{"id":121282,"date":"2024-09-13T16:45:41","date_gmt":"2024-09-13T14:45:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282"},"modified":"2024-09-13T15:41:17","modified_gmt":"2024-09-13T13:41:17","slug":"hinweise-des-tages-ii-647","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h01\">Ein Spiegel-Komiker sieht in Ostdeutschen behinderte Tiere: Alles okay, Herr Schr&ouml;der?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h02\">Ministerinnen und Minister der Ampel stellen fast 1500 Strafanzeigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h03\">Die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Wahlerfolg der extremen Rechten in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h04\">IPPNW: H&ouml;chste Zeit, zu verhandeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h05\">Bahn verkauft DB Schenker nach D&auml;nemark<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h06\">&bdquo;Wer reich bleiben will, sollte weder Schulden noch Steuern zahlen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h07\">VW-Aufsichtsratschef fordert weichere CO2-Ziele<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h08\">Das Zwangsgeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h09\">US-Mittelstreckenraketen machen Deutschland zum Angriffsziel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h10\">Entwicklungshilfe in Afrika: Wem n&uuml;tzt der Aktivismus der Helferindustrie?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h11\">Eine Klimakonferenz im Zwangsfrieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h12\">St&auml;ndiger Krieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h13\">&raquo;Kuba steht mit dem R&uuml;cken zur Wand&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h14\">AfD k&ouml;nnte in Sachsen indirekt Sperrminorit&auml;t erreichen &ndash; mithilfe eines Freien W&auml;hlers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121282#h15\">Landesmedienanstalten in einfacher Sprache<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Ein Spiegel-Komiker sieht in Ostdeutschen behinderte Tiere: Alles okay, Herr Schr&ouml;der?<\/strong><br>\nDer Comedian Florian Schr&ouml;der h&auml;lt Ostdeutsche auch f&uuml;r Schneeflocken im Mund von Wessis und schl&auml;gt Migration nach Russland vor. Muss man sich Sorgen machen? [&hellip;]<br>\nFlorian Schr&ouml;der hingegen schreibt, die Ostdeutschen w&uuml;rden seit Jahren so sanft behandelt wie &bdquo;Schneefl&ouml;ckchen, die auf der Zunge der Wessis schmelzen&ldquo;. Das ist der mit Abstand merkw&uuml;rdigste Satz, den ich &uuml;ber Ostdeutsche je gelesen habe, und ich habe sehr viele S&auml;tze &uuml;ber unsereins gelesen. Er ist leider auch ein bisschen unappetitlich. Warum liegen wir auf den Zungen von Westdeutschen, und was wird aus uns, wenn wir geschmolzen sind? Spucken sie uns aus?<br>\nSchr&ouml;der nennt Ostdeutsche gleich darauf &bdquo;Mondk&auml;lbchen, die nur Reiz und Reaktion kennen&ldquo;. Ich musste das Wort nachschauen. Als Mondk&auml;lber wurden im sp&auml;ten Mittelalter K&auml;lber mit Fehlbildungen bezeichnet, steht im Internet. Zum Gl&uuml;ck hat Schr&ouml;der nicht &uuml;ber eine andere Minderheit geschrieben, sondern nur &uuml;ber Ostdeutsche!<br>\nNachdem er diese sonderbare Passage fabriziert hatte, war Florian Schr&ouml;der offenbar sehr ersch&ouml;pft. Den Rest des Textes f&uuml;llte er mit S&auml;tzen, mit denen man jeden Ost-Hass-Text f&uuml;llen kann. Vielleicht benutzte er auch Chat-GPT oder ein anderes KI-Programm. Das Programm warf aus: Pegida, frustrierte M&auml;nner, die keine Frau abbekommen, &bdquo;Putin-Klatschvieh&ldquo; bei AfD und BSW, und ja, nat&uuml;rlich, Ostdeutsche sind mit der Freiheit &uuml;berfordert. Am Ende stand, m&ouml;glicherweise als Pointe, die W&auml;hler im Osten k&ouml;nnten ja jetzt ihre &bdquo;(Re-)Migration nach Ungarn oder Russland in Angriff nehmen&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/ein-spiegel-komiker-sieht-in-ostdeutschen-behinderte-tiere-alles-okay-herr-schroeder-li.2253435\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ministerinnen und Minister der Ampel stellen fast 1500 Strafanzeigen<\/strong><br>\nPolitikerinnen und Politiker werden verst&auml;rkt Ziel von Angriffen, viel Hass bekommt die Ampel zu sp&uuml;ren. Die Mitglieder des Kabinetts haben schon knapp 1500 Strafanzeigen gestellt, die meisten stammen von zwei Gr&uuml;nen. [&hellip;]<br>\nDie Gr&uuml;nen-Kabinettsmitglieder Robert Habeck aus dem Bundeswirtschaftsministerium und Annalena Baerbock aus dem Ausw&auml;rtigen Amt haben mit 805 respektive 513 Anzeigen weitaus am h&auml;ufigsten Beleidigungen und Bedrohungen gemeldet. [&hellip;]<br>\nHabecks