{"id":11969,"date":"2012-01-20T08:45:21","date_gmt":"2012-01-20T07:45:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969"},"modified":"2012-01-20T08:45:21","modified_gmt":"2012-01-20T07:45:21","slug":"hinweise-des-tages-1554","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h01\">Schlecht bezahlte Minijobs: Sackgasse f&uuml;r Millionen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h02\">Kleinsparer leihen Deutschland kaum noch Geld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h03\">Spekulationsverbot f&uuml;r Kommunen und Bundesl&auml;nder<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h04\">Neuverschuldung betrug 2011 insgesamt 17,3 Milliarden Euro<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h05\">Robert Reich &ndash; Mit Schn&auml;ppchen in den Abgrund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h06\">Wie die Uni-&Ouml;konomen versagen &ndash; die Theorie der Prostitution als Mahnmal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h07\">Wirtschaftswachstum nur f&uuml;r Reiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h08\">R&ouml;sler auf einem anderen Stern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h09\">Monokultur des Denkens hemmt den Fortschritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h10\">Der Mensch vor dem Supermarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h11\">Thema Zeitarbeit\/Leiharbeiter: ZDFzoom: Jobmotor oder Ausbeutung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h12\">Pflegereform &ndash; sofort und richtig!: Gemeinsamer Appell von Parit&auml;tischem Wohlfahrtsverband, Deutschem Pflegeverband und Volkssolidarit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h13\">Auch in Frankreich erkranken mehr Kinder im Umkreis von Atomkraftwerken an Leuk&auml;mie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h14\">84 Forderungen f&uuml;r eine integre Republik: Transparency stellt Nationalen Integrit&auml;tsbericht Deutschland vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h15\">Norman Paech &ndash; &ldquo;Waren 40.000 Tote die Beseitigung Gaddafis wert?&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h16\">Achtung, fertig, links!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h17\">Th&uuml;ringer Landtag setzt Untersuchungsausschuss ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h18\">Profit aus Zerst&ouml;rung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h19\">Die Salami-Taktik der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h20\">Der Film zum Gelduntergang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11969#h21\">Zu guter Letzt: Kurt Tucholsky &hellip;zu d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11969&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Schlecht bezahlte Minijobs: Sackgasse f&uuml;r Millionen<\/strong><br>\nMinijobberinnen und Minijobber werden vielfach systematisch geringer bezahlt als andere Besch&auml;ftigte &ndash; obwohl das verboten ist. Fast 90 Prozent der geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten arbeiten zu Niedrigl&ouml;hnen. Unternehmen nutzen Minijobs, in denen &uuml;berwiegend Frauen arbeiten, offenbar gezielt, um Personalkosten zu dr&uuml;cken. Besonders eklatant ist der Lohnr&uuml;ckstand unter geringf&uuml;gig Besch&auml;ftigten, die gleichzeitig Arbeitslosengeld II (ALGII) beziehen. Ein starkes Indiz daf&uuml;r, dass Arbeitgeber die &ldquo;Aufstockung&rdquo; durch Sozialleistungen bei der Lohnfestsetzung bereits einkalkulieren.<br>\nDas sind Ergebnisse aus drei neuen Studien, an denen Forscherinnen und Forscher der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung beteiligt sind, beziehungsweise die von der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung gef&ouml;rdert werden. Sie zeigen auch, dass Minijobs nur selten eine &ldquo;Br&uuml;cke&rdquo; in stabile Besch&auml;ftigung bilden. Und: Das verbreitete Bild der Minijobberin, die &ldquo;nur hinzuverdient&rdquo; und &uuml;ber Einkommen und Sozialanspr&uuml;che ihres Partners indirekt abgesichert ist, trifft l&auml;ngst nicht immer zu. Die Untersuchungen erscheinen im Heft 1\/2012 der WSI Mitteilungen und werden heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Die geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung sei l&auml;ngst aus dem Ruder gelaufen, konstatieren Dr. Dorothea Voss, Dr. Christina Klenner und Dr. Alexander Herzog Stein, Arbeitsmarktexperten der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung und Koordinatoren des Schwerpunkthefts. Urspr&uuml;nglich gedacht, um Hausfrauen einen unkomplizierten Nebenjob zu erm&ouml;glichen, haben sich Minijobs stark ausgebreitet. Und sp&auml;testens seit den Arbeitsmarktreformen 2003 geht es nicht mehr nur um Hinzuverdienste. Im Fr&uuml;hjahr 2011, so die aktuellsten Daten, war jedes f&uuml;nfte Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis in Deutschland ein Minijob &ndash; insgesamt rund 7,3 Millionen. F&uuml;r rund 4,8 Millionen Menschen, darunter 3,2 Millionen Frauen, stellte der Minijob die einzige Erwerbst&auml;tigkeit dar. Minijobbesch&auml;ftigte m&uuml;ssen selber keine Steuern und Sozialabgaben abf&uuml;hren, erwerben aber auch keine oder nur sehr geringe eigenst&auml;ndige Anspr&uuml;che an die Kranken-, Renten- oder Arbeitslosenversicherung&hellip;<br>\nZugleich versch&auml;rfe die massenhafte Nutzung von Minijobs Probleme auf dem Arbeitsmarkt, weil L&ouml;hne und regul&auml;re Besch&auml;ftigung unter Druck geraten.