{"id":119722,"date":"2024-08-18T12:00:32","date_gmt":"2024-08-18T10:00:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119722"},"modified":"2024-08-16T20:53:42","modified_gmt":"2024-08-16T18:53:42","slug":"interview-zur-lage-in-argentinien-milei-hat-es-geschafft-weite-teile-des-parteiensystems-zu-zerstoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119722","title":{"rendered":"Interview zur Lage in Argentinien: \u201eMilei hat es geschafft, weite Teile des Parteiensystems zu zerst\u00f6ren\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Der Populismus- und Parteienforscher Pierre Ostiguy &uuml;ber die Gr&uuml;nde f&uuml;r die anhaltende Unterst&uuml;tzung von Milei, die Vers&auml;umnisse des Peronismus und Perspektiven f&uuml;r die weitere Entwicklung der politischen Landschaft in Argentinien. Das Interview f&uuml;hrte <strong>Stephan Hollensteiner<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Stephan Hollensteiner: Was ist Ihre Erkl&auml;rung f&uuml;r den Wahlerfolg Javier Mileis?<\/strong><\/p><p><strong>Pierre Ostiguy<\/strong>: Es ist ein vor allem in Europa sehr verbreitetes Missverst&auml;ndnis, den Sieg Mileis als einen Shift nach Rechtsau&szlig;en, als eine ideologische Wende der argentinischen W&auml;hler zur radikalen Rechten zu interpretieren. Ich glaube, das ist eine falsche Deutung der Dinge. Nach meiner Meinung und der vieler Experten handelt es sich vielmehr um die tiefgreifende Ersch&ouml;pfung eines sozio-&ouml;konomischen Entwicklungsmodells, das vom Peronismus und vor allem vom Kirchnerismus[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]&nbsp;seit 2003 betrieben wurde. Die Ersch&ouml;pfung, Begrenztheit dieses Modells wurde immer klarer, denn es war an gro&szlig;e Exporterl&ouml;se, an den &bdquo;Boom der commodities&rdquo; gebunden, der schon l&auml;nger vorbei ist.<\/p><p>W&auml;hrend des vergangenen Wahlkampfes wurde zudem klar, dass auch das &bdquo;Massa-Modell&rdquo; nicht mehr funktionierte. Denn es war der Wirtschaftsminister und peronistische Pr&auml;sidentschaftskandidat [Sergio] Massa, der das Land im vergangenen Jahr in Wirklichkeit regierte, nicht der nominale Pr&auml;sident [Alberto Fern&aacute;ndez] und auch nicht [die langj&auml;hrige Pr&auml;sidentin und Vize-Pr&auml;sidentin] Cristina Kirchner. Massa hat viel herumgeflickt, viele Pflaster und Salben aufgetragen, aber er konnte die Inflation nicht signifikant reduzieren. So ist der allgemeine Eindruck entstanden, dass Massa und die Peronisten den W&auml;hlern nichts wirklich Neues oder Interessantes anzubieten hatten. In dieser Situation kam Milei von au&szlig;erhalb des Establishments mit einem scheinbar wirklich radikalen Vorschlag, der allein damit eine gewisse Leuchtkraft hatte.<\/p><p>Ein anderer Punkt ist, dass es zum Auseinanderfallen der konservativen &bdquo;Juntos por el Cambio&rdquo;-Allianz[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]&nbsp;kam, die meines Erachtens die wirklichen Verlierer der letzten Wahl war. Sie war immer eng mit den wohlhabenden, konservativen Mittel- und Oberschichten verbunden und wurde von diesen getragen. Der Sieg Mileis zeigt, dass diese mit ihrer Tradition gebrochen haben.<\/p><p>Wir wissen aus der Wahlsoziologie auch, dass Milei zugleich sehr gut in den prek&auml;ren Vierteln, bei den Unterschichten abgeschnitten hat, die traditionell peronistisch w&auml;hlen. Im Sinne der f&uuml;r die Wahlentscheidung meines Erachtens wichtigen Oben-Unten-Dichotomie hat sich Milei vor allem in seinem politischen Stil klar &bdquo;unten&rdquo; verortet &ndash; er redet laut, schreit, packt seine Kettens&auml;ge aus. &bdquo;Viva la libertad, carajo!&rdquo; (Es lebe die Freiheit, verdammt!). Er hat alles daf&uuml;r getan, kein &bdquo;respektvoller&rdquo; oder traditioneller Kandidat sein, womit er aber nicht nur bei den Unterschichten gut ankam.<\/p><p><strong>Das Votum f&uuml;r ihn war also ein explizites Protestvotum gegen die Institutionen und das System, gegen das politische und &ouml;konomische Establishment?