{"id":12075,"date":"2012-01-31T08:17:25","date_gmt":"2012-01-31T07:17:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075"},"modified":"2012-01-31T08:17:25","modified_gmt":"2012-01-31T07:17:25","slug":"hinweise-des-tages-1561","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h01\">25 EU-Staaten beschlie&szlig;en Pakt f&uuml;r strengere Haushaltsdisziplin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h02\">Es sage nachher niemand, es habe keine warnenden Stimmen gegeben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h03\">Schuldenbremse: Kein Beitrag zur Vertrauensbildung im Euroraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h04\">Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r die Europ&auml;ische Zentralbank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h05\">Keine Revolution in Davos<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h06\">Frankreich zeigt auf: Die l&auml;cherliche H&ouml;he der Finanztransaktionssteuer und der     deutsche Druck zu &ldquo;reformieren&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h07\">Soziale Sicherung in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h08\">Es geht um die Funktionsweise der Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h09\">Anmerkung zu unserem gestrigen Hinweis zu den Tarifverdiensten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h10\">Die &Ouml;ko-L&uuml;ge vom Elekro-Auto<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h11\">Dobrindt will Linkspartei verbieten lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h12\">ZDF-Umfrage: Deutsche wollen Geheimdienst-Morde zur Gefahrenabwehr<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h13\">Pisa: Die Illusion der Statistiker<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h14\">Forscher erz&uuml;rnt Zensur von Pisa-Daten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h15\">Exzellenz und Rankings beeinflussen die Hochschulwahl nur moderat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h16\">Rede von Marcel Reich-Ranicki zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h17\">Sanktionen gegen Iran: Der Junkie, der dem Dealer droht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12075#h18\">TV-Tipp: Neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12075&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>25 EU-Staaten beschlie&szlig;en Pakt f&uuml;r strengere Haushaltsdisziplin<\/strong><br>\nDer EU-Gipfel hat sich am Montag auf ein Abkommen geeinigt, das eine strengere Haushaltsdisziplin vorschreibt. Insgesamt 25 der 27 EU-Staaten werden den von Deutschland angesto&szlig;enen Fiskalpakt unterzeichnen. Das teilte EU-Ratspr&auml;sident Herman Van Rompuy am Montagabend beim EU-Gipfel in Br&uuml;ssel mit. Gro&szlig;britannien und Tschechien sind die einzigen beiden L&auml;nder, die der &Uuml;bereinkunft nicht zustimmen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,812331,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein weiterer <a href=\"\/?p=12050\">Systemwechsel<\/a> von oben. Der nicht nur st&auml;ndig verletzte, sondern der gescheiterte Maastricht-Vertrag der letztlich in die Euro-Krise gef&uuml;hrt hat, soll nun in 25 Staaten auch noch Verfassungsrang erhalten. Es ist ein typisches Beispiel f&uuml;r eine Politik, die wenn ihre Rezeptur scheitert nur die Dosis weiter erh&ouml;ht, bis der Patient nicht an seiner Krankheit sondern an dem verabreichten Arzneimittel verstirbt.<\/em><br>\n<em>Es ist ein Trauerspiel, dass auf der Regierungschef-Ebene eine Debatte &uuml;ber den von Merkel oktroyierten Kurs offenbar verweigert wird. (&Uuml;brigens: Ganz entgegen der Mainstreamberichterstattung lehnt der britische Premier die Fiskal-Union auch aus durchaus tragf&auml;higen &ouml;konomischen Gr&uuml;nden ab: Camerons Konzept: Deutschland soll seine Binnennachfrage ankurbeln und mehr importieren&hellip; Es bed&uuml;rfe wie in den USA und im Vereinigten K&ouml;nigreich einer Zentralbank, die die W&auml;hrung st&uuml;tzt, indem sie notfalls die Notenpresse anwirft, es bed&uuml;rfe <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/europaheute\/1664411\/\">gro&szlig;er Flexibilit&auml;t und eines Systems mit Finanzausgleich und gemeinsamen Schuldverschreibungen<\/a>. )<\/em><br>\n<em>Noch schlimmer ist allerdings, dass bei uns auch die gr&ouml;&szlig;te Oppositionspartei bestenfalls mit Kritik an der Performance dem Merkel-Kurs folgt.<br>\nDie Debatte &uuml;ber den eindimensionalen europ&auml;ischen Sparwahn wird zwar inzwischen auch in deutschen Medien aufgegriffen (siehe die nachfolgenden Hinweise), aber die Politik schottet sich dagegen ab.<\/em><br>\n<em>Geradezu resignativ schreibt die FAZ: Die demokratische L&uuml;cke war immer schon die gr&ouml;&szlig;te Gefahr der EU. Statt sie zu schlie&szlig;en und den Kontinent gegen&uuml;ber dem enthemmten, inhumanen Staatskapitalismus in China und Russland humanistisch zu legitimieren, &uuml;bernehmen EU-Kommission und Zentralbank jetzt eine Rolle, wie sie in China das Zentralkomitee der kommunistischen Partei ausf&uuml;llt. Wenn sich nichts &auml;ndert, erleben wir wieder einmal die Implosion des so fragilen Unterfangens namens Demokratie. Was nach dem Desaster des Zweiten Weltkriegs w&uuml;rdig und klug begonnen hatte, um in einem Bund demokratischer Nationen den ideologischen und chauvinistischen Eigennutz sowie das Kapital an die Leine zu legen, w&uuml;rde dann von genau den Kr&auml;ften niedergerungen, die das Projekt hatte bannen sollen. <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/postdemokratie-europa-schafft-sich-ab-11630285.html\">Europa &ndash; das Museum der Demokratie?