{"id":11899,"date":"2012-01-13T15:40:55","date_gmt":"2012-01-13T14:40:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899"},"modified":"2012-01-13T15:50:54","modified_gmt":"2012-01-13T14:50:54","slug":"hinweise-des-tages-ii-44","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h01\">Daten zum griechischen Staatshaushalt 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h02\">Thomas Fricke &ndash; Sinnlose Hatz auf Wulff<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h03\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h04\">A brief note on Tobin&rsquo;s Tax and Merkozy&rsquo;s naked cynicism<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h05\">Notenbanker warnt vor Gummi-Pakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h06\">Nouriel Roubini &ndash; Amerikas Schwierigkeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h07\">Die Mikrokredit-L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h08\">China: Foxconn-Arbeiter drohten mit Massensuizid<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h09\">Rechtsextremismus und &Ouml;kobewegung: Braune &Ouml;kologen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h10\">Sponsoring &ndash; Einblicke in das Schattenreich der Parteienfinanzierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h11\">Das 15.000-Liter Steak<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h12\">Du schaffst das schon!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h13\">&Ouml;sterreich &ndash; Negative Bilder dominieren Berichte &uuml;ber Zuwanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h14\">Kinostart des Films &ldquo;Das System-Alles verstehen hei&szlig;t alles verzeihen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h15\">Aufruf von Attac Deutschland f&uuml;r den Aktionstag am 15. Januar 2012<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h16\">zu guter Letzt: taz Maol an BILD &ndash; Mit Bitte um rasche Antwort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11899#h17\">das Allerletzte: &bdquo;Ohne Hartz IV bist du in der Schule der Dumme&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11899&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Daten zum griechischen Staatshaushalt 2011<\/strong><br>\nWie das griechische Finanzministerium heute mitteilte, sanken die Steuereinnahmen im Jahr 2011 trotz diverser Steuererh&ouml;hungen um -1,7% und die Ausgaben stiegen trotz Sparanstrengungen um +2,8%, im Vergleich zum Vorjahr. Das Defizit kletterte auf -21,638 Mrd. Euro, nach -21,457 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum! Inklusive den geleisteten Zahlungen aus den Verbindlichkeiten der Sozialversicherungen und den Krankenh&auml;usern betrug das gesamtstaatliche Defizit -27,244 Mrd. Euro. Damit m&uuml;sste sich das Defizit gem&auml;&szlig; Maastricht-Definition ca. auf -12,0% bis -12,5% des nominalen BIPs im Jahr 2011 belaufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/daten-zum-griechischen-staatshaushalt-2011\/\">Querschuesse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese Entwicklung ist fatal aber nicht &uuml;berraschend. Zwischen &bdquo;Sparvorhaben&ldquo; und &bdquo;Sparen&ldquo; besteht ein himmelweiter Unterschied. Die Austerit&auml;tspolitik f&uuml;hrt nun einmal auch zu einer Erh&ouml;hung der Ausgaben und einer Senkung der Einnahmen in der Folgeperiode, was meist die gesamte Sparanstrengung konterkarriert. Leider wird die Troika ihren Fehler nicht einsehen und die schlechten Zahlen in der Art und Weise deuten, dass Griechenland halt noch nicht genug gespart hat. Die Troika erinnert an einen jungen Mann, der zu sch&uuml;chtern ist, um Frauen anzusprechen und sich daher Mut antrinkt. Doch seine gelallten Anmachen jagen die Frauen nun erst recht in die Flucht. Er schlie&szlig;t daraus: Ich habe einfach noch nicht genug getankt, und gibt sich beim n&auml;chstem Mal noch st&auml;rker die Kante. Na denn Prost!<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Schlange stehen um Lebensmittelhilfe<\/strong><br>\nF&uuml;r Griechenland war es bereits im vergangenen Jahr extrem schwierig, sich &uuml;ber Wasser zu halten &ndash; und 2012 wird f&uuml;r viele Griechen kaum einfacher werden. Die Arbeitslosenzahlen haben ein Rekordniveau erreicht, die Einkommen sinken, die Konjunkturprognosen sind schlecht. [&hellip;]<br>\nLaut neuesten, am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Daten der nationalen Statistikbeh&ouml;rde ELSTAT stieg die Arbeitslosigkeit im vergangenen Oktober auf 18,2 Prozent. Im September hatte sie noch 17,5 bzw. im Oktober 2010 13,5 Prozent betragen. Bei der Jugendarbeitslosigkeit ist Griechenland mit einem Wert von 46,6 Prozent Spitzenreiter unter den EU-27. Arbeitslose erhalten in Griechenland nur ein Jahr lang Arbeitslosengeld. Danach ist keine Unterst&uuml;tzung mehr vorgesehen.