Haus hatte bereits im Juli bekannt gemacht, zum damaligen Zeitpunkt mehr als 700 Anzeigen gegen die Absender von Hassnachrichten gestellt zu haben. Habeck arbeite dabei mit spezialisierten Anwaltskanzleien und der Organisation HateAid zusammen, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/ampel-minister-stellen-fast-1500-strafanzeigen-wegen-drohungen-a-182b37f8-6db2-4188-8db4-6a981da82393\">SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Es w&auml;re interessant zu erfahren, welche Qualit&auml;t die angezeigten &Auml;u&szlig;erungen haben. Es ist klar, dass Politiker sich gegen Morddrohungen und derbe Beleidigungen auch juristisch wehren k&ouml;nnen sollen. Wenn jedoch auch niederschwellige &Auml;u&szlig;erungen und &bdquo;normale&ldquo; Kritik Gegenstand von Anzeigen wird und der Steuerzahler ein ganzes Heer von Anw&auml;lten bezahlen muss, um Minister vor dieser Kritik zu sch&uuml;tzen, w&auml;re eine weitere Grenze &uuml;berschritten. Interessant w&auml;re es auch, zu erfahren, in wie vielen F&auml;llen eben jene Minister selbst wegen ihrer &Auml;u&szlig;erungen (z.B. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120692\">hier<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=111483\">hier<\/a>) verklagt wurden und wer in diesen F&auml;llen f&uuml;r die Anwaltskosten aufkommt.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Gr&uuml;nde f&uuml;r den Wahlerfolg der extremen Rechten in Deutschland<\/strong><br>\nIn den beiden ostdeutschen Bundesl&auml;ndern Th&uuml;ringen und Sachsen, in denen am 1. September gew&auml;hlt wurde, erhielt die rechtsextreme Alternative f&uuml;r Deutschland (AfD) bei einer Wahlbeteiligung von 73,5 % mehr als 30 % der Stimmen, w&auml;hrend die Parteien der Regierungskoalition (Sozialdemokraten, Gr&uuml;ne und Liberale) und die Linke eine schwere Niederlage erlitten. Links hat hingegen das Sahra Wagenknecht-B&uuml;ndnis ein gutes Ergebnis erzielt.&#8232;Dar&uuml;ber spricht Anna Polo von der italienischen Redaktion mit Reto Thumiger, Redakteur in Berlin.&#8232;Wie erkl&auml;rst Du dir dieses Wahlergebnis?&#8232;Das Wahlergebnis in Th&uuml;ringen und Sachsen ist der bisher deutlichste Ausdruck der wachsenden Unzufriedenheit der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler in Deutschland. Die fortschreitende Deindustrialisierung, die stark steigenden Lebenshaltungskosten und Energiepreise, der marode Zustand des Bildungs- und Gesundheitswesens, die immer weiter zerfallende Infrastruktur des Landes sowie die zunehmende soziale Ungleichheit und der Zerfall der Mittelschicht stehen im scharfen Kontrast zu den Milliarden, die gleichzeitig in die R&uuml;stung und Waffenlieferungen investiert werden. Das soll erst der Anfang sein, da die Bundesrepublik wieder kriegst&uuml;chtig werden soll. Es breiten sich Abstiegs&auml;ngste und die Furcht aus, dass Deutschland direkt in einen Krieg verwickelt werden k&ouml;nnte. Die Stimmung im Osten Deutschland ist besonders mies, da sich die Menschen in den Bundesl&auml;ndern der ehemaligen DDR als B&uuml;rger zweiter Klasse f&uuml;hlen und von dieser Entwicklung besonders stark betroffen sind. Doch dieses Wahlergebnis setzt lediglich den Trend fort, der bereits bei den Europawahlen sichtbar wurde, und auch die Umfragen f&uuml;r die kommenden Bundestagswahlen deuten in dieselbe Richtung, wenn auch nicht in dem Ausma&szlig; wie in Sachsen und Th&uuml;ringen.&#8232;Das Votum richtet sich sowohl gegen die jeweiligen Landesregierungen als auch gegen die Ampel-Koalition auf Bundesebene. Man muss sich vor Augen f&uuml;hren: In Sachsen kommen die drei Regierungsparteien zusammen gerade einmal auf 12,7 %, in Th&uuml;ringen sogar nur noch auf 10,4 %. Die FDP wurde regelrecht pulverisiert und ist zusammen mit den Gr&uuml;nen in beiden Landtagen nicht mehr vertreten. Nur die Sozialdemokraten haben mit M&uuml;he die 5%-H&uuml;rde &uuml;berwunden. Die Christdemokraten mussten zwar Verluste hinnehmen, sind in Sachsen aber knapp vor der AfD st&auml;rkste Kraft geblieben, w&auml;hrend sie in Th&uuml;ringen mit 10 Prozentpunkten R&uuml;ckstand hinter der AfD auf den zweiten Platz gefallen sind. Obwohl die CDU mit 16 Jahren Merkel-Regierung mindestens genauso viel Verantwortung f&uuml;r das aktuelle Desaster tr&auml;gt wie SPD, Gr&uuml;ne und FDP, ist sie mit einem blauen Auge davongekommen.&#8232;Die Strategie der etablierten Parteien, die AfD kleinzuhalten, hat offensichtlich versagt. Besonders im Osten haben die Menschen genug von der erzwungenen Wahl des kleineren &Uuml;bels nach dem Motto: &sbquo;Gebt uns eure Stimme, sonst wird es noch schlimmer.