{"id":12014,"date":"2012-01-25T08:45:23","date_gmt":"2012-01-25T07:45:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014"},"modified":"2012-01-25T10:25:21","modified_gmt":"2012-01-25T09:25:21","slug":"hinweise-des-tages-1557","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h01\">45 Millionen haben in Europa keinen Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h02\">Eurokrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h03\">Ethik-Regeln f&uuml;r &Ouml;kononomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h04\">Investieren gegen die Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h05\">Kluft bei Einkommen w&auml;chst rasant<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h06\">Fabian Fritzsche &ndash; Erfolgsformel Lohnzur&uuml;ckhaltung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h07\">How Big Money Bought Our Democracy, Corrupted Both Parties, and Set Us Up for Another Financial Crisis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h08\">Besserverdiener lange geschont<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h09\">Leschs Kosmos: Sind wir eigentlich wahnsinnig? Im Geschwindigkeitswahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h10\">Amerikanische Tr&auml;ume<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h11\">Hartz IV &ndash; Bed&uuml;rftigkeit von Erwerbst&auml;tigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h12\">Der pl&ouml;tzliche Feind im Freund<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h13\">Motive der Forschung: Ist der Kandidat denn auch gut vernetzt?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h14\">Berliner Polizei vertuschte Hintergr&uuml;nde des Ohnesorg-Todes<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h15\">Sogar Gustav Heinemann wurde bespitzelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h16\">Grotkamp erwirbt Mehrheit an WAZ-Gruppe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12014#h17\">Buchneuerscheinung: Der Globale Minotaurus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12014&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>45 Millionen haben in Europa keinen Job<\/strong><br>\nWeltweit sind nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf rund 1,1 Milliarden Menschen arbeitslos oder leben unterhalb der Armutsschwelle. Die Zahl der Arbeitslosen sei 2011 mit 197 Millionen unver&auml;ndert geblieben, teilte die ILO in der Nacht zum Dienstag mit. Es seien damit fast 27 Millionen Personen mehr arbeitslos gewesen als 2007 vor der weltweiten Finanzkrise.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1326503539126\/Kahlschlag-in-der-Krise-45-Millionen-haben-in-Europa-keinen-Job\">Der Standard<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.ilo.org\/global\/publications\/books\/global-employment-trends\/WCMS_171571\/lang--en\/index.htm\">Global Employment Trends 2012: Preventing a deeper jobs crisis &ndash; ILO<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Eurokrise<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Paul De Grauwe &ndash; Mispricing of sovereign risk and multiple equilibria in the Eurozone<\/strong><br>\nEconomists now agree that markets were wrong in placing the same risk premium on Greek bonds as on German bonds. But this column adds that today the same markets are also wrong in overestimating the risk that the periphery countries will default. Policymakers looking to calm such skittish markets should take note. [&hellip;]<br>\nThe story of the Eurozone crisis is also a story of systematic mispricing of the sovereign debt, which in turn led to macroeconomic instability and multiple equilibria. During the 2001&ndash;08 period the systematic underpricing of the risk in the peripheral countries led to unsustainable booms in real estate and in consumption &ndash; that is, until the crash. Since 2010, however, the systematic overpricing of sovereign risk has had the effect of pushing these countries in a self-fulfilling way into bad equilibria characterised by solvency crises and deep recessions (Calvo 1988, Gros 2011, Corsetti and Dedola 2011). [&hellip;]<br>\nIn that case policymakers should also try to stop countries from being driven into a bad equilibrium.<br>\nThis can be achieved by more active liquidity policies by the ECB that aim to prevent a liquidity crisis in government bond markets from leading to a self-fulfilling solvency crisis (see Wyplosz 2011 and De Grauwe 2011b on this site).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.VoxEU.org\/index.php?q=node\/7553\">VOX<\/a>\n<p><em><strong>Kurzzusammenfassung (JB):<\/strong> Der belgische &Ouml;konom Paul De Grauwe weist darauf hin, die Zinsen der peripheren Eurostaaten seit der Einf&uuml;hrung des Euros falsch bepreist waren. Waren die Risikoaufschl&auml;ge bis zum Beginn der Finanzkrise zu gering, sind sie heute jedoch zu hoch. Dieser zu hohe Aufschlag f&uuml;hrt jedoch zu tiefgreifenden Problemen. Als Korrektiv schl&auml;gt De Grauwe eine wesentliche aktivere Interventionspolitik durch die EZB vor.