\">Scharfe Sanktionen &ndash; Br&uuml;ssel kn&ouml;pft sich Ungarn vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h18\">&ldquo;Und dann der Regen&rdquo; im Kino &ndash; Wasserkrieg als zweite Inquisition<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h19\">Berlin bald zulassungsfrei?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h20\">Auf der Suche nach Peter Hartz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h21\">Le Monde diplomatique &ndash; Januarausgabe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11886#h22\">Zu guter Letzt: Finanztransaktionssteuer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11886&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kapitalismus braucht keine Demokratie<\/strong><br>\nEin Gastbeitrag von Ingo Schulze, Schriftsteller<br>\nWahnsinn als Selbstverst&auml;ndlichkeit: Seit Jahren ist es offensichtlich, dass die Demokratie ruiniert wird und der Sozialstaat zerf&auml;llt. Privatisierte Gewinne und sozialisierte Verluste sind zur Selbstverst&auml;ndlichkeit verkommen. 13 Gr&uuml;nde, sich selbst wieder ernst zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/2.220\/thesen-gegen-die-auspluenderung-der-gesellschaft-kapitalismus-braucht-keine-demokratie-1.1255949\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Herrschaft der Angebots&ouml;konomen<\/strong><br>\nOb in der Politik, den Wirtschaftswissenschaften oder den Medien, wo man auch hinschaut und hinh&ouml;rt dominiert die Angebotspolitik. Nachfrageorientierte &Ouml;konomen hatten, wenn &uuml;berhaupt, nur eine kurze Konjunktur, als die Politik eben einmal gezwungen war, nachfrageorientiert zu handeln. Mit dem Auslaufen der Konjunkturprogramme und anderer staatlicher Feuerwehreins&auml;tze zur Stabilisierung der Nachfrage und Rettung der Finanzwirtschaft, sind auch die &Ouml;konomen nicht l&auml;nger gefragt, die jene Ma&szlig;nahmen seit Jahrzehnten inhaltlich begr&uuml;nden und theoretisch fundieren. Der ver.di-&Ouml;konom Dierk Hirschel &auml;u&szlig;erte sich j&uuml;ngst in einem Inerview ausf&uuml;hrlich zu diesem Sachverhalt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=1684\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die unsichtbare Hand hilft uns nicht weiter<\/strong><br>\nAdam Smith und die neoklassische &Ouml;konomie haben nicht mehr recht. DerMarkt versagt, ihr Menschenbild vom Homo oeconomicus und die daraus abgeleitetenModelle helfen nicht, die aktuellen und k&uuml;nftigen Probleme derMenschheit zu l&ouml;sen. Stattdessen brauchen wir eine neue, nachhaltige &Ouml;konomie: Ein erster notwendiger Reformschritt ist also die Verwendung eines der Realit&auml;t angemesseneren Menschenbildes. Wirtschaftswissenschaftler sollten anerkennen, dass Menschen selten rational und nicht immer zu ihremBesten handeln. &hellip; Der zweite Reformschritt betrifft die Marktideologie. Wirtschaftsliberale &Ouml;konomen glauben, dass das gesamte G&uuml;terangebot einer Volkswirtschaft allein durch den Markt bestimmt werden sollte, da der Preismechanismus eine optimale Verteilung von Arbeitskraft, Ressourcen, Kapital und G&uuml;tern regle. &hellip; Das f&uuml;hrt zum dritten Reformblock. Fast alle gebildetenMenschen wissen, dass die heutige Form des Produzierens und Konsumierens die Grenzen der nat&uuml;rlichen Tragf&auml;higkeit &uuml;berschreitet und ungez&uuml;gelte M&auml;rkte dieses Problem nicht l&ouml;sen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nachhaltige-oekonomie.de\/images\/stories\/pdf_startseite\/StZ_Rogall_Essay_031211.pdf\">Stuttgarter Zeitung [PDF &ndash; 186 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Auch wenn dem NDS-Leser die Thematik vertraut sein d&uuml;rfte, der Artikel von Holger Rogall bietet einen guten &Uuml;berblick &uuml;ber die M&auml;ngel der herrschenden Wirtschaftswissenschaften. Erfreulich, dass solche Aufs&auml;tze allm&auml;hlich auch ihren Weg in die Tageszeitungen finden, hier in die Stuttgarter Zeitung. Allerdings hat, wie die Titel und Einleitung suggerieren, die radikale Marktgl&auml;ubigkeit des neoliberalen Mainstreams wenig mit Adam Smith zu tun. Ich vermute, dass dies eher der Redaktion anzulasten ist, welche so den Aufsatz aufpeppen m&ouml;chte. In Zuge der Kritik an den Wirtschaftswissenschaften sollte man nicht das Kind