{"id":120771,"date":"2024-09-04T15:04:16","date_gmt":"2024-09-04T13:04:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120771"},"modified":"2024-09-04T17:21:36","modified_gmt":"2024-09-04T15:21:36","slug":"leserbriefe-zu-im-osten-nichts-neues","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120771","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eIm Osten nichts Neues\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120626\">In diesem Artikel<\/a> kommentiert Jens Berger die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen und Th&uuml;ringen. Die Erfolge der AfD und des BSW in beiden Bundesl&auml;ndern seien keine Z&auml;sur. Die Ampelparteien plus Linkspartei h&auml;tten &bdquo;die Quittung&ldquo; daf&uuml;r bekommen, &bdquo;dass sie die Sorgen der W&auml;hlerschaft schon lange nicht mehr ernst nehmen und lediglich dazu im Stande sind, `L&ouml;sungen` anzubieten, die nicht &uuml;berzeugen k&ouml;nnen&ldquo;. Es scheine, als h&auml;tten sich die Kampagnen gegen die AfD und neuerdings auch gegen das BSW totgelaufen. Wir haben hierzu zahlreiche und interessante Leserbriefe erhalten. Danke daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl, zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>ich stimme ihrer Wahlanalyse weitestgehend zu.<\/p><p>Gleichwohl ist das Wahlergebnis des BSW au&szlig;ergew&ouml;hnlich und l&auml;sst sich nur erkl&auml;ren, dass die Linkspartei massiv Federn lassen musste. Schlauerweise macht das BSW der CDU ein Angebot auf Zusammenarbeit, um nicht in die Gefahr zu geraten, als (ewige) Protestpartei tituliert zu werden. Ganz risikolos ist diese Vorgehensweise nicht.<\/p><p>Die AfD steckt in der Isolation und d&uuml;rfte auf Dauer ihren hohen Stimmenanteil nicht halten k&ouml;nnen. Die Defizite im Bereich soziale Gerechtigkeit, Rente und Bef&uuml;rwortung einer Aufr&uuml;stung sind offenkundig, werden aber vom W&auml;hler nicht so wahrgenommen. Dies liegt daran, dass der politische Gegner und die Medien den Fehler machen, die AfD ausschlie&szlig;lich im faschistoiden Milieu zu verorten. Insofern erweisen die Gegner der AfD einen B&auml;rendienst.<\/p><p>S. Wagenknecht hat schon Recht, man muss die AfD dort stellen, wo sie Defizite hat und ihr dort zustimmen, wo sie richtige Ans&auml;tze verfolgt. Das Thema illegale Migration ist ein typisches Beispiel, wobei auch dort gilt, dass die Vorschl&auml;ge der AfD so nicht umsetzbar sind. Wenn Deutschland geltendes Recht anwenden w&uuml;rde, dann d&uuml;rfte kein &uuml;ber einen sicheren Drittstaat eingereister Fl&uuml;chtling in Deutschland einen Asylantrag stellen d&uuml;rfen (Dublin III-Abkommen). Eine R&uuml;ckverweisung an den (sicheren) Drittstaat scheitert aber schon daran, dass ein Gro&szlig;teil der betreffenden Drittstaaten die R&uuml;ck&uuml;berweisung verweigern (z.B. Griechenland, Italien, Schweden )oder wie im Fall Bulgarien hohe H&uuml;rden aufbauen und damit die R&uuml;ck&uuml;berweisung organisatorisch verunm&ouml;glichen. Das Problem besteht aber darin, dass das Dublin-Verfahren zwar regelt, in welchem Staat der Asylantrag gestellt werden muss, es aber f&uuml;r die deutschen Vollzugsbeh&ouml;rden kaum M&ouml;glichkeiten gibt, den Fl&uuml;chtling an der Grenze abzuweisen, d.h. der Fl&uuml;chtling landet zun&auml;chst in Deutschland und muss dann innerhalb bestimmter Fristen abgeschoben werden. Mit anderen Worten das Dublin-Verfahren ist l&ouml;chrig wie ein Schweizer K&auml;se.