{"id":120234,"date":"2024-08-26T14:53:46","date_gmt":"2024-08-26T12:53:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120234"},"modified":"2024-08-26T14:53:46","modified_gmt":"2024-08-26T12:53:46","slug":"leserbriefe-zu-kriegsspiele-im-kopf-taz-autor-wuerde-deutschland-im-schuetzengraben-verteidigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120234","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eKriegsspiele im Kopf: taz-Autor w\u00fcrde Deutschland im Sch\u00fctzengraben verteidigen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119881\">diesem Beitrag<\/a> kommentiert <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> einen von der taz-Redaktion publizierten Kampfaufruf gegen Russland: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kaempfen-fuer-Deutschland\/!6028014\/\">&bdquo;K&auml;mpfen f&uuml;r Deutschland: Zu den Waffen, Genossen!&ldquo;<\/a>. Der taz-Autor Leon Holly zeige, wie es aussehe, wenn &bdquo;Redakteure, todesmutig, im eigenen Blatt dar&uuml;ber schreiben k&ouml;nnen, wie sie im &acute;Verteidigungsfall&acute; mit der Waffe in der Hand, im Sch&uuml;tzengraben liegend, gegen die Russen k&auml;mpfen&ldquo;. Fr&uuml;her habe &bdquo;die taz ausgezeichnet, dass ihre Autoren fundamentalkritisch vorherrschende &acute;Wahrheiten&acute; hinterfragt&ldquo; h&auml;tten. Heute tanze sie mit der Macht Tango &ndash; und merke es nicht einmal. Wir danken f&uuml;r die zahlreichen und interessanten Leserbriefe. Hier nun eine Auswahl, die <strong>Christian Reimann<\/strong> f&uuml;r Sie zusammengestellt hat.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Zum Inhalt des taz-Werkes haben Sie bereits das Wesentliche geschrieben. Erschreckend finde ich dar&uuml;ber hinaus die meist zustimmenden Leserkommentare.<\/p><p>Ich m&ouml;chte zu Gunsten der Bef&uuml;rworter nur annehmen, dass sie alle, der Verfasser sowie die Kommentatoren, ganz genau wissen bzw. ahnen, dass sie NIE in Verlegenheit kommen werden, im Sch&uuml;tzengraben zu liegen. Somit l&auml;sst es sich grossartig schwadronieren.<\/p><p>Andererseits k&ouml;nnte es n&uuml;tzlich sein, wenn die gleichen Bef&uuml;rworter f&uuml;r ein paar Wochen an vorderster Front im Kampfeinsatz w&auml;ren und das t&auml;gliche Sterben erfahren d&uuml;rften, vielleicht auch am eigenen Leib.<\/p><p>W. M&uuml;ller<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>Reisende wie diesen taz-Autor soll man nicht aufhalten!<\/p><p>Er m&ouml;ge nur vorher seine Bestattung selber regeln, auch finanziell &ndash; und das nicht seinen Angeh&ouml;rigen &uuml;berlassen!<\/p><p>Nachdenkliche Gr&uuml;sse,<br>\nKK<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Bravo Herr Kl&ouml;ckner, brillante Analyse.<\/p><p>Filigranes sezieren einer dummdreisten und abgehobenen Mutdeklaration.<\/p><p>Und das ganze mit dem Ruf an die &bdquo;Genossen&ldquo; , dem &bdquo;stolzen Wort ,Genossen&lsquo;!!<\/p><p>Blamabel f&uuml;r die taz, evtl aber auch bezeichnend f&uuml;r buckelnde Mitl&auml;ufer.<\/p><p>Eingeh&auml;mmerte Feindbilder durch t&auml;gliche Propaganda.<\/p><p>Wie sagte Mausfeld es, &bdquo;immer wieder die Wahrheit ansprechen&ldquo;!<\/p><p>Danke, Herr Kl&ouml;ckner.<\/p><p>J&ouml;rg Jaskolka<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag, Herr Kl&ouml;ckner, <\/p><p>Ihr Artikel hat mir pers&ouml;nlich gut gefallen, vor allem wie er formuliert ist. Sch&ouml;n bissig.;)  Beim letzten Satz schoss mir allerdings etwas durch den Kopf.