{"id":11994,"date":"2012-01-24T08:46:38","date_gmt":"2012-01-24T07:46:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994"},"modified":"2012-01-24T14:16:03","modified_gmt":"2012-01-24T13:16:03","slug":"hinweise-des-tages-1556","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h01\">Die Linke und der Verfassungsschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h02\">&Ouml;konomenkritik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h03\">Kemal Dervis &ndash; Weg mit den deutschen Export&uuml;bersch&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h04\">Robert J. Shiller: F&ouml;rdert Sparen das Wirtschaftswachstum?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h05\">Frank Bsirske: &bdquo;Wir brauchen nachhaltige Lohnerh&ouml;hungen auch oberhalb des kostenneutralen Verteilungsspielraumes&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h06\">&bdquo;Wir brauchen einen Marshallplan&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h07\">Minijobs im Wirtschaftsboom auf Rekordhoch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h08\">Bundesregierung definiert Freiwilligkeit neu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h09\">Falsche Weichenstellungen in der Arbeitsmarktpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h10\">Fixing trade imbalances is only way to avoid eurozone implosion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h11\">Deutsche Arbeitskosten kaum gestiegen &ndash; Platz im europ&auml;ischen Mittelfeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h12\">Sarrazin und die Deutschen als &ldquo;edle Lipizzaner&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h13\">Navid Kermani,  Rede zur Er&ouml;ffnung der Hamburger Lessingtage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h14\">Versch&auml;rfte Sanktionen gegen Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h15\">Der Innenminister kennt nicht die Verfassungslage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h16\">Neue Leichtigkeit oder Niveauverlust?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=11994#h17\">Zu guter Letzt: Wall Street Demonstrators<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=11994&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die Linke und der Verfassungsschutz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Tom Strohschneider &ndash; Weder freiheitlich noch demokratisch<\/strong><br>\nMit der &Uuml;berwachung von Linken-Abgeordneten greift der Geheimdienst auf eine die Demokratie gef&auml;hrdende Weise in Politik ein. SPD und Gr&uuml;ne d&uuml;rfen deshalb nicht tatenlos bleiben. [&hellip;]<br>\nHierin liegt einer der wesentlichen Gefahren: Besch&auml;digt wird ja nicht nur die freie Mandatsaus&uuml;bung, etwa wenn die W&auml;hler der Linken f&uuml;rchten m&uuml;ssen, dass ihre im Wahlkreisb&uuml;ro vorgetragenen Sorgen gleich auch noch beim Verfassungsschutz landen und deshalb lieber auf Distanz zu den Vertretern einer Partei bleiben. Mehr noch: Mit dem Hinweis auf angeblich verfassungsfeindliche Bestrebungen einiger in der Linken greift der Geheimdienst indirekt sogar selbst in die Richtungsdebatten der Partei ein. Wie weit zu gehen sogar das Bundesverwaltungsgericht bereits ist, l&auml;sst sich im Urteil zur Akte Ramelow nachlesen. Eine Beobachtung von Spitzenkr&auml;ften der Linken, die wie der Th&uuml;ringer Fraktionschef &bdquo;selbst zwar keine eigenen verfassungsfeindlichen Aktivit&auml;ten entfalten, aber die radikalen, offen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung eintretenden Kr&auml;fte innerhalb der Partei (&hellip;) genauso wenig aktiv bek&auml;mpfen&ldquo;, sei mit Blick auf die M&ouml;glichkeit vertretbar, daraus &bdquo;zus&auml;tzliche Erkenntnisse&ldquo; zu gewinnen. [&hellip;]<br>\nNach dem Ramelow-Urteil von 2010 haben SPD und Gr&uuml;ne gefordert, die Beobachtung der Linken durch den Verfassungsschutz m&uuml;sse eingestellt werden. Eine M&ouml;glichkeit k&ouml;nne es sein, hie&szlig; es damals, die gesetzliche Grundlage des Inlandsgeheimdienstes neu zu fassen. Man kann sich heute fragen, ob eine solche Novelle ein wirklich ausreichender Schritt w&auml;re, die ausufernde &Uuml;berwachung zu stoppen. Schlie&szlig;lich gibt es auch jetzt erhebliche Zweifel, ob das Bundesamt bei seinem Vorgehen auf dem Boden des geltenden Rechts und der Verfassung operiert. Nicht nur richtig, sondern auch souver&auml;n im Umgang mit der von ihnen gern kritisierten Linken w&auml;re es trotzdem, wenn Sozialdemokraten und Gr&uuml;ne diesen Faden wieder aufnehmen &ndash; und ihn weiterspinnen: Das Problem sind keineswegs ein paar Linke, denen die &bdquo;freiheitlich-demokratische Grundordnung&ldquo; nicht das Ende aller Geschichte ist. Sondern es ist der ganz und gar nicht freiheitlich oder demokratische Verfassungsschutz selbst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1203-weder-freiheitlich-noch-demokratisch\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Stellt sich die Frage ob die &ldquo;marktkonforme Demokratie&rdquo; verfassungsgem&auml;&szlig; ist? Im &uuml;brigen ist es ebenso eine Frage ob angesichts des agieren der Finanzindustrie, die faktische die gesamte Welt als Geisel nimmt, und droht die Welt in eine weitere Rezession zu st&uuml;rzen, radikal antikapitalistisches Handeln nicht erste B&uuml;rgerpflicht ist?