<br>\nWegen der tristen Lage unterst&uuml;tzt die Orthodoxe Kirche mittlerweile eine Viertelmillion Menschen mit Lebensmitteln und der Ausgabe von Mahlzeiten. An der Aktion unter dem Motto &bdquo;Alle zusammen &ndash; wir k&ouml;nnen es schaffen&ldquo; beteiligen sich auch zahlreiche B&uuml;rger, denen es finanziell noch besser geht, sowie Supermarktketten. &bdquo;Wir unterst&uuml;tzen rund 250.000 Menschen&ldquo;, sagte Vassilios Havatzas, zust&auml;ndig f&uuml;r humanit&auml;re Aktionen im Erzbistum Athen, am Mittwoch im griechischen Fernsehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.orf.at\/stories\/2099253\/2099254\/\">ORF<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Thomas Fricke &ndash; Sinnlose Hatz auf Wulff<\/strong><br>\nDie Jagd auf unseren Bundespr&auml;sidenten wirkt immer bizarrer. Kaum auszudenken, die Antreiber w&uuml;rden so viel Eifer entwickeln, wenn es mal um wirklich Wichtiges geht. [&hellip;]<br>\nJetzt kann man nat&uuml;rlich sagen, dass all das ja nichts daran &auml;ndert, dass unser Bundespr&auml;sident nun mal nicht die ganze Wahrheit gesagt und von Kumpels Billigkredite bekommen hat wie sonst nur unsere Banken von der EZB (wir w&uuml;rden das nie tun). [&hellip;]<br>\nWo sind die kritischen Geister, die danach schreien, dass Frau Merkel jetzt auch mal aufkl&auml;ren soll: zum Beispiel dar&uuml;ber, warum sie im Sommer bei der Euro-Rettung &uuml;bereifrig Privatgl&auml;ubiger in Haftung bringen wollte und damit, wie bef&uuml;rchtet, die n&auml;chste Finanzpanikwelle ausgel&ouml;st hat &ndash; wie sie beim letzten Gipfel zugeben musste, indem sie den Unsinn wieder zur&uuml;cknahm. F&uuml;r das Land kann das ziemlich teuer werden. Wo sind die, die jetzt einfordern, endlich offenzulegen, wer sie da beraten hat? Und wie so ein Fehler passieren konnte. Und was das kostet. Und wer daf&uuml;r jetzt aufkommen soll.<br>\nWie rechtfertigt Frau Merkel, dass ihre &ouml;konomisch zweifelhaften Austerit&auml;tsempfehlungen an andere jetzt zigtausendfach dazu f&uuml;hren, dass Menschen, die f&uuml;r die Krise gar nichts k&ouml;nnen, ihre Arbeit verlieren, ganze Familien daran gerade kaputtgehen &ndash; ohne dass die Krise weg ist? Was ja mindestens so wichtig ist wie die Vergangenheit von Bettina Wulff.<br>\nWo sind die Wulff-Kritiker, die aufheulen, weil es Josef Ackermann und dem Rest der Banker klammheimlich gelungen ist, die eigene Krise zur Staatsschuldenkrise umzudefinieren &ndash; obwohl die Finanzbranchenmisere der Hauptgrund daf&uuml;r ist, dass die Staatsschulden seit 2007 weltweit so krass gestiegen sind? [&hellip;]<br>\nWo sind umgekehrt die Kritiker, die mal damit nerven, ob Herr Steinbr&uuml;ck so ein toller Krisenmanager war, wie er das selbst sagt &ndash; wo er die Krise immerhin wochenlang falsch einsch&auml;tzte und Fehlentscheidungen traf? Kompliziert? Klar. Zumindest schwerer als herauszufinden, wenn ein Schachbrett falsch herum steht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:kolumne-thomas-fricke-sinnlose-hatz-auf-wulff\/60153853.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Chapeau, Herr Fricke! Zu erg&auml;nzen w&auml;re noch: Wo sind die mutigen Aufdecker, die endlich einmal einen <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/3931\/steinbruck-und-der-offenbarungseid-der-politischen-klasse#more-3931\">kritischen Blick auf die Nebeneink&uuml;nfte<\/a> des potentiellen SPD-Kanzlerkandidaten Steinbr&uuml;ck werfen? Gegen diese Form von Selbstbedienungsmentalit&auml;t ist Wulffs Bonusmeilen-Aff&auml;re, die heute in den Medien skandalisiert wird, ein Fliegensch&hellip;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Barry Eichengreen &ndash; Europe&rsquo;s Vicious Spirals<\/strong><br>\n[&hellip;] Europe&rsquo;s second vicious spiral runs from fiscal consolidation to slow growth and back to fiscal consolidation. Tax increases and cuts in public spending are still needed; there is no avoiding this reality. But these demand-reducing measures also reduce economic growth, causing deficit-reduction targets to be missed. Getting fiscal consolidation back on track then requires more spending cuts, which depress growth still further, causing budget performance to worsen even more.At some point, recession and unemployment will provoke a political reaction. Angry electorates will boot out austerity-minded governments. And uncertainty about what kind of governments come next will not reassure investors or positively influence growth.