<\/p><p>Gerade dass die AfD bei finanziell schlecht gestellten Bev&ouml;lkerungsgruppen essentiell punkten kann, muss nachdenklich stimmen. Dort liegt das gr&ouml;&szlig;te Zuwachspotential zugunsten des BSW, gerade auch im Westen. Aber hier geht es nicht nur um finanzielle Aspekte , sondern um Wertsch&auml;tzung bzw. Anerkennung. Die AfD betreibt &uuml;ber die sozialen Medien ein gigantisches Ablenkungsman&ouml;ver, damit ihre knallhart neoliberale Ausrichtung im Verborgenen bleibt. Wenn die AfD ihre Pl&auml;ne bei der Rentenfinanzierung umsetzen sollte, bleibt von der umlagefinanzierten Rente nicht mehr viel &uuml;brig. Deshalb sind sich die AfD und die Union viel n&auml;her als man wahrhaben will. Hier geht es ausschlie&szlig;lich um die Frage &bdquo;wer bleibt am Ende &uuml;brig&ldquo;. Die Brandmauer ist somit keine Brandmauer, sondern eine Schlangengrube.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nW. Biedermann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<\/p><p>Herrn Berger vielen Dank f&uuml;r die Wahlnachlese &bdquo;Im Osten nichts Neues&ldquo;. Kurz zur&uuml;ck zu dem Widerspruch, dass Neoliberale als Interessenvertreter der Arbeiter und finanziell Unterprivilegierten wahrgenommen werden: Es gibt keine erkennbar nicht-neoliberale Interessenvertretung &ndash; weder im BSW und schon gar nicht in der Linkspartei kann ich eine erkennen. Bedeutet, eine solche Wahlalternative ist schlichtweg nicht existent, abgesehen von faktisch seit jeher bedeutungslosen, meistens kurios anmutenden Kleinstw&auml;hlervereinen etc.<\/p><p>Selbst wenn f&uuml;r die W&auml;hler des BSW &bdquo;Soziale Sicherheit&ldquo; ein Kernthema ist, ist noch lange nicht gekl&auml;rt, was darunter verstanden wird. Ganz neoliberal geht es meiner Erfahrung nach zumeist um die eigene soziale Sicherheit (ME FIRST). Schon beim Interesse, z. B. f&uuml;r die &auml;lteren Nachbarn, h&ouml;rt es auf. Das Thema Solidarit&auml;t spielt &uuml;berhaupt keine Rolle mehr oder ist vollkommen kommerzialisiert bzw. nur noch pure Heuchelei.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nR. Reinhardt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>bei der Lekt&uuml;re Ihres Kommentars stolperte ich &uuml;ber die Verwendung der Begriffe &bdquo;Sorgen&ldquo; und &bdquo;&Auml;ngste&ldquo;. Solche, auf subjektive Inhalte weisende Begriffe sind doch auf die den B&uuml;rger belastenden objektiven Probleme wie Kriegstreiberei und R&uuml;stungswahn, katastrophale Wirtschaftspolitik, wahnhafte Energiepolitik, niedrige L&ouml;hne und Renten, fehlende Grenzkontrollen und Zuwanderungsideologie, Ausverkauf des Volkseigentums und verwahrloste Infrastruktur, &hellip;&hellip;, nicht tauglich bei einer Analyse. Hier m&uuml;ssen Interessen benannt werden &ndash; mithin Ross und Reiter! Die Analyse geht ansonsten ins Leere und bleibt nicht nur unverbindlich, sondern schiebt den Schwarzen Peter dem B&uuml;rger zu. Ursache und Wirkung werden verkannt, wenn die Sprache der Verantwortlichen und Verursacher benutzt wird (&bdquo;wir m&uuml;ssen dem B&uuml;rger unsere Politik nur besser erkl&auml;ren und seine Sorgen und &Auml;ngste ernst nehmen&ldquo;).