<br>\nZitat: &bdquo;Mit der Ver&ouml;ffentlichung dieses Artikels hat die taz dem Autor keinen Gefallen getan &ndash; und schon gar nicht sich selbst.&ldquo; <\/p><p>Ich glaube, mit Verlaub, das ist denen egal. Der Rubel rollt&hellip; &auml;hm, sorry, nat&uuml;rlich der Dollar, und mehr braucht&acute;s nicht. Da kann einer so viel Mist schreiben wie er will, Hauptsache linientreu. Und die lautet nun mal: &bdquo;Alles gegen Russland!&ldquo; Muss doch mal klappen, diese verdammten Iwans in die Knie zu zwingen. Das w&auml;re doch gelacht, wo die Nato und speziell Deutschland sooo was Gro&szlig;es ist. (Statt &lsquo;Iwan&rsquo; k&ouml;nnte man auch &lsquo;Bolschewismus&rsquo; verwenden.) <\/p><p>Wieso kommt mir das nur so bekannt vor? So viel ich wei&szlig;, haben schon einige an diesem Wahn gelitten. Wie es ausging, wei&szlig; man. Ich frag mich jedoch, wo der nur immer und immer wieder aufs Neue herkommt. Kann der Westen nicht verlieren? Und da meine ich eigentlich den Kapitalismus im Ganzen.<br>\nWo er doch derart &uuml;berzeugt war (nach &rsquo;90), den Osten und speziell &bdquo;den Russen&ldquo; nun endlich &bdquo;im Sack zu haben&ldquo;? Bewiesen zu haben, dass ihre Ideologie schlechter ist als die eigene? Dass sie d&uuml;mmer sind, der Westen viel schlauer?<br>\nWieder nicht gelaufen? Was f&uuml;r eine ma&szlig;lose Entt&auml;uschung. <\/p><p>Vielleicht sollte mal einer &bdquo;recherchieren&ldquo;, wieso der Russe permanent so stark ist. Woran es liegt, dass er diesen permanenten L&uuml;gen und Anfeindungen immer wieder trotzt. Vielleicht kommt man dann sogar im Westen mal zu ein paar neuen Erkenntnissen. Dass DER irgendwas falsch macht, grunds&auml;tzlich.<br>\nIch h&auml;tte da sogar schon eine Idee. ? <\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nH. Sommer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die Journalisten betreiben Kriegspropaganda, ohne dass sie selbst die Waffe in die Hand nehmen, denn sterben sollen die anderen.<\/p><p>Mir scheint&rsquo;s, dass viele Journalisten &uuml;ber das hohe intellektuelle Niveau, das man von ihnen erwartet, kaum verf&uuml;gen, denn sonst w&auml;ren sie ja f&auml;hig, ihre Meinung ausgewogen &auml;u&szlig;ern zu k&ouml;nnen (z. B. inwiefern durch Waffen Menschen gerettet werden), ohne jene zu diffamieren, die eine andere Meinung haben. Ihr Blick bleibt an der Oberfl&auml;che der Dinge haften, ohne ihren Hintergrund wahrzunehmen, der wie ein undurchdringlicher Nebel scheint. (&bdquo;Die Wahrheiten hinter den &bdquo;Wahrheiten&ldquo;, die Komplexit&auml;t von Kriegssituationen, der verdeckte Raum tiefenpolitischer und geostrategischer Koordinaten.&ldquo;)<\/p><p>Die taz ist das ideologische Sprachrohr der Gr&uuml;nen, und das nicht erst jetzt, sondern schon seit vielen Jahren.<\/p><p>Mit herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nH. Roehe<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Die Eltern meiner Eltern waren damals gl&uuml;cklich, als die Russen &uuml;ber die Nei&szlig;e Grenze &ndash; auch in Guben &ndash; kamen. Das kann ich dir versichern, Leon!<\/p><p>Und mein Vater &ndash; heute 91 &ndash; war froh und ist es bis heute, nicht mehr zur Hitlerjugend gemusst zu haben. Das Grauen, dass sich auch in Guben abgespielt hat &ndash; zerbombtes Elternhaus, abgest&uuml;rzte Flieger in der Nei&szlig;e etc. &ndash; das alles l&auml;sst ihn bis heute nicht los.<\/p><p>Aber gut Leon &ndash; quittiere deinen Job bei der taz und melde dich bei der Bundeswehr. Ich gebe dir Brief und Siegel, solche Leute wie dich nehmen die als Kanonenfutter mit Kusshand. Kriegst ne kostenlose Ausbildung am Sturmgewehr und Granaten und dann ab an den Ballermann &ndash; &auml;h sorry &ndash; an die Ballerfront nat&uuml;rlich. Viel Spa&szlig;!