<br>\nInterrupting this second vicious spiral will require jump-starting growth, which, under current circumstances, is easier said than done. [&hellip;] So what are Europe&rsquo;s policymakers to do? Restarting growth requires a two-handed approach that addresses both supply and demand. [&hellip;]<br>\nGetting all of the stakeholders to go along will require compensating losers. And here Europe&rsquo;s social model can be an asset rather than a liability. The losers from reform can be provided generous but temporary unemployment benefits. They can enroll in government-funded, industry-organized training schemes. European governments that promise to aid the losers are more likely to retain political support. They will be better able to stay the reformist course. [&hellip;]<br>\nCutting interest rates will not be enough. Pushing up asset prices and pushing down the euro&rsquo;s exchange rate will require the ECB to buy bonds on the secondary market &ndash; not the crisis countries&rsquo; bonds per se, but those of all eurozone members. In other words, it will require quantitative easing.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/eichengreen38\/English\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Kurzzusammenfassung:<\/strong> In seinem Aufsatz analysiert der bekannte Berkley-&Ouml;konom Barry Eichengreen die momentanen volkswirtschaftlichen Probleme der Eurozone und macht einen Teufelskreis zwischen Haushaltskonsolidierungen und Konjunktur aus &ndash; je mehr der Staat seine Einnahmen erh&ouml;ht und seine Ausgaben senkt, desto mehr w&uuml;rgt er die Konjunktur ab. Da andere Weltregionen keine zus&auml;tzliche Nachfrage generieren k&ouml;nnen, muss Europa die Nachfrageseite st&auml;rken, um nicht gleichzeitig auch noch die Angebotsseite weiter zu schw&auml;chen, was ein weiterer Teufelskreis w&auml;re. Als Ausweg schl&auml;gt Eichengreen u.a. vor, den Sozialstaat tempor&auml;r st&auml;rker zu finanzieren, um den Verlierern der Krise einerseits durch Ausbildung bessere Chancen zu erm&ouml;glich und andererseits die Nachfrage gezielt zu st&auml;rken. Dabei argumentiert Eichengreen nicht nur &ouml;konomisch, er h&auml;lt dies auch f&uuml;r unausweichlich, um die Herrschaft der regierenden Parteien zu sichern und die Verlierer davon abzuhalten, populistische Parteien zu w&auml;hlen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Dieser Vorschlag erinnert auf der politischen Seite ein wenig an Bismarcks Taktik, die Sozialisten durch den Aufbau eines &ndash; damals international noch nicht bekannten &ndash;  sozialstaatlichen Systems auszubremsen. Bismarck hatte mit dieser Taktik Erfolg.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Bazookas, Bailouts and Fiscal Policy<\/strong><br>\n[&hellip;] Regarding TARP, the CBO (congressional budget office) regularly updates on their estimated cost to the US tax payers. Their last figures suggest that out of the original $700 billion, only $428 billion were disbursed. Most of these funds took the form of loans or investments, some of which have been paid back with a profit for the government. The estimated cost for the tax payer today is about $34 billion, a large number but far from the $700 billion that made the headlines. Most of the losses come from AIG and funds given to car manufacturers. A precise picture of the losses is below. Click on it for a larger image or you can also go directly to the source. [&hellip;]<br>\nThe same is true for the EFSF. The EFSF was established with guarantees of &euro;780 billion and a lending capacity of &euro;440 billion. So far it has only lent &euro;13.5 billion and the expectation (so far) is that all this money will be paid back. But the public perception is one of large sums of transfers across Euro countries (interestingly, EU structural funds account for more than &euro;40billion on an annual basis and agricultural funds account to &euro;50 billion &mdash; and these are real transfers, not loans) .<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/fatasmihov.blogspot.com\/2012\/01\/bazookas-bailouts-and-fiscal-policy.html\">Antonio Fat&aacute;s<\/a>\n<p><em><strong>Kurzzusammenfassung:<\/strong> Der portugiesische &Ouml;konom Antonio Fat&aacute;s hat sich die Zahlen des US-Banken-Bailout-Programms TARP und des europ&auml;ischen Rettungsprogramms EFSF n&auml;her angeschaut und kommt zu dem Schluss, dass die tats&auml;chlich anfallenden Verluste &bdquo;noch&ldquo; weit unter der Garantiesumme der Rettungsschirme bleiben. Er merkt nebenbei an, dass die Kreditsumme, die bislang &uuml;ber den EFSF ausgegeben wurde (13,6 Mrd. Euro), interessanterweise weit unter den j&auml;hrlichen EU-Transfers des Strukturfonds (40 Mrd. Euro) und des Agrarfonds (50 Mrd. Euro) liegt und diese Mittel, anders als die EFSF-Mittel, echte Transfers und keine Kredite darstellen, die zur&uuml;ckflie&szlig;en sollen.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> So viel zum Thema &bdquo;Transferunion&ldquo;.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Daniel Gros &ndash; Investiert in den S&uuml;den!