{"id":1196,"date":"2006-04-13T14:05:37","date_gmt":"2006-04-13T12:05:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1196"},"modified":"2016-02-11T12:39:57","modified_gmt":"2016-02-11T11:39:57","slug":"wir-wunschen-unseren-leserinnen-und-lesern-ein-frohes-osterfest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1196","title":{"rendered":"Wir w\u00fcnschen unseren Leserinnen und Lesern ein frohes Osterfest."},"content":{"rendered":"<p>Zugleich geben wir allen Nutzern der NachDenkSeiten unseren letzten Newsletter zur Kenntnis.<br>\n<!--more--><br>\nLiebe Besucherin, lieber Besucher der NachDenkSeiten,<br>\nheute k&ouml;nnen wir Ihnen etwas schreiben, was uns selbst &uuml;berrascht. Um aktuell zu sein haben wir unsere Zugriffsstatistik angeschaut und festgestellt: Im M&auml;rz gab es &uuml;ber eine Million, genau 1.061.392 Zugriffe auf die NachDenkSeiten. Das verdanken wir weder einer teuren Werbung und schon gar nicht einem Medienrummel, das verdanken wir Ihnen, unseren Nutzern, die die NachDenkSeiten aus &Uuml;berzeugung weiterempfehlen und nat&uuml;rlich unserer gemeinsamen Arbeit. Dazu z&auml;hlen auch jene, die uns t&auml;glich mit Argumenten und mit Hinweisen auf interessante Fakten versorgen, nicht zuletzt auch Kai Ruhsert, der in seiner Freizeit immer h&auml;ufiger unsere Hinweise des Tages b&uuml;ndelt. Allen, die an diesem Erfolg mitwirken, ein herzliches Dankesch&ouml;n. <\/p><p>Wir Herausgeber der NachDenkSeiten melden uns ja nicht so oft bei Ihnen. Das empfinden Sie hoffentlich nicht als zu schlimm. Immerhin k&ouml;nnen Sie ja fast jeden Tag auf unserer Website nachlesen, was wir so machen und was uns so umtreibt. Dennoch m&ouml;chten wir heute noch einmal ein uns bedr&uuml;ckendes Problem ansprechen: Mit der schon erw&auml;hnten steigenden Besucherzahl ist der erfreuliche Umstand verbunden, dass wir immer mehr E-Mails bekommen. Wenn wir morgens unser E-Mail-Programm starten, dann schlagen uns auf unserem E-Mail-Ordner in der Rubrik &bdquo;Zur Nachverfolgung&ldquo; eine gro&szlig;e Zahl von Mails auf das Gewissen, die wir zur Beantwortung gekennzeichnet haben, aber es bis jetzt nicht geschafft haben, darauf in angemessener Form zu antworten &ndash; gar nicht zu reden von der riesigen Menge an Post, die wir zwar angeklickt haben, aber von vorneherein zu uns sagen m&uuml;ssen, dass wir darauf nicht reagieren k&ouml;nnen. Wir sind also mal wieder bei ganz Vielen unter Ihnen in der Schuld, dass wir noch nicht einmal banalste Formen der H&ouml;flichkeit erf&uuml;llen, n&auml;mlich uns f&uuml;r Ihre Post zu bedanken.<br>\nDamit Sie das verstehen k&ouml;nnen &ndash; und nicht zu unserer Entschuldigung &ndash; m&uuml;ssen wir Ihnen einfach eingestehen: Wir schaffen es beim besten Willen nicht, uns bei jeder und jedem Einzelnen von Ihnen f&uuml;r die Hinweise und Argumente zu bedanken. Unser Tagewerk w&auml;re allein damit ersch&ouml;pft. Wir freuen uns &uuml;ber jede R&uuml;ckmeldung und wir versuchen sie auch zu lesen und vielleicht sogar gleich umzusetzen, aber ein auch nur kleines Wort des Dankes ist bei manchmal bis zu zweihundert Mails am Tag einfach nicht machbar. Wir m&uuml;ssen Sie also einmal mehr um Generalpardon bitten, wenn Sie von uns keine Reaktion auf Ihre Mails erhalten. In