{"id":120470,"date":"2024-09-01T13:00:42","date_gmt":"2024-09-01T11:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120470"},"modified":"2024-08-31T05:09:13","modified_gmt":"2024-08-31T03:09:13","slug":"eine-welt-anschauung-fast-drei-wochen-durch-sibirien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120470","title":{"rendered":"Eine Welt-Anschauung: Fast drei Wochen durch Sibirien"},"content":{"rendered":"<p>Vor Kurzem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119837\">berichtete Ulrich Heyden<\/a> von der Reise einer kleinen Gruppe durch einige russische St&auml;dte, gerne erweitere ich die von ihm geschilderten Eindr&uuml;cke. Ich bin im Juli\/August fast drei Wochen lang durch S&uuml;dsibirien gereist und m&ouml;chte alle ermutigen, dieses gro&szlig;e und gro&szlig;artige Land zu erkunden. Von <strong>Bettina Schmidt<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nBerichtete Ulrich Heyden von sehr langwierigen russischen Grenzkontrollen, so machte ich andere Erfahrungen. Ich bin per Zug &uuml;ber Ulan Bator in den buddhistischen Teil Russlands, nach Burjatien, eingereist. Es wurde genau kontrolliert, aber keineswegs &uuml;berm&auml;&szlig;ig detailversessen und dar&uuml;ber hinaus auch sehr freundlich im Ton. Als allein reisende Deutsche ist man inzwischen in russischen Landen sowieso eine Exotin. Die Hauptstadt der Republik Burjatien ist Ulan Ude, eine Stadt am Fluss Uda, die fl&auml;chenm&auml;&szlig;ig fast halb so gro&szlig; wie Moskau ist, aber grob gerundet nur 450.000 Einwohner z&auml;hlt. Die gr&ouml;&szlig;te Bev&ouml;lkerungsgruppe bilden Menschen mit mongolischen Wurzeln, der buddhistische Glaube ist tief verwurzelt. Bedeutsame buddhistische Tempelanlagen wie auch russisch-orthodoxe Kirchen bereichern das Stadtbild. Alle &ouml;ffentlichen Schilder, auf Stra&szlig;en wie auch in Geb&auml;uden, sind zweisprachig gehalten &ndash; burjatisch und russisch. In Museen und anderen &ouml;ffentlichen Institutionen sind wichtige Hinweise auch noch in Blindenschrift angebracht. Auch im sp&auml;ter bereisten Irkutsk ist mir die h&auml;ufig verwendete Blindenschrift aufgefallen.<\/p><p>Ulan Ude ist eine gr&uuml;ne, junge Stadt, die einen hohen Anteil an kleinen Eigentumsgrundst&uuml;cken aufweist, worin die Ursache f&uuml;r die relativ gro&szlig;e Fl&auml;chenausdehnung begr&uuml;ndet liegt. Das Zentrum ist gro&szlig;z&uuml;gig mit vielen Wasserspielen, die auch alle in Betrieb sind (!), im architektonischen Stil der Kriegs-und Nachkriegszeit konzipiert. Das Theater &ndash; ein interessantes Geb&auml;ude &ndash; ist sogar durch japanische Kriegsgefangene miterbaut worden. Viele H&auml;user greifen die burjatisch-mongolische Tradition auf, sei es in der Verwendung der Nationalfarben oder durch sehr spezielle Dach- oder Wandgestaltungen. Auch auf Jurten trifft man ab und an. Die Pl&auml;tze und Stra&szlig;enz&uuml;ge sind gro&szlig;enteils modern gehalten. Einkaufszentren unterscheiden sich kaum von denen gro&szlig;er deutscher St&auml;dte, sie sind eher noch edler gestaltet, als das bei uns der Fall ist.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240901_Ulan-Ude-Architektur.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240901_Ulan-Ude-Architektur.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><p>&Uuml;berrascht war ich von der immer noch breiten Angebotspalette deutscher Produkte; ganz gleich, ob es sich um Mode, Kosmetik, Lebensmittel oder technisches Ger&auml;t handelt. Insbesondere die junge Generation frequentiert die schicken Konsumtempel, die Universit&auml;tsstadt Ulan Ude wirkt aber auch insgesamt von &uuml;berwiegend jungen Menschen bewohnt. Es ergab sich, dass ich noch einen Deutschen und einen Schweizer sprechen konnte, die beide &ndash; unabh&auml;ngig voneinander &ndash; Ulan Ude zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt gemacht haben. Die Motivation zu diesem einschneidenden Schritt war jeweils v&ouml;llig anders gelagert, aber zur&uuml;ck in ihre Heimat wollen beide nicht mehr.