{"id":11980,"date":"2012-01-23T07:51:18","date_gmt":"2012-01-23T06:51:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980"},"modified":"2012-01-23T08:33:04","modified_gmt":"2012-01-23T07:33:04","slug":"hinweise-des-tages-1555","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: (KR\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h01\">Europa unter deutscher Fuchtel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h02\">Italien: Neue Regierung, doch keine Alternative<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h03\">Kein Geld f&uuml;r Pensionen &ndash; aber f&uuml;r Panzer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h04\">Buchrezension: Heiner Flassbeck &ndash; Zehn Mythen der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h05\">Joseph Stiglitz &ndash; 2012 k&ouml;nnte es noch schlimmer kommen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h06\">Aufwachen, Herr Professor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h07\">Trigema-Chef: Plan-Insolvenz ist Riesensauerei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h08\">Private Krankenversicherung immer teurer &ndash; Viele Rentner ohne &auml;rztliche Versorgung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h09\">Steuern: Kapital- und Unternehmenseinkommen bevorzugt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h10\">Wie Dresden auf Kosten der Armen spart<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h11\">19. BAf&ouml;G-Bericht enth&uuml;llt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h12\">Verfassungsschutz beobachtet 27 Linke-Politiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h13\">Antwort auf reaktion&auml;re Prager Deklaration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11980#h14\">Das Letzte: Wiederauferstehung (der FDP)<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=11980&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Europa unter deutscher Fuchtel<\/strong><br>\nMit den Beschl&uuml;ssen des EU-Gipfels vom 8. und 9. Dezember hat Europa seine Bem&uuml;hungen um die &bdquo;Rettung&ldquo; seiner Kreditw&uuml;rdigkeit fundamental erweitert &ndash; was die britische Regierung prompt zum Ausstieg veranlasste. Beschlossen wurden nicht mehr neue Rettungsschirme, Kredite und Auflagen f&uuml;r angeschlagene Eurol&auml;nder. Im Kern ging es um ein neues Design der europ&auml;ischen Finanzpolitik &ndash; also um die Regeln, nach denen EU-Staaten k&uuml;nftig Geld ausgeben d&uuml;rfen.<br>\nDurchgesetzt &ndash; und zwar auf der ganzen Linie &ndash; hat sich dabei Bundeskanzlerin Angela Merkel. &bdquo;Man kann sagen, es ist der Durchbruch zu einer Stabilit&auml;tsunion&ldquo;, und das &bdquo;ohne faule Kompromisse&ldquo;, verk&uuml;ndete sie.<br>\nWie eine derartige Politik &bdquo;ohne faule Kompromisse&ldquo; zuk&uuml;nftig aussehen wird, lehrt ein kurzes Beispiel. Im Herbst 2011 &uuml;berlegte die irische Regierung, wie sie die Staatseinnahmen k&uuml;nftig steigern kann, um ihre Schulden zu senken. Geplant war, die Mehrwertsteuer zu erh&ouml;hen und Staatsbetriebe zu verkaufen. Bevor die Regierung jedoch den Gesetzesentwurf dem irischen Parlament vorlegte, zeigte sie ihn einer anderen Institution: dem deutschen Bundestag. Er sollte die Pl&auml;ne abnicken &ndash; schlie&szlig;lich vergibt Deutschland Hilfskredite an Irland.