{"id":12182,"date":"2012-02-10T08:45:18","date_gmt":"2012-02-10T07:45:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182"},"modified":"2012-02-10T08:45:18","modified_gmt":"2012-02-10T07:45:18","slug":"hinweise-des-tages-1568","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h01\">Norbert Walter &ndash; Germany&rsquo;s Hidden Weaknesses<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h02\">Christoph Butterwegge &uuml;ber Armut, soziale Ausgrenzung und Gefahren f&uuml;r die Demokratie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h03\">Reiche B&uuml;rger &ndash; arme Stadt. Warum Kommunen pleite gehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h04\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h05\">Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dezember 2011<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h06\">Wolfgang Storz &ndash; Des Reichtums fette Beute: Wege zu einer neuen gesamtwirtschaftlichen Ordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h07\">Warum Deutschland ein neues Wirtschaftswunder erlebt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h08\">Stephan Schulmeister &ndash; Vorw&auml;rts in die 1930er!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h09\">Jakob Augstein &ndash; Die Vabanque-Spielerin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h10\">US-Klage gegen Wegelin schadet Schweizer Finanzplatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h11\">&bdquo;Kinderbarometer&ldquo; &ndash; Kinder mit Angst vor Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h12\">CDU-Parteibuch als wichtigste Qualifikation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h13\">Das Syrien-Problem aus russischer Perspektive<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h14\">Aggressive Bittsteller des Tages: &Ouml;limportstaaten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h15\">Wolf Wetzel: Der staatliche Rettungschirm f&uuml;r die neonazistische Mordserie des &rsaquo;Nationalsozialistischen Untergrundes&lsaquo;\/NSU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12182#h16\">Bild &amp; Vahrenholt: Die L&uuml;ge von der CO2-L&uuml;ge<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12182&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Norbert Walter &ndash; Germany&rsquo;s Hidden Weaknesses<\/strong><br>\n[&hellip;] But there is another reason Germany should resist demands to intervene, one that Chancellor Angela Merkel can hardly express publicly. Though Germany is undeniably Europe&rsquo;s strongest economy, its outlook is not nearly as rosy as people imagine. And while a bailout might seem to help in the short term, it would make it harder for Germany to lead in the place where it really matters: creating a fiscal union, a United States of Europe. [&hellip;]<br>\nInstead of looking to Germany for short-term bailouts, Europe should demand that Germany lead the way to a true fiscal union. It is a challenging task, but one that Chancellor Merkel and the German public are willing and able to meet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2012\/02\/09\/opinion\/germanys-hidden-economic-weaknesses.html?_r=1&amp;partner=rss&amp;emc=rss\">New York Times<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Auch wenn ich mit keinem einzigen der Punkte, die Norbert Walter (Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank) in seinem Aufsatz nennt, &uuml;bereinstimme, so muss ich Walter doch f&uuml;r seine Offenheit danken. Endlich sagt mal einer der Verantwortlichen, dass es bei der ganzen Eurokrise gar nicht um Griechenland geht und eine Rettung &uuml;berhaupt nicht angestrebt wird. Es geht vielmehr darum, dass Deutschland &uuml;ber eine Fiskalunion die Wirtschafts- und Finanzpolitik der gesamten Eurozone diktieren kann. Das schreiben wir auf den NachDenkSeiten zwar schon seit Ewigkeiten, aber es ist nat&uuml;rlich sch&ouml;n, wenn man auch einmal eine Best&auml;tigung dieser Aussage aus dem Mund eines der Architekten des neoliberalen Systems vernimmt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Christoph Butterwegge &uuml;ber Armut, soziale Ausgrenzung und Gefahren f&uuml;r die Demokratie<\/strong><br>\nKinder und Jugendliche leiden besonders, wenn ihre Eltern arm sind. Sie sp&uuml;ren den Druck ihrer Klassen- und Spielkameraden, weil sie nicht mithalten k&ouml;nnen. Darauf weist Christoph Butterwegge hin. Armut l&ouml;st soziale Ausgrenzung aus und stellt eine Gefahr f&uuml;r die Demokratie dar.