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Systemwechsel<\/strong><br>\n[&hellip;] Hermann Gr&ouml;he, der wohl gern die nationale Front unter F&uuml;hrung der CDU installieren m&ouml;chte und alles verbieten, was da nicht mitmacht, t&ouml;nt:<br>\n&ldquo;Wer den Systemwechsel in Deutschland fordert, &uuml;ber Wege zum Kommunismus schwadroniert und sich mit Diktatoren solidarisiert, darf sich nicht wundern, wenn er vom Verfassungsschutz beobachtet wird&ldquo;.<br>\nDass jeder Gedanke zum &ldquo;Kommunismus&rdquo; unter Acht und Bann steht, sollte man wissen, so ist das hier. Kontakte zu Rechtsradikalen kann man sich hingegen erlauben, auch eine ganze Riege ultrarechter Burschenschaftler in seinen Reihen. Da hat er gut aufgepasst, der Herrmann, da liegt er richtig.<br>\nWas aber schwer nach hinten losgehen kann, ist der Teil mit den Diktatoren. Es muss hei&szlig;en &ldquo;Wer sich mit den falschen Diktatoren solidarisiert&rdquo;. Sonst d&uuml;rften wir den richtigen bald keine Waffen mehr liefern. Hunderttausende Arbeitspl&auml;tze w&auml;ren in Gefahr. Vor einem solchen Systemwechsel n&auml;mlich sch&uuml;tzt uns der &ldquo;Schutz&rdquo;, der mit &ldquo;Verfassung&rdquo; noch nie etwas am Schlapphut hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/feynsinn.org\/?p=12175\">Feynsinn<\/a><\/li>\n<li><strong>&raquo;Die fortw&auml;hrende &Uuml;berwachung ist durch nichts zu rechtfertigen&laquo;<\/strong><br>\nDer Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, Gregor Gysi, hat heute an den Bundespr&auml;sidenten, den Bundestagspr&auml;sidenten und die Bundeskanzlerin geschrieben. In seinem Schreiben fordert Gregor Gysi die &Uuml;berwachung der Partei DIE LINKE, die &Uuml;berwachung der Fraktion DIE LINKE im Deutschen Bundestag und die &Uuml;berwachung der 27 Mitglieder des Deutschen Bundestages unverz&uuml;glich und vollst&auml;ndig einstellen zu lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.linksfraktion.de\/nachrichten\/die-fortwaehrende-ueberwachung-nichts-rechtfertigen\/\">Gregor Gysi<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&Ouml;konomenkritik<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Der Autismus der &Ouml;konomen<\/strong><br>\nSeit einigen Jahren gibt es in den Wirtschaftswissenschaften die Bewegung der Postautisten. Sie kritisieren im Wesentlichen die einseitige Ausrichtung ihres Fachs auf nur eine einzige Denkschule, die neoklassische Doktrin. &bdquo;Spiegel Online&ldquo; hat k&uuml;rzlich &uuml;ber dieses Thema berichtet. Dabei hat sich der in Aachen lehrende Wirtschaftsprofessor R&uuml;diger Bachmann zu der Kritik ge&auml;u&szlig;ert. Was wohl urspr&uuml;nglich als Verteidigungsrede gedacht war, offenbart stattdessen geradezu idealtypisch den Autismus vieler Fachvertreter.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/7798\/der-autismus-der-okonomen\">Der Spiegelfechter<\/a><\/li>\n<li><strong>&Ouml;konomie steht vor totaler Neuorientierung<\/strong><br>\nDie &Ouml;konomie steckt in der Krise. Bew&auml;hrte Antworten auf volkswirtschaftliche Fragen gelten nicht mehr. Experten suchen von heute an auf der Konferenz &bdquo;&Ouml;konomie neu denken&ldquo; nach L&ouml;sungen f&uuml;r die Zukunft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/oekonomie\/nachrichten\/oekonomie-steht-vor-totaler-neuorientierung\/6098544.html?p6098544=all\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<li><strong>Neuorientierung der Wirtschaftswissenschaften<\/strong><br>\nDie Volkswirtschaftslehre offenbart in der Krise schwere Defizite, sagt Star-&Ouml;konom Kenneth Rogoff . Der Ex-IWF-Volkswirt fordert mehr staatliche Investitionen &ndash; und eine Abkehr vom Glauben an den Privatkonsum.<br>\nDie sehr eleganten &ouml;konomischen Modelle, die die  akademische Welt seit Jahrzehnten dominierten, seien in der Praxis &ldquo;sehr, sehr erfolglos&rdquo; gewesen. &ldquo;Sie schienen anst&auml;ndig zu funktionieren, solange die Welt ziemlich ruhig war&rdquo;, sagte der Harvard-Professor und ehemalige Chefvolkswirt des Internationalen W&auml;hrungsfonds im Gespr&auml;ch mit dem Handelsblatt (Montagsausgabe). &ldquo;Doch als der gro&szlig;e Schock kam, erwiesen sie sich als wertlos.