{"id":121260,"date":"2024-09-15T12:00:05","date_gmt":"2024-09-15T10:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121260"},"modified":"2024-09-13T23:44:39","modified_gmt":"2024-09-13T21:44:39","slug":"remesas-wirklich-eine-quelle-der-hoffnung-und-sicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121260","title":{"rendered":"Remesas \u2013 Wirklich eine Quelle der Hoffnung und Sicherheit?"},"content":{"rendered":"<p>Remesas, private Geldtransfers von Migranten an Familienmitglieder, die im Herkunftsland geblieben sind, gelten als erheblicher Beitrag zur Ern&auml;hrungssicherheit und wichtige Quelle f&uuml;r Resilienz in Zeiten steigender Preise und hoher Inflation. Als sozialer Schutzfaktor stabilisieren sie das herrschende System und federn Krisen ab. Jeder siebte Mensch weltweit ist als Sender oder Empf&auml;nger Teil der Remesa-&Ouml;konomie. Laut Weltbank sind private Remesas seit 2015 die gr&ouml;&szlig;te Quelle externer Finanzstr&ouml;me in L&auml;nder mit niedrigen und mittleren Einkommen.<strong> <\/strong>Doch dieses Modell hat viele Verlierer und nur wenige Gewinner. Von <strong>Andrea Lammers<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nAm von Palmen ges&auml;umten Strand der afroindigenen Gar&iacute;funa-Gemeinde San Juan in Honduras ist es ruhig an diesem Morgen. Drei oder vier Kanus rotten im Sand vor sich hin, ein paar magere Hunde schn&uuml;ffeln am Seegras, Pelikane kreisen &uuml;ber den gem&auml;chlich anrollenden Karibikwellen. Am Horizont ist nur ein Fischerboot zu sehen. &bdquo;Die Fischerei lohnt sich nicht mehr&rdquo;, sagt Don Wilfredo, ein graugelockter Mittsechziger: &bdquo;Es ist m&uuml;hsam und gef&auml;hrlich, aufs offene Meer rauszufahren &ndash; und dann bringt man kaum einen Fang nach Hause. Da verlieren die Jungen nat&uuml;rlich das Interesse und gehen weg. Fr&uuml;her konnten wir auch noch in der Lagune fischen, aber da holzen die Reichen und M&auml;chtigen aus der Stadt jetzt die Mangroven ab und sch&uuml;tten Kies f&uuml;r ihre Ferienh&auml;user auf.&rdquo; &bdquo;Wovon leben denn dann die Einheimischen hier?&rdquo;, fragen wir, eine kleine Delegation von Journalisten aus Deutschland. &bdquo;Fast alle, die noch da sind&rdquo;, antwortet Don Wilfredo, &bdquo;leben davon, was ihre Verwandten ihnen aus den USA schicken &ndash; von den remesas. Damit kaufen sie Essen im Supermarkt und wir verlieren unsere traditionelle Ern&auml;hrung und unsere Kultur.&rdquo;<\/p><p>Die interamerikanische Entwicklungsbank (BID) hat eine ganz andere Sicht auf die privaten Geldtransfers von Migranten (remesas, remittances oder Remissen) und wird, sonst eher un&uuml;blich f&uuml;r Finanzinstitutionen, dabei fast ein bisschen pathetisch: &bdquo;Geld&uuml;berweisungen sind viel mehr als nur ein Transfer von Geld von einem Land in ein anderes. Sie sind ein emotionales und finanzielles Bindeglied, das die migrantischen Arbeiter mit ihrer Heimat und ihren Familien in den Herkunftsl&auml;ndern verbindet. F&uuml;r die Empf&auml;ngerfamilien sind Geld&uuml;berweisungen eine Quelle der Hoffnung und Sicherheit und haben einen erheblichen Einfluss auf ihre Lebensqualit&auml;t.&rdquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]<\/p><p><strong>Private Geldsendungen stellen einen wichtigen sozialen Schutzfaktor dar<\/strong><\/p><p>Und die Bank hat in der Tat Zahlen, Statistiken und die t&auml;gliche Erfahrung von Millionen Menschen auf ihrer Seite: Ihre j&uuml;ngste Studie f&uuml;r die zentralamerikanischen L&auml;nder El Salvador, Guatemala und Honduras sowie Mexiko und die Dominikanische Republik zeigt, dass die privaten &Uuml;berweisungen die Armut in diesen L&auml;ndern um zwei Prozentpunkte reduzieren, den Gini-Index, der Ungleichheit misst, um ein Prozent. 