{"id":120134,"date":"2024-08-25T09:00:10","date_gmt":"2024-08-25T07:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134"},"modified":"2024-08-23T16:13:10","modified_gmt":"2024-08-23T14:13:10","slug":"hinweise-der-woche-373","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134#h01\">Nord-Stream-Sprengung: <\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134#h02\">Offener Brief von Nicht-Prominenten an den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134#h03\">Kursk und die Folgen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134#h04\">Verbrechen und Strafe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134#h05\">Tomahawk in Deutschland: Abschreckung oder kommt ein &bdquo;Enthauptungsschlag&ldquo; gegen Russland?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134#h06\">Ist die deutsche Politik noch ganz bei Trost?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134#h07\">&bdquo;Kontrollverlust&ldquo; bei der Deutschen Bahn: Wann tritt das Management endlich ab?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134#h08\">Klimawandel: Die Wirtschaft hat keinen R&uuml;ckw&auml;rtsgang<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134#h09\">Nach monatelanger Verz&ouml;gerung: Jetzt kommt brisantes Klima-Gutachten ans Licht, das die Ampel lange zur&uuml;ckhielt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134#h10\">Cum-Cum-Aktiendeals Wie der Fiskus illegale Milliarden verschenkt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Nord-Stream-Sprengung<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie die Tagesschau unkritisch die Sprache der deutschen Beh&ouml;rden &uuml;bernimmt<\/strong><br>\nMit Blick auf die Nord-Stream-Sprengung ist noch wenig faktisch sicher. Einige Medien sind sich aber jetzt schon sicher: Deutschen Beh&ouml;rden ist immer zu trauen.<br>\nViele der Berichte zu angeblichen neuen Erkenntnissen im Falle der gesprengten Nord-Stream-Pipelines erscheinen in wesentlichen Hinsichten fragw&uuml;rdig, nicht zuletzt die Medienrealit&auml;t betreffend. Mit Blick auf Versionen wie die der &bdquo;Tagesschau&ldquo; als einem der bundesweit wichtigsten Medien oder auch wie jene der regional naheliegenden &bdquo;Ostseezeitung&ldquo; bleiben Fragen bestehen &ndash; und es kommen neue hinzu. Zugespitzt formuliert: Das jetzt skizzierte Bild der drei Verd&auml;chtigen aus der Ukraine deutet auf eine besonders skurrile Verschw&ouml;rungsannahme. Und an einem geostrategisch zentralen Ereignis samt dessen medialer Darstellung wird deutlich, dass journalistische Medienschaffende oft im wenig professionellen Sinne &bdquo;mittendrin statt nur dabei&ldquo; sein wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/nord-stream-sprengung-wie-die-tagesschau-unkritisch-die-sprache-der-deutschen-behoerden-uebernimmt-li.2245591\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Zeitbombe Nordstream<\/strong><br>\nDie j&uuml;ngsten Enth&uuml;llungen zum Attentat auf die Ostsee-Gaspipeline passen der EU nicht in den Kram. Schlie&szlig;lich weisen sie nicht wie erwartet nach Russland, sondern in die Ukraine. Deshalb werden sie verdr&auml;ngt &ndash; von Sanktionen ist in Br&uuml;ssel keine Rede mehr.<br>\nEs war einmal das gr&ouml;&szlig;te Infrastrukturprojekt Europas. Dann wurde es zum gr&ouml;&szlig;ten Kriminalfall, manche sprechen sogar von einem Kriegsverbrechen. Nun droht es zu einem Beispiel f&uuml;r Verdr&auml;ngung und Vertuschung zu werden.<br>\nDie Rede ist von Nordstream &ndash; den deutsch-russischen Gaspipelines in der Ostsee, die im September 2022 durch einen Sabotageakt weitgehend (wenn auch nicht vollst&auml;ndig) zerst&ouml;rt wurden. Zwei Jahre sp&auml;ter laufen die T&auml;ter immer noch frei herum, Polen soll einem Hauptverd&auml;chtigen zur Flucht verholfen haben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/27-2024\/zeitbombe-nordstream\/\">Eric Bonse auf Makroskop<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Anschlag auf Nord-Stream-Pipelines: Klappe halten statt aufkl&auml;ren<\/strong><br>\n2022 wurden die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee von Unbekannten gesprengt. Das Interesse scheint zu schwinden, dabei f&uuml;hren Spuren in die Ukraine.