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eurogroup rejects PSI deal<\/strong><br>\nEurozone finance ministers on Monday gave the thumbs-down to a plan for private sector involvement (PSI) in the writedown on Greek debt. [&hellip;]<br>\n&ldquo;We told him [Venizelos] to continue the negotiations [with Dallara] until the interest rate comes down below 4 percent,&rdquo; Eurogroup chairman Jean-Claude Juncker told a news conference in Brussels late on Monday.<br>\nJuncker was referring to the average interest rate (annual coupon) of the new 30-year bonds that will be issued to bondholders after the haircut of 50 percent on the face value of their portfolio. [&hellip;] Venizelos had agreed with Dallara to a rate of 4.25 percent before Athens was told that the EU would not accept anything above 3.5 percent during a euro working group teleconference with PSI negotiators on Saturday.<br>\nAt a rate of 4 percent or more, &ldquo;even with a 100 percent PSI participation [of bondholders] the Greek debt won&rsquo;t fall below 150 percent in 2020,&rdquo; Juncker said, referring to an IMF debt sustainability report which said that any PSI deal must ensure that the Greek debt-to-GDP ratio reaches 120 percent in 2020.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.athensnews.gr\/portal\/11\/52566\">Athens News<\/a><\/li>\n<li><strong>St&auml;ndiger Rettungsschirm beschlossen<\/strong><br>\nEs soll der n&auml;chste Schritt aus der Schuldenkrise sein: Die Eurol&auml;nder einigen sich auf den Krisenfonds ESM. 500 Milliarden Euro sind verf&uuml;gbar, um klammen L&auml;ndern zu helfen &ndash; vorerst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!86253\/\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Ethik-Regeln f&uuml;r &Ouml;kononomen<\/strong><br>\n&Ouml;konomen und Finanzwissenschaftler erkl&auml;ren uns die Krise oder empfehlen Verbrauchern eine Versicherung. Aber: Nicht immer sind sie unabh&auml;ngig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/flash\/mediathek\/mediathek.html?media=audio100807\">NDR mediathek<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers A.T.:<\/strong> Die bekannten und gern zitierten &Ouml;konomen Raffelh&uuml;schen und Straubhaar werden gleich zu Beginn genannt und zu ihren Verbindungen in die Wirtschaft befragt. Beide rechtfertigen sich und f&uuml;hren an, dass gerade sie f&uuml;r Transparenz sorgen, weil sie ihre Mandate im Internet offenlegen. Au&szlig;erdem sinniert Straubhaar ganz abenteuerlich &uuml;ber einen angeblich falsch verstandenen Begriff des unabh&auml;ngigen Experten.<\/em><br>\n<em>Straubhaar versucht die Interessenabh&auml;ngigkeit herunterzuspielen, indem er behauptet, dass jeder irgendwie parteiisch sei. Vom Anspruch einer objektiven Wissenschaft keine Spur.<\/em><br>\n<em>Die gefragten Experten geben an, ihre &ldquo;Abh&auml;ngigkeiten&rdquo; im Web &ouml;ffentlich gemacht zu haben und spielen den Ball durchaus berechtigt zu den Medien zur&uuml;ck, die das bisher nicht zur Kenntnis nehmen wollten.<\/em><br>\n<em>Die Frage, wie das Zusammenspiel zwischen PR-&Ouml;konomen und den Medien funktioniert, bleibt daher auch unbeantwortet. Immerhin wird die Kritik geh&ouml;rt und redaktionell aufgegriffen. Ein Film aus den USA wird als Ausl&ouml;ser herangezogen. Bis zum Herbst will die &Ouml;konomenvereinigung in Deutschland sch&auml;rfere Transparenzregeln erarbeiten. Ich schlage aber schon jetzt vor, einfach die NachDenkSeiten zu lesen.<\/em><\/p>\n<p><strong>Nochmals: <a href=\"\/?p=11994#h02\">&Ouml;konomenkritik<\/a><\/strong><\/p>\n<p><em><strong>Unser Leser S.T. schreibt uns dazu:<\/strong> Erstens: Im Internet gibt es eine Linkliste zur aktuellen <a href=\"http:\/\/hd.real-world-economics.de\/?p=404\">Debatte in der &Ouml;konomik<\/a>, ausgel&ouml;st u.a. vom Bachmann-Artikel auf Spiegel Online (Ein Uni-&Ouml;konom teilt aus Lernt unsere Sprache, bevor ihr mitredet; auf oekonomenstimme.org: <a href=\"http:\/\/www.oekonomenstimme.org\/artikel\/2012\/01\/haben-die-uni-oekonomen-versagt\/\">Haben die Uni-&Ouml;konomen versagt?<\/a>).<\/em><br>\n<em>Dem m&ouml;chte ich noch zwei Links hinzuf&uuml;gen:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Interview mit Claus Peter Ortlieb: &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.faz.net\/-gum-6sqk9%20\">&Ouml;konomie ist eigentlich keine Wissenschaft<\/a>&rdquo; (28.05.2011)<\/em><\/li>\n<li><em>An der Realit&auml;t vorbei: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/campus\/1644501\/\">VWL-Studierende fordern gr&ouml;&szlig;ere Wirklichkeitsn&auml;he ihres Faches<\/a><br>\nThomas D&uuml;rmeier im Gespr&auml;ch mit Manfred G&ouml;tzke (Deutschlandfunk)<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Zweitens: Ein interessanter wie gut lesbarer, am&uuml;santer und <a href=\"http:\/\/paecon.hallowiki.de\/hallowelt\/security\/secureImage.php?f=\/5\/57\/Bachmann_WE_DL.pdf%20\">sehr deutlicher Kommentar von Prof. D. L&ouml;hr und Prof. W. Elsner [PDF &ndash; 30,3 KB]<\/a> zum Artikel von R&uuml;diger Bachmann (siehe oben).