&rdquo;<br>\nDas liegt nach Auffassung Rogoffs an den falschen Annahmen. &ldquo;Die Grund&uuml;berzeugung hinter diesen Modellen, dass M&auml;rkte perfekt funktionieren und staatliche Eingriffe nur zu schlechteren Ergebnissen f&uuml;hren k&ouml;nnen, ist widerlegt&rdquo;, sagt er. Den USA empfiehlt er zum Beispiel, die extreme Konzentration auf den privaten Konsum zur&uuml;ckzufahren und den Staat wieder mehr investieren zu lassen, etwa in Bildung und Gesundheit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/unternehmen\/management\/koepfe\/neuorientierung-der-wirtschaftswissenschaften\/6097068.html\">Handelsblatt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kemal Dervis &ndash; Weg mit den deutschen Export&uuml;bersch&uuml;ssen<\/strong><br>\nUngleichgewichte in den Leistungsbilanzen bedrohen das weltweite Wachstum. Wenn die Deutschen ihre Export&uuml;bersch&uuml;sse abbauen, w&uuml;rde das Europa in der Krise sofort weiterhelfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:die-top-oekonomen-kemal-dervis-weg-mit-den-deutschen-exportueberschuessen\/60157080.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Robert J. Shiller: F&ouml;rdert Sparen das Wirtschaftswachstum?<\/strong><br>\nDer Harvard-&Ouml;konom Alberto Alesina hat k&uuml;rzlich die Belege daf&uuml;r, ob ein staatlicher Defizitabbau &ndash; d.h. Ausgabek&uuml;rzungen und\/oder Steuererh&ouml;hungen &ndash; immer derart negative Folgen hat, zusammengefasst: &bdquo;Die Antwort auf diese Frage ist ein lautstarkes Nein.&ldquo; Manchmal, tats&auml;chlich sogar oft, entwickeln sich Volkswirtschaften gut, nachdem das staatliche Defizit steil reduziert wird. Manchmal, ganz eventuell, kann das Sparprogramm das Vertrauen sogar auf eine Weise steigern, dass dadurch eine Konjunkturerholung ausgel&ouml;st wird. Jaime Guajardo, Daniel Leigh und Andrea Pescatori vom Internationalen W&auml;hrungsfonds haben vor kurzem von den Regierungen in 17 L&auml;ndern umgesetzte Sparprogramme der letzten 30 Jahre untersucht. Ihre Analyse ergab eine eindeutige Tendenz, wonach Sparprogramme die Konsumausgaben verringerten und die Wirtschaft schw&auml;chen. Diese Schlussfolgerung, so sie denn stimmt, ist eine ernste Warnung an die heutigen Politiker.\n<p>Letztlich besteht das Problem bei der Beurteilung von Sparprogrammen darin, dass &Ouml;konomen keine uneingeschr&auml;nkt kontrollierten Tests durchf&uuml;hren k&ouml;nnen. Als der Einsatz von Prozac an unter Depressionen leidenden Patienten erforscht wurde, wurden diese nach dem Zufallsprinzip in Kontroll- und Testgruppen unterteilt und viele Studien durchgef&uuml;hrt. Das ist bei der Staatsverschuldung nicht m&ouml;glich. M&uuml;ssen wir also daraus schlie&szlig;en, dass historische Analysen keine n&uuml;tzlichen Lehren f&uuml;r uns parat haben? Es gibt keine abstrakte Theorie, die vorhersagen kann, wie Menschen auf ein Sparprogramm reagieren. Wir haben keine andere Alternative, als uns die historischen Daten anzusehen. Und die Belege von Guajardo und seinen Mitautoren zeigen, dass auf die bewusste Entscheidung von Regierungen, Sparprogramme einzuf&uuml;hren, tendenziell harte Zeiten folgten. &ndash; Die Politik kann es sich nicht leisten, jahrzehntelang zu warten, bis die &Ouml;konomen (vielleicht) eine definitive Antwort finden. Doch auf der Basis der Belege, die wir haben, d&uuml;rften die Sparprogramme in Europa und anderswo vermutlich entt&auml;uschende Ergebnisse produzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/shiller81\/German\">Project Syndicate<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Shiller verweist letztlich auf das Problem, wie schwierig f&uuml;r die Akteure in der Politik der Umgang mit den Wirtschaftswissenschaften sein kann: Zwei K&ouml;pfe und drei Meinungen ist das vertraute Muster f&uuml;r denjenigen, der nicht nur die Mainstream&ouml;konomie vor Augen hat. Dabei besteht eine Schwierigkeit darin, dass modelltheoretische Modelle per se nicht angreifbar sind, da sie immer von bestimmten Pr&auml;missen ausgehen m&uuml;ssen, welche die Realit&auml;t beschneiden, und nur deshalb funktionieren. So gehen z.B. die Modelle zu Optimalen W&auml;hrungsr&auml;umen, interessantes Thema in der Eurokrise, bei der Betrachtung von zwei Volkswirtschaften, die einen gemeinsamen W&auml;hrungsraum bilden wollen, von Vollbesch&auml;ftigung in beiden Regionen aus. Wenn dann Wissenschaftler sich politisch &auml;u&szlig;ern, unterschlagen sie oft genug die Bedingungen ihrer Theorien  und reden einer Vulg&auml;r&ouml;konomie das Wort, die dann ungefiltert von Politik und Medien &uuml;bernommen werden. Der freie Markt der Neoklassik funktioniert eben u.a. nur unter der Pr&auml;misse des vollst&auml;ndigen Wettbewerbs und der vollst&auml;ndigen Information. Auch der Freihandel ist nur dann von Vorteil, wenn die Freihandelsgewinne volkswirtschaftlich verteilt werden, und eben nicht nur an die Aktion&auml;re von Apple gehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Aber auch auf der rein statistischen Ebene bauen sich Schwierigkeiten auf, wenn bestimmte Variablen korreliert werden. So ist es z. B. oft recht schwierig zu unterscheiden, ob