{"id":118901,"date":"2024-07-30T08:47:51","date_gmt":"2024-07-30T06:47:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901"},"modified":"2024-07-30T08:47:51","modified_gmt":"2024-07-30T06:47:51","slug":"hinweise-des-tages-4656","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h01\">Baerbocks Israel-Engagement beim Strafgerichtshof in Den Haag: Wladimir Putin freut es<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h02\">Israel bereitet Schlag gegen Libanon vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h03\">Boris Pistorius&rsquo; Reise um die halbe Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h04\">Frieden als Skandal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h05\">Im Krieg sind Journalisten die wichtigsten Soldaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h06\">L&auml;nger arbeiten &ndash; fr&uuml;her sterben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h07\">Bildungskrise &ndash; Wie Armut wirklich entsteht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h08\">Mieten immer teurer: Schafft das Bauministerium ab!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h09\">Bayerns Erdgaspl&auml;ne am Alpenrand sorgen f&uuml;r &Auml;rger<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h10\">Beredtes Schweigen in Berlin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h11\">Der Scharlatan<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h12\">&bdquo;Das Hauptziel von Keir Starmer ist es, die Linke zu zerschlagen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h13\">Erstes Ergebnis der Wahlbeh&ouml;rde in Venezuela: Maduro gewinnt mit 51,2 Prozent der Stimmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118901#h14\">Deutschlandfunk l&uuml;gt sich Spahns &bdquo;Pandemie der Ungeimpften&ldquo; zurecht<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Baerbocks Israel-Engagement beim Strafgerichtshof in Den Haag: Wladimir Putin freut es<\/strong><br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt pocht mit Blick auf Russland und dessen Ukraine-Invasion aufs V&ouml;lkerrecht. F&uuml;r Israel sollen aber andere Regeln gelten. Eine Analyse. [&hellip;]<br>\nW&auml;hrend die drei Richter also Khans Antr&auml;ge pr&uuml;ften, zauberten zwei Regierungen wie Zirkusclowns zwei H&auml;schen aus ihren H&uuml;ten. Das erste lieferte die Regierung von Gro&szlig;britannien, damals noch unter Rishi Sunak. Sie beantragte, als &bdquo;Freund des Gerichts&ldquo; zu der Frage geh&ouml;rt zu werden, ob der IStGH &uuml;berhaupt f&uuml;r den Gazastreifen zust&auml;ndig sei &ndash; obwohl das Gericht das ja l&auml;ngst entschieden hatte.<br>\nDaraufhin zauberte auch die deutsche Bundesregierung ein eigenes H&auml;schen aus dem Hut und wollte vorbringen, dass Israel die von Khan aufgelisteten Verbrechen selbst aufkl&auml;ren k&ouml;nne. Dann n&auml;mlich m&uuml;sste der IStGH warten, bis die israelische Justiz Netanjahu und Galant vor Gericht stellt &ndash; und zwar wegen genau der Vorw&uuml;rfe, die Khan erhebt. Bisher hat sie das nicht getan. [&hellip;]<br>\nDie deutsche Stellungnahme (die so geheim ist, dass die Botschaft in Den Haag nicht einmal best&auml;tigen wollte, dass es sie gibt) ist dabei unfreiwillig komisch: Das AA argumentiert darin, bei einem andauernden bewaffneten Konflikt m&uuml;sse man das Ende abwarten, um feststellen zu k&ouml;nnen, ob die Beteiligten ihre Verbrechen selbst juristisch aufarbeiten k&ouml;nnen und wollen. Das m&uuml;sste dann ja auch f&uuml;r den Haftbefehl gegen Wladimir Putin gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/baerbocks-israel-engagement-beim-strafgerichtshof-in-den-haag-wladimir-putin-freut-es-li.2239015\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Im Schatten Gazas<\/strong><br>\nWestjordanland: Seit dem 7. Oktober 2023 haben israelische Siedler und Soldaten ihre &Uuml;bergriffe auf Pal&auml;stinenser nochmals verst&auml;rkt.