{"id":118941,"date":"2024-07-30T14:01:56","date_gmt":"2024-07-30T12:01:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118941"},"modified":"2024-07-30T14:01:56","modified_gmt":"2024-07-30T12:01:56","slug":"leserbriefe-zu-mit-buergerraeten-die-demokratie-revitalisieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118941","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eMit B\u00fcrgerr\u00e4ten die Demokratie revitalisieren?\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118704\">In diesem Beitrag<\/a> hinterfragt Christine Born die Idee von B&uuml;rgerr&auml;ten, die in der deutschen Politik immer mehr Sympathisanten gewinne. Gehe es wirklich um Demokratiest&auml;rkung oder doch eher um Emp&ouml;rungsmanagement? Auff&auml;llig sei, dass neben der Politik auch Stiftungen B&uuml;rgerr&auml;te sympathisch finden w&uuml;rden. Die erwachsenen Staatsb&uuml;rger in den B&uuml;rgerr&auml;ten d&uuml;rften sich die Themen, die sie diskutieren und bearbeiten sollen, jedoch nicht einmal selbst aussuchen, sondern bek&auml;men diese vorgegeben. Wir haben hierzu interessante Zuschriften erhalten und danken daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl der Leserbriefe, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS-Redaktion,<\/p><p>AHV, BZfE, DIFE, DGE, KIESEL, NQZ, NRI, es geht jetzt noch endlos so weiter&hellip; &ndash; nebst dem Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung und Landwirtschaft gibt es ein nahezu undurchschaubares Geflecht an Instituten, Organisationen, Vereinen, Verb&auml;nden, Studien (nahezu alle durch Steuergelder finanziert), die sich mit der Ern&auml;hrung der Deutschen befassen. Und jetzt auch noch B&uuml;rgerr&auml;te. Das Problem der Politik: Niemand braucht eine nationale Ern&auml;hrungsstrategie. Klimaneutral zubereitete Heuschrecke in Mehlwurmsuppe mit H&uuml;lsenfr&uuml;chten auch nicht. Und B&uuml;rgerr&auml;te schon gar nicht.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMichael Wrazidlo<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>&ldquo;Die B&uuml;rgerr&auml;te sieht die Journalistin eher als Besch&auml;ftigungstherapie und paternalistische &bdquo;Gespr&auml;chsangebote&ldquo;.<\/p><p>Dem stimme ich aus eigener Erfahrung zu, da ich bei &bdquo;Mehr Demokratie&ldquo; &auml;hnliche Erfahrungen vor einigen Jahren zu einer B&uuml;rgerdialogrunde in Mannheim &nbsp;gemacht habe.<\/p><p>Gelost wurden TeilnehmerInnen, die sich daf&uuml;r beworben hatten.<\/p><p>Die &nbsp;Gespr&auml;chsrunden verliefen zwar seinerzeit ohne Zuziehung von sog. Experten, vermutlich weil es &nbsp;sich dabei um eine Art von &bdquo;Erprobungsphase f&uuml;r B&uuml;rgerr&auml;te&ldquo; handelte.<\/p><p>Nach dieser Veranstaltung blieb bei mir der Eindruck &nbsp;von gezielter Themen- und Meinungssteuerung zur&uuml;ck.<\/p><p>Noch etwas fr&uuml;her gab es von den Volkshochschulen, gesponsert von Bertelsmann, &nbsp;B&uuml;rger-Themen-Tische &nbsp;und das Thema, welches nach dem Austausch &nbsp;mit den TeilnehmerInnen &nbsp;die meisten<\/p><p>Punkte erhielt, &nbsp;konnte nach Berlin reisen. Dort&nbsp; wurde &nbsp;nach dem gleichen Prinzip verfahren, allerdings in vergr&ouml;&szlig;ertem Format, &nbsp;da aus dem ganzen Bundesgebiet VHS-TeilnehmerInnen anreisten.<\/p><p>Drei Themen wurden favorisiert &nbsp;und die Punktsieger durften ihr Thema dann in gro&szlig;er Runde vortragen. Anwesend sollte die Bundeskanzlerin sein, die dann jedoch von &nbsp;Peter Altmaier,<\/p><p>Bundesminister f&uuml;r besondere Aufgaben und Chef des Bundeskanzleramtes, vertreten wurde.