<\/strong><br>\nFalls der Euro zerbricht, liegt das nicht an den schlechten Wirtschaftsdaten der Krisenl&auml;nder. Problem ist ein Investorenstreik, der einige L&auml;nder vom Kapital abschneidet. [&hellip;]<br>\nDas Problem besteht in der internen Verteilung von Ersparnissen und Finanzinvestitionen: Obwohl die Eurozone &uuml;ber genug Ersparnisse verf&uuml;gt, alle Defizite zu finanzieren, geraten einige L&auml;nder ins Schleudern: die Ersparnisse flie&szlig;en nicht mehr &uuml;ber die Grenzen hinweg. N&ouml;rdlich der Alpen besteht ein &Uuml;berschuss an Ersparnissen, aber die nordeurop&auml;ischen Sparer m&ouml;chten die s&uuml;dlichen L&auml;nder wie Italien, Spanien und Griechenland nicht finanzieren.<br>\nDeshalb bleibt die Risikopr&auml;mie auf die Schulden von Italien und anderen s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten bei 450 bis 500 Basispunkten, und die deutsche Regierung kann kurzfristige Anleihen zu Zinss&auml;tzen nahe Null herausgeben. Die Wurzel des Problems besteht darin, dass sich die nordeurop&auml;ischen Sparer weigern, in die Peripherie der Eurozone zu investieren. [&hellip;]<br>\nDas langfristige &Uuml;berleben des Euro erfordert die richtige Mischung von Anpassung durch die Kreditgeber, und wenn dies nicht mehr gen&uuml;gt, einen Schuldenerlass. Weiterhin ist eine &Uuml;berbr&uuml;ckungsfinanzierung n&ouml;tig, um die nerv&ouml;sen Finanzm&auml;rkte davon zu &uuml;berzeugen, dass die Schuldner &uuml;ber gen&uuml;gend Zeit bis zur Wirkung der Ma&szlig;nahmen verf&uuml;gen. Die Ressourcen sind vorhanden. Europa braucht den n&ouml;tigen politischen Willen, um sie zu mobilisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:top-oekonomen-daniel-gros-investiert-in-den-sueden\/60151867.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>2012 &ndash; Schicksalsjahr f&uuml;r die Eurozone<\/strong><br>\nFrankreich, Italien, Spanien, Portugal und aber auch Deutschland m&uuml;ssen in diesem Jahr &uuml;ber  1 Billion Euro f&auml;llige Schulden durch neue Schulden refinanzieren. Das allein sind nach aktuellem Stand jeweils 26 % der f&auml;lligen Schulden der n&auml;chsten 10 Jahre.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/110113_01.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Hoher Refinanzierungsdruck und drohende Rezession sto&szlig;en auf den K&auml;uferstreik der Anleger und machen immer mehr Eurol&auml;nder zu schaffen. Steigender Zinsdruck ist programmiert. G&uuml;nstiges frisches Geld bekommen viele L&auml;nder inzwischen nur mit kurzfristigen Staatsanleihen, wie sich diese Woche in Italien und Spanien zeigte. Und auch diese dank der EZB. Sie gew&auml;hrt den Banken f&uuml;r 3 Jahre unbegrenzte Liquidit&auml;t.<br>\nUnd was macht die Politik: Sie gie&szlig;t mit ihrer Politik des sozialen Kahlschlags und der &bdquo;M&auml;rkte-&Uuml;berzeugen- Strategie&ldquo; &Ouml;l ins Feuer und versch&auml;rft die Krise damit.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/110113_klartext_2012_schicksalsjahr_fuer_die_Eurozone.pdf\">DGB klartext 01\/2012 [PDF &ndash; 86 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>A brief note on Tobin&rsquo;s Tax and Merkozy&rsquo;s naked cynicism<\/strong><br>\nBut then something changed. About a year ago, as the Crisis began to migrate from the European periphery to Europe&rsquo;s core, Merkel and Sarkozy suddenly warmed to Tobin&rsquo;s excellent idea. More recently, President Sarkozy even turned it into his &lsquo;own&rsquo; idea, promising to establish it in France if he wins another presidential term. What had happened? Cynicism had found another glorious opportunity to conquer. Both Mrs Merkel and Mr Sarkozy know full well that Tobin&rsquo;s tax will never be introduced. Never! [&hellip;] Ergo, since Britain will wait for Hell to freeze over before it consents to a Tobin Tax, the EU will never adopt it and the whole issue is moot.<br>\nSo, why all the fuzz now? Why is President Sarkozy beating his chest about the Tobin Tax? Because by so doing he is denying his main opponent, F. Hollande, the only campaigning issue that puts some deep blue water between himself and the incumbent. Similarly with Mrs Merkel: By adopting the idea of a Tobin Tax she successfully silences the Socialist Group in the Euro-Parliament courtesy of the sad fact that the Socialist Group have little more to offer, as an alternative to the European Right, regarding the fiscal state of the eurozone. In this sense, Merkozy are bordering on the innocent. The true culprits are the Socialists (*) whose lack of ideas, energy and vision are allowing President Sarkozy and Mrs Merkel to get away with a form of cynicism that diminishes politics at a time when the political sphere is the only one on which a rational solution to our Crisis can be  engineered.