{"id":11933,"date":"2012-01-18T08:49:59","date_gmt":"2012-01-18T07:49:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933"},"modified":"2012-01-18T14:51:08","modified_gmt":"2012-01-18T13:51:08","slug":"hinweise-des-tages-1552","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h01\">Martin Feldstein &ndash; Wie man eine Depression hervorruft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h02\">Arundhati Roy &ndash; Milliard&auml;re, aufgepasst!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h03\">Die M&auml;r vom &ldquo;Lohndumping&rdquo; zulasten Europas<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h04\">&Ouml;ffentliche Anh&ouml;rung zum Thema Finanztransaktionssteuer in Europa einf&uuml;hren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h05\">Die M&auml;rkte haben eben nicht immer Recht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h06\">Harald Schumann: Das Geld zur L&ouml;sung der Schuldenkrise ist da<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h07\">Scheitert Beteiligung privater Gl&auml;ubiger am Schuldenschnitt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h08\">Lafontaine: &ldquo;Banken f&uuml;hren Krieg gegen die V&ouml;lker Europas&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h09\">Die eiserne Lady: Wie sich Gro&szlig;britannien unter Margaret Thatcher ver&auml;nderte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h10\">&bdquo;Netzentgelte verteuern Strom&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h11\">Schlechte Bezahlung f&uuml;r Leiharbeiter &ndash; Lohndumper sollen nachzahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h12\">Minijobs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h13\">DGB, Verdi stellen Bundesregierung vernichtendes Zeugnis aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h14\">Die liberale Unterwanderung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h15\">EU will mehr Drohnen gegen Migranten einsetzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h16\">Unwort des Jahres 2011: &bdquo;D&ouml;ner-Morde&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h17\">Von einem selbstvergessenen SPD-Vorsitzenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h18\">Schule: Deutsches Abitur in Europa ohne Sonderstellung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h19\">Bundespresseamt stockt dapd-Budget auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h20\">Protest gegen parteipolitische Einflussnahme auf den ORF<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h21\">Nochmals Zeitreise: Als Beobachter im Kosovo<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h22\">Rum&auml;nien: Gott sei Dank nicht mehr in die Klinik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h23\">China: Der autorit&auml;re Stil verliert an Wirkung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h24\">TV-Tipp: Der Domino &ndash; Effekt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11933#h25\">Zu guter Letzt: Welt in Sorge: Iran kurz vor Fertigstellung von Ratingagentur<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11933&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Martin Feldstein &ndash; Wie man eine Depression hervorruft<\/strong><br>\nDie politischen F&uuml;hrer Europas stehen m&ouml;glicherweise kurz davor, einen fiskalpolitischen Plan zu vereinbaren, der, wenn er umgesetzt w&uuml;rde, Europa in eine umfassende Depression zwingen k&ouml;nnte. Um zu verstehen, warum, ist es n&uuml;tzlich, zu vergleichen, wie die europ&auml;ischen L&auml;nder vor und nach der Einf&uuml;hrung des Euro auf Konjunkturabschw&uuml;nge reagierten. [&hellip;]<br>\nDie erschreckendste Entwicklung der letzten Zeit ist eine f&ouml;rmliche Beschwerde der Europ&auml;ischen Zentralbank, dass die vorgeschlagenen Regeln nicht streng genug seien. J&ouml;rg Asmussen, ein wichtiges Mitglied im Direktorium der EZB, schrieb den Verhandlungsf&uuml;hrern, dass die L&auml;nder die Defizitgrenze von 0,5% vom BIP nur bei &bdquo;Naturkatastrophen und schweren Notf&auml;llen&ldquo;, die au&szlig;erhalb der Kontrolle der Regierungen l&auml;gen, &uuml;berschreiten d&uuml;rfen sollten.<br>\nDiese Formulierung schl&ouml;sse (wenn sie so &uuml;bernommen w&uuml;rde) automatische zyklische fiskalpolitische Anpassungen aus, was leicht zu einer Abw&auml;rtsspirale bei der Nachfrage und einer schweren Depression f&uuml;hren k&ouml;nnte. Denn wenn, um bei unserem Beispiel zu bleiben, die Lage in der &uuml;brigen Welt einen R&uuml;ckgang der Nachfrage nach franz&ouml;sischen Exporten herbeif&uuml;hren w&uuml;rde, w&uuml;rden Produktion und Besch&auml;ftigung in Frankreich fallen. Dies w&uuml;rde das Steueraufkommen verringern und die Transferleistungen steigern, was das Haushaltsdefizit mit Leichtigkeit &uuml;ber die Schwelle von 0,5% vom BIP dr&uuml;cken w&uuml;rde.<br>\nUm dieses zyklische Defizit auszugleichen, m&uuml;sste Frankreich nun die Steuern erh&ouml;hen und die Ausgaben senken. Dies w&uuml;rde die Nachfrage weiter reduzieren, was einen neuerlichen R&uuml;ckgang der Einnahmen und eine weitere Erh&ouml;hung der Transferleistungen zur Folge h&auml;tte &ndash; und also ein gr&ouml;&szlig;eres Haushaltsdefizit und Forderungen nach weiteren Sparma&szlig;nahmen. Wie sich diese Abw&auml;rtsspirale aus Sparpolitik und abnehmender Wirtschaftsaktivit&auml;t beenden lie&szlig;e, ist unklar.<br>\nW&uuml;rde dieser Vorschlag umgesetzt, so k&ouml;nnte er sehr hohe Arbeitslosenquoten herbeif&uuml;hren und gleichzeitig jeden Weg zu einer wirtschaftlichen Erholung versperren &ndash; mit anderen Worten, eine Depression herbeif&uuml;hren. In der Praxis k&ouml;nnte es sein, dass es Verst&ouml;&szlig;e gegen diese Politik gibt, so wie der alte Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt aufgegeben wurde, als Frankreich und Deutschland seine Regeln ungestraft missachteten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/feldstein44\/German%20\">Project Syndicate<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Arundhati Roy &ndash; Milliard&auml;re, aufgepasst!