<\/p><p>Wie in dem &nbsp;NDS-Artikel formuliert: &bdquo;Den wenigsten B&uuml;rgern &ndash; auch nicht den Teilnehmern in den R&auml;ten (bzw. in den von mir erlebten B&uuml;rgerdialogen) &ndash; d&uuml;rfte klar sein, wie sehr ihr Demokratiebewusstsein gezielt und kontinuierlich moduliert, moderiert und mit Steuergeldern gestaltet wird&ldquo;.<\/p><p>Irgendwelchen Einfluss &nbsp;hatten all die , &nbsp;mit mehr oder weniger gro&szlig;em Tamtam, &nbsp;gestylten Veranstaltungen nicht auf das, was sich &bdquo;die Politik&ldquo; nennt.<\/p><p>Nach dem Motto &bdquo;Sch&ouml;n, dass wir dr&uuml;ber gesprochen haben&ldquo;, ist alles im Sande verlaufen, &nbsp;und auf das sog. Ergebnisprotokoll warte ich noch heute.<\/p><p>L.G.<br>\nUte Plass<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseiten, sehr geehrte Frau Born,<\/p><p>meine Ehefrau war ca. 10 Jahre lang einfaches Mitglied bei &ldquo;Mehr Demokratie e. V.&rdquo;. Bei einem B&uuml;rgerbegehren f&uuml;r einen B&uuml;rgerentscheid hatten wir den Verein um Rat gebeten. Noch nicht einmal ein Antwortschreiben kam zur&uuml;ck. Als dann der Vorstand Leuten wie Wolfgang Sch&auml;uble in den A&hellip;. gekrochen ist, war das Ma&szlig; voll und sie ist ausgetreten.<\/p><p>Bei B&uuml;rgerbeteiligungen in unserer Wohnortstadt haben wir mehrmals teilgenommen. Es zeichnete sich aber immer mehr ab, dass diese nur zu Beschwichtigung, zum Abwiegeln der Bev&ouml;lkerung und um Beraterfirmen zu begl&uuml;cken durchgef&uuml;hrt wurden und der B&uuml;rgermeister dann doch nur seine &ldquo;Agenda&rdquo; durchgezogen hat. Noch nicht einmal einfache, vern&uuml;nftige, machbare Vorschl&auml;ge von uns und auch von anderen wurden umgesetzt. Wir haben uns &ndash; wie auch viele andere Mitb&uuml;rger &ndash; dann nicht mehr f&uuml;r solche Feigenblattprojekte hergegeben. Die letzten B&uuml;rgerbeteiligungen unter Regie der Quandt-Stiftung (das Beauftragen von Beraterfirmen hatte wohl dann doch einen gegenteiligen Effekt) wurden dann auch nur noch mit vorgefertigten Zielen durchgef&uuml;hrt und fanden somit wenig Anklang.<\/p><p>Dass die herbeigerufenen &ldquo;Experten&rdquo; f&uuml;r ihren Auftraggeber, also den B&uuml;rgermeister und den inneren Zirkel des Magistrates (Hessen) und der Stadtverordnetenversammlung und weitere interessierte Einzelpersonen und Personengruppen &ndash; und nicht etwa die Gesamtheit der B&uuml;rger &ndash; arbeiteten hat sich bei all diesen &ldquo;B&uuml;rgerbeteiligungen&rdquo; erwiesen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUdo Mittendorf<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>erlauben Sie mir bitte, mich zu diesem Artikel zu &auml;u&szlig;ern:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118704\">Mit B&uuml;rgerr&auml;ten die Demokratie revitalisieren?<\/a><\/p><p>Als Leiter der Servicestelle B&uuml;rgerbeteiligung Baden-W&uuml;rttemberg m&ouml;chte ich dazu einige Einordnungen vornehmen.<\/p><p>Sie insinuieren, B&uuml;rgerr&auml;te seien nur eine Show, nur f&uuml;r das Gef&uuml;hl.<\/p><p>Irritierend ist, dass Sie so eine alte und oberfl&auml;chliche Kritik transportieren. Wir machen seit 2011 in Baden-W&uuml;rttemberg intensiv B&uuml;rgerbeteiligung. Aber dieser Vorwurf der Alibi-Beteiligung kommt bei jeder B&uuml;rgerbeteiligung. Er geht zur&uuml;ck auf das (manchmal vors&auml;tzliche) Missverst&auml;ndnis, nur Direkte Demokratie sei die einzig wahre Form der B&uuml;rgerbeteiligung. Dieses Muster an Kritik ist so alt und interessengetrieben, dass wir es in Baden-W&uuml;rttemberg bereits in die FAQ unserer Angebote aufgenommen haben. Wir