<br>\nArm in einer Gesellschaft, die im &Uuml;berfluss lebt? Gibt es das? Ja, meint Christoph Butterwegge in einem Interview mit unserem Redakteur Wilhelm Schmitte. Der Hochschullehrer und Buchautor mahnt Solidarit&auml;t, einschneidende Reformen, entschlossene Umverteilung und die Reaktivierung der ausgesetzten Verm&ouml;genssteuer an.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wn.de\/Muensterland\/Kreis-Steinfurt\/Lienen\/Chrstoph-Butterwegge-ueber-Armut-in-einem-reichen-Land-Christoph-Butterwegge-ueber-Armut-soziale-Ausgrenzung-und-Gefahren-fuer-die-Demokratie\">Westf&auml;lische Nachrichten<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Reiche B&uuml;rger &ndash; arme Stadt. Warum Kommunen pleite gehen<\/strong><br>\nImmer mehr Kommunen wirtschaften am Rand der Pleite. Mehr als 130 Kommunen allein in Nordrhein Westfalen regieren mit einem Nothaushalt. Ihre Ausgaben und Einnahmen sind streng reglementiert. Geld f&uuml;r Neuinvestitionen ist kaum vorhanden. Den St&auml;dten bleibt nur, den Mangel zu verwalten.<br>\nDer Grund f&uuml;r die Pleiten seien dramatisch gewachsene Aufgaben, die der Bund den Gemeinden aufb&uuml;rde &ndash; vor allem f&uuml;r Ausgaben im Sozialbereich. Doch haben auch die Kommunen selbst Schuld an der finanziellen Misere? Wie halten es zum Beispiel verm&ouml;gende B&uuml;rger mit der Steuer?<br>\nstory-Autor Ingolf Gritschneder ist diesen Fragen am Beispiel der Stadt Bergisch Gladbach nachgegangen. Mit rund 110.000 Einwohnern ist Bergisch Gladbach eine der kleinsten Gro&szlig;st&auml;dte des Landes. Die Stadt am Rande des Bergischen Landes und der K&ouml;lner Bucht schiebt einen riesigen Schuldenberg vor sich her und muss mit einem Nothaushalt regieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/diestory\/sendungsbeitraege\/2012\/0206\/stadt.jsp\">WDR Die Story<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Lohnk&uuml;rzungen bedrohen auch uns!<\/strong><br>\nJetzt sollen die L&ouml;hne auch in der Privatwirtschaft um 20 bis 30 Prozent gek&uuml;rzt, der Mindestlohn auf 590 Euro weiter abgesenkt werden. Renten und Arbeitslosengeld sollen auch noch weiter runter. Und das soll die griechische Wirtschaft retten? Wohl kaum. [&hellip;]<br>\nWenn ein Land laufend massive Export&uuml;bersch&uuml;sse erzielt, dann m&uuml;ssen sich die anderen L&auml;nder best&auml;ndig verschulden. Nur so k&ouml;nnen sie diese &Uuml;bersch&uuml;sse bezahlen. Das deutsche Lohndumping und die Schulden der europ&auml;ischen Krisenl&auml;nder sind zwei Seiten derselben Medaille.<br>\nDie vor allem von Merkel vorangetrieben K&uuml;rzungen in den Krisenl&auml;ndern drohen auch die Besch&auml;ftigen in Deutschland r&uuml;ckwirkend zu treffen. Die Exportauftr&auml;ge gehen zur&uuml;ck. Es droht der wirtschaftliche R&uuml;ckgang. Sp&auml;testens dann wird auch die Lohnentwicklung versch&auml;rft unter Druck geraten. &bdquo;Lohnstopp, Lohnverzicht!&ldquo; Das wird der Schlachtruf der Unternehmer und der Journaille sein. Um die Wettbewerbsf&auml;higkeit gegen&uuml;ber dem Ausland wieder zu st&auml;rken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/griechenland-lohnkurzungen-bedrohen-auch-uns.html\">Michael Schlecht<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Was hat das Senken von L&ouml;hnen mit sparen zu tun?<\/strong><br>\nIn Athen wird immer noch &uuml;ber das Sparpaket verhandelt. Wie absurd dessen Inhalt ist, zeigen die Details, die St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck die &Ouml;ffentlichkeit erreichen. So soll Griechenland vor allem zustimmen, die L&ouml;hne von Arbeitnehmern zu k&uuml;rzen. Die Rede ist von einem drastisch sinkenden Mindestlohn und von einem Einfrieren der Einkommen in der Privatwirtschaft. Ziel der &Uuml;bung soll sein, dadurch die Arbeitslosenquote von derzeit mehr als 19 Prozent auf 10 Prozent zu dr&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tautenhahn.blog.de\/2012\/02\/09\/senken-loehnen-sparen-tun-12723154\/\">Andr&eacute; Tautenhahn<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechische Arbeitslosenquote schnellt im November auf 20,9%<\/strong><br>\nHeute berichtete das griechische Statistikamt (ELSTAT) f&uuml;r den Monat November 2011 eine unbereinigte offizielle Arbeitslosenquote