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Anschlag-auf-Nord-Stream-Pipelines\/!6031602\/https:\/\/taz.de\/Anschlag-auf-Nord-Stream-Pipelines\/!6031602\/\">Eric Bonse in der taz<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Ukraine hat Nord Stream zerst&ouml;rt? Dem CDU-Politiker Kiesewetter ist es egal<\/strong><br>\nF&uuml;hrung? Fehlanzeige. Weil Politik und Medien sich seit den j&uuml;ngsten Nord-Stream-Enth&uuml;llungen wegducken, kocht die Internetgemeinde &uuml;ber. Ein Kommentar. [&hellip;]<br>\nIndem die russische Spur nach Ma&szlig;gabe des gesunden Menschenverstands vom Tisch ist, bleibt der eisern pro-ukrainischen Front in Deutschland ein einziges Argument: recht getan. Frei nach der Devise &bdquo;Frechheit siegt&ldquo; verf&auml;hrt dabei der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter, immerhin ein Mitglied des Deutschen Bundestags. Er sagt: &bdquo;Au&szlig;erdem sind die Ukrainer die Angegriffenen. Die Sicherheit der Ukraine &ndash; egal, ob sie das zerst&ouml;rt haben oder nicht &ndash; ist in unserem Interesse.&ldquo;<br>\nKlartext: F&uuml;r die deutschen Interessen ist die Sicherheit der Ukraine so wichtig, dass wir den Ukrainern auch gestatten, unsere kritische Infrastruktur zu zerst&ouml;ren. Egal.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/ukraine-hat-nord-stream-zerstoert-cdu-politiker-roderich-kiesewetter-ist-es-egal-li.2245522\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Nord-Stream-Bef&uuml;rworter sollen sich &bdquo;entschuldigen&ldquo; und &bdquo;still sein&ldquo;, schreibt Tusk<\/strong><br>\nWenige Tage nach Bekanntwerden eines Haftbefehls gegen einen Ukrainer im Fall der Pipeline-Sabotage in der Ostsee hat sich der polnische Regierungschef Donald Tusk zu Nord Stream ge&auml;u&szlig;ert. &bdquo;An alle Initiatoren und Schirmherren von Nord Stream 1 und 2: Das Einzige, was ihr jetzt tun solltet, ist euch entschuldigen und still sein&ldquo;, schrieb Tusk auf der Online-Plattform X.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article253061124\/Donald-Tusk-Nord-Stream-Befuerworter-sollen-sich-entschuldigen-und-still-sein.html%20\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Soso, nach dem Anschlag auf die wichtigste Infrastruktur Deutschlands sollen sich die Nord-Stream-Bef&uuml;rworter &bdquo;entschuldigen&ldquo; und &bdquo;still sein&ldquo;. Nachdem zuvor die polnische Vorg&auml;ngerregierung <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/polen-stellt-gutachten-zu-reparationsforderungen-an-deutschland-vor-was-will-warschau-SXLFCY4RSB7YJ3IO7AGUTG2MUA.html\">fragw&uuml;rdige Reparationsforderungen an Deutschland<\/a> richtete, &auml;u&szlig;ert sich Herr Tusk zum gr&ouml;&szlig;ten Schaden nun so. Dabei d&uuml;rften die j&uuml;ngst ergangenen Haftbefehle Teil einer bzw. vornehmlich der Ablenkung dienen. Mittlerweile sind fast zwei Jahre <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=104405\">L&uuml;gen &uuml;ber Nord Stream<\/a> vergangen, aber die Bundesregierung l&auml;sst neue Erkenntnisse zu Nord Stream und Rolle der USA <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108744\">mit &bdquo;Abscheu und Emp&ouml;rung&ldquo; zur&uuml;ckweisen<\/a> und ist <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=115168\">gegen UN-gef&uuml;hrte Ermittlungen zum Nord-Stream-Anschlag<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Offener Brief von Nicht-Prominenten an den Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Bundeskanzler,<br>\nwir schreiben Ihnen als Angeh&ouml;rige einer Generation, die als Kinder noch die letzten Hungermonate des zweiten Weltkrieges oder die Mangeljahre danach erlebt haben. Wir sehen noch unsere V&auml;ter vor uns und die vielen anderen M&auml;nner mit den amputierten Armen und Beinen. Wir sehen unsere Spielkameraden, deren V&auml;ter &bdquo;im Krieg geblieben&ldquo; waren. Wir erinnern uns an unsere Spiele in den Tr&uuml;mmern der St&auml;dte und an unsere durch Krieg und Flucht traumatisierten Eltern. Wir haben Angst!<br>\nWir haben Angst, dass unsere Kinder und Enkel aus einem erneuten Weltkrieg &auml;hnlich versehrt zur&uuml;ckkehren oder nie wieder nach Hause kommen, dass deren Kinder und Enkel wieder in Bombenkratern spielen. Wir haben Angst um unser Land! Wir sind aufgewachsen mit dem unabdingbaren Grundsatz &bdquo;Nie wieder Krieg!&ldquo;, einer Maxime, die selbst bei massiven Drohungen im &bdquo;Kalten Krieg&ldquo; zu diplomatischen Anstrengungen f&uuml;hrte, den Frieden zu bewahren.