Abwandlung des Brecht Gedichtes &bdquo;An die Nachgeborenen&ldquo; k&ouml;nnen wir Sie nur bitten: Aus der Flut, in der wir untergegangen sind, gedenkt, wenn ihr von unseren Schw&auml;chen sprecht, unser mit Nachsicht. <\/p><p>Sie haben das ja kaum &uuml;bersehen k&ouml;nnen, seit Ende letzten Jahres werben wir bei unseren Nutzerinnen und Nutzern um F&ouml;rdermitgliedschaften und Spenden in unserem gemeinn&uuml;tzigen F&ouml;rderverein &bdquo;Initiative zur Verbesserung der Qualit&auml;t politischer Meinungsbildung e.V.&ldquo; (IQM). &Uuml;ber dreihundert &Uuml;berweisungen sind inzwischen bei uns eingegangen. Daf&uuml;r wollen wir uns auch auf diesem Wege bei Ihnen von ganzem Herzen bedanken. <\/p><p>Hoffentlich haben alle inzwischen ein kleines Dankschreiben daf&uuml;r erhalten und auch eine Zuwendungsbescheinigung f&uuml;r Ihre Steuererkl&auml;rung. Manche von Ihnen haben vers&auml;umt, uns Ihre E-Mail- oder Ihre Postadresse zu melden. Vielleicht haben wir Sie deshalb noch nicht erreicht. <\/p><p>Unser F&ouml;rderverein hat bisher rund sechzehntausend Euro eingeworben und dar&uuml;ber freuen wir uns sehr. Das ist eine sch&ouml;ne Stange Geld, aber wenn wir dem unsere Kosten &uuml;ber das Jahr gegen&uuml;berstellen, sind wir leider immer noch in roten Zahlen. Damit kein Missverst&auml;ndnis entsteht: Wir als Herausgeber arbeiten nach wie vor rein ehrenamtlich und bewilligen uns auch keine Entsch&auml;digung f&uuml;r unseren Aufwand. <\/p><p>An gro&szlig;e Einzelspender haben wir uns bislang nicht herangetraut, weil wir nicht in die Verlegenheit geraten wollen, dass wir uns eine &bdquo;Schere in den Kopf&ldquo; implantieren. Es ist f&uuml;r uns auch klar, dass wir uns bei den meisten etablierten Institutionen nicht gerade Freunde schaffen, selbst wenn einzelne Personen uns klammheimlich ihre Sympathie versichern. <\/p><p>Wir m&ouml;chten Sie deshalb herzlich bitten, lassen Sie mit Ihrer Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die NachDenkSeiten nicht nach und sagen sie uns nicht nur weiter, sondern fragen Sie doch einfach bei denjenigen, bei denen Sie meinen, dass sie es sich leisten k&ouml;nnen, ob sie uns unterst&uuml;tzen k&ouml;nnten. <\/p><p>Mit sog. Werbebannern wollten wir Sie bisher auch nicht maltr&auml;tieren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass einige wenige unter unseren Lesern schon die Hinweise auf Albrecht M&uuml;llers B&uuml;cher kritisch sehen. Dazu m&ouml;chten wir klipp und klar sagen: der Hinweis auf die &bdquo;Reforml&uuml;ge&ldquo; und den &bdquo;Machtwahn&ldquo; erg&auml;nzen sich mit dem, was Sie in den NachDenkSeiten, finden. Nicht nur dass sich die Inhalte &uuml;berschneiden, diese B&uuml;cher sind zu Bestsellern geworden &ndash; der &bdquo;Machtwahn&ldquo; steht eine Woche nach Erscheinen auf Anhieb schon auf Platz 9 der Spiegel-Bestseller-Liste und aufs Platz 13 bei Focus &ndash; und das macht nat&uuml;rlich auch die NachDenkSeiten bekannter. Die vielen Lesungen und &ouml;ffentlichen Auftritte sind hilfreiche Multiplikatoren f&uuml;r unsere Website. In den beiden B&uuml;chern, war es zudem m&ouml;glich, zusammenh&auml;ngend darzustellen, was wir in den NachDenkSeiten mit vielen Einzelbeispielen belegen.