{"id":12174,"date":"2012-02-09T09:58:17","date_gmt":"2012-02-09T08:58:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12174"},"modified":"2015-01-18T15:04:49","modified_gmt":"2015-01-18T14:04:49","slug":"syrien-und-die-scheinheiligkeit-des-westens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12174","title":{"rendered":"Syrien und die Scheinheiligkeit des Westens"},"content":{"rendered":"<p>Was auch in Syrien vor fast einem Jahr als arabischer Fr&uuml;hling begann, hat sich zu einem offenen milit&auml;rischen Konflikt ausgeweitet. Die NATO w&uuml;rde gerne ihren &bdquo;Erfolg&ldquo; in Libyen wiederholen und ihren Einflussbereich in Nahost auch dort mit milit&auml;rischen Mitteln ausweiten. Wenn despotische Diktaturen wie Saudi-Arabien und Katar in den NATO-Chor einstimmen und anderen L&auml;ndern bei der Demokratisierung &bdquo;helfen&ldquo; wollen, ist Obacht geboten. Oberste Vorsicht ist auch bei den in den letzten Tagen inflation&auml;r ver&ouml;ffentlichten Berichten &uuml;ber Gr&auml;ueltaten des Assad-Regimes geboten &ndash; jeder Krieg, den der Westen in den letzten Jahrzehnten begonnen hat, wurde mit L&uuml;gen und Propaganda eingeleitet. Der Syrien-Konflikt ist kein Hollywood-Film, es gibt weder Gute noch B&ouml;se, sondern nur Interessengruppen, die sich nicht im Geringsten um Leib und Leben der Syrer scheren. Momentan steuert das Land mit tatkr&auml;ftiger Unterst&uuml;tzung des Westens auf einen blutigen B&uuml;rgerkrieg zu. Die zur Schau getragene Emp&ouml;rung unserer Politiker und Medien ist dabei zu hinterfragen. Von <strong>Jens Berger<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nWenn man sich mit dem Thema Syrien auseinandersetzt, sollte man zun&auml;chst einmal tunlichst aufpassen, nicht in die Falle zu tappen, f&uuml;r die eine oder andere Seite Partei zu ergreifen. So sehr die machtpolitischen Ruchlosigkeit des Westens zu verurteilen ist, so sehr ist auch das syrische Assad-Regime zu verurteilen. Syrien ist eine lupenreine Einparteien-Diktatur, mit zahlreichen, miteinander konkurrierenden Geheimdiensten in der Menschenrechte systematisch verletzt werden und die politische Opposition seit Jahrzehnten brutal unterdr&uuml;ckt wird. <\/p><p><strong>Russland kontra NATO<\/strong><\/p><p>Es gibt in diesem Konflikt nun einmal weder nur Gute und nur B&ouml;se und das gilt ausdr&uuml;cklich f&uuml;r beide Seiten. Diese simple Aussage war auch Grundlage des russischen Entwurfs f&uuml;r eine <a href=\"http:\/\/www.alarabiya.net\/articles\/2011\/12\/15\/182807.html\">UN-Resolution vom 15. Dezember 2011<\/a>. W&auml;hrend die westlichen Vetom&auml;chte USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich einen Entwurf vorlegten, der ausschlie&szlig;lich das Assad-Regime dazu aufforderte, die Gewalt mit sofortiger Wirkung einzustellen, sah der russische Entwurf eine Forderung nach einem Ende der Gewalt f&uuml;r beide Konfliktparteien vor. Zu diesem Zeitpunkt konnte der Konflikt schon lange nicht mehr mit dem simplen Bild &bdquo;Regierungstruppen schie&szlig;en friedliche Demonstranten nieder&ldquo; beschrieben werden. Neben friedlichen Demonstranten besteht die syrische Opposition auch aus einer mit (allerdings nur leichten) Waffen ausgestatteten Freisch&auml;rlertruppe, die sich selbst den Namen &bdquo;Freie syrische Armee&ldquo; (Arm&eacute;e syrienne libre\/ASL) gegeben hat und die vor allem aus sunnitischen Deserteuren der regul&auml;ren Streitkr&auml;fte