<\/p><p>Martina R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner, <\/p><p>was Sie zum Artikel des &ldquo;Jungjournalisten&rdquo; Leon Holly in der taz schreiben, geht f&uuml;r mich soweit in Ordnung. <\/p><p>Ich habe mir mal durchgelesen, was der zuk&uuml;nftige &ldquo;Ostfrontk&auml;mpfer&rdquo; so von seiner Seele geschrieben hat. <\/p><p>Hier schreibt halt ein junger Mann, der von Nix eine Ahnung hat, ein paar Zeilen im Sinne der Regierenden. <\/p><p>Viel interessanter sind f&uuml;r mich die Kommentare zum Artikel. Sie zeigen fast unisono, dass die Massenmanipulation der Medien doch schon gewirkt hat. Es ist herauszulesen, dass tats&auml;chlich an einen Durchmarsch des b&ouml;sen, menschenfressenden, vergewaltigenden Russen bis nach Berlin geglaubt wird. Das ist f&uuml;r mich eigentlich das wirklich ersch&uuml;tternde. Die Droge wirkt.<\/p><p>Ulrich Kleinecke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Marcus Kl&ouml;ckner!<\/p><p>Danke f&uuml;r die, erfrischend, deutlichen Ausf&uuml;hrungen!<\/p><p>Die aktuelle Zeitqualit&auml;t ist dazu angetan, die Sichtweisen zu verschieben wodurch man einen viel tieferen Einblick in die Machtstrukturen beider Seiten (OST und West) bekommen k&ouml;nnte.<\/p><p>Leider scheinen die etablierten Medien, mit dieser M&ouml;glichkeit vollkommen &uuml;berfordert zu sein.<\/p><p>Zu tief und manifestiert sitzt die Vorstellung und &Uuml;berzeugung von der eigenen &Uuml;berlegenheit und der grunds&auml;tzliche Glaube an das Gute darin. Es scheint mir sehr gut m&ouml;glich, dass in der Abwehr jedweder Relativierung ein Selbstschutz verankert ist, ohne den man bef&uuml;rchtet, ins Bodenlosen fallen zu m&uuml;ssen. Daher werden hier auch kindliche Verhaltensmuster aktiviert, die eine strikte Trennung in Gut und B&ouml;se unentbehrlich machen. Je l&auml;nger dieser Zustand in der realen Erwachsenen Welt anh&auml;lt, um so einf&auml;ltiger und absurder werden die geistigen Erg&uuml;sse ausfallen.<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e!<br>\nFrank Kanera<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Kl&ouml;ckner und die NDS, <\/p><p>Im Wesentlichen ist im Artikel schon alles erw&auml;hnt worden, was den Realit&auml;tsverlust mancher Journalisten in ihren Kriegsert&uuml;chtigungsdogmen beschreibt. Mir kam da nur weniger eine M&auml;rchenwelt als Bet&auml;ubungsmittel in den Sinn. Fr&uuml;her vielleicht, in Zeiten, als Remarque seine ber&uuml;hmte Geschichte schrieb. Schon die Aussage, der Autor h&auml;tte Remarque gelesen und verstanden, ist schon bezeichnend f&uuml;r eine fehlende und verzerrte Sicht auf die Metaaussage des Romans. Auch eine Art von &ldquo;Geschichtsrevisionismus&rdquo;. <\/p><p>Was mir eher in den Sinn kam, war die Annahme, dass hier ein Gamer mit &ldquo;Call of Duty&rdquo; &ndash; Erfahrungen sein Gezocke als realit&auml;tsgetreue Simulation von Kriegserfahrungen auffasste. Und dass man automatisch heilt, wenn man verwundet wird. Oder man nach dem Ableben den letzten Spielstand neu l&auml;dt und es nochmal versucht. Das kann man sich zus&auml;tzlich noch einreden, wenn keine ungesch&ouml;nten Bilder von der Front &uuml;bermittelt werden, damit das Gefecht nichts von seiner Werteheroisierung verlieren soll. Entweder das, oder man ist pathologisch betrachtet tats&auml;chlich so blutr&uuml;nstig gepolt. Was ich mir bei der