von 20,9%, nach 18,2% im Vormonat und nach 13,9% im Vorjahresmonat. Zum Vormonat stiegen die Arbeitslosenzahlen im November 2011 um kr&auml;ftige +126&rsquo;062 bzw. um +13,95%. Zum Vorjahresmonat stieg die Zahl der Arbeitslosen um +337&rsquo;010 bzw. um +48,66%. Insgesamt waren im November 2011 offiziell 1,029587 Griechen ohne Job, ein neuer Rekord! Die Jugendarbeitslosigkeit stieg im November 2011 auf 48,0%, nach 45,5% im Vormonat und nach 35,6% im Vorjahresmonat. Dies ist eine v&ouml;llig inakzeptable und skandal&ouml;se Rate von Jugendlichen ohne Job und damit von Jugendlichen ohne Perspektive<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/griechische-arbeitslosenquote-schnellt-im-november-auf-209\/\">Querschuesse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Anders als Destatis und die BA ver&ouml;ffentlich die griechischen Statistikbeh&ouml;rde ELSTAT die Arbeitsmarktdaten mit mehrmonatiger Versp&auml;tung. Es ist also davon auszugehen, dass die katastrophalen Novemberzahlen schon l&auml;ngst von der Realit&auml;t getoppt wurden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Oskar Lafontaine &ndash; &ldquo;Merkel treibt Griechen in die Verzweiflung&rdquo;<\/strong><br>\nOskar Lafontaine, Chef der Linken im saarl&auml;ndischen Landtag, kritisiert die deutsche Strategie im Umgang mit Griechenland und pl&auml;diert f&uuml;r eine europaweite Million&auml;rssteuer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.pnp.de\/nachrichten\/heute_in_ihrer_tageszeitung\/politik\/338366_Merkel-treibt-Griechen-in-die-Verzweiflung.html\">Passauer Neue Presse<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Zur Passage in der bayerischen Versfassung, die Lafontaine anspricht &ndash; in der hessischen Verfassung gibt es noch <a href=\"http:\/\/lawww.de\/hlv\/Aktuell\/hv_text.htm#21\">die Todesstrafe<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>EZB wehrt sich gegen Verlust aus Griechenland<\/strong><br>\nZentralbank-Pr&auml;sident Mario Draghi will verhindern, dass sich EZB an einer Umschuldung f&uuml;r Griechenland beteiligt. Auch &bdquo;Tricks&ldquo; zur Umgehung der monet&auml;ren Staatsfinanzierung lehnt er ab. [&hellip;] Als Folge des umstrittenen Programms besitzen die Notenbanken des Euro-Systems griechische Anleihen mit einem Nominalwert von rund 55 Milliarden Euro. Sie sind damit die gr&ouml;&szlig;ten Gl&auml;ubiger des Landes.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/schuldenkrise-ezb-wehrt-sich-gegen-verlust-aus-griechenland-11643985.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es ist schon mehr als paradox, dass sich die privaten Gl&auml;ubiger an einer &bdquo;freiwilligen&ldquo; Umschuldung beteiligen sollen, w&auml;hrend die EZB au&szlig;en vor bleibt. Die Anleihen im Nominalwert von 55 Mrd. Euro m&uuml;ssen von Athen inkl. Zins voll bedient werden, egal wie hoch der &bdquo;Haircut&ldquo;, der aufgrund der &bdquo;Freiwilligkeit&ldquo; nicht so hei&szlig;en darf, ausf&auml;llt. Da w&auml;re es doch ehrlicher endlich einen echten Staatsbankrott hinzulegen. Dann bliebe der EZB gar keine andere Wahl, als ihre Positionen zum Teil abzuschreiben. Aber bei einem echten Staatsbankrott, der ein Kreditereignis im Sinne der Kreditausfallversicherungen w&auml;re, w&uuml;rde eine wahrscheinlich niedrige zweistellige Milliardensumme an die Hedge-Fonds auf der anderen Seite des Atlantiks flie&szlig;en &ndash; das will die EU aber nicht. Und Griechenland muss daf&uuml;r bezahlen, ob es will oder nicht.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Armes Athen<\/strong><br>\nArmenspeisung statt Mittagstisch, Obdachlosenheim statt Eigentumswohnung: Die Finanzkrise l&auml;sst die griechische Mittelschicht zerbr&ouml;seln. Die &ldquo;neuen Armen&rdquo; bev&ouml;lkern die Stra&szlig;en Athens, die &uuml;berforderten Helfer verzweifeln. Ein Streifzug durch die Abgr&uuml;nde der Hauptstadt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/0,1518,814383,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Dezember 2011<\/strong><br>\nDie Erzeugung im Produzierenden Gewerbe schw&auml;chte sich im Dezember vorl&auml;ufigen Angaben zufolge gegen&uuml;ber dem Vormonat preis-, kalender- und saisonbereinigt um 2,9 % ab. Mit dem schwachen Dezemberergebnis wurde die Produktion im Produzieren-den Gewerbe im vierten Quartal 2011 erwartungsgem&auml;&szlig; gegen&uuml;ber dem dritten Quartal eingeschr&auml;nkt (saisonbereinigt -1,9 %). Ausschlaggebend war der R&uuml;ckgang der Industrieproduktion um 2,2 %.