<\/em><\/p>\n<p><em>Drittens: Es ist ja sch&ouml;n, dass Leute wie Michael H&uuml;ther, Dennis Snower oder Kenneth Rogoff zu der Erkenntnis gelangt sind, dass die &ldquo;alten Modelle&rdquo; ausgedient h&auml;tten. Ich frage mich aber, ob es die richtigen Leute sind, um tats&auml;chlich Impulse f&uuml;r eine Neuorientierung oder eine Pluralit&auml;t in der Lehre und Wissenschaft zu setzen.<\/em><br>\n<em>Meine Erfahrungen in den letzten f&uuml;nf bis sieben Jahren sind eher ern&uuml;chternd: Es wird zwar recht medienwirksam eine gewisse Demut gezeigt, auch gibt es die ein oder anderen Veranstaltungen zur &ldquo;Krise&rdquo;, aber die tats&auml;chlichen &Auml;nderungen im Studium wie in der Forschung halten sich im &uuml;berschaubaren Rahmen.<\/em><br>\n<em>Die wesentlichen &Auml;nderungen kommen seitens der Studierenden! Beispielhaft dazu u.a. der <a href=\"http:\/\/www.real-world-economics.de\/\">AK Postautistische &Ouml;konomie Heidelberg<\/a>, der einzelne Veranstaltungen organisierte. Dummerweise sind es eben solche selbstorganisierten Veranstaltungen, die von Wissenschaftlern wie R&uuml;diger Bachmann madig gemacht werden.<\/em><br>\n<em>Davon abgesehen sprechen auch die w&ouml;chentlichen Stellenausschreiben z.B. der ZEIT eine deutliche Sprache. Im wirtschaftswissenschaftlichen Bereich sind nach wie vor &Ouml;konometrie und Empirie, Modelle und Mikro&ouml;konomik gefragt. Von Pluralit&auml;t, alternativen Ans&auml;tze usw. ist dort kaum eine Spur. &ldquo;Interdisziplinarit&auml;t&rdquo; fristet meiner Erfahrung nach leider ein Dasein als gut klingendes Label ohne Inhalt.<\/em><br>\n<em>Dem gegen&uuml;ber meinte Dennis Snower k&uuml;rzlich in der <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:oekonomie-in-der-kritik-wir-stehen-am-anfang-einer-revolution\/60155490.html\">Financial Times Deutschland<\/a>:<\/em><\/p>\n<blockquote><p><em>&ldquo;Deshalb empfehle ich jungen Menschen, &Ouml;konomie zusammen mit Soziologie, Anthropologie, Psychologie und Philosophie zu studieren. Daraus ergeben sich viele Einsichten, die hergebrachte &ouml;konomische Modelle nicht bieten&rdquo;.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em>Ich bin wirklich gespannt, ob er tats&auml;chlich daf&uuml;r sorgt, dass an seinem Institut z.B. Ethnolog(inn)en quereinsteigen k&ouml;nnen; oder anderweitig z.B. ideengeschichtlich oder wirtschaftsethisch geforscht wird. Ehrlich gesagt habe ich so meine Zweifel! <\/em><br>\n<em>Kurz: Der Notwendigkeit von &Auml;nderungen in der &Ouml;konomik wird ja schon seit Jahren immer wieder gefordert; ihr steht aber unser verkrustetes Uni-System sowie die kaum vorhandene und konservativ ausgepr&auml;gte F&ouml;rderpolitik (in der Wissenschaft) entgegen. Etwas zu ver&auml;ndern erfordert mehr als nur Lippenbekenntnisse. Aus sich selbst heraus scheinen mir der Wirtschaftswissenschaft nur begrenzte Ver&auml;nderungsm&ouml;glichkeiten zur Verf&uuml;gung zu stehen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Investieren gegen die Krise<\/strong><br>\nDie deutsche Wirtschaft wird 2012 stagnieren, die Eurozone in die Rezession rutschen, so das IMK. Kurzfristig kann nur die EZB eine weitere Zuspitzung verhindern. Ein starrer Sparkurs schadet&hellip;<br>\nEs sei gef&auml;hrlich, wenn Euro-L&auml;nder mit hohen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;ssen zeitgleich mit den Krisenstaaten auf Sparkurs gehen. Stattdessen empfehlen die Forscher Deutschland, den Niederlanden, Finnland und &Ouml;sterreich st&auml;rkere &ouml;ffentliche Investitionen, um die Konjunktur zu stabilisieren. Das IMK h&auml;lt es f&uuml;r sinnvoll, notwendige zus&auml;tzliche Investitionen in Bildung und Infrastruktur durch h&ouml;here Steuern auf hohe Einkommen und gro&szlig;e Verm&ouml;gen zu finanzieren. Auf diese Weise erg&auml;ben sich positive Wirkungen auf Wachstum und Besch&auml;ftigung.<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/120126_01.jpg\" alt=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/impuls_2012_01_1.pdf\">B&ouml;ckler Impuls 01\/2012 [PDF &ndash; 263 KB]<\/a>\n<p><strong>dazu passend: IWF warnt Deutschland vor &uuml;bertriebener Sparsamkeit<\/strong><br>\nDer W&auml;hrungsfonds wendet sich gegen die Politik von Kanzlerin Merkel. Die &Ouml;konomen fordern von starken L&auml;ndern Augenma&szlig; bei der Haushaltskonsolidierung &ndash; und korrigieren die Wachstumsaussichten f&uuml;r Deutschland und Europa nach unten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/international\/:schuldenkrise-iwf-warnt-deutschland-vor-uebertriebener-sparsamkeit\/60159088.html#utm_source=rss2&amp;utm_medium=rss_feed&amp;utm_campaign=\/politik\">FTD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kluft bei Einkommen w&auml;chst rasant<\/strong><br>\nDie Schere zwischen arm und reich geht weiter auseinander. Das muss nicht so sein: Die