<\/strong><br>\nDas Beispiel Indien macht mit einer Illusion Schluss: dass der Reichtum der Eliten irgendwann zu den &auml;rmeren Schichten durchsickert. Stattdessen sprudeln die Ressourcen der Armen und der Mittelschicht nach oben und konzentrieren sich auf wenige.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:kapitalismus-in-der-krise-milliardaere-aufgepasst\/60155583.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die M&auml;r vom &ldquo;Lohndumping&rdquo; zulasten Europas<\/strong><br>\nEine IW-Studie entkr&auml;ftet den Vorwurf, dass Deutschland auf Kosten seiner Nachbarn zu stark auf die Lohnbremse getreten hat. Die Exportst&auml;rke erkl&auml;rt sich auf andere Weise.<br>\nEr (IW-Direktor Michael H&uuml;ther) wies die These zur&uuml;ck, Deutschland habe in den vergangenen Jahren zulasten seiner Nachbarn zu stark auf die Lohnbremse getreten. Einige L&auml;nder h&auml;tten es vielmehr an Lohndisziplin fehlen lassen&hellip;<br>\nH&uuml;ther r&auml;umte allerdings ein, dass sich gegen&uuml;ber dem Euro-Ausland seit dem Start der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion 1999 bis 2007 eine &bdquo;deutliche Kluft&ldquo; entwickelt h&auml;tte.<br>\nW&auml;hrend die Deutschen ihre Lohnst&uuml;ckkosten um 16 Prozent senkten, stiegen die Kosten in Euroland um vier Prozent an&hellip; In Portugal stiegen die Lohnst&uuml;ckkosten um zehn Prozent, in Spanien und Italien um 20 Prozent und in Griechenland sogar um mehr als 40 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13818042\/Die-Maer-vom-Lohndumping-zulasten-Europas.html%20\">Die Welt<\/a>\n<p>Und Springers Bild-Zeitung zieht nat&uuml;rlich gleich nach: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/news\/standards\/bild-kommentar\/haende-weg-von-made-in-germany-22106594.bild.html\">H&auml;nde weg von &bdquo;Made in Germany&ldquo;<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Man beachte, dass die &bdquo;Welt&ldquo; die Darstellung des IW gleich zur Tatsache erkl&auml;rt. Es hat lange gedauert bis das Arbeitgeber-Institut IW auf das Kernproblem der europ&auml;ischen Ungleichgewichte reagierte. Entkr&auml;ften konnte das IW das Argument allerdings nicht, dass das deutsche Lohndumping zu Lasten Europas ging. Und eigentlich schie&szlig; das IW ein Eigentor: Wenn sich die Exporte der deutschen Industrie tats&auml;chlich &ndash; wie H&uuml;ther sagt &ndash; vor allem durch die Qualit&auml;t ihrer Produkte und die Kundenorientierung der Unternehmen erkl&auml;rt, dann gibt kaum noch Gr&uuml;nde, die L&ouml;hne und damit die Lohnst&uuml;ckkosten nicht (deutlich) zu erh&ouml;hen. Das belegt auch die positive Handelsbilanz mit den USA, die nach den Berechnungen des IW deutlich niedrigere Lohnst&uuml;ckkosten verzeichnen.<\/em><br>\n<strong>Siehe zur Widerlegung der IW-Behauptung nochmals:<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120118_lohnstueckkosten_deutschland_suedeuropa.jpg\" alt=\"Lohnest&uuml;ckkosten Deutschland - S&uuml;deuropa\"><\/p>\n<p><em>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11454\">Friederike Spiecker<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Paul Krugman meinte dazu: Sorry that it&rsquo;s in German &mdash; but it shows unit labor costs, with 1999=100. The red line is Germany; the black line is France; the green line is the ECB&rsquo;s 2 percent inflation target; the blue line is southern Europe. The point is that the introduction of the euro led to a period of low interest rates in southern Europe, triggering an inflationary boom; when the boom ended, they were <a href=\"http:\/\/krugman.blogs.nytimes.com\/2011\/04\/10\/euro-divergence-slightly-wonkish\/\">left uncompetitive with northern Europe<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Dass <strong>Springers &bdquo;Welt&ldquo; ein Verlautbarungsorgan der Unternehmerseite<\/strong> ist, zeigte sich auch in dem Artikel:<\/em><\/p>\n<p><strong>&bdquo;Franzosen arbeiten 225 Stunden weniger als Deutsche&ldquo;<\/strong><\/p>\n<p><em>In dem Welt-Beitrag hei&szlig;t es einleitend: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13812176\/Franzosen-arbeiten-225-Stunden-weniger-als-Deutsche.html\">In der Angleichung an Deutschland haben Frankreichs Arbeitnehmer eine Menge nachzuholen. Sie arbeiten sechs Wochen weniger im Jahr als die Deutschen<\/a>.&rdquo;<\/em><br>\n<em>H&auml;lt die argumentative Sto&szlig;richtung der Welt auf einer &ouml;konomischen Analyse stand?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Unser Leser G.K. merkt dazu an:<\/strong><\/em><em>Dieser Beitrag der Springer-Zeitung &ldquo;Die Welt&rdquo; reiht sich nahtlos ein in die von unseren neoliberalen Politikern, Medien und Wirtschafts-&ldquo;Experten&rdquo; betriebene propagandistische Sch&ouml;nf&auml;rberei der deutschen Arbeitsmarkt-&ldquo;Reformen&rdquo; und des dadurch mit forcierten Lohn- und Sozialdumpings. War es bis vor wenigen Jahren g&auml;ngige Masche dieser Kreise, durch den penetranten Verweis auf angeblich &ouml;konomisch erfolgreichere Staaten (so z.B. die heute unter wirtschaftlichen Schwierigkeiten leidenden Staaten Japan, USA oder Irland) die sozialen Sicherungssysteme in Deutschland zur&uuml;ckzufahren und die Arbeitnehmer von der Zunahme des erarbeiteten Volkseinkommens nahezu vollst&auml;ndig abzukoppeln, so drehen diese Kreise heute &ndash; nach Umsetzung der neoliberalen &ldquo;Reform&rdquo;-Politik hierzulande &ndash; den Spie&szlig; um: &ldquo;Deutschland ist wirtschaftlich erfolgreich.&rdquo; &ldquo;Die &uuml;brigen Staaten m&uuml;ssen dem deutschen Vorbild nacheifern.&rdquo; Das unausgesprochene Leitmotto der deutschen Neoliberalen erinnert an schlechte alte Zeiten: &ldquo;Am deutschen Wesen soll die Welt genesen.