{"id":119133,"date":"2024-08-04T09:00:18","date_gmt":"2024-08-04T07:00:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133"},"modified":"2025-06-11T11:14:40","modified_gmt":"2025-06-11T09:14:40","slug":"hinweise-der-woche-370","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133#h01\">Die EU sollte auf Diplomatie und Kooperation statt auf Konfrontation setzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133#h02\">Netanyahus gef&auml;hrliches Spiel: Auf Autopilot ins Chaos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133#h03\">Boris Pistorius&rsquo; Reise um die halbe Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133#h04\">US-Streumunition aus Deutschland geliefert?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133#h05\">Im Krieg sind Journalisten die wichtigsten Soldaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133#h06\">Ost-Bashing: Der Spiegel belehrt den Osten &ndash; und Correctiv will die Einheit abschaffen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133#h07\">Haushalt l&auml;sst keinen Spielraum f&uuml;r echte Wachstumsimpulse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133#h08\">L&auml;nger arbeiten &ndash; fr&uuml;her sterben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133#h09\">Gestorben auf der Intensivstation: Wie gef&auml;hrlich sind maschinelle Beatmungen?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133#h10\">&ldquo;Heftiger Druck&rdquo; von oben<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die EU sollte auf Diplomatie und Kooperation statt auf Konfrontation setzen<\/strong><br>\nWie die Verweigerung von Diplomatie Europa in eine Abw&auml;rtsspirale aus Militarismus, &ouml;konomischem Niedergang und politischem Chaos treibt. (&hellip;)<br>\nEs ist schon bemerkenswert, dass ausgerechnet die EU, die von einer m&ouml;glichen Eskalation des Ukrainekrieges vollkommen verw&uuml;stet werden k&ouml;nnte, nicht nur nichts tut, um diese Gefahr abzuwenden und das T&ouml;ten zu beenden, sondern auch noch die diplomatischen Versuche eines Mitgliedsstaates untergr&auml;bt. (&hellip;)<br>\nDie Aufr&uuml;stung wird im &Uuml;brigen weiter zulasten des sozialen Zusammenhalts und der politischen Stabilit&auml;t gehen. Statt in das kaputtgesparte Bildungs- und Gesundheitssystem angemessen zu investieren und den &ouml;ffentlichen Verkehr zukunftstauglich zu machen, wird jedes Jahr mehr Geld in den destruktivsten und klimasch&auml;dlichsten aller Wirtschaftssektoren gepumpt: die R&uuml;stung. Wenn aber das politische System den B&uuml;rgern keine Zukunftsperspektiven mehr bietet, sondern nur noch Sozialabbau und Kriegsrhetorik, wird das Vertrauen in die politischen Institutionen weiter erodieren und rechtsnationalen Kr&auml;ften noch mehr Zulauf beschert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/die-eu-sollte-auf-diplomatie-und-kooperation-statt-auf-konfrontation-setzen-li.2238300\">Fabian Scheidler in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>Diplomatie statt Waffen<\/strong><br>\nOhne jegliches Zutun der Bundesregierung zeichnen sich vorsichtige Bem&uuml;hungen um ein Ende des Krieges in der Ukraine und um eine m&ouml;gliche Friedensl&ouml;sung ab. So hat etwa der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj in einem Interview mit franz&ouml;sischen Medien erkl&auml;rt, er bestehe nicht mehr darauf, die territoriale Integrit&auml;t der Ukraine &bdquo;mit Waffen&ldquo; zu erk&auml;mpfen; denkbar seien stattdessen auch diplomatische Schritte. Selenskyj w&uuml;nscht zudem die Teilnahme russischer Delegierter an einem Friedensgipfel; auch eine Vermittlung durch China schlie&szlig;t er nicht aus. Zugleich l&auml;dt Kiew nach mehrt&auml;gigen, als produktiv bezeichneten Gespr&auml;chen von Au&szlig;enminister Dmytro Kuleba in der Volksrepublik nun Chinas Au&szlig;enminister Wang Yi zu einer Fortsetzung der Verhandlungen in die ukrainische Hauptstadt ein. Beijing hat sich bislang Gespr&auml;chen, die es lediglich zum Ziel hatten, Russland zu isolieren, anstatt nach einer Friedensl&ouml;sung zu suchen &ndash; so etwa der Ukraine-Gipfel in der Schweiz &ndash;, konsequent verweigert. Als erster Hardliner aus dem Westen hat sich auch Finnlands Pr&auml;sident Alexander Stubb f&uuml;r Verhandlungen ausgesprochen. Hintergrund sind die f&uuml;r Kiew miserablen Kriegsperspektiven.