{"id":121506,"date":"2024-09-19T09:32:33","date_gmt":"2024-09-19T07:32:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121506"},"modified":"2024-09-20T09:45:22","modified_gmt":"2024-09-20T07:45:22","slug":"bundesregierung-zur-pager-massenexplosion-im-libanon-voelkerrechtliche-bewertung-nicht-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121506","title":{"rendered":"Bundesregierung zur Pager-Massenexplosion im Libanon: V\u00f6lkerrechtliche Bewertung nicht m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"<p>Die mutma&szlig;lich vom israelischen Geheimdienst am 17. September gleichzeitig zur Explosion gebrachten Pager-Kommunikationsmittel im Libanon, denen &uuml;ber 2.800 Personen zum Opfer fielen, darunter auch Kinder und Diplomaten, war zentrales Thema bei der aktuellen Bundespressekonferenz. Die Bundesregierung wollte dazu grunds&auml;tzlich nicht Stellung nehmen, da man vorgeblich keine eigenen Informationen h&auml;tte und sich daher &bdquo;nicht an irgendwelchen Spekulationen&ldquo; beteiligen wolle. Die <em>NachDenkSeiten<\/em> wollten in Folge wissen, ob die Bundesregierung den Vorgang grunds&auml;tzlich, unabh&auml;ngig vom tats&auml;chlichen T&auml;ter, als Terrorakt bezeichnet und ob sie alle Hisbollah-Mitglieder, also auch die Parlamentsabgeordneten und Minister, als &bdquo;Terroristen&ldquo; bewertet. Von <strong>Florian Warweg<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" frameborder=\"0\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/c81otSCbltE\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><strong>Auszug aus dem Wortprotokoll der Regierungspressekonferenz vom 18. September 2024 zur Thematik der Pager-Explosionen im Libanon<\/strong><\/p><p><strong>Frage Pentz (Korrespondent ARD-Hauptstadtstudio)<\/strong><br>\nIch w&uuml;rde gerne wissen, wie die Bundesregierung allgemein diese&nbsp;Pager-Explosion&nbsp;bewertet. Sollte sich herausstellen, dass Israel da in irgendeiner Art und Weise involviert ist, was w&uuml;rde das konkret f&uuml;r die deutsch-israelischen Beziehungen bedeuten?<\/p><p><strong>Vize-Regierungssprecher B&uuml;chner<\/strong><br>\nNach jetzigem Stand kann ich dazu erst einmal sagen, dass wir Medienberichte dazu zur Kenntnis genommen haben, aber dass wir uns nach dem Stand von hier und heute nicht an irgendwelchen Spekulationen beteiligen werden.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Pentz<\/strong><br>\nWie bewerten Sie denn, was da passiert ist? Es gab ja mehrere Opfer einer Terrororganisation, aber auch zivile Opfer. War das ein legitimer Akt gegen eine Terrororganisation, oder war das nicht in Ordnung? Wie sieht die Bundesregierung das?<\/p><p><strong>B&uuml;chner<\/strong><br>\nIch komme zur&uuml;ck auf den Satz, den ich gerade gesagt habe, dass ich mich jetzt hier nicht an Spekulationen beteilige.<\/p><p><strong>Deschauer (AA)<\/strong><br>\nAuch da kann ich vielleicht ganz grunds&auml;tzlich sagen: Ich kann mich dem anschlie&szlig;en, was der stellvertretende Regierungssprecher gesagt hat. Wir haben entsprechende Berichte ebenfalls gesehen und zur Kenntnis genommen. Wir haben keine eigenen Erkenntnisse, die wir hier mit Ihnen teilen k&ouml;nnten, vorliegen. Die sind aber immer auch relevant, um eine entsprechende Einordnung, auch eine v&ouml;lkerrechtliche Einordnung, vornehmen zu k&ouml;nnen. &ndash; Das w&auml;re die Antwort auf Ihre Frage, weswegen wir das von dieser Stelle aus nicht tun k&ouml;nnen.