<br>\nDieser laut irischer Opposition &bdquo;beispiellose Vertrauensbruch&ldquo; produzierte in Dublin einen kleinen Skandal. Gleichzeitig jedoch zeigt die Episode, wie sich die Bundesregierung das k&uuml;nftige Europa w&uuml;nscht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/januar\/europa-unter-deutscher-fuchtel\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Siehe dazu auch <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,798693,00.html\">&bdquo;Irland emp&ouml;rt sich &uuml;ber deutsches Datenleck&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Italien: Neue Regierung, doch keine Alternative<\/strong><br>\n&bdquo;Egal, ob die Katze schwarz oder wei&szlig; ist: Hauptsache, sie f&auml;ngt M&auml;use.&ldquo; Auf diese kurze Formel Deng Xiaopings l&auml;sst sich der j&uuml;ngste Regierungswechsel in Rom bringen: Der &ouml;ffentliche Haushalt Italiens und insbesondere die Sozialausgaben sind die M&auml;use, f&uuml;r die man eine neue Katze braucht.<br>\n(&hellip;)<br>\nSchon vier Tage nach seiner Ernennung stellte Monti ein governo tecnico ausgewiesener Fachleute vor, die nun also den Richtlinien der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) folgend, jene Sparpolitik durchsetzen sollen, die der Berlusconi-Regierung bereits am 5. August 2011 per Brief &uuml;bermittelt worden waren. Es handelt sich dabei im Prinzip um die gleichen neoliberalen Ma&szlig;nahmen, die bereits in Griechenland die Volkswirtschaft lahmgelegt haben. Die Hoffnung, mit dem Sparprogramm bis 2013 das Haushaltsdefizit ausgleichen zu k&ouml;nnen und gleichzeitig das seit gut zehn Jahren versiegte Wirtschaftswachstum anzukurbeln, ist also blo&szlig; ein frommer Wunsch &ndash; der allerdings schwere Opfer fordern wird: Als erste bittet man die Rentner zur Kasse. Gleichzeitig h&auml;lt Monti an der 1998 von der D&rsquo;Alema-Regierung unterzeichneten Abmachung mit dem Pentagon zum Erwerb von 131 Jagdbombern F&thinsp;35 Lightning Lockheed Martin fest, auch der Ankauf von 100 Eurofightern Typhoon steht. Die Kosten f&uuml;r beide Eink&auml;ufe belaufen sich nach derzeitiger Sch&auml;tzung auf zusammen mindestens 25 Mrd. Euro, sie werden sich erfahrungsgem&auml;&szlig; aber noch wesentlich erh&ouml;hen. Der neue Verteidigungsminister, Admiral Di Paola, nobilitierte dieses Projekt noch als Chef des Generalstabes zur Garantie der &bdquo;Sicherheit der neuen Generationen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/januar\/italien-neue-regierung-doch-keine-alternative\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kein Geld f&uuml;r Pensionen &ndash; aber f&uuml;r Panzer<\/strong><br>\nAthen h&auml;ngt am Tropf von EU und IWF, muss Renten k&uuml;rzen und Zehntausende Staatsbedienstete entlassen. Trotzdem erh&ouml;ht die Regierung die R&uuml;stungsausgaben und will 400 US-Panzer &uuml;bernehmen. Umsonst, aber nicht kostenlos.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/international\/kein-geld-fuer-pensionen-aber-fuer-panzer\/v_detail_tab_print,6077224.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Buchrezension: Heiner Flassbeck &ndash; Zehn Mythen der Krise<\/strong><br>\n&ldquo;Provokant&rdquo;, wie es in der Synopse des Buches hei&szlig;t, ist der Blick Flassbecks &ldquo;auf das &ouml;konomische Desaster, das Europa derzeit in Atem h&auml;lt&rdquo;, dann sicherlich auch nur f&uuml;r diejenigen, die sich jenen Mythen aus welchen Gr&uuml;nden auch immer verschrieben haben. Sie haben allerdings die Lufthoheit in den deutschen Medien, Wirtschaftswissenschaften und in der Politik. Eigentlich &ldquo;provokant&rdquo; sind die Verh&auml;ltnisse, die es Leuten wie Asmussen erlauben, ihre Ammenm&auml;rchen unwidersprochen und losgel&ouml;st von jedweder Erfahrung zu verbreiten. &ldquo;Provokant&rdquo; auch die Verh&auml;ltnisse, die die diesen Mythen folgende Politik hervorruft. &ldquo;Die Menschen verzweifeln an der Globalisierung, und die Demokratie ist in h&ouml;chstem Ma&szlig;e gef&auml;hrdet&rdquo;, warnt Flassbeck in diesem Zusammenhang. &ldquo;Auf der Strecke bleiben die einfachen Menschen &ndash; und am Ende die Demokratie.