das einer Volkswirtschaft zuflie&szlig;ende Kapital das Wachstum bef&ouml;rdert oder das Wachstum bzw. die Wachstumsaussichten die ausl&auml;ndischen Investitionen generieren. Generell m&uuml;ssen bestimmte Variablen bewusst au&szlig;en vor gelassen werden, weil die Realit&auml;t eben nicht abbildbar ist, so z.B. auch die Nebeneffekte bestimmter Ma&szlig;nahmen. Nehmen wir den Zusammenhang von Sparen und Wachstum. So f&uuml;hrt eine Konsolidierungspolitik eines Landes h&auml;ufig zur Abwertung der heimischen W&auml;hrung. Was wiederum die Exporte des sparenden Landes auf dem Weltmarkt verbilligt, so dass u.U. die durch Sparen verringerten Konsumausgaben durch das Ausland aufgefangen werden und manchmal sogar mehr als kompensiert werden &ndash; eine M&ouml;glichkeit, die einzelne Mitglieder der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion, wie z.B.  Griechenland, gegen&uuml;ber der Eurozone per definitionem nicht haben. &ndash; Shiller schl&auml;gt, zwar nicht explizit, aber indirekt vor,  in der wirtschaftspolitischen Praxis bei sich widersprechenden, aber seri&ouml;sen wissenschaftlichen Aussagen, das Katastrophenszenario zu meiden &ndash; hier konkret, sich bewusst zu machen, dass durch Sparpolitik Rezessionen herbeigef&uuml;hrt werden k&ouml;nnen und deshalb, weil allein schon die M&ouml;glichkeit besteht, zu verwerfen ist. Und nicht solange &ldquo;zu warten, bis die &Ouml;konomen (vielleicht) eine definitive Antwort finden.&rdquo;<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Frank Bsirske: &bdquo;Wir brauchen nachhaltige Lohnerh&ouml;hungen auch oberhalb des kostenneutralen Verteilungsspielraumes&ldquo;<\/strong><br>\nWir reden &uuml;ber eine Dekade neoliberaler Hegemonie. Die hat uns die gr&ouml;&szlig;te Finanz- und Wirtschaftskrise gebracht. Und doch erleben wir aktuell einen seltsamen Triumph gescheiterter Ideen und Konzepte, die Durchsetzung einer Wettbewerbsunion auf europ&auml;ischer Ebene. Im Grunde genommen eine paradoxe Entwicklung. Die Gewerkschaften sind im Verlauf jener Jahre unter Druck geraten. Die Agenda 2010 zielte schlie&szlig;lich darauf, das Lohnniveau in Deutschland insgesamt zu senken und die Besch&auml;ftigten zu entsichern. Daf&uuml;r hat die Politik die Schw&auml;chung der Gewerkschaften billigend in Kauf genommen.<br>\nAm Anfang der Dekade, unmittelbar nach meiner Wahl zum Vorsitzenden der &Ouml;TV, stand die Organisierung des Widerstands gegen die Einf&uuml;hrung der Riester-Rente&hellip;ich habe damals auf den letzten Metern, gemeinsam mit der IG-Metall, Widerstand gegen die Teilprivatisierung der Altersvorsorge organisiert. Das hat nicht ausgereicht. Die politische Durchschlagskraft war zu m&auml;chtig. Ich erinnere mich jedoch gut an meine erste Begegnung mit dem damaligen Arbeitsminister Riester, der sich v&ouml;llig irritiert dar&uuml;ber zeigte, dass gro&szlig;e Gewerkschaften wie die &Ouml;TV und IGM auf Oppositionskurs gingen, wo man sich doch mit der DGB-Spitze gerade verst&auml;ndigt habe, dass die Priorit&auml;t auf der Stabilisierung der Beitragss&auml;tze f&uuml;r die Rentenversicherung liegen solle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=1734\"> Wirtschaft und Gesellschaft <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Historisch interessant ist die Aussage, dass im Gegensatz zur damaligen &Ouml;TV (heute ver.di) und der IG Metall die DGB-Spitze die Privatisierung der Rente wegen einer angeblichen Beitragsstabilisierung hinnahm. Offenbar hat man im DGB nicht gesehen, dass mit der Riester-Rente die Beitr&auml;ge f&uuml;r die Altersversorgung einseitig zu Lasten der Arbeitnehmer gingen, n&auml;mlich 4 % des Bruttolohns. Von Beitragsstabilisierung konnte somit nicht die Rede sein. Es geh&ouml;rt also leider zur historischen Wahrheit, dass zumindest die Mehrheit im DGB die Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente und die Einf&uuml;hrung der privaten Riester-Rente akzeptierte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Wir brauchen einen Marshallplan&ldquo;<\/strong><br>\nWie positionieren sich die Gewerkschaften im bevorstehenden Bundestagswahlkampf? Welche Weichen m&uuml;ssen in der Staatsschuldenkrise gestellt werden? Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Michael Sommer, gibt Auskunft und formuliert Forderungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.noz.de\/deutschland-und-welt\/politik\/60258650\/wir-brauchen-einen-marshallplan\">Neue Osnabr&uuml;cker Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Minijobs im Wirtschaftsboom auf Rekordhoch<\/strong><br>\n&Uuml;ber sieben Millionen Minijobber gab es zur Jahresmitte 2011. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit sieht dabei keine Verbindung zum Wirtschaftsboom. Bei den Zahlen der sozialversicherungspflichtigen Arbeitspl&auml;tze ist das anders.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/konjunktur\/nachrichten\/minijobs-im-wirtschaftsboom-auf-rekordhoch\/6100192.