<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Es sage nachher niemand, es habe keine warnenden Stimmen gegeben<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Joseph Stiglitz: Ein gemeinsames Gef&auml;ngnis ist keine Vision<\/strong><br>\nSparen allein reicht nicht aus, h&auml;lt der &Ouml;konom und Nobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) entgegen: &ldquo;Ich schlage vor, dass die Mitglieder der Eurozone gemeinsame Staatsanleihen herausgeben. Durch die Garantie aller w&uuml;rden die Zinsen sinken, die Griechenland oder Portugal an den Rand des Bankrotts dr&auml;ngen. Zum Vergleich: Wenn nicht die US-Regierung Staatsanleihen herausgeben w&uuml;rde, sondern jeder einzelne Bundesstaat, w&auml;re Kalifornien l&auml;ngst pleite. &hellip; Grunds&auml;tzlich sollte eine Zentralbank nicht die Regierungen finanzieren. Im Augenblick allerdings ist es ratsam, eine Ausnahme zu machen. Wobei die EZB gegenw&auml;rtig den falschen Weg beschreitet. F&uuml;r die Demokratie ist es nicht gesund, wenn die Zentralbank den Banken hunderte Milliarden Euro zu Niedrigzinsen leiht und die Institute diese Mittel f&uuml;r viel h&ouml;here Zinsen an die Regierungen weitergeben. So verdienen die Banken Milliarden, wor&uuml;ber die Steuerzahler zu Recht sauer sind. Viel besser w&auml;re es, wenn die EZB die Staatsanleihen den Staaten direkt abkaufen w&uuml;rde &ndash; ohne Umweg &uuml;ber die Banken. &hellip; Europaweites Sparen reicht nicht aus, um die Krise zu &uuml;berwinden. Und daf&uuml;r braucht man auch mehr Geld. Das lie&szlig;e sich erreichen, indem die Bundesregierung einerseits die Nachfrage st&auml;rkt. Eine Umverteilung von Einkommen von oben nach unten mittels der Steuerpolitik und st&auml;rkere Lohnerh&ouml;hungen als im vergangenen Jahrzehnt w&auml;ren richtige Ma&szlig;nahmen. Helfen k&ouml;nnen au&szlig;erdem &ouml;ffentliche Investitionen in Infrastruktur, Bildung und eine klimafreundliche Energieversorgung. Hier kommt die Solidarit&auml;t wieder ins Spiel. Man muss in Europa gemeinsam &uuml;berlegen, welche Ma&szlig;nahmen in welchem Land am sinnvollsten sind. &hellip; eine intensivere Kooperation in Europa bedeutet mehr als finanzielle Handschellen. Ein gemeinsames Gef&auml;ngnis zu bauen ist keine politische Vision. Dazu geh&ouml;ren ein Sozialpakt zwischen Regierungen und B&uuml;rgern, eine abgestimmte Finanzpolitik und gemeinsame Institutionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F01%2F28%2Fa0126&amp;cHash=9adae32b8b\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert Skidelsky: Sparen macht die Krise schlimmer<\/strong><br>\n&Uuml;berall in Europa hemmen Sparprogramme das Wachstum. Dabei sind Schulden nicht unbedingt eine schlechte Sache. Doch die Angst davor ist in der menschlichen Natur tief verwurzelt.<br>\nWenn das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vors&auml;tzlich geschrumpft wird, steigt zwangsl&auml;ufig die Verschuldungsquote. Die einzige M&ouml;glichkeit, die Schulden zu senken (au&szlig;er durch Zahlungseinstellung), ist Wirtschaftswachstum.<br>\nDie Angst vor Schulden ist in der menschlichen Natur verwurzelt; daher sieht der Durchschnittsb&uuml;rger Schuldenabbau als richtiges politisches Ziel an. Jeder wei&szlig;, was Schulden bedeuten: Zahlungsverpflichtungen, h&auml;ufig in Kreditform. Schulden k&ouml;nnen &Auml;ngste erzeugen, wenn man nicht wei&szlig;, ob man, wenn es soweit ist, das Geschuldete zur&uuml;ckzahlen kann.<br>\nDiese &Auml;ngste werden bereitwillig auf die Staatsverschuldung &uuml;bertragen &ndash; das Geld, was eine Regierung ihren Gl&auml;ubigern schuldet. Wie, so fragen sich die Menschen, wollen die Regierungen all jene hunderte von Milliarden an Schulden zur&uuml;ckzahlen?<br>\nDiese derzeitige offizielle Doktrin der meisten hochentwickelten L&auml;nder enth&auml;lt mindestens f&uuml;nf wichtige Denkfehler, die gr&ouml;&szlig;tenteils unbeachtet bleiben, weil die Geschichte als solche so plausibel erscheint&hellip;<br>\nWie mit dem &ldquo;Gespenst des Kommunismus&rdquo;, dass Europa in Karl Marx&rsquo; ber&uuml;hmten Manifest heimsuchte, haben heute &ldquo;alle M&auml;chte des alten Europas eine heilige Allianz geschlossen&rdquo;, um das Gespenst der Staatsverschuldung &ldquo;auszutreiben&rdquo;. Doch sollten sich die Staatsm&auml;nner, deren Ziel es ist, diese Schulden zu tilgen, an ein anderes ber&uuml;hmtes Gespenst erinnern &ndash; das Gespenst der Revolution.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.capital.de\/politik\/:Top-Oekonom-Robert-Skidelsky--Sparen-macht-die-Krise-schlimmer\/100044225.html\">Capital<\/a><\/li>\n<li><strong>Robert von Heusinger: Die Krise lebt<\/strong><br>\nEs ist h&ouml;chste Zeit, den B&uuml;rgern der Bundesrepublik die Wahrheit zu sagen. Der erste Euro-Krisengipfel des Jahres 2012 macht n&auml;mlich deutlich: Es ist noch nichts gewonnen. Die Krise lebt.<br>\nWas ist nun die Wahrheit? Sicherlich nicht die Watteposition, die die Regierung Merkel einnimmt. Einerseits feiert sie die gute wirtschaftliche Lage des eigenen Landes und verweigert sich allen europ&auml;ischen Mehrbelastungen f&uuml;r den deutschen Steuerzahler. Andererseits verweist sie zugleich auf die Fiskalunion, die am Montag besiegelt werden soll und die ein Hintert&uuml;rchen f&uuml;r etwas mehr finanzielle Solidarit&auml;t offenh&auml;lt.<br>\nDoch auf dem Papier ist diese Fiskalunion nicht viel mehr als ein in noch h&auml;rtere Vertr&auml;ge gegossener Stabilit&auml;tspakt. Ein Stabilit&auml;tspakt &uuml;brigens, der auf ganzer Linie versagt hat &ndash; und das nicht, weil die Regierungen sich nicht an ihn gehalten h&auml;tten. Irland und Spanien waren laut Stabilit&auml;tspakt, der nur die Staatsverschuldung im Blick hat, Mustersch&uuml;ler, bis die Bankenkrise begann&hellip;<br>\nZur Wahrheitsfindung tragen auch nicht die Behauptungen und das Gef&uuml;hl der &ouml;ffentlichen Meinung bei, Deutschland sei der Zahlmeister Europas. Bislang hat Deutschland in der Krise noch keinen Cent f&uuml;r Griechenland und die anderen &uuml;berschuldeten L&auml;nder berappt. Im Gegenteil: Deutschland verdiente an den Krediten f&uuml;r Griechenland&hellip;<br>\nLaut einer spannenden Studie der Beratungsgesellschaft McKinsey bescherte der Euro 2010 allen 17 Euro-Staaten trotz beginnender Krise Vorteile in H&ouml;he von 330 Milliarden Euro im Vergleich zu einer Situation ohne Gemeinschaftsw&auml;hrung. Die H&auml;lfte der Vorteile entfiel zumindest f&uuml;r 2010 auf Deutschland. 