<\/strong><\/p><p>Ja, in diesem Sinne war es ein geradezu exemplarisches Protestvotum &ndash; auf beinahe umfassende Weise. Denn &bdquo;Juntos por el cambio&rdquo; ist mit den Wirtschaftseliten verflochten, der Peronismus eng mit der Staatsb&uuml;rokratie und dem gewerkschaftlichen Establishment. Beide Optionen waren f&uuml;r die W&auml;hler auf einmal schw&auml;cher, weniger zugkr&auml;ftig als Mileis Alternativangebot.<\/p><p>Ein dritter Punkt ist folgender: Viele Jahre lang pflegte ich zu sagen, dass Cristina Kirchner es geschafft hat, den Peronismus zu verj&uuml;ngen. La C&aacute;mpora, La Juventud Peronista waren erfolgreiche Modernisierungsbewegungen des Peronismus, was besonders deutlich wird, wenn man sie mit der sklerotischen Concertaci&oacute;n in Chile vergleicht.<\/p><p>Aber die Jahre sind vergangen, und diese Aktivisten sind 15, 20 Jahre &auml;lter geworden. Die einst junge Generation der C&aacute;mpora ist nun 35 oder 40 Jahre alt, und diese Generation hat es mit ihrer Gewerkschafts- und Staatsorientierung nicht geschafft, zu verstehen oder wahrzunehmen, was man in Argentinien die &bdquo;Uberisierung&rdquo; der Wirtschaft nennt.<\/p><p>Das bezeichnet viele verschiedene Menschen und Aktivit&auml;ten jenseits des Staats: Leute, die einen kleinen Job haben, Essen oder Eink&auml;ufe ausfahren oder andere kleine Dienstleistungen erbringen. Diese Leute sehen sich selbst als unterbesch&auml;ftigt, aber sie versp&uuml;ren nicht mehr die traditionelle Affinit&auml;t zu Gewerkschaften, Sozialpl&auml;nen oder staatlicher Unterst&uuml;tzung. Sie wollen nicht von der Sozialhilfe leben, sie begreifen sich als Unternehmer, die auf ihren eigenen F&uuml;&szlig;en stehen, wenn auch auf eher niedrigem Niveau, und f&uuml;r diese Gruppen war der radikale libert&auml;re Diskurs von Milei auf einmal das passendere Angebot.<\/p><p>Ein anderes Paradoxon ist &uuml;brigens, dass Milei in seinem Leben nie richtig Buenos Aires verlassen hat, dennoch war sein st&auml;rkster R&uuml;ckhalt im Landesinnern. Die meisten Stimmen bekam er im sogenannten und oft armen Hinterland, immer mit Einsatz der sozialen Medien wie TikTok und Facebook, die neuen Technologien haben auch in der argentinischen Politik viel ver&auml;ndert.<\/p><p><strong>Milei ist jetzt gut acht Monate im Amt, wie ist seine Bilanz? Und wie hat er es geschafft, trotz nominal fehlender Mehrheit im Kongress seine Gesetzesprojekte durchzubringen?<\/strong><\/p><p>Was klar ist: Milei hat seine Regierung bisher quasi obsessiv auf ein Thema konzentriert, und zwar auf die Inflationsbek&auml;mpfung bzw. -reduzierung, und damit hat er es geschafft, die Unterst&uuml;tzung von wirklich breiten Schichten zu bekommen und aufrechtzuerhalten, trotz der Rezession oder der L&auml;hmung der wirtschaftlichen Aktivit&auml;ten, die das alles hervorrufen. Milei hat es auch geschafft, von den meisten Leuten nicht als ein Politiker angesehen zu werden, der am Ende schmutzige Gesch&auml;fte macht. Die Leute sehen ihn eher als Bulldozer, der alles niedermacht, was der Inflationsbek&auml;mpfung im Weg steht, aber er hat Wort gehalten, er hat das Wahlvolk nicht verraten.<\/p><p>Durch seinen Erfolg bei der Inflationsbek&auml;mpfung seit M&auml;rz oder April, die er durch Ausgabenk&uuml;rzungen und den R&uuml;ckgang der Wirtschaftsaktivit&auml;ten erreicht hat, hat er es geschafft, trotz der vielen Zumutungen ein hohes Level an Unterst&uuml;tzung bei den Leuten zu halten, denn diese anhaltend 50 Prozent Unterst&uuml;tzung sind wirklich viel, gerade auch im lateinamerikanischen Vergleich.