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Leider kann man sich bzgl. der Informationspolitik der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit nur wiederholen: Sie macht sich einmal mehr zum Sprachrohr der neoliberalen Arbeitsmarkt-&ldquo;Reformen&rdquo;. Da&szlig; das &ldquo;l&auml;ngerfristige Ph&auml;nomen&rdquo; der Zunahme der Minijobs als &ldquo;Zubrot zur Hauptbesch&auml;ftigung&rdquo; mit der seit vielen Jahren miserablen Entwicklung der L&ouml;hne und Geh&auml;lter insbesondere der Geringverdiener in Verbindung stehen k&ouml;nnte, m&ouml;chte den Verantwortlichen der BA scheinbar gar nicht erst in den Sinn kommen. Zur Erinnerung: Das reale Nettoerwerbseinkommen der untersten 3 Einkommensgruppen (d.h. der untersten 30% der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten) sank laut einer Untersuchung des Sozio&ouml;konomischen Panels zwischen 2000 und 2010 zwischen 16 und 22 Prozent.<\/em><\/p>\n<p><em>Selbst das Handelsblatt schr&auml;nkt die sch&ouml;nf&auml;rberische Stellungnahme der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ein:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Die gewerkschaftsnahe Hans-B&ouml;ckler-Stiftung hatte in der vergangenen Woche eine Studie vorgelegt, wonach Minijobs zu einer &bdquo;Verfestigung des Niedriglohnbereichs&ldquo; beitr&uuml;gen. Minijobber verdienen demnach pro Stunde nur halb soviel wie regul&auml;r Besch&auml;ftigte. Den Forschern zufolge nutzen Arbeitgeber es aus, dass solche Arbeitsverh&auml;ltnisse f&uuml;r die Arbeitnehmer von Steuern und Sozialabgaben befreit sind. Mit diesem Argument zahlen die Unternehmen den Minijobbern niedrigere Stundenl&ouml;hne.&rdquo;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Die Rechtfertigung der Arbeitgeber f&uuml;r die niedrigeren Stundel&ouml;hne der Minijobber steht auf sehr t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en. Denn durch die vom Gesetzgeber zugestandene Nichtentrichtung von Sozialversicherungsbeitr&auml;gen fehlt v.a. jenen Minijobbern, welche diesen nicht als Zweitjob aus&uuml;ben, die soziale Absicherung bei Krankheit (sofern nicht beim Ehepartner mitversichert) und Arbeitslosigkeit sowie im Alter.<\/em><\/p>\n<p><em>Der R&uuml;ckgang der offiziellen Arbeitslosenzahlen und der Anstieg der Besch&auml;ftigtenzahlen seit den 90er Jahren wurde neben weiteren Faktoren (z.B. statistische Manipulationen der Arbeitslosendaten) ma&szlig;geblich durch die starke Ausweitung der Mini- sowie der Teilzeitjobs verursacht. Politik und nahezu alle Mainstreammedien mi&szlig;brauchen diese Entwicklung propagandistisch, um von der niedrigsten Arbeitslosenzahl und der h&ouml;chsten Besch&auml;ftigtenzahl seit 1991 zu schwadronieren. Durch das Aufsplitten von Vollzeit-Arbeitspl&auml;tzen in Mini- und Teilzeitjobs wurden sowohl die offizielle Arbeitslosen- als auch die Besch&auml;ftigtendaten kr&auml;ftig aufgeh&uuml;bscht. So zeigt der Blick in die offizielle Erwerbst&auml;tigenstatistik: Die Zahl der vollzeitbesch&auml;ftigten Arbeitnehmer hat sich seit 1991 (jenem Jahr, auf welches unsere Medien-Jubelberichte gerne verweisen) drastisch um 5,5 Millionen verringert.<\/em><br>\n<em>Auch der lt. Bundesagentur als Folge des &ldquo;Booms&rdquo; im Jahre 2011 zu verzeichnende Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Arbeitspl&auml;tze wird von unseren Mainstreammedien vielfach sehr unkritisch (&ldquo;Jobboom&rdquo;, &ldquo;Jobwunder&rdquo; etc.) hochgejubelt. Es wird zumeist der Eindruck erweckt, bei den sozialversicherungsplichtigen Arbeitspl&auml;tzen handele es sich um gutbezahlte und sozial abgesicherte Vollzeitarbeitspl&auml;tze. Seit den 90er Jahren &ndash; so auch im Jahre 2011 &ndash; ist bei diesen Arbeitspl&auml;tzen jedoch eine deutliche Qualit&auml;tsverschlechterung eingetreten:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die sozialversicherungspflichtigen Arbeitspl&auml;tze enthalten die seit den 90er Jahren massiv ausgeweitete Teilzeitarbeit. Auch in dem von der BA betrachteten Zeitraum Juni 2010 bis Juni 2011 ist die Zahl der Teilzeitjobs weiter angestiegen, und zwar um 298.000.<\/em><\/li>\n<li><em>Die sozialversicherungsplichtigen Arbeitspl&auml;tze enthalten dar&uuml;ber hinaus die in den vergangenen Jahren ausgeweitete Leiharbeit. Auch in dem von der BA betrachteten Zeitraum ist die Zahl der Vollzeit-Leiharbeiterjobs um ca. 105.000 weiter angestiegen.<\/em><\/li>\n<li><em>Au&szlig;erdem ist die Zahl der nur noch zeitlich befristet abgeschlossenen Arbeitsvertr&auml;ge in den vergangenen Jahren deutlich angewachsen. Aktuell wird bereits jeder zweite neu abgeschossene Arbeitsvertrag nur noch zeitlich befristet.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bundesregierung definiert Freiwilligkeit neu<\/strong><br>\nLeistungsbeziehende, die sich gegen eine psychologische Untersuchung entscheiden, werden mit Leistungsentzug bestraft, obwohl die Teilnahme freiwillig ist. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Nachfrage der Bundestagsfraktion der LINKEN hervor. Das Bundesministerium f&uuml;r Arbeit und Soziales betreibt in seiner Antwort weiterhin Vernebelungstaktik. Zur Frage der Freiwilligkeit f&uuml;r die Teilnahme an einer psychologischen Begutachtung f&uuml;r Leistungsbeziehende nach dem Zweiten und Dritten Sozialgesetzbuch erkl&auml;rt die Bundesregierung zum Einen, eine solche k&ouml;nne von den Betroffenen bereits im Beratungsgespr&auml;ch abgelehnt werden. In diesem Fall w&uuml;rde kein Gutachten veranlasst und auch keine Einladung versandt. In der weiteren Ausf&uuml;hrung wird jedoch erkl&auml;rt, dass die leistungsberechtigte Person erst dann wieder Geldleistungen erhalten kann, wenn sie ihre Mitwirkung zur notwendigen Begutachtung nachgeholt hat. &ldquo;Welch perfide Definition von Freiwilligkeit durch die Bundesregierung?&rdquo; fragt Werner Schulten, Mitglied des Parteivorstandes der LINKEN und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Hartz IV der Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.die-linke.de\/nc\/presse\/presseerklaerungen\/detail\/zurueck\/presseerklaerungen\/artikel\/bundesregierung-definiert-freiwilligkeit-neu\/\">Die Linke<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Falsche Weichenstellungen in der Arbeitsmarktpolitik<\/strong><br>\nJahrelange Flexibilisierung und doch kaum Mobilit&auml;t &ndash; Eine aktuelle Studie diagnostiziert strukturelle Fehler der deutschen Reformpolitik.<br>\nTrotz tiefgreifender Probleme im Euroraum und nachwirkender Wirtschafts- und Finanzkrise scheint das &ldquo;deutsche Jobwunder&rdquo;, das sich dutzendfach durch die Gazetten schl&auml;ngelt, nicht gef&auml;hrdet zu sein&hellip;<br>\nWer nur die Zahlen betrachtet, muss davon ausgehen, dass sich die deutschen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vor Begeisterung gar nicht zu halten wissen&hellip;<br>\nDie Entwicklung der letzten Jahre hat allerdings auch Ph&auml;nomene hervorgebracht, mit denen sich die Elterngeneration der heutigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer noch nicht oder nur am Rande besch&auml;ftigen musste. Der Anteil der befristeten Neueinstellungen ist ebenso gestiegen wie die Zahl der Zeitarbeitsverh&auml;ltnisse. Der Billiglohnsektor boomt, und die Lohnspreizung ist in neue Dimensionen vorgesto&szlig;en.<br>\nGleichzeitig steigt die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes, dem zudem immer wenige Deutsche positive Seiten abgewinnen k&ouml;nnen. Was nicht nur an der Entwicklung der Lohnpolitik liegt, die auch in der aktuellsten, den Anstieg der Verbraucherpreise einbeziehenden Betrachtung wenig Anlass bietet, auf eine nachhaltige St&auml;rkung der Binnennachfrage zu hoffen. &ldquo;Seit Mitte der 1980er Jahre nimmt die Arbeitszufriedenheit von Besch&auml;ftigten in Deutschland in einem langfristigen Trend ab&rdquo;, hei&szlig;t es in einer 2011 ver&ouml;ffentlichen Untersuchung des IAQ&hellip;<br>\nIn der Summe haben die Reformen und die Art der Krisenbew&auml;ltigung die Position der Besch&auml;ftigten in Deutschland keineswegs verbessert. F&uuml;r viele Arbeitspl&auml;tze im &ldquo;Job-Wunderland&rdquo; muss ein hoher Preis gezahlt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36278\/1.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fixing trade imbalances is only way to avoid eurozone implosion<\/strong><br>\nFrom Prof Marcello de Cecco, Prof Paul de Grauwe, Dr Andr&eacute; Grjebine and Dr Francesco Saraceno:<br>\nEmphasising public deficit and debt, while ignoring trade imbalances, puts the eurozone on the road to macroeconomic disaster. External imbalances led to high indebtedness, excessive borrowing and, finally, &ldquo;sudden stops&rdquo; in lending. Co-ordinated adjustment, which spreads the burden of adjustment on deficit and surplus countries, is the only way out. This would mean demand expansion in surplus countries, to match demand contraction in deficit ones, thus sustaining aggregate demand and growth for the eurozone, as a whole.<br>\nA chance to avoid the decade of economic stagnation entailed by current policies still exists. European leaders and institutions must abandon an orthodoxy that has already proved harmful and adopt pragmatic, evidence-based policies. If they do not do so, they will bear the responsibility for the implosion of the eurozone and, in the end, the failure of the whole European project.