{"id":11949,"date":"2012-01-19T08:38:03","date_gmt":"2012-01-19T07:38:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949"},"modified":"2019-03-18T11:48:57","modified_gmt":"2019-03-18T10:48:57","slug":"hinweise-des-tages-1553","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht. Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert. (RS\/WL)<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h01\">Euro-Zone rutscht in Rezession<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h02\">wdr5: Auf dem Weg zu Hartz IV in ganz Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h03\">Rechtsgrundlagen zur Bew&auml;ltigung der Finanz- und Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h04\">IW-Chef H&uuml;ther: &ldquo;Alle Banken teilverstaatlichen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h05\">Die Deutsche Bank &ndash; weltweit f&uuml;hrend im Rohstoffgesch&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h06\">Men&rsquo;s Earnings Haven&rsquo;t Just Stagnated Over Past 40 Years&ndash;They&rsquo;ve Fallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h07\">Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ignoriert Sozialgerichtsurteile<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h08\">Reformen haben Mobilit&auml;t am Arbeitsmarkt gebremst<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h09\">US-&Ouml;konomen m&uuml;ssen bei Studien ihr Einkommen offenlegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h10\">Bertelsmann legt Fonds f&uuml;r innovative Education-Angebote in Europa und USA auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h11\">Deutsches Studentenwerk und DGB: 10 Eckpunkte f&uuml;r ein modernes BAf&ouml;G<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h12\">Der Film zum Gelduntergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11949#h13\">Rezension: ABC der Wirtschafts- und Finanzkrise<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=11949&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Euro-Zone rutscht in Rezession<\/strong><br>\n2012 werde ein &ldquo;schwieriges Jahr&rdquo;: Experten der Weltbank rechnen mit einem noch geringeren Wirtschaftswachstum als bislang erwartet. Die Institution warnt vor einem globalen Absturz.<br>\nWeltweit erwartet die Weltbank nur noch ein Wachstum von 2,5 Prozent in diesem und 3,1 Prozent im n&auml;chsten Jahr&hellip;<br>\nDie Wirtschaft der Euro-L&auml;nder wird der Weltbank-Prognose zufolge in diesem Jahr um 0,3 Prozent schrumpfen und dann 2013 wieder leicht um 1,1 Prozent wachsen. Im Juni war noch von einem Euro-Zonen-Plus von 1,8 Prozent f&uuml;r 2012 die Rede gewesen. Das erwartete globale Wachstum wurde um mehr als einen Prozentpunkt f&uuml;r dieses Jahr gestutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:weltbank-prognose-euro-zone-rutscht-in-rezession\/60156128.html\">FTD<\/a>\n<p><em>Siehe dazu die reine Propagandameldung der Bundesregierung:<\/em><\/p>\n<p><strong>Jahreswirtschaftsbericht: Mit Europa wachsen<\/strong><br>\nDeutschland steht gut da. Es ist Anker f&uuml;r Stabilit&auml;t und Wachstum in Europa. Die deutsche Wirtschaft ist robust. Mit 41,3 Millionen Erwerbst&auml;tigen d&uuml;rfte ein neuer Rekordstand erreicht werden.<br>\nDie Bundesregierung rechnet im Jahreswirtschaftsbericht f&uuml;r 2012 mit einem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP). Zwar befindet sich auch die deutsche Wirtschaft momentan in einer schw&auml;cheren Phase. &ldquo;Von Rezession kann &uuml;berhaupt keine Rede sein &ndash; im Gegenteil&rdquo;, bekr&auml;ftigte Bundeswirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Artikel\/2012\/01\/2012-01-18-jahreswirtschaftsbericht.html\">Bundesregierung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Bislang hatte die Bundesregierung ein Wachstum von 1 Prozent prognostiziert. Es ist zwar verst&auml;ndlich, dass die Bundesregierung die Situation und die eigene Politik sch&ouml;n redet &ndash; das machen alle Regierungen so -, aber bei einem Einbruch von &uuml;ber 2 Prozent gegen&uuml;ber 2011 von einer <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_01\/2012_022\/01.html\">&bdquo;Delle&ldquo;<\/a> zu sprechen, ist schon ein starkes St&uuml;ck.<br>\nAber wenn eine Regierung sich &uuml;ber die Wirklichkeit hinwegmogelt, dann ist es auch logisch, dass sie keinen Gedanken dar&uuml;ber verschwendet, wie man einer Rezession entgehen k&ouml;nnte, au&szlig;er dass die &uuml;blichen Sparappelle wiederholt werden. Nichts &uuml;ber h&ouml;here L&ouml;hne zur Steigerung der Binnennachfrage, nichts &uuml;ber eine Ankurbelung der Konjunktur. Merke: Wenn man erst im Sumpf (der Rezession) steckt, dann kommt das Strampeln zu sp&auml;t.