<br>\nAngesichts der beobachteten Fehlentwicklungen halten Voss, Klenner und Herzog-Stein, die steuer- und abgabenrechtliche Privilegierung von Minijobs f&uuml;r h&ouml;chst fragw&uuml;rdig. Um die Diskriminierung von Minijobberinnen und Minijobbern auf dem Arbeitsmarkt zu beenden und die drohenden L&uuml;cken in der sozialen Sicherung zu vermeiden, sei eine Abschaffung dieses Sonderstatus&acute; unvermeidlich. Die Forscher sprechen sich zudem f&uuml;r verbindliche Lohnuntergrenzen aus, um extreme Niedrigl&ouml;hne zu verhindern. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120120_impuls_grafik_2012_01_4.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Quelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/38664_38677.htm\">B&ouml;ckler Impuls 1\/2012<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=38679\">Infografiken zum Download im B&ouml;ckler Impuls 1\/2012<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Eine sehr informative Zusammenfassung der Forschungsergebnisse. Gt brauchbar auch die <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/cps\/rde\/xchg\/hbs\/hs.xsl\/38664_38677.htm\">Infografiken<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Kleinsparer leihen Deutschland kaum noch Geld<\/strong><br>\nDie einst so beliebten Bundesschatzbriefe, Finanzierungssch&auml;tze und Bundesobligationen haben unter Privatanlegern kaum noch Freunde. Im vergangenen Jahr steuerten Kleinsparer lediglich noch 0,7 Prozent zur Schuldenfinanzierung des Bundes bei. Nur dank einer &uuml;berraschend gestiegenen Nachfrage bei der Tagesanleihe konnte ein neues Rekordtief verhindert werden. Das geht aus aktuellen Zahlen der Finanzagentur des Bundes hervor. Von dem 2008 ausgegebenen Ziel, den Privatkundenanteil bis 2013 auf drei bis f&uuml;nf Prozent zu erh&ouml;hen, ist das Bundesfinanzministerium damit weit entfernt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/geldanlage\/article13822146\/Kleinsparer-leihen-Deutschland-kaum-noch-Geld.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> K&ouml;nnten die Kleinsparer genau so wie die Gro&szlig;banken das Kapital f&uuml;r die Bundesanleihen in unbegrenzter H&ouml;he und ohne Sicherheiten von der EZB zu 1,0% leihen, w&auml;re sicher auch ihr Anteil bei den Gl&auml;ubigern wesentlich h&ouml;her.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Spekulationsverbot f&uuml;r Kommunen und Bundesl&auml;nder<\/strong><br>\nDer Bundesgerichtshof hat in einem Urteil vom 22. M&auml;rz 2011 einen Zinssatz-Swap-Vertrag zwischen der Deutschen Bank und einer privaten Kl&auml;gerin wegen der Verletzung von Beratungspflichten f&uuml;r nichtig erkl&auml;rt. Dem folgte jetzt ein weiteres Urteil des Bundesgerichtshofs gegen die WestLB wegen eines gleichartigen Spekulationsgesch&auml;fts mit nordrhein-westf&auml;lischen Kommunen. Offenbar sind allein im Jahr 2005 von der WestLB mit hunderten von Gemeinden in Nordrhein-Westfalen Swap-Gesch&auml;fte (Zinswetten) immer nach dem gleichen Muster im Wert von insgesamt 4,1 Milliarden Euro abgeschlossen worden.<br>\nMithin droht eine Klagewelle, da zahlreiche gesch&auml;digte Gemeinden jetzt gegen diese Spekulationsgesch&auml;fte mit guter Erfolgsaussicht klagen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/documents\/publikationen\/73\/diw_01.c.391635.de\/12-3-4.pdf\">DIW [PDF &ndash; 106 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Neuverschuldung betrug 2011 insgesamt 17,3 Milliarden Euro<\/strong><br>\nDer Bund hat im vergangenen Jahr neue Kredite in H&ouml;he von 17,3 Milliarden Euro aufgenommen. Dies geht aus dem Bericht des Bundesfinanzministeriums zum vorl&auml;ufigen Jahresabschluss 2011 hervor, den der Haushaltsausschuss am Mittwochabend zur Kenntnis nahm. Damit sei die im Haushalt 2011 vorgesehene Neuverschuldung von 48,4 Milliarden Euro um rund 31,1 Milliarden Euro &bdquo;erheblich&ldquo; unterschritten worden, hei&szlig;t es weiter. Die Steuereinnahmen des Bundes h&auml;tten im vergangenen Jahr 248,1 Milliarden Euro betragen. Das seien 18,9 Milliarden Euro mehr als veranschlagt.