&lsquo;&#8232;Ein genauerer Blick ins Parteiprogramm zeigt, dass die AfD eindeutig eine Kriegspartei ist. Zwar pl&auml;diert sie im Ukrainekrieg f&uuml;r einen Verhandlungsfrieden, unterst&uuml;tzt jedoch gleichzeitig das Zwei-Prozent-Ziel der NATO, also die Finanzierung einer massiven Aufr&uuml;stung und die weitere starken Erh&ouml;hung des Verteidigungshaushalts &ndash; was zur Folge h&auml;tte, dass noch weniger Geld f&uuml;r Wohnungen, Schulen, Krankenh&auml;user, Infrastruktur und Sozialleistungen zur Verf&uuml;gung st&uuml;nde. Zudem bef&uuml;rwortet die AfD die NATO-Ost- und Norderweiterung sowie die Waffenlieferungen an Israel. Offensichtlich &uuml;bertrumpft in der Partei die Islamophobie den Antisemitismus. Sie ist auch eine neoliberale Partei: Es gibt keine Forderungen nach einer anderen Steuerpolitik, keine Erbschafts- oder Verm&ouml;genssteuer, und sie tritt nicht f&uuml;r eine st&auml;rkere Besteuerung h&ouml;herer Einkommen ein. Auch in der Lohn- und Rentenfrage vertritt sie nicht die Interessen der breiten Bev&ouml;lkerung. Die Gr&uuml;nde, warum die AfD gew&auml;hlt wird, stehen oft im v&ouml;lligen Widerspruch zu den tats&auml;chlichen Inhalten ihres Parteiprogramms. Diese Widerspr&uuml;che haben jedoch kaum Auswirkungen auf die Wahlentscheidung, was meines Erachtens nur durch die Irrationalit&auml;t und die kognitive Dissonanz unserer Zeit erkl&auml;rt werden kann<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pressenza.com\/de\/2024\/09\/die-gruende-fuer-den-wahlerfolg-der-extremen-rechten-in-deutschland\/\">Pressenza <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G. G.:<\/strong> Eine wirklich lesenswerte umfassende Analyse der aktuellen deutschen Politik- und Parteienlandschaft einer internationalen Journalistin<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>IPPNW: H&ouml;chste Zeit, zu verhandeln<\/strong><br>\nPutin warnt die NATO vor Krieg<br>\n&#8232;Die &auml;rztliche Friedensorganisation IPPNW warnt vor einer weiteren Eskalation des Ukrainekrieges und fordert erneut endlich Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen. Zudem solle sich die Bundesregierung f&uuml;r eine atomare Risikoreduktion einsetzen. Die Atomwaffenm&auml;chte USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich sollten auf Russland zugehen und nach dem Beispiel Chinas in ihrer Nukleardoktrin auf den Ersteinsatz von Atomwaffen verzichten. Ein Verzicht auf die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland sowie eine Initiative f&uuml;r einen Nachfolgevertrag zum INF-Vertrag k&ouml;nnte den R&uuml;stungswettlauf bei weitreichenden Waffensystemen stoppen und als vertrauensbildende Ma&szlig;nahme Waffenstillstands- und Friedensverhandlungen im Ukrainekrieg erleichtern. &#8232;Nach Medienberichten wertet Russlands Pr&auml;sident Wladimir Putin einen m&ouml;glichen ukrainischen Einsatz weitreichender westlicher Pr&auml;zisionswaffen gegen Ziele tief auf russischem Territorium als Kriegsbeteiligung der NATO. W&ouml;rtlich sagte er: &ldquo;Das wird bedeuten, dass die L&auml;nder der NATO, die USA, die europ&auml;ischen L&auml;nder mit Russland k&auml;mpfen&rdquo;.  &#8232;&bdquo;Angesichts der Eskalationsgefahren sieht die IPPNW die dringende Notwendigkeit, jetzt endlich zu Verhandlungen zu kommen. F&uuml;r alle Beteiligten ist der Zeitpunkt gekommen, sich zu Kompromissen, auch zu schmerzhaften Kompromissen durchzuringen, statt weiter den Weg der Eskalationen zu gehen&ldquo;, erkl&auml;rt IPPNW-Vorstandsmitglied Ralph Urban.&#8232;Am Mittwoch hatte die Ukraine bei Gespr&auml;chen der Au&szlig;enminister der USA und Gro&szlig;britanniens, Antony Blinken und David Lammy, offenbar gedr&auml;ngt, weitreichende Raketen auch gegen Ziele im tiefen russischen Hinterland einsetzen zu d&uuml;rfen. Der britische Premierminister Keir Starmer widersprach der Behauptung, dass eine Freigabe weitreichender Waffen f&uuml;r Angriffe tief in Russland einer Kriegsbeteiligung der NATO gleichk&auml;me.&#8232;US-Milit&auml;ranalysten vom Institute for the Study of War kritisieren, die US-Politik w&uuml;rde die Ukraine daran hindern, mit ATACMS-Raketen etwa 250 bekannte russische milit&auml;rische Ziele und paramilit&auml;rische Objekte anzugreifen. Vor diesem Hintergrund fordert der ukrainische Pr&auml;sident Wolodymyr Selenskyj, die &bdquo;Roten Linien&ldquo; des russischen Pr&auml;sidenten zu ignorieren. &#8232;&Auml;hnlich wie Putin &auml;u&szlig;erte sich auch der Vorsitzende des russischen Parlaments, Wjatscheslaw Wolodin, er deutete zudem an, dass die NATO der Ukraine bei der Auswahl von Angriffszielen in Russland helfe, milit&auml;rische Eins&auml;tze mit der ukrainischen Armee abstimme und generell der Regierung in Kiew Befehle erteile. Der russische Politologe Sergej Karaganow hat sich erneut daf&uuml;r ausgesprochen, die nukleare Einsatzschwelle zu senken und taktische Nuklearschl&auml;ge auch im Falle starker westlicher Angriffe vorzusehen.