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ft.com\/intl\/cms\/s\/0\/daf0f892-42c9-11e1-b756-00144feab49a.html#axzz1kI6ir04O\">Financial Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn man nur auf das Haushaltsdefizit und die Staatsschuld abhebt und die Handelsbilanzungleichgewichte ignoriert, dann landet die Eurozone in einem makro&ouml;konomischen Desaster. Au&szlig;enwirtschaftliche Ungleichgewichte f&uuml;hren zu hoher Verschuldung, exzessiver Kreditaufnahme und schlie&szlig;lich zu einem abrupten Stopp der Kreditvergabe. Eine koordinierte Anpassung, das die Anpassungslasten zwischen Defizit- und &Uuml;berschussl&auml;ndern aufteilt, ist der einzige Ausweg. Das w&uuml;rde eine Ausweitung der Binnennachfrage in den &Uuml;berschussl&auml;ndern verlangen um den R&uuml;ckgang der Nachfrage in den Defizitl&auml;ndern auszugleichen&hellip;<\/em><em><br>\nImmer mehr &Ouml;konomen weltweit gelangen zu dieser Einsicht, doch in Deutschland st&ouml;&szlig;t schon eine Debatte &uuml;ber eine pragmatische und evidenzbasierte Politik auf ein Tabu.<br>\nMan soll bei einem Auseinanderbrechen des Europ&auml;ischen Projektes blo&szlig; nicht &ndash; wie bei der Finanzkrise &ndash; sagen, es habe nicht warnende Stimmen und keine Alternativen gegeben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutsche Arbeitskosten kaum gestiegen &ndash; Platz im europ&auml;ischen Mittelfeld<\/strong><br>\nDie Arbeitskosten in der privaten Wirtschaft sind in Deutschland 2010 lediglich um 0,6 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt der EU-L&auml;nder nahmen die Arbeitskosten hingegen um moderate 1,7 Prozent und im Mittel des Euroraums um 1,6 Prozent zu. Unter den Euro-L&auml;ndern wiesen lediglich Irland und Griechenland eine geringere Steigerung als Deutschland auf. Dort sanken die Arbeitskosten als Folge des massiven wirtschaftlichen Einbruchs. Damit hat sich in einem Jahr mit starkem Wirtschaftswachstum in Deutschland der langj&auml;hrige Trend fortgesetzt, nach dem die Arbeitskosten in der Bundesrepublik deutlich langsamer zunehmen als in den anderen L&auml;ndern der Europ&auml;ischen Union. So wuchsen die deutschen Arbeitskosten zwischen 2000 und 2010 nominal um durchschnittlich 1,7 Prozent pro Jahr. Im Durchschnitt des Euroraums betrug die j&auml;hrliche Zunahme hingegen 2,8 Prozent, im EU-Durchschnitt 3,3 Prozent. In EU-Beitrittsl&auml;ndern wie Polen, der Tschechischen Republik oder Ungarn waren es 6,3 bis 7,8 Prozent.<br>\nInsgesamt liegt Deutschland bei den Arbeitskosten f&uuml;r die Privatwirtschaft im Mittelfeld der EU-Staaten &ndash; 2010 mit 29,10 Euro pro Arbeitsstunde an siebter Stelle. Das ist die gleiche Position wie 2009, allerdings hat sich der Abstand zu L&auml;ndern mit h&ouml;heren Arbeitskosten, darunter Belgien, Schweden, D&auml;nemark, Frankreich und die Niederlande, vergr&ouml;&szlig;ert. Zu diesen Ergebnissen kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung auf Basis der neuesten verf&uuml;gbaren europ&auml;ischen Daten.<br>\nAuch die deutschen Lohnst&uuml;ckkosten sind in den vergangenen Jahren deutlich langsamer angestiegen als bei fast allen europ&auml;ischen Handelspartnern, zeigen die Forscher im neuen europ&auml;ischen Arbeitskostenreport, der heute als IMK Report 68 erscheint. Seit Beginn der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion hat Deutschland damit seine preisliche Wettbewerbsf&auml;higkeit insbesondere gegen&uuml;ber den &uuml;brigen L&auml;ndern des Euroraums kontinuierlich erh&ouml;ht.<br>\nDer geringe Anstieg habe zur Rekordentwicklung bei den deutschen Ausfuhren beigetragen, zugleich aber die Balance zwischen Au&szlig;enhandel und Binnennachfrage in Deutschland geschw&auml;cht und die massiven wirtschaftlichen Ungleichgewichte im Euroraum gef&ouml;rdert, so das IMK. Diese z&auml;hlen die &Ouml;konomen zu den wichtigsten Ursachen der aktuellen Krise der W&auml;hrungsgemeinschaft.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/2728_38458.htm\">IMK<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_report_68_2011.pdf\">IMK Report Nr. 68, Dezember 2011 [PDF &ndash; 474 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Sarrazin und die Deutschen als &ldquo;edle Lipizzaner&rdquo;<\/strong><br>\nThilo Sarrazin hat wieder einmal zugelangt und eine rechts-populistische Rakete abgeschossen. Wenn man in &ldquo;edle&rdquo; Lipizzaner wiederholt belgische Ackerg&auml;ule einkreuzte, verl&ouml;ren die Stars der Wiener Hofreitschule ihr elegantes Laufverm&ouml;gen. Dass er mit &ldquo;Lipizzaner&rdquo; nicht &Ouml;sterreicher oder Slowenen meinte, sondern die Deutschen, verstand jeder, der ihm in D&uuml;beln, nahe der ehemaligen Grenze zur DDR, zuh&ouml;rte. Denn es wurde heftig geklatscht. Die NPD lukriert dort bei Wahlen fast sieben Prozent. Ausl&auml;nder gibt es nur 1,5 Prozent. [&hellip;]<br>\nMan sollte sich von Sarrazin nicht in noch weiter reichende Spekulationen verwickeln lassen. Nur so viel: Der &ldquo;edle Lipizzaner&rdquo; ist selbst eine veritable Mischung aus verschiedenen Pferderassen, die &uuml;ber Jahrhunderte stabilisiert wurde &ndash; mit dem Resultat eines charakterlich starken Paradepferdes.