<br>\nHerr Bundeskanzler, Sie haben versprochen, alles zu tun, dass Deutschland nicht in einen Krieg hineingezogen wird. Wir sch&auml;tzen sehr, dass Sie bisher standhaft gegen eine Lieferung des Taurus-Marschflugk&ouml;rpers geblieben sind und damit ihrem Versprechen folgen. Jetzt aber sollen als Drohung gegen Russland in der Bundesrepublik &bdquo;weitreichende Waffensysteme&ldquo; der USA stationiert werden &ndash; ohne Beschluss eines Verfassungsorgans und ohne dass die deutschen B&uuml;rger gefragt wurden. Es gibt nicht einmal einen NATO-Beschluss. Statt notwendiger R&uuml;stungskontrolle steht nun ein neues Wettr&uuml;sten an &ndash; mit der Gefahr, dass Deutschland zum zentralen Kriegsschauplatz in Europa wird. Dass Sie als SPD-Politiker diese hochgef&auml;hrliche USA-Entscheidung bef&uuml;rworten, macht uns fassungslos. Wir bitten Sie, kehren Sie zur&uuml;ck zum Friedenskurs von Willy Brandt! Gehen Sie alle diplomatischen Wege, die helfen, das T&ouml;ten in der Ukraine und auf der Welt zu beenden. Setzen Sie auf den Ausgleich der Interessen, verbieten Sie deutsche Lieferungen von Waffen, die zu einem Weltkrieg f&uuml;hren k&ouml;nnten, verhindern Sie die Stationierung von USA-Langstreckenraketen in Deutschland!<br>\nSeien Sie ein Friedenskanzler, wir bitten Sie!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wollekamm.de\/\">Wolfgang Kammerer<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>&bdquo;F&uuml;hrt zu nichts&ldquo; &ndash; Kretschmer attackiert Baerbock und fordert Verhandlungen<\/strong><br>\nZwei Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen und Th&uuml;ringen hat sich der s&auml;chsische Ministerpr&auml;sident Michael Kretschmer erneut f&uuml;r eine Verhandlungsl&ouml;sung in dem seit zweieinhalb Jahren tobenden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine geworben. (&hellip;)<br>\nVor dem Hintergrund der aktuellen Debatte &uuml;ber die weitere Finanzierung der Ukraine-Hilfe in der Ampel-Regierung aus SPD, Gr&uuml;nen und FDP erg&auml;nzte Kretschmer mit Blick auf die geplanten Milliarden-Summen zur Unterst&uuml;tzung: &bdquo;Was sind das f&uuml;r Betr&auml;ge? Was k&ouml;nnte man sich davon sparen, wenn vor einem oder vor anderthalb Jahren Deutschland seine Rolle wahrgenommen h&auml;tte, so wie das (der damalige FDP-Au&szlig;enminister) Hans-Dietrich Genscher oder (der fr&uuml;here CDU-Bundeskanzler) Helmut Kohl gemacht h&auml;tten? Einfach sich f&uuml;r Frieden eingesetzt h&auml;tten, daf&uuml;r, dass die Waffen schweigen?&ldquo; Kretschmer kritisierte scharf die Politik von Au&szlig;enministerin Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne). Baerbock sage, es sei nicht die Zeit f&uuml;r Verhandlungen, es sei Zeit f&uuml;r Waffenlieferungen. Kretschmer f&uuml;gte hinzu: &bdquo;Das erz&auml;hlt sie uns jetzt seit zweieinhalb Jahren und jeden Tag sterben da Menschen.&ldquo; Dieser Weg &bdquo;f&uuml;hrt ja zu nichts. Das sehen wir ja.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article253080720\/Michael-Kretschmer-attackiert-Baerbock-Fuehrt-zu-nichts.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Russland und Europa: R&uuml;ckkehr zu der gemeinsamen Sicherheit<\/strong><br>\nDer russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat eine Vorgeschichte. G&uuml;nter Verheugen und Petra Erler zeigen fulminant, wie es so weit kommen konnte. [&hellip;]<br>\nWer Antworten sucht, sollte zu dem &uuml;beraus lesenswerten Buch von G&uuml;nter Verheugen und Petra Erler &bdquo;Der lange Weg zum Krieg. Russland, die Ukraine und der Westen: Eskalation statt Entspannung&ldquo; greifen. Der Titel enth&auml;lt die Botschaft: Dieser Krieg ist nicht &uuml;ber Nacht &uuml;ber die Ukraine gekommen, sondern hat eine lange Vorgeschichte, f&uuml;r die viele Verantwortung tragen. Und: Verst&auml;ndigung &uuml;ber gemeinsame Sicherheit ist zielf&uuml;hrender als Konfrontation, Aufr&uuml;stung und gewaltsame Konfliktl&ouml;sung.