Hauptstadtpresse allerdings nicht vorstellen kann. <\/p><p>So langsam mag ich solchem Maulheldentum nicht mehr im Wege stehen. Sollen sie doch tatkr&auml;ftig beweisen, was sie da auf Papier so gro&szlig;mundig behaupten. Meinen Respekt haben sie, wenn sie es auch konsequent durchziehen. Dann k&auml;mpfen sie eben gegen ihre eigene Gewalteskalation, das h&auml;tten sie dann aber ebenso wenig begriffen wie die Aussage von &ldquo;Im Westen nichts Neues&rdquo;. Wie passend der Titel in dieser Zeit schon wieder ist&hellip; <\/p><p>Pazifistische Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nSascha Wuttke <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich bin doch ein wenig erschrocken, wie platt manche Gedankeng&auml;nge sind.<\/p><p>Ich bin ein Kind des kalten Krieges und habe in den 1980er Jahren als Zeitsoldat gedient.<\/p><p>Das erste, was man uns beibrachte: &bdquo;Niemand hat mehr Angst vor dem Krieg als der ausgebildete Soldat. Denn der wei&szlig;, was kommt&ldquo;.<\/p><p>Wir wurden hart ausgebildet, immer in der Hoffnung, diese Ausbildung nie anwenden zu m&uuml;ssen.<\/p><p>Wenn ich heute die\/den ein\/e oder andere\/n reden h&ouml;re, m&ouml;chte ich im Strahl speien. Diese Leute wissen nicht wovon sie reden.<\/p><p>Waren diese mal an der Front?<\/p><p>Haben sie gesehen, wie auf beiden Seiten eben dieser die Menschen elendig im Dreck verrecken?<\/p><p>Nein!<\/p><p>Denn dann w&uuml;rden sie der Diplomatie den Weg bereiten. Wie sagte Helmut Schmidt? &bdquo;Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln, als eine Minute schie&szlig;en&ldquo;.<\/p><p>Stefan Kieselbach<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>meiner Ansicht nach haben Sie ihre Zeit hier v&ouml;llig vergeudet. Jede Replik auf solch schlecht gemachte Kriegspropaganda freut die doch nur, weil dann noch mehr Menschen darauf aufmerksam werden. Sparen Sie sich ihre Zeit lieber auf f&uuml;r wichtigere Dinge.<\/p><p>Was dieser taz-Autor da geschrieben hat, war doch nicht besser als der Aufsatz eines Grundsch&uuml;lers, der sich das erste Mal in seinem Leben &uuml;ber Krieg und Frieden Gedanken macht.<\/p><p>&Auml;hnliches hatte ich schon Herrn Lafontaine gesagt, der seine Zeit leider mit diesen M&ouml;chtegern-&ldquo;B&uuml;rgerrechtlern&rdquo; vergeudet hat, die, genau wie die taz-Journalisten, lediglich bezahlte Schauspieler sind.<\/p><p>Jemand, der wie Lafontaine mal fast Kanzler geworden w&auml;re, muss sich doch nicht mit solchen Leuten abgeben, die zu ukrainischen Neonazi-Kindermorden im Donbass schweigen und die zu zionistischen Kindermorden in Gaza und im Westjordanland noch mehr schweigen.<\/p><p>Wer derart zu Kindermorden schweigt, wie die meisten Vertreter der deutschen Politik und der sog. &ldquo;Zivilgesellschaft&rdquo;, den freut das doch insgeheim.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nErnesto Loll<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihre Kritik am besagten taz-Artikel, der mir auch unangenehm aufgefallen ist.  Ihre Einsch&auml;tzung der aktuellen taz teile ich auch weitgehend und m&ouml;chte noch eine Beobachtung meinerseits hinzuf&uuml;gen.<\/p><p>Das Online-Forum der taz wird in einer unangenehmen Weise zensiert, die ich bei anderen Zeitungen noch nicht erlebt habe.  Wenn man etwas sch&auml;rfere Kritik &auml;u&szlig;ert, wird man in der Folge zuerst &ldquo;moderiert&rdquo;, was bedeutet, dass man sehr lange warten muss, bis ein Beitrag vielleicht erscheint.  