165 Milliarden Euro in einem Jahr!<br>\nDas macht gut sechs Prozent der Wirtschaftsleistung aus oder rund 2,5 Millionen Arbeitspl&auml;tze oder etwa 70 Milliarden Euro zus&auml;tzliche Steuern und Abgaben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/meinung\/euro-krisengipfel-die-krise-lebt,1472602,11535920.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><strong>Stephan Kaufmann: Merkel erfolgreich gescheitert<\/strong><br>\nDas krisengesch&uuml;ttelte Europa folgt der Kanzlerin, die das US-Magazin Forbes zur m&auml;chtigsten Frau der Welt 2011 k&uuml;rte. Das ist eigenartig. Denn fast alle Krisenbek&auml;mpfungsans&auml;tze ihrer Regierung sind letztlich gescheitert. Dass sich die Lage derzeit beruhigt hat, liegt einzig am Eingreifen jener Institution, die Deutschland stets aus der Krisenbek&auml;mpfung heraushalten wollte: der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB)&hellip;<br>\nNur Anleihek&auml;ufe der EZB konnten die Panik bremsen. Und auch die drakonischen Sparauflagen haben letztlich nicht ihr Ziel erreicht.<br>\nDie Defizite Spaniens und Griechenlands lagen 2011 weit &uuml;ber den Vorgaben, und Portugal erreichte sein Soll nur durch Buchhaltertricks. Dieses Scheitern lag nicht am mangelnden Sparwillen der Regierungen. &bdquo;Beim Ausgabenstreichen sind die Griechen sehr gut&ldquo;, sagt Nicolaus Heinen von der Deutschen Bank. Doch wenn gleichzeitig die Wirtschaftsleistung einbricht, helfen alle Sparbem&uuml;hungen nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/schuldenkrise\/eu-gipfel-erfolgreich-gescheitert,1471908,11536922.html\">fr-online<\/a><\/li>\n<li><strong>Scheitert der Euro? Strukturprobleme und Politikversagen bringen Europa an den Abgrund<\/strong>\n<ul>\n<li>Die Defizite des Maastrichter Vertrages und die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Staatsschulden sind als die entscheidenden Ursachen der Eurokrise zu betrachten.<\/li>\n<li>Krisen versch&auml;rfend wirkt sich ein mehrfaches Politikversagen aus. Es gr&uuml;ndet in der Wirtschaftsphilosophie des Sparprimats, die die Anpassungsprogramme in Griechenland und Portugal, aber auch die H&auml;rtung des Stabilit&auml;tspakts sowie die im Dezember beschlossene &raquo;Fiskalunion&laquo; bestimmt. Die falsche &raquo;Therapie des harten Sparens&laquo; beschert Europa zu Beginn des Jahres 2012 eine Rezession, welche die Schuldenkrise weiter vertiefen wird.<\/li>\n<li>Als weiterer Kardinalfehler der Politik erweist sich der im Juli 2011 beschlossene Schuldenschnitt f&uuml;r Griechenland. Seitdem sind die Finanzm&auml;rkte au&szlig;er Rand und Band. Die nachfolgenden Gipfel trugen durch das Verweigern einer massiven Intervention der EZB (Bazooka) sowie die st&uuml;mperhafte Hebelung von EFSF und ESM weder zu einer kurzfristigen noch zu einer mittelfristigen L&ouml;sung der Krise bei.<\/li>\n<li>Die Analyse ergibt, dass nur durch L&ouml;sungsschritte jenseits von Maastricht, wie einer neuen Wachstumsstrategie, Eurobonds, einer &Uuml;berwindung des Systems der Wettbewerbsstaaten, einer Reform der Finanzm&auml;rkte sowie einer supranationalen Europ&auml;ischen Wirtschaftsregierung die Krise dauerhaft &uuml;berwunden werden kann.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/08871.pdf\">Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung von Klaus Busch [PDF &ndash; 1 MB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Weitere Kritik an der Euro-Krisen-Rettungs-Strategie im Angels&auml;chsischen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/economistsview.typepad.com\/economistsview\/2012\/01\/fed-watch-europe-needs-a-real-fiscal-union.html\">Europe Needs a Real Fiscal Union<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Schuldenbremse: Kein Beitrag zur Vertrauensbildung im Euroraum <\/strong><br>\nDen Eurol&auml;ndern wird eine Schuldenbremse nach deutschem Vorbild als Weg aus der Krise empfohlen. Dies w&auml;re jedoch gef&auml;hrlich &ndash; f&uuml;r die Konjunktur, die Staatsfinanzen und sogar f&uuml;r die Finanzm&auml;rkte. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in einer Detailanalyse der Schuldenbremse. Sie sei &ldquo;gestaltungsanf&auml;llig und prozyklisch&rdquo;, warnen die IMK-Forscher Dr. Achim Truger und Henner Will &ndash; und ihr Export nicht geeignet, einen Beitrag zur L&ouml;sung der Krise im Euroraum zu leisten.<br>\nDie Bundesrepublik hat es sich selbst auferlegt: das Verbot, &uuml;ber einen relativ eng gesteckten Rahmen hinaus neue Schulden aufzunehmen. Sorgen solch strenge Regeln in Sachen Staatsverschuldung f&uuml;r mehr Glaubw&uuml;rdigkeit an den Finanzm&auml;rkten? K&ouml;nnten sie also ein Vorbild sein f&uuml;r L&auml;nder wie Griechenland, Portugal oder Spanien? &ldquo;Wir halten diese Logik grunds&auml;tzlich f&uuml;r falsch und f&uuml;r den Fortbestand des Euro extrem gef&auml;hrlich&rdquo;, schreiben Truger und Will.