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2012\/01\/12\/a-brief-note-on-tobins-tax-and-merkozys-naked-cynicism\/\">Yanis Varoufakis<\/a>\n<p><em><strong>Kurzzusammenfassung:<\/strong> Der griechische &Ouml;konom Yanis Varoufakis ist davon &uuml;berzeugt, dass die j&uuml;ngere Begeisterung des Merkozy-Gespanns f&uuml;r die Finanztransaktionssteuer nur eine zynische PR-Aktion ist, mit der die beiden konservativen Politiker ihrer politischen Konkurrenz das Wasser abgraben wollen &ndash; wissend, dass die Finanztransaktionssteuer ohnehin nie eingef&uuml;hrt wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Diskussion um Transaktionssteuer &ndash; Warum R&ouml;sler falsch liegt<\/strong><br>\nWirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler wird nicht m&uuml;de zu behaupten, die Steuer f&uuml;hre zu Wettbewerbsverzerrungen und belaste den Finanzstandort Deutschland einseitig, falls sie nicht in der gesamten Europ&auml;ischen Union oder besser noch weltweit eingef&uuml;hrt werde.<br>\nDieses Argument ist, freundlich gesagt, &uuml;berholt. L&auml;ngst hat die Europ&auml;ische Kommission einen Gesetzesvorschlag zur Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer vorgelegt, der das Pr&auml;dikat intelligent verdient &ndash; weil er genau diese Wettbewerbsverzerrung ausschlie&szlig;t.<br>\nDie Richtlinie sieht vor, dass die Steuer in dem europ&auml;ischen Land zu entrichten ist, in dem der Finanzakteur ans&auml;ssig ist. Das bedeutet, dass f&uuml;r jedes Gesch&auml;ft, das eine franz&ouml;sische oder deutsche Bank irgendwo auf der Welt abwickelt, in Frankreich oder Deutschland eine Transaktionssteuer f&auml;llig wird. Damit sind Gesch&auml;fte an der Wall Street oder in der City of London ebenso steuerpflichtig wie die Gesch&auml;fte, die in Frankfurt oder Paris get&auml;tigt werden. Das Schlupfloch, das R&ouml;sler bem&auml;ngelt, w&uuml;rde gar nicht existieren &ndash; vorausgesetzt, der Vorschlag wird so umgesetzt.<br>\nZudem sieht die Richtlinie eine Besteuerung vor, wenn ein nicht in der Europ&auml;ischen Union ans&auml;ssiges Institut an einer Transaktion mit einer in Europa ans&auml;ssigen Partei beteiligt ist &ndash; oder wenn eine seiner Zweigstellen in der EU an einem Finanzgesch&auml;ft beteiligt ist. Die Steuers&auml;tze fallen vergleichsweise milde aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/diskussion-um-transaktionssteuer-warum-roesler-falsch-liegt-1.1254914\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Notenbanker warnt vor Gummi-Pakt<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) warnt vor einer Aufweichung des Fiskalpaktes, in dem sich die Euro-Staaten und weitere L&auml;nder zu mehr Haushaltsdisziplin verpflichten sollen. EZB-Direktoriumsmitglied J&ouml;rg Asmussen bezeichnete den j&uuml;ngsten Textvorschlag f&uuml;r den Pakt laut &ldquo;Financial Times Deutschland&rdquo; (FTD) als &ldquo;substantielle Verw&auml;sserung&rdquo;.<br>\nDie jetzt geplante Ausnahmeregelung, nach der Unterzeichner des Pakts ihre Defizite bei au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Umst&auml;nden doch &uuml;ber 0,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigern d&uuml;rften, m&uuml;sse ver&auml;ndert werden, schrieb Asmussens nach Informationen der Zeitung an die Unterh&auml;ndler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,808831,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> J&ouml;rg Asmussen ist ein &Uuml;berzeugungst&auml;ter, der seinen Freunden Axel Weber und J&uuml;rgen Stark alle &bdquo;Ehre&ldquo; macht. Gut, dass zumindest die EZB dies erkannt hat &ndash; ansonsten h&auml;tte der SPIEGEL &bdquo;EZB-Chef&ouml;konom warnt vor Gummi-Pakt&ldquo; titeln k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Nouriel Roubini &ndash; Amerikas Schwierigkeiten<\/strong><br>\nDie gesamtwirtschaftlichen Indikatoren f&uuml;r die USA waren in den letzten Monaten besser als erwartet. Die Zahl der Neueinstellungen ist gestiegen, die Indikatoren f&uuml;r die produzierende Industrie und das Dienstleistungsgewerbe haben sich leicht verbessert, selbst die Wohnungswirtschaft zeigt ein paar Lebenszeichen, und das Konsumwachstum war relativ widerstandsf&auml;hig.<br>\nDoch trotz der g&uuml;nstigen Daten wird das US-Wirtschaftswachstum im gesamten Jahresverlauf 2012 relativ schwach bleiben und unter dem Trend liegen. Warum ist all den guten Wirtschaftsnachrichten der letzten Zeit nicht zu trauen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/roubini46\/German\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Die Mikrokredit-L&uuml;ge<\/strong><br>\nMikrokredite dienen nicht den Armen, sondern dem globalen Finanzkapital. Sie sind kein Akt der Menschlichkeit, sondern das Konzentrat neoliberaler Entwicklungspolitik: Die hohe Staatsverschuldung der armen L&auml;nder wird auf das Individuum ausgeweitet.