besteht, zahlreichen bewaffneten S&ouml;ldnern, die zum Teil zuvor auf Seiten der Rebellen in Libyen gek&auml;mpft haben und von den Regierungen Saudi-Arabiens und Katar bezahlt werden, und einer schwer zu &uuml;berblickenden Schar von ebenfalls bewaffneten Aufst&auml;ndischen verschiedener sunnitischer Gruppierungen. All diese Gruppen werden &uuml;ber Schmuggelrouten, die zumeist durch den Libanon <a href=\"http:\/\/www.stratfor.com\/analysis\/syrian-rebels-supply-lines?utm_source=paid_admin&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=20120203&amp;utm_term=restart-gdiary&amp;utm_content=analysis1&amp;elq=2197116102e84b4db9e02bfe71db3f2e\">verlaufen<\/a>, mit Waffen versorgt.  Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass diese Waffenk&auml;ufe nicht nur von reichen syrischen Exilanten, sondern auch von den Regierungen Saudi-Arabiens und Katars <a href=\"http:\/\/www.theaustralian.com.au\/news\/world\/gulf-states-to-fund-struggling-resistance-fighters\/story-e6frg6so-1226254713240\">finanziert werden<\/a>. <\/p><p><strong>Mischt die NATO bereits mit?<\/strong><\/p><p>Ob und in welcher Weise der Westen die Aufst&auml;ndischen bereits milit&auml;risch unterst&uuml;tzt, ist angesichts der mageren Quellenlage nicht mit Sicherheit zu sagen. An dieser Stelle sei jedoch auch auf einen <a href=\"http:\/\/www.theamericanconservative.com\/blog\/nato-vs-syria\/\">Artikel<\/a> des ehemaligen CIA-Offiziers <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Philip_Giraldi\">Philip Giraldi<\/a> hingewiesen, der nur wenige Tage nach der Vorstellung des russischen Resolutionsentwurfs im Dezember verfasst wurde:<\/p><blockquote><p><em>Jenseits der &Ouml;ffentlichkeit ist die NATO bereits heute unter F&uuml;hrung der T&uuml;rkei als US-Stellvertreter im syrischen Konflikt engagiert. [&hellip;] Nicht gekennzeichnete Flugzeuge der NATO landen auf Milit&auml;rbasen in der N&auml;he der t&uuml;rkisch-syrischen Grenzstadt Iskenderum und laden dort sowohl Waffen aus den Arsenalen Gaddafis als auch Freiwillige des libyschen &bdquo;Nationalen &Uuml;bergangsrates&ldquo; ab, die im libyschen B&uuml;rgerkrieg bereits Erfahrungen gesammelt haben, wie man lokale Aufst&auml;ndische gegen ausgebildete Soldaten antreten l&auml;sst. Iskenderum ist auch der Sitz der &bdquo;Freien Syrischen Armee&ldquo;, dem bewaffneten Fl&uuml;gel des &bdquo;Syrischen Nationalrats&ldquo;. Franz&ouml;sische und britische Milit&auml;rausbilder sind dort vor Ort, um den syrischen Rebellen zu helfen, w&auml;hrend die CIA und das amerikanische Kommando f&uuml;r Spezialeins&auml;tze (U.S. Spec Ops) die notwendige Kommunikationsinfrastruktur und nachrichtendienstliche Informationen beisteuert, um die Sache der Rebellen zu unterst&uuml;tzen und ihren K&auml;mpfern dabei zu helfen, syrische Truppenkonzentrationen zu umgehen.<\/em><\/p><\/blockquote><p>Sofern Giraldis Bericht, der sich mit verschiedenen russischen Quellen deckt, den Tatsachen entsprechen sollte, w&auml;re eine einseitige UN-Resolution, die nur das Assad-Regime zu einem Waffenstillstand verpflichten w&uuml;rde, w&auml;hrend die Aufst&auml;ndischen sich weiter bewaffnen und sich nicht an den Waffenstillstand zu halten haben, freilich keine sinnvolle Basis f&uuml;r eine friedliche L&ouml;sung. Aus dieser Sichtweise w&auml;re der russische Resolutionsentwurf auch wesentlich zielf&uuml;hrender als der gemeinsame Entwurf der drei westlichen Vetom&auml;chte. Aber