{"id":12058,"date":"2012-01-30T08:46:23","date_gmt":"2012-01-30T07:46:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058"},"modified":"2012-01-30T11:07:47","modified_gmt":"2012-01-30T10:07:47","slug":"hinweise-des-tages-1560","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h01\">Explosive Stimmung in Griechenland nach &laquo;Statthalter&raquo;-Vorschlag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h02\">Der Arbeitsmarkt in Spanien st&uuml;rzt ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h03\">Gerhard Bosch: Beim Heuern und Feuern behindert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h04\">Unausgewogene Wirtschaftsstruktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h05\">Ergebnis der B&uuml;rgerbefragung in Dresden &uuml;ber den Verbleib der Krankenh&auml;user<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h06\">&Ouml;PP: Der Wirtschaftstrojaner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h07\">Kinder unter 15 und Kinder unter 15 in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h08\">Tarifverdienste von Oktober 2010 bis Oktober 2011 um 2,1 % gestiegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h09\">Mythen der Arbeit: Fortschritt kostet Arbeitspl&auml;tze &ndash; stimmt&rsquo;s?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h10\">Arbeit macht zunehmend psychisch krank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h11\">US-B&ouml;rsenaufsicht ermittelt gegen Deutsche Bank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h12\">Knapp 150.000 Privatpatienten zahlen keine Beitr&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h13\">Tretm&uuml;hle Telekom<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h14\">Verfassungsschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h15\">Ohne EU kein Datenschutz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h16\">Studie best&auml;tigt Gegner der Vorratsdatenspeicherung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h17\">Uwe Timm: Strammgestanden f&uuml;r den freien Markt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h18\">Ungerechtigkeit als gesellschaftliches Prinzip<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h19\">Offener Brief der SPD-Mitglieder gegen S21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h20\">Guttenberg oder der &bdquo;Sieg der Wissenschaft&ldquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h21\">ZDF-Mitarbeiter fordern: &bdquo;Freiheit f&uuml;r das Zweite!&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h22\">Das Massaker von Haditha bleibt straflos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h23\">Meinungsfreiheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h24\">Der Sarkostaat: Was macht die Polizei?!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12058#h25\">Zu guter Letzt: Business<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=12058&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Explosive Stimmung in Griechenland nach &laquo;Statthalter&raquo;-Vorschlag<\/strong><br>\nF&uuml;r die Griechen haben &Uuml;berlegungen, ihnen praktisch einen Vormund vor die Nase zu setzen, das Fass zum &Uuml;berlaufen gebracht.<br>\nDie Wirtschaft schrumpft, die Arbeitslosigkeit steigt immer weiter an, Armut und Zukunftsangst bestimmen zunehmend den Alltag &ndash; da hat der Vorschlag aus Berlin, eine Art &laquo;Statthalter&raquo;-Kommissar der EU in Athen einzusetzen, zu Emp&ouml;rung und in manchen F&auml;llen auch zu &Uuml;berreaktionen gef&uuml;hrt.<br>\nSelbst seri&ouml;se Bl&auml;tter wie die Athener Sonntagszeitung &laquo;To Vima&raquo; reagierten scharf. &laquo;Das Dokument der Schande. Merkel fordert die bedingungslose Kapitulation der griechischen Finanzen&raquo;, titelte die Zeitung. Kommentatoren im Fernsehen sprachen von einem &laquo;Gauleiter&raquo;, den Berlin in Griechenland einsetzen wolle. Die Deutschen verlangten &laquo;volle Vormundschaft&raquo;, giftete das Athener Boulevardblatt &laquo;Ethnos&raquo; auf seiner Internetseite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/news\/2012-01\/29\/eu-analyse-explosive-stimmung-nach-statthalter-vorschlag-29115402\">Die Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nach der Stammtisch-Idee der Bundesregierung, soll Griechenland gezwungen werden, seine Budget-Hoheit aufzugeben. Es soll ein von der Euro-Gruppe bestellter &bdquo;Budget-Kommissar&ldquo; ein zentrales Berichts- und &Uuml;berwachungssystem aufbauen, das weite Teile des griechischen Budgets kontrolliert und der &bdquo;Kommissar&ldquo; soll weiter ein Veto-Recht haben, wenn Entscheidungen der griechischen Regierung nicht auf der Linie der von der Troika vorgegebenen Budget-Zielen liegt und dar&uuml;ber hinaus soll er sicherstellen, dass alle staatlichen Einnahmen zuerst zur Schuldentilgung (also nicht f&uuml;r Investitionen zur Ankurbelung der Wirtschaft) verwendet werden.<br>\nWir werden auf den NachDenkSeiten auf diesen Vorschlag noch n&auml;her eingehen.<br>\nGriechenland hat nach den schon erfolgten drastischen Sparma&szlig;nahmen &ndash; wie wir schon mehrfach dargestellt haben &ndash; vor allem ein Einnahme- und ein Wachstumsproblem.<br>\nSiehe das Dokument des deutschen Ultimatums an Griechenland <a href=\"http:\/\/www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de\/2012\/01\/37080\/\">&bdquo;Assurance of Compliance in the 2nd GRC Programme&ldquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Der Arbeitsmarkt in Spanien st&uuml;rzt ab<\/strong><br>\n5,3 Millionen sind ohne Stelle und schon die H&auml;lfte aller jungen Menschen ist arbeitslos.<br>\nDass der Arbeitsmarkt in Spanien abst&uuml;rzt, hat die Nationale Statistikbeh&ouml;rde (INE) mit der Studie zur erwerbst&auml;tigen Bev&ouml;lkerung (EPA) am Freitag deutlich aufgezeigt. Ende 2011 waren insgesamt fast 5,3 Millionen Menschen ohne Job, 300.000 mehr als Ende September 2011.