<br>\nGrunds&auml;tzlich falsch sei sie, &ldquo;weil sie die Ursachen der Eurokrise in unzul&auml;ssiger Weise auf eine unsolide Finanzpolitik in den gegenw&auml;rtigen Krisenstaaten verengt&rdquo;, erl&auml;utern die beiden Volkswirte. Au&szlig;enwirtschaftliche Ungleichgewichte sowie die Verantwortung der gegenw&auml;rtig wirtschaftlich st&auml;rkeren Eurol&auml;nder w&uuml;rden fast vollst&auml;ndig ausgeblendet. Dar&uuml;ber hinaus habe die Schuldenbremse schwere theoretische und methodische Schw&auml;chen&hellip;<br>\n&ldquo;Aus heutiger Sicht w&uuml;rde ich dem Bund dringend von einer solch pr&auml;zisen Festlegung auf ein so unpr&auml;zises Verfahren abraten&rdquo;, zitieren Truger und Will einen der V&auml;ter der Schuldenbremse, den ehemaligen rheinland-pf&auml;lzischen Finanzminister Ingolf Deubel. Dieser gestand mittlerweile selbst ein, dass er, &ldquo;obwohl gelernter Finanzwissenschaftler und &Ouml;konometriker &ndash; zum Zeitpunkt meiner Zustimmung die (&hellip;) Konsequenzen nicht in allen Facetten &uuml;berschaut habe&rdquo;.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_wp_88_20121.pdf\">Achim Truger, Henner Will: Gestaltungsanf&auml;llig und prozyklisch. Die deutsche Schuldenbremse in der Detailanalyse. IMK Working Paper 88, Januar 2012 [PDF &ndash; 487 KB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=38673&amp;chunk=1%20\">Infografik zum Download im B&ouml;ckler Impuls 1\/2012<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Pr&auml;zedenzfall f&uuml;r die Europ&auml;ische Zentralbank<\/strong><br>\nBisher hatten an den Verhandlungen &uuml;ber eine Restrukturierung griechischer Staatsschulden nur private Gl&auml;ubiger, vertreten durch das Institute of International Finance (IIF), teilgenommen. Die Forderungen von &ouml;ffentlichen Gl&auml;ubigern an Griechenland standen dagegen nicht zur Diskussion. Nun wird pl&ouml;tzlich das Tabu gebrochen und gefragt, ob nicht auch die &ouml;ffentlichen Gl&auml;ubiger an der Restrukturierung teilnehmen und auf Teile ihrer Forderungen verzichten m&uuml;ssten, damit das Ziel, Griechenland finanziell auf feste Beine zu stellen, erreicht wird. Ausgel&ouml;st hatte diese Diskussion die Chefin des Internationalen W&auml;hrungsfonds (IMF), Christine Lagarde, als sie eine Einbeziehung des &ouml;ffentlichen Sektors forderte, falls die Restrukturierung der privat gehaltenen Forderungen nicht ausreicht.<br>\nW&auml;hrend an der Superseniorit&auml;t des IMF (noch) nicht so richtig gewackelt wird, dreht sich die Diskussion jetzt vor allem um die EZB bzw. Zentralbanken der Euro-L&auml;nder. Marktbeobachter und -teilnehmer verlangen zunehmend eine wie auch immer gestaltete Beteiligung der EZB an der Restrukturierung. Durch den partiellen R&uuml;ckzug des Privatsektors f&uuml;hre ein auf ihn beschr&auml;nkter Schuldenschnitt nicht zur notwendigen Reduktion der griechischen Staatsschulden. Das Ziel der Restrukturierung &ndash; ein Abbau der griechischen Schulden von rund 170% des Bruttoinlandproduktes auf 120% &ndash; scheint schon rein rechnerisch kaum erreichbar zu sein, wenn diese sich auf den Privatsektor beschr&auml;nkt. Nun stellen Marktteilnehmer sogar das Ziel in Frage. Ein derart hoher Verschuldungsgrad sei f&uuml;r ein angeschlagenes Land wie Griechenland nicht nachhaltig und unvereinbar mit einem Verbleib in der Euro-Zone. Man m&uuml;sse ihn vielmehr deutlich unter 100% dr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/praezedenzfall_fuer_die_europaeische_zentralbank_1.14661977.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Im Grunde liegen diese &Uuml;berlegungen auf der Hand. Es ist absolut witzlos, die Wirtschaftskraft Griechenlands mit derjenigen Italiens zu vergleichen. Italien ist industriell ganz anders aufgestellt und kann im Gegensatz zu Griechenland eine Schuldenlast von 120 Prozent tragen. Die Probleme kamen erst als das Wachstum in den Keller ging, erst recht als selbst die italienische Zentralbank f&uuml;r 2012 einen Einbruch der Wirtschaftsleistung um 1,5 Prozent prognostizierte. F&uuml;r Griechenland kam der Economist bereits im Januar 2011  &ndash;  in seinen Projektionen  bei einem Schuldenstand von 165 Prozent des BIP im Jahre 2015 (sic!) &ndash; zu dem Schluss, dass etwa <a href=\"http:\/\/www.economist.com\/node\/17982094?story_id=17982094\">Schuldenstand von 80 Prozent des BIP f&uuml;r Griechenland tolerabel sei<\/a>.<\/em><br>\n<em>Das hei&szlig;t, dass ein Schuldendschnitt allein unter der Beteiligung des privaten Finanzsektors schon damals allein rechnerisch nicht mehr m&ouml;glich war. Die &ouml;ffentlichen Gl&auml;ubiger, also der W&auml;hrungsfonds selbst, die Euro-Staaten und die EZB werden sich heute erst recht beteiligen m&uuml;ssen. Den Steuerzahler w&uuml;rde dies kaum tangieren. Denn die EZB hat nicht den vollen Preis f&uuml;r die Anleihen bezahlt und k&ouml;nnte auf R&uuml;cklagen und Gewinne zur&uuml;ckgreifen. Die UBS sch&auml;tzt, dass die EZB f&uuml;r die aufgekauften Anleihen der Euro-Krisenstaaten in diesem Jahr etwa zw&ouml;lf Milliarden Euro Zinsen kassiert. Hinzu kommen ca. <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,811308,00.html\">acht Milliarden Euro Zinsgewinne aus den Gesch&auml;ften mit klammen Banken<\/a>.<\/em><br>\n<em>Den Steuerzahler w&uuml;rde die Beteiligung nur indirekt treffen: die &Uuml;berweisung der EZB an die Eurostaaten w&uuml;rde geringer ausfallen. &ndash; Allerdings bringt die Fixierung auf einen Schuldenschnitt nur wenig, solange die Frage, wie Griechenland zu mehr Wachstum kommt, nicht gekl&auml;rt ist. Zwar ist in etlichen Beitr&auml;gen von Investitionshilfen, Marshallpl&auml;nen die Rede, allerdings viel zu allgemein, wenig konkret. Wolfgang M&uuml;nchau klagt. &ldquo;Die Krisenk&auml;mpfer in Berlin, Br&uuml;ssel und Athen haben sich nicht einmal die M&uuml;he gemacht, mit denen zu reden, die in Argentinien, Brasilien oder Chile &auml;hnliche Probleme zu bew&auml;ltigen hatten. Ich bekomme immer wieder verzweifelte E-Mails ehemaliger s&uuml;damerikanischer Finanzminister und Notenbankgouverneure, die mich fragen, warum man in <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,811255,00.htm\">Europa jetzt alle Fehler wiederholen will<\/a>, die sie selbst damals gemacht haben.