<\/p><p>Der andere Teil der Frage ist etwas komplexer. Zwar ist der gr&ouml;&szlig;te Teil des Kirchnerismus in Frontalopposition, zugleich hat Milei es aber geschafft, weite Teile des Parteiensystems durcheinanderzubringen bzw. zu zerst&ouml;ren. Vor allem die Konservativen hat er in ein gro&szlig;es Dilemma gest&uuml;rzt. Das ist etwa an Patricia Bullrich[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] zu sehen, die auf Mileis Zug aufgesprungen ist und nun quasi die Nummer Zwei von Mileis Partei &bdquo;La Libertad Avanza&rdquo; zu sein scheint &ndash; oder an den Radicales, die Milei nicht m&ouml;gen, ihn am Ende aber meist unterst&uuml;tzen. Denn die Mehrheit der Radicales, die sogenannte &bdquo;vern&uuml;nftige&rdquo; oder &bdquo;freundschaftliche&rdquo; Opposition, war am Ende bereit, f&uuml;r Mileis Vorschl&auml;ge zu stimmen &ndash; im Tausch gegen nur sehr moderate Ver&auml;nderungen an seinen urspr&uuml;nglichen Regierungspl&auml;nen oder gegen einige Verg&uuml;nstigungen auf Provinzebene, im Landesinnern.<\/p><p>Eine Art Wunder war es, dass Milei seine Vorhaben im Senat durchgebracht hat, der traditionellerweise von den Peronisten beherrscht wird und von denen einige dann sehr kurzfristig die Seite wechselten, was wohl nur durch gewisse pers&ouml;nliche Zugest&auml;ndnisse und Provinzinteressen erkl&auml;rt werden kann.<\/p><p>Mileis &bdquo;La Libertad Avanza&rdquo; hat die Zerst&ouml;rung des bisherigen Parteiensystems zum Ziel, und diese betrifft meiner Meinung nach vor allem die ehemalige &bdquo;Juntos por el cambio&rdquo;: Sie zahlt einen hohen Preis daf&uuml;r, dass sie Milei unterst&uuml;tzt, ohne eine inhaltliche Entsch&auml;digung daf&uuml;r zu bekommen.<\/p><p>Das Problem des Kirchnerismus, des &bdquo;linken&rdquo; Peronismus besteht darin, dass er seinen Diskurs und seine Art, Politik zu machen, in den vergangenen Jahren kaum erneuert hat. Er scheint sich, quasi aus Tradition, eine R&uuml;ckkehr zu den Verh&auml;ltnissen von vor 20 Jahren auf die Fahnen geschrieben zu haben. Obwohl Peronismus und Kirchnerismus immer wieder zu Ver&auml;nderungen bereit waren, scheint es diesmal nicht der Fall zu sein, was ich auch pers&ouml;nlich ziemlich entt&auml;uschend finde. Aktuell besteht meines Erachtens die reale Gefahr, dass der Peronismus trotz seiner gro&szlig;en Ideale eine Partei der Ewiggestrigen wird.<\/p><p><strong>Gib es nicht auch Str&ouml;mungen und Figuren, die den Peronismus erneuern wollen, wie zum Beispiel der Gouverneur der Provinz Buenos Aires, Axel Kiciloff?<\/strong><\/p><p>Ich antworte darauf etwas anders als vielleicht erwartet. Ich vertrete seit vielen Jahren die These, dass der politische Raum in Argentinien mehrdimensional zu betrachten ist. Kiciloff war vielleicht nie ein wirklicher Peronist, auch wenn er jetzt wohl die Nummer Zwei ist. Er war ein linksgerichteter aktiver Student, und Cristina Kirchner hatte immer eine gro&szlig;e Sympathie f&uuml;r solche Figuren, mehr als f&uuml;r die traditionellen, gewerkschaftsnahen Peronisten.<\/p><p>Ja, vielleicht muss sich der Peronismus mehrheitlich zum Kirchnerismus wandeln, und der Kirchnerismus muss selbst allm&auml;hlich die gro&szlig;e linke Partei des argentinischen Parteiensystems und ansatzweise eine zeitgem&auml;&szlig;e Partei werden &ndash; f&uuml;r eine solche Richtung und Wandlung steht Kiciloff am meisten. Seit 40 Jahren wollen das alle aufstrebenden Mitte-links-Politiker in Argentinien, und quasi alle scheitern daran und werden von der Oben-Unten-Dichotomie der argentinischen Politik eingeholt.<\/p><p>Deswegen besteht auch die M&ouml;glichkeit, dass eine Art moderner Hinterland-Caudillo abseits der Linken irgendwann gro&szlig;e Anh&auml;ngerschaften mobilisieren und den Peronismus damit renovieren kann, auch das ist nicht auszuschlie&szlig;en.<\/p><p>Der Kirchnerismus hat meines Erachtens zwei Optionen: Entweder wandelt er sich zu einer modernen linken Partei mit Distanz zu den Gewerkschaften, oder es kommt zu einem anderen historischen Moment, in dem der Kirchnerismus von einer anderen, radikaleren Str&ouml;mung innerhalb des Peronismus verdr&auml;ngt wird. Dann wird der Kirchnerismus Ende der 2020er-Jahre eventuell verschwinden.<\/p><p><strong>Welche Perspektive hat Milei, welche Prognose wagen Sie?