<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nKarin G&uuml;lpen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Sie werfen gegen Ende Ihres Artikels die Frage auf:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Wird beispielsweise die SPD endlich aufwachen und feststellen, dass man mit einer glaubw&uuml;rdigen Friedenspolitik Wahlen gewinnen k&ouml;nnte?&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Die Worte &ldquo;Friedenspolitik&rdquo; oder insbesondere &ldquo;glaubw&uuml;rdig&rdquo; im Zusammenhang mit dieser heutigen SPD in einem Satz zu nennen kann doch nur als bittere Ironie zu verstehen sein, oder? Alles andere w&auml;re doch arg weltfremd&hellip;<\/p><p>Nachdenkliche Gr&uuml;sse,<br>\nKK<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Moin,<\/p><p>das allgegenw&auml;rtige Gendern f&auml;rbt anscheinend schon unterbewu&szlig;t ab. Herr Berger schrieb:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Dass Deutschland immer weiter in den Krieg in der Ukraine hineingezogen wird, war beispielsweise in Th&uuml;ringen hinter der Sorge vor steigender Kriminalit&auml;t die zweitgr&ouml;&szlig;te Sorge der W&auml;hlenden.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Korrekt w&auml;re &ldquo;W&auml;hler&rdquo; anstatt &ldquo;W&auml;hlenden&rdquo;. Immerhin taucht dieses Un-Wort, bei dem sich Fu&szlig;n&auml;gel hochrollen, nur ein einziges Mal im Artikel auf.<\/p><p>Abseits von sprachlichen Inkontinenzen, gef&ouml;rdert durch fachfremde Politikentscheider, freut es mich, da&szlig; das BSW aus dem Stand so viele Prozentpunkte holen konnte, wobei ich mir hier eine deutliche Mehrheit von mindestens 40% sowohl in Th&uuml;ringen als auch in Sachsen gew&uuml;nscht h&auml;tte, um ein markantes Zeichen gegen Krieg zu setzen. Dieser Anteil ging leider an die AfD.<\/p><p>Ich habe noch nie verstanden, wie man das &ldquo;kleinere &Uuml;bel&rdquo; w&auml;hlen kann: das ist doch immer ein fauler Kompromi&szlig;! Die CDU zu w&auml;hlen, um die AfD zu verhindern, das ist wie ein Versuch, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Die AfD kroch doch aus der CDU! Und die schwarze Partei ist genauso ein Sargnagel f&uuml;r die Demokratie wie alle anderen etablierten Parteien; diese gibt sich aber immerhin noch einigerma&szlig;en M&uuml;he, ihr demokratisches Totalversagen mit demokratischen Fassaden zu versehen (&auml;hnlich wie potemkinsche D&ouml;rfer).<\/p><p>Aber auch abseits von einer &ldquo;Vermeidungswahl&rdquo; d&uuml;rfte ein weiterer Pluspunkt, meiner Meinung nach gerade in Ostdeutschland, die geforderte Aufarbeitung in der Causa &ldquo;Corona&rdquo; f&uuml;r die Wahl der AfD gewesen sein. Dessen totalit&auml;re, ja zuweilen offen faschistisch anmutenden &ldquo;Ma&szlig;nahmen&rdquo; (wer erinnert sich noch nach Forderungen, &ldquo;Geimpfte&rdquo;, &ldquo;Genesene&rdquo; &amp; &ldquo;Ungeimpfte&rdquo; farblich unterschiedlich zu markieren? Parallelen zu &ldquo;gelben Sternen&rdquo; sind da nat&uuml;rlich ungewollt &amp; rein zuf&auml;llig) und die bis heute andauernde, grotesk-kafkaesk anmutenden Strafverfolgungen bei legitimen Attesten und Urteilen d&uuml;rfte bei so manchem in der ehemaligen DDR sozialisierten Menschen die Alarmglocken hell schrillen lassen. Das BSW hat sich in dieser Hinsicht noch nicht bewiesen bzw. beweisen k&ouml;nnen; daf&uuml;r ist das B&uuml;ndnis, die neue Partei, zu jung. Offenbar ist der Krieg (noch) zu weit weg, um Priorit&auml;ten verschieben zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Wie wurde einst vorausgesagt, als der blaue Stern &ldquo;AfD&rdquo; am Parteienhorizont aufzog? Sie sind der Steigb&uuml;gel f&uuml;r eine Koalition mit der CDU, um alle anderen Parteien auszubooten. Nun, wenn man sich die fetten blauen &amp; schwarzen Balken so anschaut: so sei es, die Prophezeihung ist wahr geworden.