&rdquo; Resigniert stellt Flassbeck fest: &ldquo;Es ist das mangelnde Verst&auml;ndnis des komplexen Systems der globalen &Ouml;konomie, das bis weit in die Linke hinein das permanente Versagen der Politik erkl&auml;rt.&rdquo;<br>\nDieser Schaden wird, wenn &uuml;berhaupt, nicht so leicht zu beheben sein. Die in allgemeinverst&auml;ndlicher, auch f&uuml;r Nicht-&Ouml;konomen nachvollziehbarer Sprache entworfenen Zusammenh&auml;nge zeigen aber, wie eine Reparatur des Systems aussehen k&ouml;nnte. Wer nach einer gut lesbaren Bedienungsanleitung in dieser Hinsicht sucht, wird in Flassbecks neuem Buch f&uuml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=1751\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein Musterbeispiel daf&uuml;r wie die Finanzkrise in eine Staatsschuldenkrise umgedeutet wird und dieser Mythos als feststehende Tatsache behandelt wird lieferte gestern die Sendung &bdquo;Berlin direkt&ldquo; im ZDF. Da spielte sich die Moderatorin Bettina Schausten (also die, die immer bezahlt wenn sie bei Freunden &uuml;bernachtet) geradezu als Generalsstaatsanwalt f&uuml;r die Einf&uuml;hrung der Schuldenbremse auf und beklagte die b&uuml;rokratische Verw&auml;sserung des &bdquo;Erfolgs&ldquo; von Kanzlerin Merkel in den Br&uuml;sseler Hinterzimmern. Und nat&uuml;rlich kamen als Kronzeugen der neue deutsche EU-Kommissar Asmussen, Sch&auml;uble und Westerwelle zu Wort. Andere Meinungen gibt es zu dem Thema offenbar gar nicht. Motto: Auch wenn man keine Ahnung hat, so doch eine feste Meinung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Joseph Stiglitz &ndash; 2012 k&ouml;nnte es noch schlimmer kommen<\/strong><br>\nNat&uuml;rlich ist es m&ouml;glich, dass die USA ihre politischen Probleme l&ouml;sen und endlich die Arbeitslosigkeit mithilfe von Konjunkturma&szlig;nahmen auf sechs oder sieben Prozent dr&uuml;cken (eine R&uuml;ckkehr zu den vier, f&uuml;nf Prozent, die vor der Krise herrschten, w&auml;re zu viel erwartet). Aber das ist ebenso unwahrscheinlich wie die M&ouml;glichkeit, dass Europa erkennt, dass Sparen allein die Probleme nicht l&ouml;sen wird. Das Gegenteil trifft zu: Sparsamkeit wird die Wirtschaft nur noch schneller abk&uuml;hlen. Bleibt das Wachstum aus, wird sich die Schuldenkrise &ndash; und die Euro-Krise &ndash; nur verschlimmern. Und die langwierige Krise, die mit dem Platzen der Immobilienblase 2007 einsetzte, und die nachfolgende Rezession werden fortdauern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:top-oekonomen-joseph-stiglitz-2012-koennte-es-noch-schlimmer-kommen\/60156662.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Aufwachen, Herr Professor<\/strong><br>\nDie Finanzkrise brachte die Wirtschaftswissenschaften in Verruf &ndash; die &Ouml;konomen sahen den Absturz nicht kommen. Selbst vier Jahre sp&auml;ter ist von Neuanfang wenig zu sp&uuml;ren. Doch in den H&ouml;rs&auml;len w&auml;chst der Unmut. Einblick in eine verunsicherte Wissenschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wissen\/leben\/:agenda-aufwachen-herr-professor\/60156544.html\">FTD (leider kostenpflichtig)<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In dem Artikel hei&szlig;t es, dass immerhin gut 40% der deutschen Wirtschaftswissenschaftler zugeben, dass ihre Zunft in einer Legitimationskrise stecke. Dennoch r&auml;umten die allermeisten Makro&ouml;konomen nur ein, dass die Krise einige Schw&auml;chen offenbart habe. 72 Prozent der 259 Befragten seien nach wie vor der Ansicht, dass die bisher unterrichteten Modell ein n&uuml;tzliches Ger&uuml;st seien, nur 17 Prozent forderten ein neues Paradigma in der &Ouml;konomie.