nicht nur dies, der Westen hat bereits im Fall Libyen gezeigt, wie weit er eine UN-Resolution auszudehnen bereit ist, wenn er sich davon einen Vorteil verspricht. Auch die Libyen-Resolution sah urspr&uuml;nglich keinen Milit&auml;reinsatz des Westens vor, hatte jedoch deutliche Formulierungsschw&auml;chen hinsichtlich des Schutzes von Zivilisten, die vom Westen gr&uuml;ndlich umgedeutet wurden. Es ist den Russen, die nicht das geringste Interesse an einer westlichen Intervention in Syrien haben, nicht zu verdenken, dass sie diesmal jeden Buchstaben der Resolutionsentw&uuml;rfe sehr sorgsam pr&uuml;fen. <\/p><p>W&auml;hrend der Streit der drei westlichen Vetom&auml;chte und Russlands Ende Dezember die westlichen Medien nicht gro&szlig;artig interessiert hat, wurde das doppelte Veto Russlands und Chinas bei der letzten Sitzung des Sicherheitsrats vom Westen und den westlichen Medien geradezu als Affront gewertet. Warum eigentlich? Russland und China haben einen eigenen Resolutionsentwurf vorgelegt, der sich streng genommen nur in zwei Punkten vom westlichen Entwurf unterscheidet &ndash; man fordert beide Seiten zu einem Waffenstillstand auf und vermeidet jegliche Formulierung, die zu einem &bdquo;Interventionsautomatismus&ldquo; umgedeutet werden k&ouml;nnte. Ginge es dem Westen um Demokratie und ein Ende der Gewalt, h&auml;tte man ohne Vorbehalte den russischen Entwurf beschlie&szlig;en k&ouml;nnen. Dem Westen geht es aber weder um Demokratie noch um ein Ende der Gewalt. Man will vielmehr eine der letzten Regierungen des Nahen Ostens st&uuml;rzen, die sich noch nicht im Machtbereich des Westens befindet. Es geht also vor allem auch um Machtpolitik, ganz unabh&auml;ngig davon wie man das Assad-Regime beurteilen mag. Um die Motive besser zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Gemengelage.<\/p><p><strong>Syrien und Russland &ndash; gute alte Freunde<\/strong><\/p><p>Seit die Baath-Partei sich unter Hafez al-Assad, dem Vater des heutigen Pr&auml;sidenten Baschar al-Assad, 1970 an die Macht putschte, ist Syrien ein enger Verb&uuml;ndeter der Sowjetunion bzw. sp&auml;ter Russlands. Syrien ist nicht nur ein guter Kunde f&uuml;r russische Waffensysteme, sondern beherbergt in Tartus auch den einzigen Marinest&uuml;tzpunkt der russischen Schwarzmeerflotte im Mittelmeer. Syrien ist f&uuml;r Russland von strategischer Bedeutung und es ist sehr wahrscheinlich, dass eine Regierung der pro-westlichen oder islamistischen Oppositionskr&auml;fte sich von Russland l&ouml;sen d&uuml;rfte. China hat zwar keine strategischen Interessen in Syrien, ist jedoch als neue Supermacht besorgt, dass der Westen sich St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck vom energiereichen Nahen Osten unter den Nagel rei&szlig;t und sieht im Syrien-Konflikt einen Zwischenschritt zum aufkeimenden Iran-Konflikt, der f&uuml;r China von oberster Priorit&auml;t ist. Und China ist einer der Hauptkunden f&uuml;r die iranischen Erd&ouml;lexporte. Um Menschrechte oder gar Demokratie geht es Russland und China nicht. Sowohl Russland als auch China kommen pr&auml;chtig mit dem Diktator al-Assad aus, wissen aber auch, dass seine Zeit abgelaufen ist und setzen daher auf einen Dialog, bei dem die herrschende Baath-Elite am Ende des Reformprozesses an der Macht bleibt. <\/p><p>Eben dies will der Westen jedoch verhindern, hat der Libyen-Krieg doch gezeigt, wie einfach man den arabischen Fr&uuml;hling milit&auml;risch