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Navigation\/Presse\/pressemitteilungen,did=474410.html\">BMWI<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was das BMWI nicht sagt: Das ist der gr&ouml;&szlig;te, (vom BMWI) v&ouml;llig unerwartete Einbruch seit drei Jahren. Die Krise lebt. Wenn das BMWI darauf abhebt, dass die &ldquo;Stabilisierung der Auftragseing&auml;nge &hellip; erste Anzeichen f&uuml;r eine &Uuml;berwindung der Schw&auml;chephase&rdquo; sei, dann sollte man dazu sagen, dass die Zunahme der Auftragseing&auml;nge in der Industrie im Dezember um 1,7% &ndash; im November R&uuml;ckgang um 4,9% &ndash; auf einer deutlichen Zunahme der Auslandsnachfrage um 4,3% basiert, pr&auml;ziser durch die nicht  zur Eurozone geh&ouml;renden L&auml;ndern um 12,3%. Die Bestellungen aus der Eurozone gingen um 6,8% und im Inland um 1,4% zur&uuml;ck. Was sich stabilisiert, ist die &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.bmwi.de\/BMWi\/Navigation\/Presse\/pressemitteilungen,did=474312.html\">Eurokrise<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Auch der Deutsche Export zeigt Erm&uuml;dungserscheinungen. Auch wenn 2011  erstmals Waren f&uuml;r mehr als eine Billion Euro ins Ausland verkauft wurden, im Dezember schrumpften die Ausfuhren im Vergleich <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2012\/02\/PD12__044__51,templateId=renderPrint.psml\">zum November deutlich<\/a>.<\/em><br>\n<em>Kein Wunder, dass das deutschen BIP laut DIW im letzten Quartal um 0,2 Prozent absank. Schlagzeilen wie sie z.B die SZ produziert sind  mehr als naiv, sie t&auml;uschen den Leser: &ldquo;Warum Deutschland ein neues Wirtschaftswunder erlebt&rdquo;. Die Zukunft Deutschlands ist alles ander als rosig, nur weil es unserer Volkswirtschft zurzeit etwas besser geht als anderen. Zudem sollte man auch einmal darufhinweisen, dass Exportzahlen reine Umsatzzahlen sind. Wie viel reale deutsche Wertsch&ouml;pfung dahinter steht, ist eine ganz ander Frage.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wolfgang Storz &ndash; Des Reichtums fette Beute: Wege zu einer neuen gesamtwirtschaftlichen Ordnung<\/strong><br>\nKann die tiefe Kluft zwischen Arm und Reich eine Volkswirtschaft zerst&ouml;ren? Ist also Ungerechtigkeit nicht nur ein moralisch-ethisches, sondern ein handfest volkswirtschaftliches Problem? Gustav Horn sieht das so. Der renommierte Volkswirtschaftler Horn geht davon aus, dass die Finanzmarktkrise noch lange nicht gebannt ist, weil ihre Hauptursache noch nicht beseitigt wurde: die zunehmende Ungleichheit. Die Politik habe die Lehren aus dem Debakel nur kurz debattiert und dann vergessen, schreibt Horn. Sein entscheidender Befund: &laquo;Deutschland hat sich auf den Weg zu einem plutokratischen System begeben, einem System also, das der Herrschaft des Reichtums unterliegt.&raquo;<br>\nGustav Horn erl&auml;utert ausf&uuml;hrlich, wie ab den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts nach und nach die Verh&auml;ltnisse von heute geschaffen wurden und wie die deutsche Politik Teile ihrer Macht zu den Finanzm&auml;rkten verschob. Intensiv besch&auml;ftigt er sich mit der Frage, wie die deutsche Agenda- und Steuerpolitik unter SPD-Kanzler Gerhard Schr&ouml;der (1998&ndash;2005) den Arbeitsmarkt und die Verteilung von Einkommen und Verm&ouml;gen grundlegend ver&auml;nderte. Der Autor rekonstruiert im Detail die Entwicklung der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise und kommt zum Schluss, dass ein Moment erreicht sei, der den Aufbau &laquo;einer neuen gesamtwirtschaftlichen Ordnung&raquo; erfordere.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2012\/nr06\/sachbuch\/21722.html\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Warum Deutschland ein neues Wirtschaftswunder erlebt<\/strong><br>\nDeutschland hat 2011 Waren im Wert von mehr als einer Billion Euro exportiert. Die deutsche Wirtschaft st&ouml;&szlig;t damit in eine neue Dimension vor. Experten halten es l&auml;ngst nicht mehr f&uuml;r &uuml;bertrieben, vom neuen deutschen Wirtschaftswunder zu reden. Doch die Bundesrepublik ist auch einer der gr&ouml;&szlig;ten Profiteure der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/exportmacht-bundesrepublik-warum-deutschland-ein-neues-wirtschaftswunder-erlebt-1.1279112\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Neben dem propagierten Jobwunder haben wir jetzt gar ein Wirtschaftswunder. Und dass die &ldquo;Chinesen Stuttgart 21 l&auml;ngst gebaut h&auml;tten&rdquo;, so der Kommentar eines deutschen Wirtschaftswunder-Mittelst&auml;ndlers, versteht sich von selbst. Wozu brauchen wir hierzulande &uuml;berhaupt noch demokratische Strukturen, die doch alles andere als marktkonform sind.