<br>\nDie israelische Ultrarechtsregierung hat die Repressionen in der besetzten Westbank weiter versch&auml;rft. Seit Oktober vergangenen Jahres haben Angriffe israelischer Siedler und Soldaten stark zugenommen, so dass die Einwohner von mindestens 18 pal&auml;stinensischen Gemeinden gezwungen waren, ihre D&ouml;rfer im Westjordanland zu verlassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/480412.nahostkonflikt-im-schatten-gazas.html\">junge Welt<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Was nach dem Teilungsplan der Uno von 1947 bis 2001 geschah<\/strong><br>\nNach vielen Jahrzehnten und Hunderten Nahost-Resolutionen und -Beschl&uuml;ssen der Uno existiert der Staat Pal&auml;stina noch immer nicht.<br>\nAm Anfang des Engagements der Uno im Nahen Osten stand die Teilungsresolution 181 der UN-Generalversammlung vom 27. November 1947. Diese Resolution sah auf dem bis dahin von Grossbritannien verwalteten Mandatsgebiet Pal&auml;stina die Bildung eines Staates Israel und eines Staates Pal&auml;stina vor &ndash; im Teilungsverh&auml;ltnis von 54 zu 46 Prozent des Territoriums.<br>\nDoch fast 74 Jahre und Hunderte Nahost-Resolutionen und -Beschl&uuml;sse der Uno sp&auml;ter existiert der Staat Pal&auml;stina noch immer nicht. Der Sicherheitsrat befasste sich vor seiner Resolution 2334 vom Dezember 2016 das letzte Mal zwei Jahre zuvor, am 30. Dezember 2014, mit dem Nahostkonflikt. Damals scheiterte ein von Jordanien eingebrachter Resolutionsantrag. Er sah die Vereinbarung einer umfassenden Zwei-Staaten-L&ouml;sung bis Ende 2015 sowie den vollst&auml;ndigen Abzug Israels aus den besetzten Gebieten bis sp&auml;testens Ende 2018 vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/was-nach-dem-teilungsplan-der-uno-von-1947-bis-2001-geschah\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Israel bereitet Schlag gegen Libanon vor<\/strong><br>\nKrieg gegen die Bev&ouml;lkerung in Gaza geht unvermindert weiter. Offiziell fast 40.000 Tote.<br>\nDie Zahl der Toten wurde am Montag mit 39.363 angegeben, &uuml;berwiegend Frauen und Kinder, fast 91.000 Menschen sind verletzt. Immer noch greift Israel die Orte an, wohin es den Menschen zuvor befohlen hatte zu fliehen. Aktuell sind es die Fl&uuml;chtlingslager Bureidsch und Nuseirat in der Mitte des Gazastreifens, aus denen die Menschen verschwinden sollen. Die Hamas habe sich dort verbarrikadiert, erkl&auml;ren die israelischen Streitkr&auml;fte. Also werden die Wohngebiete der Inlandsvertriebenen bombardiert. Nach Angaben der UN-Organisation f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung pal&auml;stinensischer Fl&uuml;chtlinge, UNRWA, sind nur noch 14 Prozent des pal&auml;stinensischen Territoriums im Gazastreifen nicht von R&auml;umungsbefehlen der israelischen Armee betroffen. In den &uuml;brigen 86 Prozent des K&uuml;stenstreifens kann niemand mehr sicher sein. Panzer &uuml;berrollen in den St&auml;dten Rafah und Khan Junis H&auml;user, Zelte und Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/480521.gazakrieg-israel-bereitet-schlag-gegen-libanon-vor.html\">Karin Leukefeld in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Boris Pistorius&rsquo; Reise um die halbe Welt<\/strong><br>\nWenn man so will, ist Pistorius die politische Vorhut, der die Marine dann folgt: Beide Schiffe, die Fregatte als auch der Einsatzgruppenversorger setzen nach ihrer Teilnahme am RIMPAC-Man&ouml;ver das Indo-Pacific Deployment fort, ihre Tour durch die Indopazifik-Region. An Taiwan wollen sie vorbeifahren &ndash; ob tats&auml;chlich durch die Stra&szlig;e von Taiwan, ist noch offen &ndash; durchs S&uuml;dchinesische Meer, Richtung Singapur. Gew&auml;sser, hei&szlig; umk&auml;mpft von den Anrainerstaaten, allen voran von China.