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9638\">German Foreign Policy <\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Frieden als Skandal<\/strong><br>\nWahlen im Osten: BSW sorgt mit Koalitionsbedingung &raquo;Diplomatie&laquo; f&uuml;r w&uuml;tende Reaktionen.<br>\nDie Ank&uuml;ndigung der Parteivorsitzenden Sahra Wagenknecht, sich nur dann an einer Landesregierung zu beteiligen, wenn diese &raquo;auch bundespolitisch klar Position f&uuml;r Diplomatie und gegen Kriegsvorbereitung bezieht&laquo;, zog am Montag zahlreiche Reaktionen nach sich &ndash; und zwar &uuml;berwiegend w&uuml;tende. Bleibt das BSW in dieser Frage stabil, wird die Partei, das zeigen die Reaktionen, kaum in eine Landesregierung eintreten k&ouml;nnen. &raquo;Die Friedensfrage ist sehr wichtig&laquo;, hatte Wagenknecht (&hellip;) gesagt. Viele Menschen seien zu Recht beunruhigt, &raquo;weil die Bundesregierung unser Land immer mehr zur Kriegspartei im Ukraine-Krieg macht und bisher jedes Bem&uuml;hen um diplomatische L&ouml;sungen vermissen l&auml;sst&laquo;. Auch der Kovorsitzende des Th&uuml;ringer BSW-Landesverbandes, Steffen Sch&uuml;tz, bekr&auml;ftigte: &raquo;Wir stehen zu unseren Idealen.&laquo; F&uuml;r einen Skandal halten solche Aussagen vor allem die Gr&uuml;nen. [&hellip;]<br>\nDie Ampelparteien, die Union, deren Bundesparteispitze beim Thema Russland\/Ukraine noch aggressiver agiert als die Regierung, und die Linkspartei haben alle ein Interesse daran, dass das Friedensthema nicht die Landtagswahlk&auml;mpfe beherrscht. Dieses Kalk&uuml;l durchkreuzt Wagenknecht. Sie macht es damit auch der AfD unm&ouml;glich, das Friedensthema allein zu besetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/480535.wahlkampf-im-osten-frieden-als-skandal.html\">junge Welt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Netanyahus gef&auml;hrliches Spiel: Auf Autopilot ins Chaos<\/strong><br>\nIsraels Attentate gef&auml;hrden die Stabilit&auml;t in der Region. Will Netanyahu die USA in einen Krieg mit dem Iran hineinziehen? Unser Gastautor beleuchtet die aktuelle Situation in Nahost.<br>\nDie Ermordung des politischen Anf&uuml;hrers der Hamas, Ismail Haniyeh, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von Israel oder in israelischem Auftrag durchgef&uuml;hrt wurde, wird keine positiven Folgen haben &ndash; auch nicht f&uuml;r die Sicherheit Israels selbst.<br>\nStattdessen wird sie das ohnehin schon hohe Potenzial f&uuml;r weitere Kriege, Tod und Zerst&ouml;rung im Nahen Osten zus&auml;tzlich erh&ouml;hen. Das iranische Regime wird sich zu einer Reaktion gezwungen sehen, auch wenn das Opfer des Attentats kein Iraner war. Das Attentat fand im Herzen des Iran statt. F&uuml;r Teheran kommt die Ermordung eines ausl&auml;ndischen Besuchers, der sich zur Amtseinf&uuml;hrung des neuen iranischen Pr&auml;sidenten in der Hauptstadt aufhielt, einer schweren Dem&uuml;tigung gleich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Netanyahus-gefaehrliches-Spiel-Auf-Autopilot-ins-Chaos-9820761.html\">Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Die H&ouml;lle von Gaza: Netanjahu kann diesen Krieg so lange und so hart f&uuml;hren, wie er will<\/strong><br>\nDie israelische Regierung hat die Schlacht um die Legitimit&auml;t des Gaza-Krieges l&auml;ngst verloren. Deshalb sind alle Gerichtsentscheide und Versuche der USA oder anderer Partner wirkungslos [&hellip;]<br>\nEreignisse und Entscheidungen, von denen eine kriegsverk&uuml;rzende Wirkung erwartet wird, zeitigen das Gegenteil. Jene Kraft, &bdquo;die stets das B&ouml;se will und stets das Gute schafft&ldquo; (Goethe), hat sich einer Dialektik des Verh&auml;ngnisses ergeben, bei der &bdquo;das Gute&ldquo; eher &bdquo;das B&ouml;se&ldquo;, sprich: Kriegsverl&auml;ngernde, schafft. Auf Gaza &uuml;bertragen: Weil Israel die Schlacht um die Legitimit&auml;t des Handelns durch seine Kriegsf&uuml;hrung l&auml;ngst verloren hat, will seine rechtsextreme Regierung nicht auch noch den Krieg verlieren, indem sie Abstriche an ihren Kriegszielen macht.