OECD legt Vorschl&auml;ge vor, wie die Politik soziale Ungleichheit bek&auml;mpfen und die Wirtschaft st&auml;rken kann. [&hellip;]<br>\nIn Deutschland seien die unteren Einkommen besonders stark gesunken, berichtet Isabell Koske von der Wirtschaftsabteilung der Organisation f&uuml;r wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Der Lohn eines Geringverdieners ist demnach heute nur noch halb so hoch wie der Lohn eines Besch&auml;ftigten mit mittlerem Einkommen. Eine gr&ouml;&szlig;ere Lohnkluft haben die Forscher nur noch in S&uuml;dkorea und den USA entdeckt. In allen anderen der 25 untersuchten Industriel&auml;nder waren Geringverdiener nicht so weit abgeh&auml;ngt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/oecd-bericht-kluft-bei-einkommen-waechst-rasant,1472780,11500866.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><strong>dazu passend: Die Entwicklung der Spitzeneinkommen im 20. Jahrhundert<\/strong><br>\nInteressante Grafiken zur Entwicklung der Spitzeneinkommen verschiedener L&auml;nder finden Sie unter <a href=\"http:\/\/184.168.89.58\/sketch\/#Graphic\">The World Top Incomes Database<\/a>: z.B. f&uuml;r Deutschland.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Fabian Fritzsche &ndash; Erfolgsformel Lohnzur&uuml;ckhaltung?<\/strong><br>\nAufgrund der j&uuml;ngsten Arbeitsmarktzahlen wurde Deutschland mit Hinweis auf die langj&auml;hrige Lohnzur&uuml;ckhaltrung von einigen &Ouml;konomen als Vorbild f&uuml;r die anderen Staaten der Eurozone empfohlen. Zu Recht? [&hellip;]<br>\nDer Versuch, als Volkswirtschaft &uuml;ber Kostensenkungen Export&uuml;bersch&uuml;sse gegen&uuml;ber dem Ausland zu erzielen, w&auml;re daher ein Kampf gegen Windm&uuml;hlen. Dar&uuml;ber hinaus stellt sich die Frage, inwieweit es erstrebenswert ist, die inl&auml;ndische Nachfrage zu vernachl&auml;ssigen, um au&szlig;ereurop&auml;ische Volkswirtschaften in die Lage zu bringen, in der sich aktuell die Peripherie der Eurozone befindet. Wie vom Autor schon vor zwei Jahren angemerkt (2)  und j&uuml;ngst von S&amp;P betont (3), sind diese au&szlig;enwirtschaftlichen Ungleichgewichte ein Hauptgrund f&uuml;r die Krise der Eurozone. Die Idee, was f&uuml;r ein Land m&ouml;glicherweise sinnvoll war, auf alle gleichzeitig zu &uuml;bertragen, ist damit durchaus problematisch.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/wirtschaftswunder\/index.php?op=ViewArticle&amp;articleId=2860&amp;blogId=16\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>How Big Money Bought Our Democracy, Corrupted Both Parties, and Set Us Up for Another Financial Crisis<\/strong><br>\n&ldquo;Crony capitalism is about the aggressive and proactive use of political resources, lobbying, campaign contributions, influence-peddling of one type or another to gain something from the governmental process that wouldn&rsquo;t otherwise be achievable in the market. And as the time has progressed over the last two or three decades, I think it&rsquo;s gotten much worse. Money dominates politics.&rdquo; Those are the words of former budget director for President Reagan, (David Stockman) talking to Bill Moyers in this week&rsquo;s episode of Moyers &amp; Company&hellip;<br>\nAs a result,&rdquo; Stockman says, &ldquo;we have neither capitalism nor democracy. We have crony capitalism.&rdquo;<br>\nHe names &ndash;Larry Summers and Tim Geithner, General Electric&rsquo;s Jeffrey Immelt, and more&ndash;who are deeply involved still in the Obama administration.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/news\/153844\">AlterNet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Besserverdiener lange geschont<\/strong><br>\nDie rot-gr&uuml;nen Steuerreformen von 1999 bis 2005 lie&szlig;en den Spitzensatz der Einkommensteuer von 53 auf 42 Prozent sinken. Seit 2007 gilt zwar f&uuml;r zu versteuernde Einkommen ab 250.000 Euro mit 45 Prozent wieder ein etwas h&ouml;herer Satz. Dennoch bleibt die Steuerschuld f&uuml;r Steuerzahler mit sehr hohen Einkommen sp&uuml;rbar niedriger als 1998&hellip;<br>\nIn Folge der Finanzkrise haben sich inzwischen viele Staaten drastisch verschuldet. Einige haben deshalb in j&uuml;ngster Zeit ihre Spitzensteuers&auml;tze angehoben, allen voran Gro&szlig;britannien &ndash; auf 50 Prozent. Auch in Deutschland werden h&ouml;here &ldquo;Reichensteuern&rdquo; wieder verst&auml;rkt diskutiert. Die DIW-Forscher weisen darauf hin, dass wohlhabende B&uuml;rger dem Spitzensteuersatz nur teilweise unterliegen. Denn in Deutschland sei die &ldquo;Dualisierung&rdquo; der Einkommensteuer stark vorangetrieben worden. Unternehmenseink&uuml;nfte und Kapitaleinkommen wurden zunehmend aus der gemeinsamen Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer herausgenommen und gesonderten proportionalen Steuers&auml;tzen unterworfen, die deutlich niedriger sind als der Spitzensteuersatz.