2,2 Millionen Menschen wurden im Zeitraum 2017 bis 2019 durch die Geldsendungen ihrer emigrierten Familienmitglieder vor Armut bewahrt, so die BID. Besonders auff&auml;llig ist der Effekt f&uuml;r das kleine Land El Salvador, wo die Reduktion von Armut sogar sechs Prozent betrug. Dabei profitierten offenbar in allen f&uuml;nf L&auml;ndern die &auml;rmeren Familien am st&auml;rksten. In den zentralamerikanischen Staaten bestritten die Empf&auml;nger durchschnittlich 88 Prozent ihrer Lebensmitteleink&auml;ufe aus remesas, 45 Prozent ihrer Ausgaben f&uuml;r Gesundheit, 38 Prozent ihres Budgets f&uuml;r Dienstleistungen (wie etwa Strom, Wasser, Internet) und neun Prozent ihrer Ausgaben f&uuml;r Bildung[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>].<\/p><p>Was f&uuml;r Don Wilfredo in Honduras und viele indigene Aktivisten weltweit ein Anlass zur Sorge ist und zu Beginn der 2000er-Jahre auch in akademischen Kreisen noch als problematisch, da nicht strukturver&auml;ndernd, kritisiert wurde[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>], scheint heute auf dem internationalen Parkett fast unumstritten als ein erheblicher Beitrag zur Ern&auml;hrungssicherheit und eine wichtige Quelle f&uuml;r Resilienz in Zeiten steigender Preise und hoher Inflation zu gelten. W&auml;hrend der COVID-Pandemie zeigte sich besonders deutlich, dass die privaten Geldsendungen generell stabil bleiben und in Krisenzeiten sogar anwachsen. Laut BID stellen sie einen wichtigen sozialen Schutzfaktor dar, der viel st&auml;rker wirkt als die Sozialsysteme der betreffenden L&auml;nder und hilft, Risiken wie Arbeitsplatzverlust oder die Folgen von Klimakrise und Umweltkatastrophen abzufedern.<\/p><p>Auch der internationale Fonds f&uuml;r landwirtschaftliche Entwicklung der Vereinten Nationen (IFAD) betont die positiven Seiten der Geldtransfers. So hei&szlig;t es in einer Mitteilung zum 16. Juni, dem Internationalen Tag der famili&auml;ren Geldtransfers, aus dem Jahr 2023: In den letzten 20 Jahren habe sich der Wert der R&uuml;ck&uuml;berweisungen verf&uuml;nffacht. &bdquo;Es ist beachtenswert, dass eine Milliarde Menschen &ndash; jeder siebte Mensch auf der Welt &ndash; an den &Uuml;berweisungen beteiligt ist, als Sendende (200 Millionen migrantische Arbeiter) oder Empfangende (durchschnittlich jeweils eine vierk&ouml;pfige Familie). Jeder neunte Mensch auf der Welt (insgesamt etwa 800 Millionen) profitiert von diesen Geldstr&ouml;men.&rdquo; Mehr als 70 L&auml;nder weltweit, so der IFAD, sind mit &uuml;ber vier Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes von R&uuml;ck&uuml;berweisungen abh&auml;ngig. Migrantische Arbeitnehmer schickten durchschnittlich alle ein bis zwei Monate 200 bis 300 US-Dollar in ihr Herkunftsland. Das seien nur 15 Prozent ihres Einkommens, denn der Rest verbleibe in den Aufnahmel&auml;ndern. Die &uuml;berwiesenen Betr&auml;ge k&ouml;nnten jedoch bis zu 60 Prozent des gesamten Haushaltseinkommens ausmachen und sicherten den Lebensunterhalt von Millionen von Familien.&rdquo;[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Nach Angaben der Weltbank sind private R&uuml;ck&uuml;berweisungen von Migranten seit 2015 die gr&ouml;&szlig;te Quelle externer Finanzstr&ouml;me in L&auml;nder mit niedrigem und mittlerem Einkommen (LMICs) &ndash;&nbsp;mit Ausnahme von China. Sie sind etwa dreimal so hoch wie die staatliche Entwicklungshilfe und &uuml;bersteigen auch die ausl&auml;ndischen Direktinvestitionen erheblich[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]. F&uuml;r das Jahr 2023 werden R&uuml;cksendungen in LMICs auf 669 Milliarden US-Dollar (von 860 Milliarden US-Dollar insgesamt) gesch&auml;tzt[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]. 2023 waren die f&uuml;nf wichtigsten Empf&auml;ngerl&auml;nder f&uuml;r R&uuml;ck&uuml;berweisungen unter den LMICs Indien (125 Milliarden US-Dollar), Mexiko (67 Milliarden), China (50 Milliarden), die Philippinen (40 Milliarden) und &Auml;gypten (24 Milliarden)[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>].