<\/em><\/p>\n<p><em>Und wie lobte sich die Bundesregierung weiter: &bdquo;Mit dem Arbeitsmarkt in Deutschland geht es nun seit mehreren Jahren voran&hellip;  Die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt wird sich fortsetzen, wenn auch mit merklich niedrigerem Tempo.<br>\n2012 wird die Arbeitslosigkeit voraussichtlich auf 2,9 Millionen Arbeitslosen (Arbeitslosenquote 6,9 Prozent) sinken. Das w&auml;re der niedrigste Stand seit 20 Jahren. Von den guten Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt profitieren vor allem auch Langzeitarbeitslose, Jugendliche und &Auml;ltere. Seit 2005 gibt es &uuml;ber 40 Prozent weniger Langzeitarbeitslose.&ldquo;<br>\nDazu ein Kommentar von ver.di:<\/em><\/p>\n<blockquote><p>&ldquo;Also alles bestens auf dem deutschen Arbeitsmarkt, trotz weltweiter Krise? Dazu passten die Zeitungsmeldungen gar nicht, die ebenfalls zum Jahresbeginn f&uuml;r Aufmerksamkeit sorgten. Nicht mal jede\/r Zweite, der arbeitslos wird, hat Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Die Arbeitslosenversicherung l&auml;uft trotz vieler Beitragszahlungen ins Leere.<br>\nIm europ&auml;ischen Vergleich wird das Arbeitslosengeld in Deutschland nur recht kurz gezahlt. Ein Jahr ist der Anspruch f&uuml;r j&uuml;ngere Arbeitslose, f&uuml;r &auml;ltere ist nach 24 Monaten Schluss. In anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern wie Frankreich oder den Niederlanden besteht er mindestens doppelt so lang. Hinzu kommt, dass immer weniger Arbeitslose die Voraussetzungen f&uuml;r den Bezug von Arbeitslosengeld erf&uuml;llen. Dazu m&uuml;ssen sie in den zwei Jahren vor der Arbeitslosigkeit mindestens zw&ouml;lf Monate sozialversicherungspflichtig besch&auml;ftigt gewesen sein.<br>\nMehr als ein Viertel derjenigen, die aus sozialversicherungspflichtiger Arbeit heraus ohne Job dastehen, ist direkt auf Arbeitslosengeld II angewiesen und hat ein noch h&ouml;heres Risiko, direkt in die Armut abzurutschen. 38 Prozent der Betroffenen m&uuml;ssen sofort Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II, also Hartz beantragen. 41 Prozent der Arbeitslosengeld-I-Bezieher\/innen sch&ouml;pfen ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld I aus und gehen direkt in Hartz IV &uuml;ber. Weiter 4,8 Prozent haben danach trotz Arbeitslosigkeit gar keine Anspr&uuml;che mehr. Viele andere m&uuml;ssen ihr Arbeitslosengeld aufstocken.<br>\nHier entpuppt sich als Fluch, wie prek&auml;re Besch&auml;ftigung und Niedrigl&ouml;hne in Deutschland von Politik und Wirtschaft seit Jahren vorangetrieben werden. Diese Formen der Besch&auml;ftigung fordern ihren Tribut. Die jetzt ver&ouml;ffentlichten Zahlen zeigen, dass die Arbeitslosenversicherung darauf nicht vorbereitet ist. Das Armutsrisiko f&uuml;r Arbeitslose ist damit im europaweiten Vergleich besonders gro&szlig;. Rund 70 Prozent der Arbeitslosen hierzulande sind armutsgef&auml;hrdet. Im EU-Durchschnitt sind es 45 Prozent.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.verdi-news.de\/abonnenten.html\">ver.di<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>wdr5: Auf dem Weg zu Hartz IV in ganz Europa?<\/strong><br>\nGespr&auml;ch mit Steffen Lehndorf.<br>\nSparen ist angesagt, sagen Angela Merkel und Nicolas Sarkozy. Die erste Rosskur haben die beiden, die der Motor der gegenw&auml;rtigen europ&auml;ischen Finanzpolitik sind, den Griechen verordnet. Sparen nach deutschem Modell, sagen Kritiker wie Steffen Lehndorff vom Institut Arbeit und Qualifikation an der Universit&auml;t Duisburg-Essen, f&uuml;hrt europaweit zu Hartz IV-Zust&auml;nden: L&ouml;hne auf niedrigstem Niveau, ungesicherte Arbeitsverh&auml;ltnisse, mehrere Besch&auml;ftigungen zu Dumpingl&ouml;hnen &ndash; und das in L&auml;ndern, deren Niveau in der Arbeitswelt trotz europaweiter Harmonisierungsversuche um L&auml;ngen hinter Deutschland zur&uuml;ck liegen. Steffen Lehndorff hat seit 20 Jahren Europa und dessen Arbeitswelt in einzelnen Staaten in einer vergleichenden Studie untersucht &ndash; sein Bericht liegt bereits in englischer Sprache vor, im Gespr&auml;ch mit Thomas Koch berichtet er &uuml;ber die Forschungsergebnisse.