<\/p><p>Von der Hauptstadt Burjatiens f&uuml;hrte mich der Weg dann an den legend&auml;ren Baikalsee, den tiefsten See unserer Erde. Immer noch ist sein Wasser glasklar, sodass man viele Meter hinabsehen kann. Entgegen allen Erwartungen hatte er eine Wassertemperatur von 20 Grad Celsius. Man musste also nicht &uuml;beraus abgeh&auml;rtet sein, um das Baden genie&szlig;en zu k&ouml;nnen. Da die Menschen aufgrund der Sanktionen derzeit nur &auml;u&szlig;erst eingeschr&auml;nkt die weite Welt bereisen d&uuml;rfen, macht man an den sch&ouml;nen Pl&auml;tzen des Landes Urlaub, und der Baikalsee geh&ouml;rt definitiv zu den gefragtesten Zielen. Entsprechend voll sind die Str&auml;nde, Zeltpl&auml;tze, Pensionen und Hotels. &Uuml;berw&auml;ltigend waren Herzlichkeit und Offenheit, die vollkommen selbstverst&auml;ndlich daherkommen. Oft habe ich mich an meine DDR-Sozialisation erinnert gef&uuml;hlt, wenn beispielsweise ohne Scheu beim Zusammensitzen gefragt wurde, was ich derzeit monatlich an Geld bekomme (erst mit der Wiedervereinigung lernte ich, dass man &uuml;ber das Gehalt nicht spricht) oder was ich von den Sanktionen halte. Meine Russischkenntnisse sind durchaus begrenzt, aber irgendwie versteht man sich; au&szlig;erdem hilft zur Not die &Uuml;bersetzungs-App des Handys. Man wird sofort integriert, bekommt immer mal eine warme Suppe vorgesetzt (&bdquo;M&auml;dchen, Du hast doch sicher noch nichts gegessen.&ldquo;) oder kann Geld tauschen, obwohl es im Ort keine Wechselstube gibt. Irgendwie geht immer alles, und immer alles ganz einfach. <\/p><p>Ich bin h&auml;ufig gefragt worden, warum ich gerade jetzt nach Russland fahre. Wenn ich dann meine Gr&uuml;nde nannte, schlug mir ehrliche Sympathie entgegen. Vom Taxifahrer bis zur Pensionsmutter &ndash; alle bedauerten, mehr oder minder im Land eingesperrt zu sein, denn nur wenige L&auml;nder sind derzeit f&uuml;r russische Menschen offen. Dieses unangenehme Gef&uuml;hl des Eingesperrt-Seins kann ich als DDRlerin nur allzu gut nachempfinden. In Erinnerung ist mir auch das Gespr&auml;ch bei einer l&auml;ngeren Bootsfahrt mit zwei Frauen aus der Gegend von St. Petersburg. Im perfekten Englisch fragten sie mich unter anderem, wem denn nach meiner Meinung der gr&ouml;&szlig;te Verdienst bei Deutschlands Befreiung vom Faschismus zuk&auml;me. Die Frage, von zwei jungen Frauen gestellt, hat mich erstaunt. Als ich dann die Sowjetunion nannte, reagierten die beiden sichtlich erleichtert. Aber sofort schloss sich die Frage an, warum man dann in Deutschland den Tag der Befreiung ohne Russlands Teilnahme feiern w&uuml;rde. Das konnten sie nicht verstehen, und es ist ja auch kaum zu verstehen und noch viel schwerer zu erkl&auml;ren. Sie fragten mich auch, ob man in Deutschland immer noch annehme, dass &bdquo;die Russen immer nur saufen&ldquo; w&uuml;rden. Das konnte ich nat&uuml;rlich nicht beantworten. Aber ich kann nur sagen, dass ich w&auml;hrend meines Aufenthaltes nirgendwo einen betrunkenen oder wohnungslosen Menschen gesehen habe. Sicher wird es die auch geben, aber in unseren Breiten stolpert man beinahe tagt&auml;glich &uuml;ber sozial verarmte Mitmenschen.<\/p><p>Obwohl Deutschland sich seit einigen Jahren geradezu schoflig gegen&uuml;ber den Menschen in Russland verh&auml;lt, ist man mir sehr herzlich und ohne Aversion begegnet. Ich m&ouml;chte diese Erfahrungen nicht missen und bin dankbar daf&uuml;r, dass ich sie machen durfte.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240901_Irkutsk.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240901_Irkutsk.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><p>Vom d&ouml;rflich gepr&auml;gten Baikal bin ich dann mit der Transsibirischen Eisenbahn nach Irkutsk gefahren &ndash; eine herrliche Fahrt, rund drei Stunden lang direkt entlang des Baikalsees. Die f&uuml;r Russland mittelgro&szlig;e Stadt ist ein Faszinosum: an fast jeder Stra&szlig;enecke gepflegte Gr&uuml;nanlagen, Parks und B&auml;nke, alles super sauber, wundersch&ouml;ne alte russische Holzh&auml;user, aber auch &auml;sthetisch anspruchsvolle Neubauten; modernes Flair, Weltoffenheit in Kultur und Gastronomie, wieder viele Wasserspiele in Aktion, eine herausragende Museumslandschaft (nach Petersburg und Moskau soll Irkutsk die drittgr&ouml;&szlig;te Gem&auml;ldesammlung besitzen). Gro&szlig;artig fand ich die Idee, bedeutende Originale (u.a. ein Bild von Repin) in der Gem&auml;ldegalerie auch als dreidimensionale Kopie auszustellen, damit sehbehinderte Menschen sich das Bild ertasten k&ouml;nnen. <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240901_Irkutsk-Stroh-Kunst-in-einem-der-vielen-Parks.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240901_Irkutsk-Stroh-Kunst-in-einem-der-vielen-Parks.