<br>\nKonkret d&uuml;rfte Pistorius&rsquo; Ziel und auch das Ziel des Indo-Pacific Deployments sein, der Welt und konkret vor allem dem Partner USA zu demonstrieren: Seht her, wir stehen an Eurer Seite, auch in dieser Region der Welt. Dass Deutschland bereit ist, sich auch dort sicherheitspolitisch zu engagieren. Obwohl wir einen Krieg in Europa haben, der ziemlich viele Kr&auml;fte bindet. Freie See- und Handelswege? Ja, auch f&uuml;r die stehen wir ein, als Exportnation und gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der EU.<br>\nAufstampfen im Indopazifik. In der verst&auml;rkten Aufmerksamkeit f&uuml;r den Indopazifik sind sich die drei Koalitionsparteien ausnahmsweise einig. Was auch daran liegt, dass die Spannungen in der Region weiter zugenommen haben. [&hellip;]<br>\nDie aktuelle Botschaft Deutschlands: Wir sind da und wollen mitmischen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/briefing\/verteidigung-reise-pistorius-trams-zdfheute-update-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> S&auml;belrasseln des ZDF in Honolulu, am Rockscho&szlig; von Pistorius. Offensichtlich muss man Journalisten, im konkreten Fall eine Journalistin, nur quasi als Reisegep&auml;ck im Flugzeug mitnehmen. Dann applaudieren sie auch dem hellen Wahnsinn.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Kriegs&uuml;bungen Down Under<\/strong><br>\nMit der Beteiligung an einem Gro&szlig;man&ouml;ver in Australien sowie dem laut Eigenangaben ersten Kurzbesuch eines deutschen Milit&auml;rflugzeugs in Neuseeland setzt die Luftwaffe ihre diesj&auml;hrige Asien-Pazifik-Reise fort. In Australien trainieren f&uuml;nf deutsche Eurofighter und zwei Tankflugzeuge den Luftkrieg gegen ein fiktives Land, das den Namen Malus (lateinisch f&uuml;r &bdquo;schlecht&ldquo;) tr&auml;gt und vor allem russische Kampfjets besitzt. Man&ouml;verschauplatz ist der &auml;u&szlig;erste Norden Australiens, der f&uuml;r die US-Streitkr&auml;fte als r&uuml;ckw&auml;rtige Operationsbasis in einem etwaigen Krieg gegen China gilt. Hat die Bundeswehr in den vergangenen Jahren bereits Erfahrung mit Kriegs&uuml;bungen in Australien gesammelt, das ein bedeutender Verb&uuml;ndeter der USA im Machtkampf gegen die Volksrepublik ist, so tastet sie sich sich jetzt in Richtung Neuseeland vor. Das Land hat lange Zeit einen etwas eigenst&auml;ndigeren Kurs gesteuert &ndash; unter anderem, indem es sich zur Nuklearfreiheit bekennt und atomgetriebene U-Boote aus seinen Hoheitsgew&auml;ssern fernh&auml;lt. Unter seiner derzeitigen Regierung, die als seine rechteste seit Jahrzehnten gilt, bezieht es allerdings immer offener auf der Seite der USA Position.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9634\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Frieden als Skandal<\/strong><br>\nWahlen im Osten: BSW sorgt mit Koalitionsbedingung &raquo;Diplomatie&laquo; f&uuml;r w&uuml;tende Reaktionen.<br>\nDie Ank&uuml;ndigung der Parteivorsitzenden Sahra Wagenknecht, sich nur dann an einer Landesregierung zu beteiligen, wenn diese &raquo;auch bundespolitisch klar Position f&uuml;r Diplomatie und gegen Kriegsvorbereitung bezieht&laquo;, zog am Montag zahlreiche Reaktionen nach sich &ndash; und zwar &uuml;berwiegend w&uuml;tende. Bleibt das BSW in dieser Frage stabil, wird die Partei, das zeigen die Reaktionen, kaum in eine Landesregierung eintreten k&ouml;nnen. &raquo;Die Friedensfrage ist sehr wichtig&laquo;, hatte Wagenknecht (&hellip;) gesagt. Viele Menschen seien zu Recht beunruhigt, &raquo;weil die Bundesregierung unser Land immer mehr zur Kriegspartei im Ukraine-Krieg macht und bisher jedes Bem&uuml;hen um diplomatische L&ouml;sungen vermissen l&auml;sst&laquo;. Auch der Kovorsitzende des Th&uuml;ringer BSW-Landesverbandes, Steffen Sch&uuml;tz, bekr&auml;ftigte: &raquo;Wir stehen zu unseren Idealen.