&rdquo; Hand in Hand mit den neoliberalen &ldquo;Eliten&rdquo; der &uuml;brigen europ&auml;ischen Staaten soll die deutsche &ldquo;Reform-Agenda&rdquo; nun europaweit ausgerollt werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Welt-Beitrag zitiert Daten des den franz&ouml;sischen Unternehmerverb&auml;nden nahe stehenden Wirtschaftsforschungsinstituts COE-Rexecode, nach denen franz&ouml;sische Festangestellte wegen der 35-Stunden-Woche 225 Stunden im Jahr weniger als ihre deutschen Kollegen arbeiten w&uuml;rden.<\/em><br>\n<em>Die neoliberale &ldquo;Ursachenanalyse&rdquo; des von der Welt zitierten unternehmernahen franz&ouml;sischen Wirtschaftsforschungsinstituts f&uuml;r die dortigen Wirtschftsprobleme wird von der Welt ohne kritisches Hinterfragen &uuml;bernommen:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Seit Wochen predigt Frankreichs Pr&auml;sident Nicolas Sarkozy die &bdquo;Angleichung&ldquo; an Deutschland als Heilsl&ouml;sung f&uuml;r die lahmende franz&ouml;sische Wirtschaft. (&hellip;) Unter den 27 L&auml;ndern der Europ&auml;ischen Union hat Frankreich damit die zweitgeringste Jahresarbeitszeit. Nur die Finnen arbeiten noch weniger als die Franzosen. (&hellip;) &bdquo;Deutschland ist der Prototyp eines Landes, dem es gelungen ist, die Arbeit zu verteilen, obwohl es sich demografisch im Niedergang befindet&ldquo;, urteilt der Direktor von COE-Rexecode, Michel Didier. (&hellip;) Doch die erzwungene Aufteilung der Arbeit (Anmerk. G.K.: wegen der 35-Stunden-Woche) habe nicht funktioniert, glaubt Didier. Stattdessen habe die generelle Reduzierung der Arbeitszeit die Einstellungsschwelle erh&ouml;ht und zugleich die Kaufkraft reduziert. (&hellip;) Nicolas Sarkozy kommen die Ergebnisse der Studie im Wahlkampf gerade recht. (&hellip;) Er will vor allem die Gewerkschaftsvertreter &uuml;berzeugen, sich auf &bdquo;Wettbewerbsvereinbarungen&ldquo; einzulassen, die den Firmen erlauben w&uuml;rden, Arbeitszeit und Bezahlung der Konjunktur anzupassen.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Dieser stark simplifizierenden Sichtweise des franz&ouml;sischen unternehmernahen Forschungsinstituts sowie der Welt widerspricht jedoch selbst das ebenfalls den Wirtschaftsverb&auml;nden nahestehende Handelsblatt. Unter der &Uuml;berschrift &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/deutsche-sind-fleissig-doch-die-franzosen-sind-effektiver\/6059998.html\">Deutsche sind flei&szlig;ig, doch die Franzosen sind effektiver<\/a>&rdquo; hei&szlig;t es dort:<\/em><br>\n<em>&ldquo;Bevor man nun v&ouml;llig in Klischees abgleitet, gilt es aber, in Erinnerung zu rufen: Die Zahl der gearbeiteten Stunden ist zwar wichtig f&uuml;r den wirtschaftlichen Erfolg. In Deutschland wird, wenn Eurostat richtig gerechnet hat, soviel gearbeitet wie in keinem anderen hochentwickelten Land der EU. Die baltischen Staaten hauen st&auml;rker rein als wir, Spitzenreiter mit j&auml;hrlich 2095 Stunden aber ist Rum&auml;nien. Griechische Arbeitnehmer, um auch dieses hartn&auml;ckige Vorurteil zu knacken, sind im Jahr 70 Stunden l&auml;nger aktiv als deutsche. Laut Statistik.<\/em><br>\n<em>Aber noch wichtiger als die Zahl der geleisteten Stunden ist eben, was aus der einzelnen Stunde an produktiver T&auml;tigkeit herausgeholt wird &ndash; was &uuml;brigens Hauptgegenstand auch der bei&szlig;end ironischen Schrift des Marx-Schwiegersohns Lafargue war. Und da stehen die Franzosen pl&ouml;tzlich viel besser da als ihre rechtsrheinischen Kollegen: W&auml;hrend ein deutscher Arbeitnehmer im Schnitt in einer Stunde 36,80 Euro erwirtschaftet, bringt es der franz&ouml;sische auf 42,60. Der Holl&auml;nder bringt es auf 47,30 Euro.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Die vom Handelsblatt genannte Kenngr&ouml;&szlig;e Produktivit&auml;t ist neben der Arbeitszeit ein wesentlicher Bestimmungsfaktor daf&uuml;r, ob der Einsatz des Produktionsfaktors Arbeit in einer Volkswirtschaft im internationalen Vergleich &ouml;konomisch angemessen ist. Nur unter Beachtung dieser relevanten Daten kann beurteilt werden, ob der Produktionsfaktor Arbeit im Leistungserstellungsproze&szlig; einer Volkswirtschaft &ouml;konomisch angemessen zum Einsatz kommt.<\/em><br>\n<em>Innerhalb des &ldquo;Volkswirtschaftlichen Datenkranzes&rdquo; existiert eine Kenngr&ouml;&szlig;e, welche die &ouml;konomische Wirkung der H&ouml;he der Jahres- und Wochenarbeitszeit, der Produktivit&auml;t sowie des Lohn- und Gehaltsniveaus (einschlie&szlig;lich Lohnnebenkosten) sehr gut abbildet: Die Lohnst&uuml;ckkosten. Die Frage, ob die Arbeitnehmer eines Staates wegen zu kurzer Arbeitszeiten, zu niedriger Produktivit&auml;t oder zu hoher Lohnsteigerungen &ldquo;&uuml;ber ihre Verh&auml;ltnisse&rdquo; leben, l&auml;sst sich somit anhand der zeitlichen Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten beantworten. Friederike Spieckers NachDenkSeiten-Beitrag &ldquo;Welche Verantwortung kommt der Lohnpolitik bei der L&ouml;sung der Euro-Krise zu?&rdquo; zeigt anhand Grafik 3 die Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten in Deutschland, Frankreich und S&uuml;deuropa (Griechenland, Portugal, Spanien, Italien) <a href=\"\/?p=11454\">f&uuml;r den Zeitraum 1999 bis 2011<\/a>.<\/em><\/p>\n<p><em>Die wesentlichen Erkenntnisse dieser Grafik zur Enwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Unter Wachstums- und Stabilit&auml;tsaspekten ist im Rahmen einer produktivit&auml;tsorientierten Lohnpolitik eine Steigerung der Lohnst&uuml;ckkosten pro Jahr in H&ouml;he der von der EZB vorgegebenen Zielinflationsrate (diese soll sowohl wachstumshemmenden bzw. deflation&auml;ren Entwicklungen als auch inflation&auml;ren Entwicklungen entgegenwirken) in H&ouml;he von j&auml;hrlich 2 Prozent anzustreben. Diese &ouml;konomisch angemessene Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten in H&ouml;he der EZB-Zielfinflationsrate wird in Grafik 3 durch die gr&uuml;ne Linie wiedergegeben.