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/sendungen\/neugier-genuegt\/s\/d\/18.01.2012-10.05\/b\/redezeit-120118.html\">wdr5<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/gffstream-9.vo.llnwd.net\/c1\/m\/1326886940\/radio\/redezeit\/wdr5_redezeit_20120118.mp3\">Podcast<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> H&ouml;renswert.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu die von Lehndorff angesprochene dogmatische Position von Finanzminister Sch&auml;uble im Interview mit dem DLF:<\/em><\/p>\n<p>Sch&auml;uble: Ja, aber sie haben halt die h&ouml;here Staatsverschuldung. Und im &Uuml;brigen: Bisher waren sich eigentlich fast alle (! WL) &Ouml;konomen einig, dass die Ursachen sowohl der gro&szlig;en Finanzbanken- und Wirtschaftskrise 2008 als auch der Verunsicherung im Euroraum die zu hohe Verschuldung einer Reihe von Staaten ist. Wenn das richtig ist &ndash; und das sagen ja wirklich alle &Ouml;konomen -, dann macht es eben nicht Sinn, die Verschuldung weiter zu erh&ouml;hen, sondern dann ist der europ&auml;ische Weg der richtige, zu sagen, wir l&ouml;sen schrittweise die Probleme, schaffen bessere Strukturen in Europa und kaufen f&uuml;r die L&auml;nder, die die Probleme haben, die notwendige Zeit in Solidarit&auml;t, damit das auch wirtschaftlich und finanzpolitisch tragbar ist. Das ist die Funktion der Rettungsschirme. Es gibt ja Solidarit&auml;t, aber die Solidarit&auml;t in Europa darf nicht dazu f&uuml;hren, dass die L&ouml;sung der Probleme auf die lange Bank geschoben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/interview_dlf\/1653089\/\">DLF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung U.M.-L.:<\/strong> Sch&auml;uble behauptet, dass die Ursache der Krise 2008 die zu hohe Staatsverschuldung ist. Es scheint ihm unm&ouml;glich zu sein, die Realit&auml;t in diesem wichtigen Punkt auch nur ansatzweise wahrzunehmen.<br>\nAu&szlig;erdem sagt er ganz deutlich, dass die niedrigere Staatsverschuldung f&uuml;r ihn Selbstzweck ist: Lieber eine niedrigere Staatsverschuldung und Verlust des Triple-A, als eine h&ouml;here Staatsverschuldung mit Erhaltung des Triple-A. Einfach unglaublich.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Rechtsgrundlagen zur Bew&auml;ltigung der Finanz- und Eurokrise<\/strong><br>\nEine umfassende Zusammenstellung von Materialien<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.robertmwuner.de\/materialien_euro_gesetze.html\">Robert M. Wuner<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>IW-Chef H&uuml;ther: &ldquo;Alle Banken teilverstaatlichen&rdquo;<\/strong><br>\nArbeitgebernahes Institut der deutschen Wirtschaft schreckt mit drastischer Forderung auf: Angesichts der dramatischen Probleme im Finanzsektor hat der Chef des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael H&uuml;ther, eine zwangsweise Teilverstaatlichung der Banken gefordert.<br>\n&bdquo;Wir m&uuml;ssen alle systemrelevanten Banken in Europa verpflichten, Staatsgeld gegen eine Staatsbeteiligung anzunehmen&ldquo;, sagte H&uuml;ther der S&uuml;ddeutschen Zeitung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft\/system-debatte--alle-banken-teilverstaatlichen-,10808230,11465380.html\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So dramatisch sieht offenbar H&uuml;ther die Kreditvergabe der Banken an die Realwirtschaft, dass er sogar Forderungen der Partei DIE LINKE aufgreift.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Volker Bahl:<\/strong> Diese Forderung H&uuml;thers muss ernst genommen werden, gerade  weil sie gar nicht zu der Ordnungspolitik passen mag, die er sonst vertritt. Aber mit seiner Analyse trifft er ins Schwarze: Die gr&ouml;&szlig;te Gefahr lauert derzeit im europ&auml;ischen Bankensystem.  Dort eskaliert gerade die Krise.<br>\nUnd es k&ouml;nnte wie nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers eine Katastrophe eintreten, wie nach dieser Pleite &ndash; und wieder die Realwirtschaft mit in den Keller rei&szlig;en &ndash; wie schon 2008. Und dagegen gilt es Vorkehrungen zu treffen.<br>\nRobert von Heusinger kommentierte es f&uuml;r Gesamteuropa angemessen:<\/em><\/p>\n<blockquote><p> &ldquo;So richtig der Vorschlag des IW-Chefs ist, so wenig wird er in der europ&auml;ischen Praxis des Jahres 2012 funktionieren. Welches Land kann sich &ndash; weiter noch &ndash; so stark verschulden, um weitere Milliarden Euro in die Banken zu pumpen? Deutschland, die Niederlande und wohl auch noch Frankreich,  aber dann h&ouml;rt es schon auf.<br>\nDeshalb kann es nur eine L&ouml;sung geben &ndash; die bisher Deutschland scheut wie der Teufel das Weihwasser &ndash; &hellip; am besten die Europ&auml;ische Zentralbank muss diese Verstaatlichung &uuml;bernehmen.