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> In China werden f&uuml;r Staud&auml;mme und andere Projekte auch Hunderttausende von Menschen zwangsumgesiedelt.<br>\nSchade, dass in Deutschland die Sklavenarbeit ohne Einschr&auml;nkung verboten ist. Dadurch werden die deutsche Wirtschaft und die deutschen Exportgesch&auml;fte mehr behindert als es durch einen branchen&uuml;bergreifenden Mindestlohn je m&ouml;glich w&auml;re.<\/em><br>\n<em>Der im Artikel zitierte Tunnelbaumaschinenhersteller Herrenkecht ist &uuml;brigens CDU-Mitglied und begleitete schon vor Jahren seine damaligen Ministerpr&auml;sidenten Teufel und Oettinger. Zwischen ihm und fr&uuml;heren Regierungsmitgliedern von BadenW&uuml;rttemberg bestehen erhebliche Interessenverquickungen und er ist einer <a href=\"http:\/\/www.spiegelfechter.com\/wordpress\/4247\/stuttgart-21-der-bahnhof-den-niemand-will-und-niemand-braucht\">der Profiteure<\/a> von Stuttgart21 &ndash; kein Wunder, dass er es gerne schneller h&auml;tte.<\/em><\/p>\n<p><strong>Und noch mehr Seltsamkeiten aus der SZ: Exportweltmacht Deutschland &ndash; Keiner liebt den Superstar<\/strong><br>\nWenn das kein Grund ist, stolz zu sein: Deutschland hat 2011 so viele Waren exportiert wie noch nie. Doch der Erfolg schafft weltweit Misstrauen &ndash; als habe sich die Bundesrepublik den Wohlstand erschummelt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/exportweltmacht-deutschland-keiner-liebt-den-superstar-1.1279328\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung RS:<\/strong> Marc Beise versteht offenbar nicht, dass Wettbewerbsf&auml;higkeit eine relative Gr&ouml;&szlig;e ist. Ob Deutschland seine Wettbewerbsf&auml;higkeit durch h&ouml;here L&ouml;hne etwas senkt, oder ob Krisenl&auml;nder durch Lohnsenkungen wettbewerbsf&auml;higer werden, ist im Bezug auf die Wettbewerbsf&auml;higkeit egal. Nur ersteres w&uuml;rde Deutschen Arbeitnehmern und Unternehmen, die dem Binnenmarkt bedienen, mehr Wohlstand bescheren, letzteres macht die Menschen in  den Krisenl&auml;ndern &auml;rmer. Und dennoch bevorzugen die Deutschen letzteres. Das soll mir einer erkl&auml;ren.<\/em><br>\n<em>Beise versteht offenbar nicht, dass der deutsche Exporterfolg nicht nur voraussetzt, dass andere L&auml;nder deutsche Produkte kaufen wollen, sondern auch, dass sie es auch k&ouml;nnen. Irgendwann wird letztere Bedingung nicht mehr erf&uuml;llbar sein, wenn Deutschland weiterhin auf &Uuml;bersch&uuml;sse pocht. Der Denkfehler liegt bei Beise.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stephan Schulmeister &ndash; Vorw&auml;rts in die 1930er!<\/strong><br>\nWarum wir jene Fehler wiederholen werden, welche Anfang der 1930er-Jahre in die Weltwirtschaftskrise f&uuml;hrten. Die Depression der 2010er: ein R&uuml;ckblick aus der Zukunft<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/spectrum\/zeichenderzeit\/729548\/Vorwaerts-in-die-1930er?_vl_backlink=\/home\/spectrum\/zeichenderzeit\/index.do\">Die Presse<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Jakob Augstein &ndash; Die Vabanque-Spielerin<\/strong><br>\nAngela Merkel ist in Wahrheit keine konservative, sondern eine radikale Kanzlerin: In der Schuldenkrise setzt sie mit ihrem Sparwahn Deutschlands m&uuml;hsam erworbenen Platz in Europa aufs Spiel. [&hellip;]<br>\nDie Pastorentochter Merkel bleibt unbeirrt in ihrem Glauben: Schulden kommen von Schuld und verlangen nach Opfern. Dass solcher Schulden-Kapitalismus mehr mit Religion zu tun hat als mit &Ouml;konomie, kommt im englischen Wort &ldquo;redeem&rdquo; noch besser zur Geltung: Einl&ouml;sen und erl&ouml;sen. Merkel zeigt, dass auch Pragmatiker Fundamentalisten sein k&ouml;nnen und dass es ein gef&auml;hrliches Eiferertum der Vernunft gibt. Merkel, so viel ist sicher, ist keine konservative Kanzlerin. Sie ist eine Radikale. [&hellip;]<br>\nIm Moment steht nur Merkels Freund im Elys&eacute;e-Palast zwischen uns und dem, was Nietzsche so beschrieben hat: &ldquo;Das tiefe eisige Misstrauen, das der Deutsche erregt, sobald er zur Macht kommt.