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Ja, warum eigentlich?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Keine Revolution in Davos<\/strong><br>\nDie Einsicht, dass es beim aktuellen Kapitalismusmodell gewissen Reformbedarf gibt, ist selbst bei den Politikern und Managern in Davos mehrheitsf&auml;hig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2012%2F01%2F30%2Fa0072&amp;cHash=f70b5b0205\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In der Tat keine Revolution, nicht einmal Wege zu Reformen wurden aufgezeigt, und so wird letztlich irgendwann alles wieder einmal darauf hinauslaufen, was Paul Krugman 2000 wie folgt beschrieb: &ldquo;Der Anblick all dieser reichen und bedeutenden Leute an einem einzigen Ort, denen noch dazu ein Haufen ber&uuml;hmter Intellektueller aufwartet &ndash; das weckt sogar bei v&ouml;llig zynischen Beobachtern den gleichen Gedanken: Kommt die Revolution, stellen wir diese Leute als erste an die Wand.&rdquo; &ndash; Nicht heute, nicht morgen, aber ganz sicher irgendwann.<\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe auch das Fazit aus Davos aus spanischer Sicht: Davos sieht drei Risikien: den Euro, Europa und die EU<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.elpais.com\/articulo\/economia\/Davos\/ve\/riesgos\/euro\/Europa\/UE\/elpepieco\/20120129elpepieco_6\/Tes\">El Pais<\/a> <\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> <a href=\"\/upload\/pdf\/120131_hinweise_el_pais_davos.pdf\">Hier die &Uuml;bertragung [PDF &ndash; 101.4 KB]<\/a><\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frankreich zeigt auf: Die l&auml;cherliche H&ouml;he der Finanztransaktionssteuer und der deutsche Druck zu &ldquo;reformieren&rdquo;<\/strong><br>\n&ldquo;In Frankreich soll es nach dem Willen von Staatspr&auml;sident Sarkozy k&uuml;nftig eine Finanztransaktionssteuer geben. In einem Fernsehinterview k&uuml;ndigte er an, dass die Abgabe 0,1 Prozent betragen und von August an auf Ums&auml;tze mit franz&ouml;sischen Wertpapieren erhoben werden solle. Die Regierung in Paris w&auml;re damit Vorreiter in der Euro-Zone. Sarkozy k&uuml;ndigte au&szlig;erdem an, die Mehrwertsteuer um 1,6 Punkte auf 21,2 Prozent zu erh&ouml;hen und die Arbeitgeber um 13 Milliarden Euro zu entlasten. Ziel sei es, die Lohnnebenkosten zu senken&rdquo;, berichtet der Deutschlandfunk.<br>\nDer Franzose muss also f&uuml;r jedes Produkt des t&auml;glichen Bedarfs 21,2 Prozent Mehrwertsteuer bezahlen, w&auml;hrend der H&auml;ndler an der B&ouml;rse f&uuml;r seine Spekulationen gerade einmal 0,1 Prozent auf seinen Umsatz aufwenden soll. 1,6 Prozent Erh&ouml;hung der Mehrwertsteuer stehen 0,1 Prozent Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionssteuer gegen&uuml;ber.Selbstverst&auml;ndlich sollen die durch die Mehrwertsteuererh&ouml;hung gewonnenen Mehreinanhmen den Arbeitgebern zugute kommen. Sie sollen um 13 Milliarden Euro entlastet werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=1842\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Soziale Sicherung in Deutschland<\/strong><br>\nPositionspapier der Aktion Demokratische Gemeinschaft e.V. (ADG), Betriebsrentner e.V. (BRV), B&uuml;ndnis f&uuml;r Entenbeitragszahler und Rentner e.V. (BRR), B&uuml;ro gegen Altersdiskriminierung<br>\nDieses Positionspapier ist das Ergebnis einer langj&auml;hrigen Betrachtung der sozialen Sicherungssysteme durch die vorgenannten Gruppierungen. Es hinterfragt sehr kritisch, warum die gesetzliche Sozialversicherung in der Gesellschaft so abwertend gesehen wird und kritisiert die eklatante Schlechterstellung der gesetzlich Versicherten. Es zeigt ebenfalls auf, dass die betriebliche und private zweite S&auml;ule der Altersversorgung durch permanente, teils r&uuml;ckwirkende gesetzliche Eingriffe beeintr&auml;chtigt und entwertet wurde.<br>\nIn den Alters- und Krankenversorgungssystemen sind Mehr-Klassensysteme geschaffen worden, in dem an Stelle der Solidarit&auml;t der Egoismus der Lobbyistenverb&auml;nde steht. So gilt f&uuml;r die Einen nicht, was f&uuml;r die Anderen selbstverst&auml;ndlich ist.<br>\nGerade in der Gestaltung der unterschiedlichen Alters- und Krankenversorgungssysteme<br>\nin Deutschland (gesetzlich, freiberuflich, privat, steuerfinanziert \/ solidarisch und unsolidarisch), wird die Gleichheit, als Kern der Gerechtigkeit, bei der Gesetzgebung in einem unertr&auml;glichen Ma&szlig;e missachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.adg-ev.de\/aktivitaeten\/kooperation\/498-positionspapier-soziale-sicherung-in-deutschland\">Aktion Demokratische Gemeinschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Es geht um die Funktionsweise der Demokratie &ndash; Anmerkung zum Gedankenaustausch von Ursula Engelen-Kefer mit Frank Bsirske<\/strong><br>\nMeines Erachtens sind die von Ursula Engelen-Kefer in ihrem Brief an Frank Bsirske dargestellten Erl&auml;uterungen nicht nur mit Blick auf die Vergangenheit und die Riester-Rente von Interesse. Sie schreibt, dass die Auseinandersetzungen &uuml;ber die rot-gr&uuml;ne Rentenreform &ldquo;wie so h&auml;ufig &ndash; nicht offen ausgetragen wurden.&rdquo; Das halte ich, neben allen inhaltlichen Punkten, r&uuml;ckblickend wie nach vorne schauend f&uuml;r einen ganz wesentlichen Gesichtspunkt. Er ber&uuml;hrt nichts geringeres als die Funktionsweise der Demokratie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wirtschaftundgesellschaft.de\/?p=1863\">Wirtschaft und Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Anmerkung zu unserem <a href=\"\/?p=12058#h08\">gestrigen Hinweis zu den Tarifverdiensten<\/a><\/strong><br>\n<em><strong>von unserem Leser G.K.:<\/strong><\/em>\n<ul>\n<li><em>Die nachstehend verlinkte Destatis-Tabelle zeigt, das die nominalen Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter im Jahre 2011 gegen&uuml;ber 2010 um <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Content\/Statistiken\/VolkswirtschaftlicheGesamtrechnungen\/Inlandsprodukt\/Tabellen\/Content75\/ArbeitnehmerentgeltBruttoloehne,templateId=renderPrint.psml\">4,8 Prozent angestiegen sind<\/a>.