<\/em><\/li>\n<li><em>Sowohl Deutschland (rote Linie) als auch die s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten (blaue Linie) weichen im Zeitraum 1999 bis 2011 von dieser &ouml;konomisch anzustrebenden Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten ab. Deutschland als gr&ouml;&szlig;te europ&auml;ische Volkswirtschaft weicht bei der Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten jedoch deutlich st&auml;rker nach unten ab als die s&uuml;deurop&auml;ischen Staaten nach oben. Diese ungleichgewichtige Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten (zus&auml;tzlich versch&auml;rft durch ein von Deutschland ausgehendes Sozial- und Unternehmenssteuerdumping) ist eines der Kernprobleme &ndash; wahrscheinlich sogar das Kernproblem &ndash; der &ouml;konomischen Schieflagen innerhalb der Eurozone.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Entwicklung der Lohnst&uuml;ckkosten in Frankreich (schwarze Linie) hingegen orientiert sich nahezu perfekt am Ziekriterium einer produktivit&auml;tsorientierten Lohnpolitik, d.h. die Lohnst&uuml;ckkosten in Frankreich stiegen im Zeitraum 1999 bis 2011 j&auml;hrlich um ca. 2 Prozent.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Trotz dieser nahezu perfekten Lohnst&uuml;ckkosten-Entwicklung hat Frankreich wegen der deutschen Dumpingpolitik massiv an preislicher Wettbewerbsf&auml;higkeit sowohl gegen&uuml;ber Deutschland als auch gegen&uuml;ber den Staaten au&szlig;erhalb der Eurozone (wegen des Einflusses des sehr hohen deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;berschusses auf den Euro-Umtauschkurs) eingeb&uuml;&szlig;t. Auch Frankreich wurde seit der Fixierung der Euro-Umtauschkurse der ehemals eigenst&auml;ndigen europ&auml;ischen W&auml;hrungen im Jahre 1999 von der deutschen Dumpingpolitik gegen die Wand konkurriert.<\/em><br>\n<em>Die Auswirkungen dieser divergierenden Lohnst&uuml;ckkostenentwicklungen werden von Friederike Spiecker anhand der zeitlichen Entwicklung der Au&szlig;enhandelssalden (d.h. der Differenz von Exporten und Importen) in Grafik 2 aufgezeigt:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Der deutsche Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss in Prozent vom Bruttoinlandsprodukt hatte sich seit der Jahrtausendwende bis zum Jahre 2007 (dem Jahr vor dem offenen Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise) auf den enorm hohen Wert von beinahe 8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erh&ouml;ht. In den Jahren 2008 bis 2010 hatte sich der Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise auf etwas &uuml;ber 5 Prozent reduziert, liegt jedoch noch immer auf sehr hohem Niveau (es d&uuml;rfte das Ziel der deutschen Exportwirtschaft sein, das extrem hohe Niveau des Jahres 2007 in den kommenden Jahren wieder zu erzielen). Die hohen deutschen Au&szlig;enhandels&uuml;bersch&uuml;sse f&uuml;hren in den davon betroffenen Staaten (diese leiden spiegelbildlich zu Deutschland unter Au&szlig;enhandelsdefiziten) zu einer Jahr f&uuml;r Jahr weiter anwachsenden Auslandsverschuldung sowie zu Wachstums- und Besch&auml;ftigungseinbu&szlig;en und damit zu steigender Staatsverschuldung.<\/em><\/li>\n<li><em>Umgekehrt verlief die Entwicklung des Au&szlig;enhandelssaldos in Frankreich. Im Jahre 1998 (dem Jahr vor der Fixierung der Euro-Umtauschkurse) betrug der franz&ouml;sische Au&szlig;enhandels&uuml;berschuss knapp 3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Ma&szlig;geblich verursacht von den Negativfolgen der deutschen Dumpingpolitik verschlechterte sich dieser in den Folgejahren Schritt f&uuml;r Schritt und sank im Jahre 2005 auf Null. Das ab dem Jahre 2006 zu verzeichnende franz&ouml;sische Au&szlig;enhandelsdefizit von knapp 1 Prozent hat sich bis zum Jahre 2011 auf mehr als 3 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt ausgeweitet. Dies f&uuml;hrte auch in Frankreich zu Wachstums- und Besch&auml;ftigungseinbu&szlig;en und damit zu einer ansteigenden Staatsverschuldung.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Das Fazit aus diesen Entwicklungen:<\/em><br>\n<em>Die neoliberal motivierte Schuldzuweisung des arbeitgebernahen franz&ouml;sischen Wirtschaftsforschungsinstituts, des konservativen franz&ouml;sischen Pr&auml;sidenten und der Springerzeitung &ldquo;Die Welt&rdquo; an die Adresse der &ndash; so wird suggeriert &ndash; arbeitsfaulen Franzosen lenkt von den negativen Folgewirkungen der deutschen Dumpingpolitik sowie der neoliberalen Arbeitsmarkt- und Struktur-&ldquo;Reformen&rdquo; in Deutschland (&ldquo;Agenda 2010&rdquo;, &ldquo;Rente mit 67&rdquo;, Reallohnsenkungen etc.) ab und bereitet den Boden, diese europaweit auszurollen. Nutznie&szlig;er dieser Entwicklung w&auml;ren die europ&auml;ischen &ldquo;Eliten&rdquo;. Die Einkommens- und Verm&ouml;gensverteilung w&uuml;rde sich europaweit zunehmend ungleich entwickeln. Auch hier ist Deutschland in den vergangenen Jahren bereits mit schlechtem Beispiel vorangegangen. Dem &ldquo;internationalen Spielcasino&rdquo; w&uuml;rde auf diesem Wege zus&auml;tzliches Spekulationskapital zuflie&szlig;en, dies auch zum Schaden der Realwirtschaft. Neue Spekulationsblasen und damit die Verl&auml;ngerung der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise w&auml;ren die m&ouml;glicherweise negativen Begleiterscheinungen dieser Entwicklung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&Ouml;ffentliche Anh&ouml;rung zum Thema Finanztransaktionssteuer in Europa einf&uuml;hren<\/strong><br>\nWortprotokoll der Sitzung des Finanzausschusses vom 30.11.2010<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/120118_anhoerung_finanztransaktionssteuer_30_11_11.pdf\">Deutscher Bundestag [PDF &ndash; 21,5 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Interessant f&uuml;r alle, die sich mit dem Thema intensiver besch&auml;ftigen m&ouml;chten oder f&uuml;r diejenigen, die sich die teilweise uns&auml;glichen Argumente der Gegner antun wollen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die M&auml;rkte haben eben nicht immer Recht<\/strong><br>\nClaude B&eacute;b&eacute;ar, Gr&uuml;nder des Versicherungsgiganten Axa und Grandseigneur der franz&ouml;sischen Wirtschaft, r&auml;t jungen Unternehmern vom B&ouml;rsengang ab. Regulatoren und Spekulanten wirft er vor, den Kapitalismuskaputtzumachen &ndash; den Arbeitgebern, Mitarbeiter wie S&ouml;ldner zu behandeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/die_maerkte_haben_eben_nicht_immer_recht_1.14190079.