<\/p><p>Warum wir die NachDenkSeiten machen, das k&ouml;nnen Sie &ndash; hoffentlich &ndash; in den Einzelbeitr&auml;gen erkennen. Sie k&ouml;nnen unsere Anliegen aber auch nachlesen, wenn Sie auf unserer Hompage &bdquo;Warum NachDenkSeiten.de&ldquo; anklicken. Dem f&uuml;hlen wir uns nach wie vor verpflichtet und wir hoffen, dass wir diese Selbstverpflichtung auch einigerma&szlig;en erf&uuml;llen k&ouml;nnen. Manchmal h&ouml;ren wir von Kritikern, dass wir mit unseren Beitr&auml;gen thematisch zu eng w&auml;ren, dass wir nur Leute erreichten, die ohnehin schon &uuml;berzeugt w&auml;ren, von dem, was wir aufspie&szlig;en oder anprangern, dass wir uns thematisch und politisch &ouml;ffnen sollten. Dem k&ouml;nnen wir nur entgegenhalten, wir sind prinzipiell sehr offen. Wir schaffen es allerdings zu Zweit schlicht nicht, auch solche Themen zu behandeln, die auch von anderen Medien aufgegriffen werden. Wir verstehen unsere Aufgabe so, dass wir vor allem solche Daten und solche Argumente zu liefern versuchen, die anderswo gar nicht oder allenfalls versch&auml;mt am Rande vorkommen. Wenn man sich vorgenommen hat, nicht im allgemeinen Chor mitzusingen, dann muss man Dissonanzen in Kauf nehmen. Wir nehmen Ansto&szlig; an vielen Dingen, wie sie bei uns im Lande laufen, und erregen deshalb Ansto&szlig; &ndash; und das ist auch unsere Absicht. Ja, wir stehen gegen den Strom der Meinungen und wir wollen Stromschnellen ausl&ouml;sen. Dass da mancher, der in ruhigem Fahrwasser mittreiben will, in Turbulenzen ger&auml;t und sich &auml;rgert, damit m&uuml;ssen wir rechnen, noch mehr: das sehen wir als unser Ziel an. <\/p><p>Die Gro&szlig;e Koalition scheint sich wie Mehltau &uuml;ber die &ouml;ffentliche Debatte zu legen ein wirklicher Meinungsstreit &uuml;ber den von CDU und SPD getragenen Kurs findet immer weniger statt und interessengeleitete Kampagnen und Desinformationen nehmen eher zu. Selbst die unsinnigsten Argumente des neoliberalen Mainstreams bleiben unwidersprochen. Nehmen Sie als ein Beispiel unter vielen nur einmal den neuesten <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/pshb\/fn\/relhbi\/sfn\/buildhbi\/cn\/GoArt!200013,200053,1059151\/SH\/0\/depot\/0\/index.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.handelsblatt.com\/pshb\/fn\/relhbi\/sfn\/buildhbi\/cn\/GoArt!200013,200053,1059151\/SH\/0\/depot\/0\/index.html\">&bdquo;Deutschland Report 2030&ldquo;<\/a>  der Beratungsgesellschaft Prognos. Da wird in einer kritiklos vom &bdquo;Handelsblatt&ldquo; wiedergegebenen, angeblich wissenschaftlichen Studie vorhergesagt, es &bdquo;werde in den n&auml;chsten zehn Jahren nur wenig Positiv-Meldungen vom Arbeitsmarkt geben. Erst nach 2015 d&uuml;rften sich die Besch&auml;ftigungsprobleme sp&uuml;rbar entspannen. In den dann folgenden 15 Jahren wird die Arbeitslosenquote laut Prognos auf 5,9 Prozent sinken.&ldquo;<br>\nWer nur ein bisschen Ahnung von National&ouml;konomie hat, wei&szlig;, dass man solche langfristigen Prognosen prinzipiell nicht machen kann. <\/p><p>Wenn es nicht so traurig w&auml;re, k&ouml;nnte man dar&uuml;ber nur noch hohnlachen: Da wird ein Niedriglohnsektor propagiert, da wird bis 2030 (!) eine Arbeitszeitverl&auml;ngerung von derzeit 1440 auf 1573 Stunden pro Jahr prophezeit, da wird eine Steigerung des Lebensstandards allenfalls noch im &bdquo;Zeitlupentempo&ldquo; herbeigeredet, um dann zu res&uuml;mieren, das Wirtschaftswachstum sei zu schwach, &bdquo;um dem Arbeitsmarkt eine Perspektive in Richtung Vollbesch&auml;ftigung zu er&ouml;ffnen.