<br>\nUnd nicht vergessen: Bei keinem anderen Land Land au&szlig;er Griechenland darf es zu einem Schuldenschnitt kommen.&rdquo; (<a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/kommentar-zur-teiverstaatlichung-der-banken-in-volkes-hand,1472602,11464616.html\">Soweit Robert von Heusinger<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<p><em>Und er trifft genau den Weg f&uuml;r eine gesamteurop&auml;ische L&ouml;sung, die durch Deutschland aus eitlem &ouml;konomischen Vormachtstreben bisher mit Hilfe der Finanzm&auml;rkte zu seinen Gunsten g&auml;nzlich verhindert hat (vgl. dazu vor allem ab der Seite 1 ganz unten ff. <a href=\"http:\/\/www.labournet.de\/diskussion\/eu\/wipo\/krise_bahl22.html\">&ldquo;Muss die eigentliche &ldquo;Herrschaft der Finanzm&auml;rkte&rdquo; tabu bleiben?&rdquo;<\/a>)<br>\nAber langsam scheinen die anderen Eurol&auml;nder doch den &Uuml;berblick &uuml;ber diese sehr einseitige Entwicklung zugunsten Deutschlands mit Hilfe der Finanzm&auml;rkte zu bekommen &ndash; und fordern jetzt doch auch von Deutschland, nachdem es den rigiden Sparkurs durchgesetzt hatte, dass es <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/europaeische-forderungen-an-angela-merkel-warum-deutschland-mehr-zahlen-soll-1.1260453\">mehr zahlen soll<\/a> &ndash; schlicht und einfach , weil es von dem bisher durchgesetzten europ&auml;ischen Kurs &ndash; fast allein &ndash; profitiert hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Deutsche Bank &ndash; weltweit f&uuml;hrend im Rohstoffgesch&auml;ft<\/strong><br>\nDie Deutsche Bank ist nicht nur die Nr. 1 in Deutschland, sie geh&ouml;rt auch zu den f&uuml;hrenden Banken bzw. Finanzakteuren im globalen Rohstoffhandel. Der von ETF Securities Anfang 2011 erstmals herausgegebene Bericht &ldquo;Global Commodity ETP Quarterly&ldquo; macht deutlich, dass die Deutsche Bank zu den Top 10 im globalen Rohstoffinvestment-Business geh&ouml;rt und im Agrarbereich sogar die Nr. 1 ist &hellip;Sie bezeichnet sich selbst als globalen &bdquo;major player&ldquo;. Die rasant wachsende Spekulation mit Nahrungsmitteln gilt als ein wichtiger Verst&auml;rker der Hungerkrise in armen L&auml;ndern.<br>\nEin Factsheet<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oxfam.de\/factsheet-deutsche-bank\">Miserior, Oxfam, weed [PDF &ndash; 200 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Men&rsquo;s Earnings Haven&rsquo;t Just Stagnated Over Past 40 Years&ndash;They&rsquo;ve Fallen<\/strong><br>\nA new report shows that full-time male workers in the United States were making less in real, that is, inflation-adjusted, dollars in 2009 than they were in 1969.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/economy\/153774\">AlterNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ignoriert Sozialgerichtsurteile<\/strong><br>\nJob-Center vermitteln Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse mit skandal&ouml;sen Arbeitsvertr&auml;ge, die unterhalb der Entscheidung von Sozialgerichtsurteilen liegen, kritisiert Werner Schulten, Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Hartz IV, die Praxis der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\nAm 19. November 2011 urteilte das Sozialgericht Berlin in einer unanfechtbaren Entscheidung u.a.: &ldquo;F&uuml;r das Jahr 2011 ist f&uuml;r Berlin bei einer Vollzeitbesch&auml;ftigung eine monatliche Bruttoverg&uuml;tung von weniger als 1058 EUR (netto: 815 EUR) sittenwidrig.&rdquo; Eine Nachfrage beim Job-Center Berlin-Mitte ergab, dass nach wie vor Vermittlungen in AGHE-Ma&szlig;nahmen vorgenommen, die bei einer 38,5-Stunden-Woche mit 900 Euro brutto verg&uuml;tet werden. Die Arbeitsvertr&auml;ge werden vom JobCenter gepr&uuml;ft und f&uuml;r gut befunden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pressrelations.de\/new\/standard\/result_main.cfm?aktion=jour_pm&amp;comefrom=scan&amp;r=480132\">pressrelations<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Reformen haben Mobilit&auml;t am Arbeitsmarkt gebremst<\/strong><br>\nDie Flexibilisierungspolitik des vergangenen Jahrzehnts hat nur einen Teil des Arbeitsmarkts in Bewegung gebracht: Bezieher von Arbeitslosengeld I nehmen schneller neue Stellen an. Bereits Besch&auml;ftigte sind jedoch verunsichert und wechseln seltener den Job als in fr&uuml;heren Zeiten. Unter dem Strich ist die Mobilit&auml;t auf dem deutschen Arbeitsmarkt daher tendenziell gesunken. Zu diesem Ergebnis kommt