<br>\nINE gibt die Arbeitslosenquote mit 22,85 Prozent der aktiven Bev&ouml;lkerung an. Die europ&auml;ische Statistikbeh&ouml;rde Eurostat hatte die Quote schon f&uuml;r November mit 22,9 beziffert und die Arbeitslosigkeit ist im Dezember weiter gestiegen&hellip;<br>\nObwohl sich Rajoy als gro&szlig;er Sparer darstellt, ist auch ihm klar, dass jeder Haushalt von solchen Arbeitslosenzahlen gesprengt wird. Er versuchte vor dem EU-Gipfel am Montag Vorstellungen einer &ldquo;Stabilit&auml;tsunion&rdquo; von Bundeskanzlerin Angela Merkel zu st&auml;rken, fordert im Gegenzug aber Hilfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/151312\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Unsere Kanzlerin empfahl Rajoy bei seinem Besuch <a href=\"http:\/\/www.bundeskanzlerin.de\/Content\/DE\/Mitschrift\/Pressekonferenzen\/2012\/01\/2012-01-26-merkel-rajoy.html\">Hartz IV f&uuml;r Spanien<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gerhard Bosch: Beim Heuern und Feuern behindert<\/strong><br>\nW&auml;hrend andere L&auml;nder in der Finanzkrise massenhaft Besch&auml;ftigte entlassen haben, haben deutsche Unternehmen in enger Abstimmung mit Gewerkschaften und Betriebsr&auml;ten auf K&uuml;ndigungen verzichtet. Eigentlich sollte sich dieses Besch&auml;ftigungswunder in den Hitlisten zur Wettbewerbsf&auml;higkeit widerspiegeln. Weit gefehlt! In seinem neuesten Bericht zur Wettbewerbsf&auml;higkeit stuft das Weltwirtschaftsforum den deutschen Arbeitsmarkt nur auf Platz 64 von 142 L&auml;ndern ein &ndash; weit abgeschlagen hinter Gambia, Kasachstan oder der Mongolei&hellip;<br>\nBeim K&uuml;ndigungsschutz und der Lohnfindung gehen die deutschen Werte richtig in den Keller. Die Manager sehen sich beim Heuern und Feuern durch Regulierungen stark behindert, was Deutschland auf Platz 132 bringt&hellip;<br>\nDie guten Arbeitsmarktwerte der Diktaturen dieser Welt enth&uuml;llen ein zutiefst antidemokratisches Weltbild der Macher des Berichts. Grundrechte, wie die Kernnormen der Internationalen Arbeitsorganisation zur Koalitionsfreiheit und Tarifautonomie, gelten als Wettbewerbshindernis. Sichtbar wird das Leitbild einer Wirtschaft, in der man Arbeitsbedingungen ohne l&auml;stige Hindernisse festlegen kann und keine Steuern zahlen muss. Au&szlig;erdem m&ouml;chte man ohne K&uuml;ndigungskosten seine Zelte in einem Land jederzeit abbrechen k&ouml;nnen. Das entspricht allenfalls den Interessen der heimatlosen Gro&szlig;konzerne, die das Weltwirtschaftsforum finanzieren, nicht aber den Interessen von Staaten und ortsgebundener Unternehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/gastbeitrag-zur-wettbewerbsfaehigkeit-beim-heuern-und-feuern-behindert,1472602,11527928.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Unausgewogene Wirtschaftsstruktur<\/strong><br>\nEinige &Uuml;berlegungen zur industriellen Exportorientierung Deutschlands von Hagen Kr&auml;mer.<br>\nSt&auml;rke der Industrie auf Faktoren beruht, die auf Dauer keinen Bestand haben k&ouml;nnen und die zudem an anderer Stelle &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo; verursacht haben. Denn die deutschen Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse der vergangenen Jahre basieren auch auf einer durchaus problematischen Lohnentwicklung. Die Lohnmoderation der vergangenen Jahre hat zwar die Wettbewerbsf&auml;higkeit der Exportindustrien deutlich erh&ouml;ht, hat aber im Verbund mit der hohen Arbeitslosigkeit eine Schw&auml;chung der Konsumnachfrage bewirkt und damit zur Stagnation der Binnenwirtschaft beigetragen. Die Tatsache, dass Deutschland seit dem Eintritt in die Europ&auml;ische W&auml;hrungsunion zu den L&auml;ndern mit den im Durchschnitt niedrigsten Wachstumsraten in der Europ&auml;ischen Union geh&ouml;rt sowie die trotz der j&uuml;ngsten positiven Entwicklungen immer noch unbefriedigende Besch&auml;ftigungslage, sind Ausdruck von Fehlentwicklungen der letzten Dekaden. Zu dieser Negativbilanz eines deutschen Gesch&auml;ftsmodells, das prim&auml;r auf Export&uuml;bersch&uuml;sse setzt, geh&ouml;ren auch die enormen deutschen Kapitalexporte, die zum Teil fehlinvestiert wurden und abgeschrieben werden m&uuml;ssen. Die seit geraumer Zeit zu beobachtende mangelnde inl&auml;ndische Absorption kann daher als Ausdruck eines nicht nachhaltigen wirtschaftpolitischen Konzepts angesehen werden; sie hat in diesem Sinne eine unausgewogene Wirtschaftsstruktur in Deutschland hervorgerufen, die in dieser &uuml;berm&auml;&szlig;igen Auspr&auml;gung langfristig keinen Bestand haben wird.<br>\n&hellip;Da die derzeitigen Leistungsbilanzungleichgewichte nicht nachhaltig sind, bedeutet dies in der Konsequenz, dass mittelfristig entweder die Exporte aus Deutschland zu drosseln sind, unsere Importe zu steigen haben oder eine Kombination von beidem eintreten muss&hellip;.<br>\nAuf welchem Weg eine R&uuml;ckf&uuml;hrung des deutschen Export&uuml;berschusses auch immer zustande kommt, klar ist, dass dies mittelfristig eine sp&uuml;rbare Restrukturierung der deutschen Wirtschaft herbeif&uuml;hren wird. Zwei zentrale Argumente sprechen daf&uuml;r, dass diese Umstrukturierung weg von der Industrie und hin zu den Dienstleistungen gehen w&uuml;rde. Erstens w&uuml;rde der Industriesektor, der durch die nicht nachhaltigen Exporterfolge in Deutschland unangemessen gro&szlig; geworden ist, wahrscheinlich in Richtung eines international &uuml;blichen Anteilswertes schrumpfen. Basiert die Entwicklung auf einer Abkehr von der Lohnmoderation kann zweitens erwartet werden, dass aufgrund des Einkommensanstiegs die privaten Haushalte &uuml;berproportional Dienstleistungen nachfragen werden, wie dies auch den Erfahrungen der Vergangenheit entspricht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegenblende.de\/13-2012\/++co++9964d2d2-48ea-11e1-530b-001ec9b03e44\">DGB Gegenblende<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ergebnis der B&uuml;rgerbefragung in Dresden &uuml;ber den Verbleib der Krankenh&auml;user<\/strong>\n<ul>\n<li>Ja (f&uuml;r den Verbleib der Krankenh&auml;user in st&auml;dtischer Hand): 84,24%   (&gt; 25% der Stimmberechtigten, also bindend)<\/li>\n<li>Nein (f&uuml;r die Umwandlung in eine gGmbH): 15,76%<\/li>\n<\/ul>\n<p>F&uuml;r die Beibehaltung der Krankenh&auml;user in st&auml;dtischer Hand setzten sich die Linke und die SPD ein.