{"id":12068,"date":"2012-01-30T10:19:55","date_gmt":"2012-01-30T09:19:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12068"},"modified":"2015-01-18T11:53:32","modified_gmt":"2015-01-18T10:53:32","slug":"nachtrag-privatisierung-von-kliniken-befragungserfolg-in-dresden-und-florian-gerster-wirbt-in-wiesbaden-fur-privatisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12068","title":{"rendered":"Nachtrag Privatisierung von Kliniken: Befragungserfolg in Dresden und Florian Gerster wirbt in Wiesbaden f\u00fcr Privatisierung"},"content":{"rendered":"<p>Am 23.1. hatten wir Sie <a href=\"?p=11990\">gebeten<\/a>, sich f&uuml;r Kliniken im &ouml;ffentlichen Eigentum und gegen die Privatisierung zu engagieren. Mit <a href=\"?p=12058#h05\">Hinweis Nr. 5 von heute<\/a> haben wir vom Befragungserfolg in Dresden berichtet. N&auml;heres <a href=\"http:\/\/wahlen.dresden.de\/2012\/BEKH\/bekh.html\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/b%C3%BCndnis-f%C3%BCr-krankenh%C3%A4user.de\/\">hier<\/a>. Dort wie in anderen Regionen geht der Kampf weiter. Die Privatisierungsbef&uuml;rworter arbeiten mit massiver PR, mit im Gesch&auml;ft der unselige Florian Gerster. Albrecht M&uuml;ller.<br>\n<!--more--><br>\nDiese Information erreicht uns aus Wiesbaden. Dort meldete sich Florian Gerster im Wiesbadener Kurier zu Wort (Siehe Anlage 1). Den Gegnern der Privatisierung wirft er &bdquo;altes Denken&ldquo; vor. Seine Argumentation ist typisch f&uuml;r die Argumentation der Privatisierungsbef&uuml;rworter. Deshalb auch von Interesse &uuml;ber Wiesbaden hinaus.<\/p><p>Zum Fortgang der Debatte in Wiesbaden incl. einer Einladung f&uuml;r heute siehe Anlage 2.<\/p><p><strong>Anlage 1:<\/strong><\/p><p><strong>Keine Angst vor den Privaten<\/strong><\/p><p>GASTKOMMENTAR Der Betriebspsychologe Florian Gerster zur finanziellen Rettung der Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken<br>\nVom 10.01.2012<br>\nVon Florian Gerster<\/p><p>WIESBADEN. Der Wiesbadener Kurier meldete mehrfach, dass von Besch&auml;ftigten und Kommunalpolitikern Front gegen die Option einer Teilprivatisierung der Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken gemacht werde. Zu solchen &Uuml;berlegungen kam es, weil der kommunale Maximalversorger seine betriebswirtschaftliche Schieflage nicht mehr aus eigener Kraft bew&auml;ltigen kann. Auch ist die Bereitschaft der Landeshauptstadt, millionenschwere Defizite auszugleichen oder den Schuldenberg von knapp 100 Millionen Euro abzubauen, begrenzt.<\/p><p><strong>Verbesserte Versorgung<\/strong><\/p><p>Was spricht f&uuml;r den &ldquo;Leuchtturm&rdquo; einer Gro&szlig;klinik in kommunaler Tr&auml;gerschaft? Zumal, wenn es im Rhein-Main-Gebiet mehrere solcher Leuchtt&uuml;rme gibt, die von den St&auml;dten Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Hanau und anderen Kommunen und dem Land subventioniert werden m&uuml;ssen? F&uuml;r die B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger, die in der HSK gute medizinische Leistungen erwarten, d&uuml;rfte die Frage der Tr&auml;gerschaft nachrangig sein.<\/p><p>Seit der &Uuml;bernahme der Universit&auml;tskliniken in Gie&szlig;en und Marburg durch die Rh&ouml;n Klinikum AG hat sich die station&auml;re Versorgung in Mittelhessen signifikant verbessert. Der Konzern hat Hunderte von Millionen Euro investiert, obwohl &ndash; oder besser weil &ndash; er als Aktiengesellschaft eine angemessene Kapitalrendite ausweisen muss. Auch kommunale Krankenhauskonzerne k&ouml;nnen betriebswirtschaftliche Strukturen optimieren, wenn sie in Metropolregionen wie Berlin oder Hannover unternehmerisch handeln und Synergien nutzen k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Unverzeihlicher Fehler?