<br>\nDadurch greift der H&ouml;chstsatz nur noch bei Lohn- und Vermietungseinkommen, Unternehmenseinkommen der Selbstst&auml;ndigen, die nicht gleich wieder ins Unternehmen gesteckt werden, sowie Renten und Pensionen. Vom bestehenden &ldquo;Reichensteuerzuschlag&rdquo; in H&ouml;he von drei Prozentpunkten sind nur etwa 45.000 Steuerpflichtige betroffen, rund 0,1 Prozent aller Steuerpflichtigen. Auf Grundlage des DIW-Mikrosimulationsmodells und der Einkommensteuerstatistiken der Jahre 2004 bis 2007 kommen Bach und Haan hier auf gesch&auml;tzte Mehreinnahmen von j&auml;hrlich 800 Millionen Euro.<br>\nVon allen Oppositionsparteien liegen inzwischen Vorschl&auml;ge zur Erh&ouml;hung des Spitzensteuersatzes vor. Die beiden &Ouml;konomen haben verschiedene Szenarien durchgerechnet&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/38664_38682.htm\">B&ouml;ckler Impuls 01\/2012<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Leschs Kosmos: Sind wir eigentlich wahnsinnig? Im Geschwindigkeitswahn<\/strong><br>\nZwischen London und New York wird ein 6021 km langes Transatlantikkabel verlegt Kabel, dieses Kabel wird die Transaktionszeit zwischen beiden B&ouml;rsen um sage und schreibe 6 Milisekunden verk&uuml;rzen und das kostet 300 Millionen Dollar.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1503614\/Sind-wir-eigentlich-wahnsinnig%253F-#\/beitrag\/video\/1503614\/Sind-wir-eigentlich-wahnsinnig%3F-\">ZDFmediathek<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Welt des Geldes handelt mit aberwitziger Geschwindigkeit.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung JB:<\/strong> Vollkommen unverst&auml;ndlich ist, dass diese &bdquo;Betriebsausgaben&ldquo; des Finanzsektors auch noch zum Teil mit Steuergeldern finanziert werden.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ausgangspunkt der Ausf&uuml;hrungen Leschs ist die Verlegung eines neuen Transatlantikkabels, welches  die Zeit der Informations&uuml;bertragung zwischen London und New York um 6 Millisekunden verk&uuml;rzt. Dieser  Zeitgewinn soll vor allem den automatischen Transaktionen zwischen den B&ouml;rsen in London und New York zugutekommen. Der Auftraggeber Hibernia Atlantica will f&uuml;r den neuen Datenkanal eine 50 Mal h&ouml;here Geb&uuml;hr fordern als bei den bestehenden Verbindungen. Da der Geschwindigkeitsvorteil f&uuml;r gro&szlig;e Hedge Fonds etwa 100 Millionen US-Dollar je Millisekunde und Jahr wert sein soll, d&uuml;rften die Kosten des neuen Kabels in H&ouml;he von 300 Millionen US-Dollar schnell eingespielt sein. W&auml;hrungsh&auml;ndler und andere Trader stehen bereits Schlange. &ndash; Jenseits der Tatsache, dass der Austausch von Informationen und die Ausf&uuml;hrung von Entscheidungen schneller (ein Drittel Lichtgeschwindigkeit) m&ouml;glich ist, als wir mit unseren Sinnen folgen k&ouml;nnen, stelle man sich einmal vor, wie sich solche Millisekunden Zeitgewinn in ganz anderen Bereich auswirken, dass 6 Millisekunden z.B.  kriegsentscheidend sein k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Amerikanische Tr&auml;ume<\/strong><br>\nWashington preist Zustand der eigenen Wirtschaft und verweist auf Probleme der Euro-Zone. Amerika habe sein Haus in Ordnung gebracht und die Banken, die &uuml;berlebt haben, seien heute st&auml;rker denn je, so das Mantra. Das Gegenteil sei jedoch jenseits des Atlantik der Fall. Europa drohe bei einer immer wahrscheinlicher werdenden Staatspleite eines Mitglieds der Euro-Zone auf Grund der transatlantischen finanzwirtschaftlichen Verflechtungen die USA mit in den Abgrund zu rei&szlig;en.  Diese Bef&uuml;rchtungen haben in der Tat einen realen Hintergrund. Wie die US-Wirtschaftszeitung Forbes k&uuml;rzlich unter Verweis auf eine Studie der Universtit&auml;t Princeton berichtete, sind europ&auml;ische und US-amerikanische Banken mit gegenseitigen Forderungen im Volumen von zehn Billionen (10000 Milliarden) Dollar meist &uuml;ber Finanzderivate miteinander verfilzt.<br>\nW&auml;hrend US-Experten den europ&auml;ischen Politikern vorwerfen, sie steckten ihren Kopf in den Sand und ignorierten die tats&auml;chliche Gr&ouml;&szlig;e der Probleme, merken sie &uuml;berhaupt nicht, da&szlig; dies noch mehr auf ihr Land und sie selbst zutrifft. Daran k&ouml;nnen auch die gesch&ouml;nten Statistiken wie die angeblich sinkende Arbeitslosigkeit, kaum merkliche Inflationsraten trotz Monetarisierung der Staatsschulden durch die Banknotenpresse und angeblich kr&auml;ftiges Wirtschaftswachstum nichts &auml;ndern. Derweil spitzt sich die Verschuldungskrise der US-Bundesstaaten und Kommunen gef&auml;hrlich zu. Finanzanalystin Meredith Whitney, die 2007 als erste auf die Verwerfungen im US-Immobilienmarkt hingewiesen hatte, beklagt in einer umfassenden Studie, da&szlig; z.B. Kalifornien, Illinois und New Jersey nicht besser dran sind als Griechenland, Portugal und Spanien. &Uuml;berall werden Angestellte entlassen, dringende Reparaturen der Infrastruktur aufgeschoben, Dienstleistungen gek&uuml;rzt oder ganz eingestellt. In manchen St&auml;dten wurden sogar die meisten Polizisten entlassen und die Streifenfahrten komplett gestrichen. Mit wenigen Ausnahmen sind die US-Bundesstaaten und viele ihrer St&auml;dte faktisch pleite. Sie stellen laut Whitney ein &raquo;neues systemische Risiko f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte dar&laquo;, deren fragiler Zustand lediglich durch die erst k&uuml;rzlich eingef&uuml;hrten laxen Rechnungslegungsvorschriften versteckt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/01-21\/025.