mit dem Bade aussch&uuml;tten und sie bis zu seinem Stammvater verdammen. Der Text widmet sich vor allem der Neoklassik, allerdings birgt selbst diese ein zun&auml;chst ein nicht zu beanstandendes Modell. Erst der Neoliberalismus vernachl&auml;ssigt die Pr&auml;missen des Modells, z.B. die Annahme vollst&auml;ndiger Information der Marktteilnehmer, und erhebt die Modellaussage zur wirtschaftspolitischen, ja gesellschaftspolitischen Empfehlung. Die &ldquo;Unsichtbare Hand&rdquo;, durch welche das &lsquo;own interest&rsquo; entgegen seines Ziels das &lsquo;public interest&rsquo; bef&ouml;rdert, dient in Smiths Hauptwerk, dem Wohlstand der Nationen (1776), auf einer theoretischen Ebene dazu, auf die ordnende Kraft des Marktes hinzuweisen. In seinem zweiten Hauptwerk, der &ldquo;Theorie der ethischen Gef&uuml;hle&rdquo; (1779), grenzt sich Smith explizit von einem nur im Eigeninteresse handelnden Menschen ab. Adam Smith h&auml;tte sich niemals zur einer Aussage verstiegen, wie sie der neoliberale Walter Eucken vertrat: &ldquo;Soziale Gerechtigkeit sollte man &hellip; durch Schaffung einer funktionsf&auml;higen Gesamtordnung und insbesondere dadurch herzustellen suchen, da&szlig; man die Einkommensbildung den strengen Regeln des Wettbewerbs, des Risikos und der Haftung unterwirft.&rdquo; Nicht nur seit heute wissen wir, dass die &lsquo;unsichtbare Hand&rdquo; bei unvollst&auml;ndigem Wettbewerb (Marktmacht), bei externen Effekten wie Umweltverschmutzung und bei der Einkommensverteilung versagt und staatliche Regulierung erfordert. Bereits Smith kennt das Ph&auml;nomen des Marktversagens. Gerade vom aktuellen Standpunkt ist es bezeichnend, dass Smith f&uuml;r Regulierungen im Bereich des Banken- und Geldgewerbes eintritt. Die Verwerfungen des schottischen Bankensystems durch den Konkurs der schottischen Ayr Bank, unter deren Eindruck Smith wohl stand, sind sicherlich nicht vergleichbar mit der heutigen Krise, aber sein Eintreten f&uuml;r einen gesetzlich festgeschriebenen H&ouml;chstzinssatz gegen Wucher h&ouml;rt sich sehr vertraut an. Es sei zu beachten, dass Kapital nicht soliden Leuten (sober people) entzogen w&uuml;rde und nicht an Verschwender und Spekulanten (prodigals and projectors) fliesse, die zwar bereit w&auml;ren den hohen Zins zu zahlen, aber das Leihgeld verschwendeten (waste) und vernichteten (destroy) (Buch II, Kapitel IV, ab Absatz 14). Man k&ouml;nnte Smiths Redewendung auch als ironischen Scherz begreifen, so wurde diese Metapher zu seiner Zeit eher im religi&ouml;sen Kontext benutzt, z.B. als unsichtbare Hand der Vorsehung. Aber im Kontext von Buch IV, Kapitel II, Absatz 9 und anderer Stellen verweist sein Bild der unsichtbaren Hand zum ersten Mal in der Geschichte &ouml;konomischen Denkens darauf, wie dezentrales Wissen durch den Marktmechanismus zu einem Ergebnis f&uuml;hrt, das kein Individuum so h&auml;tte realisieren oder auch nur planen k&ouml;nnen &ndash; eine Erkenntnis von gro&szlig;er Tragweite aber mit Grenzen. &ndash; Wer sich f&uuml;r eine andersdenkende, heterodoxe &Ouml;konomie interessiert, findet Hinweise in einem Text von Tom Schimmeck: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/13-2012\/++co++a88ce9a8-3ad4-11e1-64a5-001ec9b03e44\">Die nackten Propheten<\/a>&ldquo;.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ist Griechenland zu retten?<\/strong><br>\nEs klemmt bei den Verhandlungen &uuml;ber einen Schuldenverzicht privater Gl&auml;ubiger. Diese sollen auf mehr Schulden verzichten &ndash; dabei haben einige noch nicht einmal den eigentlich schon ausgehandelten Schnitt umgesetzt.<br>\nIn EU-Kreisen hei&szlig;t es, die Beteiligung der Privaten werde zwar nicht 100 Prozent erreichen, aber nicht weit darunter liegen. Insgesamt ist Griechenland mit 350 Milliarden Euro verschuldet. 200 Milliarden Euro davon halten private Investoren wie Banken, Fondsgesellschaften, Pensionsfonds und Hedgefonds. Die Investoren w&uuml;rden ihre bestehenden Anleihen in l&auml;nger laufende, niedriger verzinste Anleihen tauschen. Dadurch soll die griechische Verschuldung von derzeit 160 Prozent der Wirtschaftsleistung bis 2020 auf 120 Prozent&nbsp;sinken.<br>\nIst der Schuldenverzicht sicher, k&ouml;nnten die Hilfen des IWF und des Rettungsfonds EFSF flie&szlig;en. Sie machen insgesamt 130 Milliarden Euro aus. Griechenland braucht das Geld&nbsp;dringend.