&laquo; F&uuml;r einen Skandal halten solche Aussagen vor allem die Gr&uuml;nen. [&hellip;]<br>\nDie Ampelparteien, die Union, deren Bundesparteispitze beim Thema Russland\/Ukraine noch aggressiver agiert als die Regierung, und die Linkspartei haben alle ein Interesse daran, dass das Friedensthema nicht die Landtagswahlk&auml;mpfe beherrscht. Dieses Kalk&uuml;l durchkreuzt Wagenknecht. Sie macht es damit auch der AfD unm&ouml;glich, das Friedensthema allein zu besetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/480535.wahlkampf-im-osten-frieden-als-skandal.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Im Krieg sind Journalisten die wichtigsten Soldaten<\/strong><br>\nDie Zivilisation bringt im Krieg ihr eigenes Ende zustande: Menschen werden als blo&szlig;es &bdquo;Material&ldquo; verbraucht. Journalisten machen es m&ouml;glich, sagt unser Kolumnist. Eine Polemik. [&hellip;]<br>\nDie zu verbergenden Tatsachen des Krieges sind so monstr&ouml;s, wie die Errungenschaften der Zivilisation gedeihlich sind. Daher ist die L&uuml;genschw&auml;ngerung des ganzen &ouml;ffentlichen Raums n&ouml;tig, um den Krieg zu verbergen oder seine Gestalt doch so zu verzeichnen, dass der beil&auml;ufige Betrachter unsicher bleibt und vielleicht unruhigen Herzens, aber doch wortlos weiterzieht. Denn kein B&uuml;rger, der bei Verstand ist, stimmt der Aufhebung seiner Burg zu und zieht freiwillig wieder in den Wald.<br>\nEs ist immer die langfristige, t&auml;gliche Wiederholung von L&uuml;gen n&ouml;tig, um den Nebel zu stiften, in dem sich der Mensch zum Verbrauchsmaterial erkl&auml;ren und auch so verwenden l&auml;sst. Journalisten sind hier unersetzlich.<br>\nDie T&auml;ter des Krieges m&uuml;ssen etwas h&ouml;ren, das ihr T&ouml;ten wenn nicht nobel, so doch notwendig erscheinen l&auml;sst; seine Opfer m&uuml;ssen etwas h&ouml;ren, das ihr Opfer wenn nicht sinnvoll, so doch unumg&auml;nglich erscheinen l&auml;sst; und seine Zuschauer m&uuml;ssen etwas h&ouml;ren, das sie in Unentschlossenheit und Zweifel h&auml;lt, bis den offiziellen Idealen f&uuml;r diesmal Gen&uuml;ge getan, d.h. bis f&uuml;r diesmal genug Geld mit Massent&ouml;tungen verdient wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/michael-andrick-im-krieg-sind-journalisten-die-wichtigsten-soldaten-li.2239619\">Michael Andrick in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>L&auml;nger arbeiten &ndash; fr&uuml;her sterben<\/strong><br>\nDie bestsituierten Damen und Herren blasen wieder st&auml;rker ins Horn: &bdquo;Wir&ldquo; m&uuml;ssen mehr und l&auml;nger arbeiten, sonst drohe der wirtschaftliche Untergang. Dabei st&ouml;rt sie nicht, das l&auml;ngeres Arbeiten die Wahrscheinlichkeit erh&ouml;ht, fr&uuml;her zu sterben. Auf Demokratie oder &auml;hnlichen Ballast pfeifen diese Menschen ebenso.<br>\nBeispiele der letzten Tage im Informationsportal der Deutschen Rentenversicherung:<br>\nIhre Vorsorge 21. Mai 24: Die Chefin der &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo;, Monika Schnitzer verlangt &bdquo;Rente mit 63&ldquo; (die tats&auml;chlich aktuell 64 Jahre und 4 Monate betr&auml;gt) nur f&uuml;r Dachdecker und Niedrigverdiener, f&uuml;r alle anderen sollte die Regelung entfallen.<br>\nIhre Vorsorge 10. Juli 24: Bundesbank-Pr&auml;sident Joachim Nagel fordert, das gesetzliche Rentenalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen.<br>\nIhre Vorsorge 19. Juli 24: Der Chef des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, h&auml;lt einen Renteneintritt erst mit 70 Jahren f&uuml;r Menschen mit Schreibtischjobs f&uuml;r zumutbar.