<\/p><p>Wenn ich aber nun global denke:<br>\nLetztendlich ist es egal, welche Parteien an die Macht kommen. Die Agenda ist seit EU &amp; UNO global, au&szlig;erdem wird sie in elit&auml;ren Zirkeln geheim gefa&szlig;t und sodann flei&szlig;ig &ldquo;Global Leader&rdquo; ausgebildet, die sie umsetzen sollen. Ich denke, da&szlig; diese Form einer Unterwanderung vom BSW klar erkannt worden ist, weswegen es einige Querelen gab, wer nun parteizugeh&ouml;rig werden durfte und wer nicht, damit es die junge Partei nicht zerlegt oder auf Linie gebracht wurde wie einst die Piraten, die Sozis und schlu&szlig;endlich auch die Gr&uuml;nen. Man darf gespannt sein, ob dem BSW dieses Aussperren elit&auml;rer Soldaten dauerhaft gelingen wird, um einer Korrumpierung vorzubeugen. Mit handfesteren Standpunkten wie der unbedingten Aufarbeitung von &ldquo;Corona&rdquo; durch parlamentarische Gremien mit weitreichenden Befugnissen wird sich dann auch der kleine Michel eines Tages wieder von einer Partei vertreten denn von anderen Parteien getreten f&uuml;hlen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nMichael Schauberger<\/p><p><em><strong>Antwort Jens Berger:<\/strong> Lieber Herr Schauberger, da haben Sie mich erwischt! Warum ich den Ausdruck &bdquo;W&auml;hlende&ldquo; verwendet habe, wei&szlig; ich selbst nicht. Wir hatten am Wochenende Redaktionsklausur und haben uns da pr&auml;chtig &uuml;ber derlei Nonsense-Grammatik am&uuml;siert. Vielleicht schwirrte das noch unbewusst bei mir im Hinterkopf herum und kam dann ungefiltert in den Text &ndash; also ein &bdquo;Freudscher Verschreiber&ldquo; ;-)<\/em><\/p><p><em>Wie dem auch sei &ndash; ich gelobe Besserung.<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nJens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>ja, es w&auml;re so einfach, wenn die etablierten Parteien ehrlich mit sich w&auml;ren.&nbsp;<\/p><p>Kriminalit&auml;t und Migration sind speziell im Osten meine ich keine echten Themen, sondern die S&uuml;ndenb&ouml;cke f&uuml;r die wirtschaftliche Unsicherheit, die der Neoliberalismus und die Vereinigung vielen Menschen beschert hat.<\/p><p>Solange es weiterhin keine eigenst&auml;ndige Politik gibt, sondern die Oligarchen und Wirtschaftseliten den Kurs bestimmen und zwar weltweit, wir die Rechte weiter wachsen. Die Menschen werden dumm gehalten, Aufkl&auml;rung &uuml;ber die Zusammenh&auml;nge werden unterbunden, unseren Leidmedien zum Dank.<\/p><p>Wir rutschen somit weiter in den autorit&auml;ren Staat, so oder so, mit und ohne AfD. Ohne finden es viele Menschen hierzulande sogar noch gut, da die Projektionen auf AfD, Linke und nun BSW nicht verstanden werden.<\/p><p>Es ist so j&auml;mmerlich und traurig, ich m&ouml;chte nur noch Weinen und K.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nHansj&ouml;rg Sachs<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Berger,<\/p><p>Ich, Sachse, werde immer gefragt: warum w&auml;hlst Du eine Partei, die keiner kennt und die nichts bewegen kann? Ich w&auml;hle die Partei dieBasis, weil die keinen Schaden machen kann, weil einzig sie in ihrem Auftritt den gebotenen Anstand im Umgang mit politischen Mitbewerbern erkennen l&auml;sst und weil ich davon &uuml;berzeugt bin, dass der direkten Demokratie mehr Geltung einzur&auml;umen ist, wenn sich an den politischen Verh&auml;ltnissen im Land Grundlegendes &auml;ndern soll. Darin liegt die wesentliche Forderung dieser Partei.