<br>\nZu einem immer gr&ouml;&szlig;eren Problem wird die Rolle der Hedgefonds. Diese haben sich in den vergangenen Wochen stark mit griechischen Anleihen und entsprechenden Kreditausfallversicherungen eingedeckt, hei&szlig;t es in Finanzkreisen. Damit w&uuml;rden sie an einer Pleite Griechenlands verdienen. Folglich sind Hedgefonds offenbar gar nicht daran interessiert, dass es zu einer L&ouml;sung kommt. Analysten der Bank of America sch&auml;tzen, dass bereits die H&auml;lfte der Griechen-Anleihen privater Investoren bei Hedgefonds liegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/griechenland-ein-pinguin-wollte-fliegen-1.1255782\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn es so ist, dass schon die H&auml;lfte der Griechenland-Anleihen privater Investoren bei Hedgefonds liegen und diese &uuml;ber die Kreditausfallversicherungen an einer Pleite Griechenlands verdienen, dann ist das endg&uuml;ltige Aus f&uuml;r Griechenland und die Europ&auml;ische W&auml;hrungszone wohl gekommen. Und das alles, weil die Europ&auml;ische Union zu feige war, zuzulassen, dass die EZB selbst eingreift. Aber vielleicht waren Merkozy gar nicht feige oder borniert, sondern haben so einen eleganten Weg gefunden, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Wom&ouml;glich war das sogar von Anfang an das eigentliche Ziel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Top-Manager kassieren Millionen-Pensionen<\/strong><br>\nDie Chefs der gr&ouml;&szlig;ten deutschen Konzerne k&ouml;nnen sich auf den Ruhestand freuen: Laut einem Zeitungsbericht haben die 30 Dax-Bosse Anspruch auf Pensionen von acht Millionen Euro im Schnitt. Besonders gut sind zwei Automanager abgesichert&hellip;<br>\nDemnach leben die aktuellen Dax-Chefs in einem goldenen Zeitalter pers&ouml;nlicher Verm&ouml;gensbildung. Vielfach kurz nach der Jahrtausendwende an die Spitze ger&uuml;ckt, geh&ouml;rten sie zu den Ersten, die von opulenten Aktienprogrammen profitierten. Au&szlig;erdem nahmen sie wie selbstverst&auml;ndlich die gro&szlig;z&uuml;gigen Versorgungssysteme der alten Deutschland AG in Anspruch. Das beste aus beiden Welten also.<br>\nAn der Spitze der &ldquo;Handelsblatt&rdquo;-Auswertung steht Daimler-Chef Dieter Zetsche. Seine Pensionsr&uuml;ckstellungen lagen Ende 2010 bei 26,1 Millionen Euro, wie das Blatt unter Berufung auf den Gesch&auml;ftsbericht 2010 berichtet. Platz zwei belegt der Volkswagen-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn mit 17,9 Millionen Euro. An dritter Stelle steht BASF-Chef J&uuml;rgen Hambrecht mit 14,6 Millionen Euro. Jeder der 30 Konzernchefs k&ouml;nne mindestens eine halbe Million Euro j&auml;hrlich erwarten, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,808717,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Zum Vergleich: Ein (fiktiver, weil unrealistischer) sog. Standardrentner, also ein Rentner der 45 Jahre ein Durchschnittseinkommen von derzeit 30.000 Euro pro Jahr verdient hat und in der gesamten Zeit entsprechende Beitr&auml;ge in die Rentenversicherung einbezahlt hat kann im Westen mit 1.224 Euro, im Osten mit 1.086 Euro Altersrente rechnen. Allerdings sind statistisch nur vier von zehn M&auml;nnern &uuml;ber diese gesamten 45 Jahre erwerbst&auml;tig. Die Durchschnittsrente liegt deshalb deutlich niedriger, n&auml;mlich bei 697 Euro (M&auml;nner 970 Euro, Frauen 473 Euro) in Westdeutschland und bei 826 Euro <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/ratgeber\/altersvorsorge\/wie-sich-der-standard-vom-durchschnittsrentner-unterscheidet\/4013938.html\">(M&auml;nner 1.044 Euro, Frauen 676 Euro)<\/a>.