<\/em><\/li>\n<li><em>Die weitere nachstehend verlinkte Destatis-Pressemitteilung zeigt, dass die Zahl der Arbeitnehmer in 2011 gegen&uuml;ber 2010 um 1,3 Prozent angestiegen ist. Da dieser Besch&auml;ftigungsanstieg &uuml;berproportional auf Teilzeit- und Minijobs  zur&uuml;ckzuf&uuml;hren ist, l&auml;ge dieser bei Ansatz von &ldquo;Vollzeit&auml;quivalenten&rdquo; <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2012\/01\/PD12__001__13321,templateId=renderPrint.psml%20\">unterhalb von 1,3 Prozent<\/a>.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Aus den Prozentver&auml;nderungsraten der nominalen Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter sowie der Besch&auml;ftigungs&auml;nderung l&auml;sst sich &ldquo;&uuml;ber den Daumen&rdquo; die Ver&auml;nderung der nominalen Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter je Arbeitnehmer ermitteln:<\/em><br>\n<em>4,8% .\/. 1,3% = 3,5%.<\/em><br>\n<em>W&uuml;rde man die Besch&auml;ftigungsver&auml;nderung zu &ldquo;Vollzeit&auml;quivalenten&rdquo; zum Ansatz bringen, dann l&auml;ge der Anstieg der Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter je Arbeitnehmer sogar noch oberhalb von 3,5% (wahrscheinlich um die 4%).<\/em><br>\n<em>Dieses von mir errechnete Ergebnis liegt oberhalb der Tariflohnsteigerung per Oktober (2,1%) und bedeutet unter Ber&uuml;cksichtigung der Jahres-Inflationsrate in H&ouml;he von 2,3 Prozent sogar einen Anstieg der realen L&ouml;hne und Geh&auml;lter je Arbeitnehmer in H&ouml;he von 1,3 Prozent (bei Ber&uuml;cksichtigung von &ldquo;Vollzeit&auml;quivalenten&rdquo; sogar entsprechend mehr).<br>\nDie offene Frage lautet nun: Welcher Arbeitnehmergruppe kam dieser reale Anstieg der Brutto-L&ouml;hne und -geh&auml;lter im vergangenen Jahr zu Gute?<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Waren es die Spitzenverdiener und hier insbesondere die Leitenden Angestellten (auch Ackermann und Co. flie&szlig;en in die Destatis-Daten ein) &uuml;ber einen kr&auml;ftigen Anstieg der fest vereinbarten Geh&auml;lter oder &uuml;ber eine deutliche Zunahme bei den Boni, Gratifiktionen etc.?<\/em><\/li>\n<li><em>Waren es die mittleren und niedrigen Einkommensgruppen wegen einer deutlichen Steigerung der Einmalzahlungen oder wegen &uuml;bertariflicher Steigerungen bei den L&ouml;hnen und Geh&auml;ltern?<\/em><\/li>\n<li><em>Waren es niedrigen Einkommensgruppen wegen dem Wirksamwerden von branchenbezogenen Mindestl&ouml;hnen?<\/em><\/li>\n<li><em>Oder partizipierten alle Arbeitnehmergruppen in etwa gleich am realen Anstieg der Bruttol&ouml;hne und -geh&auml;lter je Arbeitnehmer?<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die &Ouml;ko-L&uuml;ge vom Elekro-Auto<\/strong><br>\nNur wenn der Zuwachs des Stromverbrauches durch die Elektro-Autos nicht zu Lasten des &Ouml;kostromanteils am Gesamtstromverbrauch geht, k&ouml;nnte die Elektromobilit&auml;t nicht umweltsch&auml;dlich sein. Wenn aber zum Beispiel f&uuml;r den zus&auml;tzlichen Stromverbrauch f&uuml;r die Elektromobilit&auml;t Kohlekraftwerke gebaut werden m&uuml;ssten, dann wird die Bilanz  f&uuml;r die Elektro-Autos &ouml;kologisch negativ.<br>\nEs m&uuml;sste also darauf geachtet werden, dass der Ausbau der Elektromobilit&auml;t mit einem Ausbau von &Ouml;kostrom verbunden wird.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=a1&amp;dig=2012%2F01%2F30%2Fa0031&amp;cHash=4e18f55306%20\">taz<\/a><br>\n Quelle 2: <a href=\"http:\/\/www.oeko.de\/aktuelles\/dok\/1311.php\">Studie des &Ouml;ko-Instituts<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news460364\">zu weiteren Studien zur  Elektromobilt&auml;t durch das &Ouml;ko-Institut siehe auch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Nat&uuml;rlich ist die Studie zu begr&uuml;&szlig;en, aber irgendwie f&uuml;hlt man sich auch gefoppt. M&uuml;ssen immer wissenschaftliche Studien her, um etwas, das durch einfaches Nachdenken auf der Hand liegt, zu propagieren. Von Anfang an war klar, dass nicht der Auspuff dar&uuml;ber entscheidet, ob ein Auto wenig Treibhausgase ausst&ouml;&szlig;t, sondern wie viel ein Kraftwerk ausst&ouml;&szlig;t, welches dem E-Auto den Strom liefert. Da aber bis auf weiteres am Auspuff gemessen wird, erscheint der Hinweis darauf, dass effizientere, benzinbetriebene Fahrzeuge bis zum Jahr 2030  die Treibhausgasemissionen des Pkw-Verkehrs um 25 Prozent reduzieren k&ouml;nnen, weitaus realistischer.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dobrindt will Linkspartei verbieten lassen<\/strong><br>\nCSU-Generalsekret&auml;r Alexander Dobrindt fordert ein Verbotsverfahren gegen die Linkspartei. &ldquo;Ich denke, wir sollten alle Anstrengungen unternehmen, dass wir mittelfristig auch zu einem Verbotsverfahren kommen&rdquo;, sagte Dobrindt. Die Linkspartei habe ein &ldquo;schwer gest&ouml;rtes Verh&auml;ltnis zu unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung&rdquo;. Die Beobachtung mehrerer Abgeordneter durch den Verfassungsschutz sei selbstverst&auml;ndlich.<br>\nSchon am Sonntag hatte der CSU-Politiker in der ARD-Sendung G&uuml;nther Jauch einen Verbotsantrag nicht ausgeschlossen und sich daf&uuml;r ausgesprochen, alle 76 Bundestagsabgeordneten der Linken &uuml;berwachen zu lassen.<br>\n&ldquo;Es w&auml;re richtig, die Beobachtung zu intensivieren, dass alle beobachtet werden und dass man dies auch in allen Bundesl&auml;ndern tut&rdquo;, sagte Dobrindt. &ldquo;Wesentliche Teile der Partei lehnen das Grundgesetz ab.