Prof. Dr. Matthias Knuth vom Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universit&auml;t Duisburg-Essen. Seine Analyse ist in den WSI-Mitteilungen erschienen, der Fachzeitschrift des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nW&auml;hrend kurzzeitig Arbeitslose durch die Reformen des vergangenen Jahrzehnts rascher wieder in eine neue T&auml;tigkeit gelangen, scheuen Besch&auml;ftigte das Risiko eines Jobwechsels &ndash; auch wegen der Reformen. Schlie&szlig;lich w&auml;ren sie materiell schlechter abgesichert als fr&uuml;her, &ldquo;falls auf dem Weg &uuml;ber den Arbeitsmarkt etwas schief geht&rdquo;, so Knuth. Gleichzeitig haben sich die Besch&auml;ftigungschancen von Langzeitarbeitslosen nur wenig verbessert. Fazit des Wissenschaftlers: Der R&uuml;ckbau der Arbeitslosenversicherung scheine sich &ldquo;auf den Arbeitsmarkt insgesamt l&auml;hmend&rdquo; ausgewirkt zu haben&hellip;<br>\n&ldquo;Die zunehmende Z&auml;hfl&uuml;ssigkeit des Arbeitsmarkts&rdquo; l&auml;sst sich Knuth zufolge an einer steigenden durchschnittlichen Betriebszugeh&ouml;rigkeit ablesen. Im Mittel waren westdeutsche Besch&auml;ftigte Ende der 1990er-Jahre rund 9,5 Jahre bei ihrem aktuellen Arbeitgeber, bis zum Jahr 2008 erh&ouml;hte sich dieser Wert auf &uuml;ber 10 Jahre. Ein weiterer Indikator: Im Jahr 2000 hatten durchschnittlich 36 Prozent aller westdeutschen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten eine neue Stelle angetreten, w&auml;hrend auf dem H&ouml;hepunkt des folgenden Aufschwungs 2007 nur noch 28 Prozent erreicht wurden.<br>\nDie kurzzeitig Arbeitslosen, die nach einigen Monaten mit Arbeitslosengeld I wieder eine neue Stelle finden, haben in den vergangenen Jahren f&uuml;r eine tendenziell sinkende Arbeitslosenquote gesorgt. Auf diese Gruppe entf&auml;llt nach Knuths Analyse ein Gro&szlig;teil der zunehmenden &ldquo;Abg&auml;nge aus der Arbeitslosigkeit in die Erwerbst&auml;tigkeit&rdquo;. Dass sie im Schnitt schneller wieder eine neue Stelle haben, erkl&auml;rt sich Knuth zufolge durch die gewachsene Konzessionsbereitschaft infolge der Hartz-Reformen: Empirische Untersuchungen belegen, dass Arbeitslose heute eher bereit sind, zu ung&uuml;nstigeren Konditionen zu arbeiten. Das schlie&szlig;t die Annahme von Arbeitspl&auml;tzen unterhalb des eigenen Qualifikationsniveaus ein&hellip;<br>\nHartz-IV-Bezieher haben an der gesunkenen Arbeitslosigkeit nur einen vergleichsweise geringen Anteil, so der Forscher. Seit ihrem H&ouml;chststand im April 2006 sei die Zahl der als erwerbsf&auml;hig eingestuften Leistungsberechtigten nur um 13 Prozent gesunken, w&auml;hrend die Arbeitslosigkeit um 36 Prozent abnahm. Knuth folgert: Das verst&auml;rkte Fordern und F&ouml;rdern wirke weniger auf diejenigen, auf die die neu ausgerichtete Arbeitsmarktpolitik eigentlich zugeschnitten sei. Der st&auml;rkste Effekt sei bei den anderen Gruppen zu beobachten &ndash; die das Risiko, ins Hartz-IV-Regime zu rutschen, vermeiden wollen. Das gelte &ldquo;auch und gerade&rdquo; f&uuml;r den &ldquo;stabil besch&auml;ftigten Kern&rdquo;.<br>\nDurch die Reformen sei eine &ldquo;Drohkulisse&rdquo; entstanden, die es Unternehmen erleichtert habe, interne Flexibilisierungen durchzusetzen, schreibt Knuth.<br>\nVor diesem Hintergrund erschienen die &ldquo;Anpassungsleistungen der Unternehmen, die das Durchschlagen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt verhindert haben, durchaus ambivalent&rdquo;. Einerseits sei es durch die hohe interne Flexibilit&auml;t, vor allem bei den Arbeitszeiten, gelungen, Massenentlassungen zu verhindern. Anderseits f&uuml;hre der umfassende Zugriff der Betriebe auf ihre &ndash; als Gegenleistung f&uuml;r Arbeitsplatzsicherheit &auml;u&szlig;erst konzessionsbereiten &ndash; Mitarbeiter zu sinkender Arbeitszufriedenheit. In einer Untersuchung vom Fr&uuml;hjahr hatte das IAQ ermittelt, dass die Arbeitszufriedenheit in Deutschland seit den 1980er Jahren merklich abgenommen hat. Das k&ouml;nne ein Grund f&uuml;r die Zunahme psychischer Erkrankungen sein.