&#8232;\n<p><em>Das IPPNW-Papier &bdquo;Waffenstillstand und Friedensverhandlungen f&uuml;r die Ukraine <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/commonFiles\/pdfs\/Frieden\/Waffenstillstand_und_Frieden_Ukrainekonflikt.pdf\">finden Sie hier<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bahn verkauft DB Schenker nach D&auml;nemark<\/strong><br>\nDie Deutsche Bahn braucht Geld und will Schulden abbauen. Daf&uuml;r verkauft sie ihren wichtigsten Gewinn-Lieferanten DB Schenker. Der Zuschlag ging nun f&uuml;r 14 Milliarden Euro an den d&auml;nischen Logistikkonzern DSV.Das d&auml;nische Transportunternehmen DSV &uuml;bernimmt die Logistik-Tochter der Deutschen Bahn, DB Schenker, f&uuml;r 14,3 Milliarden Euro. Das teilten beide Seiten heute mit. Der Abschluss der Transaktion werde im Laufe des n&auml;chsten Jahres erwartet. Der Vereinbarung m&uuml;ssen die Aufsichtsr&auml;te der Unternehmen und der Bund als DB-Eigent&uuml;mer noch zustimmen. Trotz Bedenken von Arbeitnehmervertretern gilt das Ja im Bahn-Kontrollgremium als sicher.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/unternehmen\/bahn-schenker-wird-verkauft-an-dsv-100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Man k&ouml;nnte hier den ber&uuml;hmten Tafelsilber-Vergleich herausholen. Immerhin hat Schenker in den letzten beiden Jahren drei Mrd. Euro Gewinn gemacht. Ohne diese Gewinne muss die Bahn k&uuml;nftig noch mehr Schulden machen. Aber das war es noch nicht. Urspr&uuml;nglich sollte die Tochter Schenker als Stra&szlig;enlogistikunternehmen Bahn und Stra&szlig;e im G&uuml;terbereich verzahnen, so dass mehr G&uuml;ter auf die Schiene kommen. Der gesamte Schieneng&uuml;terverkehr scheint mittlerweile von der Bahn und damit der Bundesregierung (die Bahn ist ein Staatsunternehmen) aufgegeben worden zu sein. Klar, Hauptsache Erika Mustermann f&auml;hrt mit dem neuen E-Auto zum Einkaufen l&auml;sst sich eine W&auml;rmepumpe in ihr Haus einbauen, w&auml;hrend nebenan auf der Autobahn sich die 40-Tonner stauen. So retten wir &hellip; ja was eigentlich?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Wer reich bleiben will, sollte weder Schulden noch Steuern zahlen&ldquo;<\/strong><br>\nSteuern in Millionenh&ouml;he sparen &ndash; und das ganz legal? US-Soziologin Brooke Harrington wei&szlig;, welche Schlupfl&ouml;cher die Superreichen nutzen. Hier verr&auml;t sie die besten Tricks.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/finanzen\/reichtum-und-steuer-wer-reich-bleiben-will-sollte-weder-schulden-noch-steuern-zahlen\/100057396.html\">Handelsblatt (hinter Bezahlschranke)<\/a>\n<p><em><strong>Zusammenfassung durch ChatGPT:<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Im Interview beschreibt die Wirtschaftssoziologin Brooke Harrington, wie Superreiche ihr Verm&ouml;gen vor dem Staat verbergen und Steuern umgehen. Sie erkl&auml;rt, dass man f&uuml;r den Einstieg mindestens f&uuml;nf Millionen Dollar und einen guten Verm&ouml;gensverwalter braucht. Der Schl&uuml;ssel zur Steuervermeidung liegt in der Nutzung von Offshore-Finanzpl&auml;tzen wie Panama, Malta oder den Kaimaninseln. Dort k&ouml;nnen Verm&ouml;genswerte in Briefkastenfirmen, Trusts oder Stiftungen verschleiert werden, sodass es nahezu unm&ouml;glich wird, das wahre Eigentum nachzuweisen. Harrington betont, dass die Flexibilit&auml;t, etwa durch mehrere P&auml;sse und Mobilit&auml;t, entscheidend ist, um Verm&ouml;gen zu sch&uuml;tzen und rechtlichen Verpflichtungen zu entgehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Durch die Verschachtelung von Firmen und Trusts in verschiedenen L&auml;ndern wird es f&uuml;r Gl&auml;ubiger und Beh&ouml;rden schwer, Verm&ouml;genswerte zu beschlagnahmen. Sie vergleicht dies mit einer russischen Matroschka-Puppe: Jede rechtliche Struktur verbirgt das Eigentum weiter. Diese Methoden werden h&auml;ufig von Kanzleien und Verm&ouml;gensverwaltern angeboten, die daf&uuml;r hohe Geb&uuml;hren verlangen.<\/em><\/p>\n<p><em>Harrington erforscht Steuerparadiese seit vielen Jahren und hat selbst eine Ausbildung zur Verm&ouml;gensverwalterin gemacht, um Zugang zu dieser verschlossenen Welt zu bekommen. Sie betont, dass die meisten dieser Methoden legal sind oder sich zumindest in rechtlichen Grauzonen bewegen. Trotz der Enth&uuml;llungen durch Leaks wie die Panama Papers gibt es nur wenige Strafverfolgungen, da viele der Verantwortlichen selbst vom System profitieren. Harrington warnt, dass Steuermissbrauch weiter zunehmen wird, da die rechtlichen Rahmenbedingungen sich nur langsam &auml;ndern.