<br>\nDer Vertreter des Bundesfinanzministeriums wies darauf hin, dass neben der Steigerung der Einnahmen auch die Ausgaben h&auml;tten gesenkt werden k&ouml;nnen. Dies sei vor allem der &bdquo;erfreulichen Entwicklung&ldquo; auf dem Arbeitsmarkt zu verdanken. Deshalb habe die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit kein Darlehen in H&ouml;he von 5,4 Milliarden Euro gebraucht. Au&szlig;erdem h&auml;tten unter anderem beim Arbeitslosengeld II und im Rahmen der Grundsicherung f&uuml;r Arbeitssuchende insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro eingespart werden k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_01\/2012_027\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Fast zwei Drittel der Absenkung der urspr&uuml;nglich vorgesehenen Neuverschuldung ging auf h&ouml;here Steuereinnahmen als erwartet zur&uuml;ck. Das ist ein deutlicher Beleg daf&uuml;r, dass ein g&uuml;nstiger Konjunkturverlauf am ehesten in der Lage ist, die Verschuldung einzud&auml;mmen. Doch dieses Element wird bei der gesamten Debatte um die Staatsschulden nahezu v&ouml;llig ausgeblendet und schon gar nichts wird politisch unternommen, um gerade in dieser schwierigen Phase die Konjunktur anzukurbeln.<\/em><br>\n<em>Typisch ist auch, dass die meisten Ausgabensenkungen gerade die &Auml;rmsten der Armen treffen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Robert Reich &ndash; Mit Schn&auml;ppchen in den Abgrund<\/strong><br>\nWir erleben gerade den Sieg von Anlegern und Verbrauchern &uuml;ber Arbeitnehmer und B&uuml;rger. Unseren Sieg. Und wir leiden alle darunter.<br>\nEs w&auml;re viel zu einfach, die Schuld an der Kapitalismuskrise der globalen Finanzindustrie und den astronomischen Managergeh&auml;ltern anzulasten. Auf einer grunds&auml;tzlicheren Ebene ist die Krise der Triumph von Verbrauchern und Anlegern &uuml;ber Arbeitnehmer und B&uuml;rger. Die meisten von uns nehmen alle vier Rollen ein.<br>\nIn der Krise geht es deshalb um die wachsende Effizienz, mit der wir Verbraucher und Anleger Gesch&auml;fte machen k&ouml;nnen, w&auml;hrend andererseits die M&ouml;glichkeiten schrumpfen, dass wir uns als Arbeitnehmer und B&uuml;rger Geh&ouml;r verschaffen k&ouml;nnen.<br>\nDie moderne Technik macht es m&ouml;glich, weltweit in Echtzeit den g&uuml;nstigsten Preisen, der besten Qualit&auml;t und den h&ouml;chsten Renditen nachzujagen. &Uuml;ber das Internet bekommen wir wichtige Informationen sofort, k&ouml;nnen Angebote vergleichen und unser Geld in Sekundenschnelle verschieben. Verbraucher und Anleger hatten nie zuvor so viel Macht.<br>\nDoch diese gro&szlig;artigen Gesch&auml;fte gehen zulasten unserer Arbeitspl&auml;tze und Geh&auml;lter, au&szlig;erdem verst&auml;rken sie Ungerechtigkeiten. Waren, die wir wollen, k&ouml;nnen oftmals andernorts g&uuml;nstiger von Firmen hergestellt werden, die schlechtere L&ouml;hne zahlen und weniger Sozialleistungen anbieten. Das geht zulasten der Einkaufsstra&szlig;en, des Herzst&uuml;cks unserer Gemeinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:kapitalismus-in-der-krise-mit-schnaeppchen-in-den-abgrund\/60156148.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/meinungshungrige\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> So ganz stimmt die Grundaussage Reichs nicht, dass die Krise der Triumph von Verbrauchern und Anlegern &uuml;ber Arbeitnehmer und B&uuml;rger und dass die meisten von uns nehmen alle vier Rollen ein. Auch in den USA sind Anleger, z.B. Aktienbesitzer, in der Minderheit. Und viele Arbeitnehmer sind nur auf Grund niedriger L&ouml;hne zur Schn&auml;ppchenjagd gezwungen, w&auml;hrend die Kapitalseite horrende Profite einstreicht. Der entscheidende Gegensatz zwischen Arbeit und Kapital bleibt bestehen. Andererseits zeigt die Geschichte , dass dieses Verh&auml;ltnis in jede Richtung beeinflussbar ist. Also bitte etwas mehr Optimismus, Robert Reich &ndash; auch wenn die Gegenwart erb&auml;rmlich ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie die Uni-&Ouml;konomen versagen &ndash; die Theorie der Prostitution als Mahnmal<\/strong><br>\n[&hellip;] Das folgende Beispiel m&ouml;ge illustrieren, wie banale und unsinnige Ideen zu Publikationen in Topjournals f&uuml;hren, wenn sie nur in einem formalen Gleichgewichtsmodell dargestellt werden. Im Jahre 2002 erschien im Journal of Political Economy ein Artikel mit dem vielversprechenden Titel &ldquo;A Theory of Prostitution&rdquo;. Zwei &Ouml;konominnen, Lena Edlund und Evelyn Korn besch&auml;ftigen sich darin mit einem &ldquo;hochinteressanten&rdquo; Ph&auml;nomen: Prostitution ist eine T&auml;tigkeit, die keine Ausbildung braucht, arbeitsintensiv ist und haupts&auml;chlich von Frauen durchgef&uuml;hrt wird. Und trotzdem, und jetzt kommt das R&auml;tsel, sind Prostituierte im Durchschnitt gut bezahlt. Wie kann das sein? Als Laie w&uuml;rde man naiv vermuten, dass attraktive und gleichzeitig sexbereite junge Frauen relativ knapp sind, und sich deshalb ein relativ hoher Preis bildet.