<br>\nDiese Funktionstr&auml;ger sind hochbezahlt und mit weit &uuml;berdurchschnittlich hohen Lebenserwartungen ausgestattet. Sie haben mit der Lebenswirklichkeit der Menschen, gegen die sie unversch&auml;mte Forderungen erheben, nichts zu tun.<br>\nDie Folgen ihrer Forderungen nach Anhebung der Regelaltersgrenze w&auml;ren fatal. Das ist bereits mehrfach wissenschaftlich bewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/renten-zukunft.de\/2024\/07\/29\/laenger-arbeiten-frueher-sterben\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bildungskrise &ndash; Wie Armut wirklich entsteht<\/strong><br>\nDass Armut in der Gesellschaft ihre Ursache im Versagen unserer Schulen hat, wird von der Politik gerne verdr&auml;ngt. Wer Armut nachhaltig bek&auml;mpfen will, muss sich um die Leistungsf&auml;higkeit unserer Schulen k&uuml;mmern. Vor allem muss die Zahl der Schulversager drastisch vermindert werden.<br>\nSituation paradox: Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit meldete im ersten Quartal 2024 703.000 offene Stellen. Ihnen standen im gleichen Quartal 2.750.000 Arbeitslose gegen&uuml;ber. Wenn man diese Zahlen zur Kenntnis nimmt, m&uuml;sste man eigentlich annehmen, dass bei einem &Uuml;bergewicht der Erwerbslosen im Verh&auml;ltnis vier zu eins die offenen Stellen leicht besetzt werden k&ouml;nnten. Dass vor allem auch gering qualifizierte Arbeitskr&auml;fte gesucht werden, zeigt ein Gang durch unsere Innenst&auml;dte. An Gesch&auml;ften und Gastst&auml;tten h&auml;ngen Plakate, auf denen Mitarbeiter gesucht werden. Meistens sind es Verk&auml;uferinnen und Kellner. Woran liegt es, dass sich selbst f&uuml;r diese einfachen Stellen keine Bewerber finden?<br>\nAuskunft gibt eine Statistik der Jobcenter. Ihr zufolge haben in Deutschland knapp 2,9 Millionen junge Erwachsene zwischen 20 und 34 Jahren keine abgeschlossene Ausbildung. Sie sind auf dem Arbeitsmarkt kaum vermittelbar, weil ihnen grundlegende Fertigkeiten in der deutschen Sprache und im Alltagsrechnen fehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/bildungskrise-wie-armut-wirklich-entsteht%20\">Cicero<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Mieten immer teurer: Schafft das Bauministerium ab!<\/strong><br>\nKlara Geywitz wollte einen Bauboom in Deutschland ausl&ouml;sen. Doch stattdessen brechen die Zahlen dramatisch ein. Die Antwort der Ministerin: Zieht doch raus aufs Land! Das ist absurd. So ein Ministerium braucht kein Mensch. [&hellip;]<br>\nEine bezahlbare Wohnung zu finden, ist in Deutschland l&auml;ngst keine Gl&uuml;ckssache mehr. Es ist die gr&ouml;&szlig;te soziale Frage unserer Zeit geworden. Die Regierung wollte sie l&ouml;sen &ndash; und hat daf&uuml;r sogar ein eigenes Ressort gegr&uuml;ndet: das Bauministerium unter der Leitung von SPD-Politikerin Klara Geywitz. &bdquo;Unser Ziel ist der Bau von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr&ldquo;, hei&szlig;t es im Koalitionsvertrag. Doch damit ist die Ampel krachend gescheitert. [&hellip;]<br>\nNur weil Klara Geywitz ihre Ziele nicht erreicht, sollen Wohnungssuchende sich nun dorthin bewegen, wo sie aus beruflichen oder pers&ouml;nlichen Gr&uuml;nden gar nicht hinwollen oder -k&ouml;nnen &ndash; denn sonst w&auml;ren sie ja schon l&auml;ngst da. Wie war das noch mit dem Lieblingsthema des Kanzlers: &bdquo;Respekt&ldquo;? Wenn das Ministerium solche absurden Antworten auf die gro&szlig;e Wohnungsbaukrise gibt, kann es auch gleich wieder dicht gemacht werden. Zumal die vermeintliche L&ouml;sung gar keine ist. Denn als Bauministerin sollte Geywitz wissen, dass die Mieten im Umland inzwischen sogar st&auml;rker steigen als in den Metropolen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/mieten-immer-teurer-schafft-das-bauministerium-ab\/29919724.