<br>\nFolgerichtig bleibt zur Wirkungslosigkeit verurteilt, wie sich internationale Rechtsprechung mit dem Internationalen Gerichtshof (ICJ) und Internationalen Strafgerichtshof (ICC) exponiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/lutz-herden\/gaza-westliche-verbuendete-schaffen-es-nicht-netanjahu-zu-kriegsende-zu-zwingen\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Boris Pistorius&rsquo; Reise um die halbe Welt<\/strong><br>\nWenn man so will, ist Pistorius die politische Vorhut, der die Marine dann folgt: Beide Schiffe, die Fregatte als auch der Einsatzgruppenversorger setzen nach ihrer Teilnahme am RIMPAC-Man&ouml;ver das Indo-Pacific Deployment fort, ihre Tour durch die Indopazifik-Region. An Taiwan wollen sie vorbeifahren &ndash; ob tats&auml;chlich durch die Stra&szlig;e von Taiwan, ist noch offen &ndash; durchs S&uuml;dchinesische Meer, Richtung Singapur. Gew&auml;sser, hei&szlig; umk&auml;mpft von den Anrainerstaaten, allen voran von China.<br>\nKonkret d&uuml;rfte Pistorius&rsquo; Ziel und auch das Ziel des Indo-Pacific Deployments sein, der Welt und konkret vor allem dem Partner USA zu demonstrieren: Seht her, wir stehen an Eurer Seite, auch in dieser Region der Welt. Dass Deutschland bereit ist, sich auch dort sicherheitspolitisch zu engagieren. Obwohl wir einen Krieg in Europa haben, der ziemlich viele Kr&auml;fte bindet. Freie See- und Handelswege? Ja, auch f&uuml;r die stehen wir ein, als Exportnation und gr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft der EU.<br>\nAufstampfen im Indopazifik. In der verst&auml;rkten Aufmerksamkeit f&uuml;r den Indopazifik sind sich die drei Koalitionsparteien ausnahmsweise einig. Was auch daran liegt, dass die Spannungen in der Region weiter zugenommen haben. [&hellip;]<br>\nDie aktuelle Botschaft Deutschlands: Wir sind da und wollen mitmischen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/briefing\/verteidigung-reise-pistorius-trams-zdfheute-update-100.html\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> S&auml;belrasseln des ZDF in Honolulu, am Rockscho&szlig; von Pistorius. Offensichtlich muss man Journalisten, im konkreten Fall eine Journalistin, nur quasi als Reisegep&auml;ck im Flugzeug mitnehmen. Dann applaudieren sie auch dem hellen Wahnsinn.<\/em><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Von der Zeitenwende zur Konfrontation: Wie die USA und Europa sich auf den gro&szlig;en Krieg vorbereiten<\/strong><br>\nDie Nato r&uuml;stet auf, w&auml;hrend Russland als gr&ouml;&szlig;te Bedrohung dargestellt wird. Die USA und Europa verst&auml;rken ihre milit&auml;rischen Kapazit&auml;ten. Droht ein neuer Kalter Krieg?<br>\nDas Aspen Security Forum ist nach eigener Beschreibung die US-Konferenz, auf der sicherheits- und au&szlig;enpolitischen Fragen diskutiert werden. Die Liste der Sponsoren ist beeindruckend und reicht von McKinsey &uuml;ber American Airlines bis zu Lockheed Martin und Boeing.<br>\nSchlie&szlig;lich ist es aufwendig, Vertreter des milit&auml;risch-industriellen Komplexes, Politiker, ausgesuchte Journalisten, hochrangige Milit&auml;rs und einflussreiche B&uuml;rokraten ins malerische Aspen zu verfrachten.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Von-der-Zeitenwende-zur-Konfrontation-Wie-die-USA-und-Europa-sich-auf-den-grossen-Krieg-vorbereiten-9816085.html\">Petra Erler auf Telepolis<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/petraerler.substack.com\/p\/nato-oberbefehlshaber-cavioli-uber\">Petra Erler<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>US-Streumunition aus Deutschland geliefert?