<br>\nAber das Naheliegende ist nat&uuml;rlich viel zu einfach. Die &ldquo;Freude am Sex mit einer jungen Frau&rdquo; als Hauptmotiv f&uuml;r die Nachfrage kommt im Artikel gar nicht vor. Stattdessen zerbrechen sich die Autorinnen den Kopf, warum verheiratete M&auml;nner zu Prostituierten gehen, obwohl sie Sex doch billig zu Hause haben k&ouml;nnten. Um das eigenartig zu finden, muss man sich schon sehr weit vom realen Leben entfernt haben, was in einem akademischen Umfeld aber leicht m&ouml;glich ist. [&hellip;]<br>\nDie Autorinnen haben n&auml;mlich eine eigene &ldquo;brillante&rdquo; Idee, die das R&auml;tsel der relativ hohen L&ouml;hne von Prostituierten &ldquo;l&ouml;st&rdquo;: Frauen k&ouml;nnen nicht gleichzeitig Ehefrau und Prostituierte sein. Wenn also eine Frau als Prostituierte arbeitet, dann vermindert sie damit ihre Chancen auf dem Heiratsmarkt und muss entsprechend mit einem hohen Lohn f&uuml;r diese entgangenen M&ouml;glichkeiten kompensiert werden. Das ist in einem Satz die &ldquo;geniale&rdquo; Idee, die einen langen Artikel in einem Topjournal rechtfertigt.<br>\nDie beiden Autorinnen blasen ihre banale Erkenntnis nun zu einem hochformalen Modell mit 14 mathematischen Gleichungen auf, dessen Darstellung 19 Seiten in Anspruch nimmt, und wo unter vollkommen realit&auml;tsfremden Annahmen ein Sexmarkt-Gleichgewicht hergeleitet wird (Gleichung 3, S. 194). Aber Realit&auml;tsn&auml;he ist kein entscheidendes Kriterium f&uuml;r eine Publikation in einem &ouml;konomischen Topjournal. Was z&auml;hlt, ist die Pr&auml;sentation eines komplizierten formalen Modells.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2012\/01\/wie-die-uni-oekonomen-versagen--die-theorie-der-prostitution-als-mahnmal\/?utm_source=feed&amp;utm_medium=main\">&Ouml;konomenstimme<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Man wei&szlig; nicht, ob man dar&uuml;ber lachen oder weinen soll.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wirtschaftswachstum nur f&uuml;r Reiche<\/strong><br>\nDie Schere klafft immer weiter auseinander: In L&auml;ndern mit hohen Einkommensunterschieden profitieren vor allem diejenigen vom Wirtschaftswachstum, die ohnehin schon verm&ouml;gend sind, zeigt eine Studie. Die Armen gehen leer aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/einkommensunterschiede-wirtschaftswachstum-nur-fuer-reiche-1.1261578\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>R&ouml;sler auf einem anderen Stern<\/strong><br>\nW&auml;hrend IWF und Weltbank Alarm schlagen, mimt der Wirtschaftsminister den Entspannten. Von einer Rezession k&ouml;nne keine Rede sein, sagt R&ouml;sler bei der Vorstellung des Jahreswirtschaftsberichtes 2012. Leider ist er mit dieser Meinung ziemlich alleine.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/jahreswirtschaftsbericht--roesler-auf-einem-anderen-stern,1472780,11473390,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Aber wirklich. Aber unter einem gewissen Aspekt sind R&ouml;slers Vorschl&auml;ge zur Lohnzur&uuml;ckhaltung vielleicht hilfreich. Dieser Wirtschaftsminister und seine Parteifreunde gelten inzwischen als so inkompetent, dass man in anderen Parteien nur das genaue Gegenteil vorschlagen muss wie die FDP &ndash; z.B. Steuererh&ouml;hungen ! &ndash; und in den Umfragen steigt.<\/em><br>\n<em>Allerdings sollten sich solche Parteig&auml;nger wie Hubertus Heil bei der Lohnpolitik zur&uuml;ckhalten. Seine Partei war es, die den politischen Willen zum effektivsten Niedriglohnsektor Europas hatte, und nun haben wir die Folgen davon zu tragen.<\/em><\/p>\n<p>passend dazu &hellip;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120120_kari_Delle_kol.gif\" alt=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/stuttmann.de\/karikaturen\/kari_20120119_Delle_kol.gif\">Stuttmann-Karikaturen<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Monokultur des Denkens hemmt den Fortschritt<\/strong><br>\nDies macht VWL so einflussreich: Sie formt Welt- und Menschenbilder. Das wissen auch die Stars der &ouml;konomischen Lehrbuchszene: &bdquo;I don&rdquo;t care who writes a nation&rdquo;s laws &ndash; or crafts its advanced treaties &ndash; if I can write its economics textbooks&rdquo;, so Paul A. Samuelson, Verfasser des popul&auml;rsten &ouml;konomischen Lehrbuchs&hellip;<br>\nHandelsblatt und Wirtschaftswoche sprechen gar von &ouml;konomischer &bdquo;Gehirnw&auml;sche&ldquo;. Warum? Einst definierte sich die VWL &uuml;ber ihren Untersuchungsgegenstand: die Wirtschaft. Diese galt es, auf vielf&auml;ltige Weise zu analysieren. Jedem &Ouml;konom stand frei, sie mit einer Mannigfaltigkeit an Methoden zu erforschen. Neue Perspektiven revolutionierten best&auml;ndig das &ouml;konomische Denken. Oft f&uuml;hrten sie zu Innovationen in Unternehmen und Politik. Geistige Flexibilit&auml;t bildete die Quelle des Fortschritts.