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2012-01\/dobrindt-linkspartei-verbot\">Die Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Es dr&auml;ngt sich die Vermutung auf, dass schon die Ver&ouml;ffentlichung der &ndash; eigentlich l&auml;ngst bekannten &ndash; Tatsache, dass Parlamentarier der Linkspartei vom Verfassungsschutz beobachtet und auch &uuml;berwacht werden, von dem Versagen dieser Beh&ouml;rde bei der Aufkl&auml;rung der Mordserie des &bdquo;Nationalsozialistischen Untergrundes&ldquo; (NSU) ablenken soll. (F&uuml;nf der Morde fanden &uuml;brigens unter den rechts-blinden Augen des bayerischen CSU-Verfassungsschutzes statt.) Genauso hat dieser Vorsto&szlig; Dobrindts nur den Zweck von der Debatte um ein NPD-Verbot abzulenken bzw. wieder einmal zu versuchen, DIE LINKE mit der NPD gleichzusetzen. Dies ist die alte Methode der Rechtspopulisten so zu tun, als h&auml;tten sie mit dem braunen Sumpf nichts zu tun und sich damit gleichzeitig als Retter gegen die Linke aufzuspielen.<\/em><br>\n<em>Wenn es ja eine Klagebefugnis der Linkspartei g&auml;be, m&uuml;sste sie eigentlich selbst vor das Verfassungsgericht ziehen und sich ihre Verfassungsm&auml;&szlig;igkeit best&auml;tigen zu lassen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>ZDF-Umfrage: Deutsche wollen Geheimdienst-Morde zur Gefahrenabwehr<\/strong><br>\nBesonders junge Deutsche sprechen sich f&uuml;r gezielte T&ouml;tungen aus.<br>\nEine repr&auml;sentative Telefonumfrage des ZDF, die die Forschungsgruppe Wahlen vom 2. bis zum 8. November des vergangenen Jahres durchf&uuml;hrte, bringt eine ebenso erstaunliche wie erschreckende Erkenntnis &uuml;ber die Einstellung der Deutschen zu ihren Geheimdiensten zu Tage. Laut der Umfrage m&ouml;chte die Mehrheit der Deutschen, n&auml;mlich 54 Prozent, dass deutsche Geheimdienstagenten zur Gefahrenabwehr t&ouml;ten d&uuml;rfen&hellip;<br>\n70 Prozent der Befragten bis zu 24 Jahren sprechen sich klar f&uuml;r ein Recht der Agenten zum T&ouml;ten aus, lediglich ein Viertel von ihnen lehnt dies ab. Die geringste Zustimmung erhalten Geheimdienstmorde durch die Generation der 29-39-J&auml;hrigen. Zwar wollen auch in dieser Altersgruppe 47 Prozent der Befragten den Agenten das Morden erlauben, allerdings ist die Ablehnung mit immerhin 48 Prozent in dieser Altersgruppe auch am gr&ouml;&szlig;ten. Die gr&ouml;&szlig;te Gleichg&uuml;ltigkeit hat sich offenbar in der Altersgruppe der 39-49-J&auml;hrigen breitgemacht. Dort haben 17 Prozent der Befragten keine klare Meinung zu dieser Frage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/artikel\/36\/36319\/1.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So tief hat sich inzwischen die Hysterie gegen&uuml;ber dem Terrorismus festgesetzt. Fast die H&auml;lfte der Deutschen und 70 Prozent der Jugendlichen wollen den Versagern gegen&uuml;ber dem eklatanten Rechtsterrorismus auch noch die Lizenz zur Lynchjustiz geben.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Pisa: Die Illusion der Statistiker<\/strong><br>\nDer Genauigkeitsanspruch von Pisa wird von neutralen Experten angezweifelt.<br>\nSeit einem Jahrzehnt vermessen die Pisa-Studien den Lernerfolg von Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern. Die statistische Methode beansprucht Exaktheit, entzieht sich aber dem wissenschaftlichen Diskurs. Entstanden ist eine selbst- referenzielle Testindustrie mit Hunderten Millionen Franken Umsatz. Nationale Bildungstraditionen werden zerst&ouml;rt, weil die Statistik alles &uuml;ber den Kamm der Messbarkeit scheren muss.<br>\nAuftraggeber ist die OECD, die 34 L&auml;nder mit dem vorrangigen Ziel des &laquo;nachhaltigen Wirtschaftswachstums&raquo; vereinigt. Auftragnehmer sind f&uuml;nf sogenannte transnationale Bildungsdienstleister &ndash; bei vier davon handelt es sich um private Unternehmen, die Pisa entwickelt und an 67 Staaten (Pisa 2012) verkauft haben. Dass diese Firmen wesentlich an ihrem eigenen Profit interessiert sind, kann man ihnen kaum vorwerfen &ndash; auch nicht die Wahrung von Betriebsgeheimnissen, obwohl das sicher Auswirkungen auf die von ihnen angebotenen Dienstleistungen und Produkte hat. Das Auftragsvolumen f&uuml;r einen internationalen Pisa-Durchgang liegt im dreistelligen Millionenbereich. Die Markterweiterung der Testindustrie auf die Schweiz, &Ouml;sterreich und Deutschland ist mit der Periodisierung der Pisa-Durchg&auml;nge im 3-Jahre-Rhythmus auch dauerhaft &ndash; zumindest bis 2015 &ndash; gelungen.<br>\nDie privatwirtschaftliche Durchf&uuml;hrung von Pisa entzieht dieses Programm weitgehend der wissenschaftlichen Diskussion und gibt seinen Betreibern eine Gestaltungs- und Deutungshoheit, die sich einem demokratischen und auch einem nationalen Diskurs entzieht.<br>\nDie American Evaluation Association (AEA) warnt nach mehr als zwei Dekaden Testerfahrung 2002 eindringlich vor einer Testresultat-gesteuerten Bildungspolitik. &laquo;Obwohl solche Testungen seit mehr als zwei Jahrzehnten durchgef&uuml;hrt werden, haben sie weder die Qualit&auml;t der Schulen verbessert noch Ungleichheiten in den Leistungen verringert, noch haben sie das Land in moralischer, sozialer oder &ouml;konomischer Sicht vorangebracht.&raquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/hintergrund\/wissenschaft\/die_i_l_lusion_der_statisti_ker_1.14634337.html\">NZZ Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine substanzielle und vernichtende Analyse, die bereits mit dem Hinweis, dass  vier von f&uuml;nf Auftragnehmer der Pisa-Studien  private Unternehmen sind, die Pisa entwickelt und an 67 Staaten (Pisa 2012) verkauft haben, manchen Leser &uuml;berraschen wird. Thomas Jahnke &uuml;berrascht uns nicht, wenn er daraus schlie&szlig;t, dass die Profitorientierung die Wahrung von Betriebsgeheimnissen &ldquo;Auswirkungen auf die von ihnen angebotenen Dienstleistungen und Produkte hat. &hellip; Die privatwirtschaftliche Durchf&uuml;hrung von Pisa entzieht dieses Programm weitgehend der wissenschaftlichen Diskussion und gibt seinen Betreibern eine Gestaltungs- und Deutungshoheit, die sich einem demokratischen und auch einem nationalen Diskurs entzieht.