<br>\nDie Verfasser bringen Zeitzeugenschaft aus unterschiedlichen Erfahrungszusammenh&auml;ngen mit:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/russland-und-europa-rueckkehr-zu-der-gemeinsamen-sicherheit-li.2244639\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kursk und die Folgen<\/strong><br>\nNach der Ank&uuml;ndigung Berlins, die Finanzierung der Ukraine zu begrenzen, fordert Kiew einen unmittelbaren Zugriff auf im Westen eingefrorenes Verm&ouml;gen des russischen Staats. Die Bundesregierung hat vor kurzem mitgeteilt, &uuml;ber die bereits f&uuml;r Kiew verplanten Mittel hinaus keine neuen Ausgaben zur Unterst&uuml;tzung der Ukraine t&auml;tigen zu wollen; das Land soll nun auf Basis der Zinsertr&auml;ge aus den eingefrorenen Auslandsguthaben der russischen Zentralbank finanziert werden. Kiewer Regierungsangaben zufolge reicht das nicht aus; es sollen deshalb die Guthaben selbst beschlagnahmt werden. Faktisch w&auml;re das ein Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r den Diebstahl fremden Staatseigentums, der weltweit Folgen h&auml;tte &ndash; wohl auch f&uuml;r Auslandsverm&ouml;gen westlicher Staaten. Die Debatte spitzt sich auch deshalb zu, weil die Ukraine faktisch bankrott ist. Weckten noch k&uuml;rzlich &Auml;u&szlig;erungen von Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj und die Entsendung von Au&szlig;enminister Dmytro Kuleba nach China Hoffnung auf Waffenstillstand und Wiederaufbauma&szlig;nahmen, so sind diese nach dem Angriff der Ukraine auf das russische Gebiet Kursk zerstoben. Der Angriff habe Verhandlungen unm&ouml;glich gemacht, werden Diplomaten zitiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9647\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Verbrechen und Strafe<\/strong><br>\nEin ber&uuml;hmter Roman Fjodor Dostojewskis kann uns viel &uuml;ber das Scheitern des Westens im Ukrainekrieg lehren.<br>\nDostojewski hat es in diesen Zeiten schwer. Posthum cancelt man seine Werke mancherorts, weil man ihm anlastet, aus dem gleichen Land zu stammen wie Wladimir Putin, welcher zu des Dichters Lebzeiten noch gar nicht geboren war. &bdquo;Verbrechen und Strafe&ldquo;, auch bekannt als &bdquo;Schuld und S&uuml;hne&ldquo;, ist ein Werk, dessen zeitlose Bedeutung sich in jeder Generation aufs Neue erweist. Heute gleicht vor allem der politische Westen Dostojewskis Antihelden Rodion Raskolnikow, der aus Gr&ouml;&szlig;enwahn eine furchtbare Tat begeht und von deren Folgen unweigerlich eingeholt wird. Das &bdquo;Verbrechen&ldquo; besteht im Versuch, das Riesenreich Russland in einen Krieg zu verwickeln und so zu zerst&ouml;ren. Die &bdquo;Strafe&ldquo; ist nun, dass sich dieser Gegner als unzerst&ouml;rbar erwiesen hat, dass es vielmehr der Westen selbst ist, der jetzt international ins Schlingern kommt. Fast alle L&auml;nder au&szlig;erhalb des NATO-Gebiets wenden sich mit Grausen von dieser durch Heuchelei und Machtgier getriebenen Politik ab. Nicht Russland k&auml;mpft derzeit ums &Uuml;berleben, sondern der Westen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/verbrechen-und-strafe-2\">Patrick Baab in Manova<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Gef&auml;hrliche Schuldverschiebung<\/strong><br>\nEine genauere Analyse der Vorgeschichte des Ukrainekriegs zeigt, dass die Verantwortung des Westens gr&ouml;&szlig;er ist, als es Medien normalerweise vermitteln.<br>\nDie Hauptursache des Ukrainekrieges ist der vom Westen angestrebte NATO-Beitritt der Ukraine. Den &bdquo;russischen Imperialismus&ldquo;, von dem in den Medien fast &uuml;berall die Rede ist, gibt es nicht wirklich. Dieser wurde vielmehr erfunden, um die Schuld bei Russland abladen zu k&ouml;nnen. Das begr&uuml;ndet der bekannte US-Politikwissenschaftler John J. Mearsheimer von der University of Chicago in seinem Artikel. Er entkr&auml;ftet dabei auch die &uuml;blichen Gegenargumente. Die n&uuml;chternen Schilderungen von Mearsheimer sind eine Wohltat im Umfeld gef&auml;hrlicher Kriegstreiberei. Durch seine klaren Gedanken vermag dieser Text Kraft zu spenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/gefahrliche-schuldverschiebung\">Manova<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Tomahawk in Deutschland: Abschreckung oder kommt ein &bdquo;Enthauptungsschlag&ldquo; gegen Russland?