<br>\nDoch der &ouml;konomische Mainstream macht mit dieser Multiperspektivit&auml;t Schluss. Er untersucht nicht mehr die Realit&auml;t der Wirtschaft, sondern definiert sich &uuml;ber eine einzige Forschungsweise. Er entsagt der Methodenvielfalt zugunsten einer einzigen abstrakt-mathematischen Denktechnik: der Neoklassik.<br>\n&bdquo;Schonungslos und unnachgiebig&ldquo; wendet er deren Grundannahmen &ndash; maximierendes Verhalten, Marktgleichgewichte und stabile Pr&auml;ferenzen &ndash; auf jedes beliebige soziale Problem an.<br>\nDennoch ist der Einfluss der Monokultur &ouml;konomischen Denkens nicht zu untersch&auml;tzen. Jeder Ingenieur wei&szlig;: Gerade falsche Theorien haben oft fatale Konsequenzen, werden sie praktisch angewendet. Jede eingest&uuml;rzte Br&uuml;cke, jede ungewollte Explosion zeugten davon. &Auml;hnliches gilt f&uuml;r die VWL. Ihre Theorie von der Effizienz der M&auml;rkte erkl&auml;rt die Realit&auml;t nicht. Doch als politische Handlungsanweisung missverstanden, schafft sie Realit&auml;ten, die viele Menschen gef&auml;hrden. So hat sie der Liberalisierung realer Wirtschaftsbereiche zur Durchsetzung verholfen und so den gegenw&auml;rtigen Fl&auml;chenbrand auf Finanz- und W&auml;hrungsm&auml;rkten mitentz&uuml;ndet. Diesen Bezug zur Realit&auml;t zu verschweigen &ndash; auch das ist verantwortungslos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vdi-nachrichten.com\/artikel\/Monokultur-des-Denkens-hemmt-den-Fortschritt\/56731\/1\">VDI-Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Der Mensch vor dem Supermarkt<\/strong><br>\nDa gerinnt das Blut in den Adern: In der ZDF-Serie &ldquo;Reich und obdachlos&ldquo;, in der Beg&uuml;terte in der Kluft Obdachloser f&uuml;r einige Tage Probleme der Armen kennenlernen sollten, &bdquo;erkannte&ldquo; eine Hamburger Galeristin emp&ouml;rt, ja, Obdachlose werden mi&szlig;achtet, werden als der letzte Dreck angesehen, nicht als Menschen. Man merkte es ihr an, ihr war nach Heulen zumute. Sie fragte aber nicht, warum das so ist. Warum diese sich vertiefende Kluft zwischen Arm und Reich? Keiner der teilnehmenden Million&auml;re dachte dar&uuml;ber nach. Warum eigentlich nicht?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=17400&amp;css=print\">Neue Rheinische Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Thema Zeitarbeit\/Leiharbeiter: ZDFzoom: Jobmotor oder Ausbeutung?<\/strong><br>\nZeitarbeit &ndash; was hat es damit auf sich? Reporter Christian Bock wollte es genau wissen, hat undercover angeheuert &ndash; und gleich bei seinem ersten Einsatz &Uuml;berraschungen erlebt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1540078\/ZDFzoom-Jobmotor-oder-Ausbeutung%253F?bc=svp;sv1#\/beitrag\/video\/1540078\/ZDFzoom-Jobmotor-oder-Ausbeutung%3F\">ZDF-Mediathek<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Optische M&auml;tzchen wie schwebende Textzeilen nerven etwas &ndash; aber das ist ein subjektiver Eindruck &ndash; und die Aussage der Freundin eines Leiharbeiters &uuml;ber Hartz-IV-Empf&auml;nger ist daneben. Sonst sehr sehenswert und informativ und ein Beispiel f&uuml;r investigativen Journalismus von guter Qualit&auml;t.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Pflegereform &ndash; sofort und richtig!: Gemeinsamer Appell von Parit&auml;tischem Wohlfahrtsverband, Deutschem Pflegeverband und Volkssolidarit&auml;t<\/strong><br>\nScharfe Kritik an den pflegepolitischen Pl&auml;nen des Bundesgesundheitsministers &uuml;bten der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband, der Deutsche Pflegeverband und die Volkssolidarit&auml;t heute in einem gemeinsamen Appell. Die angek&uuml;ndigten Verbesserungen seien absolut unzureichend. Eine umfassende Pflegereform mit Substanz d&uuml;rfe nicht l&auml;nger auf die lange Bank geschoben werden. Die Verb&auml;nde fordern die Einf&uuml;hrung eines neuen Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriffs noch in dieser Legislaturperiode. &bdquo;Mit seinen Ank&uuml;ndigungen hat der Minister die Umsetzung des neuen Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriffs auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben. Dass der Minister nicht einmal einen Zeitplan f&uuml;r eine echte Reform vorlegt, kommt einem pflegepolitischen Offenbarungseid gleich&ldquo;, so Eberhard J&uuml;ttner, Vorsitzender des Parit&auml;tischen Gesamtverbandes. Die geplanten kleinen Verbesserungen im Detail w&uuml;rden nach Ansicht des Experten die praktische Umsetzung des durch den Beirat zur &Uuml;berpr&uuml;fung des Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriffs bereits 2009 vorgelegten Konzeptes f&uuml;r eine umfassende Pflegereform sogar noch erschweren. &Auml;hnlich &auml;u&szlig;ert sich der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Deutschen Pflegeverbandes: Rolf H&ouml;fert wirft Bundesminister Bahr vor, mit seinem Vorsto&szlig; lediglich &bdquo;eine medienwirksame Ablenkung von seiner schlafenden Baustelle Pflegereform&ldquo; zu bezwecken und fordert die Bundeskanzlerin auf, zu intervenieren. In dem gemeinsamen Appell &bdquo;Pflegereform &ndash; sofort und richtig!