<\/strong><br>\nIm Juni, nahe Marjinka, rund zehn Kilometer vor den russischen Truppen. Ein Soldat der ukrainischen 33. Brigade f&uuml;hrt in ein Versteck. Dort lagern Dutzende graue Artilleriegeschosse. Stolz erkl&auml;rt der Soldat den Zeitz&uuml;nder. Die Geschosse werden mit einer Haubitze hinter die feindlichen Linien gefeuert. Wenn sie in der Luft sind, &ouml;ffnet sich die &auml;u&szlig;ere Kapsel und setzt Dutzende kleine Bomblets frei, die sogenannte Submunition.<br>\nDiese streut &uuml;ber eine gro&szlig;e Fl&auml;che von bis zu 1.000 Quadratmetern. &ldquo;Der Feind hat gro&szlig;e Angst vor der Streumunition&rdquo;, erkl&auml;rt der Soldat Vasyl. &ldquo;Die Russen kamen zu uns, in unser Haus, auf unsere Erde. Und beschie&szlig;en uns mit allem, was geht&rdquo;, sagt der Soldat Mykhailo, der die Haubitze bedient, &ldquo;Warum sollten wir nicht auch zur&uuml;ckschlagen d&uuml;rfen?&rdquo;<br>\nWas sie hier abfeuern, ist US-Streumunition. Die USA liefern Streumunition vom US-Typ &ldquo;M864&rdquo; und &ldquo;M483A1&rdquo; in die Ukraine. Geliefert haben sie die USA, doch nach Recherchen des ARD-Magazins Panorama und STRG_F kommen diese m&ouml;glicherweise aus US-Depots in Deutschland und wurden &uuml;ber deutsche Autobahnen transportiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/panorama\/streumunition-usa-deutschland-ukraine-100.html\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin U.P.:<\/strong> Auch dieser Beitrag verdeutlicht, wie sehr sich die deutsche Politik zum US-Vasallen degradiert.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Im Krieg sind Journalisten die wichtigsten Soldaten<\/strong><br>\nDie Zivilisation bringt im Krieg ihr eigenes Ende zustande: Menschen werden als blo&szlig;es &bdquo;Material&ldquo; verbraucht. Journalisten machen es m&ouml;glich, sagt unser Kolumnist. Eine Polemik. [&hellip;]<br>\nDie zu verbergenden Tatsachen des Krieges sind so monstr&ouml;s, wie die Errungenschaften der Zivilisation gedeihlich sind. Daher ist die L&uuml;genschw&auml;ngerung des ganzen &ouml;ffentlichen Raums n&ouml;tig, um den Krieg zu verbergen oder seine Gestalt doch so zu verzeichnen, dass der beil&auml;ufige Betrachter unsicher bleibt und vielleicht unruhigen Herzens, aber doch wortlos weiterzieht. Denn kein B&uuml;rger, der bei Verstand ist, stimmt der Aufhebung seiner Burg zu und zieht freiwillig wieder in den Wald.<br>\nEs ist immer die langfristige, t&auml;gliche Wiederholung von L&uuml;gen n&ouml;tig, um den Nebel zu stiften, in dem sich der Mensch zum Verbrauchsmaterial erkl&auml;ren und auch so verwenden l&auml;sst. Journalisten sind hier unersetzlich.<br>\nDie T&auml;ter des Krieges m&uuml;ssen etwas h&ouml;ren, das ihr T&ouml;ten wenn nicht nobel, so doch notwendig erscheinen l&auml;sst; seine Opfer m&uuml;ssen etwas h&ouml;ren, das ihr Opfer wenn nicht sinnvoll, so doch unumg&auml;nglich erscheinen l&auml;sst; und seine Zuschauer m&uuml;ssen etwas h&ouml;ren, das sie in Unentschlossenheit und Zweifel h&auml;lt, bis den offiziellen Idealen f&uuml;r diesmal Gen&uuml;ge getan, d.h. bis f&uuml;r diesmal genug Geld mit Massent&ouml;tungen verdient wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/michael-andrick-im-krieg-sind-journalisten-die-wichtigsten-soldaten-li.2239619\">Michael Andrick in der Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ost-Bashing: Der Spiegel belehrt den Osten &ndash; und Correctiv will die Einheit abschaffen<\/strong><br>\nDer Spiegel sieht die &bdquo;letzte Chance&ldquo; f&uuml;r den Osten kommen. Andere fordern sogar die Trennung von Ost und West. Was sagt uns das? Eine Kolumne. [&hellip;]<br>\nIn dem Newsletter ging es um die bevorstehenden Landtagswahlen. &Uuml;berall liegt in den Umfragen die AfD vorn. Wie schon seit Monaten. Und nun holt das B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht auf. Die Partei einer Frau, die, so der Newsletter, &bdquo;scheinheilig den Friedensengel&ldquo; gebe, &bdquo;weil das im Osten im Wahlkampf besonders gut ankommt&ldquo;.