<\/strong><\/p><p>Es klingt vielleicht nicht sehr originell, aber ich halte mich an das, was [die konservative Tageszeitung] <em>La Naci&oacute;n<\/em> seit Monaten sagt: Der Erfolg oder Misserfolg von Milei wird prim&auml;r davon abh&auml;ngen, wie er und seine Regierung innerhalb des ersten Jahres in &ouml;konomischer Hinsicht performen, also innerhalb dieses Jahres 2024, nicht erst in zwei oder drei Jahren. Wenn Milei bis Jahresende Erfolg hat, k&ouml;nnte er durchaus l&auml;nger bleiben &ndash; wenn er dagegen Misserfolg hat, k&ouml;nnte er innerhalb kurzer Zeil weggefegt werden.<\/p><p>Nat&uuml;rlich ist es interessant, dar&uuml;ber nachzudenken, was Misserfolg eigentlich genau bedeutet, aber im argentinischen Kontext bedeutete es bis vor Kurzem sicher die Unf&auml;higkeit, die Inflation unter Kontrolle zu halten. Mittlerweile wird aber immer klarer, was der Preis daf&uuml;r ist: Anhaltende Rezession, die inzwischen bei mehr als f&uuml;nf Prozent liegt, Konsumr&uuml;ckgang von sieben Prozent usw.<\/p><p>Eventuell k&ouml;nnte es also auch zu der breiteren Wahrnehmung kommen, dass der Preis f&uuml;r die Inflationskontrolle zu hoch sein wird, dass zu viele ihre Ersparnisse und Geduld aufbrauchen und dass ein wirtschaftlicher Kollaps zu bef&uuml;rchten ist. Wenn diese Meinung die Oberhand gewinnt und Milei keine wirtschaftliche Erholung initiieren kann, wird er als Staatspr&auml;sident keine Zukunft haben.<\/p><p><em>Pierre Ostiguy ist ein aus Quebec stammender Politologe und Sozialwissenschaftler. Nach Stationen an Universit&auml;ten in USA, Kanada und Argentinien arbeitet er seit 2021 an der Universit&auml;t Valpara&iacute;so, Chile<\/em><\/p><p><em>Dieses Interview erschien zuerst auf <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/270884\/argentinien-milei-parteiensystem\">Amerika21<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: <a href=\"https:\/\/www.flickr.com\/photos\/voxespana\/53732527309\/in\/photostream\/\">Flickr<\/a> \/ Lizenz: <a href=\"https:\/\/creativecommons.org\/publicdomain\/zero\/1.0\/\">CC0 1.0 UNIVERSAL<\/a><\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115981\">Die bisherige Bilanz der Milei-Regierung in Argentinien: Armut, Hunger und Arbeitslosigkeit massiv gestiegen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115395\">Lebensmittelpreise steigen um 90 Prozent: Proteste gegen die Hungerkrise in Argentinien<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=114418\">Argentinien: Milei verk&uuml;ndet &bdquo;neue au&szlig;enpolitische Doktrin&rdquo; und Allianz mit der NATO<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111527\">&bdquo;Libert&auml;re&ldquo; Regierung in Argentinien verf&uuml;gt weitere massive K&uuml;rzungen in Bildung und Wissenschaft<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/5e97694798dd428cb07638cc892f82c3\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\" title=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Als Kirchnerismus wird in Argentinien die Mitte-links-Politik der peronistischen Bewegung bezeichnet, die durch die Amtszeiten von Pr&auml;sident N&eacute;stor Kirchner und Pr&auml;sidentin Cristina Fern&aacute;ndez de Kirchner zwischen 2002 und 2015 gepr&auml;gt wurde.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] &bdquo;Juntos por el Cambio&rdquo; war das Regierungsb&uuml;ndnis von Ex-Pr&auml;sident Mauricio Macri.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Patricia Bullrich war in der ersten Wahlrunde Mileis konservative Gegenkandidatin und ist jetzt seine Sicherheitsministerin.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Populismus- und Parteienforscher Pierre Ostiguy &uuml;ber die Gr&uuml;nde f&uuml;r die anhaltende Unterst&uuml;tzung von Milei, die Vers&auml;umnisse des Peronismus und Perspektiven f&uuml;r die weitere Entwicklung der politischen Landschaft in Argentinien. 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