&ldquo; fordern die Verb&auml;nde neben der sofortigen Umsetzung des neuen Pflegebed&uuml;rftigkeitsbegriffs eine wirksame Unterst&uuml;tzung pflegender Angeh&ouml;riger durch einklagbare Rechtsgarantien, eine Neugestaltung der Pflegeausbildung sowie Reformen bei der Pflegefinanzierung. &bdquo;Eine bessere Pflege erfordert mehr finanzielle Aufwendungen und den Ausbau der Pflegeinfrastruktur. Das muss solidarisch erfolgen und nicht durch eine Privatisierung des Pflegerisikos&ldquo;, so Prof. Dr. Gunnar Winkler, Pr&auml;sident der Volkssolidarit&auml;t.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/startseite\/artikel\/news\/pflegereform-sofort-und-richtig-gemeinsamer-appell-von-paritaetischem-wohlfahrtsverband-deutsche\/\">Der Parit&auml;tische Gesamtverband<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Auch in Frankreich erkranken mehr Kinder im Umkreis von Atomkraftwerken an Leuk&auml;mie<\/strong><br>\nIm Umfeld von franz&ouml;sischen Atomkraftwerken sind laut der sogenannten Geocop-Studie des franz&ouml;sischen Medizin-Instituts Inserm zwischen 2002 und 2007 fast doppelt so viele Kinder unter 15 Jahren an Leuk&auml;mie erkrankt wie im Landesdurchschnitt. &bdquo;Die Ergebnisse der neuen Studie aus Frankreich reihen sich ein in die Ergebnisse der Studien zum Leuk&auml;mierisiko bei Kleinkindern im Nahbereich von Atomkraftwerken aus Deutschland, Gro&szlig;britannien und der Schweiz&ldquo;, erkl&auml;rt der Wissenschaftler Dr. Alfred K&ouml;rblein. Die franz&ouml;sische Studie ist f&uuml;r die atomkritische &Auml;rzteorganisation IPPNW ein weiterer Beleg f&uuml;r den Zusammenhang zwischen ionisierender Strahlung und der Zunahme von Leuk&auml;mieerkrankungen bei Kindern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/startseite\/artikel\/395ac73006\/auch-in-frankreich-erkranken-mehr-ki.html\">Internationale &Auml;rzte f&uuml;r die Verh&uuml;tung des Atomkrieges, &Auml;rzte in sozialer Verantwortung e.V.<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>84 Forderungen f&uuml;r eine integre Republik: Transparency stellt Nationalen Integrit&auml;tsbericht Deutschland vor<\/strong><br>\nDie Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland hat heute den Nationalen Integrit&auml;tsbericht Deutschland vorgestellt. Der Bericht untersucht den Stand der Korruptionsbek&auml;mpfung in der Bundesrepublik Deutschland. 13 Institutionen wurden danach bewertet, wie gut sie ausgestattet sind, ob sie Antikorruptionsma&szlig;nahmen etabliert haben und inwieweit sie zur allgemeinen Korruptionsbek&auml;mpfung in Deutschland beitragen. Insgesamt wird Deutschland ein gutes bis sehr gutes Zeugnis zur Korruptionspr&auml;vention und &ndash;repression ausgestellt.<br>\nDurch den f&ouml;deralen Aufbau der Bundesrepublik Deutschland bestehen zahlreiche Kontrollmechanismen, die Machtmissbrauch entgegenwirken k&ouml;nnen. Gleichzeitig wird keiner der staatlichen oder nicht-staatlichen Akteure in seiner Unabh&auml;ngigkeit in unzul&auml;ssiger Weise eingeschr&auml;nkt. Zudem sind fast alle Institutionen personell und finanziell gut ausgestattet.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/index.php?id=1434&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=11221&amp;cHash=e89f729d957e61f5ddd8a889468f1e8d\">Transparency International<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/?id=2002\">Nationaler Integrit&auml;tsbericht<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.transparency.de\/fileadmin\/pdfs\/Wissen\/Publikationen\/4f146c82c5b04.pdf\">Nationaler Integrit&auml;tsbericht [PDF &ndash; 1.7 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Norman Paech &ndash; &ldquo;Waren 40.000 Tote die Beseitigung Gaddafis wert?&rdquo;<\/strong><br>\nDer Preis eines Krieges gegen Syrien oder Iran ist zu hoch. Das zeigte die Erfahrung in Libyen. Sollte das das Vorbild f&uuml;r weitere Kriege werden?<br>\nDieser Einspruch betrifft den Leitartikel &ldquo;Damals wie heute&rdquo; von Christian Bommarius (14.\/15. Januar)<br>\nHerr Bommarius wirft einigen Abgeordneten der Linksfraktion im Bundestag und mir vor, mit unserer Unterschrift unter den Aufruf &bdquo;Kriegsvorbereitung stoppen! Embargo beenden! Solidarit&auml;t mit den V&ouml;lkern Irans und Syriens!