<br>\nDie ganze Chose zeigt einmal mehr, wie Sarrazin denkt und wie viele Menschen bereit sind, dieses Denken ernst zu nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1326503416163\/Sarrazin-und-die-Deutschen-als-edle-Lipizzaner\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Sarrazin &uuml;bertrifft sich mit seinen dummen Vergleichen mal wieder selbst und zeigt, dass er auch auf dem Gebiet der Pferdezucht nicht die geringste Ahnung hat. Der Lipizzaner ist eine Kreuzung aus spanischen und neapolitanischen Pferderassen, die &ndash; oh je &ndash; mit Arabern veredelt wurden. Anders als bei vielen andere Pferderassen ist die Zucht der Lipizzaner jedoch seit Jahrhunderten eine sogenannte &bdquo;Reinzucht&ldquo;, bei der nur Pferde der gleichen Rasse miteinander gepaart werden. Die f&uuml;hrte jedoch zu ganz massiven <a href=\"https:\/\/www.dafne.at\/prod\/dafne_plus_common\/attachment_download\/be60157936deea2622b0b3e42972624f\/1195_Lipizzaner_klinischeAnalyse.pdf\">Inzuchtproblemen [Registrierung ben&ouml;tigt]<\/a>, die unter anderem dazu gef&uuml;hrt haben, dass der Lipizzaner heute vom Aussterben bedroht ist. Fachleute sprechen hier von einer &bdquo;Inzuchtdepression&ldquo;. Dies w&auml;re zu vermeiden gewesen, h&auml;tte man beizeiten andere Pferderassen mit eingekreuzt.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu:<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Navid Kermani,  Rede zur Er&ouml;ffnung der Hamburger Lessingtage<\/strong><br>\nDie Buntheit macht Deutschland nicht nur erfolgreicher im Fu&szlig;ball. Sie macht Deutschland interessanter, menschenfreundlicher und auch liebenswerter. Vielleicht spreche ich nicht so oft &uuml;ber diese Liebe, aber man merkt sie meinen B&uuml;chern und besonders meinem j&uuml;ngsten Roman auch an, glaube ich. Wenn ich nicht dar&uuml;ber spreche, dann aus dem Grund, den Lessing mich lehrt, wenn er bemerkt, da&szlig; der Patriot selbst in ihm vielleicht gar nicht ganz erstickt sei &ndash; allerdings &bdquo;das Lob eines eifrigen Patrioten, nach meiner Denkungsart, das allerletzte ist, wonach ich geizen w&uuml;rde; des Patrioten nemlich, der mich vergessen lehrt, da&szlig; ich ein Weltb&uuml;rger sein sollte.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.navidkermani.de\/media\/raw\/PatriotismusHHrede_NK.pdf\">Navid Kermani [PDF &ndash; 232 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Versch&auml;rfte Sanktionen gegen Iran<\/strong><br>\nKeine neuen &Ouml;lvertr&auml;ge, Ausschlu&szlig; der iranischen Zentralbank von Gesch&auml;ften: Kommt der Westen damit weiter?<br>\nDie Au&szlig;enminister der EU-Staaten haben sich offenbar auf ein &Ouml;lembargo gegen Iran geeinigt. Altvertr&auml;ge sollen am 1.Juli enden, neue Vertr&auml;ge soll es nicht geben. Dar&uuml;berhinaus einigte man sich auf Sanktionen gegen die iranische Zentralbank. Bis Anfang Mai will man die Auswirkungen der Sanktionen auf EU-Mitgliedstaaten &uuml;berpr&uuml;fen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36282\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Papier ist geduldig. Auch in der Vergangenheit lie&szlig;en sich die Sanktion relativ leicht <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/27\/27788\/1.html\">umgehen<\/a>. Es bleibt daher abzuwarten, ob die EU den Worten auch Taten folgen lassen wird, oder ob die Wirtschaftsinteressen nicht letzten Endes doch obsiegen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Innenminister kennt nicht die Verfassungslage<\/strong><br>\nDer Landtag soll die Landesregierung kontrollieren &ndash; gerade jetzt, wo es darum geht, Beh&ouml;rdenversagen bei der Fahndung nach den Rechtsterroristen aufzukl&auml;ren. Doch die Regierung mauert. Der fr&uuml;here Th&uuml;ringer Landtagsdirektor Joachim Linck sagt im Interview, warum Generalbundesanwalt und Th&uuml;ringer Innenminister seiner Ansicht nach eine Pflicht zur Offenheit haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.insuedthueringen.de\/regional\/thueringen\/thuefwthuedeu\/Der-Innenminister-kennt-nicht-die-Verfassungslage;art83467,1876445\">insuedthueringen.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Neue Leichtigkeit oder Niveauverlust?<\/strong><br>\nUmbruch bei ARTE: Zum neuen Jahr strukturiert der deutsch-franz&ouml;sische Kooperationssender sein Programm um. Eine &ldquo;gewisse Leichtigkeit&rdquo; soll in den Kultur-Fernsehsender einziehen, die Themen aktueller werden, sagt Programmdirektor Christoph Hauser. Kritiker f&uuml;rchten eine Verflachung des ARTE-Niveaus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.medien-monitor.com\/Neue-Leichtigkeit-oder-Niveauv.1825.0.html\">Medien Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Wall Street Demonstrators<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/404902_2809412087219_1616236806_2412514_1308500345_n.jpg\" alt=\"\"><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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