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Hartz IV &ndash; Bed&uuml;rftigkeit von Erwerbst&auml;tigen<\/strong><br>\nGut zwei Milliarden Euro pro Jahr muss der Bund &ndash; nach Berechnungen des DGB &ndash; &uuml;ber Hartz IV j&auml;hrlich aufwenden, um Geringverdienern mit Vollzeitjobs ein gesellschaftliches Existenzminimum zu garantieren. Der Staat subventioniert so auch Arbeitgeber, die Arbeitnehmer zu Hungerl&ouml;hnen besch&auml;ftigen. Rechnet man jene mit einem sozialversicherten Teilzeitjob hinzu, so kommt man auf etwa 4 Mrd. Euro Ausgaben im Hartz IV-System f&uuml;r Aufstocker mit sozialversichertem Job.<br>\nTrotz (noch) steigender Besch&auml;ftigung und nomineller Lohnsteigerungen gab es Mitte 2011 570.000 Besch&auml;ftigte, die einen sozialversicherten Job aus&uuml;bten und Sozialbeitr&auml;ge zahlten, von ihrer Arbeit aber nicht leben konnten und auf Hartz IV angewiesen waren. Bundesweit waren dies 2,5 % aller sozialversichert Besch&auml;ftigten, die zu den Aufstockern z&auml;hlen. Im Osten ist das Verarmungsrisiko Erwerbst&auml;tiger gut doppelt so hoch wie im Westen (4,5 % aller Besch&auml;ftigten im Osten gegen&uuml;ber 2,0 % im Westen.).<br>\nVon den Aufstockern mit sozialversichertem Job gingen rd. 330.000 einer Vollzeitbesch&auml;ftigung nach und knapp 240.000 &uuml;bten sozialversicherte Teilzeit aus&hellip;<br>\nNeben den Aufstockern mit sozialversichertem Job gehen viele Hartz IVEmpf&auml;nger aber auch einer geringf&uuml;gigen Besch&auml;ftigung nach oder sind selbst&auml;ndig. Bezieht man diesen Personenkreis mit ein, so erh&ouml;ht sich die Zahl der erwerbst&auml;tigen Hartz IV-Bezieher auf 1,36 Mio. Mitte 20112. Gegen&uuml;ber 2007 hat sich die Zahl aller erwerbst&auml;tigen Hilfeempf&auml;nger um gut 100.000 erh&ouml;ht. Dies entspricht einem Anteil von 29 Prozent aller Hartz IV-Empf&auml;nger im<br>\nerwerbst&auml;tigen Alter von 15 bis 64 Jahren.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/120125_hinweise_hartz_IV_beduerft_von_erwerbstaet.pdf\">DGB arbeitsmarktaktuell [PDF &ndash; 471,4 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Der pl&ouml;tzliche Feind im Freund<\/strong><br>\nWieder hat ein afghanischer Soldat pl&ouml;tzlich Isaf-Kollegen erschossen. Ursache dieser sich h&auml;ufenden F&auml;lle: Traumatisierung und gegenseitiges Misstrauen. &Auml;hnliche Vorf&auml;lle hatten zuletzt wieder zugenommen. Im letzten Fr&uuml;hjahr tauchte kurz ein Bericht im Internet auf, den US-Sozialwissenschaftler f&uuml;r das Isaf-Regionalkommando Ost erstellt hatten. Er z&auml;hlt mindestens 26 Angriffe von Mai 2007 bis Mai 2011 mit 58 Toten &ndash; 6 Prozent aller Isaf-Verluste in dieser Zeit. Nachdem Medien den Bericht aufgriffen, wurde er als geheim eingestuft, wohl auch, weil sein Fazit &ndash; es bestehe eine &ldquo;rapide wachsende systematische Gefahr&rdquo; solcher Angriffe &ndash; zu weit geht. Sicherlich haben die Nato-Staaten kein Interesse, ein Kernst&uuml;ck ihrer Strategie der Verantwortungs&uuml;bergabe bis Ende 2014 an die Karsai-Regierung in Frage zu stellen, also Aufbau und Ausbildung afghanischer Streitkr&auml;fte. Doch d&uuml;rften noch andere Faktoren wichtig sein. Laut Weltgesundheitsorganisation leidet &ldquo;eine Mehrheit&rdquo; aller Afghanen an Depressionen, Angstzust&auml;nden und &ldquo;fast die H&auml;lfte&rdquo; an posttraumatischen Belastungsst&ouml;rungen &ndash; somit auch Polizisten und Soldaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Getoetete-Franzosen-in-Afghanistan\/!86063\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Depressionen, Angstzust&auml;nde und Misstrauen d&uuml;rften in jedem Krieg ganz selbstverst&auml;ndliche Ph&auml;nomene sein, in dem Freund und Feind nicht mehr zu unterscheiden sind. Es geh&ouml;rt in die Geschichte der vielen Fehleinsch&auml;tzungen, dass die USA und ihre Verb&uuml;ndeten meinten, in diesem Umfeld eine stabile und stabilisierende afghanische Armee aufbauen zu k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Motive der Forschung: Ist der Kandidat denn auch gut vernetzt?<\/strong><br>\nDie Curiositas war und ist die entscheidende Triebfeder der modernen Wissensgesellschaft. Bis ins 18. Jahrhundert hinein bedeutete die Neugierde eine Tods&uuml;nde. Aus der Perspektive der Kirchen entsprang sie einem Versto&szlig; gegen das g&ouml;ttliche Privileg der Allwissenheit.  