&ldquo; h&auml;tten wir &bdquo;den Terrorregimes in Damaskus und Teheran unserer Solidarit&auml;t und die USA und Israel zum Urheber der Massenmorde erkl&auml;rt&ldquo;. Aber kein Wort f&auml;llt &uuml;ber unser Anliegen, vor der drohenden Kriegsgefahr f&uuml;r die V&ouml;lker Irans und Syriens zu warnen.<br>\nWarum wird verschwiegen, dass wir immer wieder die Folterpraxis und die Menschenrechtsverletzungen der beiden Regimes kritisiert haben? Mit solchen Regierungen hat es bei uns nie eine Solidarit&auml;t gegeben und wird es auch nicht geben. Solidarit&auml;t fordern wir ein mit den V&ouml;lkern Irans und Syriens, die unter den Embargos leiden. Und wenn wir von den Nato-Staaten fordern, die politischen Realit&auml;ten im Gaza-Streifen anzuerkennen und ihre Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die israelische Boykottpolitik aufzugeben, so hat das nichts mit Solidarit&auml;t mit der Hamas, sondern mit Solidarit&auml;t f&uuml;r die notleidende Bev&ouml;lkerung zu tun. Der Vorwurf des Antisemitismus ist ohnehin zur billigen M&uuml;nze verkommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/einspruch-gegen-christian-bommarius--waren-40-000-tote-die-beseitigung-gaddafis-wert--,1472602,11465190.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch:<\/strong> Albrecht M&uuml;ller &ndash; <a href=\"\/?p=11918\">Massive Manipulationen wegen eines Aufrufs gegen Kriegsvorbereitung und Embargo Syriens und des Iran<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Achtung, fertig, links!<\/strong><br>\nNie waren die Voraussetzungen so gut und nie war die Notwendigkeit so gro&szlig; f&uuml;r eine starke Linke in Deutschland. Erhebliche Zweifel am Segen des Kapitalismus, an der &bdquo;marktkonformen Demokratie&ldquo; und an der Alternativlosigkeit schwarz-gelb-rot-gr&uuml;ner Politik haben l&auml;ngst die Mitte der Gesellschaft erreicht. Immer mehr Menschen sehnen sich nach einem Politik-, viele sogar nach einem Systemwechsel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2012\/01\/18\/achtung-fertig-links\/\">Jacob Jung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Th&uuml;ringer Landtag setzt Untersuchungsausschuss ein<\/strong><br>\nDer Th&uuml;ringer Landtag will einen eigenen Untersuchungsausschuss zum Neonazi-Trio einsetzen. Er soll unter anderem kl&auml;ren, warum das rechtsextreme Trio nach ihrem Abtauchen jahrelang unbehelligt agieren konnte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/neonazi-terror\/neonazi-trio-thueringer-landtag-setzt-untersuchungsausschuss-ein,1477338,11471906.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Die FDP warnt. Eine Nummer f&uuml;r Kabarettisten.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Profit aus Zerst&ouml;rung<\/strong><br>\nDie Bertelsmann AG will verst&auml;rkt in den akademischen Bildungsmarkt investieren. Deutschlands f&uuml;hrender Medienkonzern hat gemeinsam mit einer Reihe namhafter &raquo;Geldgeber und Unternehmenspers&ouml;nlichkeiten im Education-Bereich&laquo; einen Fonds aufgelegt, der sich auf die F&ouml;rderung von Studien- und Weiterbildungsprogrammen spezialisiert. Der &raquo;University Ventures Fund&laquo; ist mit 100 Millionen US-Dollar Kapital ausgestattet und soll Partnerschaften mit f&uuml;hrenden Hochschulen in Europa und den USA eingehen. Das Engagement ist nur folgerichtig: Das G&uuml;tersloher Unternehmen bet&auml;tigt sich hierzulande seit vielen Jahren als m&auml;chtigster politischer Strippenzieher im Bem&uuml;hen, das Bildungssystem nach neoliberalem Muster umzukrempeln. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Wolfgang Lieb, Mitherausgeber beim Webportal Nachdenkseiten und einst Staatssekret&auml;r im NRW-Wissenschaftsministerium, hei&szlig;t das folgendes: Dieser &raquo;Universit&auml;ts-Wagnis-Fonds will Onlinestudienangebote, das Hochschulmarketing bis hin zur ausgelagerten Hochschulverwaltung profittr&auml;chtig an Studierende und Hochschulen verkaufen&laquo;. Die kaputtgesparten Hochschulen sollten nun &raquo;vollends zur Beute des Finanzkapitals und privater Investoren&laquo; gemacht werden, &auml;u&szlig;erte er sich am Mittwoch gegen&uuml;ber junge Welt. Damit ziehe der Bertelsmann-Konzern Profit aus dem &raquo;Zerst&ouml;rungswerk&laquo;, das die &raquo;ach so gemeinn&uuml;tzige Bertelsmann-Stiftung&laquo; zuvor angerichtet habe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/01-19\/054.