&rdquo; Die Deutschen haben das vergessen. Wenn Merkels Spiel nicht aufgeht, werden sie sich daran erinnern und sie werden es sp&uuml;ren. Man muss bef&uuml;rchten, dass es dazu kommt: Die deutschen Vabanquespiele sind am Ende immer verloren gegangen. Leuthen hei&szlig;t heute Lutynia und liegt in Polen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1206-die-vabanque-spielerin\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Man kann Augstein leider wieder nur zustimmen. Die uckerm&auml;rkische Pastorentochter scheint offenbar nicht in der Lage die Dramatik der Situation intellektuel zu erfassen. Merkel verspielt f&uuml;r ihren Machterhalt und durch ihre beschr&auml;nkte Weltsicht ganz Europa.<\/em><\/p>\n<p><strong>Passend dazu: Auf Merkozy folgt Gabriellande<\/strong><br>\nMerkel unterst&uuml;tzt im franz&ouml;sischen Pr&auml;sidentenwahlkampf Nicolas Sarkozy, da will die SPD nicht zur&uuml;ckstehen. Doch die Hilfe f&uuml;r die Schwesterpartei ist nicht risikolos. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r Gabriel sei das eine Herzensangelegenheit, streut sein Umfeld, schlie&szlig;lich sei der schon seit Monaten in Europa unterwegs, um die sozialdemokratische Idee auf dem Kontinent auf einen neuen, gemeinsamen Sockel zu stellen. [&hellip;]<br>\nUnd dann w&auml;ren da auch noch ein paar inhaltliche Probleme, die auf die Sozialdemokraten zukommen k&ouml;nnte &ndash; im Fall der F&auml;lle. Denn der sozialistische Kandidat Hollande ist ein Kritiker der Schuldenbremse, will den europ&auml;ischen Fiskalpakt neu verhandeln und die Rente mit 60 wieder einf&uuml;hren &ndash; alles entgegen der Linie der Sozialdemokraten in Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!87393\/\">taz<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Da stellt sich auch die Frage, inwieweit die SPD des franz&ouml;sischen Sozialisten &uuml;berhaupt helfen kann. Gabriel d&uuml;rfte in Frankreich &auml;hnlich unbekannt sein, wie Hollande in Deutschland. Hinzukommt ein Risiko, dass der taz noch nicht einmal eingefallen ist: Was, wenn die Franzosen merken, dass die deutsche SPD gar nicht sozialdemokratisch ist? Hollande w&auml;re gut beraten, dieses vergiftete Angebot abzulehnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>US-Klage gegen Wegelin schadet Schweizer Finanzplatz<\/strong><br>\nDie Klage des US-Justizministeriums gegen die auf das US-Gesch&auml;ft geschrumpfte Bank Wegelin schadet gem&auml;ss der Rating-Agentur Moody&rsquo;s nicht nur der Bank Wegelin selbst, sondern generell dem Schweizer Private Banking. Die Agentur warnt vor negativen Krediteffekten.&nbsp; Die US-Beh&ouml;rden haben neben Wegelin zehn weitere Schweizer Banken im Visier, die sie der Beihilfe zur Steuerhinterziehung verd&auml;chtigen. Die involvierten Schweizer Banken riskieren gem&auml;ss Moody&rsquo;s nicht nur, die Kunden im grenz&uuml;berschreitenden Verkehr mit den USA zu verlieren. Die gr&ouml;sste Gefahr sei, dass die Schweizer Banken ihre Beziehungen zu den amerikanischen Partnerbanken abbrechen m&uuml;ssten und dass sie auch ausserhalb der USA Kunden verlieren k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/us-klage_gegen_wegelin_schadet_dem_schweizer_finanzplatz_1.14843452.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wer sagt&rsquo;s denn, manchmal haben Ratingagenturen auch recht. Mittlerweile k&ouml;nnen wir davon ausgehen, dass in der Gesch&auml;ftsstrategie des Finanzstandorts Schweiz Steuerhinterziehung eine ganz normale Sache war. Kaum eine schweizerische Bank, die nicht mitgemacht hat &ndash; symptomatisch, dass jetzt die &auml;lteste Bank der Schweiz &lsquo;dran&rsquo; ist. Wie <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2012\/nr06\/schweiz\/21730.html\">schrieb<\/a> die schweizerische WOZ: &ldquo;Die Geschichte des Schweizer Finanzplatzes ist eine der winzigen Schlupfl&ouml;cher, der kleinen Geheimnisse und grossen Betr&uuml;gereien. Das Decken von SteuerhinterzieherInnen hat die Banken &uuml;ber Jahrzehnte gross werden lassen.