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Trigema-Chef: Plan-Insolvenz ist Riesensauerei<\/strong><br>\nEin Unternehmen zu Lasten der Mitarbeiter, der Lieferanten, vor allem aber auf Kosten des Staates zu sanieren, hat nichts mehr mit Marktwirtschaft zu tun&rdquo;, emp&ouml;rt sich Trigema-Chef Wolfgang Grupp. Grupp sitzt mit seiner 1200-Mitarbeiter-Firma wie Schlecker auf der Schw&auml;bischen Alb und wettert seit Jahren gegen Unternehmer und Manager, wenn diese lange Zeit viel Geld einstreichen, f&uuml;r Management-Fehler aber dann nicht entsprechend zur Kasse gebeten werden. Das wirft er nun seinem Landsmann Schlecker vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/handel\/trigema-chef-plan-insolvenz-ist-riesensauerei\/6094712.html\">Wiwo<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Private Krankenversicherung immer teurer &ndash; Viele Rentner ohne &auml;rztliche Versorgung<\/strong><br>\nDrastische Tariferh&ouml;hungen bei den privaten Krankenkassen. Viele Rentner k&ouml;nnen sich die Mitgliedschaft und damit auch den Gang zum Arzt nicht mehr leisten. Die Politik schaut dem Treiben der Privaten tatenlos zu. Jetzt m&uuml;ssen die Steuerzahler einspringen, weil die Branche das Versprechen &bdquo;Beitragsstabilit&auml;t&ldquo; nicht h&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rbb-online.de\/kontraste\/archiv\/kontraste_vom_19_01\/private_krankenversicherung.html\">Kontraste<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Steuern: Kapital- und Unternehmenseinkommen bevorzugt<\/strong><br>\nSeit Anfang der 1980er-Jahre ist der Anteil der Arbeitnehmer an der Finanzierung &ouml;ffentlicher Aufgaben merklich gestiegen, der Anteil der Unternehmen ist hingegen zur&uuml;ckgegangen. Auf die Lohnempf&auml;nger entfielen 2010 rund 66 Prozent des Volkseinkommens, w&auml;hrend ihr Beitrag zum Aufkommen an Steuern und Abgaben mit 80 Prozent deutlich &uuml;berproportional war. Entsprechend geringer fiel der Anteil der Unternehmens- und Verm&ouml;genseinkommen aus. Dies geht aus einer Studie der Steuerexperten Prof. Dr. Lorenz Jarass und Prof. Dr. Gustav Obermair im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hervor. Die beiden Professoren aus Wiesbaden beziehungsweise Regensburg haben ausgerechnet, dass die &bdquo;tats&auml;chliche bezahlte&rdquo; Steuer- und Sozialabgabenbelastung von Lohneinkommen 2010 bei durchschnittlich 45 Prozent lag. Von den Einkommen aus Unternehmert&auml;tigkeit und Verm&ouml;gensanlagen gingen hingegen lediglich 22 Prozent an den Staat.<br>\nDie Forscher haben im Detail untersucht, wie die geringe Durchschnittsbelastung von Kapitaleink&uuml;nften zustande kommt. Einen wesentlichen Grund sehen Jarass und Obermair in legaler Steuervermeidung und Steuerflucht. Das deutsche Steuerwesen werde den Anforderungen einer globalisierten Wirtschaft nicht gerecht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news459153\">IDW online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wie Dresden auf Kosten der Armen spart<\/strong><br>\nZusch&uuml;sse zum Wohnen und Heizen werden von der Stadt nur gezahlt, wenn die Betroffenen klagen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sz-online.de\/nachrichten\/artikel.asp?id=2969107\">S&auml;chsische