<\/p><p><strong>Frage Dr. Rinke (Reuters)<\/strong><br>\nMeine Frage richtet sich an Frau Kock und Herrn Stempfle, n&auml;mlich was die Auswirkungen f&uuml;r Deutschland angeht. Wenn Pager so manipuliert werden k&ouml;nnen, was hei&szlig;t das eigentlich f&uuml;r die Ausr&uuml;stung der Angestellten des Bundes, egal ob Soldaten, Sicherheitsbeh&ouml;rden oder Politiker? Muss man jetzt die ganze Lieferkette &uuml;berwachen, um sicherzustellen, dass an keiner Stelle zum Beispiel Sprengstoff eingebaut werden kann?<\/p><p><strong>Stempfle (BMVg)<\/strong><br>\nEs gibt nat&uuml;rlich schon Ma&szlig;nahmen, die gelten. Die Endger&auml;te sind im Rahmen der Lieferung durch besondere Ma&szlig;nahmen so gesichert, dass Manipulationen erkannt werden. Darauf wird grunds&auml;tzlich geachtet. Dar&uuml;ber hinaus gibt es bei uns im Haus nat&uuml;rlich Sensibilisierungsma&szlig;nahmen. Jeder und jede ist angehalten, dienstliche IT nicht unbeaufsichtigt zu lassen &ndash; solche Dinge. Wenn doch einmal etwas auffallen sollte, dann gibt es nat&uuml;rlich sofort die Aufforderung, das pr&uuml;fen zu lassen. Dann gibt es forensische Analysen etc. Diese Ma&szlig;nahmen haben wir sowieso.<\/p><p>Vielleicht noch ein Satz zu der Lieferkette: Die Lieferkette ist der Institution bei uns im Haus, die daf&uuml;r zust&auml;ndig ist, bekannt. Da werden auch die Unterauftragnehmer benannt. Da wird es im Einzelfall auch Genehmigungen geben, damit alles seinen rechten Gang geht. Eine zentrale Beschaffung von Pager-Systemen bei uns gibt es in der Bundeswehr nicht. Ob es jemals eine Einzelfallbestellung gab, kann ich nicht beurteilen. Aber eine zentrale Beschaffung gibt es nicht.<\/p><p><strong>Dr. Kock (BMI)<\/strong><br>\nDas hat mein Kollege Herr Stempfle so gut ausgef&uuml;hrt, dem kann ich mich vollumf&auml;nglich anschlie&szlig;en.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Dr. Rinke<\/strong><br>\nHerr Stempfle, Sie haben jetzt die Lieferkette erw&auml;hnt. Aber mir ging es darum &ndash;&nbsp;abgesehen von den Vertr&auml;gen und Ihrer Kenntnis, wer da die Subkontraktoren sind&nbsp;-, ob Sie &uuml;berlegen, dass Sie m&ouml;glicherweise auch noch die einzelnen Schritte &uuml;berwachen m&uuml;ssen. Denn ich nehme einmal an &ndash;&nbsp;hier gab es ja auch Vertr&auml;ge; das sagt ja auch die Firma aus Taiwan&nbsp;-, dass diese Produkte normal geliefert wurden, und an irgendeiner Stelle gab es aber h&ouml;chstwahrscheinlich eine Unterbrechung der Lieferkette, an der dann Manipulationen vorgenommen wurden. K&ouml;nnten Sie das eigentlich erkennen? Haben Sie so viel &Uuml;berblick &uuml;ber die Lieferkette?<\/p><p><strong>Stempfle (BMVg)<\/strong><br>\nIch habe jetzt das gesagt, was ich sagen kann. Es gibt Ma&szlig;nahmen, die nat&uuml;rlich auch den Bereich der milit&auml;rischen Sicherheit betreffen. Die will ich hier nicht nennen. Die Ma&szlig;nahmen, die ich nennen kann, habe ich genannt.<\/p><p><strong>Frage Jung (jung&amp;naiv)<\/strong><br>\nIch habe noch eine Lernfrage: Wenn Hunderte Pager zeitgleich explodieren und Tausende Menschen &ndash;&nbsp;davon viele Unschuldige&nbsp;&ndash; verletzt und einige get&ouml;tet werden, ist das aus Sicht der Bundesregierung ein Terrorakt? Wir wissen ja noch nicht, wer es war. Oder kommt es darauf an, wer es war, um zu sagen, ob das ein Terrorakt war?<\/p><p><strong>Deschauer (AA)<\/strong><br>\nHerr Jung, ich gehe jetzt nicht auf die Einzeldetails Ihrer Fragestellung ein, sondern verweise noch einmal auf das, was ich sagte. Die Bundesregierung &ndash;&nbsp;das hat der stellvertretende Regierungssprecher gesagt; ich habe das gesagt&nbsp;&ndash; hat entsprechende Berichterstattung zur Kenntnis genommen, aber keine eigene Erkenntnis, die wir hier mit Ihnen teilen k&ouml;nnen. Diese ist aber notwendig, um eine entsprechende Einordnung bzw. Bewertung einschlie&szlig;lich der v&ouml;lkerrechtlichen Bewertung vorzunehmen. Das k&ouml;nnen wir von dieser Stelle aus leider nicht tun.