nutzen kann, um sich neue Partner heranzuz&uuml;chten. Um Demokratie und Menschenrechte geht es dabei nicht, was auch mit den B&uuml;ndnispartnern im Syrien-Konflikt &ndash; Saudi-Arabien und Katar &ndash; nicht zu vermitteln w&auml;re. Es geht um ganz profane Hegemonialinteressen und man ist davon &uuml;berzeugt, dass sich momentan eine einmalige Gelegenheit bietet, Syrien der eigenen Interessenssph&auml;re einzuverleiben. Diese Strategie gleicht freilich der eines Hasardeurs. Die Gemengelage innerhalb der Opposition ist un&uuml;berschaubar. Zwar wird der &bdquo;Syrische Nationalrat&ldquo; von einem pro-westlichen Exilanten namens Burhan Ghaliun angef&uuml;hrt. Ghaliun sitzt jedoch in Paris und vor Ort besteht die Opposition nicht aus pro-westlichen Sch&ouml;ngeistern, die sich mehr Demokratie w&uuml;nschen, sondern gr&ouml;&szlig;tenteils aus religi&ouml;sen Sunniten, die sich gegen die herrschende schiitische Minderheit der Alawiten an die Macht bringen wollen. Da wundert es einen nicht, dass die anderen Minderheiten (Christen, Drusen) auch auf Seiten Assads stehen, ahnen sie doch bereits, dass ihre Rechte unter einer sunnitischen Mehrheitsregierung keineswegs mehr Geltung bekommen.<\/p><p><strong>Magere Faktenlage<\/strong><\/p><p>Niemand kann momentan mit Sicherheit sagen, was in den umk&auml;mpften St&auml;dten, wie beispielsweise Homs, wirklich vor sich geht. Es ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass die westlichen Medien Recht haben und die syrische Armee mit &bdquo;unangemessener Gewalt&ldquo; gegen die bewaffneten Aufst&auml;ndischen vorgeht. In Syrien tobt ein B&uuml;rgerkrieg. C&acute;est la guerre &ndash; das mag zynisch klingen, es h&auml;tte jedoch nicht so weit kommen m&uuml;ssen. Dennoch w&auml;re dies eine sehr seltsame &ndash; und von vorne bis hinten unlogische &ndash; Koinzidenz. W&auml;hrend die &bdquo;internationale Gemeinschaft&ldquo; (also die USA, Gro&szlig;britannien und Frankreich) offen mit Krieg droht, liefert ihr Assad den Casus Belli frei Haus? Assad ist ein Despot, der nichts von Menschenrechten und Demokratie h&auml;lt, so dumm ist er aber auch nicht. Unabh&auml;ngige Zeugen aus Homs stellen die dortigen Geschehnisse auch <a href=\"http:\/\/www.atimes.com\/atimes\/middle_east\/nb07ak02.html\">g&auml;nzlich anders dar<\/a> als die westlichen Medien. Es ist jedoch zu ber&uuml;cksichtigen, dass dies auch nur Quellen sind, die ohne zus&auml;tzliche Informationen nicht verifizierbar sind. <\/p><p>Verifizierbar ist jedoch der <a href=\"http:\/\/www.columbia.edu\/~hauben\/Report_of_Arab_League_Observer_Mission.pdf\">Endbericht [PDF &ndash; 193 KB]<\/a>  der Beobachter der Arabischen Liga, der die Lage vor Ort g&auml;nzlich anders darstellt, als die westlichen Medien. In diesem Bericht ist vielmehr davon die Rede, dass hunderte tote Zivilisten auf das Konto der Aufst&auml;ndischen (&bdquo;bewaffnete Gangs&ldquo;) gehen und dabei als &bdquo;milit&auml;rische Mittel&ldquo; unter anderem den Angriff auf zivile Busse, Treibstofftransporte auf Stra&szlig;e und Schiene, Polizeibusse, Br&uuml;cken und Pipelines eingesetzt werden. Das vertr&auml;gt sich nicht mit den friedlichen Aufst&auml;nden, von denen immer die Rede ist. Auf der anderen Seite konnten die Beobachter jedoch keinen Hinweis auf organisierte, t&ouml;dliche Repressionen der syrischen Regierung gegen&uuml;ber friedlichen Demonstranten finden. Die Beobachter der Arabischen Liga sind unverd&auml;chtig, ein &bdquo;assadfreundliches&ldquo; Gef&auml;lligkeitsgutachten erstellt zu haben, wurden sie doch auch im Auftrag der Kriegstreiber in Saudi-Arabien und Katar entsandt. &Uuml;ber die aktuellen Geschehnisse in Homs k&ouml;nnen diese Berichte jedoch keine Auskunft geben. Die Beobachter mussten vor drei Wochen das Land verlassen, nachdem sie &ndash; nach eigenen Angaben &ndash;  von Aufst&auml;ndischen bedroht wurden. Was f&uuml;r ein seltsamer Zufall.