<\/p><p>Gleich wohl, die Wahl ist vor&uuml;ber. In keiner der von Ihnen betrachteten Parteien spielt die Einf&uuml;hrung basisdemokratischer Elemente eine erkennbare Rolle und das ist ja auch kein Wunder. Wer einmal in den politischen Olymp aufgestiegen ist, wird selbst die Segnungen der Fassadendemokratie zu nutzen wissen. Ich f&uuml;rchte, f&uuml;r BSW gilt das gleiche. Die Nagelprobe steht alsbald ins Haus. Wir werden sehen, ob Frau Wagenknecht ihre Versprechungen wahr macht und nur mit Parteien koalieren l&auml;sst, die sich klar gegen die Kriegspolitik der Mainstream-Parteien wenden und die eine ehrliche Aufarbeitung der Corona-Politik mittragen. Sollte BSW diese Vors&auml;tze im Sinne einer Regierungsbeteiligung aufgeben, d&uuml;rfte die Rallye meines Erachtens in B&auml;lde beendet sein. Opposition ist eine dankbare parlamentarische Aufgabe und da wollte ich gerne einmal sehen, wie sich die Herren Voigt und Kretschmer aus der Aff&auml;re ziehen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBj&ouml;rn Ehrlich<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vorweg. Die Nachdenkseiten sind gegen&uuml;ber der AfD viel zu nachsichtig und man fragt sich schon, woran das liegt?<\/p><p>Auch die BSW wird gerade f&uuml;r ihre elende, widerw&auml;rtige Argumentation kaum kritisiert, was Migrationsbewegungen angeht, .<\/p><p>Man kann ja gern der Meinung sein, da&szlig; wir in Deutschland bei der Migration begrenzen m&uuml;ssen allerdings soll man den Leuten nicht einreden, da&szlig; das &ldquo;Boot voll sei&rdquo;, da&szlig; &rdquo; die Rentnerin mit 1100 EURO dann mehr Rente bek&auml;me&rdquo;, &ldquo;dass es weniger Kriminalit&auml;t g&auml;be&rdquo; und und und.<\/p><p>Wer so etwas von sich gibt, ist kein Deut besser in diesem Zusammenhang als die AfD. (=Blaufaschisten).<\/p><p>Davon abgesehen zeigen die Wahlergebnisse, da&szlig; es den etablierten Parteien (Linke eingeschlossen) nicht gelingt, sich argumentativ den Themen zu n&auml;hern, die f&uuml;r einen erheblichen Teil der Bev&ouml;lkerung von Bedeutung sind. Migration ist dabei lediglich ein Substitut, weil die L&ouml;sung mit &ldquo;Ausl&auml;nder raus&rdquo; so sch&ouml;n einfach umzusetzen erscheint und von allen Parteien mehr oder weniger aber eben ohne Erfolg seit dem Asylkompromi&szlig; 1993 propagiert wird.<\/p><p>Ich habe 2017 in UK erlebt, wie eine Partei &ndash; damals Labour &ndash; innerhalb weniger Wochen mit den richtigen Inhalten 4-5 Millionen Stimmen aktivieren konnte (gegen eine Hetzkampagne in &uuml;belster Form). Da wurde nicht gegen Migranten gep&ouml;belt, sondern es wurde mit L&ouml;sungsangeboten Wahlkampf betrieben, die wirklich etwas mit den realen Problemen vieler Menschen im Vereinigten K&ouml;nigreich zu tun hatten.<\/p><p>Jeremy Corbyn damals hat dabei das Motto &ldquo;Fugitives are welcome&rdquo; propagiert.<\/p><p>Noch einmal: selbst wenn man dem nicht zustimmt: Es braucht kein fremdenfeindliches, rassistisches Geschw&auml;tz, um W&auml;hlerstimmen &uuml;brigens gerade in der Arbeitnehmerschaft mit niedrig bzw. mittleren Einkommen zu erreichen.