schreiben hier: <a href=\"https:\/\/www.servicestelle-buergerbeteiligung.de\/die-servicesstelle\/faqs\">servicestelle-buergerbeteiligung.de\/die-servicesstelle\/faqs<\/a><\/p><p>Nahezu jedes B&uuml;rgerforum zieht massive Kritik zivilgesellschaftlicher Gruppen sowie von Verb&auml;nden auf sich. Das ist ganz normal. Weltweit ist das schon gut erforscht. Und auch gut nachvollziehbar. Gerade lokale Interessengruppen betonen ein (Contra-)Argument besonders stark. Sie nehmen f&uuml;r sich in Anspruch, die &Ouml;ffentlichkeit zu vertreten &ndash; jedenfalls besser zu vertreten als Politik und Verwaltung. Zufallsb&uuml;rgerinnen und -b&uuml;rger ersch&uuml;ttern die Erz&auml;hlung, nur die lokale Interessengruppe vertrete die &bdquo;wahre Meinung des Volkes&ldquo;. Deshalb streben lokale Interessengruppen in den meisten F&auml;llen einen B&uuml;rgerentscheid an. Oft geht diese Verfahrens-Kritik weit &uuml;ber sachliche Argumente hinaus. Es hei&szlig;t dann, die B&uuml;rgerforen seien ein &bdquo;Alibi&ldquo;, &bdquo;nur Volksverdummung&ldquo;, &bdquo;nicht repr&auml;sentativ&ldquo;, &bdquo;Nudging&ldquo; usw. Das Ziel solcher Kritik ist offenkundig. Denn die Sorge, die B&uuml;rgerforen w&uuml;rden die eigene Haltung nicht exakt st&uuml;tzen, liegt auf der Hand. B&uuml;rgerforen ersetzen selbstverst&auml;ndlich nicht die &uuml;blichen Anh&ouml;rungen von Verb&auml;nden und Initiativen. Die &uuml;blichen Beteiligungsrechte bleiben bestehen. Erfahrungsgem&auml;&szlig; kommen die B&uuml;rgerforen aber zu sehr differenzierten Ergebnissen.<\/p><p>Es gibt ferner Untersuchungen der Universit&auml;t Stuttgart-Hohenheim, wonach nur noch die Anh&auml;nger der Linken sowie der AfD &uuml;berwiegen die Direkte Demokratie bevorzugen. Alle anderen Milieus bevorzugen die Dialogische B&uuml;rgerbeteiligung. Mehr von der Universit&auml;t Stuttgart-Hohenheim, unserer Kooperationspartnerin:<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/komm.uni-hohenheim.de\/\">Universit&auml;t Hohenheim<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.servicestelle-buergerbeteiligung.de\/die-servicesstelle\/kooperationen\">Servicestelle B&uuml;rgerbeteiligung<\/a><\/li>\n<\/ul><p>In Baden-W&uuml;rttemberg gibt es zur Dialogischen B&uuml;rgerbeteiligung sogar ein eigenes Gesetz. Wer &uuml;ber B&uuml;rgerr&auml;te schreibt, sollte bei der Erkundung des Sachverhalts diesen Aspekt zumindest erw&auml;hnen.<\/p><p>Dialogische B&uuml;rgerbeteiligung k&uuml;mmert sich um die Bed&uuml;rfnisse hinter den Positionen. Das gibt das Gesetz vor. Beispiel: Es wird Fl&auml;chenfra&szlig; als Grund gegen ein Neubaugebiet vorgetragen, aber es geht im Kern um die Sorge, dass bei so viel Zuzug die Wartezeiten beim Hausarzt l&auml;nger werden. Oder der Kampf gegen eine Fl&uuml;chtlingsunterkunft: Naturschutz soll gegen den Bau sprechen, es geht aber um Sicherheit. Deshalb werden dann die wahren Konflikte bearbeitet, statt auf Neben-Positionen lustvoll zu streiten.<\/p><p>Richtig ist, dass die Themen konkret und streitig sein m&uuml;ssen. Deshalb taugen Klimab&uuml;rgerr&auml;te zum Beispiel nicht so viel. Besser w&auml;ren B&uuml;rgerr&auml;te zu konkreten Fragen wie Tempolimits, Parkplatz-Umbau, Fl&auml;chenzertifikate etc.<\/p><p>B&uuml;rgerr&auml;te (wir nennen das in Baden-W&uuml;rttemberg B&uuml;rgerforum) sind nicht f&uuml;r bessere L&ouml;sungen verantwortlich. Sie bieten eine Art gesellschaftliche Tiefenbohrung. Sie sortieren manipulative Argumente aus. Sie gewichten die Argumente. So helfen sie der repr&auml;sentativen Demokratie, besser zu entscheiden. Sie sind ein Hilfsmittel.