{"id":1203,"date":"2006-04-20T14:27:07","date_gmt":"2006-04-20T12:27:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/v2\/?p=1203"},"modified":"2016-02-11T12:29:47","modified_gmt":"2016-02-11T11:29:47","slug":"das-zew-legt-mal-wieder-eine-studie-vor-wonach-deutsche-unternehmen-mit-36-mit-die-hochsten-steuern-bezahlen-und-die-papagei-papageien-plappern-nach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1203","title":{"rendered":"Das ZEW legt mal wieder eine Studie vor, wonach deutsche Unternehmen mit 36% mit die h\u00f6chsten Steuern bezahlen. Und die Papagei-Papageien plappern nach."},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/31\/0,3672,3925087,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/31\/0,3672,3925087,00.html\">ZDF<\/a>: &bdquo;Deutsche Firmen beim Steuern-Zahlen spitze&ldquo;, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,411776,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,411776,00.html\">SPIEGEL ONLINE<\/a>: &bdquo;Deutschland ist Rekordsteuerland&ldquo;, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC8BA5576CDEE4A05AF8DFEC92E288D64\/Doc%7EE1540E3605C6B45D8A3E76D0F08C77578%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC8BA5576CDEE4A05AF8DFEC92E288D64\/Doc%7EE1540E3605C6B45D8A3E76D0F08C77578%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html\">FAZ<\/a>: &bdquo;Nur in Spanien zahlen Firmen mehr Steuern&ldquo;, so lauten auf der Basis einer AFP-Meldung die heutigen Schlagzeilen. Ohne auch nur den geringsten Zweifel an der Wertigkeit der Meldung, an der Glaubw&uuml;rdigkeit der Quelle und nat&uuml;rlich ohne jede Relativierung etwa mit Bezug auf andere Erhebungen werden Ergebnisse einer Studie des &bdquo;Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung&ldquo; (ZEW) als Tatsachenaussage hingestellt. Wenn es in den Mainstream passt, wird kritiklos nachgeplappert.<br>\n<!--more--><br>\nPassend zu den anlaufenden Planungen der Gro&szlig;en Koalition &uuml;ber eine erneute &bdquo;Reform&ldquo; (will sagen Senkung) der Unternehmenssteuern legt das ZEW zum wiederholten male eine Steueralarm-Studie vor: In Deutschland w&uuml;rden neben Spanien mit rd. 36% die Unternehmen mit den h&ouml;chsten &bdquo;effektiven&ldquo; Steuern belastet. Das Mittel unter den EU-25-Staaten l&auml;ge bei 23,7%. Die daraus abgeleitete Bedrohungskulisse wird auch gleich mitgeliefert: Abwanderung, Steuerflucht der Unternehmen und damit Verluste f&uuml;r den deutschen Fiskus. Das Fazit ist auch klar: Mit Niedrigststeuern f&uuml;r Unternehmen ginge es Staat und Wirtschaft besser. <\/p><p>Stutzig machen m&uuml;sste eigentlich jeden einigerma&szlig;en Fachkundigen die einfache &Uuml;berlegung, dass bei einem nominalen Steuersatz von 38,7% bei den Unternehmenssteuern im Land der &bdquo;Steuerschlupfl&ouml;cher&ldquo; bis auf einige Kleinunternehmer wohl kaum ein mittleres oder gar gro&szlig;es Unternehmen zu finden sein d&uuml;rfte, das in Deutschland effektiv 36% Prozent Steuern bezahlt, schon gar nicht d&uuml;rfte das nach aller Plausibilit&auml;t f&uuml;r den Durchschnitt aller Unternehmen zutreffen. Aber auf solche nahe liegenden Fragen kommen ZDF, SPIEGEL und FAZ wohl nicht. <\/p><p>Zugegebenerma&szlig;en wir k&ouml;nnen die Ergebnisse der Studie auch nicht widerlegen. Der Grund ist einfach: Wie diese Studie zu ihren erstaunlichen Aussagen kommt, wird nicht erl&auml;utert und ist nicht nachvollziehbar. Dennoch geben die genannten Medien, die Studie als eine Tatsachenaussage