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein interessantes Interview mit einem, der als Inbegriff des franz&ouml;sischen &ldquo;Patron&rdquo; gelten kann und der nicht aus theoretischer Sicht, sondern als Praktiker das Kurzfristdenken und die heutige Form des Finanzkapitalismus&nbsp; kritisiert. Interessant z.B. sein Vorschlag, Anreize zu schaffen Aktion&auml;re langfristig zu binden, indem sowohl Stimmrecht als auch Dividende von der Dauer des Aktienbesitzes abh&auml;ngig gemacht wird: &ldquo;Man sollte drei-, viermal so viel auszahlen d&uuml;rfen an jene, die Aktien lange halten! Schauen Sie, was mit Pensionskassen passiert ist: Vor zehn Jahren hielten diese Aktien im Schnitt 7 Jahre &ndash; heute sind es 7 Monate! Wieso? Es gibt Leute, die verdienen, wenn viel gehandelt wird. Wenn ich der Pensionskasse dreimal so viel Dividende zahlen kann, &uuml;berlegt sie zweimal, ob sie verkaufen soll. Vor allem muss sie den Verkauf besser erkl&auml;ren.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Harald Schumann: Das Geld zur L&ouml;sung der Schuldenkrise ist da<\/strong><br>\nPrivate Geldverm&ouml;gen m&uuml;ssen st&auml;rker zur L&ouml;sung der Schuldenkrise genutzt werden. Das w&auml;re besser, als sich &uuml;ber Standard &amp; Poor&rsquo;s aufzuregen.<br>\nSchlie&szlig;lich ist un&uuml;bersehbar, dass die einseitige K&uuml;rzung der Staatsausgaben und Erh&ouml;hung der Massensteuern zulasten des Einkommens der einfachen Leute die Wirtschaft der Krisenl&auml;nder so schw&auml;cht, dass praktisch nicht mehr in Bildung, Infrastruktur und neue Produkte investiert wird.<br>\nSo geraten sie aber in eine Abw&auml;rtsspirale, in der die Schulden im Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftsleistung nicht schrumpfen, sondern sogar noch anwachsen &ndash; so wie es in Griechenland schon geschieht.<br>\nDarum gilt es, endlich jene heranzuziehen, die am meisten vom schuldenfinanzierten Boom profitiert und bisher fast nichts zur Bew&auml;ltigung der Folgen beigetragen haben: die Besitzer der in allen Krisenl&auml;ndern reichlich vorhandenen Geldverm&ouml;gen, deren Existenz ohnehin nur die andere Seite der hohen Verschuldung ist. So verf&uuml;gen allein die drei Millionen Europ&auml;er, die jenseits ihrer Immobilien und sonstigen Werte eine Million Euro fl&uuml;ssig haben, &uuml;ber doppelt so viel Kapital wie Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien zusammen an Schulden haben. Gewiss, &uuml;ber diese Quelle zur Schuldentilgung haben die Bonit&auml;tsapostel von S&amp;P nicht geschrieben. Aber das ist auch nicht ihr Job. Die Alternativen muss die Politik schon selbst entwickeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2012-01\/pruegel-fuer-den-boten\/komplettansicht\">Die Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Scheitert Beteiligung privater Gl&auml;ubiger am Schuldenschnitt?<\/strong><br>\nEin zentraler Baustein des Sanierungsprogramms f&uuml;r Griechenland ist die Beteiligung privater Gl&auml;ubiger an einem Schuldenerlass. Doch sicher ist das l&auml;ngst noch nicht. Welche Folgen drohen bei einem Scheitern dem Land und der EU?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/griechenland-und-die-euro-krise-scheitert-beteiligung-privater-glaeubiger-am-schuldenschnitt\/6078260.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lafontaine: &ldquo;Banken f&uuml;hren Krieg gegen die V&ouml;lker Europas&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine am 15. Januar 2012, auf der Veranstaltung von &bdquo;Gegen Banken Macht&rdquo;, in der Berliner Volksb&uuml;hne.<br>\n&hellip;Neoliberalismus er hat aber auch die Herzen ver&auml;ndert und das ist das gr&ouml;&szlig;te Verbrechen &hellip; was verlorenging ist &hellip; die Liebe zum Mitmenschen, die Mitmenschlichkeit [&hellip;]&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9qcun3_T_f8%20\">Youtube<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die eiserne Lady: Wie sich Gro&szlig;britannien unter Margaret Thatcher ver&auml;nderte<\/strong><br>\nDie eiserne Lady ist derzeit auf der Leinwand, aber welches Britannien hat Thatcher zur&uuml;ckgelassen.<br>\nSchauen Sie sich die Daten an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.guardian.co.uk\/news\/datablog\/2012\/jan\/06\/iron-lady-margaret-thatcher-data\">The Guardian<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wirklich erschreckende Grafiken und Daten, wie sich ein Land durch einen politisch-&ouml;konomischen Leitbildwechsel ver&auml;ndern kann. Dies zeigt allerdings auch, wie sich durch einen Kurswechsel die Situation auch wieder verbessern lie&szlig;e.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Netzentgelte verteuern Strom&ldquo;<\/strong><br>\nEwe Preis steigt um drei Prozent &ndash; Belastung auch durch neue Industrieumlage<br>\nAuf rund eine Million Kunden kommt zum 1. M&auml;rz ein Anstieg zu. Die letzte Erh&ouml;hung liegt knapp ein Jahr zur&uuml;ck.<br>\nRund eine Million Stromkunden der EWE m&uuml;ssen sich auf h&ouml;here Preise einstellen. Wie der Oldenburger Versorger am Montag mitteilte, steigt der Preis zum 1. M&auml;rz f&uuml;r alle Stromprodukte mit Ausnahme der Festpreisangebote um brutto 0,83 Cent pro Kilowattstunde (kWh)&hellip;.<br>\n&nbsp;Als Grund f&uuml;r die Erh&ouml;hung gab EWE den Anstieg der Netzentgelte, der EEG-Umlage sowie die neu eingef&uuml;hrte Industrieumlage an. &bdquo;Wir h&auml;tten den Strompreis f&uuml;r unsere Kunden gerne weiter stabil gehalten, k&ouml;nnen aber die H&ouml;he der Netzentgelte nicht beeinflussen und m&uuml;ssen nat&uuml;rlich auch die Einf&uuml;hrung der Industrieumlage so akzeptieren&ldquo;, sagte J&ouml;rg Budde, Vorstand der EWE Energie AG.