<\/em><br>\n<em>Ein Standardrentner m&uuml;sste also 1.876 Jahre alt werden, um auf die f&uuml;r Herrn Zetsche auszuzahlende Pensionssumme zu kommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die britische B&ouml;rsensteuer, die keiner kennt<\/strong><br>\nEine Finanztransaktionssteuer vertreibe Anleger nach London, ist das wichtigste Argument ihrer Gegner. Dabei gibt es dort eine solche Abgabe &ndash; seit Thatchers Zeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/geldanlage\/2012-01\/stamp-duty-finanztransaktionssteuer\/komplettansicht?print=true\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>14,6 Prozent der Belgier leben in Armut<\/strong><br>\nVon 100 Belgiern leben 15 unterhalb der Armutsgrenze. Das geht aus dem ersten F&ouml;deralen Jahrbuch zur Armut hervor, das am Donnerstag in Br&uuml;ssel vorgestellt worden ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/brf.be\/nachrichten\/national\/320457\/#.Tw8OGU3poL0.email\">BRF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Franzosen arbeiten 225 Stunden weniger als Deutsche<\/strong><br>\nIn der Angleichung an Deutschland haben Frankreichs Arbeitnehmer eine Menge nachzuholen. Sie arbeiten sechs Wochen weniger im Jahr als die Deutschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13812176\/Franzosen-arbeiten-225-Stunden-weniger-als-Deutsche.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wahnsinn. Die katastrophale deutsche Arbeitsmarktpolitik als Vorbild f&uuml;r den Rest der EU? Sollen die Franzosen jetzt trotz 9% Arbeitslosigkeit l&auml;nger arbeiten? Gemeint sind ja wohl Lohnsenkungen &agrave; la &ldquo;40 Stunden arbeiten f&uuml;r 35 Stunden Lohn&rdquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Berliner Sozialgericht versinkt im Hartz IV Chaos<\/strong><br>\nBerliner Sozialgericht ist aufgrund zahlloser Hartz-IV-Klagen &bdquo;an der Grenze der Belastbarkeit&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/berliner-sozialgericht-versinkt-im-hartz-iv-chaos-900101.php\">Gegen Hartz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers K.G.:<\/strong> Die L&ouml;sung &ndash; den &sect; 31 SGB II aussetzen. Wer unter Druck gesetzt wird, wehrt sich. Und das ist gut so. Freiwilligkeit hingegen f&ouml;rdert Tatendrang. Aber das werden Leyen und Anhang aufgrund fehlender emotionaler Intelligenz wohl nie begreifen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Die einzige realistische L&ouml;sung, die von der Politik zu erwarten ist und auch bereits mehrfach als Vorschlag formuliert wurde, ist die Beschr&auml;nkung von Klagem&ouml;glichkeiten und damit eine weitere Entrechtung von Erwerbslosen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Alle 17 Minuten ein neuer Fall<\/strong><br>\nDas Berliner Sozialgericht, das gr&ouml;&szlig;te bundesweit, erwartet seine 150.000. Hartz-IV-Klage. Mehr als die H&auml;lfte der Kl&auml;ger bekommt zumindest teilweise recht. Mehr als 40.000 unerledigte Hartz-IV-Verfahren liegen am Berliner Sozialgericht. Sie machen deutlich &uuml;ber zwei Drittel aller Rechtsstreitigkeiten aus. &ldquo;Das Gericht m&uuml;sste ein Jahr schlie&szlig;en, um diesen Berg abzuarbeiten&rdquo;, sagt Gerichtspr&auml;sidentin Sabine Schudoma. Schudoma lobt die Mitarbeiter der Jobcenter als &ldquo;engagiert und kompetent&rdquo;. Aber sie &uuml;bt auch Kritik: &ldquo;Sie kommen mit der Arbeit nicht hinterher.&rdquo; Zu h&auml;ufig w&uuml;rden Gerichtsverfahren von den Jobcentern um Monate verz&ouml;gert, weil es an Personal fehle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F01%2F12%2Fa0111&amp;cHash=6b23a445f7\">taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Nahrung so teuer wie nie<\/strong><br>\nF&uuml;r Millionen von Menschen sind Nahrungsmittel im vergangenen Jahr zu teuer geworden. Der Nahrungsmittelpreisindex der Nahrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) notierte auf einem Rekordhoch. Da die Armen ohnehin schon 50 bis 70 Prozent ihres Einkommens f&uuml;r Nahrungsmittel ausgeben, k&ouml;nnen sie sich h&ouml;here Lebensmittelpreise schlicht nicht leisten: Ein Anstieg der Preise f&uuml;hrt nicht nur dazu, dass die Nahrungsmittelaufnahme verringert wird. Die Familien nehmen auch ihre  M&auml;dchen von der Schule und verkaufen Eigentum, um Essen kaufen zu k&ouml;nnen. Forscher erhoben, dass bei zehn  Prozent h&ouml;heren Preisen  die Armen in Guatemala 8,7 und in Peru 18,7 Prozent weniger Kalorien aufnahmen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/hunger-nahrung-so-teuer-wie-nie,10808230,11436868.html\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fao.org\/news\/story\/en\/item\/119775\/icode\/\">FAO<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zur Orientierung: In einem &auml;lteren Datensatz (2003) wurden bei uns bei einem Einkommen von 900 Euro 140 Euro also 15, 5 Prozent f&uuml;r Nahrunsmittel ausgegeben, bei einem Einkommen von 5000 Euro waren es mit <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2005\/11\/PD05__476__632,templateId=renderPrint.psml\">463 Euro 9 Prozent<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Billigl&ouml;hne f&uuml;r Billighosen<\/strong><br>\nRechercheure der Kampagne f&uuml;r Saubere Kleidung haben in Bangladesch zehn Zulieferfabriken untersucht, in denen die deutschen Discount-Ketten Textilien n&auml;hen lassen. Oft m&uuml;ssen die meist weiblichen Arbeiterinnen dort zwischen 13 und 15 Stunden t&auml;glich arbeiten &ndash; sieben Tage pro Woche. Diese Arbeitszeiten und &Uuml;berstunden sind weit mehr, als die Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) erlauben. Dabei reicht der Lohn oft nicht, um in Bangladesch eine Familie zu ern&auml;hren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F01%2F11%2Fa0074&amp;cHash=6a2448437b\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Jenseits der herzzerreisenden Zust&auml;nde in Bangladesch, sollte nicht vergessen werden, dass der unkontrollierte Wettbewerb um die niedrigsten Kosten, jeden Ansatz von existenzsichernden L&ouml;hnen, akzeptablen Arbeitnehmer- und Umweltstandards in konkurrierenden L&auml;ndern, nicht nur in Entwicklungs- und Schwellenl&auml;nder, sondern auch in entwickelten L&auml;ndern unterminiert &ndash; und die Triebkraft f&uuml;r diese uns&auml;gliche Entwicklung ist in den hochentwickelten Volkswirtschaften des Westens zu verorten. F&uuml;r Bangladesch u.a. gilt: Was ist schlimmer als ausgebeutet werden? Nicht ausgebeutet werden! &ndash; Neben der Studie &ldquo;Im Visier: Discounter&rdquo;, einer von vielen, sei als Einf&uuml;hrung in die Thematik auf die die ARD-Reportage, &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.dokumentarfilm24.de\/2010\/08\/16\/die-kick-story-textildiscounter-im-visier\/\">Die Kik-Story<\/a>&ldquo;, verwiesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Statistisches Bundesamt: Verkehrskosten wachsen &uuml;berproportional<\/strong><br>\nDie Verbraucherpreise f&uuml;r Verkehr sind in den vergangenen Jahren deutlich schneller gewachsen als die Lebenshaltungskosten in Deutschland insgesamt. Nach den neuesten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen die Lebenshaltungskosten der Deutschen 2011 bezogen auf 2005 um 11,1 Prozent, w&auml;hrend die Verbraucher f&uuml;r Flugtickets (plus 34,9 Prozent), Pkw-Kraftstoff (plus 28,0 Prozent) und Bahntickets (plus 22,2 Prozent) deutlich tiefer in die Tasche greifen mussten. Dass die Eisenbahn im Vergleich zu den anderen Verkehrstr&auml;gern niedrigere Preisaufschl&auml;ge zu verbuchen hat, f&uuml;hrt die Allianz pro Schiene auch darauf zur&uuml;ck, dass der Schienenverkehr die steigenden Energiepreise besser verkraftet als Auto- oder Flugverkehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.allianz-pro-schiene.de\/presse\/pressemitteilungen\/2012\/002-preissteigerung-mobilitaet-wird-teuer\/\">Allianz pro Schiene<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Augsburg &ndash;  Zeitarbeiter fahren jetzt auch Busse<\/strong><br>\nSeit Oktober werden h&auml;nderingend neue Busfahrer f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Nahverkehr in Augsburg gesucht. Um gen&uuml;gend zu finden, gehen die Stadtwerke neue Wege: Ab M&auml;rz sind auch Zeitarbeiter als Fahrer im Einsatz. Es sind 24 von &uuml;ber 40 zus&auml;tzlichen Kr&auml;ften. &bdquo;In diesem gro&szlig;en Umfang ist es das erste Mal, dass wir mit Personaldienstleistern zusammenarbeiten&ldquo;, sagt der Bereichsleiter Betrieb, Tobias Harms. Bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi spricht man von einer &bdquo;Sauerei&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/Zeitarbeiter-fahren-jetzt-auch-Busse-id18266821.html\">Augsburger Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.R.:<\/strong> Es ist schon interessant, dass ein Arbeitgeber den Fachkr&auml;ftemangel &ouml;ffentlich ausschlie&szlig;lich mit der eigenen mangelnden Bereitschaft zur marktgerechten Bezahlung seiner Mitarbeiter begr&uuml;ndet.<\/em><br>\n<em>Das Argument &bdquo;Unsere Erfahrung ist, die Leute interessiert vor allem das Brutto, weniger die Arbeitsbedingungen&ldquo; erscheint doch in einem etwas anderen Licht, wenn man wei&szlig;, dass<\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>die L&ouml;hne der Busfahrer gesenkt wurden,<\/em><\/li>\n<li><em>sie in eine eigene Gesellschaft &bdquo;ausgelagert&ldquo; wurden und<\/em><\/li>\n<li><em>vor wenigen Jahren ihre Arbeitsbedingungen erheblich verschlechtert wurden.