<\/p><p>Andreas Hoberg<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>So so ein &bdquo;Softwarefehler&rdquo; f&uuml;hrt also in Sachsen dazu, das die AfD nicht &uuml;ber die erforderliche H&uuml;rde von einem Drittel kommt. Angenehme Nebenwirkung dieses kleinen Fauxpas. Damit w&auml;re sie nicht mehr dazu in der Lage, Abstimmungen zu blockieren und man kann weiter regieren wie bisher.<\/p><p>Ich m&ouml;chte nicht unken, werter Herr Berger! Aber es w&uuml;rde mich nicht &uuml;berraschen, wenn da noch mehr Ungereimtheiten betreff: Ausz&auml;hlung der Stimmen auf uns zukommen werden. Immerhin sind die USA unser Vorbild und wie dort W&auml;hlerstimmen ausgez&auml;hlt werden, war schon &ouml;fter etwas &hellip;. Na, sagen wir h&ouml;chst seltsam und merkw&uuml;rdig.<\/p><p>Das mediale Schmierentheater der Betroffenheit und der geheuchelte Gestus der &bdquo;Volksvertreter&ldquo; mit ihrer Angst davor: Das die Demokratie in Deutschland Schaden nehmen oder sogar abgeschafft werden k&ouml;nnte &hellip;.. Wenn denn der ungehorsame Souver&auml;n zu viel Blau w&auml;hlt, erinnert an einen orientalischen Basar, wo um die Ware gehandelt und gefeilscht wird, nur das es hier um die Stimmen der B&uuml;rger geht. Da m&ouml;chte man fragen: Wie viele Corona &ndash; Plandemien (dieses Thema wurde nicht umsonst bei den Fragen: Was die B&uuml;rger umtreibt? ausgeklammert!) und wie viele Skandalurteile ebenso zu Corona und Skandale um Faeser braucht es denn noch, um festzustellen, dass diese Demokratie mehr als genug von dieser Koalition gesch&auml;digt wurde? Was bleibt in unserer &ldquo;repr&auml;sentativen Demokratie&rdquo;, wie immer nach jeder Wahl? Verdrossenheit! Egal auf welcher Seite. Von jetzt an hat der B&uuml;rger nichts mehr zu melden und muss zu sehen, wie die von ihm gew&auml;hlten repr&auml;sentativen Kandidaten untereinander aus feilschen, wer nun mit wem eine Koalition bildet. Ob er das m&ouml;chte? Wird nicht gefragt, er hat es zu akzeptieren.<\/p><p>Das ist die Krux an dieser Spielart der Demokratie, welche in den USA erfunden wurde und das nicht ohne Grund. Es ging den Gr&uuml;nderv&auml;tern (allesamt wohlhabend, &uuml;ber ausreichend Land und Sklaven verf&uuml;gend) immer darum, ihre Macht nicht zu verlieren. Da ist es nicht erstrebenswert, dass man diese verliert, indem der einfache Mann jemanden w&auml;hlt, den man nicht kontrollieren kann. Eventuell kommt der Gew&auml;hlte auf den Gedanken und will etwas mehr Gerechtigkeit, indem er den Kuchen, der schon so gut aufgeteilt ist, anders, ergo gerechter teilt. Deshalb musste es eine repr&auml;sentative Form der Demokratie sein. Denn nur so hat man &uuml;ber die ausgesuchten Repr&auml;sentanten die M&ouml;glichkeit der Einflussnahme und die Sicherheit, dass bitte sch&ouml;n niemand am Thron der elit&auml;ren Oberklasse s&auml;gt.<\/p><p>Wer das nicht glaubt, der schaue sich die Berichterstattung der Hofmedien &uuml;ber die n&auml;chsten Tage an. Ich pers&ouml;nlich kann das schon lange nicht mehr, da mir dann immer Max Liebermann &uuml;ber die Lippen kommt. Welcher angesichts der braunen Horden (In diese Richtung driftet dieses Land zusehendes mit Scholz, Faeser, Kiesewetter, Habeck, Baerbock, dem famosen Klabauterbach und den ebenso famosen Medien!) aussprach: Das er nicht soviel essen kann, wie er kotzen m&ouml;chte! Erstaunt wird man feststellen m&uuml;ssen, dass alles wieder nach dem altbew&auml;hrten Strickmuster l&auml;uft.