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Nicht zu begreifen ist allerdings, dass nur die USA die Konsequenzen zieht. Sollten die Schweizer Banken um den europ&auml;ischen Steuerzahler etwas einen gro&szlig;en Bogen gemacht haben? Der automatische Informationsaustausch mit der EU ist ein unbedingtes Erfordernis. Letztlich geht es nicht allein um die Schweiz, sondern dass sich alle Staaten auf wirksame Ma&szlig;nahmen zur Bek&auml;mpfung der Steuerflucht in allen Schattenfinanzzentren besinnen. Auch Deutschland muss sich als wichtiger Finanzplatz f&uuml;r Steuerausl&auml;nder an die eigene Nase fassen. Es kann nicht angehen, dass wir den mangelnden Steuerflei&szlig; der Griechen kritisieren, aber nicht einmal hier bzw. in der EU die rechtlichen Grundlagen schaffen, um den griechischen Steuerfahndern die Arbeit zu erleichtern. Die griechischen Geldanlagen aus Steuerhinterziehung und Schattenwirtschaft im Ausland sollen mehr als 200 Milliarden Euro <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1328162461068\/Schatullen--Co-Griechen-verstecken-49-Milliarden-Euro-Bargeld\">betragen<\/a>.<\/em>&nbsp;<br>\n<em>Das zweite Rettungspaket f&uuml;r Griechenland wird wohl auf 145 Mrd. Euro kommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&bdquo;Kinderbarometer&ldquo; &ndash; Kinder mit Angst vor Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nJeder dritte Neun- bis Vierzehnj&auml;hrige in Hessen bef&uuml;rchtet, sp&auml;ter einmal erwerbslos oder arm zu werden, wie das neue &bdquo;Kinderbarometer&ldquo; sagt.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Zukunftsangst der Kinder in Hessen ist, arbeitslos, arm und sogar obdachlos zu werden: Davor f&uuml;rchtet sich jedes dritte Kind. Das geht aus dem &ldquo;Kinderbarometer&rdquo; 2011 hervor, das in Frankfurt vorgestellt wurde. Der hessische Sozialminister Stefan Gr&uuml;ttner (CDU) sagte, der Schl&uuml;ssel gegen jene Angst sei Bildung. Er appellierte an die Kinder, zu lernen und Bildungsangebote wahrzunehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/aktuell\/rhein-main\/kinderbarometer-kinder-mit-angst-vor-arbeitslosigkeit-11643058.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Leseres J.A.:<\/strong> Erstaunliche &Auml;ngste, so im gr&ouml;&szlig;ten Wirtschaftsboom seit Menschengedenken, oder wenigstens der letzten 30 Jahre&hellip; Erstaunlich wohl nur, wenn man die massenhaft gef&auml;lschten Statistiken und die permanent zunehmende Verarmung in der Gesellschaft nicht wahrnehmen will, die die Kinder ganz offenbar viel wacher erfassen als die Erwachsenen in ihrer Apathie.<\/em><br>\n<em>Typisch armselig auch die Empfehlung des Sozialministers zu &ldquo;mehr Bildung&rdquo; &ndash; so, wie fr&uuml;her die Kirche auf das Himmelreich vertr&ouml;stet hat. Als w&uuml;rde ein Arbeitsplatz in 20 Jahren &ndash; und nicht eine guten Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik heute &ndash; die bestehende Armut lindern oder verhindern, und als w&auml;re mit einer guten (Aus-)Bildung der Zugang<br>\nzu sicheren Arbeitspl&auml;tzen oder einer vern&uuml;nftigen Bezahlung garantiert. Da&szlig; &ldquo;Bildung&rdquo; im realexistierenden Neoliberalismus wertlos geworden ist, sieht man doch sp&auml;testens an der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und in Griechenland, wo auch bestausgebildete Akademiker nicht einmal schlecht bezahlte Stellen finden. Man sieht es aber auch deutlich genug in Deutschland, wenn man die Augen nicht verschlie&szlig;t.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Das darf doch nicht wahr sein. Eine Bausparkasse f&uuml;hrt eine Umfrage durch und stellt die Ergebnisse vor und der hessische Sozialminister ist auch noch Schirmherr des Projektes. Wenn eine Bank, Versicherun oder Bausparkasse eine Umfrage &uuml;ber Armut im Alter oder ausnahmsweise &uuml;ber Bef&uuml;rchtungen zu Armut davor durchf&uuml;hrt, ist immer damit zu rechnen, dass Planung, Durchf&uuml;hrung und Pr&auml;sentation der Studie interessengesteuert sind.