<\/strong><\/p><p>Dass die &Ouml;ffentliche Hand Unternehmen der Daseinsvorsoge selbst betreiben muss, ist altes Denken. Dann w&auml;re die Privatisierung der Bundesbahn, der Bundespost und der Lufthansa ein unverzeihlicher Fehler gewesen. Die Politik muss den Ordnungsrahmen schaffen und kontrollieren, in dem private oder freigemeinn&uuml;tzige &ndash; in begr&uuml;ndeten F&auml;llen &ouml;ffentliche &ndash; Tr&auml;ger Leistungen der Daseinsvorsorge im Wettbewerb erbringen.<\/p><p>Zur&uuml;ck zur HSK: Keine Angst vor privaten Tr&auml;gern, die mit 49 Prozent der Anteile oder mehr den &ouml;ffentlichen Auftrag ausf&uuml;hren, B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger der Region mit station&auml;ren (und ambulanten) Leistungen zu versorgen. Ein leistungsstarker strategischer Investor kann die Gro&szlig;klinik so stabilisieren, dass sie mit medizinischen Spitzenleistungen, nicht aber durch ihren finanziellen Sanierungsbedarf Schlagzeilen macht.<\/p><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.main-rheiner.de\/region\/objekt_eausgaben.php3?artikel_id=4894923&amp;ausgabe=2\">Wiesbadener Kurier<\/a><\/p><p><em>Zur Person Gerster hei&szlig;t es im Wiesbadener Kurier: 2002 bis 2004 f&uuml;hrte Florian Gerster als Vorstandsvorsitzender die neu gegr&uuml;ndete Bundesagentur f&uuml;r Arbeit. Seit 2004 arbeitet er als Berater und Partner f&uuml;r MummertHealthcare, ist zudem der Pr&auml;sident des Bundesverbands Briefdienste, der Vorsitzende des Managerkreises Rhein-Main der Friedrich-Ebert-Stiftung und Vorsitzender der Initiative Gesundheitswirtschaft Rhein-Main. Florian Gerster ist verheiratet und hat zwei T&ouml;chter.<\/em> <\/p><p><strong>Anlage 2:<\/strong><\/p><p><strong>Wiesbadener Opposition &uuml;bt Kritik an HSK-Teilverkauf an Rh&ouml;n Klinikum AG<\/strong><\/p><p>24.01.2012 18:34 Uhr &ndash; WIESBADEN<br>\nVon Christoph Cuntz<\/p><p>CDU und SPD waren sich schon in der vergangenen Woche einig: Der Rh&ouml;n Klinikum AG sollen 49 Prozent der kommunalen Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken (HSK) verkauft werden. Seit Montag hat nun auch die Opposition Kenntnis von den notariell beurkundeten Verhandlungsergebnissen. Der Tenor der Nicht-Regierungs-Fraktionen ist einhellig: Auch wenn Rh&ouml;n nur eine Minderheitsbeteiligung bekommen soll, werde damit nicht die Teil-Privatisierung der HSK festgeschrieben, sondern deren Privatisierung. Gleichwohl wird ein Teil der Opposition den &bdquo;Rh&ouml;n&ldquo;-Konzern als Partner akzeptieren.<\/p><p><strong>&ldquo;Ob die Stadt ma&szlig;geblichen Einfluss behalten wird, ist fraglich&rdquo;<\/strong><\/p><p>Christiane Hinninger, Fraktionsvorsitzende der Gr&uuml;nen, h&auml;lt das geplante Gesch&auml;ft mit der Rh&ouml;n Klinikum AG f&uuml;r eine &bdquo;Mogelpackung&ldquo;. Der neue Partner der HSK bestimme das operative Gesch&auml;ft. &bdquo;Ob die Stadt ma&szlig;geblichen Einfluss behalten wird, ist fraglich.&ldquo; So wolle &bdquo;Rh&ouml;n&ldquo; sichergestellt wissen, dass die &bdquo;Rh&ouml;n&ldquo;-dominierte Gesellschafterversammlung das letzte Wort habe, wenn es zwischen Aufsichtsrat und Gesch&auml;ftsf&uuml;hrung zum Dissens komme. <\/p><p>Dar&uuml;ber hinaus ist die Gr&uuml;nen-Fraktionsvorsitzende &uuml;berzeugt, dass die HSK auch in kommunaler Hand wirtschaftlich betrieben werden k&ouml;nnen. &bdquo;Sonst h&auml;tte der Konzern nicht so viel f&uuml;r eine Minderheitsbeteiligung geboten.&ldquo; Ihre Mutma&szlig;ung: Man habe die HSK ins &bdquo;finanzielle Desaster&ldquo; treiben lassen, um die Privatisierung leichter durchsetzen zu k&ouml;nnen. Die Gr&uuml;nen wollen Anfang Februar in einer Mitgliederversammlung &uuml;ber das Thema beraten. Dann solle auch dar&uuml;ber diskutiert werden, ob die Partei ein B&uuml;rgerbegehren gegen die (Teil-)Privatisierung unterst&uuml;tzt.