<\/p><p><strong>L&uuml;gen und Propaganda<\/strong><\/p><p>Wir tappen also als Beobachter im Dunkeln und sollten Berichten von beiden Seiten mit einem gesunden Misstrauen begegnen. Leider lassen die Massenmedien jegliches Misstrauen gegen&uuml;ber den Quellen aus dem Umfeld der syrischen Opposition vermissen. Aber das kennen wir ja schon. Auch im Vorfeld des Irak-Krieges wurde von der Politik und den Medien gelogen, bis sich die Balken bogen. Im Vorfeld des Kosovo-Krieges logen sogar der deutsche Au&szlig;enminister und der deutsche Verteidigungsminister ihr Volk ganz offen an &ndash; und die Medien folgten ihnen. Auch beim russisch-georgischen Krieg und im Vorfeld des Libyen-Krieges verbreiteten die Medien munter und ungepr&uuml;ft die Propaganda der pro-westlichen Seite. Das alte Sprichwort, nachdem das erste Opfer im Krieg die Wahrheit ist, ist nicht ganz korrekt, denn  die Wahrheit wird bereits zu Grabe getragen, bevor der erste Schuss abgegeben wird.<\/p><p>Sollte der Westen keine 180-Grad-Wende vollziehen, stehen alle Zeichen auf B&uuml;rgerkrieg. Ein solcher B&uuml;rgerkrieg w&auml;re ein blutiger Stellvertreterkrieg, bei dem Russland die Regierungstruppen und der Westen die Aufst&auml;ndischen materiell und logistisch unterst&uuml;tzten w&uuml;rde. Das Opfer w&auml;re das ganz gemeine Volk. Aber ist dies nicht bei allen Kriegen so?<\/p><p>P.s.: Wer das russisch-chinesische Veto im UN-Sicherheitsrat &bdquo;grotesk&ldquo; (US-Au&szlig;enministerin Clinton) oder gar &bdquo;ekelhaft&ldquo; (US-UN-Botschafterin Rice) findet, sollte sich einmal die sehr lange Liste der US-Vetos vor diesem hohen Organ <a href=\"http:\/\/www.jadaliyya.com\/pages\/index\/4237\/us-on-un-veto_disgusting-shameful-deplorable-a-tra\">anschauen<\/a> &ndash; viele dieser Vetos sind wirklich grotesk und ekelhaft.<\/p><p>P.p.s.: F&uuml;r einen umfassenden Blick auf die geostrategische Problematik des Syrien-Konflikts w&auml;re es noch n&ouml;tig, auch die &bdquo;Nebenkriegsschaupl&auml;tze&ldquo; zu betrachten. Sowohl die ambivalente Position Israels als auch die Frage der T&uuml;rken und der Kurden spielen eine weitere Rolle im Konflikt. Aus Platz- und Verst&auml;ndnisgr&uuml;nen habe ich diese Fragen jedoch au&szlig;en vor gelassen.<\/p><p>An dieser Stelle sei auch noch einmal auf unseren Aufruf &bdquo;<a href=\"\/?p=11918\">Massive Manipulationen wegen eines Aufrufs gegen Kriegsvorbereitung und Embargo Syriens und des Iran<\/a>&ldquo; vom 16. Januar hingewiesen.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/a8c6935727d94411a9d4d6de34a725aa\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was auch in Syrien vor fast einem Jahr als arabischer Fr&uuml;hling begann, hat sich zu einem offenen milit&auml;rischen Konflikt ausgeweitet. Die NATO w&uuml;rde gerne ihren &bdquo;Erfolg&ldquo; in Libyen wiederholen und ihren Einflussbereich in Nahost auch dort mit milit&auml;rischen Mitteln ausweiten. 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