<\/p><p><strong>Die Bedeutung von Remesas wird in den n&auml;chsten Jahren weiter wachsen<\/strong><\/p><p>Zu den Volkswirtschaften, in denen die R&uuml;ck&uuml;berweisungen einen enormen Anteil des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmachen, geh&ouml;ren Tadschikistan (48 Prozent des BIP), Tonga (41 Prozent), Samoa (32 Prozent), Libanon (28 Prozent) und Nicaragua (27 Prozent)[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]. Die weiteren zentralamerikanischen Staaten folgen mit Anteilen jeweils um die 25 Prozent.<\/p><p>Aus den USA werden weitaus am meisten famili&auml;re Geldtransfers get&auml;tigt, gefolgt von den Golfstaaten (vor allem Saudi Arabien und den Arabischen Emiraten) sowie Russland, von wo aus viele remittances nach Zentralasien flie&szlig;en[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>].<\/p><p>&bdquo;W&auml;hrend der Krisen haben die Migranten die Risiken gemeistert und ihre Widerstandsf&auml;higkeit bewiesen, um ihren Familien in der Heimat zu helfen. Die hohe Inflation und das ged&auml;mpfte globale Wachstum beeintr&auml;chtigen jedoch den Geldbetrag, den sie zur&uuml;ckschicken k&ouml;nnen&rdquo;, konstatiert Iffath Sharif, Direktorin der Weltbank f&uuml;r sozialen Schutz und Arbeitsfragen zum Jahresende 2023: &bdquo;Die Arbeitsm&auml;rkte und die Sozialpolitik der Aufnahmel&auml;nder m&uuml;ssen die Migranten einbeziehen, deren R&uuml;ck&uuml;berweisungen eine wichtige Lebensader f&uuml;r die Entwicklungsl&auml;nder sind.&rdquo;[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Was hier angedeutet wird, kann im Klartext auch so weitergelesen werden: Im globalen Kapitalismus ist der Export billiger und leicht auszubeutender, wenig gesch&uuml;tzter Arbeitskraft zu einem Schl&uuml;sselelement geworden. Er f&ouml;rdert die Konzentration von Kapital und l&auml;sst die Ungleichheiten zwischen Staaten wachsen, erm&ouml;glicht jedoch auch ganzen Staaten zu &uuml;berleben, indem ihre verarmte Bev&ouml;lkerung ihre Grundbed&uuml;rfnisse aus privaten R&uuml;cksendungen ihrer Familienmitglieder befriedigt[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]. Die Staaten, in die viele Remesas flie&szlig;en, profitieren zus&auml;tzlich auch davon, dass die ausl&auml;ndischen Devisen ihre Haushaltsdefizite verringern, Zahlungsbilanzen verbessern und weder verzinst noch zur&uuml;ckgezahlt werden m&uuml;ssen. Den Preis f&uuml;r dieses Modell entrichten die Migranten auf den immer teurer und gef&auml;hrlicher werdenden Migrationsrouten. Oftmals bezahlen sie mit ihrer Gesundheit oder sogar dem Leben.<\/p><p>Ein rundum gutes Gesch&auml;ft sind zumindest die offiziellen privaten Geldtransfers hingegen f&uuml;r Banken und wenige spezialisierte Unternehmen, die eine Art Kartell bilden und hohe Geb&uuml;hren kassieren[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]. Die Globalen Ziele f&uuml;r nachhaltige Entwicklung (SDG 10) fordern eine Senkung dieser &Uuml;berweisungsgeb&uuml;hren auf drei Prozent der transferierten Summe bis zum Jahr 2030. Davon ist man derzeit noch weit entfernt. 2023 betrugen die Transferkosten f&uuml;r 200 US-Dollar noch durchschnittlich sechs Prozent. Die Geb&uuml;hren sind meist umso h&ouml;her, je kleiner die transferierte Summe ist[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]. Mit einer wirklich nachhaltigen Entwicklung, die von den Gemeinden, ihren autonomen Entscheidungen, Territorien und Strukturen ausgehen m&uuml;sste, hat dieses SDG, das ganz dem neoliberalen Konzept folgt, aber ohnehin nicht viel zu tun.<\/p><p>Die Bedeutung der Remesas wird auch in den n&auml;chsten Jahren weiter wachsen, wobei ein neuer Trend sichtbar wird: Die Abschottungspolitik der USA und Europas und strengere Grenzkontrollen f&uuml;hren dazu, dass immer mehr Migranten in fr&uuml;heren Transitl&auml;ndern wie Mexiko oder Guatemala bzw. Marokko, Tunesien und der T&uuml;rkei festsitzen. Auch sie bekommen zunehmend Geldsendungen von ihren Verwandten, die &bdquo;es geschafft&rdquo; haben. Weltbankexperte Ratha meint dazu: &bdquo;Diese Geldstr&ouml;me wirken sich positiv auf die Wirtschaft der Aufnahmel&auml;nder aus.