<br>\nF&uuml;r eine Umwandlung in eine gGmbH waren CDU, FDP und Gr&uuml;ne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wahlen.dresden.de\/2012\/BEKH\/bekh.html\">Dresden.de<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&Ouml;PP: Der Wirtschaftstrojaner<\/strong><br>\nWie die Wirtschaft sich im Staat einnistet: das M&auml;rchen von der &ouml;ffentlich-privaten Partnerschaft. Eine Firma, ma&szlig;geschneidert nach den Interessen der Industrie, ber&auml;t die &ouml;ffentliche Hand bei Auftr&auml;gen. Es geht um Milliarden. Berater und Banken entwickeln die Idee f&uuml;r eine scheinbar neutrale Beratungsgesellschaft, die ihnen staatliche Auftr&auml;ge verschafft. Der Clou: Das Bundesfinanzministerium setzt sie um und bezahlt daf&uuml;r.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0128&amp;cHash=2c0ce527c2\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eigentlich ist schon alles gesagt, wenn man wei&szlig;, dass die Ursprungsidee von der Unternehmensberatung McKinsey stammt. Besonders sch&ouml;n die Einlassungen von Klaus Droste (13. Februar 2007), Topmanager der Deutschen Bank und bis 2000 McKinsey, in einem vertraulichen Strategiepapier:  &ldquo;Ein echter ,Deal Flow&rsquo; ist bislang trotz starken Interesses der Bauwirtschaft und Finanzindustrie nicht zustande gekommen. [&hellip;] Das Image von PPP in der &Ouml;ffentlichkeit ist eher negativ.&rdquo; Doch er sieht jetzt die Chance, das zu &auml;ndern. Mit Hilfe von Politikern. &ldquo;Insbesondere auch das derzeit durch die F&uuml;hrung insbesondere des BMF gegebene Momentum pro PPP k&ouml;nnte von der IFD (Initiative Finanzstandort Deutschland, Anm. d. Red.) dazu genutzt werden, eine v&ouml;llig neue Initiative zu starten: die Schaffung einer von Privatwirtschaft und &ouml;ffentlicher Hand getragenen Beratungsgesellschaft f&uuml;r PPP-Projekte &ndash; Arbeitstitel, Partnerschaften Deutschland GmBH (PDG)&rsquo; &ndash; mit ma&szlig;geschneidertem Auftrag und Struktur.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kinder unter 15 und Kinder unter 15 in SGB II-Bedarfsgemeinschaften (Hartz IV): L&auml;ndervergleich<\/strong><br>\nUnter der &Uuml;berschrift &bdquo;Kinderarmut geht zur&uuml;ck&ldquo; berichtet die S&uuml;ddeutsche Zeitung (Online) &hellip; &uuml;ber Ergebnisse einer &bdquo;Analyse der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit&ldquo;. Die in diesem Artikel genannten Zahlen zur Ver&auml;nderung der Zahl der Kinder im Alter von unter 15 Jahren, deren Eltern auf Arbeitslosengeld II (Hartz IV) angewiesen sind, bed&uuml;rfen der Erg&auml;nzung:<br>\nIn dem Artikel fehlt jeglicher Hinweis auf die Entwicklung der Zahl der Kinder im Alter von unter 15 Jahren insgesamt. Bei Ber&uuml;cksichtigung der Zahl der Kinder stellen sich die Ver&auml;nderungsraten im L&auml;ndervergleich deutlich anders dar als bei alleiniger Betrachtung der absoluten Zahl der &bdquo;nicht erwerbsf&auml;higen Leistungsberechtigten&ldquo; (bis Ende 2009: nicht erwerbsf&auml;hige Hilfebed&uuml;rftige&ldquo;) im Alter von unter 15 Jahren.<br>\nIm F&uuml;nf-Jahreszeitraum von September 2006 bis September 2011 sank die Zahl der Kinder unter 15 in &bdquo;SGB II-Bedarfsgemeinschaften&ldquo; um die von der S&uuml;ddeutschen Zeitung berichteten 13,5 Prozent. Die Zahl der Kinder unter 15 ist in der Bundesrepublik Deutschland im F&uuml;nf-Jahreszeitraum von Ende 2005 bis Ende 2010 um 6,1 Prozent auf 10,941 Millionen gesunken. Dies bleibt in der S&uuml;ddeutschen Zeitung unerw&auml;hnt. Die Hilfequote1 der Kinder im Alter von unter 15 Jahren sank von 16,3 Prozent auf 15,0 Prozent. Dies entspricht einer Ver&auml;nderung der Hilfequote um -7,9 Prozent. (1,3 Prozentpunkte)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/images\/stories\/2012-01-26_sgb2-kinder-092006-092011.pdf\">Bremer Institut f&uuml;r Arbeitsmarktforschungund Jugendberufshilfe e.V. (BIAJ) [PDF &ndash; 130 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Tarifverdienste von Oktober 2010 bis Oktober 2011 um 2,1 % gestiegen<\/strong><br>\nDie tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland haben sich von Oktober 2010 bis Oktober 2011 durchschnittlich um 2,1 % erh&ouml;ht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Steigerungsrate der durchschnittlichen Tarifverdienste gegen&uuml;ber dem jeweiligen Vorjahresmonat seit Januar 2011 best&auml;ndig zugenommen (Januar 2011: 0,9 %, April 2011: 1,5 %, Juli 2011: 1,8 %). Im Oktober 2011 lag der Zuwachs der Tarifverdienste erstmals seit Januar 2010 wieder &uuml;ber der 2 %-Marke.<br>\nDer Anstieg der Tarifverdienste kommt jedoch nicht allen Arbeitnehmern gleicherma&szlig;en zugute. In der Privatwirtschaft f&uuml;hrte die wirtschaftliche Erholung in vielen Branchen zu vergleichsweise hohen Tarifabschl&uuml;ssen, sodass die Tarifverdienste der Besch&auml;ftigten von Oktober 2010 bis Oktober 2011 &uuml;berdurchschnittlich um 2,5 % stiegen. Im Bereich &bdquo;Nichtmarktbestimmte Dienstleistungen&ldquo;, zu dem unter anderem die Wirtschaftsbereiche &Ouml;ffentliche Verwaltung, Erziehung und Unterricht sowie das Gesundheitswesen geh&ouml;ren, erh&ouml;hten sich die Tarifverdienste hingegen um 1,0 %.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2012\/01\/PD12__030__622,templateId=renderPrint.psml\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In welchem Film sind wir? Da sprechen die Politiker von einem Boom und dass wir in Europa Spitze sind. Nur angekommen ist davon bei den Arbeitnehmern nichts, denn eine Inflation von  2,3 Prozent hat davon nichts mehr an Kaufkraft &uuml;brig gelassen &ndash; im Gegenteil. In Wirklichkeit d&uuml;rfte die Situation noch trister sein, denn nur die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten arbeitet in tarifgebundenen Betrieben. &ndash; Irgendwie wird man nicht das Gef&uuml;hl los, dass unsere Gewerkschaften den falschen Strategien aufsitzen. Sie m&uuml;ssten doch allm&auml;hlich im Vorwege Techniken entwickelt haben, um nicht in der Abfolge Abschwung -Aufschwung- Abschwung- Aufschwung immer zu sp&auml;t und dann gar nicht mehr zu kommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Mythen der Arbeit: Fortschritt kostet Arbeitspl&auml;tze &ndash; stimmt&rsquo;s?