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<p><em>In der Printausgabe wird dar&uuml;ber hinaus der Einsatz von Zeitarbeitern mit folgenden Worten begr&uuml;ndet: &bdquo;In Augsburg wurden h&auml;nderingend Busfahrer f&uuml;r den &Ouml;ffentlichen Dienst gesucht. Was fehlte, waren die Interessenten. Deshalb sind ab M&auml;rz Zeitarbeiter im Einsatz&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Entweder es gibt auf dem Arbeitsmarkt die gew&uuml;nschten Mitarbeiter oder nicht. Da stell sich sofort die Frage warum Zeitarbeitsfirmen die gew&uuml;nschten Mitarbeiter finden und die Stadtwerke Augsburg hingegen nicht.<\/em><br>\n<em>Erw&auml;hnenswert ist nat&uuml;rlich auch der Einsatz von <a href=\"http:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/augsburg\/Premiere-in-Augsburg-Studenten-als-Strassenbahnfahrer-id16680456.html\">Studenten als Stassenbahnfahrer in Augsburg<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Was vom Terror &uuml;brig blieb<\/strong><br>\nEin Bekenner-Video ist aufgetaucht. Es geht darin um Neonazis, das Video ist aber nicht von Terroristen aufgenommen worden, sondern im Auftrag des S&auml;chsischen Innenministers Markus Ulbig (CDU). Es l&auml;sst den Betrachter ratlos zur&uuml;ck. Ulbig ist Darsteller in dem Film, umkreist von einer nerv&ouml;sen Kamera spricht der Minister &uuml;ber den braunen Terror und ruft seine Mitb&uuml;rger dazu auf, Neonazis gemeinsam den Kampf anzusagen. Dann sagt Ulbig einen merkw&uuml;rdigen Satz: &bdquo;Antifaschismus ist nicht die richtige Antwort, sondern Demokratie.&ldquo;<br>\nDas wirft Fragen auf: Sollte Demokratie nicht antifaschistisch sein? Sind Demokratie und die Ablehnung von Faschismus Gegens&auml;tze wie suggeriert wird? Sind Antifaschisten per se undemokratisch? Der merkw&uuml;rdige Satz lohnt einen genauen Blick. Er ist kein Ausrutscher, sondern sagt viel &uuml;ber den Umgang mit Rechtsextremismus im Land. Man will Neofaschisten bek&auml;mpfen, dabei aber bitte nicht antifaschistisch sein!<br>\nHinter dem gedanklichen Spagat steckt konservative Ideologie. Die Unterstellung, dass Linksextremist sein muss, wer allzu vehement gegen Rechtsextremismus opponiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/debattiersalon.de\/was-vom-terror-ubrig-blieb\/#more-1425\">debattiersalon<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Planlos im Familienministerium<\/strong><br>\nDie SPD wollte in einer Kleinen Anfrage wissen, wie es ums Betreuungsgeld steht und was es kostet. Die meisten Antworten aus dem Familienministerium lauten: &ldquo;Wir haben selbst keine Ahnung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2012%2F01%2F11%2Fa0060&amp;cHash=a9fb93b906\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Niebels Plan<\/strong><br>\nIn der Zeit vom 12.01.2012 kann man Folgendes lesen:<br>\nEr klinge &uuml;berzeugend. So, als ob es ihm ausschlie&szlig;lich um frischen Wind ginge und darum, die B&uuml;rokratie flottzumachen. Entwicklungsminister Dirk Niebel erz&auml;hle stolz von seinem j&uuml;ngsten Personalcoup: einer Frau, die Erfahrung aus der Wirtschaft mitbringe und gut auftreten k&ouml;nne. Er habe das selbst erlebt, als sie bei ihm um einen Auftrag f&uuml;r die Unternehmensberatung McKinsey warb. Den Auftrag habe es zwar nicht gegeben. Aber die Frau wird nun seine j&uuml;ngste Abteilungsleiterin, so die Zeit.<br>\nZusammenfassen lasse sich Niebels Plan so: aufbl&auml;hen, aneignen, abwickeln. Nachzulesen sei das in einer internen FDP-Vorlage aus der Zeit der Koalitionsverhandlungen. &ldquo;Papier zur politischen Positionierung von AA und BMZ&rdquo; hei&szlig;e das sieben Seiten lange Konzept &ndash; mittlerweile es lese sich wie eine Regieanweisung, der Niebel seither konsequent folge.<br>\nErstens sollten mehr FDP-Leute in die Ministerialjobs, die &ldquo;liberale Durchdringung&rdquo; sei bislang zu kurz gekommen. Dann solle die Entwicklungspolitik das Ansehen der FDP st&auml;rken und ihrem &ldquo;Image als sozial kalt&rdquo; entgegenwirken. Schlie&szlig;lich k&ouml;nne das BMZ, wenn man es in dieser Legislaturperiode nicht aufl&ouml;sen k&ouml;nne, schrittweise ins Ausw&auml;rtige Amt, das Stammhaus der Liberalen, &ldquo;integriert&rdquo; werden, um dessen &ldquo;schleichende Entmachtung&rdquo; zu stoppen.