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nwzonline.de\/Aktuelles\/Wirtschaft\/Nachrichten\/NWZ\/Artikel\/2781313\/%84Netzentgelte-verteuern-Strom%93.html\">NWZ Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung H.J.:<\/strong> Es ist unglaublich, dass diese &ldquo;Industrieumlage&rdquo; keinen Proteststurm ausl&ouml;st. <\/em><br>\n<em>&ldquo;Die im Herbst 2011 von der Bundesregierung beschlossene Industrieumlage soll energieintensive Gro&szlig;betriebe sch&uuml;tzen. Seit Jahresbeginn wird solchen Gro&szlig;kunden auf Antrag die Zahlung von Netzgeb&uuml;hren erlassen. &ldquo;<\/em><br>\n<em>Daf&uuml;r wird den privaten Haushalten wieder in die Tasche gegriffen. Ob Banken oder energieintensive Gro&szlig;betriebe, ihnen wird das Geld von dieser Regierung hinterher geworfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schlechte Bezahlung f&uuml;r Leiharbeiter &ndash; Lohndumper sollen nachzahlen<\/strong><br>\nUnionspolitiker wollen Lohndumper vor Nachzahlungen an ihre Angestellten bewahren. Doch das Arbeitsministerium h&auml;lt davon nichts.<br>\nVon Eva V&ouml;lpel<br>\nSchlappe f&uuml;r den CDU-Wirtschaftsfl&uuml;gel: Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) hat es in einer Verhandlungsrunde am Montagabend weiterhin abgelehnt, Firmen, die Lohndumping-Tarifvertr&auml;ge der Leiharbeitsgewerkschaft CGZP angewendet haben, vor Nachzahlungen von Lohn- und Sozialkassenbeitr&auml;gen zu sch&uuml;tzen.<br>\n&nbsp;Einige CDU-Abgeordnete, darunter Michael Fuchs und Joachim Pfeiffer, hatten f&uuml;r die Betriebe, &ldquo;Vertrauensschutz&rdquo; gefordert, um sie vor den Nachzahlungen zu bewahren. So sollten massenhaften Insolvenzen abgewendet werden, argumentieren die Parlamentarier. &ldquo;Wir sehen keine Anzeichen f&uuml;r eine Pleitewelle bei Leiharbeitsfirmen. Zudem ist die Rechtslage relativ eindeutig&rdquo;, sagte dazu jedoch Jens Flosdorff, Sprecher des BMAS, zur taz.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Schlechte-Bezahlung-fuer-Leiharbeiter\/!85839\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Minijobs<\/strong><br>\nEinzelinteressen lieferten immer wieder die Begr&uuml;ndungen f&uuml;r den arbeitsmarktpolitischen Irrweg, der mit der Einf&uuml;hrung und Reform von Minijobs eingeschlagen wurde. Dieser Irrweg hat verschiedene Facetten: In Minijobs werden existierende Lohnstandards faktisch massenhaft ohne Sanktionsandrohung unterlaufen. Die insgesamt 7,4 Mio. Minijobs werden damit f&uuml;r viele zur Niedriglohnfalle. Auch Minijobs im Nebenerwerb sind steuerlich und sozialversicherungsrechtlich beg&uuml;nstigt und damit staatlich subventioniert, was arbeitsmarktpolitisch nicht zu rechtfertigen ist. Frauen erhalten &uuml;ber die Minijobregelung Signale, die diametral dem entgegenstehen, was der Staat ansonsten von ihnen erwartet: Frauen sollen ebenso wie M&auml;nner ihre Lebensgrundlage eigenst&auml;ndig erwirtschaften. Die Aktivierungspolitik am Arbeitsmarkt, die Einstandspflichten von Frauen im Rahmen von Bedarfsgemeinschaften, das neue Unterhaltsrecht sowie die reformierte Hinterbliebenenversorgung orientieren klar auf die eigenst&auml;ndige Existenzsicherung auch von Frauen. Dagegen legt die Minijobregelung in Verbindung mit dem deutschen Steuer- und Abgabensystem weiterhin nahe, dass die weibliche Zweitverdienerin nur eine Teilzeitarbeit mit geringem Stundenumfang im Rahmen eines Minijobs aufnimmt, was eine eigenst&auml;ndige finanzielle Lebensgestaltung explizit ausschlie&szlig;t. Daran &auml;ndert auch die von der Bundesregierung aktuell angedachte erneute Reform der Mini- und Midijobregelungen nichts, nach der die Verdienstgrenzen in Mini- und Midijobs angehoben werden sollen.<br>\nMinijobs haben im Zusammenspiel mit fehlenden verbindlichen Lohnuntergrenzen, Arbeitsmarktderegulierung und einer erheblichen Marktmacht von Arbeitgebern in weiten Teilen des Dienstleistungssektors die Verdr&auml;ngung von vollwertiger Besch&auml;ftigung und die starke Auff&auml;cherung der Lohnverteilung im unteren Entgeltbereich ma&szlig;geblich bef&ouml;rdert. Minijobs sind damit ein Treiber von sozialer Ungleichheit auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsimit_2012_01_editorial.pdf\">WSI Mittteilungen [PDF &ndash; 57,4 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen WL:<\/strong> Die WSI Mitteilungen besch&auml;ftigen sich im neuen Heft 01\/2012 mit dem <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/wsi_38633.htm\">Thema Minijobs<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>DGB, Verdi stellen Bundesregierung vernichtendes Zeugnis aus<\/strong><br>\nDer Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds Sommer und sein Kollege von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Bsirske, lassen kein gutes Haar an der Bundesregierung. Die Liste der Fehleinscheidungen sei lang.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/dgb-verdi-stellen-bundesregierung-vernichtendes-zeugnis-aus\/6074548.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die liberale Unterwanderung<\/strong><br>\nNicht nur Dirk Niebel versorgt seine Parteikollegen mit F&uuml;hrungsposten. Auch in anderen Ressorts schaffen die Liberalen neue Posten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Politisches-Geschachere\/!85769\/\">taz<\/a>\n<p><strong>Passend dazu: Sp&auml;t-Niebelsche Dekadenz<\/strong><br>\nMunter bl&auml;ht Dirk Niebel sein Entwicklungsministerium weiter mit FDP-Personal auf. Die zur unguten Gewohnheit gewordene Nachricht von der Vergabe von Leitungsposten an fachfremde Parteifreunde hat etwas Erm&uuml;dendes. Aber Vorsicht! Niebel schafft mit seiner Politik etwas Neues: Nie zuvor hat ein Minister so dreist &uuml;ber eine gesamte Legislaturperiode hinweg ein Ministerium zu einem verl&auml;ngerten Arm der Parteizentrale und seiner pers&ouml;nlichen Karriereplanung gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!85780\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Und dabei wollte Niebel doch fr&uuml;her mal das Entwicklungshilfeministerium abschaffen. Wahrscheinlich ahnte er da noch nicht, dass es sich ganz prima f&uuml;r die Bereicherung seiner Parteifreunde eignen k&ouml;nnte.