&rdquo;[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p><em>Dieser Beitrag erschien zuerst (ohne Fu&szlig;noten) in der Zeitschrift&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.hinterland-magazin.de\/artikel\/remesas-remittances-remissen-rueckueberweisungen-eine-quelle-der-hoffnung-und-sicherheit\/\">Hinterland #56 \/2024, S.57ff.<\/a> und <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/analyse\/271274\/remesas-remittances-remissen\">online auf Amerika21<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Corlaffra<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=95723\">&bdquo;Versto&szlig; gegen das V&ouml;lkerrecht&ldquo;-USA haben in drei Jahren fast drei Millionen lateinamerikanische Migranten abgeschoben<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=107567\">Stimmen aus Lateinamerika: Die Probleme der regionalen Migration<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117334\">Guatemala: Kampf f&uuml;r faire L&ouml;hne und eigenes Land<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=116700\">Einwanderung in die USA: Das gro&szlig;e Gesch&auml;ft f&uuml;r Investmentfonds und Kartelle<\/a>\n<\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/blogs.iadb.org\/migracion\/es\/el-papel-de-las-remesas-en-centroamerica-mexico-y-republica-dominicana-en-el-alivio-a-la-pobreza\/\">blogs.iadb.org\/migracion\/es\/el-papel-de-las-remesas-en-centroamerica-mexico-y-republica-dominicana-en-el-alivio-a-la-pobreza\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Ebd. Eine aktuelle Studie des staatlichen Statistikinstituts zu Honduras nennt 78 Prozent f&uuml;r Lebensmittel, 31,4 Prozent f&uuml;r Gesundheit, 30,1 Prozent f&uuml;r Dienstleistungen&nbsp;<a href=\"https:\/\/ine.gob.hn\/v4\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/ENMR-2023-Honduras.pdf\">ine.gob.hn\/v4\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/ENMR-2023-Honduras.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Vgl.&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/themen\/migration-integration\/kurzdossiers\/57401\/rueckueberweisungen-brueckenschlag-zwischen-migration-und-entwicklung\/\">bpb.de\/themen\/migration-integration\/kurzdossiers\/57401\/rueckueberweisungen-brueckenschlag-zwischen-migration-und-entwicklung\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ifad.org\/es\/web\/latest\/-\/sending-money-home-ten-reasons-why-remittances-matter-now-more-than-ever\">ifad.org\/es\/web\/latest\/-\/sending-money-home-ten-reasons-why-remittances-matter-now-more-than-ever<\/a>&nbsp;Migranten erwirtschafteten 2021 eine Wertsch&ouml;pfung von weltweit neun Billionen Euro. Bis zum Jahr 2050 werde sich dieser Wert auf rund 20 Billionen Euro mindestens verdoppeln, so eine Untersuchung des Beratungsunternehmens BCG f&uuml;r die Vereinten Nationen.&nbsp;<a href=\"https:\/\/businessinsider.de\/wirtschaft\/zuwanderung-migration-chance-fuer-unternehmen-und-staaten-studie-un-bcg\/#:~:text=Das%20w%C3%A4ren%20etwa%201%2C7,Wertsch%C3%B6pfung%20von%20neun%20Billionen%20Euro\">businessinsider.de\/wirtschaft\/zuwanderung-migration-chance-fuer-unternehmen-und-staaten-studie-un-bcg<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/fandd\/issues\/2023\/09\/B2B-resilient-remittances-dilip-ratha\">imf.org\/en\/Publications\/fandd\/issues\/2023\/09\/B2B-resilient-remittances-dilip-ratha<\/a>,&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bancomundial.org\/es\/news\/press-release\/2023\/12\/18\/remittance-flows-grow-2023-slower-pace-migration-development-brief\">bancomundial.org\/es\/news\/press-release\/2023\/12\/18\/remittance-flows-grow-2023-slower-pace-migration-development-brief<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] S&auml;mtliche Zahlen zu den privaten R&uuml;cksendungen sind immer nur grobe Sch&auml;tzungen, da es unter anderem keine einheitliche Erhebung in den einzelnen Staaten gibt und ein beachtlicher Teil auch auf nicht offiziellen Wegen in bar oder &uuml;ber das hawala-System gesendet wird. Zur kritischen Diskussion der Zahlen siehe z.B.