<\/strong><br>\nWerden Produktionsverfahren verbessert, so wird die Wertsch&ouml;pfung pro Arbeitskraft gesteigert, das hei&szlig;t: Die Produktivit&auml;t der Arbeit steigt. F&uuml;r die gleiche Menge an G&uuml;tern oder Diensten ben&ouml;tigt man weniger Arbeitseinsatz. Dies ist der Einspareffekt des technischen Fortschritts. Die Herstellungskosten pro St&uuml;ck sinken, G&uuml;ter oder Dienste k&ouml;nnen billiger angeboten werden. Darauf reagieren die Kunden: Der g&uuml;nstige Preis mobilisiert zus&auml;tzliche Nachfrage. Dies ist der Nachfrageeffekt. Ob der technische Fortschritt Arbeitspl&auml;tze kostet oder schafft, h&auml;ngt davon ab, ob der Einspareffekt gr&ouml;&szlig;er ist als der Nachfrageeffekt oder umgekehrt &ndash; beides ist m&ouml;glich. Ganz anders bei neuen Produkten. Diese sind bei Markteinf&uuml;hrung in der Regel zun&auml;chst einmal teuer, so dass nur wenige sie sich leisten k&ouml;nnen. Beispielsweise waren die ersten Laptops, die auf den Markt kamen, Luxusg&uuml;ter. Mit dem technischen Fortschritt bei den Produzenten stieg deren Produktivit&auml;t, die Preise sanken dramatisch. Das Produkt wurde f&uuml;r immer mehr Verbraucher erschwinglich und damit zum Massenprodukt. Da der Nachfrageeffekt den Einspareffekt klar &uuml;berwiegt, werden im Herstellungsprozess weltweit insgesamt heute viel mehr Arbeitskr&auml;fte ben&ouml;tigt als zur Zeit der Markteinf&uuml;hrung. &ndash; F&uuml;r ein Land wie Deutschland, das im Weltma&szlig;stab ein Hochlohnland ist, w&auml;re es fatal, eine Verlangsamung des technischen Fortschritts anzustreben. Standardg&uuml;ter, f&uuml;r die der Markt bei uns wie bei unseren Haupthandelspartnern weitgehend ges&auml;ttigt ist, haben hier kaum eine Zukunft. Stattdessen wird es darum gehen, nicht nur auf effiziente Produktionsverfahren zu setzen, sondern auch auf innovative Produkte und Dienstleistungen. Dabei sollte man den Begriff &ldquo;innovativ&rdquo; nicht zu eng fassen. Auch alte Produkte lassen sich durch wesentliche Ver&auml;nderungen in ihren Qualit&auml;tseigenschaften wie Energieverbrauch, Design oder Nutzerfreundlichkeit neu erfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/berufsleben\/0,1518,810714,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Als Einf&uuml;hrung in die Problematik ist der Artikel durchaus zu begr&uuml;&szlig;en, aber kein Weg f&uuml;hrt an der Tatsache vorbei, dass der Anteil die Besch&auml;ftigten im produzierenden Gewerbe an der Gesamtbesch&auml;ftigung seit 1991 um fast zehn Prozentpunkte auf 18,7 Prozent 2011 zur&uuml;ckgegangen ist. Auch wenn ein Teil der verarbeitenden Industrie abgewandert bzw. durch ausl&auml;ndische Konkurrenz verdr&auml;ngt wurde, d&uuml;rfte z.B. der R&uuml;ckgang der Besch&auml;ftigung in der Textil- und Bekleidungsindustrie von 185.195 (2000) auf 80.985 (2010) auch auf arbeitsplatzsparenden technischen Fortschritt zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein. Es stellen sich dann auch hochkomplexe Fragen wie z.B. die nach Arbeitszeitverk&uuml;rzung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Arbeit macht zunehmend psychisch krank<\/strong><br>\nGlaubt man den Ver&ouml;ffentlichungen der Regierung und der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, dann m&uuml;sste es den deutschen Arbeitnehmern so gut gehen wie schon lange nicht mehr. Nur 2,976 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr in Deutschland im Schnitt erwerbslos, das ist der niedrigste Stand seit 20 Jahren. &bdquo;Das Jahr 2011 kann als das mit Abstand erfolgreichste Jahr f&uuml;r die Erwerbst&auml;tigen im wiedervereinigten Deutschland bezeichnet werden&ldquo;, feiert[1] beispielsweise Wirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) die derzeitige Lage am Arbeitsmarkt. Doch ein Blick hinter diese Erfolgszahlen zeigt: F&uuml;r die arbeitende Bev&ouml;lkerung in Deutschland sind keinesfalls goldene Zeiten angebrochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/druck\/mb\/artikel\/36\/36293\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die offizielle Arbeitslosenzahl wird mit dem Satz &ldquo;Nur 2,976 Millionen Menschen waren im vergangenen Jahr in Deutschland im Schnitt erwerbslos &hellip;&rdquo; als Tatsache formuliert, was diesem Einleitungstext eine sehr naive Note gibt. Die danach gelieferten Daten und Fakten sind sehr beunruhigend, auch, wenn sie f&uuml;r NachDenkSeiten-Publikum nicht komplett neu sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>US-B&ouml;rsenaufsicht ermittelt gegen Deutsche Bank<\/strong><br>\nDer Deutschen Bank droht &Auml;rger in den USA: Nach SPIEGEL-Informationen ermitteln amerikanische Finanzaufseher gegen das Kreditinstitut. Hintergrund sind umstrittene Immobilien-Wertpapiergesch&auml;fte vor der Finanzkrise. Die Untersuchung k&ouml;nnte das Geldhaus teuer zu stehen kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,812041,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> In der Printausgabe des Spiegels werden folgende Klagen aufgelistet:<br>\nKlagen der US-Regierung: Klage wegen erschlichener staatlicher Garantien mit einem Forderungsumfang von 1.000 Milliarden Dollar; Klage der Loreley-Gesellschaften (T&ouml;chter der IKB) wegen Verkaufs von CDOs durch die DB in betr&uuml;gerischer Absicht mit Forderungen in H&ouml;he von 439 Millionen Dollar; Klagen der US-Hausfinanzierungsbeh&ouml;rde (FHFA) wegen Betrugs beim Verkauf verbriefter Hypotheken (RMBS) an die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac im Volumen von 5 Milliarden. Klagen des US-Lehrer-Pensionsfonds (TIAA) wegen Betrugs beim Verkauf verbriefter Hypotheken (RMBS) mit Forderungen in nicht bekannter H&ouml;he. Zudem gebe es Ermittlungen der US-Wertpapieraufsicht SEC wegen das Vorwurfs der Manipulation von CDO-Gesch&auml;ften zugunsten des Hedgefonds-Managers John Paulson.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Private Krankenversicherungen: Knapp 150.000 Privatpatienten zahlen keine Beitr&auml;ge<\/strong><br>\nImmer mehr Mitglieder der privaten Krankenversicherung zahlen keine Beitr&auml;ge &ndash; und haben im Krankheitsfall trotzdem Anspruch auf Leistungen. &bdquo;Es gab Ende September 2011 insgesamt 144.000 Nicht-Zahler in der privaten Krankenversicherung. Seit Einf&uuml;hrung der allgemeinen Pflicht zur Versicherung k&ouml;nnen private Krankenversicherungen ihren Kunden wegen Zahlungsr&uuml;ckst&auml;nden nicht mehr k&uuml;ndigen&ldquo;, sagte Dirk Lullies, Sprecher beim Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV).<br>\nUm das Problem der Nichtzahler einzud&auml;mmen, planen die privaten Krankenversicherungen nun spezielle Tarife, die nur noch eine Notfallversorgung abdecken. Die n&ouml;tigen Gesetzes&auml;nderungen werden derzeit vom Bundesfinanz- und vom Bundesjustizministerium vorbereitet. Die Gesetzesentw&uuml;rfe daf&uuml;r sind weitgehend fertig.<br>\nInsgesamt sind in der PKV 8,9 Millionen Menschen voll krankenversichert. Bei Einf&uuml;hrung der Versicherungspflicht 2009 wechselten viele Kunden, die bis zum damaligen Zeitpunkt unversichert waren, in eine private Krankenkasse. Zudem lockten viele Privatkassen mit billigen Einstiegstarifen. Experten machen beide Entwicklungen f&uuml;r die hohe Zahl der Nichtzahler mitverantwortlich.<br>\nIn der gesetzlichen Krankenversicherung werden Beitragsr&uuml;ckst&auml;nde noch nicht systematisch erfasst. Bekannt ist nach Auskunft des obersten Krankenkassenverbands nur, dass zwischen April 2007 und M&auml;rz 2009 bei den Krankenkassen Beitragsr&uuml;ckst&auml;nde in einer H&ouml;he von 630,3 Mio. Euro aufgelaufen sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article13837958\/Knapp-150-000-Privatpatienten-zahlen-keine-Beitraege.html\">Welt Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Tretm&uuml;hle Telekom<\/strong><br>\nDie Deutsche Telekom beschreibt sich gern als soziales Unternehmen, familien- und frauenfreundlich. Dennoch verlie&szlig;en seit 1996 in Deutschland etwa 130.000 M&auml;nner und Frauen das Unternehmen, mehr oder weniger freiwillig. Permanente Umorganisationen und Standortverlagerungen machen viele &bdquo;Telekomiker&ldquo;, wie sie sich selbst nennen, m&uuml;rbe. Hinzu kommt, dass die Arbeitsverdichtung und der Druck auf die Mitarbeiter\/innen erheblich zunehmen.<br>\nDie Meisten sprechen dar&uuml;ber nur hinter vorgehaltener Hand &ndash; die Angst den Arbeitsplatz zu verlieren ist gro&szlig;. Feature-Autor Charly Kowalczyk hat nach langen Recherchen einen Einblick in die interne Telekom-Welt erhalten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/web.ard.de\/radio\/radiofeature\/#awp::\">ARDradiofeature<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verfassungsschutz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Klaus Ernst Verfassungsschutz &uuml;berwacht mehr als 40 Linken-Abgeordnete<\/strong><br>\nDie Linke im Bundestag wird offenbar in st&auml;rkerem Ausma&szlig; vom Verfassungsschutz &uuml;berwacht als bislang bekannt. Laut Klaus Ernst wurde mehr als die H&auml;lfte der Fraktion &uuml;berwacht. Es sind mindestens 42 Bundestagsabgeordnete unserer Partei im Visier des Verfassungsschutzes. Das ist mehr als die H&auml;lfte der Fraktion&ldquo;, sagte der Linken-Vorsitzende Klaus Ernst dem Tagesspiegel. Bislang ist bekannt, dass 27 Abgeordnete vom Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz &uuml;berwacht werden.<br>\nErnst verwies darauf, dass die Beh&ouml;rden in Niedersachsen, Bayern und Baden-W&uuml;rttemberg eingestanden h&auml;tten, dass sie die Abgeordneten aus diesen L&auml;ndern ausforschen. Zu den Parlamentariern aus Bayern geh&ouml;rt auch Parteichef Ernst.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/laut-klaus-ernst-verfassungsschutz-ueberwacht-mehr-als-40-linken-abgeordnete\/6124564.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Chronik einer Beh&ouml;rde Spitzel, Wanzen, Bomben<\/strong><br>\nDie Chronique scandaleuse des Verfassungsschutzes seit 1950 zeigt vor allem eins: Er ist &uuml;berfl&uuml;ssig und geh&ouml;rt schleunigst abgeschafft.<br>\nDiese Beh&ouml;rde &ndash; &raquo;this agency&laquo; &ndash; d&uuml;rfe keine polizeilichen Befugnisse haben, schrieben die westalliierten Milit&auml;rgouverneure in einem Brief vom April 1949 an den Parlamentarischen Rat in Bonn zu seinen Beratungen &uuml;ber das Grundgesetz. &raquo;This agency&laquo; &ndash; damit war eine Institution gemeint, welche die junge Republik gegen Gefahren aus dem kommunistischen Osten sch&uuml;tzen sollte. So kam der Grundgesetz-Artikel 73 Ziffer 10 zustande, nach dem der Bundestag ein Gesetz beschlie&szlig;en konnte &raquo;zum Schutz der freiheitlichen demokratischen Grundordnung, des Bestandes und der Sicherheit des Bundes oder eines Landes (Verfassungsschutz)&laquo;. 1950 wurde das Bundesverfassungsschutzgesetz beschlossen; es entstanden das Bundesamt f&uuml;r Verfassungsschutz in K&ouml;ln und in jedem Bundesland ein entsprechendes Landesamt.<br>\nUnd sofort begannen die Aff&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/05\/Verfassungsschutz\">Zeit<\/a>\n<p><em>Siehe auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Heribert Prantl: Hilfe, der Verfassungsschutz!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/untersuchungsausschuss-hilfe-der-verfassungsschutz-1.1269341\">SZ<\/a>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.tomicek.de\/a_karikaturen\/a1_aktuellekarikaturen\/120125b\/120125b_f_k.jpg\" alt=\"J&uuml;rgen Tomicek - Verfassungsschutz\" title=\"J&uuml;rgen Tomicek - Verfassungsschutz\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.tomicek.de\/a_karikaturen\/a1_aktuellekarikaturen\/120125b\/120125b_f_g.html\">J&uuml;rgen Tomicek<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Ohne EU kein Datenschutz<\/strong><br>\nMit den Vorschl&auml;gen f&uuml;r eine grundlegende Reform des europ&auml;ischen Datenschutzrechts soll den VerbraucherInnen und B&uuml;rgerInnen ein einheitlicher EU-Standard f&uuml;r den effektiven Schutz ihrer Daten an die Hand gegeben werden. Neben besseren Informations- und Kontrollm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Einzelnen sieht die Reform auch hohe Geldstrafen f&uuml;r Missbrauch vor, etwa bei Verlust oder Weiterverkauf von NutzerInnendaten. In Anbetracht des Selbstbewusstseins, mit dem globale Datenkraken wie Facebook oder Google agieren, ist dies ein &uuml;berf&auml;lliger Schritt. Doch der im Ansatz vern&uuml;nftige Vorschlag der Kommission k&ouml;nnte an Konzernen und Sicherheitsbeh&ouml;rden scheitern, die ein Interesse an umfassenden Datensammlungen haben. Gerade die deutsche Politik und insbesondere die Bundesregierung sind daher jetzt gefragt. Leider aber sind die f&uuml;r den privaten Datenschutz zust&auml;ndige Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) und mit ihr die schwarz-gelbe Bundesregierung mit inhaltlichen Forderungen zur Reform bislang kaum aufgefallen, obwohl diese in Br&uuml;ssel bereits seit zwei Jahren diskutiert wird. Stattdessen profilierte sich Aigner mit einem medienwirksamen Facebook-Austritt, der den deutschen VerbraucherInnen aber wenig half.