wider. <\/p><p><a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/topthemen\/meldung_show.php?LFDNR=584&amp;KATEGORIE=TOP\" title=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/topthemen\/meldung_show.php?LFDNR=584&amp;KATEGORIE=TOP\">Die Presseverlautbarung des ZEW<\/a> &uuml;ber die hauseigene Studie liefert auch nicht viel mehr Informationen als die weitgehend nachgedruckte Agenturmeldung, die &uuml;berall zitiert wird. Erw&auml;hnt wird nur, dass die &bdquo;Effecitv Ave-rage Tax Rate&ldquo; (EATR) die prozentuale K&uuml;rzung der Rendite eines modellhaften Investitionsprojekts durch die Steuerzahlungen angebe und dass diese Methode auf einem Ansatz von Devereux\/Griffith basiere. Inwieweit diese Methode anerkannt ist bleibt im Dunkeln. Ist sie unseren Wirtschaftsredaktionen bekannt? M&uuml;sste man sie nicht wenigstens erl&auml;utern oder h&auml;tte man nicht mal nachfragen k&ouml;nnen? <\/p><p>Was man allerdings mit ein wenig Recherche wissen k&ouml;nnte, ist, dass das ZEW schon seit geraumer Zeit immer zu gleichen Ergebnissen kommt: &bdquo;Im internationalen Vergleich ist Deutschland insbesondere f&uuml;r Unternehmen ein Hochsteuerland&ldquo;, hei&szlig;t es etwa in einer fr&uuml;heren <a href=\"http:\/\/www.zew.de\/de\/presse\/presse.php?action=article_show&amp;LFDNR=464\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.zew.de\/de\/presse\/presse.php?action=article_show&amp;LFDNR=464\">&bdquo;Studie&ldquo; vom April 2005<\/a>. Auf der Website des ZEW lassen sich eine Vielzahl von &bdquo;Studien&ldquo; mit dem immer gleichen Ergebnis finden. Dass dieses Institut diese &bdquo;wissenschaftliche&ldquo; Meinung vertritt, ist so &uuml;berraschend wiederum nicht, denn das ZEW versteht sich als anwendungsorientiertes Forschungsinstitut f&uuml;r &bdquo;wirtschaftspolitische Beratung&ldquo;. Das Institut ist vom Land Baden-W&uuml;rttemberg, von der Universit&auml;t Mannheim und der Wirtschaft des Landes gegr&uuml;ndet worden. Fast 45 Prozent an Finanzmitteln entstammen drittmittelfinanzierten Forschungsprojekten. Auftraggeber und F&ouml;rderinstitutionen sind die Europ&auml;ische Kommission, Ministerien und Einrichtungen des Bundes und der L&auml;nder, Unternehmen und Verb&auml;nde, die Deutsche Forschungsgemeinschaft, Stiftungen (zum Beispiel Volkswagen Stiftung oder Thyssen Stiftung) und nationale und internationale Unternehmen und Organisationen, so hei&szlig;t es auf der Website des Instituts Ideelle und finanzielle Unterst&uuml;tzung erf&auml;hrt das ZEW auch durch den 1993 gegr&uuml;ndeten F&ouml;rderkreis Wissenschaft und Praxis am ZEW e.V. Seine Mitglieder sind namhafte regionale und &uuml;berregionale Unternehmen sowie Pers&ouml;nlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft, verlautbart das ZEW. <a href=\"ftp:\/\/ftp.zew.de\/pub\/zew-docs\/jb\/jb05.pdf\" title=\"Externer Link zu ftp:\/\/ftp.zew.de\/pub\/zew-docs\/jb\/jb05.pdf\">Im Rechenschaftsbericht 2005 des ZEW<\/a> finden sich unter den Zuwendungsgebern f&uuml;r die Forschungsprojekte, die sich mit Steuern besch&auml;ftigen, neben der &ouml;ffentlich finanzierten DFG, dem Bundesministerium f&uuml;r Finanzen und dem Sachverst&auml;ndigenrat auch eine Vielzahl von privat finanzierten Auftragsarbeiten. Darunter mehrere Projekte im Auftrag des Finanzdienstleisters PricewaterhouseCoopers AG, mehrfach finanzierte die Bertelsmann Stiftung oder die Fritz Thyssen Stiftung. Dass Bertelsmann ein Vork&auml;mpfer f&uuml;r die Senkung der Unternehmenssteuern ist, ist bekannt. Die Stiftung der gro&szlig;en Thyssen Stahlbarone hat in ihrem Kuratorium gro&szlig;teils Konzernchefs, Banker und Vertreter von