&nbsp;<a href=\"https:\/\/migrantmoney.uncdf.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Migrant-Money-Note-7-FINAL-1.pdf\">migrantmoney.uncdf.org\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/Migrant-Money-Note-7-FINAL-1.pdf<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Kurzzusammenfassung zu den Daten:&nbsp;<a href=\"https:\/\/migrationdataportal.org\/themes\/remittances#:~:text=In%202023%2C%20remittance%20flows%20to,et%20al.%2C%202023a\">migrationdataportal.org\/themes\/remittances<\/a>&nbsp;Ausf&uuml;hrliche Datensammlung und Analyse in:&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.knomad.org\/publication\/migration-and-development-brief-39\">knomad.org\/publication\/migration-and-development-brief-39)<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.bancomundial.org\/es\/news\/press-release\/2023\/12\/18\/remittance-flows-grow-2023-slower-pace-migration-development-brief\">bancomundial.org\/es\/news\/press-release\/2023\/12\/18\/remittance-flows-grow-2023-slower-pace-migration-development-brief<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/fandd\/issues\/2023\/09\/B2B-resilient-remittances-dilip-ratha\">imf.org\/en\/Publications\/fandd\/issues\/2023\/09\/B2B-resilient-remittances-dilip-ratha<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] siehe 8<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] Vgl. Carolina Stefoni, &laquo; Migraci&oacute;n, remesas y desarrollo &raquo;, Polis 30, 2011&nbsp;<a href=\"https:\/\/journals.openedition.org\/polis\/2389\">journals.openedition.org\/polis\/2389<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/fandd\/issues\/2023\/09\/B2B-resilient-remittances-dilip-ratha\">imf.org\/en\/Publications\/fandd\/issues\/2023\/09\/B2B-resilient-remittances-dilip-ratha<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.ifad.org\/es\/web\/latest\/-\/sending-money-home-ten-reasons-why-remittances-matter-now-more-than-ever\">ifad.org\/es\/web\/latest\/-\/sending-money-home-ten-reasons-why-remittances-matter-now-more-than-ever<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.imf.org\/en\/Publications\/fandd\/issues\/2023\/09\/B2B-resilient-remittances-dilip-ratha\">imf.org\/en\/Publications\/fandd\/issues\/<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Remesas, private Geldtransfers von Migranten an Familienmitglieder, die im Herkunftsland geblieben sind, gelten als erheblicher Beitrag zur Ern&auml;hrungssicherheit und wichtige Quelle f&uuml;r Resilienz in Zeiten steigender Preise und hoher Inflation. 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Laut<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121260\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":121261,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20,133],"tags":[881,662,365,2254,2391,849,687,600],"class_list":["post-121260","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","category-wichtige-wirtschaftsdaten","tag-armut","tag-honduras","tag-inflation","tag-lebensqualitaet","tag-mittelamerika","tag-nahrungsmittel","tag-ungleichheit","tag-weltbank"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/shutterstock_2424157547.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/121260","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=121260"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/121260\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121325,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/121260\/revisions\/121325"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/121261"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=121260"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=121260"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=121260"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}