&ldquo; Merken diese &Ouml;konomen eigentlich gar nicht mehr, dass sie damit die von ihnen als zwingend notwendig vorausgesagten &bdquo;Reformen&ldquo; selbst als v&ouml;llig wirkungslos erkl&auml;ren. Wer, wie es diese &bdquo;wissenschaftliche Studie&ldquo; tut, heute f&uuml;r das n&auml;chste Vierteljahrhundert eine j&auml;hrliche Steigerung des Wirtschaftswachstums von 1,4 Prozent prognostiziert, der m&uuml;sste angesichts der inzwischen schon halbj&auml;hrlichen Korrekturen der Wachstumsprognosen mit Hohn und Spott &uuml;berzogen werden. Was aber viel schlimmer ist, mit diesem Wachstumsskeptizismus beweisen diese &Ouml;konomen eigentlich nur, dass ihr neoliberales Wirtschaftsdogma keinerlei Konzept beinhaltet, wie die Wirtschaft wieder angekurbelt werden k&ouml;nnte. Eine totale Bankrotterkl&auml;rung f&uuml;r das herrschende angebotsorientierte Wirtschaftscredo also. <\/p><p>Wo bleibt nur das Kind aus Andersens M&auml;rchen &bdquo;Des Kaisers neue Kleider&ldquo;, das diesen &ouml;konomischen Scharlatanen das Handwerk legt, indem es in die Menge ruft, die Politiker, die auf sie hereingefallen sind, &bdquo;haben ja gar nichts an&ldquo;. <\/p><p>Das M&auml;rchen endete &uuml;brigens so: &bdquo;&ldquo;Aber er hat ja gar nichts an!&rdquo; sagte endlich ein kleines Kind. &ldquo;H&ouml;rt die Stimme der Unschuld!&rdquo; sagte der Vater; und der eine zischelte dem andern zu, was das Kind gesagt hatte. &ldquo;Aber er hat ja gar nichts an!&rdquo; rief zuletzt das ganze Volk. Das ergriff den Kaiser, denn das Volk schien ihm recht zu haben, aber er dachte bei sich: &lsquo;Nun muss ich aushalten.&rsquo; Und die Kammerherren gingen und trugen die Schleppe, die gar nicht da war.&ldquo; <\/p><p>Der Erfolg der NachDenkSeiten und die Reaktion unserer Leserinnen und Leser zeigen uns, dass immer mehr Menschen rufen und sich immer mehr herumspricht: Der &bdquo;Kaiser&ldquo; namens Neoliberalismus hat ja gar nichts an. Unsere Regierenden halten aber aus und ihre Kammerherren in Wissenschaft und Medien tragen immer noch die Schleppe, die gar nicht ist. Deshalb d&uuml;rfen und wollen wir mit unserem Rufen nicht nachlassen. <\/p><p>Mit herzlichen Ostergr&uuml;&szlig;en<\/p><p>die Herausgeber Wolfgang Lieb und Albrecht M&uuml;ller<br>\nunser Webmaster <a href=\"http:\/\/www.medienpalast.de\/\">Lars Bauer<\/a>\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zugleich geben wir allen Nutzern der NachDenkSeiten unseren letzten Newsletter zur Kenntnis.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[35],"tags":[445,243],"class_list":["post-1196","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aufbau-gegenoeffentlichkeit","tag-danksagung","tag-in-eigener-sache"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1196","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1196"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31142,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1196\/revisions\/31142"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}