Hans Blumenberg hat gezeigt, wie sich die wissenschaftliche Modernisierung im Europa der Fr&uuml;hen Neuzeit &uuml;ber die Entfaltung der theoretischen Neugierde als gleichsam h&auml;retischer Prozess ausbildet. In dem Ma&szlig;e, in dem sich die Curiositas aus dem Bannkreis der kirchlichen Verbote befreien konnte, trieb sie eine Bewegung voran, die das Denken der Welt im wissenschaftlichen Ma&szlig;stab erm&ouml;glichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/forschung-und-lehre\/motive-der-forschung-ist-der-kandidat-denn-auch-gut-vernetzt-11600466.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Berliner Polizei vertuschte Hintergr&uuml;nde des Ohnesorg-Todes<\/strong><br>\nEs ist ein Schl&uuml;sselereignis der bundesdeutschen Geschichte: 1967 wurde bei einer Demonstration der Student Benno Ohnesorg erschossen. Offenbar gezielt. Die Polizei deckte den Sch&uuml;tzen Karl-Heinz Kurras; sogar die Leiche des Opfers wurde manipuliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,810583,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Und es geht nicht einfach um diesen Mord &ndash; den man auch so benennen sollte, wenn die Recherche stimmt, sondern darum was dieser Mord ausl&ouml;ste: die Kriminalisierung der studentischen Proteste durch die Springer-Presse bis hin zur Radikalisierung des Protestes. &ldquo;Wo Journalismus nur noch dazu da ist, Polizeieins&auml;tze zu beschreiben, wo Polizeikn&uuml;ppel, Wasserwerfer und Dienstpistole die logische, die ununterbrochene Fortsetzung von Journalismus sind &hellip;, da hat die Demokratie aufgeh&ouml;rt. Da hat der Polizeistaat begonnen,&rdquo;  schrieb Ulrike Meinhof. Was w&auml;re in der bundesrepublikanischen Geschichte anders gelaufen, wenn der Rechtstaat funktioniert h&auml;tte und Kurras angeklagt worden w&auml;re?<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Was wurden nicht alles f&uuml;r Legenden um diesen Mord geflochten, mal war er <a href=\"\/?p=3968\">Ausl&ouml;ser der Studentenbewegung<\/a>, mal steckte <a href=\"\/?p=4001\">die Stasi dahinter<\/a>, alle diese Legenden dienten immer dem gleichen Zweck, n&auml;mlich diejenigen, die die &Ouml;ffentlichkeit gegen den studentischen Protest aufhetzten, zu entschuldigen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Sogar Gustav Heinemann wurde bespitzelt<\/strong><br>\nDie Abgeordneten der Linkspartei sind nicht alleine: Seit 60 Jahren bespitzelt der Geheimdienst Politiker. Otto Schily in seiner Zeit bei den Gr&uuml;nen und auch Bundespr&auml;sident Gustav Heinemann (SPD) standen im Fokus des Verfassungsschutzes.<br>\nIm Visier des Verfassungsschutzes ist das linke Spektrum, seit es den Inlandsgeheimdienst gibt &ndash; also seit mehr als 60 Jahren&hellip;<br>\nEs entwickelte sich eine Geschichte der Skandale &ndash; wobei der Ur-Skandal die massive Durchsetzung der Verfassungsschutzapparate mit fr&uuml;heren SS-Leuten und NS-Geheimdienstlern war. Klares Feindbild: der Kommunismus. Wer umst&uuml;rzlerischer Aktivit&auml;ten verd&auml;chtig war, das wurde gro&szlig;z&uuml;gig ausgelegt. Auch in der Zeit nach dem Kalten Krieg, sogar bis heute&hellip;Er war auch zur Stelle, als es in den 70er-Jahren die Berufsverbote durchzusetzen galt und als in der 80er-Jahren die Gr&uuml;nen auf den Plan traten. Nach der deutschen Vereinigung gerieten die PDS und sp&auml;ter die Linke ins Visier.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/verfassungsschutz-sogar-gustav-heinemann-wurde-bespitzelt,1472596,11500712.html\">FR<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch: Der z&auml;he Kampf gegen das Berufsverbot<\/strong><br>\n40 Jahre Radikalenerlass &ndash; diese fast vergessene Geschichte muss einmal aufgeschrieben werden. Das Berufsverbot, besser bekannt als Radikalenerlass, beschlossen am 28. Januar 1972 unter Willy Brandt. Im Visier die Linken, so einer wie Klaus Lipps, heute 70 Jahre alt, aus Baden-Baden. Einer, der als junger Lehrer partout nicht von der DKP lassen wollte. Aber ein z&auml;her, ein hartn&auml;ckiger &Uuml;berzeugungshumanist, der die &Auml;mter im S&uuml;dweststaat jahrzehntelang in Atem hielt &ndash; bis er gewonnen hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/newsartikel\/2012\/01\/der-zaehe-kampf-gegen-das-berufsverbot\/\">Kontext Wochenzeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> 3,5 Millionen Bewerber f&uuml;r den &ouml;ffentlichen Dienst wurden aufgrund der sogenannten Regelanfrage an den Verfassungsschutz auf Verfassungstreue durchleuchtet. Dies habe zu 11.000 offiziellen Berufsverbotsverfahren, 2.200 Disziplinarverfahren, 1.256 Ablehnungen von Bewerbungen und 265 Entlassungen aus dem &ouml;ffentlichen Dienst gef&uuml;hrt, hei&szlig;t es in einem Antrag der Linksfraktion aus Anlass des 40. Jahrestags des sog. &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_01\/2012_035\/03.html\">Radikalenerlasses<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Heribert Prantl &ndash; Verfassungsschutz &ndash; eine Beleidigung f&uuml;r das Parlament<\/strong><br>\nDie Linke ist im Visier des Verfassungsschutzes. Das ist eine Farce &ndash; der Geheimdienst sollte sich lieber auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Jetzt ist es am Bundesverfassungsgericht, die Ordnung wieder herzustellen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prants-politik-die-linke-im-visier-des-verfassungsschutzes-1.1265286\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Grotkamp erwirbt Mehrheit an WAZ-Gruppe<\/strong><br>\nMehr als sechs Jahrzehnte lang geh&ouml;rte die WAZ-Gruppe den Gr&uuml;nderfamilien Brost und Funke. Jetzt hat die Funke-Tochter Petra Grotkamp f&uuml;r gesch&auml;tzte 500 Millionen Euro den Brost-Anteil &uuml;bernommen &ndash; es ist einer der gr&ouml;&szlig;ten Medien-Deals seit Jahren.