<\/p><p>Die 10 Goldst&uuml;cke auf dem Tisch mit den drei Personen daran, einer aus der Oberschicht, einer aus dem Mittelst&hellip; (Nein, den gibt es kaum noch!) also ein nicht ganz Verarmter und ein v&ouml;llig Verarmter, werden auch heute wie folgt aufgeteilt. Der aus der Oberschicht nimmt sich neun davon und sagt dem nicht ganz Verarmten: Pass gut auf das Dir, der v&ouml;llig Verarmte nicht &bdquo;Dein&ldquo; Goldst&uuml;ck wegnimmt! Im Jahrhunderte bew&auml;hrten Zusammenspiel von Staat und Kirche l&auml;uft es noch immer nach dem Motto. Halt du sie dumm, ich halte sie arm! &hellip;.. Und es l&auml;uft!<\/p><p>In diesem Sinne: Ich habe fertig!<\/p><p>Mit frdl. Gr&uuml;&szlig;en Ralf Matthias<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Sachsen und Th&uuml;ringen haben gew&auml;hlt und politische Beobachter geben sich &uuml;berrascht. &rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dieser Artikel schafft es schon in der Headline eine Behauptung aufzustellen, die unwahr ist.<br>\nKein Journalist war &uuml;berrascht. Wer war denn &uuml;berrascht?<\/p><p>Das ist Sensationsjournalismus und eines tats&auml;chlichen Nachdenkens unw&uuml;rdig.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<br>\nTatjana Kopp<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>ich will Sie nur auf einen Denkfehler aufmerksam machen, der typisch ist f&uuml;r die Nachdenkseiten:<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die AfD ist im Kern eine neoliberale Partei.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das hei&szlig;t: Die AfD ist unsozial. Das mag im Westen noch ungef&auml;hr zutreffen. Im Ost ist es mit Sicherheit nicht so, vor allem nicht Bei H&ouml;cke und den Fl&uuml;gel-Leuten. Aber das ist nicht mein eigentliches Argument.<\/p><p>Was Sie und die Nachdenkseiten nicht richtig bewerten, ist die Behauptung der AfD, da&szlig; die illegale Massenmigration die Mutter aller sozialen Probleme im Land ist. Das sagt H&ouml;cke ausdr&uuml;cklich und damit hat er Recht. Anders ausgedr&uuml;ckt: Es macht &uuml;berhaupt keinen Sinn, irgendwelche sozialen Verbesserungen ins Auge zu fassen, solange der Staat das Migrationsproblem nicht gel&ouml;st hat. Alle sozialen Verbesserungen bek&auml;men sonst nur die Falschen (siehe B&uuml;rgergeld, Wohnungsbau, Schulsituation usw.).<\/p><p>Beste Gr&uuml;sse<br>\nRolf Freitag<\/p><p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong><\/em><em> Haben Sie sich eigentlich mal das Programm der th&uuml;ringischen AfD durchgelesen? Wo finden Sie da wirtschafts- und sozialpolitische Forderungen, die NICHT neoliberal sind? Ich lese da nur &bdquo;k&uuml;rzt die Steuern&ldquo;, dann geben die Unternehmer schon freiwillig h&ouml;here L&ouml;hne. Der ber&uuml;hmte Trickle-Down-Effekt. Zu anderen sozialen Themen schweigt man lieber ganz &ndash; genauso wie ich zu ihren Aussagen zur &bdquo;Massenmigration&ldquo; als Mutter aller Probleme. Wie viele Migranten leben doch gleich in Th&uuml;ringen?&nbsp;<\/em><\/p><p><em>Beste Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Jens Berger<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120626\">In diesem Artikel<\/a> kommentiert Jens Berger die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen und Th&uuml;ringen. 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