&nbsp; Verfassungsgrunds&auml;tze w&uuml;rden mit F&uuml;&szlig;en getreten, klag der Personalrat&nbsp;<br>\nQuelle: Die Zeit vom 12.01.2012 Printausgabe\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schon in Bonner Zeiten einer FDP-Regierungsbeteiligung kursierte folgender treffende Witz: Begr&uuml;&szlig;ung des Vorsitzenden eines FDP-Ortsverbandes bei einer Jahreshauptversammlung: &bdquo;Sehr geehrte Herren Staatssekret&auml;r, meine Herren Ministerialdirektoren und Ministerialdirigenten, liebe Ministerialr&auml;te, verehrtes Parteimitglied&hellip;&ldquo;<\/em><br>\n<em>Die ach so staatsferne FDP machte schon immer den Staat zu ihrer Beute&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Scharfe Sanktionen &ndash; Br&uuml;ssel kn&ouml;pft sich Ungarn vor<\/strong><br>\nDie Regierung soll mehrere Gesetze &uuml;berdenken, vor allem das zur Unabh&auml;ngigkeit der Notenbank. Andernfalls droht Br&uuml;ssel mit dem Entzug von F&ouml;rdergeldern und Verfahren wegen Vertragsverletzung.<br>\nDie Europ&auml;ische Union droht Ungarn im Streit um mehrere neue Gesetze mit scharfen Sanktionen. Am Mittwoch warnte die EU-Kommission, es k&ouml;nnten Vertragsverletzungsverfahren in drei F&auml;llen eingeleitet werden. Zudem erw&auml;gt die Beh&ouml;rde angesichts des hohen ungarischen Staatsdefizits, EU-F&ouml;rdergelder in Milliardenh&ouml;he zu sperren. Man hoffe aber, dass sich Ungarn selbst bewege, um die komplizierten und langwierigen Verfahren zu vermeiden. &ldquo;Der Ball ist jetzt im ungarischen Feld&rdquo;, sagte eine Kommissionssprecherin.<br>\nBeanstandet werden Gesetze, die die Unabh&auml;ngigkeit der Zentralbank und des Verfassungsgerichts einschr&auml;nken, sowie M&auml;ngel beim Datenschutz. Mit einem Vertragsverletzungsverfahren kann die EU Verst&ouml;&szlig;e eines Mitgliedsstaats gegen Unionsrecht ahnden. Stellt der Europ&auml;ische Gerichtshof einen Rechtsbruch fest, muss der verurteilte Staat reagieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:scharfe-sanktionen-bruessel-knoepft-sich-ungarn-vor\/60153337.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.K.:<\/strong> Nicht wegen der Einschr&auml;nkung der Pressefreiheit oder Einschr&auml;nkung der Grundrechte werden Sanktionen ins Spiel gebracht, nein es geht ums Geld. Was denn auch sonst ?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Und dann der Regen&rdquo; im Kino &ndash; Wasserkrieg als zweite Inquisition<\/strong><br>\nAnfang 2000 in Bolivien: Die Wasserversorgung einer ganzen Stadt wird an ein Konsortium multinationaler US-Konzerne verkauft. Brunnen zu graben wird verboten, nicht einmal das Regenwasser darf gesammelt werden. Ic&iacute;ar Bolla&iacute;ns hat mit &ldquo;Und dann der Regen&rdquo; einen Film-im-Film gedreht, der mit quasi-dokumentarischer Wucht historische Parallelen zieht.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/2.220\/und-dann-der-regen-im-kino-wasserkrieg-als-zweite-inquisition-1.1244843\">S&uuml;ddeutsche (Filmkritik)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.und-dann-der-regen.de\/\">Trailer<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.B.:<\/strong> Das ist einen Hinweis wert, zumal er schon ca. 2 Wochen l&auml;uft und solche Filme ja leider (zu) schnell nicht mehr gezeigt werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Berlin bald zulassungsfrei?<\/strong><br>\nH&ouml;chste Eisenbahn f&uuml;r den Berliner Senat. Der muss schnellstens auf ein Urteil des Landesverfassungsgerichts reagieren, mit dem dieses den Numerus Clausus (NC) f&uuml;r ein Studienfach an der Humboldt-Universit&auml;t (HU) gekippt hat. Das Problem geht indes weit &uuml;ber den Einzelfall hinaus und betrifft nicht nur die Hauptstadt, sondern auch andere Bundesl&auml;nder. Vielleicht ist der Richterspruch gar der Anfang vom Ende f&uuml;r den NC.