<\/p><p><strong>&ldquo;Massiver Stellenabbau m&ouml;glich&rdquo;<\/strong><\/p><p>Vier Stunden lang konnten die Linken&amp;Piraten die Vertr&auml;ge studieren. F&uuml;r Hartmut Bohrer viel zu wenig Zeit. Und doch ist sich der Fraktionsvorsitzende schon jetzt sicher, dass es bei dem geplanten Gesch&auml;ft um nichts weniger als die Privatisierung des kommunalen Krankenhauses geht, die nur durch ein B&uuml;rgerbegehren verhindert werden k&ouml;nne. <\/p><p>Hartmut Bohrer sorgt sich um die Arbeitspl&auml;tze. Weniger um die in den HSK. Denn mit &bdquo;Rh&ouml;n&ldquo; soll ein K&uuml;ndigungsschutz bis 2015 vertraglich vereinbart werden. Wenn aber k&uuml;nftig die Deutsche Klinik f&uuml;r Diagnostik sowie die Aukammklinik, die ebenfalls zu &bdquo;Rh&ouml;n&ldquo; geh&ouml;ren, eng mit den HSK kooperierten, sei dort &bdquo;massiver Stellenabbau m&ouml;glich&ldquo;. So belege die Fachliteratur, dass private Klinik-Konzerne ihre Gewinne machten, weil sie im Pflegebereich weniger Personal einsetzen. Bohrer ist zudem &uuml;berzeugt: &bdquo;Die HSK sind in der Lage, gut zu wirtschaften.&ldquo; Dazu sei das Krankenhaus allerdings auf Landeszusch&uuml;sse angewiesen, die es in der Vergangenheit nicht gegeben habe. Die B&ouml;rsen jedenfalls w&uuml;ssten genau, &bdquo;welches Leckerli da verkauft werden soll&ldquo;. Schlie&szlig;lich sei der Aktienkurs von &bdquo;Rh&ouml;n&ldquo; gestiegen, als bekannt geworden war, dass der Konzern den Zuschlag f&uuml;r die HSK bekommen soll.<\/p><p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.wiesbadener-kurier.de\/region\/wiesbaden\/11598006.htm\">Wiesbadener Kurier<\/a><\/p><p>Am <strong>Montag 30.01.2012 um 19:30 Uhr<\/strong> im Georg Buch Haus, Welritzstr. 38 in Wiesbaden gibt es eine interessante Veranstaltung zum Thema: <a href=\"http:\/\/www.hsk-pro-kommunal.de\/\">&bdquo;Was bedeutet eine (Teil-)Privatisierung der HSK f&uuml;r Patienten, Besch&auml;ftigte und die Stadt Wiesbaden?&ldquo;<\/a> mit Nils B&ouml;hlke.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 23.1. hatten wir Sie <a href=\"?p=11990\">gebeten<\/a>, sich f&uuml;r Kliniken im &ouml;ffentlichen Eigentum und gegen die Privatisierung zu engagieren. Mit <a href=\"?p=12058#h05\">Hinweis Nr. 5 von heute<\/a> haben wir vom Befragungserfolg in Dresden berichtet. N&auml;heres <a href=\"http:\/\/wahlen.dresden.de\/2012\/BEKH\/bekh.html\">hier<\/a> und <a href=\"http:\/\/b%C3%BCndnis-f%C3%BCr-krankenh%C3%A4user.de\/\">hier<\/a>. Dort wie in anderen Regionen geht der Kampf weiter. Die Privatisierungsbef&uuml;rworter arbeiten mit massiver PR, mit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12068\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[130,149,28],"tags":[994,412],"class_list":["post-12068","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-drehtuer-politik-und-wirtschaft","category-gesundheitspolitik","category-privatisierung","tag-gerster-florian","tag-privatkliniken"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12068","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12068"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12068\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24624,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12068\/revisions\/24624"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12068"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12068"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12068"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}