<br>\nEine Analyse so scharf wie ein Messer aus einer Puppenk&uuml;che. Die Ostdeutschen und die Wahlen, es muss eine Zumutung f&uuml;r den Westen sein. Erst bekam jahrelang die PDS, sp&auml;ter die Linke viel zu viele Stimmen, in Medien wie dem Spiegel hie&szlig; es: Im Osten h&auml;tten sie nichts gelernt. Dann fingen die Leute an, AfD zu w&auml;hlen, und nun BSW. Parteien, die zwar nicht verboten sind, was aber noch lange nicht hei&szlig;t, dass man sie auch w&auml;hlen darf &ndash; wenn man nicht vom Spiegel gema&szlig;regelt werden m&ouml;chte.<br>\nIch frage mich, wer eigentlich bei wem seine letzte Chance verspielt? Und denke wieder an die Frage des alten Chefredakteurs, warum der Spiegel im Osten nicht gelesen wird. Oder wollen die Kollegen dort (von denen ich viele eigentlich sehr sch&auml;tze) das gar nicht mehr?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/kultur-vergnuegen\/ost-bashing-der-spiegel-belehrt-den-osten-und-correctiv-will-die-einheit-abschaffen-li.2239954\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>&bdquo;Correctiv&ldquo;-Tweet f&uuml;r deutsche Teilung &ndash; Weil die Ossis falsch w&auml;hlen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118995%20\">NachDenkSeiten<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Unternehmer f&uuml;rchten sich vor Wahlerfolg der AfD<\/strong><br>\nUnternehmer in Sachsen und Th&uuml;ringen rechnen mit einem Imageverlust und der Abwanderung von Fachkr&auml;ften, sollte die AfD die Landtagswahlen gewinnen. Dennoch positionieren sich nur wenige explizit gegen die AfD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/gesellschaft\/afd-unternehmen-100.html\">tagesschau<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Vom Inhalt abgesehen &ndash; hier kann man feststellen, in welchem schrecklichen Deutsch die Tagesschau ihre Texte verfassen l&auml;sst.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Haushalt l&auml;sst keinen Spielraum f&uuml;r echte Wachstumsimpulse<\/strong><br>\nDie Bundesregierung bricht mit ihrem Versprechen, Rekordinvestitionen zu t&auml;tigen, kritisiert Peter Bofinger. Stattdessen beschneidet sie Budgets. So wird es bei einem Miniwachstum bleiben.<br>\nDie Perspektiven f&uuml;r die deutsche Wirtschaft haben sich in diesem Jahr nicht aufgehellt. Dabei waren manche Erwartungen sehr positiv.<br>\nDoch Produktion und Auftragseing&auml;nge in der Industrie sind r&uuml;ckl&auml;ufig. Die Anzahl der Baugenehmigungen hat sich gegen&uuml;ber dem H&ouml;chststand vom ersten Quartal 2020 nahezu halbiert. Das Ifo-Gesch&auml;ftsklima bewegt sich auf einem Niveau, das nur beim Ausbruch der Finanzkrise und der Coronapandemie unterboten wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/homo-oeconomicus\/gastkommentar-haushalt-laesst-keinen-spielraum-fuer-echte-wachstumsimpulse\/100052396.html\">Peter Bofinger im Handelsblatt<\/a>\n<p>dazu: <strong>Hallo, aufwachen! Es ist Rezession!<\/strong><br>\nSeit fast 50 Jahren beobachte ich die deutsche Wirtschaft. So schlimm war es noch nie: Rezession, Deindustrialisierung und Stellenabbau. Was k&ouml;nnen wir tun? Eine Kolumne.<br>\nIch beobachte die deutsche Wirtschaft seit fast 50 Jahren sehr regelm&auml;&szlig;ig. Das, was derzeit passiert, hat es in Deutschland in dieser langen Zeit nie gegeben: Die Wirtschaft befindet sich in einer langen und schweren Rezession, aber die Politik will es nicht wahrhaben.