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1345-berlin_zulassungsfrei.php\">Studis online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Auf der Suche nach Peter Hartz<\/strong><br>\nARD-Dokumentation<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/sendungen_a-z\/799280_reportage-dokumentation\/8753676_auf-der-suche-nach-peter-hartz\">ARD-Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Le Monde diplomatique &ndash; Januarausgabe<\/strong>\n<ul>\n<li><strong>Staatstheater in Moskau<\/strong>: Wladimir Putin wird zusehends nerv&ouml;ser. Kurz vor den Pr&auml;sidentschaftswahlen am 4. M&auml;rz hat er seinen langj&auml;hrigen Spindoctor Wladislaw Surkow entlassen. Surkow, der Erfinder der &ldquo;gelenkten Demokratie&rdquo;, ist nun stellvertretender Ministerpr&auml;sident. Wie der ehemalige &ldquo;Demiurg des Kreml&rdquo; mit einer Schw&auml;che f&uuml;r Gangsta-Rap RUSSLAND zu einer B&uuml;hne des Zynismus gemacht hat, schildert Peter Pomerantsev, der in Moskau mehrere Jahre <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2012\/01\/13.mondeText1.artikel,a0001.idx,0\">als Fernsehproduzent gearbeitet hat<\/a>.<\/li>\n<li><strong>Arabischer Fr&uuml;hling<\/strong>:  Bei der Revolution k&auml;mpften Fu&szlig;ballfans in KAIRO an vorderster Front, holten die militanten Mubarak-Anh&auml;nger von den Kamelen und durchbrachen die Polizeisperren vor dem Parlament. James M. Dorsey, Autor des Blogs &ldquo;The Turbulent World of the Middle East Soccer&rdquo;, erkl&auml;rt, warum die Zamalek-Fans ihren Klub als &ldquo;die gr&ouml;&szlig;te politische Partei &Auml;gyptens&rdquo; bezeichnen. Wie in SUEZ derweil die Revolution weitergeht, berichtet der Journalist Fran&ccedil;ois Pradal.<\/li>\n<li><strong>Gestern und heute in Afrika<\/strong>: Von Gor&eacute;e bis Sansibar waren seit dem 7. Jahrhundert islamische Sklavenh&auml;ndler aus dem Orient in Afrika unterwegs. Die Journalistin und Autorin Charlotte Wiedemann folgt ihren Spuren.<\/li>\n<li><strong>Waffen f&uuml;r Salvador<\/strong>: Als sich die Guerilla 1980 zusammenschloss, einte sie nur ein Ziel: der Sturz der Milit&auml;rdiktatur. 12 Jahre sp&auml;ter, am 16. Januar 1992, kam es zum Friedensvertrag. Das Milit&auml;r wurde zwar entmachtet, aber die wirtschaftlichen Strukturen blieben erhalten. Die ganze Geschichte erz&auml;hlen Cecibel Romero und Toni Keppeler, die gemeinsam das Journalistenb&uuml;ro latinomedia.de betreiben.<\/li>\n<li><strong>Burmas Sch&auml;tze<\/strong>: Die neue Regierung unter Ex-General Thein Sein gibt sich alle M&uuml;he zivil und demokratisch zu wirken. Doch in den Grenzregionen f&uuml;hrt die Armee gegen die Separatisten nach wie vor erbittert Krieg. Die Journalisten Andr&eacute; und Louis Boucaud zeichnen den Konflikt nach, an dem auch China seinen Anteil hat. Der gro&szlig;e Nachbar investiert hier n&auml;mlich in seine Stromversorgung. Die Gemengelage aus Kampfgebieten und Energieprojekten <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pdf\/lmdkarte.pdf\">zeichnet diese Karte nach [PDF &ndash; 508 KB]<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>LMD liegt heute, 13.01.2012 der taz bei. Ab morgen separat am Kiosk.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Finanztransaktionssteuer<\/strong><br>\nSie kommt, sie kommt nicht, sie kommt, sie kommt nicht, sie ko&hellip; Sie kommt nicht! Jedenfalls nicht von alleine! Wenn ich schon immer h&ouml;re: &ldquo;Das Dosenpfand kommt!&rdquo;, &ldquo;Die Autobahnmaut kommt!&rdquo;, &ldquo;Die Finanztransaktionssteuer kommt!&rdquo; Hier kommt gar nichts &ndash; au&szlig;er mir vielleicht die Galle hoch.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/programm\/meinung\/finanztransaktionssteuer\/-\/id=8812286\/nid=8812286\/did=9123462\/y584pw\/index.html\">SWR (Text)<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/mp3-download.swr.de\/swr2\/meinung\/2012\/01\/509230.6444m.mp3\">SWR [Audio\/mp3 &ndash; 1.4 MB]<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11886","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11886","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11886"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11886\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11890,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11886\/revisions\/11890"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11886"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11886"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11886"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}