Wirtschaftsverb&auml;nden, angefangen von <a href=\"http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/maechtigste\/0,2828,249566,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.manager-magazin.de\/unternehmen\/maechtigste\/0,2828,249566,00.html\">Arend Oetker, dem Multipr&auml;sidenten nahezu aller Arbeitgeberorganisationen von BDI bis BDA und &bdquo;Botschafter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo;<\/a>, &uuml;ber den Vorstand der ThyssenKrupp AG Ekkehard D. Schulz, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und jetzigen Vorsitzenden des Aufsichtsrats der Bayer AG Manfred Schneider oder dem Bankier Freiherr von Oppenheim usw. Man kann sich vorstellen, welche Forschungsprojekte dieses Gremium bewilligt. <\/p><p>Dass das ZEW auch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gut dotiert wird, nimmt auch nicht weiter wunder, denn sein Leiter, Wolfgang Franz, sitzt wie eine Spinne im Netzwerk der herrschenden &ouml;konomischen Lehre, er ist nicht nur Mitglied im Sachverst&auml;ndigenrat sondern auch Hauptgutachter f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften bei der DFG. Da w&uuml;rde man sich doch wundern, wenn da nicht Geld f&uuml;r das eigene Institut abfiele. <\/p><p>Man kann sicher nicht bestreiten, dass das ZEW als ein renommiertes Forschungsinstitut gilt, bestreiten darf man allerdings mit Fug und Recht, dass es ein &bdquo;unabh&auml;ngiges&ldquo; Institut ist. Jedenfalls darf man einer Vielzahl der Auftraggeber aus der Wirtschaft einen eindeutigen Interessensbezug unterstellen, wenn sie ihre Forschungsmittel vergeben. Und wie dieser Interessenbezug der Wirtschaft in der Steuerpolitik aussieht, das kann man nahezu t&auml;glich h&ouml;ren. <\/p><p>Auch vom Chef dieses Instituts, <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/swr2\/sendungen\/interview-der-woche\/archiv\/2006\/01\/07\/print.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.swr.de\/swr2\/sendungen\/interview-der-woche\/archiv\/2006\/01\/07\/print.html\">Professor Wolfgang Franz<\/a>, h&ouml;rt man st&auml;ndig nur die gleiche Litanei: Die Unternehmenssteuern sind zu hoch, wir brauchen eine Unternehmenssteuerreform mit radikalen Steuersenkungen. Wolfgang Franz publiziert beim wirtschaftsliberalen <a href=\"http:\/\/www.insm.de\/Downloads\/PDF_-_Dateien\/Publikationen_Kostenlose_Downloads\/Stiftung_Marktwirtschaft\/Stabilitaets_und_Wachstumspakt.pdf\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.insm.de\/Downloads\/PDF_-_Dateien\/Publikationen_Kostenlose_Downloads\/Stiftung_Marktwirtschaft\/Stabilitaets_und_Wachstumspakt.pdf\">&bdquo;Kronberger Kreis&ldquo;<\/a>. Dieser Kreis wird wiederum von der marktradikalen &bdquo;Stiftung Marktwirtschaft&ldquo; gef&ouml;rdert wird und deren Publikationen werden gerne von der &bdquo;Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft&ldquo; empfohlen. Ganz interessant ist, dass Franz auch wiederum dem Mannheimer Forschungsinstitut &Ouml;konomie und demographischer Wandel (MEA) und dessen Leiter B&ouml;rsch-Supan verbunden ist, ein Institut das vom Gesamtverband der Versicherungswirtschaft mitfinanziert ist und einer der aktivsten Think Tanks f&uuml;r die Einf&uuml;hrung der privaten Altersvorsorge. So schlie&szlig;t sich der Kreis. Franz gilt als ein Exponent der herrschenden angebotsorientierten Wirtschaftslehre und hat sich einen ziemlichen unsch&ouml;nen &ouml;ffentlichen Streit mit seinem Kontrahenten im Sachverst&auml;ndigenrat Peter Bofinger geliefert. Er ist Verfasser eines der ganz wenigen deutschen Lehrb&uuml;cher