<br>\nMan bestreitet, was offensichtlich ist, weil man wohl ahnt, dass sich keine politische Konstellation finden l&auml;sst, mit der man eine konsequente Politik zur Bek&auml;mpfung der Rezession machen k&ouml;nnte. Folglich reden die einen &uuml;ber &ldquo;Deindustrialisierung&rdquo;, die anderen &uuml;ber &ldquo;Fachkr&auml;ftemangel&rdquo; und die Dritten &ndash; wieder einmal &ndash; &uuml;ber die mangelnde Bereitschaft der Empf&auml;nger staatlicher Hilfen, eine Arbeit aufzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Hallo-aufwachen-Es-ist-Rezession-9818341.html%20\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Schlappe f&uuml;r Ampel: Finanzministerium h&auml;lt neue Gespr&auml;che zum Haushalt f&uuml;r n&ouml;tig<\/strong><br>\nDas Haushalts-Drama der Ampel ist noch immer nicht am Ende. Gutachter halten gleich mehrere Vorhaben f&uuml;r bedenklich. Beginnt ein erneutes Ringen um acht Milliarden Euro?<br>\nDie Ampelkoalition muss ihren m&uuml;hsam erreichten Kompromiss zum Bundeshaushalt 2025 m&ouml;glicherweise grundlegend nachverhandeln. Zwei wissenschaftliche Bewertungen zu geplanten Vorhaben h&auml;tten ergeben, dass &bdquo;weitere Gespr&auml;che innerhalb der Bundesregierung sowie im Rahmen der parlamentarischen Beratungen notwendig&ldquo; seien, hie&szlig; es im Bundesfinanzministerium.<br>\nFinanzminister Christian Lindner (FDP) hatte die Pr&uuml;fung in Auftrag gegeben, weil es Zweifel gab, ob einzelne Vorhaben im Bundeshaushalt verfassungsrechtlich und wirtschaftlich tragbar sind. Durch diese Vorhaben sollte die auch nach den Verhandlungen der Ampel-Spitzen bestehende Finanzierungsl&uuml;cke von 17 Milliarden Euro um die H&auml;lfte reduziert werden. Sonst, so hatte Lindner gewarnt, drohten Sperren im Haushaltsvollzug.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/finanzministerium-haelt-neue-gespraeche-zum-haushalt-fuer-noetig-li.2240899\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Deutschland im Niedergang? So negativ blickt Frankreich auf die deutsche Wirtschaft<\/strong><br>\nSchwache Konjunktur, Schuldenbremse und &Uuml;beralterung &ndash; in Frankreich ist man skeptisch, was die Zukunft Deutschlands angeht.<br>\nIst Deutschland wieder der &bdquo;kranke Mann Europas&ldquo;? Ein werdendes Entwicklungsland? In Frankreich, dem engsten und wichtigsten Partner Deutschlands in Europa, wird diese Frage immer h&auml;ufiger gestellt. Nicht zuletzt die Ver&ouml;ffentlichung der j&uuml;ngsten deutschen Wirtschaftsdaten am Dienstag hat dazu beigetragen.<br>\nSo titelte die gr&ouml;&szlig;te Wirtschaftszeitung des Landes, Les &Eacute;chos, in dieser Woche, dass Deutschland &bdquo;immer tiefer in die Krise&ldquo; gerate. Und weiter: &bdquo;Vor allem die Austragung der Fu&szlig;ball-Europameisterschaft 2024 im Juni und Juli lie&szlig; auf ein &sbquo;Sommerm&auml;rchen&lsquo; wie bei der Weltmeisterschaft 2006 hoffen, sowohl in sportlicher als auch in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Vergeblich: Das Land scheint in der Flaute zu versinken&ldquo;, nun drohe ernsthaft eine Rezession.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/deutschland-im-niedergang-so-negativ-blickt-frankreich-auf-die-deutsche-wirtschaft-li.2240849\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>L&auml;nger arbeiten &ndash; fr&uuml;her sterben<\/strong><br>\nDie bestsituierten Damen und Herren blasen wieder st&auml;rker ins Horn: &bdquo;Wir&ldquo; m&uuml;ssen mehr und l&auml;nger arbeiten, sonst drohe der wirtschaftliche Untergang. Dabei st&ouml;rt sie nicht, das l&auml;ngeres Arbeiten die Wahrscheinlichkeit erh&ouml;ht, fr&uuml;her zu sterben. Auf Demokratie oder &auml;hnlichen Ballast pfeifen diese Menschen ebenso.<br>\nBeispiele der letzten Tage im Informationsportal der Deutschen Rentenversicherung:<br>\nIhre Vorsorge 21. Mai 24: Die Chefin der &ldquo;Wirtschaftsweisen&rdquo;, Monika Schnitzer verlangt &bdquo;Rente mit 63&ldquo; (die tats&auml;chlich aktuell 64 Jahre und 4 Monate betr&auml;gt) nur f&uuml;r Dachdecker und Niedrigverdiener, f&uuml;r alle anderen sollte die Regelung entfallen.<br>\nIhre Vorsorge 10. Juli 24: Bundesbank-Pr&auml;sident Joachim Nagel fordert, das gesetzliche Rentenalter an die steigende Lebenserwartung anzupassen.<br>\nIhre Vorsorge 19. Juli 24: Der Chef des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, Stefan Wolf, h&auml;lt einen Renteneintritt erst mit 70 Jahren f&uuml;r Menschen mit Schreibtischjobs f&uuml;r zumutbar.