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Jung<\/strong><br>\nIn der Vergangenheit haben Sie sonst immer auch vor einer Eskalation im Nahen Osten gewarnt &ndash; jetzt aber zwischen Libanon und Israel heute bisher nicht. Warum nicht?<\/p><p><strong>Deschauer (AA)<\/strong><br>\nDas eine schlie&szlig;t das andere nicht aus. Sie fragten ja gerade nach einer Bewertung als terroristischer Akt. Darauf habe ich Ihnen geantwortet, dass das eine v&ouml;lkerrechtliche Bewertung w&auml;re, die ich aufgrund der Erkenntnislage von dieser Bank aus nicht vornehmen kann. Das andere ist eine politische Einordnung, die wir nat&uuml;rlich seit Beginn dieser Auseinandersetzungen und der sehr schwierigen Lage weiter so sehen. Die Lage gerade im Norden Israels und an der Grenze an der Blue Line ist extrem angespannt. Wir betrachten das fortgesetzt mit sehr gro&szlig;er Sorge und fordern alle Beteiligten in dieser Situation auf, zur Deeskalation beizutragen. Das hat die Au&szlig;enministerin k&uuml;rzlich auch in der Region noch einmal betont. Das machen wir auch von dieser Bank.<\/p><p><strong>Frage J&auml;ckels (ND)<\/strong><br>\nSie sagen, Sie wollen sich jetzt nicht an Spekulationen beteiligen. Aber es m&uuml;ssten ja keine Spekulationen sein. Deutschland ist einer der engsten Partner Israels. Auch die Geheimdienste arbeiten eng zusammen. Gab es bisher irgendwelche Gespr&auml;che mit den israelischen Partnern, um eine Best&auml;tigung oder eine Entkr&auml;ftung der Vorw&uuml;rfe zu suchen?<\/p><p><strong>B&uuml;chner<\/strong><br>\nMir ist dazu nichts bekannt. Ich m&ouml;chte aber allgemein noch einmal das unterst&uuml;tzen, was Frau Deschauer gerade gesagt hat. Wir sehen, dass es im Nahen Osten eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r eine Eskalation gibt. Die ist weiter sehr real. Daran sollte niemand Interesse haben. Die Bundesregierung setzt sich mit ihren Partnern weiter intensiv daf&uuml;r ein, eine Eskalation und einen regionalen Fl&auml;chenbrand zu verhindern.<\/p><p>Die Bundesregierung hat gemeinsam mit den Partnern in der EU und den G7-Staats- und -Regierungschefs und -chefinnen im &Uuml;brigen immer schon deutlich gemacht, dass sie &uuml;ber die Lage an der israelisch-libanesischen Grenze sehr besorgt ist. Die Menschen auf beiden Seiten der Grenze sollten dort ohne Angst um ihr Leben friedlich leben k&ouml;nnen. Mehr denn je kommt es jetzt darauf an, diese destruktive Spirale der Gewalt zu durchbrechen, Spannungen abzubauen und sich konstruktiv f&uuml;r die Deeskalation einzusetzen. Das kann nur auf diplomatischem Weg erfolgen. Insofern kann ich das nur unterst&uuml;tzen und verst&auml;rken.<\/p><p><strong>Zusatz J&auml;ckels<\/strong><br>\nSie haben jetzt meine Frage nicht beantwortet, ob es diesbez&uuml;glich Kontakt zur israelischen Regierung oder zum israelischen Geheimdienst gab.<\/p><p><strong>B&uuml;chner<\/strong><br>\nMir ist dazu nichts bekannt.<\/p><p><strong>Zusatzfrage J&auml;ckels<\/strong><br>\nMeine zweite Nachfrage w&auml;re, ob Sie diese offenbar menschenrechtswidrige Attacke trotzdem verurteilen, egal ob Sie wissen, wer das war oder nicht. Dass sie v&ouml;lkerrechtswidrig ist, ist ja anhand der Berichte, die wir gesehen haben, schon bekannt.<\/p><p><strong>B&uuml;chner<\/strong><br>\nIch habe vorhin schon gesagt, dass ich mich jetzt nicht an irgendwelchen Spekulationen beteilige, und dabei bleibe ich.