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><p>Und auch in Irkutsk bin ich wieder &uuml;beraus hilfreichen und freundlichen Zeitgenossen begegnet. Wenn ich mal etwas nicht gefunden hatte, wurde mit mir gemeinsam der Ort gesucht, wenn ich mal ein Taxi brauchte (das funktioniert in Russland nur mit einer russischen App), riefen mir v&ouml;llig unbekannte Menschen mit ihrer App sofort ein Taxi und legten Wert darauf, mit mir noch bis zum Eintreffen des Taxis zu warten. Manchmal wollten sie sogar das Taxi f&uuml;r mich bezahlen. Ich bin mir nicht sicher, ob ausl&auml;ndische Touristen hier in Deutschland derartige Erfahrungen mit uns machen. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, Besuchern unseres Landes gegen&uuml;ber noch freundlicher zu sein; wei&szlig; ich doch nun, wie wertvoll dieses Verhalten ist. Irkutsk ist ein angenehmer Platz zum Leben, die Stadt ist f&uuml;r mich attraktiver als die allermeisten St&auml;dte Europas. Sie hat eine lebendige Szene, was Kultur und Kunst betrifft, sowie eine vielf&auml;ltige internationale Restaurant-Landschaft. Beispielsweise verzeichnet ein kleiner Stadtplan die verschiedenen Gastst&auml;tten mitsamt den jeweiligen Spezialit&auml;ten. Man kann sich also schlemmend die Stadt erobern oder auf der ebenfalls glasklaren und breiten Angara (der einzige Abfluss des Baikalsees) herumschippern und das beeindruckende Stadtpanorama bestaunen &ndash; eine hinrei&szlig;ende Stadt, die ich gerne irgendwann nochmal besuchen m&ouml;chte.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240901_Bierangebot.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240901_Bierangebot.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><p><small>Bierangebot im Supermarkt<\/small><\/p><p>F&uuml;r mich waren die knapp drei Wochen in Sibirien &uuml;beraus beeindruckend. Und auch wenn die Reisebedingungen f&uuml;r uns etwas kompliziert und die Fl&uuml;ge preisintensiv sind, so bin ich froh, das gewagt zu haben. Und keine Bange: Man erh&auml;lt immer Hilfe und Unterst&uuml;tzung, auch sprachlich kann man sich irgendwie verst&auml;ndigen. Und gerade dieser Dialog von Mensch zu Mensch ist enorm wichtig, um wenigstens auf pers&ouml;nlicher Ebene der grassierenden Russophobie die Stirn zu bieten.<\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240901_russische-Bierflasche.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/240901_russische-Bierflasche.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><\/a><\/div><p>Ach &uuml;brigens, noch eine Frage: Wer ist der dritte Herr auf der russischen Bierflasche? Fidel Castro und Leonid Breschnew kenne ich, aber den Dritten in der Runde kann ich nicht dingfest machen. Sollte es unter den NDS-Lesern einen Bierflaschensammler geben, dann schicke ich ihm gerne diese Flasche zu.<\/p><p><em>&Uuml;ber die Autorin: <strong>Bettina Schmidt<\/strong>, Musikwissenschaftlerin, von 1985 bis Ende 2022 als Redakteurin f&uuml;r Ernste Musik beim &Ouml;RR t&auml;tig, zuerst bei Stimme der DDR, dann bei Nachfolge-Sendern, ab 1994 bei Deutschlandfunk Kultur. Fr&uuml;hpensionierung auf eigenen Wunsch aufgrund der Entwicklungen im &Ouml;RR und der &bdquo;Zeitenwende&ldquo;; geh&ouml;rt zu den Erstunterzeichnern des &bdquo;Manifestes f&uuml;r einen neuen &Ouml;RR&ldquo;.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor Kurzem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119837\">berichtete Ulrich Heyden<\/a> von der Reise einer kleinen Gruppe durch einige russische St&auml;dte, gerne erweitere ich die von ihm geschilderten Eindr&uuml;cke. Ich bin im Juli\/August fast drei Wochen lang durch S&uuml;dsibirien gereist und m&ouml;chte alle ermutigen, dieses gro&szlig;e und gro&szlig;artige Land zu erkunden. Von <strong>Bettina Schmidt<\/strong>.<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":120471,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20],"tags":[2254,2972,259,1019],"class_list":["post-120470","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","tag-lebensqualitaet","tag-reisebeschraenkungen","tag-russland","tag-wirtschaftssanktionen"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/240901_titel.jpeg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120470","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=120470"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120470\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":120603,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/120470\/revisions\/120603"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/120471"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=120470"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=120470"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=120470"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}