<br>\nDiese Funktionstr&auml;ger sind hochbezahlt und mit weit &uuml;berdurchschnittlich hohen Lebenserwartungen ausgestattet. Sie haben mit der Lebenswirklichkeit der Menschen, gegen die sie unversch&auml;mte Forderungen erheben, nichts zu tun.<br>\nDie Folgen ihrer Forderungen nach Anhebung der Regelaltersgrenze w&auml;ren fatal. Das ist bereits mehrfach wissenschaftlich bewiesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/renten-zukunft.de\/2024\/07\/29\/laenger-arbeiten-frueher-sterben\/\">Seniorenaufstand<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Rente in Deutschland im Vergleich: Rentner sehen gegen Frankreich und Italien alt aus<\/strong><br>\nZum einen m&uuml;ssen viele Rentner aufgrund der Rentenerh&ouml;hung trotz der Ampel-Entlastung h&ouml;here Steuern, Krankassen-Beitr&auml;ge oder mehr f&uuml;r die Pflegeversicherung zahlen und zum anderen steht die Rente in Deutschland im europ&auml;ischen Vergleich nicht so gut da, wie viele vielleicht vermuten. Ihr Pendant in Frankreich, Italien oder &Ouml;sterreich bietet den dortigen Rentnern offenbar einiges mehr.<br>\nZu diesem Ergebnis kommt zumindest eine &Uuml;bersicht der Versicherungsmakler &bdquo;finanziege&ldquo;. Dort ist das Rentenniveau in Deutschland im Vergleich zu Frankreich und Italien in einer Liste abgebildet. Demnach liegt das Rentenniveau bei 48,1 Prozent in der Bundesrepublik und liegt damit offenbar deutlich unter den Werten in Frankreich, Italien oder der Niederlande.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/wirtschaft\/rente-vergleich-europa-deutsche-rentner-lohn-rentenniveau-frankreich-italien-zr-93193473.html\">Merkur.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Immer mal wieder haben die NachDenkSeiten &ndash; insbesodnere Albrecht M&uuml;ller &ndash; die <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=15140\">&ldquo;Konzentration aller Mittel auf die gesetzliche Rente und Sicherung eines Rentenniveaus von mindestens 50 %&rdquo;<\/a> gefordert. Bitte lesen Sie dazu z.B. auch bzw. erneut:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=101545\">Rentenroulette: Riestern ist von gestern, morgen wird richtig (ab)gezockt<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=93361\">Warum sind die Renten in Deutschland nicht &auml;hnlich hoch wie in &Ouml;sterreich?<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=86982\">Habecks Ministerium macht auf Pippi Langstrumpf: &bdquo;Wirtschaft stabil, Rentenniveau eines der h&ouml;chsten der Welt, Verschuldung gering&ldquo;<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Gestorben auf der Intensivstation: Wie gef&auml;hrlich sind maschinelle Beatmungen?<\/strong><br>\nDie vorangehende Eskalation der Behandlung folgt gerade auf den Intensivstationen nicht selten einem Automatismus, dem schwer Einhalt zu gebieten ist. Hat man sich einmal zur Verlegung auf eine Intensivstation entschlossen, so wird der Wunsch des Patienten und auch der Angeh&ouml;rigen in vielen F&auml;llen vorweggenommen, dass alles getan werden soll. Hierzu geh&ouml;ren im intensivmedizinischen Repertoire vor allem die Intubation mit maschineller Beatmung. [&hellip;]<br>\nDie Gesamtsterblichkeit aller Menschen unter Beatmung (vorwiegend invasiv mit Tubus und seltener nichtinvasiv mit Maske) betrug im Mittel 43 %, unter alleiniger invasiver Beatmung 53 %. Die Sterblichkeit steigt deutlich an mit dem Alter der Patienten, gipfelnd in einer Sterblichkeit von 59 % im Alter &uuml;ber 80 Jahre. Die geringste Sterblichkeit findet sich erwartungsgem&auml;&szlig; in der Altersgruppe von 18-59 Jahren mit immerhin noch 28 %. Die Menschen &uuml;ber 80 Jahre wurden mit einer Rate von &uuml;ber 1000 pro 100.000 Einwohner mit Abstand am h&auml;ufigsten beatmet. Anders formuliert, wurde die Gruppe mit den schlechtesten Aussichten auf &Uuml;berleben am h&auml;ufigsten beatmet. Ber&uuml;cksichtigt man die Sterbezahlen des Statistischen Bundesamtes, so findet man unter den j&auml;hrlichen Toten jeden Zehnten an der Beatmungsmaschine. Kommt es zum Einsatz der Ecmo, steigt die Sterblichkeit je nach Verfahren auf 74 bis 80 %.