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Niebel schafft es, die theoretische Gestalt des nutzenmaximierenden &ldquo;homo oeconomicus&rsquo; Realit&auml;t werden zu lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>EU will mehr Drohnen gegen Migranten einsetzen<\/strong><br>\nBislang milit&auml;risch genutzte Drohnen sollen verst&auml;rkt im polizeilichen Bereich eingesetzt werden. Den Anfang macht die EU-Agentur Frontex<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/151231\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Unwort des Jahres 2011: &bdquo;D&ouml;ner-Morde&ldquo;<\/strong><br>\nDie Aktion &bdquo;Unwort des Jahres&ldquo; macht auf W&ouml;rter in der &ouml;ffentlichen Kommunikation aufmerksam, die gegen sachliche Angemessenheit oder Humanit&auml;t versto&szlig;en. In den Grunds&auml;tzen der institutionell unabh&auml;ngigen Jury werden die Auswahlkriterien definiert. F&uuml;r das &bdquo;Unwort des Jahres&ldquo; kommen Begriffe in Frage, die gegen das Prinzip der Menschenw&uuml;rde oder das Prinzip der Demokratie versto&szlig;en, die einzelne gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder die euphemistisch, verschleiernd oder irref&uuml;hrend sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2012\/01\/17\/unwort-des-jahres-2011-%e2%80%9edoner-morde\/\">Jacob Jung<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Heribert Prantl: Unwort, Untat, Ungeist<\/strong><br>\nViele Jahre bezeichnete der Ausdruck &ldquo;D&ouml;ner-Morde&rdquo; auf vermeintlich griffige Art und Weise Verbrechen an t&uuml;rkischst&auml;mmigen Menschen in Deutschland. Doch in diesem Wort wird allt&auml;glicher Rassismus greifbar. Verstanden hat man das jedoch erst jetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/2.220\/sprache-unwort-untat-ungeist-1.1260448%20\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Von einem selbstvergessenen SPD-Vorsitzenden<\/strong><br>\n&ldquo;Greifen die US-Rating-Agenturen gezielt den Euro an? Nein, sagt SPD-Chef Gabriel im Interview &ndash; und nimmt Standard &amp; Poor&rsquo;s sogar in Schutz. Die j&uuml;ngsten Abwertungen seien nachvollziehbar und logische Folge der Euro-Politik von Kanzlerin Merkel: &acute;Ihr Spardiktat droht die Krise zu versch&auml;rfen.&rdquo; So der SPD-Vorsitzende heute im Interview mit Spiegel-online.<br>\nDa regt sich alles &uuml;ber Wulff auf. Alles sch&ouml;n und gut. Und richtig. Richtig auch die Kritik am Spardiktat der Kanzlerin. Aber gibt es derzeit wirklich einen verlogeneren Politiker als Gabriel? Oder soll man dieses Interview mit der Diagnose Selbstvergessenheit ad acta legen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=1706\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Schule: Deutsches Abitur in Europa ohne Sonderstellung<\/strong><br>\nEs gibt Streit um das deutsche Abitur. Die zust&auml;ndigen Ministerien, Wirtschaftsministerkonferenz und Sozialpartner wollen die Reifepr&uuml;fung im achtstufigen Qualifikationsrahmen auf dem Niveau vier einordnen. Die Kultusminister beharren auf dem h&ouml;heren Niveau f&uuml;nf. Zu Unrecht, wie ein aktueller Vergleich zeigt, den DGB und Zentralverband des Deutschen Handwerks jetzt vorgestellt haben. Am kommenden Mittwoch besch&auml;ftigt sich der Bundestag mit dem Thema.<br>\nFazit: Von einem deutschen Alleinstellungsmerkmal, das eine Zuordnung in Niveau 5 mit Blick auf Europa rechtfertigen w&uuml;rde, kann keine Rede sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++874aef22-40f3-11e1-6e67-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Bundespresseamt stockt dapd-Budget auf<\/strong><br>\nAb dem Gesch&auml;ftsjahr 2012 erh&ouml;ht das Bundespresseamt die Zahlungen an die Nachrichtenagentur dapd um rund 1 Million Euro. Das berichtet die Agentur. Damit wird das Budget nach eigenen Angaben um mehr als 150 Prozent erh&ouml;ht. 2013 soll eine weitere Anhebung erfolgen. Als Grund f&uuml;r die Erh&ouml;hung zitiert die Agentur das Bundespresseamt mit einem ausgeweiteten Leistungsangebot. Die Bezahlung war lange Zeit ein Zankapfel zwischen dapd und und dem Bundespresseamt gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/meedia.de\/print\/bundespresseamt-stockt-dapd-budget-auf\/2012\/01\/17.html\">Meedia<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es ist nichts dagegen zu sagen, wenn eine Presseagentur sich ihre Leistungen vom Bundespresseamt bezahlen l&auml;sst. Wenn sich das Budget der betreffenden Agentur aber durch diese Bezahlung um mehr um das zweieinhalbfache (150 Prozent) erh&ouml;ht, dann besteht ein direktes &ouml;konomisches Abh&auml;ngigkeitsverh&auml;ltnis.<\/em><br>\n<em>Vielleicht braucht dpad durch diese &bdquo;Staatshilfe&ldquo; dann wenigstens nicht mehr ihr Geld mit der Androhung von Schadensersatzklagen wie z.B. gegen die NachDenkSeiten zu machen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Protest gegen parteipolitische Einflussnahme auf den ORF<\/strong><br>\nDie Redakteurinnen und Redakteure des Aktuellen Dienstes in der ORF-Fernsehinformation protestieren f&uuml;r die Unabh&auml;ngigkeit und f&uuml;r das Ende von partei-politisch motivierten Postenbesetzungen. 55 Mitarbeiter erheben ihre Stimme und fordern die Einhaltung des in der &ouml;sterreichischen Verfassung festgeschriebenen Rechtes auf Unabh&auml;ngigkeit des ORF.