<br>\nZudem weist Knuth auf ein bisher kaum beachtetes Problem hin: Die &ldquo;Verengung der Arbeitsmarktpolitik&rdquo; auf die Vermittlung Arbeitsloser und Hilfebed&uuml;rftiger habe im Endeffekt die soziale Mobilit&auml;t am Arbeitsmarkt reduziert. Weil Arbeitnehmer in relativ sicheren Positionen seltener den Job wechseln, gebe es auch weniger Gelegenheiten f&uuml;r die Besch&auml;ftigten am Rand, in die Kernbelegschaften aufzusteigen. Der Wissenschaftler r&auml;t daher zu einer aktiven Arbeitsmarktpolitik, die durch Qualifizierung Besch&auml;ftigter wie Arbeitsloser &ldquo;Mobilit&auml;tsketten in h&ouml;herwertige Besch&auml;ftigung ausl&ouml;st&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/194.245.120.122\/Sites\/A\/Online-Archiv\/9039\">WSI Mitteilungen 11\/2011 [PDF &ndash; 1.2 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=38406&amp;chunk=1\">Infografik zum Download im B&ouml;ckler Impuls<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>US-&Ouml;konomen m&uuml;ssen bei Studien ihr Einkommen offenlegen<\/strong><br>\nUm sich die Finanzkrise erkl&auml;ren zu lassen, luden US-Abgeordnete in den Monaten nach dem Kollaps der Investmentbank Lehman viele Wirtschaftswissenschaftler ein. Als unabh&auml;ngige Experten sollten sie die Krise deuten und den Politikern Rat geben, was jetzt zu tun sei. Nur waren die Forscher nicht so unabh&auml;ngig &ndash; einige bekamen nebenbei noch Geld von einer Wall-Street-Firma oder hatten &auml;hnliche Interessenskonflikte. Doch jeder dritte Wissenschaftler machte einer Studie zufolge gegen&uuml;ber den Abgeordneten keinerlei Angaben dazu, ob solche Konflikte vorlagen.<br>\n&Ouml;konomen treten auch in Funk und Fernsehen als unabh&auml;ngige Experten auf und beeinflussen die &ouml;ffentliche Debatte, wie viel Regulierung etwa der Finanzsektor braucht. Der Forscher Gerald Epstein hat in einer Studie untersucht, wann seine Kollegen Interessenskonflikte offenlegen. Sein Urteil: viel zu selten. Das soll sich nun &auml;ndern. Die renommierte American Economic Association hat 17.000 Mitglieder und gibt eine Reihe wichtiger wissenschaftlicher Zeitschriften heraus, die die akademische Debatte pr&auml;gen. Wer hier ver&ouml;ffentlichen will, muss ab jetzt viel offenlegen: die Geldgeber der Studie, Posten bei Think Tanks oder Forschungsgremien sowie alle Einkommen durch Stipendien und Berater-Jobs der vergangenen drei Jahre, wenn sie &uuml;ber 10000 Dollar lagen. Auch der Ehepartner soll Interessenskonflikte offenlegen. Radikale Transparenz&hellip;.<br>\nDer Ruf nach mehr Transparenz k&ouml;nnte auch an deutschen Hochschulen Geh&ouml;r finden. Dann h&auml;tte zum Beispiel Bernd Raffelh&uuml;schen, Professor der Universit&auml;t Freiburg, einen Hinweis auf m&ouml;gliche Interessenskonflikte geben m&uuml;ssen, als er letztens eine Studie dar&uuml;ber schrieb, welcher europ&auml;ische Staat noch vor schmerzhaften Einschnitten im Sozialsystem stehe. Denn er hatte auch f&uuml;r das Deutsche Institut f&uuml;r Altersvorsorge untersucht, warum die gesetzliche Pflegeversicherung zuk&uuml;nftige Kosten nicht tragen kann, wieso hier also Reformen n&ouml;tig sind. Finanziert wird das Institut von der Deutschen Bank.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.peri.umass.edu\/fileadmin\/pdf\/working_papers\/working_papers_201-250\/WP239.pdf\">Political Economy Research Institute [PDF &ndash; 650 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/blogs.reuters.com\/macroscope\/tag\/ethics\/\">Reuters.com<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/12\/31\/business\/economy\/31economists.html?pagewanted=all\">New York Times<\/a><br>\nQuelle 4: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/meinung\/gastbeitraege\/warum-auch-forscher-ihre-interessen-offen-legen-muessen\/6081476.html\">DIW-Chef Gerd G. Wagner, Warum auch Forscher ihre Interessen offen legen m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Bertelsmann legt Fonds f&uuml;r innovative Education-Angebote in Europa und USA auf<\/strong><br>\nBertelsmann hat zusammen mit weiteren namhaften Geldgebern und Unternehmerpers&ouml;nlichkeiten im Education-Bereich einen &bdquo;University Ventures Fund I, L.P.&ldquo; aufgelegt. Der Fonds geht Partnerschaften mit f&uuml;hrenden Hochschulen ein, um Studien- und Weiterbildungsprogramme im europ&auml;ischen und US-amerikanischen Raum zu lancieren. Grundidee ist dabei, die privatwirtschaftlichen St&auml;rken Unternehmertum, Kapital und Management-Expertise mit den akademischen Kompetenzen, der Qualit&auml;tssicherung und der Markenst&auml;rke traditioneller Hochschulen zu verbinden. Education-Angebote wie der Aufbau und Betrieb von Online-Studieng&auml;ngen oder die Unterst&uuml;tzung von Bildungseinrichtungen bei Marketing, Technologie und Administration gewinnen weltweit stark an Bedeutung.