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlrich Arndt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>In dem Artikel von Christine Born &rdquo; Mit B&uuml;rgerr&auml;ten die Demokratie revitalisieren?&rdquo; und auch in dem Artikel von Tobias Riegel &bdquo;Scholz, Corona und die B&uuml;rgerr&auml;te: Anekdoten statt Aufarbeitung&ldquo; kommt das Beteiligungsinstrument &bdquo;<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Planungszelle\">Planungszelle\/B&uuml;rgergutachten<\/a>&ldquo; viel zu schlecht weg.<\/p><p>Als Peter C. Dienel im Jahr 1970 begann, das Konzept der &bdquo;Planungszelle&ldquo; zu entwickeln, war er Mitglied des Planungsstabs der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen. Er sah, dass die politischen Entscheidungsprozesse sich nicht an den dringenden Langfrist-Fragen orientierten, sondern sich immer wieder auf die kurzfristig l&ouml;sbaren Probleme beschr&auml;nkten, eine Partizipation von Laien fast unm&ouml;glich war und die Entscheidungen hinter verschlossenen T&uuml;ren fielen.<\/p><p>Als Antwort auf diese Defizite entwickelte Dienel das revolution&auml;re Konzept der &bdquo;Planungszelle&ldquo;. Nach dem Zufallsprinzip ausgew&auml;hlte B&uuml;rger werden f&uuml;r eine Woche zusammengef&uuml;hrt. Sie werden aus erster Hand von Experten informiert und erarbeiten unter der Assistenz von Prozessbegleitern L&ouml;sungen f&uuml;r ein vorgegebenes, aber schwer l&ouml;sbares Problem. Dieses Planungsinstrument wurde durchaus erfolgreich eingesetzt. Einen guten &Uuml;berblick &uuml;ber das Beteiligungsinstrument &bdquo;Planungszelle&ldquo; gibt der Artikel &bdquo;Die Planungszelle &ndash; Zur Praxis der B&uuml;rgerbeteiligung &ndash; Demokratie funkelt wieder&ldquo; von Peter C.Dienel aus dem Jahr 2002.<\/p><p>Richtig ist, dass durch die Auswahl der Experten und die Wahl der Prozessbegleiter die Ergebnisse des Beteiligungsinstrumentes gelenkt werden k&ouml;nnen. Aber durch sorgf&auml;ltige Auswahl der Experten und absolute Transparenz bei der Dokumentation des Prozesses k&ouml;nnen diese Fehler vermieden werden. Und die Vorteile des Instrumentes kommen voll zum Tragen.<\/p><p>So schreibt Dienel: Die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sind hier nicht damit besch&auml;ftigt, ihre mitgebrachten Eigeninteressen, etwa als Einzelh&auml;ndler oder als Pkw-Besitzer, durchzusetzen. Sie versuchen vielmehr, das in ihrer Aufgabe versteckte Allgemeininteresse zu entdecken. Und sie identifizieren sich damit. Sie korrigieren sich gegenseitig mit ihren eigenen Worten in diesem Sinne. Hier k&ouml;nnen daher auch Probleme, die als kontrovers und als hoch komplex gelten, gesellschaftlich rational bearbeitet werden. Eigentlich ist die Planungszelle eine &bdquo;Lernzelle&ldquo;.<\/p><p>Planungszelle bei Wikipedia: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Planungszelle\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">de.wikipedia.org\/wiki\/Planungszelle<\/a><\/p><p>Was ist eine Planungszelle: <a href=\"https:\/\/www.planungszelle.de\/planungszelle\/\" target=\"_top\" rel=\"noopener noreferrer\">planungszelle.de\/planungszelle\/<\/a><\/p><p>Herzlichst<br>\nHajo Zeller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Frau Born,<\/p><p>Ich teile Ihre Auffassung, dass die so genannten &bdquo;B&uuml;rgerr&auml;te&ldquo; keineswegs ein demokratisches Element sind:<\/p><p>Das Thema, die Agenda und das Framing werden allein durch die Regierung gesetzt und nicht von &bdquo;unten&ldquo; durch die Bev&ouml;lkerung. Dadurch ist ein B&uuml;rgerrat lediglich die Illusion einer B&uuml;rgerdemokratie.