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=o6SzZmMNfNg&amp;feature=share%20\">YouTube<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu: &ldquo;Der ORF geh&ouml;rt nicht den Parteien&rdquo;<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/journalisten-protestieren-in-video-der-orf-gehoert-nicht-den-parteien-1.1259445%20\">SZ<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einen solch mutigen Protest h&auml;tte man sich z.B. von ZDF-Journalisten gew&uuml;nscht als der damalige hessische Ministerpr&auml;sident Koch den ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender aus parteipolitischen Motiven abservierte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Nochmals Zeitreise: Als Beobachter im Kosovo<\/strong><br>\n<em>Gestern unter <a href=\"\/?p=11925#h13\">Hinweis Ziffer 13<\/a> haben wir auf einen Bericht &uuml;ber den deutschen Milit&auml;reinsatz im Kosovo hingewiesen, zu dem wir keinen Link gefunden hatten. Mehrere Leser haben ihn f&uuml;r uns gefunden. Vielen Dank. <\/em><br>\n<em><a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Pp0lL5ravJ8\">Hier<\/a> finden Sie den Videobeitrag. Schauen Sie ihn sich an, es lohnt sich, zumal die Kriegspropaganda der rot-gr&uuml;nen Regierung bis heute immer noch nicht aufgearbeitet wurde. Eigentlich w&auml;re es Zeit f&uuml;r einen Untersuchungausschuss. Laut <a href=\"http:\/\/dejure.org\/gesetze\/StGB\/80.html\">&sect; 80 Strafgesetzbuch<\/a> wird die Vorbereitung eines Angriffskrieges mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft. Das &bdquo;Aufstacheln zum Angriffskrieg&ldquo; wird nach &sect;80a ebenfalls mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu f&uuml;nf Jahren bestraft.<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Rum&auml;nien: Gott sei Dank nicht mehr in die Klinik<\/strong><br>\nOhne Bestechung ist in Rum&auml;nien keine gute Behandlung mehr zu bekommen. Das noch aus der Zeit der Ceausescu-Diktatur ererbte Desaster im Gesundheitswesen hat sich durch die rigide Austerit&auml;tspolitik in Rum&auml;nien in den letzten Jahren noch deutlich versch&auml;rft. Nachdem das Land von der globalen Finanzkrise 2008 &ouml;konomisch schwer getroffen war, musste es um Notkredite beim Internationalen W&auml;hrungsfond betteln. Der IWF verordnete im Gegenzug ein drastisches Sparprogramm. So wurden Mitte 2010 die Geh&auml;lter im &ouml;ffentlichen Dienst um 25 Prozent, Renten und viele Sozialleistungen um 15 bis 25 Prozent gek&uuml;rzt. Der Massenexodus aus Rum&auml;nien verst&auml;rkte sich daraufhin noch: Inzwischen sollen bis zu drei Millionen rum&auml;nische Staatsb&uuml;rger im Ausland arbeiten, die meisten von ihnen in Italien, Spanien und Deutschland. Auch immer mehr gut ausgebildete Fachkr&auml;fte fliehen aus Rum&auml;nien, neben &Auml;rzten vor allem Ingenieure und Naturwissenschaftler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a2&amp;dig=2012%2F01%2F17%2Fa0042&amp;cHash=a49fc6127a\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>China: Der autorit&auml;re Stil verliert an Wirkung<\/strong><br>\nChina braucht unabh&auml;ngige Gewerkschaften. Bei den aktuellen Streiks geht es auch um Mitspracherechte. Gespr&auml;ch mit Li Qiang,&nbsp; F&uuml;hrungsmitglied der 1994 gegr&uuml;ndeten, in Hongkong ans&auml;ssigen Nichtregierungsorganisation <a href=\"http:\/\/www.clb.org\/en\">&raquo;China Labour Bulletin&laquo;<\/a>, die sich der Rechtsberatung und Herstellung von Gegen&ouml;ffentlichkeit bei Arbeitsk&auml;mpfen sowie Gewerkschaftsfragen in der VR China widmet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/01-16\/041.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein interessantes Detail: Viele Medien, auch die junge Welt, berichten von Lohnsteigerungen in China. Li Qiang stellt klar, dass die Reall&ouml;hne, Nettoentgelte nach Abzug der Inflation, nicht gestiegen sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>TV-Tipp: Der Domino &ndash; Effekt<\/strong><br>\nWas wird aus dem Euro und was aus der Europ&auml;ischen Union? Ein Ende der W&auml;hrungskrise scheint nicht in Sicht, und Pessimisten sehen das gesamte Projekt der Europ&auml;ischen Gemeinschaft als gescheitert an. Trotz massiver Finanzspritzen scheinen gerade die Staaten des Mittelmeerraumes ihre Schulden nicht in den Griff zu bekommen. Es besteht die Gefahr, dass die Europ&auml;er ihren Glauben an die Politik verlieren. Wird der Euro, der einst als Bindeglied zwischen den Staaten dienen sollte, jetzt zur Spaltung Europas beitragen?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.arte.tv\/de\/6321630.html\">arte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Film ist sieben Tage in der Arte-Mediathek zu betrachten und wird am Mittwoch, den 25. Januar um 01:20 (!) auf arte wiederholt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Welt in Sorge: Iran kurz vor Fertigstellung von Ratingagentur<\/strong><br>\nWas hat der Irre von Teheran jetzt wieder vor? Israelischen und amerikanischen Geheimdienstkreisen zufolge steht der Iran kurz vor der Fertigstellung einer eigenen Ratingagentur namens Mullah&rsquo;s Investor Service. Ein solches Institut k&ouml;nnte nicht nur Israel, sondern auch Europa und die USA mit negativen Ratings bedrohen.<br>\n&ldquo;Dass iranische &Ouml;konomen seit Jahren an einer Ratingagentur forschen, ist ein offenes Geheimnis&rdquo;, erkl&auml;rte ein hochrangiger Mitarbeiter des israelischen Auslandsgeheimdienstes Mossad. &ldquo;Unseren Informationen zufolge k&ouml;nnte eine iranische Ratingagentur schon ab Mitte des Jahres 2013 die Kreditw&uuml;rdigkeit erster Banken und L&auml;nder bewerten.&rdquo; [&hellip;]<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-postillon.com\/2012\/01\/welt-in-sorge-iran-kurz-vor.html\">Der Postillon<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JB\/WL)<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11933","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11933","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11933"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11933\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11948,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11933\/revisions\/11948"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11933"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11933"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11933"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}