<\/em><\/p>\n<p><em>Letztlich sieht sie gesellschaftliche Verurteilung und Stigmatisierung als einen m&ouml;glichen Weg, um den Superreichen beizukommen. Ihrer Meinung nach legen diese gro&szlig;en Wert auf ihre Reputation und k&ouml;nnten durch &ouml;ffentliche Kritik verwundbar gemacht werden. Sie nennt das Beispiel von Donald Trump, der offen mit seiner Steuervermeidung prahlte, aber dennoch politische Erfolge feierte.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>VW-Aufsichtsratschef fordert weichere CO2-Ziele<\/strong><br>\nVW-Aufsichtsratschef Hans Dieter P&ouml;tsch hat die EU zur Lockerung der bisherigen CO&#8322;-Flottenziele f&uuml;r die Autobauer aufgefordert. &bdquo;Wir wissen heute, dass die Nachfrage nach Elektroautos in Europa weit hinter den Erwartungen zur&uuml;ckbleibt&ldquo;, sagte P&ouml;tsch, der auch Vorstandsvorsitzender der Porsche Automobil Holding ist, laut Redemanuskript auf den &bdquo;Wiener Elektrotagen&ldquo;. &bdquo;Die Elektromobilit&auml;t wird sich durchsetzen, aber es wird mehr Zeit brauchen. Deshalb m&uuml;ssen die CO&#8322;-Ziele f&uuml;r 2025, 2030 und 2035 adjustiert und an die Realit&auml;t angepasst werden.&ldquo;<br>\nHintergrund ist der Stufenplan der EU zur Senkung des CO&#8322;-Aussto&szlig;es von Neuwagen. Die Flottenziele der einzelnen Hersteller, die im Durchschnitt aller Neuwagen erreicht werden sollen, sinken 2025 um 15 Prozent. Erreichen l&auml;sst sich das nach Einsch&auml;tzung der Branche nur mit mehr Elektroautos, die den Durchschnitt dr&uuml;cken. Wird das Ziel verfehlt, drohen hohe Strafzahlungen. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Die Politik hat der Industrie Vorgaben gemacht, ohne dass die notwendige Infrastruktur vorhanden gewesen w&auml;re und ohne dar&uuml;ber nachzudenken, ob die Kundinnen und Kunden da mitmachen&ldquo;, kritisierte P&ouml;tsch. Damit sich die E-Mobilit&auml;t durchsetzen k&ouml;nne, brauche es mehr &ouml;ffentliche Unterst&uuml;tzung. Stattdessen w&uuml;rden die Menschen durch Debatten &uuml;ber Elektro und Verbrenner verunsichert. &bdquo;Wir brauchen in Europa aber Klarheit und Verl&auml;sslichkeit.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/unternehmen\/vw-aufsichtsratschef-hans-dieter-poetsch-fordert-weichere-co-ziele-19980794.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=120760\">Autoland ist abgebrannt<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121020#h12\">Anteilseigner Niedersachsen ruft zum Ausbau der Elektromobilit&auml;t auf<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Das Zwangsgeld<\/strong><br>\nOhne R&uuml;cksicht auf die W&uuml;nsche vieler B&uuml;rger werden digitale Zahlungssysteme im &ouml;ffentlichen Raum durchgesetzt. Das Bargeldsystem droht zu kollabieren.&#8232;Die &Auml;lteren von uns erinnern sich noch: Fr&uuml;her wurde man nicht bei jedem Einkauf im Supermarkt gefragt, ob man bar oder mit Karte zahlen will. Das Leben war einfacher. Diese Zust&auml;nde k&ouml;nnten schon bald zur&uuml;ckkehren &mdash; allerdings mit umgekehrten Vorzeichen. Keiner wird Sie mehr fragen, ob es Ihnen lieber w&auml;re, elektronisch zu zahlen. Man wird Ihnen diese Zahlungsmethode einfach aufzwingen. Wer &bdquo;ohne&ldquo; unterwegs ist, wird bestimmte Waren und Dienstleistungen einfach nicht mehr erhalten. Dieser Prozess hat l&auml;ngst begonnen: Nicht nur Gesch&auml;fte im Einzelhandel, auch der Nahverkehr und andere kommunale Einrichtungen gehen dazu &uuml;ber, Bargeld abzulehnen. Damit setzt der Staat das einzige etablierte freie Zahlungssystem aufs Spiel. Dabei liegen die Vorteile von M&uuml;nzen und Scheinen auf der Hand. Sie wirken &bdquo;inklusiv&ldquo; &mdash; ein Wert, auf den die Politik in anderem Zusammenhang so viel Wert legt. Niemand wird ausgegrenzt. Weder Senioren noch Kinder, die im Umgang mit neuer Technik vielleicht nicht geschickt sind. Auch nicht Menschen, f&uuml;r die das Bargeld ein Teil ihres Lebensstils und ihrer politischen &Uuml;berzeugung ist. Bei Bargeldzahlung werden die Kaufvorg&auml;nge nicht dokumentiert und f&uuml;r die Ewigkeit gespeichert. Es l&auml;sst sich kein Profil &uuml;ber den K&auml;ufer erstellen, weder aus kommerziellen noch aus politischen Gr&uuml;nden. Gerade das, was aus unserer Sicht Vorteile des alten Systems sind, werten interessierte Kreise aber mit unter als l&auml;stigen Mangel, den es zu beseitigen gilt.