<\/p><p><strong>Frage Nehls (freier Journalist, zuvor WDR)<\/strong><br>\nIch versuche es auch noch einmal. Es gibt ja nicht nur Zeitungs-, Radio- und Fernseh-, also Medienberichte&nbsp;&ndash; die Sie nicht kommentieren, wie ausdr&uuml;cklich gesagt wurde, auch von Frau Deschauer. Aber in Ihrer Morgenbesprechung ist ja m&ouml;glicherweise auch die eine oder andere Erkenntnis von deutschen und anderen Nachrichtendiensten auf den Tisch gekommen. Haben die zumindest den Vorgang best&auml;tigt? K&ouml;nnte uns das zu einer differenzierten Aussage verhelfen, ob es nun ein Cybercrime, ein terrorverd&auml;chtiger Akt oder eine ganz blo&szlig;e Selbstverteidigung war&nbsp;&ndash; unterstellt, es war doch ein Staat, der diese ver&uuml;bt hat? Vielleicht k&ouml;nnen Sie uns da auf die Spr&uuml;nge helfen.<\/p><p><strong>B&uuml;chner<\/strong><br>\nAuch diesen Versuch verstehe ich nat&uuml;rlich. Aber Sie wissen ja genau, dass ich, selbst wenn nachrichtendienstliche Erkenntnisse zu irgendeinem Fall vorliegen, diese hier nie teilen w&uuml;rde, weil sie ja geheim sind.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Nehls<\/strong><br>\nDann bleibe ich trotzdem bei den m&ouml;glichen geheimen Quellen: Gibt es denn Hinweise&nbsp;&ndash; was wir auch schon vernehmen konnten, und zwar wiederum aus den Medien, aber mit Zitat amerikanischer Nachrichtendienste&nbsp;-, dass diese manipulierten Pager&nbsp;&ndash; wie und womit auch immer sie manipuliert wurden&nbsp;&ndash; nicht direkt aus Taiwan kamen, sondern aus Ungarn und dort auch produziert wurden? Dann h&auml;tte das ja auch eine EU-Variante. Hat das m&ouml;glicherweise Weiterungen, oder ist Ihnen das schon wieder zu hypothetisch?<\/p><p><strong>B&uuml;chner<\/strong><br>\nDas w&auml;re sozusagen eine Spekulation innerhalb der Spekulation. Deshalb kann ich auch dazu nichts sagen.<\/p><p><strong>Frage Warweg<\/strong><br>\nFrau Deschauer, habe ich Sie richtig verstanden, dass die Bundesregierung nicht grunds&auml;tzlich von einem Terrorakt spricht, wenn&nbsp;&ndash; das ist ja der Status quo; so weit ist der Wissensstand ja&nbsp;&ndash; Tausende von Pagern zur Explosion gebracht werden bei Menschen, die gerade ihre Kinder von der Schule abgeholt haben, die Krankenhausbesuche abgestattet oder im Supermarkt eingekauft haben? Das hei&szlig;t, dieser Akt, tausende Pager zur Explosion zu bringen, wird von der Bundesregierung nicht per se als v&ouml;lkerrechtswidrig bezeichnet?<\/p><p><strong>Deschauer (AA)<\/strong><br>\nIch glaube, Sie haben mich offenkundig nicht richtig verstanden. Ich verweise aber gerne noch einmal auf das, was ich gesagt habe: Wir haben keine eigenen Erkenntnisse, die hier zu teilen sind und die ich hier teilen kann, und entsprechend kann diese Ableitung und k&ouml;nnen auch alle v&ouml;lkerrechtlichen Implikationen &ndash;&nbsp;darauf spielen Sie ja an&nbsp;&ndash; hier nicht vorgenommen werden. Insofern mache ich mir Ihre Aussage oder Interpretation meiner Antwort nicht zu eigen und verweise auf das, was wir hier jetzt in verschiedenen Ausf&uuml;hrungen gesagt haben.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Warweg<\/strong><br>\nIsraelische und auch andere Quellen &ndash;&nbsp;wenn auch nicht offizielle&nbsp;&ndash; verweisen darauf, dass angeblich nur Terroristen getroffen worden sind, mit Verweis auf die Hisbollah-Mitgliedschaft. Jetzt ist die Hisbollah ja auch eine politische Partei, die auch Teil einer Regierungskoalition ist. Da w&uuml;rde mich ganz grunds&auml;tzlich interessieren, ob die Bundesregierung jedes Hisbollah-Mitglied, auch Parlamentarier oder Minister, als Terroristen bewertet.