<br>\nMikrokredite sind Kleinstdarlehen, umgerechnet zwei bis dreistellige Euro-Betr&auml;ge, die an Arme verliehen werden, die keinen Zugang zu Finanzkapital haben. Mit dem Geld sollen die Armen kleine Unternehmen gr&uuml;nden&hellip;<br>\nDoch der Siegeszug des Mikrokredits verdankt sich nicht der Tatsache, dass sich die Idee als probates Mittel zur Armutsbek&auml;mpfung durchgesetzt h&auml;tte. Sie ist Teil der Strukturanpassungsprogramme des Westens: anstatt den Entwicklungsl&auml;ndern die Staatsschulden zu erlassen, kn&uuml;pften Internationaler W&auml;hrungsfonds und Weltbank die Vergabe weiterer Kredite an Drittwelt-Staaten an die Privatisierung &ouml;ffentlicher Strukturen, Deregulierung der M&auml;rkte und der Abschaffung von Zinsobergrenzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/kultur\/armutsbekaempfung-die-mikrokredit-luege,1472786,11411146.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>China: Foxconn-Arbeiter drohten mit Massensuizid<\/strong><br>\nBis zu 300 chinesische ArbeiterInnen einer Fabrik des taiwanischen Elektronikherstellers Foxconn haben vergangene Woche mit Massensuizid gedroht. Dies berichtete der IT-Nachrichtendienst IDG News Service am Mittwoch unter Berufung auf chinesische Medienberichte, Postings auf sozialen Websites sowie eine Stellungnahme des Konzerns. Hintergrund des Konflikts ist ein Arbeitskampf um Lohnerh&ouml;hungen. Diese seien vom Management abgelehnt worden. Unzufriedene seien zur K&uuml;ndigung aufgefordert worden, wobei ihnen Abfindungen in Aussicht gestellt worden seien. Viele h&auml;tten daraufhin gek&uuml;ndigt, aber keine Abfindungen erhalten. Deshalb sei es zur Besetzung des Fabrikdachs und der Drohung mit dem Massensuizid gekommen.<br>\nFoxconn geh&ouml;rt zu der taiwanischen Hon Hai Holding und ist der weltgr&ouml;&szlig;te Elektronikhersteller. Es produziert mit mehreren hunderttausend ArbeiterInnen in China unter anderem f&uuml;r Apple, HP, Nintendo, Sony, Dell und Microsoft. 2010 brachte eine Suizidwelle, bei der es 14 Tote gab, den Konzern weltweit in die Schlagzeilen. Sowohl der Foxconn-Konzern als auch Hauptkunde Apple machen satte Gewinne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F01%2F12%2Fa0099&amp;cHash=f4ec028a56\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es sei noch einmal an die Arbeit von Yuqing Xing und Neal Detert erinnert, in der die Autoren darauf hinweisen, dass Apple mit seinem iPhone (2009) eine Gewinnspanne von 64 Prozent erzielte &ndash; nicht nur wegen der unterbezahlten Arbeiter bei Foxconn, aber <a href=\"http:\/\/www.adbi.org\/files\/2010.12.14.wp257.iphone.widens.us.trade.deficit.prc.pdf\">eben auch [PDF &ndash; 107 KB]<\/a>.<\/em><br>\n<em>Wie profitgeil die westlichen Konzerne inzwischen geworden sind, wird auch daran deutlich, wenn man wei&szlig;, dass die Herstellung in den USA immer noch eine Gewinnspanne 50 Prozent zugelassen h&auml;tte. H&auml;ufig wird gerade aus den Dritte- Welt -Bewegungen heraus argumentiert, dass Verlagerungen im Rahmen der Globalisierung endlich den Entwicklungsl&auml;ndern die Chance b&ouml;ten, gegen&uuml;ber dem Westen aufzuholen. Die Arbeiter von Foxconn nehmen an diesem Aufholprozess kaum teil. Und wir d&uuml;rfen uns von unseren Konzernen und der ihnen h&ouml;rigen Politik anh&ouml;ren, dass wir uns dieser Konkurrenz zu stellen h&auml;tten und uns ein Beispiel an den gen&uuml;gsamen  Arbeitern Chinas zu nehmen h&auml;tten. Auf die Zust&auml;nde dort oder z.B. Bangladesch angesprochen, wird uns dann entgegen gehalten, der deutsche, der europ&auml;ische, der amerikanische  Konsument fordere Waren zu g&uuml;nstigen Preisen. &ndash; Bei Gewinnspannen von 60 Prozent?!<\/em><br>\n<em>Dieser Art von Globalisierung m&uuml;ssen Grenzen gesetzt werden! Sie betrifft nicht nur den globalen Wettbewerb um die die niedrigsten Kosten von Arbeitnehmerstandards sondern ebenso den Wettbewerb um die niedrigsten Umweltkosten. Selbst die kleine europ&auml;ische Globalisierung namens Binnenmarktprojekt, nimmt geradezu groteske Z&uuml;ge an, wie die Umweltbilanz der spanischen Obst- und Gem&uuml;seproduktion zeigt. Denn problematisch sind nicht nur die L&ouml;hne (hier der afrikanischen und osteurop&auml;ischen &ldquo;Gem&uuml;sesklaven&rdquo;), wenn einige der trockensten Gegenden Spaniens ein europ&auml;isches Versorgungszentrum f&uuml;r Obst und Gem&uuml;se ausgebaut werden. Wir hier, in einem der wasserreichsten L&auml;nder der Erde, konsumieren das &auml;u&szlig;erst rare Wasser Spaniens. W&uuml;rde man die &ldquo;Verw&uuml;stung&rdquo; und Vergiftung der B&ouml;den Almer&iacute;as in die die Marktpreise unserer Tomaten einbeziehen, w&uuml;rde sich diese Art von Globalisierung nicht mehr lohnen und verschwinden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rechtsextremismus und &Ouml;kobewegung: Braune &Ouml;kologen<\/strong><br>\nDass &Ouml;kologie und Umweltschutz von v&ouml;lkisch-nationalistischen und rechtsextremistischen Ideologien vereinahmt werden, ist kein Ph&auml;nomen der letzten Jahre. Zeugnisse daf&uuml;r finden wir bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Neueren Datums sind Versuche, Ideologie und Praxis zu verbinden.