&#8232;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manova.news\/artikel\/das-zwangsgeld\">Manova<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>US-Mittelstreckenraketen machen Deutschland zum Angriffsziel<\/strong><br>\nDer Bundeskanzler hat angek&uuml;ndigt, dass nach einer Vereinbarung mit den USA ab 2026 US-Marschflugk&ouml;rper, Hyperschallwaffen und Raketen in Deutschland stationiert werden sollen. Diese Waffen k&ouml;nnen auch mit nicht atomaren Sprengk&ouml;pfen aufgrund modernster Technik pr&auml;zise und mit hoher Sprengkraft ihre Ziele weit in Russland treffen. Raketen sind Magneten &ndash; sie machen Deutschland zu einem strategischen Angriffsziel.&#8232;Die Bundesregierung spricht von einer &raquo;F&auml;higkeitsl&uuml;cke&laquo;, die zu schlie&szlig;en sei. Russland besitzt zwar ein breites Spektrum von Kurz- und Mittelstreckenraketen, Hyperschallwaffen und Marschflugk&ouml;rpern. Allerdings sind nach Expertenmeinung die Luft- und Seestreitkr&auml;fte der Nato denen Russlands &uuml;berlegen, und die Behauptung einer &raquo;F&auml;higkeitsl&uuml;cke&laquo; &uuml;berzeugt nicht. Die USA werden die neuen Waffensysteme im Rahmen ihrer &raquo;Multi-Domain Task Force&laquo; (MDTF) in Deutschland stationieren. US-Mitteltreckenraketen in Westeuropa zielen auf Moskau, russische zielen auf Westeuropa, nicht auf Washington. Die USA haben 2017 mit der Aufstellung der MDTF begonnen, Stationierungspl&auml;ne f&uuml;r Deutschland sind bereits seit 2021 bekannt und keine Reaktion auf den Ukrainekrieg. [&hellip;]<br>\nNur 5 Jahre nach der K&uuml;ndigung wird jetzt bilateral von Deutschland und den USA bekannt gegeben, dass ab 2026 wieder US-Mittelstreckenraketen bei uns stationiert werden, die Ziele weit in Russland treffen k&ouml;nnen. Weil die USA diese Raketen nur in Deutschland stationieren, wird das Risiko &ndash; anders als im Nato-Doppelbeschluss von 1979 &ndash; nicht von europ&auml;ischen Partnern geteilt. So machen die Raketen Deutschland im Spannungsfall zu einem bevorzugten Angriffsziel. All dies geschieht vor dem Hintergrund des Ukrainekriegs, der bereits f&uuml;r sich die Gefahr eines Atomkriegs in Europa aktualisiert hat.&#8232;Die IPPNW stellt sich deshalb entschieden gegen die Stationierung neuer Mittelstreckensysteme in Deutschland. Von der Bundesregierung fordern wir, sich f&uuml;r die Wiederaufnahme von Abr&uuml;stungs-verhandlungen einzusetzen, insbesondere f&uuml;r ein Nachfolgeabkommen f&uuml;r den INF-Vertrag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nd-aktuell.de\/artikel\/1185188.ruestung-us-mittelstreckenraketen-machen-deutschland-zum-angriffsziel.html\">Ralph Urban im ND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Entwicklungshilfe in Afrika: Wem n&uuml;tzt der Aktivismus der Helferindustrie?<\/strong><br>\nUnser Autor konnte mehrere Jahre als deutscher Botschafter in Afrika die ern&uuml;chternden Ergebnisse der Entwicklungshilfe beobachten. Mit seiner Kritik ist er nicht allein. [&hellip;]<br>\nDen Aktivismus der guten Gesinnung muss ich jedoch mit einem Fragezeichen versehen. Die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte werden nicht zur Kenntnis genommen. Unsere Gaben l&ouml;sen tiefgreifende gesellschaftliche Grundprobleme nicht. Sie schaffen jedoch eine Wohlfahrtsmentalit&auml;t. &bdquo;Hilfe zur Selbsthilfe&ldquo; wird zur hohlen Phrase. Dem verheerenden Denken wird weiter Vorschub geleistet, mehr Geld f&uuml;r Afrika bedeute mehr Entwicklung. In allen L&auml;ndern, in denen ich t&auml;tig war, hatte die GTZ (heute GIZ) M&uuml;he, &uuml;berhaupt gen&uuml;gend sinnvolle Projekte zu finden, um die Mittel loszuwerden. Der stetige Mittelzuwachs ist zu einem Zwangskorsett geworden, weil die Mittel ausgegeben werden m&uuml;ssen, sonst verfallen sie.<br>\nLeider wird die Frage, ob Hilfe auch schaden kann, selten gestellt. Welche Hilfsorganisation hat sich schon einmal Gedanken dar&uuml;ber gemacht, in einem &uuml;berschaubaren Zeitraum nicht mehr zu existieren? Sie wollen sich nie wieder entbehrlich machen. Das Afrika-Bild wird von den sich selbst erhaltenden Hilfswerken und Helfern, die die Hilfe als Lebensjob betreiben, gepr&auml;gt.<br>\nElend als Ressource<br>\nIn &uuml;ber 50 Jahren sind rund zwei Billionen US-Dollar Entwicklungshilfe auf den afrikanischen Kontinent geflossen. Trotzdem werden die Minimalziele nicht einmal ann&auml;hernd erreicht. Die internationale Hilfsindustrie ist personell und finanziell gigantisch. Ich und viele meiner Kollegen haben aus eigener Anschauung den Eindruck: In manchen Staaten gibt es mehr Hilfsorganisationen als Firmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/entwicklungshilfe-in-afrika-wem-nuetzt-der-aktivismus-der-helferindustrie-li.2253163\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Eine Klimakonferenz im Zwangsfrieden<\/strong><br>\nAserbaidschans Herrscher inszeniert sich vor der COP-29 als Friedensstifter. Doch er h&auml;lt den Konflikt mit Armenien am K&ouml;cheln.