<\/strong><br>\nDas Joint Statement der deutschen und der amerikanischen Regierung ist offenbar genau das, was geschrieben steht: eine gemeinsame Erkl&auml;rung &uuml;ber einseitiges Handeln. Zwar proklamiert der deutsche Bundeskanzler die Notwendigkeit, einen &bdquo;eigenen Schutz&ldquo; in Form von m&ouml;glichen Pr&auml;zisionsschl&auml;gen zu haben, wie es auch Vereinbarungen mit den wichtigsten europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten &uuml;ber die Entwicklung &bdquo;eigener F&auml;higkeiten&ldquo; gebe. Deshalb passe die Entscheidung der USA &bdquo;genau in die Sicherheitsstrategie der Bundesregierung&ldquo;. Dort geht es um zu schlie&szlig;ende F&auml;higkeitsl&uuml;cken. Aber sind dies hier eigene Optionen?<br>\nDie im Joint Statement selbstlos daherkommende Verpflichtung der USA zur Nato als Beitrag zur integrierten europ&auml;ischen Abschreckung enth&auml;lt keinerlei multilaterale Bindungswirkung, es ist reine Rhetorik. Zu viel spricht daf&uuml;r, dass die USA hier eine unilaterale Befehlsgewalt &uuml;ber die neuen Waffen aus&uuml;ben. Das als Erl&auml;uterung gedachte Schreiben der Parlamentarischen Staatssekret&auml;re Siemtje M&ouml;ller und Tobias Lindner an den Au&szlig;en- und Verteidigungsausschuss des Bundestages enth&auml;lt ausgerechnet zu diesem heiklen Punkt jedenfalls nichts. Aber selbst im Falle eines deutschen Vetorechts w&auml;re es recht optimistisch zu glauben, dass ein solches die USA aufhalten k&ouml;nnte, falls sie diese Waffen tats&auml;chlich einsetzen wollen. [&hellip;]<br>\nDiese erst nach der Annullierung des INF-Vertrages m&ouml;gliche Stationierung amerikanischer Waffen in Deutschland ist keine eigene deutsche Option, sondern ihr Gegenteil, die Preisgabe eigener Sicherheitspolitik. Die rhetorische Loyalit&auml;tserkl&auml;rung der USA sollte nicht von nat&uuml;rlichen und stets vorhandenen Eigeninteressen ablenken. Und wenn der Verdacht eines neuen Aufgusses alter Enthauptungsfantasien nicht vollst&auml;ndig entkr&auml;ftet werden kann, muss bef&uuml;rchtet werden, dass sie auch heute noch nicht aus der Welt sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/us-raketen-in-deutschland-planen-die-usa-einen-enthauptungsschlag-gegen-russland-li.2245370\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Antwort auf &bdquo;Richtigstellung&ldquo; von Fabian Hoffmann<\/strong><br>\nMein Beitrag zur Vorgeschichte der neuen US-Raketen hat gro&szlig;e Aufmerksamkeit gefunden. Noch gr&ouml;&szlig;er war die Resonanz einer Replik von Fabian Hoffmann. Nachfolgend ist es wieder an mir, dem &bdquo;Bremer Troll&ldquo; (Carlo Masala) auf das Elaborat von Herrn Hoffmann zu antworten.<br>\nDer Text ist leider wieder l&auml;nger. Aber das l&auml;sst sich bei diesem komplexen Thema nicht vermeiden. Es geht hier um die Vorgeschichte einer m&ouml;glicherweise folgenreichen &ndash; und gef&auml;hrlichen &ndash; Entscheidung: der Stationierung neuer US-Raketen in Deutschland. Von daher sollten m&ouml;glichst viele mehr wissen als das, was in den Medien pro Stationierung angef&uuml;hrt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/x.com\/ArnoGottschalk\/status\/1825470885844619461\">Arno Gottschalk auf Twitter\/X<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.R.:<\/strong> Wenn es darum geht, dass Deutschland &ldquo;kriegst&uuml;chtig&rdquo; werden soll, darf nat&uuml;rlich &ldquo;die&rdquo; Wissenschaft nicht fehlen. Einer tut sich da besonders hervor: Fabian Hoffmann. Offensichtlich muss er im &ldquo;Wissenschaftszirkus&rdquo; unter Beweis stellen, dass er gaaaanz wichtig ist. F&uuml;r Hoffmann solle sich die Bundeswehr schon mal <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/ausland\/ukraine-krise\/militaerexperte-fabian-hoffmann-dem-westen-bleiben-zwei-bis-drei-jahre-um-krieg-mit-russland-zu-verhindern_id_259578875.html\">auf einen Angriff Russlands vorbereiten<\/a>, gleichzeitig sind aber <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/zdfheute-live\/russland-kursk-ukraine-offensive-hoffmann-video-100.html\">&ldquo;Russlands Reserven ersch&ouml;pft&rdquo;<\/a>, noch im Dezember 2023 war Hoffmann der Meinung, die <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ukraine-wie-kiew-den-krieg-gewinnen-kann-a-1e9ccfe5-6bc5-4694-938f-249c0c17d6bd\">Ukraine k&ouml;nne den Krieg gewinnen, wenn der Westen genug liefert<\/a>, daf&uuml;r hatte er doch schlie&szlig;lich schon zwei Mal im SPIEGEL geworben, <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/taurus-lieferung-die-ukraine-braucht-waffen-nicht-nur-symbolische-unterstuetzung-a-468a6605-5a83-4411-92cc-f0d364bab4e5\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/marschflugkoerper-fuer-die-ukraine-warum-deutschland-liefern-muss-a-3c8bd74d-b8f2-4eb5-9ea0-7c5d5e4b07da\">hier<\/a>. Und wof&uuml;r das Ganze? <a href=\"https:\/\/x.com\/FRHoffmann1\/status\/1825197539773034669?