<br>\nZu beobachten ist, dass Sympathisanten Grundst&uuml;cke und Immobilien in Siedlungen und auch ganze H&ouml;fe und L&auml;ndereien erwerben &ndash; vorrangig in wirtschaftlich abgeh&auml;ngten Regionen und somit auch in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig versucht man, Zugang zu den Produktions- und Vertriebsnetzen der Bio-Branche zu bekommen.<br>\nWie k&ouml;nnen die Netzwerke und Strukturen erkannt werden? Was verbirgt sich hinter den Begriffen &bdquo;germanisch&ldquo; und &bdquo;artgerecht&ldquo;? Wo k&ouml;nnen weiterf&uuml;hrende Informationen und Unterst&uuml;tzung eingeholt werden? Gerade f&uuml;r die zivilgesellschaftlichen Akteure vor Ort sind Strategien und das Wissen um Handlungsm&ouml;glichkeiten wichtig.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.glocalist.com\/news\/kategorie\/vermischtes\/titel\/rechtsextremismus-und-oekobewegung-braune-oekologen\/\">Glocalist<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boell.de\/downloads\/braune-oekologen.pdf\">Heinrich B&ouml;ll Stiftung &ndash; Braune &Ouml;kologen [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Sponsoring &ndash; Einblicke in das Schattenreich der Parteienfinanzierung<\/strong><br>\nSpenden war gestern, heute wird &ldquo;gesponsert&rdquo;. Seitdem das Parteispendengesetz 2003 Transparenz verordnet, boomt das &ldquo;Sponsoring&rdquo;. Sponsoren unterst&uuml;tzen zum Beispiel Parteitage, schalten Anzeigen in Parteipublikationen und bescheren den Parteien Millionen. Der Reiz: Die Parteien m&uuml;ssen der &Ouml;ffentlichkeit keine Rechenschaft dar&uuml;ber ablegen, wie viel Geld sie von wem erhalten und ob die H&ouml;he der Zahlung angemessen ist. Kritiker bef&uuml;rchten, dass die Unternehmen so Einfluss auf die Politiker nehmen und dass die Sponsorengelder letztlich verdeckte Parteispenden sind. MONITOR-Recherchen auf Parteitagen und bei Parteizeitschriften best&auml;rken den Verdacht: Die Zahlungen liegen weit &uuml;ber Marktniveau. Jeder Versuch das Parteiengesetz zu &auml;ndern, wurde bislang im Bundestag blockiert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2012\/sponsoring.php5\">Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Das 15.000-Liter Steak<\/strong><br>\nUnseren Wasserverbrauch k&ouml;nnten wir an vielen Stellen verringern. Wichtiger ist allerdings, die Wassergro&szlig;verbraucher zu identifizieren.<br>\nDa spart man flei&szlig;ig Trinkwasser, glaubt der Umwelt damit Gutes zu tun, und die wahre Baustelle ist eine andere: Mehr als 4.000 Liter Wasser pro Person und Tag nutzen wir in Deutschland indirekt &uuml;ber die von uns konsumierten Nahrungsmittel und sonstigen Produkte &ndash; ein Vielfaches der rund 120 Liter Trinkwasser, die wir im Durchschnitt t&auml;glich pro Person nutzen. Die Medien haben das Thema &bdquo;virtuelles Wasser&ldquo; vielfach aufgegriffen und die &Ouml;ffentlichkeit verbl&uuml;fft mit den riesigen Wassermengen, die hinter vielen Alltagsprodukten stecken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/berg-rainer\/8775-wasser-sparen-durch-virtuelles-wasser#8775\">The European<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Ansatz des &bdquo;virtuellen Wassers&ldquo; geht zweifelsohne in die richtige Richtung. Der Endverbraucher ist damit jedoch ma&szlig;los &uuml;berfordert, da er die hyrdrologischen Begebenheiten in der Herkunftsregionen der Produkte nur in den seltensten F&auml;llen kennt. Es macht &ouml;kologisch einen sehr gro&szlig;en Unterschied, ob die Baumwolle f&uuml;r eine Jeans aus den regenreichen USA oder aus den D&uuml;rreregionen rund um den Aralsee stammt. Die Angabe, dass f&uuml;r die Baumwolle einer Jeans 8.000 Liter Wasser ben&ouml;tigt werden, ist isoliert betrachtet nicht aussagekr&auml;ftig. &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit dem &bdquo;15.000-Liter-Steak&ldquo;. Stammt es aus Weidehaltung oder aus einem Mastbetrieb? Woher stammt das Futter? Bei einem leckeren Rumpsteak aus Argentinien k&ouml;nnen Sie beispielsweise sorgenlos zugreifen, da es wasserneutral erzeugt wurde. Siehe dazu auch: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/0934-wasser-knappheit-weltwasserwoche-ressource\">35 Liter f&uuml;r eine Tasse Tee<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Du schaffst das schon!<\/strong><br>\nKatja Urbatsch, die Gr&uuml;nderin von Arbeiterkind, spricht &uuml;ber die Schwierigkeiten, denen Kinder aus bildungsfernen Milieu im deutschen Bildungssystem begegnen<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36200\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich &ndash; Negative Bilder dominieren Berichte &uuml;ber Zuwanderung<\/strong><br>\nMassenmedien spielen beim Thema Zuwanderung eine wichtige Rolle. Was aber im Bewusstsein von &Ouml;sterreichs Medienmachern pr&auml;sent ist, muss sich noch lange nicht in der Berichterstattung widerspiegeln. 