<br>\nDer Fonds verf&uuml;gt &uuml;ber eine Kapitalausstattung von gut 100 Mio. US-Dollar. Er wird von einer Gruppe erfahrener Investoren im Bereich der Hochschulbildung gef&uuml;hrt. F&uuml;r die ersten Jahre sind zwischen sechs und zehn Einzelinvestments geplant, von denen einige bereits initiiert wurden.<br>\nDie Partnerschaft mit University Ventures sichert Bertelsmann den fr&uuml;hen Einstieg in einen schnell wachsenden Markt, der Unternehmern und Investoren angesichts staatlicher Budgetk&uuml;rzungen und der fortschreitenden Digitalisierung gro&szlig;e Chancen er&ouml;ffnet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bertelsmann.de\/\">Bertelsmann AG<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nachdem die Bertelsmann Stiftung mit ihrer Ideologie der &bdquo;unternehmerischen Hochschule&ldquo;, also der Entstaatlichung und der funktionalen Privatisierung der Hochschulen, den terti&auml;ren Bildungssektor in der zur&uuml;ckliegenden Dekade sturmreif geschossen hat, st&ouml;&szlig;t nun der Bertelsmann Konzern nach und will aus diesem Zerst&ouml;rungswerk Profit erzielen. Das ist ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, wie die ach so gemeinn&uuml;tzige Bertelsmann Stiftung nur der politische Wegbereiter f&uuml;r die Gesch&auml;ftsinteressen des ihr zu &uuml;ber dreiviertel der Anteile geh&ouml;renden Bertelsmann Konzerns ist.<br>\nEs geht um nicht mehr und nicht weniger, als dass dieser Universit&auml;ts-Wagnis-Fonds Online-Studienangebote, das Hochschulmarketing bis hin zur ausgelagerten Hochschulverwaltung an Studierende und Hochschulen profittr&auml;chtig verkaufen will. &Auml;hnliches ist ja auch schon im Bereich der staatlichen Verwaltung, z.B. in W&uuml;rzburg und in England versucht worden.<br>\nDas hat nichts mit einem Engagement f&uuml;r eine bessere Bildung zu tun: Die kaputt gesparten Hochschulen sollen nun mit ihrem verbliebenen restlichen &bdquo;kulturellen&ldquo; Kapital vollends zur Beute des Finanzkapitals und privater Investoren werden.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Profit aus Zerst&ouml;rung<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/01-19\/054.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutsches Studentenwerk und DGB: 10 Eckpunkte f&uuml;r ein modernes BAf&ouml;G<\/strong>\n<ul>\n<li>F&uuml;r einen verl&auml;sslichen Inflationsausgleich<\/li>\n<li>Mehr Menschen in die Studienf&ouml;rderung einbeziehen<\/li>\n<li>Das BAf&ouml;G Bologna-kompatibel gestalten<\/li>\n<li>Altersgrenze abschaffen<\/li>\n<li>Den Darlehensanteil senken<\/li>\n<li>Die F&ouml;rderung auch bei Fachrichtungswechsel und &uuml;ber die H&ouml;chstdauer hinaus sichern<\/li>\n<li>Die Studienfinanzierung f&uuml;r Studierende mit Behinderung verbessern<\/li>\n<li>Studierende mit Kindern besser absichern<\/li>\n<li>Teilzeitstudien sind Realit&auml;t &ndash; m&uuml;ssen daher auch f&ouml;rderungsf&auml;hig sein<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++d800f30a-41b7-11e1-77c6-00188b4dc422\">DGB<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Das Bundeskabinett hat gestern den 19. BAf&ouml;G-Bericht verabschiedet. Bundesbildungsministerin Schavan verk&uuml;ndet zwar schon die &uuml;blichen Erfolgsmeldungen, den Bericht selbst kann man aber bisher nirgendwo lesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der Film zum Gelduntergang<\/strong><br>\nHilflosigkeit statt kraftvollem Krisenmanagement: Eine Dokumentation zeigt, wie Europas M&auml;chtige gegen den Niedergang des Euro k&auml;mpfen. Der Film ist eine ausf&uuml;hrliche, etwas erm&uuml;dende Rekonstruktion der Schuldenkrise. Spannend wird es, als tats&auml;chlich mal ein Blick hinter die Kulissen gelingt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/0,1518,druck-809391,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.G.:<\/strong> Die TV-Kritik liefert auch eine Seh-Hilfe, ein Hinweis auf aufschlussreiche Statements:<br>\nDas Thema ist der Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland. Die Banken unter der F&uuml;hrung von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann einigten sich im Oktober mit den Regierungschefs darauf, auf 50 Prozent ihrer Forderungen an das Pleiteland zu verzichten. Doch wie kam es zu diesem Deal? Das stellen Ackermann auf der einen sowie Juncker und Deutschlands Finanzminister Wolfgang Sch&auml;uble auf der anderen Seite im Film komplett unterschiedlich dar.<br>\nSch&auml;uble behauptet, man habe den Geldh&auml;usern klargemacht, &ldquo;unter 50 Prozent brauche man gar nicht weiterzureden&rdquo;. Juncker sekundiert: &ldquo;Mit Banken darf man nicht nur leise reden.