&rdquo; Mit Periodisierung der Pisa-Durchg&auml;nge im 3-Jahre-Rhythmus ist diesen Unternehmen ein dauerhafter Profit gew&auml;hrleistet. Neben der generellen Frage nach der funktionellen Ausrichtung der Tests, darf man sich deshalb schon fragen, ob die Teilnehmer, welche zwischen der Testindustrie und universit&auml;ren Positionen stehen, interessenfrei agieren. Auch das Expertengremium, das die OECD ber&auml;t, d&uuml;rfte ziemlich Pisa-kritikresistent sein. Der Text bietet reichlich Stoff zum Nachdenken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Forscher erz&uuml;rnt Zensur von Pisa-Daten<\/strong><br>\nObwohl die Tests damit schon fast Routine sind, ist Pisa hierzulande noch immer ein gro&szlig;es Politikum. Das zeigt sich sogar im Umgang mit den alten Daten aus fr&uuml;heren Pisa-Studien. Im Prinzip stehen sie Forschern f&uuml;r weiterf&uuml;hrende Analysen offen. Aber nur im Prinzip. In der Praxis versuchen die Kultusminister, heikle und unliebsame Ver&ouml;ffentlichungen, in denen einzelne Bundesl&auml;nder schlecht aussehen k&ouml;nnten, um jeden Preis zu verhindern&hellip;<br>\nPersonenbezogene und damit datenschutzrechtlich sensible Angaben sind in den Pisa-Datens&auml;tzen von vornherein ausgeschlossen. Umso unverst&auml;ndlicher finden es auch deutsche Wissenschaftler, wie die Politik versucht, sich in Studien einzumischen. Oft regen sie sich allerdings nur hinter vorgehaltener Hand auf, denn viele Bildungsforscher erhalten Geld und Auftr&auml;ge von den Kultusministern; nicht zuletzt f&uuml;r Pisa.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/kultusminister-in-der-kritik-forscher-erzuernt-zensur-von-pisa-daten-1.1270297\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Exzellenz und Rankings beeinflussen die Hochschulwahl nur moderat<\/strong><br>\nStudienplatzbewerber mit herausragenden schulischen Leistungen lassen sich bei der Wahl ihrer k&uuml;nftigen Universit&auml;t zwar durchaus von dem G&uuml;tesignal &ldquo;Exzellenz-Universit&auml;t&rdquo; sowie von Bestnoten in Hochschulrankings leiten. Im Vergleich zu anderen Entscheidungskriterien spielen Exzellenz und Rankings allerdings nur eine eher moderate Rolle. Nach wie vor ist die N&auml;he der Hochschule zum Wohnort der Eltern das wichtigste Kriterium bei der Entscheidung f&uuml;r eine Hochschule. Dies zeigt eine aktuelle Studie des Zentrums f&uuml;r Europ&auml;ische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, die vom Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung gef&ouml;rdert wurde.<br>\nVer&auml;nderungen in den nichtforschungsbezogenen Rankingkriterien beeinflussen die Wahl der Universit&auml;t daher st&auml;rker als Ver&auml;nderungen in den forschungsbezogenen Dimensionen.<br>\nSo erh&ouml;ht sich die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein k&uuml;nftiger Studierender bei einer Hochschule bewirbt, wenn diese in den Qualit&auml;tsdimensionen Zufriedenheit der derzeitigen Studierenden und Betreuungsverh&auml;ltnis von Professor zu Studierenden besser abschneidet. Ver&auml;nderungen in den forschungsbezogenen Kriterien wie der Forschungsreputation der Fakult&auml;t oder der Reputation bei Professoren haben dagegen einen deutlich geringeren Einfluss auf das Bewerbungsverhalten. Rankingindikatoren beeinflussen die Entscheidung f&uuml;r eine Universit&auml;t somit vor allem dann, wenn sie zus&auml;tzliche Informationen &uuml;ber die Qualit&auml;t dieser Universit&auml;t liefern.<br>\nInsgesamt ist der Einfluss von Qualit&auml;tsindikatoren auf die Hochschulwahl eher moderat. Die Entfernung des Wohnorts der Eltern und damit zumeist auch des eigenen Wohnorts zur gew&auml;hlten Universit&auml;t beeinflusst in Deutschland weiterhin am st&auml;rksten die Hochschulwahl der Studienplatzbewerber.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/de\/news460319\">idw<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Rede von Marcel Reich-Ranicki zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/dokumente\/textarchiv\/2012\/37432080_kw04_gedenkstunde\/rede_ranicki.html%20\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sanktionen gegen Iran: Der Junkie, der dem Dealer droht<\/strong><br>\nDas Embargo wird zu einem Zeitpunkt exekutiert, da der globale &Ouml;lmarkt den H&ouml;hepunkt seiner F&ouml;rderung erreicht hat. 2011 war das teuerste &Ouml;ljahr aller Zeiten und 2012 wird noch heftiger. In dieser Situation ist der Versuch, den zweitgr&ouml;&szlig;ten Opec-Lieferanten mit einem &Ouml;lembargo in die Enge zu treiben, ein beinahe suizidales Spiel. Wehe, es schlie&szlig;en sich noch andere L&auml;nder dem Boykott an. Dann m&uuml;ssten auch sie ihr &Ouml;l woanders beziehen, der Markt geriete aus den Fugen. Dies ist der einzige Boykott, bei dem die Boykotteure panische Angst haben m&uuml;ssen, dass andere L&auml;nder aus Solidarit&auml;t mitmachen k&ouml;nnten. Absurd!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F01%2F30%2Fa0091&amp;cHash=f98dec57ba%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>TV-Tipp: Neues aus der Anstalt<\/strong><br>\nAuch 2012 begeben sich Urban Priol und Erwin Pelzig wieder auf ihre satirische Monatsvisite. Zur Kurztherapie werden am 31. Januar die Kabarettisten Carmela de Feo, Piet Klocke und Arnulf Rating &ldquo;eingeliefert&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/anstalt.zdf.de\/ZDFde\/inhalt\/3\/0,1872,8448131,00.html\">ZDF<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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