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Etweet%7Ctwtr%5Etrue\">Na klar doch<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ist die deutsche Politik noch ganz bei Trost?<\/strong><br>\nDer deutsche Umgang mit Israel sei ideologisch verblendet, kommentiert der Soziologe Moshe Zuckermann. Israel begehe seit Jahren Verbrechen und Menschenrechtsvergehen &ndash; doch die deutsche Politik nehme das Land trotzdem gegen jede Kritik in Schutz.<br>\nDas Verh&auml;ltnis Deutschlands zu Israel war von Anbeginn abstrakten Charakters. Das nimmt sich insofern merkw&uuml;rdig aus, als dieses Verh&auml;ltnis zugleich von einer Materialisierung der S&uuml;hne gepr&auml;gt war. Das Verbrochene verwandelte man in einen beidseitig angenommenen Tauschwert. Millionenfach gemordetes Menschenleben lie&szlig; sich am leichtesten ausbezahlen.<br>\nSchwieriger war da der mentale Umgang mit der historischen Katastrophenlast. Entstanden war dadurch eine Gedenkkultur, die &ndash; bei allem, was sie an Positivem hervorgebracht hat &ndash; die Juden (und den mit ihnen gleichgesetzten Zionismus und eben auch Israel) als begrifflich-unlebendige Kategorien behandeln musste.<br>\nDa man im wirklichen Leben nichts &ldquo;wiedergutmachen&rdquo; konnte, umging man diese H&uuml;rde, indem man die Juden, den Zionismus und Israel gleichsam tabuisierte und deren Unber&uuml;hrbarkeit zum ideologischen Fetisch erhob.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/moshe-zuckermann-kommentar-israel-deutschland-100.html\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<p>dazu: <strong>F&uuml;r einen gerechten Frieden in Gaza &ndash; Hilfsblockade beenden und Waffenexporte stoppen<\/strong><br>\nSieben Hilfs- und Friedensorganisationen darunter CARE Deutschland, Oxfam, medico sowie die IPPNW haben Mitte August 2024 eine Petition mit dem Titel &bdquo;F&uuml;r einen gerechten Frieden in Gaza. Waffenexporte stoppen &amp; Hilfsblockade beenden!&ldquo; gestartet. Mit der Petition fordern sie die Bundesregierung gemeinsam mit lokalen Initiativen unter anderem dazu auf, keine R&uuml;stungsg&uuml;ter mehr nach Israel zu exportieren, wenn die Gefahr besteht, dass sie v&ouml;lkerrechtswidrig eingesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/fuer-einen-gerechten-frieden-in-gaza-hilfsblockade-beenden-und-waffenexporte-stoppen\/\">die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>&bdquo;Kontrollverlust&ldquo; bei der Deutschen Bahn: Wann tritt das Management endlich ab?<\/strong><br>\nNeue Recherchen decken den desolaten Zustand der Deutschen Bahn auf. Unser Kolumnist fragt sich, wann das Projekt B&ouml;rsenbahn als gescheitert erkl&auml;rt wird.<br>\nBahnchef m&uuml;sste man sein! Trotz katastrophaler Ergebnisse gibt es Geh&auml;lter und Boni in Millionenh&ouml;he, als f&uuml;hrte man ein Dax-Unternehmen &ndash; und offensichtlich ist man unk&uuml;ndbar. Diesen lukrativen Posten besetzt seit jetzt siebeneinhalb Jahren Richard Lutz. Vorher war er schon sieben Jahre normales Mitglied im Bahnvorstand. Und? Die Deutsche Bahn steht heute so schlecht da wie noch nie!<br>\nDas haben neue Recherchen der S&uuml;ddeutschen Zeitung ergeben. Die Mitarbeiter unzufrieden, das Streckennetz &uuml;beraltert, mehr als jeder dritte Fernzug unp&uuml;nktlich, die Kunden genervt, das Image desastr&ouml;s, die Finanzkennzahlen miserabel. Erschreckend zudem: Die Fahrpl&auml;ne der DB m&uuml;ssten allein in diesem Jahr zwischen zwei und drei Millionen Mal ge&auml;ndert werden, erfuhr die SZ. Ein Mitglied des Aufsichtsrates sagte: &bdquo;Fahrpl&auml;ne werden nicht mehr gerechnet, sondern nur noch gesch&auml;tzt.