Und dieses Warten kann sich auch ins Unendliche hinziehen, weil man vollkommen gesperrt werden kann, ohne dass das irgendwie ersichtlich wird (der Beitrag wird angenommen und gesagt man soll aufs Moderieren warten, obwohl er nicht einmal mehr angeschaut wird).<\/p><p>Und dabei sind die taz-Moderatoren (wenn einmal aktiviert) &auml;u&szlig;erst empfindlich.  Ich hatte beispielsweise (w&auml;hrend einer vor&uuml;bergehenden Entsperrung meines Accounts nach Protest) zum <a href=\"https:\/\/taz.de\/Proteste-gegen-Rechtsextremismus\/!5986790\/\">Artikel<\/a> folgenden Leserbeitrag geschrieben:<\/p><ul>\n<li>Hm. Was mich etwas an dieser Geschichte st&ouml;rt: Normalerweise wird in funktionierenden Demokratien demonstriert, um die Regierung zu etwas zu bewegen, was sie nicht gerne tun w&uuml;rde.  Im Unterschied dazu erlebt man es in autorit&auml;ren Staaten oft, dass Massen mobilisiert werden, um Solidarit&auml;t mit der Regierung zu zeigen oder aber f&uuml;r etwas demonstrieren, was die Regierung sehr gerne tun w&uuml;rde, wof&uuml;r sie aber noch Rechtfertigungsgr&uuml;nde sucht!<\/li>\n<li>Die im Artikel beschriebenen Demonstrationen sind aber klar von der zweiten Art. Nichts lieber w&uuml;rden n&auml;mlich die Regierungs-Ampel (im Verein mit CDU und der Linken) tun, als die AfD zu verbieten, am besten gleich zusammen mit dem BSW.<\/li>\n<\/ul><p>Mein Beitrag wurde nicht gebracht und auf Nachfrage wurde mir erkl&auml;rt, dass dieser Beitrag &ldquo;ein Musterbeispiel von Unterstellung&rdquo; sei.  OK, ein wenig Polemik im zweiten Absatz gebe ich ja zu, aber gleich &ldquo;ein Musterbeispiel von Unterstellung&rdquo;?  Viel schlimmere Arten von Polemik und Unterstellungen sind in taz-Artikeln ja wirklich keine Seltenheit, wenn es gegen den Feind (AfD, BSW, Corona- oder Klimaleugner) geht.<\/p><p>Auf diese Weise hat sich im taz-Forum auch eine Gemeinschaft von Foristen etabliert, die fast g&auml;nzlich &ldquo;auf Linie&rdquo; ist, und ich glaube auch, dass dadurch die taz-Journalisten selbst den Kontakt zu einer kritischen Leserschaft weitgehend verloren haben.<\/p><p>Das ist sehr schade, denn die taz hat den wichtigen Vorteil gegen&uuml;ber anderen etablierten Zeitungen, dass sie wichtige Artikel nicht hinter einer harten Bezahlschranke versteckt.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nNicolas Neu&szlig;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119881\">diesem Beitrag<\/a> kommentiert <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> einen von der taz-Redaktion publizierten Kampfaufruf gegen Russland: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kaempfen-fuer-Deutschland\/!6028014\/\">&bdquo;K&auml;mpfen f&uuml;r Deutschland: Zu den Waffen, Genossen!&ldquo;<\/a>. Der taz-Autor Leon Holly zeige, wie es aussehe, wenn &bdquo;Redakteure, todesmutig, im eigenen Blatt dar&uuml;ber schreiben k&ouml;nnen, wie sie im &acute;Verteidigungsfall&acute; mit der Waffe in der Hand, im Sch&uuml;tzengraben liegend, gegen die<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120234\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-120234","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=120234"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120234\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":120236,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120234\/revisions\/120236"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=120234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=120234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=120234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}