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Salami-Taktik der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung<\/strong><br>\nVon Stefan Niggemeier<br>\nDie &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung macht den Wulff: Sie beantwortet der &bdquo;taz&ldquo; 15 Fragen zu ihrer undurchsichtigen Rolle in der Aff&auml;re um den Bundespr&auml;sidenten &ndash; l&auml;sst aber entscheidende Punkte unauff&auml;llig weg. Der Eindruck der Transparenz, den das Blatt erwecken will, ist falsch. Wer nachfragt, erntet Schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/gesellschaft\/0,1518,809778,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Mein Gott, wie selbstgerecht SPIEGEL Online doch wieder einmal daherkommt. Man kann dem Portal durchaus Schizophrenie im fortgeschrittenen Stadium attestierten, vor allem dann, wenn Medien-Obermoralist Niggemeier zu Wort kommt. Da wird munter &ndash; und freilich auch vollkommen zu Recht &ndash; auf die Wulff-Berichterstattung der BILD eingedroschen und selbst entbl&ouml;det man sich beim SPIEGEL noch nicht einmal, ein Bobby-Car, das Wulffs-Sohn von einem Autohaus geschenkt bekam, zu <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,809738,00.html\">skandalisieren<\/a>. Bigott ist es auch, wenn man Herrn Niggemeier bei SPIEGEL Online &uuml;ber die &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/0,1518,809040,00.html\">Erotik des Ekels<\/a>&ldquo; der RTL-Sendung Dschungelcamp moralisieren l&auml;sst und daneben selbst endlose Photo-Klickstrecken mit leicht bekleideten Dschungelcamp-Sternchen zu schalten, die sicher mehr Werbeeinnahmen generieren, als jedes schlaue politische Essay, das aus diesem Grund ohnehin nicht bei SPIEGEL Online erscheint.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Der Film zum Gelduntergang<\/strong><br>\nHilflosigkeit statt kraftvollem Krisenmanagement: Eine Dokumentation zeigt, wie Europas M&auml;chtige gegen den Niedergang des Euro k&auml;mpfen. Der Film ist eine ausf&uuml;hrliche, etwas erm&uuml;dende Rekonstruktion der Schuldenkrise. Spannend wird es, als tats&auml;chlich mal ein Blick hinter die Kulissen gelingt.<br>\n<a href=\"\/?p=11949#h12\">K&uuml;rzlich<\/a> machten wir auf diese Dokumentation aufmerksam, konnten aber keinen Link finden. Unser Leser D.B. <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=aD-Hv6ZvOFU&amp;feature=youtu.be\">wurde f&uuml;ndig<\/a> und wir bedanken uns.<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Kurt Tucholsky &hellip;zu d&uuml;rfen<\/strong><br>\nEine der schauerlichsten Folgen der Arbeitslosigkeit ist wohl die, dass Arbeit als Gnade vergeben wird. Es ist wie im Kriege: wer die Butter hat, wird frech.<br>\nEs ist nicht nur, dass die Koalitionsrechte der Arbeiter und nun gar erst die der Angestellten auf ein Minimum zusammengeschmolzen sind, dass ihre Stellung bei Tarifverhandlungen immer ung&uuml;nstiger wird, weil bereits das Wort &rsaquo;Tarif&lsaquo; bedrohliche Wettererscheinungen in den Personalb&uuml;ros hervorruft &hellip; auch die Atmosph&auml;re in den Betrieben ist nicht heiterer geworden. Zwar jammern die Arbeitgeber: &raquo;Wir k&ouml;nnen die Unt&uuml;chtigen so schwer herauskriegen &ndash; heutzutage kann man ja niemand mehr k&uuml;ndigen &hellip; &laquo; keine Sorge: man kann. Und so wird Arbeit und Arbeitsm&ouml;glichkeit, noch zu j&auml;mmerlichsten L&ouml;hnen, ein Diadem aus Juwelen und ein Perlengeschmeide.<br>\n&raquo;Der Portier, dem Sie da gek&uuml;ndigt haben&laquo;, sagte neulich ein Beisitzer zu dem Vertreter des Caf&eacute; Josty, &raquo;hat immerhin drei&szlig;ig Jahre vor Ihrer T&uuml;r gestanden &hellip; &laquo; &ndash; Der Vertreter: &raquo;Ist es nicht bereits ein Plus, drei&szlig;ig Jahre vor dem Caf&eacute; Josty stehen zu d&uuml;rfen?&laquo; Und wenn er den ganzen Satz nicht gesagt hat: &raquo; &hellip; zu d&uuml;rfen&laquo; hat er bestimmt gesagt. Die einen haben das &rsaquo;Recht&lsaquo;, f&uuml;r das Vaterland sterben zu d&uuml;rfen, andre &rsaquo;d&uuml;rfen&lsaquo; zu Hungerl&ouml;hnen arbeiten &ndash; wobei denn wieder andre die saure Pflicht haben, vierundzwanzig Aufsichtsratsposten bekleiden zu m&uuml;ssen.<br>\nMerk: Wenn einer bei der Festsetzung von Arbeit und Lohn mit &rsaquo;Ehre&lsaquo; kommt, mit &rsaquo;moralischen Rechten&lsaquo; und mit &rsaquo;sittlichen Pflichten&lsaquo;, dann will er allemal mogeln.<br>\nIgnaz Wrobel<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.textlog.de\/tucholsky-arbeit-duerfen.html\">Die Weltb&uuml;hne, 14.10.1930, Nr. 42, S. 597.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-11969","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11969","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11969"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11969\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11972,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11969\/revisions\/11972"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11969"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11969"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11969"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}