zur &bdquo;Arbeitsmarkt&ouml;konomie&ldquo; und kommt auch dort immer wieder zu dem Ergebnis, dass ausschlie&szlig;lich die Verbesserung der Investitionsbedingungen und die Senkung der L&ouml;hne die Heilswege zur Senkung der Arbeitslosigkeit sind. <\/p><p>Was wollen wir damit sagen: Die vom ZEW publizierte Studie bietet keinerlei Neuigkeit, sie wiederholt das, was vom ZEW schon seit langem gefordert wird, n&auml;mlich dass die Unternehmenssteuern in Deutschland gesenkt werden m&uuml;ssten. Insofern eigentlich noch nicht einmal eine Nachricht wert ist. Der Leiter des Instituts und &bdquo;sein&ldquo; ZEW vertreten in ihrer wirtschaftspolitischen Ausrichtung eine eindeutige &ouml;konomische Denkschule. Wenigstens darauf h&auml;tte ein Wirtschaftsjournalist fairerweise hinweisen m&uuml;ssen. Das ZEW ist keine unabh&auml;ngige universit&auml;re Forschungseinrichtung, sondern bezieht einen wesentlichen Teil seiner Forschungsauftr&auml;ge von der privaten Wirtschaft. Es ist wohl kaum davon auszugehen, dass Fragestellung und Ergebnisse solcher Forschung den Interessen der Auftraggeber widerspricht. (Jedenfalls w&auml;ren damit Nachfolgeauftr&auml;ge gef&auml;hrdet.) Auch das d&uuml;rfte Wirtschaftsjournalisten nicht verborgen geblieben sein. <\/p><p>Es ist also schlicht naiv oder zumindest eine journalistische Nachl&auml;ssigkeit, wenn Studien des ZEW nachrichtlich als Tatsachenaussagen &uuml;ber die Medien vermittelt werden. Diese Nachl&auml;ssigkeit oder gar gezielte Absicht ist wiederum nicht verwunderlich, denn die Aussage der Studie passt in das Raster des neoliberalen Mainstreams und darf deshalb ohne kritische Distanzwahrung, ohne Widerstand bef&uuml;rchten zu m&uuml;ssen, als Tatsachenbehauptung verbreitet werden. <\/p><p>Aber noch ein paar andere Dinge sind im Zusammenhang mit der &ouml;ffentlichen Berichterstattung &uuml;ber die Unternehmenssteuern in Deutschland erw&auml;hnenswert und auffallend: &ndash; Wenn etwa der neue Bundesfinanzminister Steinbr&uuml;ck in seiner viel verbreiteten <a href=\"http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/cln_02\/nn_54\/DE\/Aktuelles\/Reden_20und_20Interviews\/017,templateId=renderPrint.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.bundesfinanzministerium.de\/cln_02\/nn_54\/DE\/Aktuelles\/Reden_20und_20Interviews\/017,templateId=renderPrint.html\">Neujahrsrede vor der Industrie- und Handelskammer<\/a> im Januar dieses Jahres in Frankfurt sagte: &bdquo;Mit unter 20 Prozent ist die deutsche Steuerquote 2005 signifikant unter ihren langfristigen Durchschnitt von 23 Prozent gefallen, damit hat Deutschland &ndash; neben der Slowakei &ndash; die geringste Steuerquote in der EU&ldquo;, dann ist das keine Schlagzeile oder Nachricht wert, da wird lieber dar&uuml;ber geschrieben, dass Steinbr&uuml;ck den angeblich &bdquo;auf Alimentation ausgerichteten Sozialstaat&ldquo; kritisiert und eine &bdquo;&uuml;bertriebene Anspruchshaltung&ldquo; kritisiert. &ndash; Wenn etwa der Steuerexperte <a href=\"?p=488\">Lorenz Jarass<\/a> in detaillierten und nachvollziehbaren Studien nachweist, dass die effektive Steuerbelastung aus Unternehmert&auml;tigkeit und Verm&ouml;gen in Deutschland bei 21% liegt, &ndash; wenn nach einer Berechnung des gewerkschaftsnahen Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen <a href=\"?p=369\">Instituts (WSI)<\/a> die effektive Unternehmensbesteuerung (2001) bei 22,6% liegt, dann schaffen es diese Studien kaum zu mehr als einer Randnotiz in einzelnen Wirtschaftsteilen. <\/p><p>Wird auch nur in einem Bericht die <a