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bayerns Erdgaspl&auml;ne am Alpenrand sorgen f&uuml;r &Auml;rger<\/strong><br>\nSchon in wenigen Wochen k&ouml;nnten am Alpenrand die ersten neuen Erdgasbohrungen in Bayern seit mehr als einem Jahrzehnt beginnen &ndash; doch der Widerstand w&auml;chst. Neben Umweltsch&uuml;tzern und Anwohnern fordern auch der Landrat des Landkreises Landsberg am Lech, Thomas Eichinger (CSU), und der gesamte Rat der betroffenen Gemeinde Reichling ein Verzicht.<br>\nIm Juni hat das Bergamt S&uuml;dbayern der Firma Genexco Gas die Probebohrung genehmigt. Das Konzessionsgebiet &ldquo;Lech Ost&rdquo; ist mehr als 100 Quadratkilometer gro&szlig; und erstreckt sich bis zum Ammersee. Im September k&ouml;nnte es losgehen.<br>\nDie Bohrung liegt laut Greenpeace nur rund 150 Meter von einem europ&auml;ischen Schutzgebiet f&uuml;r bedrohte Tiere und Pflanzen entfernt und 200 Meter neben dem Trinkwasserschutzgebiet sowie im Einzugsbereich der Trinkwasserquelle der Gemeinde.<br>\nWie viel Gas hier gef&ouml;rdert werden kann, ist unklar. Laut Greenpeace wird auf ein 500 Millionen Kubikmeter umfassendes Erdgasfeld spekuliert, das 15 Jahre ausgebeutet werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boerse-frankfurt.de\/nachrichten\/ROUNDUP-Bayerns-Erdgasplaene-am-Alpenrand-sorgen-fuer-Aerger-e54e5504-f5ec-4475-8b7b-04c2fbe442a0\">B&ouml;rse Frankfurt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Beredtes Schweigen in Berlin<\/strong><br>\nMit kaltem Schweigen quittiert die Bundesregierung, die sich sonst gern als H&uuml;terin der Menschenrechte in aller Welt in Szene setzt, die m&ouml;rderische Niederschlagung der j&uuml;ngsten Proteste in Bangladesch. Offiziellen Angaben zufolge sind bislang rund 200 Regierungsgegner durch die Gewalt von Polizei und Milit&auml;r zu Tode gekommen. Beobachter rechnen mit erheblich h&ouml;heren Opferzahlen. Zudem haben die Repressionskr&auml;fte viele Tausende festgenommen. Premierministerin Sheikh Hasina, deren Sturz inzwischen immer entschlossener gefordert wird, kooperiert seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2009 mit Indien und wird daher von dessen Regierung offen unterst&uuml;tzt. New Delhi erhofft sich davon gr&ouml;&szlig;eren Einfluss rings um den Indischen Ozean und will zudem China zur&uuml;ckdr&auml;ngen, das zum bedeutendsten Handelspartner Bangladeschs aufgestiegen ist. Darin treffen sich seine Interessen mit denjenigen Deutschlands und des gesamten Westens. Indiens Regierung hat die blutige Gewalt der mit ihm loyal verb&uuml;ndeten Regierung von Premierministerin Hasina zu einer &bdquo;inneren Angelegenheit&ldquo; Bangladeschs erkl&auml;rt; das schlie&szlig;t &ouml;ffentliche Kritik aus. Berlin h&auml;lt sich daran und schweigt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9633\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Der Scharlatan<\/strong><br>\nEin Mann ganz nach seiner Fasson. Donald Trump h&auml;tte sich mit J. D. Vance keinen besseren &raquo;Running Mate&laquo; aussuchen k&ouml;nnen.<br>\nJ.&ensp;D. Vance ist anders. Er ist ein Hochstapler, dessen Hochstapelei die Form des Tiefstapelns angenommen hat, um ihn selbst als gr&ouml;&szlig;er und interessanter erscheinen zu lassen, als er ist. Das ist seine L&uuml;ge. Vances identit&auml;re Behauptung ist, authentisch f&uuml;r die wei&szlig;e US-amerikanische Arbeiterklasse zu sprechen. Die Welt nannte ihn j&uuml;ngst den &raquo;Barack Obama der wei&szlig;en Arbeiterklasse&laquo;. Dieser Klasse hat er aber nachweislich nie angeh&ouml;rt. Der Welt zufolge verk&ouml;rpert Vance &raquo;einen neuen Konservatismus, der nicht mehr elit&auml;r daherkommt&laquo;. Doch Vance ist elit&auml;r. Er wollte auch nie etwas Anderes sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/480311.us-pr%C3%A4sidentschaftswahlen-der-scharlatan.html\">Ingar Solty in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&bdquo;Das Hauptziel von Keir Starmer ist es, die Linke zu zerschlagen&ldquo;<\/strong><br>\nDie britische Sozialistin Grace Blakeley kritisiert in ihrem letzten Buch den &bdquo;Aasgeier-Kapitalismus&ldquo;. Ihren neuen Premier will sie aktiv bek&auml;mpfen. Was st&ouml;rt sie an der Labour-Partei? Und was hat sie vor? Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber linke Hoffnung [&hellip;]<br>\nWelche Richtung wird Gro&szlig;britannien unter Keir Starmer einschlagen? Die gesamte Kampagne der Labour Party drehte sich schlie&szlig;lich um &bdquo;Wandel&ldquo;. Geht es jetzt, wo ein Brexit-Gegner regiert, aufw&auml;rts mit dem Land?<br>\nIch wusste von dem Moment an, als Keir Starmer gew&auml;hlt wurde, dass sein Hauptziel darin bestehen w&uuml;rde, die Linke zu zerschlagen und zu demonstrieren, dass seine Labour Party keine Bedrohung f&uuml;r die Interessen des Kapitals darstellt. Genau das hat er getan. W&auml;hrend er an der Macht ist, wird Labour einige Zugest&auml;ndnisse an die arbeitende Bev&ouml;lkerung machen m&uuml;ssen &ndash; nicht zuletzt, weil sie die Unterst&uuml;tzung der Gewerkschaften des Landes behalten m&uuml;ssen. Aber diese Zugest&auml;ndnisse werden im Vergleich zu den Handouts, die eine Starmer-Regierung an das Finanzkapital und Gro&szlig;unternehmen geben wird, mager ausfallen. Wenn wir wollen, dass diese Regierung auf Themen wie Klimakrise und Ungleichheit achtet, m&uuml;ssen wir uns organisieren. Wenn Leute mich fragen, wie wir mit einer Starmer-Regierung umgehen sollen, sage ich immer dasselbe: Wir m&uuml;ssen &Auml;rger machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/grace-blakeley-das-hauptziel-von-keir-starmer-ist-es-die-linke-zerschlagen\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Erstes Ergebnis der Wahlbeh&ouml;rde in Venezuela: Maduro gewinnt mit 51,2 Prozent der Stimmen<\/strong><br>\nDer Nationale Wahlrat Venezuelas (CNE) hat kurz nach Mitternacht verk&uuml;ndet, dass die Ausz&auml;hlung einen &ldquo;unumkehrbaren Trend&rdquo; zugunsten von Pr&auml;sident Nicol&aacute;s Maduro zeige. Demnach erhielt dieser 51,2 Prozent der Stimmen (5,15 Millionen), gegen&uuml;ber 44,2 Prozent (4,46 Millionen) f&uuml;r seinen Hauptkonkurrenten, dem Kandidaten des Oppositionsb&uuml;ndnisses Einheitliche Plattform, Edmundo Gonz&aacute;lez.<br>\nDas erste Bulletin wurde nach Ausz&auml;hlung von 80 Prozent der Wahllokale ver&ouml;ffentlicht. Die Wahlbeteiligung lag laut CNE bei 59 Prozent.<br>\nDer Pr&auml;sident der Beh&ouml;rde, Elvis Amoroso, sprach von einem Angriff auf das elektronische &Uuml;bermittlungssystem, der die Zusammenf&uuml;hrung der Ergebnisse verz&ouml;gert habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2024\/07\/270717\/venezuela-maduro-gewinnt-mit-51-prozent\">amerika21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Deutschlandfunk l&uuml;gt sich Spahns &bdquo;Pandemie der Ungeimpften&ldquo; zurecht<\/strong><br>\nDer mit Zwangsbeitr&auml;gen ohne Mitbestimmung der Beitragszahler finanzierte Deutschlandfunk verteidigt die von Jens Spahn und vielen weiteren politisch Verantwortlichen verbreitete L&uuml;ge von der &bdquo;Pandemie der Ungeimpften&ldquo;  mit der im Herbst 2021 eine beispiellose staatlich befeuerte Verunglimpfung, Diskriminierung und Ausgrenzung gro&szlig;er Bev&ouml;lkerungsteile gerechtfertigt wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/propaganda-zensur\/deutschlandfunk-rki-files\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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