<br>\nDie Umweltkonferenz der Vereinten Nationen (COP-29) in diesem Jahr findet kommenden November in Aserbaidschan statt &ndash;paradoxerweise wie die COP 28 in Dubai also in einem Land, dessen Haupteinnahmenquelle die F&ouml;rderung fossiler Energie ist. [&hellip;]<br>\nVon der COP-29 erhofft sich Alijew in erster Linie Gewinne politischer Natur. Seit Beginn der 1990er Jahre wird Aserbaidschan eisern von seiner Familie regiert. Wahlen sind wie in jeder Autokratie voraussehbar: Vergangenen Februar wurde Ilham Alijew etwa mit &uuml;ber 92 Prozent der Stimmen f&uuml;r f&uuml;nf weitere Jahre im Amt best&auml;tigt. Justiz, Parteien und Presse unterstehen seiner strikten Kontrolle; Opposition sowie die Zivilgesellschaft werden unterdr&uuml;ckt. Der Europarat prangert das Regime in Baku der ungez&uuml;gelten Korruption an. Laut Forschern der Menschenrechtsorganisation Freedom House &uuml;bertrifft Aserbaidschan jetzt Weissrussland als Europas repressivster Staat.<br>\nDass die COP-29 dennoch in Baku stattfindet, d&uuml;rfte Ilham Alijew als pers&ouml;nlichen Triumph empfinden. N&auml;chsten November wird er als Gastgeber n&auml;mlich f&uuml;hrende Politiker aus aller Welt auf Augenh&ouml;he begr&uuml;ssen und sein Land nicht als Paria, sondern als respektables Mitglied der Weltgemeinschaft pr&auml;sentieren k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/eine-klimakonferenz-im-zwangsfrieden\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>St&auml;ndiger Krieg<\/strong><br>\nIsraels &raquo;Schicksal&laquo;: Fortgesetzte Aberkennung pal&auml;stinensischer Staatlichkeit bietet dauerhaft Anlass f&uuml;r milit&auml;rische Eins&auml;tze.<br>\nWenn israelische Milit&auml;rs und Politiker vom &raquo;Rasenm&auml;hen&laquo; sprechen, geht es in der Regel nicht um Gartenarbeit. Am vorigen Mittwoch trat Verteidigungsminister Joaw Gallant, der als kritischer Gegenspieler von Premierminister Benjamin Netanjahu in der Likud-Partei gilt, nach einer Lageberatung mit hochrangigen Offizieren vor die Presse. Die seit dem 28. August im besetzten Westjordanland laufende &raquo;Operation Sommerlager&laquo; der israelischen Streitkr&auml;fte (IDF) rechtfertigte Gallant bei dieser Gelegenheit als &raquo;Angriff, um dem Terror vorzubeugen&laquo;. &raquo;Wir m&auml;hen den Rasen, aber es wird auch der Moment kommen, wenn wir die Wurzeln ausrei&szlig;en; das muss getan werden&laquo;, zitierte die Onlinetageszeitung Times of Israel den Minister. Die &raquo;Terrororganisationen&laquo; in den St&auml;dten Dschenin und Tulkarem, in den Fl&uuml;chtlingslagern Nur Schams und Far&rsquo;a m&uuml;ssten &raquo;ausgel&ouml;scht&laquo; werden. &raquo;Jeder Terrorist muss eliminiert werden&laquo;, oder &raquo;Wenn sie sich ergeben, nehmt sie fest.&laquo; Im bisherigen Verlauf der &raquo;Operation Sommerlager&laquo; t&ouml;teten die IDF nach eigenen Angaben mehr als 30 bewaffnete Pal&auml;stinenser, darunter die &ouml;rtlichen Leiter von Hamas und &raquo;Islamischem Dschihad&laquo; in Dschenin und in der Region Tulkarem. Insgesamt wurden seit dem 7. Oktober 2023 nach Angaben des pal&auml;stinensischen Gesundheitsministeriums mindestens 670 Bewohner der Westbank get&ouml;tet, w&auml;hrend die israelischen &raquo;Sicherheitskr&auml;fte&laquo; bei K&auml;mpfen sechs Angeh&ouml;rige verloren. Es ist das aggressivste und umfangreichste Vorgehen der IDF auf der besetzten Westbank seit der &raquo;Operation Schutzschild&laquo; im Fr&uuml;hjahr 2002.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/483635.israels-schicksal-st%C3%A4ndiger-krieg.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Kuba steht mit dem R&uuml;cken zur Wand&laquo;<\/strong><br>\nKubaner k&auml;mpfen seit 62 Jahren gegen US-Embargo. Versorgungslage aktuell schwierig. Solidarit&auml;tskampagne startet. Ein Gespr&auml;ch mit Jutta Kausch.<br>\nDie v&ouml;lkerrechtswidrige Blockade gegen den karibischen Inselstaat Kuba besteht nun bereits seit 62 Jahren. In Berlin startet Ihre j&auml;hrliche Kampagne f&uuml;r das Ende des von den USA initiierten Embargos. Wie ist die wirtschaftliche Situation vor Ort?<br>\nDie Blockade ist umfassend und der prim&auml;re Grund f&uuml;r die heutige prek&auml;re Situation in Kuba. Oder wie die Kubaner sagen: Die Lage ist &raquo;sehr komplex&laquo;. Kuba befindet sich &ndash; seit der sozialistische Rat f&uuml;r gegenseitige Wirtschaftshilfe auseinanderfiel &ndash; in einer permanenten Ausnahmesituation. Nach wie vor h&auml;lt Kuba an seinem Vorhaben fest, eine sozialistische Gesellschaft aufzubauen. Allen Menschen eine gesundheitliche Versorgung zu gew&auml;hrleisten, Bildung f&uuml;r alle zu erm&ouml;glichen, die Grundbed&uuml;rfnisse wie Wohnen und Essen zu befriedigen, das ist das erkl&auml;rte Ziel. Daf&uuml;r braucht es ein hohes Ma&szlig; an Gestaltungswillen und Visionen, aber auch eine stabile wirtschaftliche Situation. Und dass es die nicht gibt, daran arbeiten die USA seit 1960 kontinuierlich.