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F01%2F26%2Fa0154&amp;cHash=206724a5bf\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Studie best&auml;tigt Gegner der Vorratsdatenspeicherung<\/strong><br>\nRechtzeitig zum Europ&auml;ischen Datenschutztag am heutigen Samstag pr&auml;sentierte das Bundesjustizministerium eine neue Studie zur Vorratsdatenspeicherung und belebte damit die Debatte um Nutzen und Gefahren des Ermittlungsinstruments &ndash; sowohl in der Koalition als auch bei Regierung und Opposition. Die Studie untersucht die Aufkl&auml;rungsquoten von Delikten f&uuml;r den Zeitraum von 1987 bis 2010. In diesem Zeitraum war die Vorratsdatenspeicherung f&uuml;r etwas mehr als zwei Jahre in Kraft, von Januar 2008 bis M&auml;rz 2010. Die Studie bewertet den Nutzen der Vorratsdatenspeicherung sehr skeptisch. Im Vergleich zu den Jahren ohne Langzeitspeicherung sei keine Ver&auml;nderung der Aufkl&auml;rungsquote festzustellen. Bei all dem betonen die Autoren die unzureichende Datenlage. Es handelte sich um eine &bdquo;Momentaufnahme&ldquo; auf &bdquo;sehr unsicherer statischer Datengrundlage&ldquo;.<br>\nErmittlungsbeh&ouml;rden, Regierung, Opposition und Netzaktivisten versuchen seit l&auml;ngerem, ihre Positionen zu unterf&uuml;ttern. Die Ergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus, wobei der gr&ouml;&szlig;ere Teil der Untersuchungen keinen oder nur einen geringen Nutzen der Vorratsdatenspeicherung sieht. Das Bundeskriminalamt selbst stellt in einer Studie von 2005 fest, dass die Aufkl&auml;rungsquote durch die Vorratsdatenspeicherung nur sehr gering erh&ouml;ht wird. Zu einem &auml;hnlichen Schluss kommen, teilweise mit Bezug auf die BKA-Zahlen, auch zwei Gutachten des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages. Sowohl in Deutschland als auch in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern sei der Nutzen gering, so die Autoren.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/datenschutz-studie-bestaetigt-gegner-der-vorratsdatenspeicherung\/6122352.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.mpg.de\/5000721\/vorratsdatenspeicherung.pdf\">Max-Planck-Gesellschaft [PDF &ndash; 2.4 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Uwe Timm: Strammgestanden f&uuml;r den freien Markt<\/strong><br>\nCarl Zuckmayer (1896&ndash;1977) neu lesend, dr&auml;ngt sich dieser Vergleich auf: Die Universalit&auml;t des damaligen milit&auml;rischen Diskurses, der alle Lebensbereiche dominierte und letztendlich zur Selbstzerst&ouml;rung f&uuml;hrte, findet heute seine Entsprechung in dem alles bestimmenden &ouml;konomischen Denken, nach der Logik, was sich rechnet und was sich nicht rechnet, was profitabel ist und was nicht. Es mehren sich die kritischen Stimmen, die heute vor einem substantiellen Demokratieverlust warnen. Von Post-Demokratie ist die Rede&hellip;<br>\nDer Wettbewerb des freien Markts entfaltet aus seiner Logik heraus eine Autorit&auml;t, die &auml;hnlich wie fr&uuml;her die des Milit&auml;rischen, alle Lebensbereiche umfasst und das politische Handeln und Denken bestimmt. Systemrelevant, Wettbewerb, Flexibilisierung, Wachstum, Modernisierung erscheinen in der Sprache als Ausdruck von Sachzw&auml;ngen, zeigen diese Form der Wirtschaft quasi als Naturgesetz. Den freien Markt als das entscheidende Movens unserer Gesellschaft zu sanktionieren und ihn mit der politischen Freiheit gleichzusetzen, f&uuml;hrt dazu, dass permanent Ungleichheit generiert wird&hellip;<br>\nDie Verdrossenheit hat ihren wahren Grund in dem Wissen von der bestimmenden Macht der &Ouml;konomie und des kapitalistischen Finanzsystems gegen&uuml;ber den demokratischen Parteien und der gew&auml;hlten Exekutive, die damit ihre Autonomie verloren haben. Jedoch:<br>\nDie Paradigmen der &Ouml;konomie sind keine Naturgesetze, wie es sich im Bewusstsein verfestigt hat, sondern sie sind bestimmbar und ver&auml;nderbar. Hilfreich w&auml;re, wenn all die klugen &Ouml;konomen mit ihren computergest&uuml;tzten Modellen ihr Fach nicht nur als Optimierungswissenschaft verstehen w&uuml;rden, sondern mehr und weiter an alternativen Modellen arbeiten w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/kultur\/strammgestanden-fuer-den-freien-markt\/6121446.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Ungerechtigkeit als gesellschaftliches Prinzip<\/strong><br>\n&bdquo;Gerechtigkeit bezeichnet nach der Definition der philosophischen Enzyklop&auml;die &bdquo;einen idealen Zustand des sozialen Miteinanders, in dem es einen angemessenen, unparteilichen und einforderbaren Ausgleich der Interessen und der Verteilung von G&uuml;tern und Chancen zwischen beteiligten Personen oder Gruppen gibt&ldquo;.<br>\nIm Vorfeld fast aller gro&szlig;en Revolutionen und Aufst&auml;nde der Weltgeschichte lassen sich mutwillige Verst&ouml;&szlig;e gegen das Prinzip der Gerechtigkeit feststellen. Wann immer sich eine kleine Gruppe Privilegierter &uuml;ber die Mehrheit anderen erhoben, Recht und Gesetz nach ihren Bed&uuml;rfnissen gebogen und Macht und Einfluss zur Mehrung ihres eigenen Verm&ouml;gens missbraucht hat, dann dauerte es nicht allzu lange, bis sich die unzufriedene Mehrheit &uuml;ber die Herrscher erhob und ihnen die Privilegien entzog.<br>\nVor diesem Hintergrund kann es nicht verwundern, dass sich der j&uuml;ngste UN-Bericht zur soziale Lage in Deutschland entsetzt von den hiesigen Verh&auml;ltnissen zeigt und vor dem Verlust von politischer Stabilit&auml;t und vor sozialen Unruhen warnt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2012\/01\/28\/ungerechtigkeit-als-gesellschaftliches-prinzip\/\">Jacob Jung Blog<\/a>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Verteilungsgerechtigkeit in Zeiten der Krise: OECD-Studie benennt Politikoptionen f&uuml;r Arbeit, Wachstum und sozialen Ausgleich<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.oecd.org\/document\/26\/0,3746,de_34968570_35008930_49443610_1_1_1_1,00.html\">OECD<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Offener Brief der SPD-Mitglieder gegen S21<\/strong><br>\nan den   stellvertretenden Ministerpr&auml;sidenten, Wirtschafts- und Finanzminister und Landesvorsitzenden der SPD  in Baden-W&uuml;rttemberg<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/spd-mitglieder-gegen-s21.de\/wp-content\/themes\/twentyten\/Dokumente\/2012_01_27OffenerBrief_Riedel_Schmid.pdf\">SPD-Mitglieder gegen S21 [PDF &ndash; 140 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Guttenberg oder der &bdquo;Sieg der Wissenschaft&ldquo;?