&ldquo; Das f&uuml;hre zu einem &bdquo;Kontrollverlust&ldquo; bei den Fahrpl&auml;nen, die Folgen seien &bdquo;katastrophal&ldquo;, erkl&auml;rte der Manager. Nicht nur f&uuml;r die Kunden, sondern auch f&uuml;r die Finanzen der Bahn. Denn das Chaos verteuert den Bahnbetrieb, schlie&szlig;lich m&uuml;ssen immer mehr Z&uuml;ge und Personal in Reserve geplant werden, um Ausf&auml;lle zu kompensieren &ndash; vermeidbare Kosten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/kontrollverlust-bei-der-deutschen-bahn-wann-tritt-das-management-endlich-ab-li.2246114\">Maurice H&ouml;fgen in der Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu: <strong>DB-Aufsichtsratsmitglied spricht Klartext: Riesiges Bahn-Chaos: &bdquo;Fahrpl&auml;ne werden nur noch gesch&auml;tzt&ldquo;<\/strong><br>\nSignalst&ouml;rungen, Stellwerksausf&auml;lle und kaputte Weichen haben bei der Deutschen Bahn mittlerweile ein Ausma&szlig; angenommen, das einen geordneten Ablauf des Zugverkehrs kaum noch m&ouml;glich macht. Nach Informationen der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; m&uuml;ssen die Fahrpl&auml;ne der DB allein in diesem Jahr zwischen zwei und drei Millionen Mal ge&auml;ndert werden.<br>\nDie Planung der Zugfahrten ger&auml;t in Deutschland zunehmend zum Lotteriespiel. &bdquo;Fahrpl&auml;ne werden nicht mehr gerechnet, sondern nur noch gesch&auml;tzt&ldquo;, sagte ein Mitglied des Aufsichtsrats der SZ. Das sei ein &bdquo;Riesenproblem&ldquo; und f&uuml;hre zu einem &bdquo;Kontrollverlust&ldquo; bei den Fahrpl&auml;nen. Die Sicherheit des Zugverkehrs sei dadurch zwar nicht beeintr&auml;chtigt, die Folgen seien dennoch &bdquo;katastrophal&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/panorama\/welt\/chaos-bei-der-bahn-fahrplaene-werden-nicht-mehr-gerechnet-sondern-nur-noch-geschaetzt_id_260234197.html\">Focus Online<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Was mir ein Lokf&uuml;hrer erz&auml;hlt, offenbart das ganze Desaster der Deutschen Bahn<\/strong><br>\nDer Zerfall der Deutschen Bahn ist kein g&ouml;ttlicher Ratschluss, er ist hausgemacht. Schlechte Stimmung bei den Kunden. F&uuml;rchterliche Stimmung innerhalb der Bahn AG. Ich pl&auml;diere f&uuml;r einen Manageraustausch.<br>\nVor ein paar Tagen musste ich herzhaft auflachen, danke Deutsche Bahn, denn da erfuhr die Welt, dass im Land der Techniker, T&uuml;ftler und Ingenieure Fahrpl&auml;ne dieser Bahn AG &bdquo;nicht mehr gerechnet, sondern nur noch gesch&auml;tzt werden&ldquo;. Das sei zwar schlimm, &bdquo;katastrophal&ldquo; sogar, aber der Bahnreisende m&uuml;sse sich keine Sorgen machen, die Sicherheit sei nicht gef&auml;hrdet.<br>\nElend Deutsche Bahn.<br>\nEs klingt, als w&auml;re dieser Zustand Schicksal. Es kam &uuml;ber uns das Bahn-Desaster. Der Herr will nicht, dass wir auf Schienen fahren. Oder vielleicht der Teufel. Fast &uuml;berall lese ich, h&ouml;re ich, dass nun viel Geld, sehr viel Geld in die demolierte Bahn-Infrastruktur gesteckt werden muss, da w&uuml;rde man nicht dran vorbeikommen. Das muss so sein, basta. Schicksal.<br>\nAber, Moment mal, dieser Zerfall ist und war kein g&ouml;ttlicher Ratschluss. Es gab in den vergangenen Jahren, seit 1994, seit dieser Bahnreform, die die Eisenbahn erst privatisieren, dann an die B&ouml;rse bringen sollte, ziemlich viele Entscheidungen, falsche Entscheidungen von ziemlich vielen Leuten, die entweder nichts verstanden, oder die falschen Interessen hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/kommentar-von-arno-luik-aus-stolzen-bahnern-ist-ein-berufsstand-voller-frust-und-fatalismus-geworden_id_260243185.html\">Arno Luik auf Focus Online<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Die Folgen der Trassenpreiserh&ouml;hungen: Bahnfahrt nach Absurdistan<\/strong><br>\nDie Nachrichten rund um die Bahn erscheinen wie Realsatire. Beim &ouml;ffentlichen Verkehr geht es derzeit nur in eine Richtung: abw&auml;rts.<br>\nEs klingt wie ein Witz aus einer Satire&shy;sendung: Ein Tempolimit f&uuml;r ICE soll die Fahrplankrise der Deutschen Bahn lindern, fordert der Vorsitzende der Eisenbahnergewerkschaft, Martin Burkert. Durch die Drosselung der Geschwindigkeit von 250 auf 200 Stundenkilometer soll so w&auml;hrend der Generalsanierung des Schienennetzes das Zeitmanagement der Bahn wieder stabiler werden.<br>\nDie Vorschl&auml;ge f&uuml;r Besserungen bei der angeschlagenen Bahn werden immer absurder. Beim &ouml;ffentlichen Verkehr in Deutschland geht es abw&auml;rts, nicht voran.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Folgen-der-Trassenpreiserhoehungen\/!6028476\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Klimawandel: Die Wirtschaft hat keinen R&uuml;ckw&auml;rtsgang<\/strong><br>\nGr&uuml;ne fordern Wirtschaft r&uuml;ckzubauen, um Klima zu retten. Experte warnt: R&uuml;ckw&auml;rts f&uuml;hrt in die Katastrophe. Steckt ein fataler Denkfehler dahinter?