Zeitung GmbH<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>19. BAf&ouml;G-Bericht enth&uuml;llt<\/strong><br>\nOffiziell kann man den 19. BAf&ouml;G-Bericht &ndash; entgegen den Gepflogenheiten in den Vorjahren &ndash; noch gar nicht bekommen. Aber es gibt ihn, Studis Online ist an eine Vorabfassung gelangt, die wahrscheinlich schon den Endzustand darstellt. Einige Darstellungen deuten darauf hin, dass eine Erh&ouml;hung des BAf&ouml;G nicht f&uuml;r sonderlich dringend gehalten wird &ndash; obwohl dem keineswegs so ist, wie gezeigt werden kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-1347-19.bafoeg-bericht-enthuellt.php\">Studis online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Verfassungsschutz beobachtet 27 Linke-Politiker<\/strong><br>\nDer Verfassungsschutz beobachtet laut &lsquo;Spiegel&rsquo; 27 Bundestagsabgeordnete der Linken, darunter Fraktionschef Gregor Gysi und Parteichefin Gesine L&ouml;tzsch. Im Visier des Geheimdienstes seien nicht nur Mitglieder des radikalen Fl&uuml;gels, sondern auch viele Realos und fast die gesamte F&uuml;hrungselite.<br>\nDas Bundesinnenministerium wollte sich auf Anfrage nicht zu einzelnen Namen &auml;u&szlig;ern. &lsquo;&rdquo;Die Partei Die Linke wird von den Verfassungsschutzbeh&ouml;rden seit Jahren im Rahmen des gesetzlichen Auftrags beobachtet&rdquo;, so ein Sprecher.<br>\nDer Verfassungsschutz betont laut des Nachrichtenmagazins, dass die linken Abgeordneten nicht nachrichtendienstlich &ldquo;&uuml;berwacht&rdquo;, sondern nur durch Auswertung &ouml;ffentlich zug&auml;nglicher Quellen wie Zeitungen oder Redemanuskripte &ldquo;beobachtet&rdquo; w&uuml;rden.<br>\nEs werde auch Steffen Bockhahn beobachtet, der im Vertrauensgremium des Haushaltsausschusses sitzt. Das geheim tagende Gremium ist f&uuml;r die Kontrolle der Geheimdienste-Etats zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,810545,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Spiegel berichtet in seiner neuesten Ausgabe noch Folgendes: Laut einer Aufstellung des Bundesinnenministeriums vom 4. Januar 2012 seien im BfV sieben Mitarbeiter mit der &bdquo;Bearbeitung der Partei Die Linke&ldquo; besch&auml;ftigt, mit Kosten f&uuml;r Personal f&uuml;r rund 390.000 Euro. Die Beobachtung von Bockhahn sei deswegen besonders heikel weil die Wissenschaftlichen Dienste noch vor kurzem festgestellt h&auml;tten, dass Mitglieder des Kontrollgremiums f&uuml;r die Geheimdienste nur unter &bdquo;ganz au&szlig;ergew&ouml;hnlichen Umst&auml;nden&ldquo; beobachtet werden d&uuml;rfen. Vielleicht sollte Steffen Bockhahn seiner eigenen &Uuml;berwachung und den Kosten die dabei entstehen einmal nachgehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dass offenbar die gesamte F&uuml;hrungsmannschaft der Bundestagsfraktion von Gregor Gysi, &uuml;ber Sahra Wagenknecht bis hin zu Dietmar Bartsch oder auch die Bundesvorsitzende Gesine L&ouml;tzsch, ja sogar die Vizepr&auml;sidentin des Deutschen Bundestags Petra Pau vom Verfassungsschutz &bdquo;beobachtet&ldquo; werden, belegt ein weiteres Mal, die Rechtslastigkeit des Geheimdienstes. Es geht hier offenbar nicht um den Schutz des Grundgesetzes, sondern darum eine Politik, die links vom Parteienkartell steht, in die N&auml;he der Verfassungsfeindlichkeit zu r&uuml;cken. Die Einlassung des Verfassungsschutzes, es w&uuml;rden lediglich &ouml;ffentlich zug&auml;ngliche Quellen wie Zeitungen oder Redemanuskripte ausgewertet, ist geradezu l&auml;cherlich. Es gibt wohl keine Partei, die in den Medien kritischer, ja sogar geradezu feindlicher betrachtet wird als Die Linke.