<\/strong><br>\nEin Jahr nach Beginn des schnellen Falls des Karl-Theodor zu Guttenberg schien es uns geboten, einen der gr&ouml;&szlig;ten Skandale der &bdquo;Berliner Republik&ldquo; zu bilanzieren. War Guttenbergs Fall tats&auml;chlich jener &bdquo;Sieg der Wissenschaft&ldquo; &uuml;ber die Politik, als der er gefeiert wurde? Und wie sehen die Folgen und Konsequenzen im Feld der Wissenschaft wie der Politik heute aus? Auf Anregung der &bdquo;Bl&auml;tter&ldquo;-Redaktion setzte sich derjenige mit dieser Frage auseinander, der mit seiner Rezension des Guttenbergschen Plagiats den Stein erst ins Rollen gebracht hatte, n&auml;mlich der Bremer Rechtswissenschaftler Andreas Fischer-Lescano.<br>\nRechtswissenschaft und rechtswissenschaftliche Qualifikationsarbeiten werden derzeit weniger durch die Auseinandersetzung mit der Rolle des Rechts in der Gesellschaft gepr&auml;gt als durch das Bestreben, den herrschenden &ouml;konomischen und politischen Verh&auml;ltnissen zuzuarbeiten. Das f&uuml;hrt zu einer problematischen Entfremdung von Recht und Gesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2012\/februar\/guttenberg-oder-der-%E2%80%9Esieg-der-wissenschaft%E2%80%9C\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sehr lesenswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>ZDF-Mitarbeiter fordern: &bdquo;Freiheit f&uuml;r das Zweite!&ldquo;<\/strong><br>\nWie unl&auml;ngst beim &Ouml;sterreichischen Rundfunk (ORF) scheint sich nun auch im ZDF eine sender-interne Protestbewegung zu formieren. Noch anonym, noch sehr klein, aber immerhin. Carta dokumentiert den Aufruf der Emp&ouml;rten.\n<blockquote><p>Liebe Kollegen,<\/p>\n<p>Schade, das ein solcher Protest beim ZDF nicht m&ouml;glich ist. Wie sagte doch Nikolaus Brender im SPIEGEL: &ldquo;Parteipolitische Methodik droht gerade den &ouml;ffentlich-rechtlichen Rundfunk zu okkupieren&rdquo; und &ldquo;(es gibt ein) Spitzelsystem, das davon lebt, dass Redakteure den Parteien Senderinterna zutragen&rdquo;.<\/p>\n<p>Die Verh&auml;ltnisse, die beim ORF den Protest ausl&ouml;sten, lassen sich &ldquo;eins zu eins&rdquo; auf das ZDF &uuml;bertragen. Auch hier gibt es politische Einflussnahme und eine &uuml;bergro&szlig;e N&auml;he mancher Journalisten zur Politik (allein zwei ZDFler wurden als Kandidaten f&uuml;r Sprecher-Posten in der Bundesregierung genannt &ndash; einer ist es ja dann geworden).<\/p>\n<p>Auch der Wechsel eines ehemaligen Staatskanzlei-Chefs auf einen Direktorenposten sowie die Spekulationen um einen erneuten Wechsel eines noch amtierenden Staatskanzlei-Chefs auf eine Verwaltungs-Position bleiben unkommentiert. Dies alles hat, wenn &uuml;berhaupt, nur leisen Protest ausgel&ouml;st.<\/p>\n<p>Wir paar jungen Nachwuchs-ZDFler m&uuml;ssen leider anonym bleiben, um unsere (meist befristeten\/wackligen) Vertr&auml;ge nicht zu gef&auml;hrden. WIR m&ouml;chten auch noch in ein paar Jahren in einem (nahezu) unabh&auml;ngigen ZDF arbeiten. Wobei WIR niemals mehr so hohe Pensionsanspr&uuml;che werden verjubeln k&ouml;nnen, wie es den Hierarchen, die ein Filz-System im Haus aufgebaut haben, m&ouml;glich ist.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en Das &ldquo;Freiheit-f&uuml;r-das-Zweite&rdquo;-Team<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/carta.info\/40965\/zdf-mitarbeiter-fordern-freiheit-fur-das-zweite\/\">Carta<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Das Massaker von Haditha bleibt straflos<\/strong><br>\nDas Massaker von Haditha, das das Image der USA im Irakkrieg nachhaltig besch&auml;digt hat, bleibt unges&uuml;hnt. Mehr als sechs Jahre nach den t&ouml;dlichen Sch&uuml;ssen vom November 2005, denen 24 unbewaffnete Iraker zum Opfer fielen, entschied ein Milit&auml;rgericht in Kalifornien am Dienstag gegen eine Haftstrafe f&uuml;r den letzten von insgesamt acht Angeklagten. Grundlage f&uuml;r das Urteil war eine Absprache mit der Anklage, in der der Beschuldigte Frank Wuterich sich der Pflichtverletzung f&uuml;r schuldig bekannte. Demnach wird der Unteroffizier nun nur im Dienstgrad zur&uuml;ckgestuft, muss aber nicht ins Gef&auml;ngnis. Die Anklage hatte auf Totschlag in neun F&auml;llen gelautet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2012%2F01%2F26%2Fa0120&amp;cHash=0b6495c6a6\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie meinte US-Pr&auml;sident Obama noch in seiner Rede zur Nation: &ldquo;Look to Iraq, where nearly 100,000 of our brave men and women have left with their heads held high &hellip; Thanks to our heroic troops and civilians.&rdquo; Ermordet wurden in Haditha Frauen, Kinder, Alte &ndash; das j&uuml;ngste Opfer war ein einj&auml;hriges M&auml;dchen und das &auml;lteste ein 77-j&auml;hriger Gro&szlig;vater im Rollstuhl. &ndash; Nat&uuml;rlich f&uuml;hrt jeder Krieg in die Barbarei und m&uuml;ndet in physische und vor allem auch seelische Verkr&uuml;ppelungen der Soldaten. Diesem Umstand m&ouml;gen Milit&auml;rgerichte Rechnung tragen wollen, aber diese Untat als Dienstpflichtverletzung einzuordnen, ist an Zynismus nicht &uuml;berbieten. Die Soldaten m&ouml;gen durch den Krieg verroht sein, aber Ihre Vorgesetzten, die Gener&auml;le, das Milit&auml;rgericht, der Staat bis hin zum Pr&auml;sidenten, die diese Soldaten in die Deformation geschickt haben, d&uuml;rfen solche Massaker nicht bagatellisieren &ndash; aus welchen Gr&uuml;nden auch immer. Angesichts der fast zeitgleichen pr&auml;sidentialen, rattenf&auml;ngerischen Rede vom heroischen Soldaten mag man nicht mehr argumentieren und bleibt stumm zur&uuml;ck: &ldquo;Die Mauern stehn sprachlos und kalt, im Winde klirren die Fahnen&rdquo; (H&ouml;lderlin)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Meinungsfreiheit<\/strong><br>\nIm kalifornischen Oakland (USA) ist die Polizei am Sonnabend gewaltsam gegen eine zun&auml;chst friedliche Demonstration der &raquo;Occupy&laquo;-Bewegung vorgegangen. &Uuml;ber 200 Menschen wurden festgenommen, mehrere mussten &auml;rztlich behandelt werden. Mit Tr&auml;nengas und Schlagst&ouml;cken haben die Beamten auf einen Versuch der Demonstranten reagiert, das Kongresszentrum und das Rathaus zu besetzen. Diese sch&uuml;tzten sich gegen das Vorgehen der Polizei mit Barrikaden, die sie aus ihren Transparenten errichteten (Foto). &raquo;Occupy mu&szlig; aufh&ouml;ren, Oakland als Spielwiese zu benutzen&laquo;, wetterte B&uuml;rgermeisterin Jean Quan.