<\/p><p>Weiterhin liegt die Entscheidungsgewalt der Moderation nicht in der Hand der &bdquo;R&auml;te&ldquo;.<\/p><p>Was hier stattfindet, ist eine sorgsam inszenierte &bdquo;Legitimation durch Verfahren&ldquo; im Sinne der Regierung.<\/p><p>Eine direkte Demokratie, also die St&auml;rkung von B&uuml;rgerentscheiden (nicht zu verwechseln mit einem &bdquo;Referendum&ldquo;) w&auml;re eine tats&auml;chliche St&auml;rkung der Demokratie.<\/p><p>Warum wohl wird die St&auml;rkung der B&uuml;rgerentscheide (Volksbegehren) seit Jahrzehnten nicht vorgenommen?<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHW<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten,<\/p><p>kurzer R&uuml;ckblick:<\/p><p>Im Zuge von S21 gab es eine &ldquo;Schlichtung&rdquo; und eine &ldquo;Abstimmung&rdquo; (2011).<br>\nDas Volk war also scheinbar beteiligt an der Entscheidungsfindung. So!<br>\nDas Ergebnis kann man alle paar Wochen in der Zeitung verfolgen.<\/p><p>2013 erschien:<\/p><p>&ldquo;Die Mitmachfalle: B&uuml;rgerbeteiligung als Herrschaftsinstrument&rdquo;<\/p><ul>\n<li>ISBN-10 : 3894385278<\/li>\n<li>ISBN-13 : 978-3894385279<\/li>\n<\/ul><p>Das passt doch gut zum Thema, oder nicht?<\/p><p>Die Politik hat dazugelernt und besch&auml;ftigt den Protest also mit sich selber.<\/p><p>Das ist mittlerweile &uuml;ber 10 Jahre her und wurde von der herrschenden Elite noch weiter perfektioniert.<\/p><p>Der Protest und die Kritik wird von teuren Moderatoren im Sinne der Geldgeber kanalisiert und am Ende kastriert.<\/p><p>Somit wird mit unseren Steuergeldern uns auch noch das Maul zugen&auml;ht.<\/p><p>Von daher bin ich diesen Beteiligungsformaten gegen&uuml;ber sehr reserviert eingestellt.<\/p><p>MfG,<br>\nWolfgang Harr<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes NDS-Team,<\/p><p>ich habe den Artikel &ldquo;Mit B&uuml;rgerr&auml;ten die Demokratie revitalisieren&rdquo; gelesen und m&ouml;chte auf meine folgende Beobachtung hinweisen.<\/p><p>Seit gut drei Jahren kann man &uuml;ber die Webseite von Abstimmnug21-mitmachen.de &uuml;ber gesellschaftlich wichtige Themen abstimmen.<\/p><p>Der Prozess scheint relativ transparent und offen zu laufen, obwohl auch hier Zweifel angebracht sind. Zu Beginn kann jeder ein Thema formulieren. &Uuml;ber mehrere Wochen und mehrere Abstimmungen werden dann die Top-Themen bestimmt.<\/p><p>Auf der folgenden Seite <a href=\"https:\/\/abstimmung21-mitmachen.de\/top-20-themen\">findet man die Top 20<\/a>.<\/p><p>&lsquo;Gewonnen&rsquo; hat die Fuchsjagd! Jetzt wird sicherlich alles besser ;-)<\/p><p>Da ich die Abstimmung von Anfang an verfolgt habe, weiss ich, dass auch Themen wie Coronaaufarbeitung, Frieden jetzt, Keine Waffenlieferungen etc. in verschiedenen Formulierungen dabei waren. Unter den Top20 sind diese Themen nicht &ndash; seltsam?!<\/p><p>Man findet sicherlich viel Sinnvolles unter den Themen, was auch meine Zustimmung bekam und auch manches schizophren anmutendes, wie Punkt 4 &lsquo;Gentechnik muss erkennbar bleiben!Wahlfreiheit erhalten!&rsquo;, denn die Corona-Spritzeritis war erkennbar eine gentechnische Ver&auml;nderung, von der man aber nichts wissen wollte, dennoch erstaunt es, dass aktuell brennende Gro&szlig;themen nicht in die engere Auswahl kamen.<\/p><p>Stefan Kreft<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118704\">In diesem Beitrag<\/a> hinterfragt Christine Born die Idee von B&uuml;rgerr&auml;ten, die in der deutschen Politik immer mehr Sympathisanten gewinne. 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