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/gestorben-auf-der-intensivstation-wie-gefaehrlich-sind-maschinelle-beatmungen-li.2238557%20\">Thomas Voshaar und Gerd Antes in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Lutz Hausstein:<\/strong> Der Lebensgef&auml;hrte meiner Mutter ist im November 2021 gestorben. Nach einem wenige Monate zuvor erlittenen Schlaganfall wurde er mit einer Lungenentz&uuml;ndung und Nierenversagen ins Krankenhaus eingeliefert. Beim damals &uuml;blichen Coronatest wurde eine Infektion festgestellt. Er wurde anschlie&szlig;end k&uuml;nstlich beatmet. Nach nur wenigen Tagen hat er sich die Schl&auml;uche rausgerissen und dabei die Lunge irreparabel verletzt. &Uuml;ber das Motiv daf&uuml;r m&ouml;chte ich nicht spekulieren. Auf seinem Totenschein stand laut Aussage seines Sohnes als Todesursache Corona. F&uuml;r mich war dies schon damals nach Kenntnis der Umst&auml;nde &auml;u&szlig;erst unwahrscheinlich. Ich zog vielmehr seine vielfachen Erkrankungen oder aber &ndash; f&uuml;r mich am wahrscheinlichsten &ndash; seine Lungenverletzung als Ursache in Betracht. Nichtsdestotrotz ging er in die Statistik als Corona-Toter ein.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Heftiger Druck&rdquo; von oben<\/strong><br>\nWie viel Einfluss hatte die Politik auf die Coronaempfehlungen des Robert Koch-Instituts? Was die ungeschw&auml;rzten Protokolle zeigen &ndash; und was nicht, verr&auml;t ein Insider. (&hellip;)<br>\nJa, es gab diese Versuche der Einflussnahme aus dem Bundesgesundheitsministerium, sagt jemand, der es wissen muss, der damals dabei war im Krisenstab des RKI, im Gespr&auml;ch mit ZEIT ONLINE. Vor allem auf der sogenannten Arbeitsebene, also den Mitarbeitern unterhalb der Institutsleitung. Die jetzt ver&ouml;ffentlichten Protokolle seien nur ein kleiner Ausschnitt, sie seien angelegt worden, um hinterher selbst evaluieren zu k&ouml;nnen, was man gut gemacht habe und was zuk&uuml;nftig besser gemacht werden k&ouml;nne &ndash; f&uuml;r das, was man lessons learned nennt. Was sich dort kaum findet, sei der Druck, der auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausge&uuml;bt wurde, der teilweise &ldquo;heftig&rdquo; gewesen sei, sagt der RKI-Insider. Die RKI-Leute h&auml;tten sich manchmal nur wehren k&ouml;nnen, indem sie die Ministeriumsmitarbeiter aufgefordert h&auml;tten, aus den m&uuml;ndlichen Aufforderungen schriftliche Weisungen anzufertigen. Davor aber schreckten die Ministerialen fast immer zur&uuml;ck, denn &ldquo;aktenkundig wollte das im BMG niemand haben&rdquo;. So konnten fachliche Begr&uuml;ndungen Bestand haben.<br>\nEs ist nur eine Vermutung, aber vielleicht sahen sich die Politikerinnen und Beamten des Ministeriums dadurch legitimiert, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RKI &uuml;bergeordneten Personen im Ministerium weisungsgebunden sind. Vor allem dem obersten Ministeriumsmitarbeiter, dem Bundesgesundheitsminister.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesundheit\/2024-07\/rki-protokolle-corona-pandemie-aufklaerung-bmg\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119133\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-119133","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/119133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=119133"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/119133\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":119134,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/119133\/revisions\/119134"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=119133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=119133"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=119133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}