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/01-30\/049.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Der Sarkostaat: Was macht die Polizei?!<\/strong><br>\nFrankreich darf sich gl&uuml;cklich sch&auml;tzen, eine junge Generation von hochqualifizierten, kontaktfreudigen und durchaus auch &laquo;engagierten&raquo; Sozialforschern zu z&auml;hlen, die das weite Themenfeld &laquo;Banlieue&raquo; in seinen vielfachen Furchen beackern. Ihre Publikationen, die die N&auml;he der Feldforschung mit der Distanz der wissenschaftlichen Perspektive verbinden, vermitteln ein Wissen, das sonst niemand hat &ndash; weder die Bewohner noch die Sozialarbeiter, lokalen Politiker oder Ordnungskr&auml;fte. Mir scheint, es w&auml;re bei der Berichterstattung &uuml;ber die x-te Gewaltexplosion in einer sozial benachteiligten Vorstadt mindestens ebenso wichtig, sich mit solchen Arbeiten vertraut zu machen und das darin enthaltene Wissen dem breiten Publikum zu vermitteln, als vor Ort ein Bild zu knipsen, das meist blo&szlig; ein billiges Klischee ist.<br>\nDas Verh&auml;ltnis der Polizei zu den Banlieue-Bewohnern bildet den Kern- und Knotenpunkt der hiesigen Vorstadt-Problematik. Die j&uuml;ngst ver&ouml;ffentlichte Studie &laquo;La Force de l&rsquo;ordre&raquo; von Didier Fassin bietet Beobachtungen &uuml;ber die Arbeitsweise der hiesigen Vorstadt-Polizei, die in dieser Form noch nicht m&ouml;glich waren und &ndash; zumindest so lang Sarkozy noch das Zepter schwingt &ndash; wohl auch nicht mehr m&ouml;glich sein werden.<br>\nFassin kommt im Epilog seiner Studie zum Schluss, dass Frankreichs Polizei nicht im Dienste der Bev&ouml;lkerung steht &ndash; der sie auch gar nicht &auml;hnlich sieht &ndash;, sondern in jenem der Staatsmacht. Der Forscher sieht eine Kontinuit&auml;t zwischen der Behandlung der Arbeiterklasse im 19. Jahrhundert sowie der eingewanderten Algerier um 1950 herum und der Art und Weise, wie heute mit den Banlieue-Bewohnern umgesprungen wird. Die Polizei sei nach wie vor das von den Regierenden bevorzugte &ndash; und unter Sarkozy sogar fast exklusiv bevorzugte &ndash; Instrument zur Regulierung sozialer Spannungen. Der Preis f&uuml;r die Art, wie die &laquo;Ordnungskr&auml;fte&raquo; heute in Frankreichs Problem-Vorst&auml;dten funktionieren (beziehungsweise disfunktionieren), sei freilich hoch. Zum einen sei erwiesen, dass die Patrouille-Arbeit, so wie sie im Allgemeinen praktiziert werde, im Allgemeinen auch ineffizient sei. Und dass ihre aggressive Spielart, welche den Aktivit&auml;ten der BAC entspricht, die marginalen Errungenschaften in Sachen Bek&auml;mpfung der Kleinkriminalit&auml;t durch die perversen Auswirkungen des hervorgerufenen Ressentiments und der erzeugten Wirren zunichte mache: &laquo;Erbittert und ver&auml;ngstigt durch die Brutalit&auml;t der Polizeiaktionen, die die Probleme, die sie l&ouml;sen sollen, oft noch versch&auml;rfen, verlieren die Bewohner das Vertrauen in &ouml;ffentliche Institutionen, von denen sie denken, dass sie ihnen nicht dienen, sondern im Gegenteil zu ihrer Stigmatisierung beitragen.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/frankreich.blog.nzz.ch\/2012\/01\/24\/was-macht-die-polizei\/\">NZZ<\/a>\n<p><strong><em>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/em><\/strong> Wieder einmal ein Beitrag von Marc Zitzmann, der einen Blick auf die erschreckende Verfasstheit des Sarkostaat erm&ouml;glicht. Zitzmann erachtet es f&uuml;r n&ouml;tig, dass Journalisten auch wissenschaftliche Studien zu Rate ziehen sollten, er selbst geht mit gutem Beispiel voran, hier um &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der Gewaltexplosionen in den Banlieues zu berichten. Die Forderung, dass die allgemeine Berichterstattung sich generell mehr Hintergrundmaterial zu eigen machen sollte, statt Klischees zu bedienen, ist unbedingt zu unterst&uuml;tzen. Heute k&ouml;nnen &uuml;ber das Internet blitzschnell Nachrichten abgefragt werden, die traditionellen Zeitungen sollten Ihre Chance nutzen, mit gut ausgebildetem Personal seri&ouml;se Hintergrundanalysen zu liefern. &ndash;  Man k&ouml;nnte noch einiges zu diesem Artikel sagen, der einen auch zwingt sich fragen, wie es bei uns aussieht oder vielleicht einmal aussehen k&ouml;nnte, aber lesen Sie selbst. Und denjenigen, die sowieso nicht schlafen k&ouml;nnen, empfehle ich den Kriminalroman &ldquo;Einschl&auml;gig bekannt&rdquo; (Bien connu des services de police) von Dominique Manotti. Manotti arbeitet mit den Mitteln der Fiktion die Polizeiarbeit in den Banlieues von Paris auf und herauskommt eine &uuml;berw&auml;ltigend d&uuml;stere Reportage.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Business<\/strong><br>\nVater: Ich werde dich mit einem M&auml;dchen meiner Wahl verheiraten!<br>\nSohn: Nein!<br>\nVater: Es ist die Tochter von Bill Gates!<br>\nSohn: Dann&hellip; Okay!<br>\nVater geht zu Bill Gates<br>\nVater: Ich will meinen Sohn mit deiner Tochter verheiraten!<br>\nBill Gates: Nein!<br>\nVater: Er ist der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der World Bank!<br>\nBill Gates: Dann&hellip; Okay!<br>\nVater geht zur World Bank<br>\nVater: Ich will, dass Sie meinen Sohn als Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer einstellen!<br>\nWorld Bank: Nein!<br>\nVater: Er ist der zuk&uuml;nftige Schwiegersohn von Bill Gates!<br>\nWorld Bank: Dann&hellip; Okay!<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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