<br>\nWelche konkreten Auswirkungen hat das Embargo f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung?<br>\nAls die Coronapandemie die Welt ins Chaos st&uuml;rzte und weltweite Solidarit&auml;t gefragt war, war das f&uuml;r die USA ein willkommener Anlass, die Sanktionen gegen Kuba noch einmal zu versch&auml;rfen. Aber Kuba nahm diese Herausforderung an, entwickelte seine eigenen Impfstoffe, schickte &Auml;rzte dorthin, wo sie gebraucht wurden, zeigte sich solidarisch. Der Tourismus, eine der wichtigsten Einnahmequellen, versiegte und hat sich bis heute nicht wieder g&auml;nzlich erholt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/483628.unblock-cuba-kuba-steht-mit-dem-r%C3%BCcken-zur-wand.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>AfD k&ouml;nnte in Sachsen indirekt Sperrminorit&auml;t erreichen &ndash; mithilfe eines Freien W&auml;hlers<\/strong><br>\nMatthias Berger holte in Sachsen ein Direktmandat f&uuml;r die Freien W&auml;hler &ndash; ob er in den Landtag will, hielt er aber offen. Nun nimmt er sein neues Amt offenbar an, mit m&ouml;glichen Folgen f&uuml;r die Mehrheitsverh&auml;ltnisse. [&hellip;]<br>\nEr wirbt daf&uuml;r, auch mit der AfD zu reden. &raquo;Dieses ganze AfD-Bashing ist schlechter Stil&laquo;, sagte er dem SPIEGEL . &raquo;Mir war schon immer egal, wie die Leute rechts oder links von mir abgestimmt haben, weil es um die Sache geht.&laquo; Wenn ein guter Vorschlag von der AfD komme, bleibe es ein guter Vorschlag, so Berger. Er w&uuml;rde den Rechtsextremen entsprechend auch zur Sperrminorit&auml;t zu verhelfen, sagte er: &raquo;Dann bin ich halt der H&uuml;ter der Verfassung, wenn es im Zweifel auf meine Stimme ankommt.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/afd-koennte-in-sachsen-indirekt-sperrminoritaet-erreichen-mithilfe-eines-freien-waehlers-a-ce9d47c9-d102-4baf-904b-a434f99e5edd\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Was f&uuml;r ein kruder Artikel. Da rechnet der SPIEGEL einfach einen Politiker der Freien W&auml;hler, der sich nicht am AfD-Bashing beteiligen will, der AfD zu.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Landesmedienanstalten in einfacher Sprache<\/strong><br>\nManchmal kriegen Privatmedien einen Brief. In dem steht dann, dass sie etwas anders schreiben m&uuml;ssen, als sie geschrieben haben. Dieser Brief kommt von der Landesmedienanstalt. Die ist vom Staat erfunden worden. Sagt aber was anderes.<br>\nPaul Schreyer ist ein Journalist. Sein Magazin hei&szlig;t Multipolar. Das gibt es nur online. Online bedeutet im Internet. Paul Schreyer hat einen Brief bekommen. Von der Landesmedienanstalt aus Nordrhein-Westfalen. Nordrhein-Westfalen ist ein deutsches Bundesland. Die Landesmedienanstalt forderte Paul Schreyer auf, an verschiedenen Texten in seinem Magazin etwas zu ver&auml;ndern. Weil sie nicht richtig sein sollen. Aber die Landesmedienanstalt sagt nicht, wie es richtig geht. Sie wei&szlig; es selbst nicht. Denn sie ist kein Journalist. Sie soll nur Journalisten &uuml;berwachen. Aber nur die, die in Privatmedien arbeiten.<br>\nPrivatmedien sind das Gegenteil von &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien. &Ouml;ffentlich-rechtlichen Medien, ARD und ZDF zum Beispiel, schreiben die Landesmedienanstalten keine Briefe. &Ouml;ffentlich-rechtliche Medien werden von Beitr&auml;gen bezahlt, die jeder B&uuml;rger zahlen muss. Das sind aber keine Zwangsgeb&uuml;hren. Wer das sagt, ist ein b&ouml;ser Mensch. Die Landesmedienanstalten werden auch von den Beitr&auml;gen bezahlt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/overton-magazin.de\/hintergrund\/kultur\/landesmedienanstalten-in-einfacher-sprache\/\">Overton<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-121282","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/121282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=121282"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/121282\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121285,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/121282\/revisions\/121285"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=121282"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=121282"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=121282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}