<br>\nDie Tochter des zweiten Firmengr&uuml;nders Jakob Funke h&auml;lt damit 66,6 Prozent, teilte Grotkamps Anwalt am Montagabend mit. Das Bundeskartellamt habe bereits zugestimmt. Damit endet die &Auml;ra der Verlagsgr&uuml;nder, w&auml;hrend der keiner der Familienst&auml;mme ohne den anderen entscheiden konnte&hellip;<br>\nEx-Kanzleramtsminister Bodo Hombach, der f&uuml;r die Brost-Seite zehn Jahre lang WAZ-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer war, scheidet mit dem Abschluss aus dieser Position aus. Er werde die Mediengruppe aber weiter beraten und im Initiativkreis der Ruhr-Industrie vertreten, teilte Hombach mit. &ldquo;Von Anfang an habe ich den Verkauf der WAZ-Anteile der Brost-Erben an Frau Grotkamp als richtig erachtet&rdquo;, schreibt Hombach in einer Presseerkl&auml;rung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/verkauf-abgeschlossen-grotkamp-erwirbt-mehrheit-an-waz-gruppe-1.1265466\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die WAZ-Gruppe war ja daf&uuml;r bekannt, dass sie ohne R&uuml;cksicht auf die Linie des Blattes jede Zeitung h&auml;lt und kauft, die Geld bringt. Dennoch ist mit dem Ausscheiden der ehemals eher f&uuml;r die sozialdemokratische Seite stehenden Brost-Gr&uuml;nderfamilie der Konzern damit komplett in konservativer Hand. Dadurch dass die Brost-Seite Bodo Hombach als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einsetzte, ist zwar schon seit 10 Jahren nicht mehr viel an sozialdemokratischer Linie erkennbar gewesen. Merkw&uuml;rdig ist allerdings, das Hombach &ndash; obwohl von der Brost-Seite bestellt &ndash; &bdquo;von Anfang an&ldquo; den Verkauf an die Grotkamp-Familie f&uuml;r richtig erachtete und wohl auch betrieb.<\/em><br>\n<em>Hombach, der schon immer die F&auml;higkeit besa&szlig;, sich Wichtig zu machen, lie&szlig; sich schon letztes Jahr zum Pr&auml;sidenten der <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/neuer-job-fuer-bodo-hombach-wanderer-aus-innerer-noetigung-1.1231026\">&bdquo;Bonner Akademie f&uuml;r Forschung und Lehre praktischer Politik GmbH&ldquo; (BAPP)<\/a> wird sich nun wohl auch noch akademische Weihen an sein Revers h&auml;ngen heften. Aus seinen Erfahrungen im Kanzleramt mit dem Lafontaine-Bashing kann er ja als Lehrer f&uuml;r praktische Politik am besten wohl die Kunst der Intrige in der Politik unterrichten.<\/em> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Buchneuerscheinung: Der Globale Minotaurus<\/strong><br>\nGlobalisierung, Gier und fehlende Bankenregulierung &ndash; sie alle wurden f&uuml;r die Krise der Weltwirtschaft verantwortlich gemacht. In Wahrheit sind dies nur Nebenschaupl&auml;tze eines weit gr&ouml;&szlig;eren Dramas. Eines Dramas, das in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wurzelt und bereits seit den 1970-Jahren auf offener B&uuml;hne spielt: als die Welt wider besseres Wissen begann, mit ihrem Geld den &ldquo;Globalen Minotaurus&rdquo; Amerika zu n&auml;hren &ndash; so wie einst die Athener dem mythischen Fabeltier auf Kreta Tribute zollten. Heute sind die USA, als Stabilisator der Weltwirtschaft, selbst nachhaltig geschw&auml;cht, und die Konsequenzen des Macht&shy;vakuums zeigen sich allerorten. Sie machen vor allem eines klar: Stabilit&auml;t in der Weltwirtschaft ist nicht umsonst zu haben; sie erfordert historische Entscheidungen &ndash; wie nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Hegemonialstellung Amerikas begann. Statt hektischer Rettungsaktionen mit immer k&uuml;rzerem Verfallsdatum ist eine grundlegende Debatte &uuml;ber Stabilit&auml;tspolitik, ist ein Neuanfang unvermeidlich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2012\/01\/24\/the-global-minotaur-now-in-german\/\">Yanis Varoufakis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12014","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12014","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12014"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12014\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12017,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12014\/revisions\/12017"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12014"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12014"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12014"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}