href=\"upload\/pdf\/bericht_neu.pdf\">endlos lange Geschichte der Unternehmenssteuersenkungen<\/a> nachgezeichnet und dargelegt, ob oder was sie f&uuml;r die Wirtschaft und den Staat gebracht haben? <\/p><p>Man k&ouml;nnte noch beliebig viele auch internationale Quellen nennen, wo Studien und Statistiken zu anderen, ja zu gegenteiligen Ergebnissen zu der heute ver&ouml;ffentlichten ZEW-Studie kommen, aber die Redakteure der eingangs erw&auml;hnten Medien haben es nicht f&uuml;r n&ouml;tig erachtet, auch nur einen kleinen Hinweis auf anderslautende Befunde zu geben. <\/p><p><strong>Fazit:<\/strong> Eine breite und prominente &ouml;ffentliche Verbreitung findet, was in den Mainstream passt. Da die meisten sagen, die Unternehmenssteuern sind zu hoch, darf man auf jede kritische Distanz zu einer Quelle, die dieses (Vor-)Urteil unterst&uuml;tzt verzichten, da darf man alle anderen Daten und jegliche Zweifel beiseite schieben. Ein typisches Beispiel f&uuml;r die t&auml;gliche Manipulation und f&uuml;r die g&auml;ngigen Strategien der einseitigen Beeinflussung der &ouml;ffentlichen Meinung. <\/p><p><strong>Dennoch unsere Anregung:<\/strong> Gegenhalten. Dahinter leuchten. Die Interessenverflechtung ans Licht ziehen. Dagegenhalten. <\/p><p>P.S.: Nachdem ich diesen Beitrag fertig hatte, lese ich in der taz einen <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/04\/19\/a0103.1\/textdruck\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.taz.de\/pt\/2006\/04\/19\/a0103.1\/textdruck\">kritischen Kommentar zur ZEW-Studie<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/31\/0,3672,3925087,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/31\/0,3672,3925087,00.html\">ZDF<\/a>: &bdquo;Deutsche Firmen beim Steuern-Zahlen spitze&ldquo;, <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,411776,00.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,411776,00.html\">SPIEGEL ONLINE<\/a>: &bdquo;Deutschland ist Rekordsteuerland&ldquo;, <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC8BA5576CDEE4A05AF8DFEC92E288D64\/Doc%7EE1540E3605C6B45D8A3E76D0F08C77578%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html\" title=\"Externer Link zu http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC8BA5576CDEE4A05AF8DFEC92E288D64\/Doc%7EE1540E3605C6B45D8A3E76D0F08C77578%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html\">FAZ<\/a>: &bdquo;Nur in Spanien zahlen Firmen mehr Steuern&ldquo;, so lauten auf der Basis einer AFP-Meldung die heutigen Schlagzeilen. Ohne auch nur den geringsten Zweifel an der Wertigkeit der Meldung,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=1203\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[129,41,137],"tags":[1003,253,278,1207,767],"class_list":["post-1203","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-lobbyorganisationen-und-interessengebundene-wissenschaft","category-medienanalyse","category-steuern-und-abgaben","tag-franz-wolfgang","tag-steinbrueck-peer","tag-steuersenkungen","tag-unternehmenssteuer","tag-zew"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1203","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1203"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1203\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":31133,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1203\/revisions\/31133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1203"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1203"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1203"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}