<br>\nImmer mehr h&ouml;rt man aus gr&uuml;nen Kreisen, dass alle Versuche einiger westlicher Staaten, mit kleinen nationalen Ma&szlig;nahmen eine klimagerechte Wirtschaft und Gesellschaft aufzubauen, einfach nicht ausreichend sind. Man m&uuml;sse die Wirtschaft r&uuml;ckbauen und sie nicht modifiziert weiter wachsen lassen.<br>\nMan m&uuml;sse zur&uuml;ck zu einem geringeren Einkommen, zu einem einfacheren Leben und insgesamt zu einem deutlich geringerem Ressourcenverbrauch. De-growth, also Schrumpfung, ist das Stichwort, das immer mehr um sich greift. [&hellip;]<br>\nWas, wenn es so allgemein dahingesagt wird, einfach und logisch klingt, ist allerdings unter realen gesellschaftlichen Bedingungen schlicht unm&ouml;glich. Die Wirtschaft hat keinen R&uuml;ckw&auml;rtsgang. R&uuml;ckw&auml;rts bedeutet Katastrophe, weil jederzeit die Gefahr besteht, dass die Wirtschaft kollabiert, obwohl die Bef&uuml;rworter der Schrumpfung das eigentlich nicht wollen.<br>\nKollabiert die Wirtschaft aber, dann ist es mit den gr&uuml;nen Wunschvorstellungen schnell vorbei, weil gr&uuml;n einfach nicht mehr gew&auml;hlt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/Klimawandel-Die-Wirtschaft-hat-keinen-Rueckwaertsgang-9837137.html\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Nach monatelanger Verz&ouml;gerung: Jetzt kommt brisantes Klima-Gutachten ans Licht, das die Ampel lange zur&uuml;ckhielt<\/strong><br>\nAuch dass die Studie nun nicht durch das Ministerium selbst ver&ouml;ffentlicht wird, sondern nur auf die Webseite des &Ouml;ko-Instituts gestellt werden soll, spricht daf&uuml;r, dass das BMWK ihr nicht allzu viel Aufmerksamkeit w&uuml;nscht.<br>\nDenn ihre Inhalte bergen erhebliches Konfliktpotenzial, vor allem mit der FDP: Im Verkehrssektor, f&uuml;r den sie zust&auml;ndig ist, sind sowohl die Subventionen und Verg&uuml;nstigungen als auch die dadurch verursachten CO2-Emissionen mit Abstand am h&ouml;chsten. Pro Jahr fallen durch Dieselsteuererm&auml;&szlig;igung, Entfernungspauschale, Dienstwagenprivileg und Steuerbefreiungen f&uuml;r den Flugverkehr Mindereinnahmen von rund 25 Milliarden Euro an; gleichzeitig erh&ouml;hen diese Privilegien der Studie zufolge die Emissionen bis zum Jahr 2030 insgesamt um mehr als 50 Millionen Tonnen CO2.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/earth\/news\/nach-monatelanger-verzoegerung-jetzt-kommt-brisantes-klima-gutachten-ans-licht-das-die-ampel-lange-zurueckhielt_id_260235793.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Cum-Cum-Aktiendeals Wie der Fiskus illegale Milliarden verschenkt<\/strong><br>\nRund 30 Milliarden Euro k&ouml;nnte sich Deutschland von Banken zur&uuml;ckholen, die sich an illegalen Cum-Cum-Aktiendeals beteiligt haben. Doch die Ermittlungen laufen nach wie vor schleppend. Woran liegt das?<br>\n&ldquo;Die Finanzlobby hat hier beste Arbeit geleistet&rdquo;, sagt die ehemalige K&ouml;lner Cum-Cum-Chefermittlerin Anne Brorhilker und seufzt. &ldquo;Anders kann man sich das &uuml;berhaupt nicht erkl&auml;ren, dass sich der Staat diese riesigen Einnahmen durch die Lappen gehen l&auml;sst.&rdquo;<br>\nF&uuml;r eine derart schleppende Aufarbeitung gibt es f&uuml;r die ehemalige Oberstaatsanw&auml;ltin keine rationale Erkl&auml;rung. H&auml;tte Deutschland die gesch&auml;tzten 30 Milliarden Euro aus Steuersch&auml;den bereits zur&uuml;ckgeholt, g&auml;be es eine andere Situation bei der aktuellen Haushaltsdebatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/finanzen\/cum-cum-skandal-100.html\">tagesschau<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120134\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-120134","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120134","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=120134"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120134\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":120140,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120134\/revisions\/120140"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=120134"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=120134"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=120134"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}