46 Prozent gehen n&auml;mlich von einem negativen Einfluss der Massenmedien auf den Integrationsprozess in &Ouml;sterreich aus, und sogar 57 Prozent sind der Meinung, dass die Berichterstattung &uuml;ber Zuwanderung tendenziell negativ ist. Die Speerspitze bilden dabei Boulevardmedien, glauben die Befragten, allen voran die &ldquo;Kronen Zeitung&rdquo;, der 33 Prozent eine &ldquo;ausl&auml;nderfeindliche&rdquo; Grundhaltung attestieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1326249097389\/Krone-als-Speerspitze-Studie-Negative-Bilder-dominieren-Berichte-ueber-Zuwanderung\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man tausche &bdquo;Kronen Zeitung&ldquo; gegen &bdquo;BILD&ldquo; aus und die Ergebnisse der Studie lie&szlig;en sich 1:1 auf Deutschland &uuml;bertragen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Kinostart des Films &ldquo;Das System-Alles verstehen hei&szlig;t alles verzeihen&rdquo;<\/strong><br>\nHeute kommt der Film &ldquo;Das System-Alles verstehen hei&szlig;t alles verzeihen&rdquo; des Regisseurs Marc Bauder in die deutschen Kinos. Er erz&auml;hlt die Geschichte eines jungen Mannes aus Rostock, der vom Kleinkriminellen &uuml;ber Beziehungen zum Lobbyisten f&uuml;r eine Erdgas-Pipeline wird und erkennen muss, dass die alten Netzwerke der Zeit vor 1989 im Verborgenen weiterhin aktiv sind. Der Politkrimi m&ouml;chte aufzeigen, wie leicht Menschen manipuliert oder auch korrumpiert werden k&ouml;nnen und thematisiert mit viel dokumentarischem Gehalt den Bau der Pipelines f&uuml;r russisches Gas f&uuml;r Westeuropa<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/index.php?id=1434&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=11202&amp;cHash=17ecea8403c322167ab6236a4fc37436\">Transparency International<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Aufruf von Attac Deutschland f&uuml;r den Aktionstag am 15. Januar 2012<\/strong><br>\nWiderstand ist angesagt, Emp&ouml;rung und Besetzung lauten die Stichworte, unter denen seit Monaten weltweit Menschen auf Stra&szlig;en und Pl&auml;tze gehen und ihre Forderungen vorbringen. Die Dynamik der globalen Bewegung f&uuml;r echte Demokratie und gegen die Umverteilung der Lasten der globalen Krise von oben nach unten, die am 15. Oktober auch Deutschland erreichte, muss weitergehen und ins neue Jahr getragen werden. Attac ruft deshalb alle dazu auf, sich am n&auml;chsten globalen Aktionstag am Sonntag, dem 15. Januar 2012, aktiv zu beteiligen. &Auml;hnlich wie am 15. Oktober 2011 sollen an diesem Tag wieder in m&ouml;glichst vielen St&auml;dten Proteste stattfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.attac.de\/aktuell\/eurokrise\/aktionstag-151\/aufruf-zum-151\/?L=2\">attac<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>zu guter Letzt: taz Mail an BILD &ndash; Mit Bitte um rasche Antwort<\/strong><br>\nAn wen haben Sie Wulffs Mailbox-Nachricht weitergegeben? Als Tondokument oder schriftlich? Wann? 15 Fragen an den Chefredakteur.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!85555\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>das Allerletzte: &bdquo;Ohne Hartz IV bist du in der Schule der Dumme&ldquo;<\/strong><br>\n[&hellip;] &bdquo;Wer bekommt alles die B&uuml;cher von der Schule?&ldquo;, fragte mein Mathelehrer. Ungef&auml;hr ein Drittel des Kurses meldete sich &ndash; sie alle bezogen Hartz IV. Der Rest musste sich das Buch selbst kaufen. Ich tat das nicht.<br>\nWieso sollte ich, die jedes Wochenende mindestens 16 Stunden schuftete, mir jetzt auch noch elementare Schulausr&uuml;stung zulegen, w&auml;hrend andere Sch&uuml;ler alles gestellt bekamen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/ratgeber\/kind-familie\/schule\/ohne-hartz-bist-du-der-dumme-22040480.bild.html\">BILD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers M.F.:<\/strong> Sarrazin als Schulm&auml;dchen-Report.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Wer wei&szlig;, vielleicht haben beide B&uuml;cher ja den gleichen Ghostwriter? Die BILD begleitet das Schicksal der &bdquo;s&uuml;&szlig;en blonden Sch&uuml;lerin&ldquo;, die damals in einer Castingshow von Dieter Bohlen <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/unterhaltung\/city-talk\/dieter-bohlen\/bei-dieter-bohlen-dsds-gescheitert-buch-autorin-7014098.bild.html\">abgelehnt wurde<\/a> schon seit langem. Ein besonderes Schmankerl aus dem Artikel:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&bdquo;Neben Tanzen und Modeln ist Schreiben ihre gro&szlig;e Leidenschaft. Wenn aus der Show-Karriere nichts wird, will sie Betriebswirtschaft studieren. Oder Jura. F&uuml;r mehr Gerechtigkeit k&auml;mpfen. Denn dass es damit nicht weit her ist, hat sie schon kapiert.&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Ohne Worte!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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