<\/p><p><strong>Deschauer (AA)<\/strong><br>\nHerr Warweg, ich bin mir nicht so sicher, auf was Sie hinauswollen. Ich verweise noch einmal auf die Aussagen, die wir hier get&auml;tigt haben. Sie wissen, dass wir von einer auch gelisteten Terrororganisation sprechen, was die milit&auml;rische Organisation angeht. Insofern glaube ich, Sie kennen den aktuellen Stand. Das haben wir hier mehrfach geteilt, und ich belasse es dabei.<\/p><p><strong>Frage Jessen (freier Journalist, zuvor ARD-Hauptstadtstudio)<\/strong><br>\nHerr B&uuml;chner, das ist jetzt keine rechtliche Frage: Zum gesicherten Erkenntnisstand geh&ouml;rt, dass hunderte bis tausende Pager nicht zuf&auml;llig explodiert sind, sondern gezielt koordiniert zur Explosion gebracht wurden, von wem auch immer. Halten Sie es f&uuml;r ethisch zul&auml;ssig, diese Art von faktischen Antipersonenminen einzusetzen?<\/p><p><strong>B&uuml;chner<\/strong><br>\nIch bleibe bei dem, was ich gesagt habe.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Jessen<\/strong><br>\nAber Sie haben bisher gesagt, das seien Spekulationen bzw. rechtliche Fragen, auf die Sie nicht eingehen. Meine Frage ist weder Spekulation noch eine rechtliche Frage. Warum m&ouml;gen Sie die nicht beantworten?<\/p><p><strong>B&uuml;chner<\/strong><br>\nWeil es f&uuml;r uns keinen gesicherten Erkenntnisstand &uuml;ber das, was dort wirklich vorgefallen ist, gibt.<\/p><p><strong>Frage Steiner (DLF)<\/strong><br>\nDa die Bundesregierung keinerlei eigene Erkenntnisse hat, die sie mit uns teilen kann, m&ouml;chte ich noch nachfragen: Ist sichergestellt, dass die Kunden des einen Pager-Betreibers, den es in Deutschland gibt, die jetzt momentan vielleicht mit einem Pager in einem Krankenhaus stehen, keine Angst haben m&uuml;ssen, dieses Ger&auml;t in diesen Tagen in ihrer Hosentasche mit sich zu tragen?<\/p><p><strong>Dr. Kock (BMI)<\/strong><br>\nIch kann gerne grunds&auml;tzlich etwas zur Sicherheit derartiger Ger&auml;te in Deutschland sagen. Aus technischer Sicht des Bundesamtes f&uuml;r Sicherheit in der Informationstechnik k&ouml;nnen Akkus in solchen oder auch vergleichbaren Ger&auml;ten nicht ferngesteuert zur Explosion gebracht werden, wenn diese Ger&auml;te nicht vorher manipuliert wurden.<\/p><p><strong>Zusatzfrage Steiner<\/strong><br>\nDas hei&szlig;t, Sie gehen momentan davon aus, dass es keinerlei Gefahr gibt f&uuml;r Menschen, die in Deutschland mit einem Pager herumlaufen, sofern er nicht ein Direktimport aus dem Libanon ist?<\/p><p><strong>Dr. Kock (BMI)<\/strong><br>\nIch habe dem, was ich gerade gesagt habe, nichts hinzuzuf&uuml;gen.<\/p><p><small>Titelbild: Screenshot NachDenkSeiten, Bundespressekonferenz 18.09.2024<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121455\">Die reale Welt ist kein Hollywood-Blockbuster<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117588\">&bdquo;Gleichwertigkeitsbericht&ldquo; und wieso verhindert Innenministerin Faeser das Einfliegen von schwerverletzten Kindern aus Gaza?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=110395\">Israelische Soldaten als &Auml;rzte verkleidet ver&uuml;ben gezielte T&ouml;tungen &ndash; Was sagt die Bundesregierung?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112413\">Regierungssprecher: Kanzler &uuml;berzeugt, dass Israel sich weiterhin in Gaza an das V&ouml;lkerrecht h&auml;lt<\/a>\n<\/p><\/div><p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/59b46d1772bb46ac96fdf356345ca854\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die mutma&szlig;lich vom israelischen Geheimdienst am 17. 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