&rdquo; Im Klartext: Die Politiker br&uuml;sten sich, den Schuldenschnitt &ndash; der im &Uuml;brigen immer noch auf der Kippe steht &ndash; gegen den Willen der Institute durchgesetzt zu haben.<br>\nAckermann dagegen sagt: &ldquo;Wir haben den Staaten 50 Prozent angeboten.&rdquo; Die Initiative sei also von den Banken ausgegangen. Auf die &Auml;u&szlig;erungen Junckers und Sch&auml;ubles angesprochen, reagiert der Banker cool: &ldquo;Am Ende stellt es jeder so dar, wie es f&uuml;r ihn am besten ist.&rdquo; Und dann erg&auml;nzt er g&ouml;nnerhaft, es sei durchaus richtig, dass die Regierungen diesen Erfolg f&uuml;r sich beansprucht h&auml;tten. Denn es sei wichtig, &ldquo;dass die Politik zeigt, dass sie hier geeint und koordiniert gehandelt hat&rdquo;.<br>\nAufschlussreich auch die Sch&auml;uble-Version von Kauders &lsquo;In Europa wird wieder deutsch gesprochen: Der Finanzminister benutzt des &ndash; wie er selbst sagt, aber dennoch ausspricht &ndash; schiefe Bild vom gro&szlig;en Bruder, der den kleinen Geschwistern Disziplin beibringen muss.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rezension: ABC der Wirtschafts- und Finanzkrise<\/strong><br>\nSeit Jahren folgt eine Krise auf die andere. Von der Immobilien- zur Bankenkrise, von der Wirtschafts- zur Krise der Schuldnerl&auml;nder und der Staatsfinanzen, von der Euro- zur Bankenkrise und wieder zur&uuml;ck. Und st&auml;ndig prasseln neue Begriffe auf das Publikum, das sp&uuml;rt, es geht um seine Zukunft, dem es aber schwer gemacht wird, die Vorg&auml;nge auch nur halbwegs zu begreifen. Was gestern noch subprime-Kredite waren, sind heute schon Credit Default Swaps und andere Derivate, sind Leerverk&auml;ufe und Bonds, Kernkapitalquoten und Basel III, Haircut und EFSF. Wer die Begriffe der Alchimie der Finanzm&auml;rkte nicht kennt, wird 2012 noch weniger als zuvor durchblicken.<br>\nDas ISW legt mit seinem ABC der Schulden- und Finanzkrise eine Entschl&uuml;sselung von &uuml;ber 70 der meistgebrauchten und wichtigsten Stichworte zur Entscheidungsphase der Finanzkrise vor &ndash; von Aktie &uuml;ber Derivate und Rettungsfonds bis Zahlungsausfall und Zocken. &bdquo;Bad Bank&ldquo; wird am Beispiel der Hypo Real Estate illustriert, die vom Staat &uuml;ber 100 Milliarden Euro an Beihilfen und Garantien erhielt, und dann in einem eigenen &bdquo;Abwicklungsinstitut&ldquo; faule Papiere &uuml;ber mehrere hunderte Milliarden Euro unterbrachte. Die Verluste sind vom Steuerzahler zu begleichen. Unter &bdquo;Deregulierung&ldquo; wird aufgelistet, wie die Bundesregierungen von 1991 bis heute in Dutzenden von Gesetzesinitiativen die Spekulation auf dem Finanzsektor perfektionierte. &bdquo;Finanztransaktionssteuer&ldquo; untersucht auch das Argument der Gegner, wenn nicht alle L&auml;nder mitmachten, w&uuml;rden die Spekulanten einfach ihren Handelsort verlegen. Falsch, sagt das ABC, wenn die Steuerpflicht den Handelspartner in seinem Land trifft, existiert die Ausweichchance der H&auml;ndler nicht. Unter &bdquo;Geldsch&ouml;pfung&ldquo; erfahren die LeserInnen, dass nur 8 % der entscheidenden Geldmenge M3 aus Bargeld besteht, 92 % aber aus dem von den Banken geschaffenen Buchgeld, die so eine &uuml;berragende Bedeutung bei der Geldsch&ouml;pfung innehaben.<br>\nEinige Wochen nach der ISW-Publikation hat auch der Spiegel sein ABC der Finanzkrise ver&ouml;ffentlicht, von Ackermann bis Zukunft. Der Unterschied ist gewaltig, wie am Beispiel der &bdquo;Ratings&ldquo; augenf&auml;llig wird. Der Spiegel wei&szlig;: &bdquo;Ratings dr&uuml;cken aus, wie wahrscheinlich es ist, dass ich mein Geld wiederkriege.&ldquo; Das ISW-ABC belegt, dass die Rating-Agenturen sich voll in der Hand von Finanzunternehmen befinden: &bdquo;Die Bewertungen &uuml;ber Wertpapiere von Unternehmen und Staaten werden von denen vorgenommen, die damit Gesch&auml;fte machen &ndash; den Banken, Investmenth&auml;usern und Verm&ouml;gensverwaltern.&ldquo;<br>\nF&uuml;r den, der die Finanzm&auml;rkte besser verstehen will, um sich f&uuml;r mehr Demokratie in diesem Sektor einzumischen, ist das ISW-Original gewiss besser als die Aufg&uuml;sse von Spiegel und Co.<br>\nisw-report 87, ABC der Schulden- und Finanzkrise, Dezember 2011,<br>\n40 Seiten, 4,00 Euro zzgl. Versand. Zu beziehen bei isw e.V.,<br>\nJohann-von-Werth-Str. 3, 80639 M&uuml;nchen. E-Mail: <a href=\"mailto:isw_muenchen@t-online.de\">isw_muenchen@t-online.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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