<\/em><\/p>\n<p><strong><em>Dazu:<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>Gysi, Wagenknecht und Co. im Fokus des Verfassungsschutzes<\/strong><br>\nEmp&ouml;rt reagierte der Linken-Parteivorstand und verabschiedete auf seiner Sitzung in Berlin am Sonntag eine Erkl&auml;rung. Darin hei&szlig;t es: &bdquo;Die weitere Bespitzelung von Abgeordneten der Linken steht in der Tradition von Berufsverboten und unterminiert die Werte der parlamentarischen Demokratie.&ldquo; Getroffen werden solle offenbar nicht nur die Linkspartei, sondern der zunehmende gesellschaftliche Widerstand gegen die gegenw&auml;rtige Politik der Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/verfassungsschutz-gysi--wagenknecht-und-co--im-fokus-des-verfassungsschutzes,10808018,11493196.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Antwort auf reaktion&auml;re Prager Deklaration<\/strong><br>\n71 Parlamentarier wenden sich zum Jahrestag der Wannsee-Konferenz gegen die Totalitarismustheorie. Gespr&auml;ch mit Dovid Katz:<br>\nSie haben 71 Abgeordnete aus EU-Staaten bzw. dem Europaparlament hinter Ihrem Aufruf gegen die Totalitarismustheorie versammelt, darunter je drei Bundestagsmitglieder von Linken und Gr&uuml;nen sowie einen SPD-Mann. Worum geht es Ihnen?<br>\nEs geht nicht nur um die Erinnerung an die Wannsee-Konferenz vor genau 70 Jahren. Die Parlamentarier aus 19 L&auml;ndern der EU weisen die 2008 verfasste &raquo;Prager Deklaration&laquo; zur&uuml;ck und damit die von ultrarechten und ultranationalistischen Kr&auml;ften aus Osteuropa betriebene Politik des &raquo;doppelten Genozids&laquo;, also die angebliche Gleichheit von Nazi- und sowjetischen Verbrechen.<br>\nWer betreibt diesen Unsinn einer Gleichsetzung?<br>\nDie &raquo;Rot gleich braun&laquo;-Kampagne zeigt beispielhaft, wie es auch kleine Staaten trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten fertig bringen, diesen Unsinn hoff&auml;hig zu machen, indem sie staatliche Ressourcen daf&uuml;r missbrauchen, die Geschichte umzuschreiben. Zu den wichtigsten Akteuren geh&ouml;ren rechtsgerichtete Politiker, Akademiker und Journalisten der drei baltischen L&auml;nder (Estland, Lettland und Litauen, jW). Dort war die Quote der ermordeten Juden die h&ouml;chste in ganz Europa, was an der massiven Teilnahme der einheimischen Bev&ouml;lkerung an den Morden lag. Aktive Teilnahme, nicht nur Kollaboration!<br>\nDas Establishment dort steckt seit Jahren gro&szlig;e Summen in den Versuch, die einheimischen T&auml;ter wei&szlig;zuwaschen oder gar zu verherrlichen, etwa als &raquo;antisowjetische Freiheitsk&auml;mpfer&laquo;. Zugleich werden Opfer und &Uuml;berlebende diffamiert. Und es wird das Wort &raquo;Genozid&laquo; verhunzt, indem es auf sowjetische Verbrechen angewendet wird. Wir verurteilen diese Verbrechen und wollen, dass sie untersucht werden, aber nicht als Teil eines betr&uuml;gerischen Geschichtsprojektes, mit dem der Holocaust kleingeredet werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/01-20\/049.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Siehe hierzu auch <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/EU-Abgeordnete-formulieren-Appell\/!85961\/\">&ldquo;Der Holocaust ist einzigartig&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Wiederauferstehung (der FDP)<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Qc0XuKPeapY\">YouTube<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. 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