<\/em><br>\n<em>Tja und die Bildung als Mittel gegen Armut. Wenn f&uuml;r jede Sprechblase eines Politikers zur Bildung ein Euro an arme Kinder flie&szlig;en w&uuml;rde, w&auml;re schon ein gro&szlig;er Teil der Armut gelindert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>CDU-Parteibuch als wichtigste Qualifikation<\/strong><br>\nEin Verwaltungsjurist leitet seit kurzem ein hochangesehenes Bauforschungsinstitut des Bundes. Seine einzig erkennbare Qualifikation: ein CDU-Parteibuch. Wissenschaftler und Personalrat schlagen Alarm. Die SPD erkennt einen neuen Fall von Vetternwirtschaft im Verantwortungsbereich von Verkehrsminister Peter Ramsauer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/vetternwirtschaft-im-verkehrsministerium-cdu-parteibuch-als-wichtigste-qualifikation-1.1279974\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Das Syrien-Problem aus russischer Perspektive<\/strong><br>\nWarum Moskau die internationale Emp&ouml;rung &uuml;ber seine Haltung zum Assad-Regime nicht nachvollziehen kann. [&hellip;]<br>\nUnser Ziel ist absolut klar. Das Volk Syriens braucht Frieden, Vers&ouml;hnung und Dialog. Und alle &auml;u&szlig;eren Kr&auml;fte sollten auch dazu beitragen, anstatt zu hetzen und zum B&uuml;rgerkrieg aufzuwiegeln. Denn zu behaupten, dass nach einem gewaltsamen Regimewechsel in Syrien ein sofortiger &Uuml;bergang in Richtung Demokratie und Rechtsstaat erfolgen wird, w&auml;re naiv und verantwortungslos. Die traurige Erfahrung anderer zwangsweise &ldquo;demokratisierter&rdquo; Staaten zeugt eher vom Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1328507258432\/Gescheiterte-UN-Resolution-Das-Syrien-Problem-aus-russischer-Perspektive\">Der Standard<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Autor, Sergej Netschajew, ist Botschafter der Russischen F&ouml;deration in &Ouml;sterreich und damit ganz sicher keine neutrale Quelle. Dennoch ist sein Aufsatz sehr lesenswert, zumal die russische Position in den westlichen Medien komplett verzerrt wiedergegeben wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Aggressive Bittsteller des Tages: &Ouml;limportstaaten<\/strong><br>\nKaum hatte die Europ&auml;ische Union am 23. Januar ihr &Ouml;lembargo gegen Iran ab 1. Juli verh&auml;ngt, schlug die Tat auch schon zur&uuml;ck und strafte ihre Erfinder. Das Parlament des Landes, das Madschles, hatte flugs den Spie&szlig; umgedreht und angek&uuml;ndigt, es wolle nicht bis Juli warten, sondern seinerseits in K&uuml;rze ein Ausfuhrverbot f&uuml;r &Ouml;l nach Europa verh&auml;ngen. Die blo&szlig;e Drohung wirkte. L&auml;nder wie Griechenland und Italien sind von diesem Nachschub besonders abh&auml;ngig, und schon deshalb hatte die EU den Beginn ihres Bezugsstopps auf das zweite Halbjahr verlegt. Die betroffenen Mitgliedsl&auml;nder sollten Zeit bekommen, um neue Versorgungsquellen zu erschlie&szlig;en. Mit einem eigenen Exportverbot w&uuml;rde Teheran nun die EU dort treffen, wo es besonders weh tut, im Geldbeutel. Die Rechnung ist einfach: Wird Erd&ouml;l auch nur in einigen EU-L&auml;ndern knapp, steigt der Preis in ganz Europa kr&auml;ftig. Daher sucht man in einigen EU-Hauptst&auml;dten offensichtlich nach Auswegen aus einem Dilemma, in das man sich durch bereitwillige Unterwerfung unter das Diktat der Zionisten in den USA und Israel selbst hineinman&ouml;vriert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/02-07\/049.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Von der Sache her haben die NachDenkSeiten hatten bereits auf den taz-Artikel <a href=\"\/?p=12075#h17\">&ldquo;Der Junkie, der dem Dealer droht&rdquo; hingewiesen<\/a>. <\/em><br>\n<em>Der Autor der &ldquo;jungen Welt&rdquo; argumentiert allerdings auf h&ouml;chst fragw&uuml;rdige Weise weiter: Die EU unterwerfe sich dem Diktat der Zionisten in den USA und Israel. Ohne mich gleich mit Henryk M. Broder in Fragen des Antizionismus gemein machen zu wollen: Das ist schlicht und einfach Judenhetze, nur dass man halt ganz auf der Ebene der &ldquo;Protokolle der Weisen von Zion&rdquo; von zionistischem Diktat spricht. Wie gro&szlig; der Einfluss der j&uuml;discher US-B&uuml;rger, geschweige zionistischer US-B&uuml;rger (es gibt ja auch christliche Zionisten) auf die Au&szlig;enpolitik der USA ist, ist &auml;u&szlig;erst strittig, aber ganz gewiss ist, dass sich die USA zu einer Atommacht Iran h&ouml;chst eigenen Gedanken machen, ob nun richtige oder falsche. So zentral die Pal&auml;stinafrage f&uuml;r den Nahen Osten ist, dieser wirft noch eine ganze Reihe anderer Fragen auf. Die Art, die Politik der USA oder der EU einseitig auf Israel zu beziehen, treibt manch seltsame Bl&uuml;ten. So war u.a. zu lesen, die USA wolle mit dem Sturz des Assad-Regimes Israel entlasten wolle. Nur d&uuml;rfte inzwischen jedem US-Diplomaten in der Region klar sein, dass die Arabische Revolution auch die antiisraelische Stimmung der Bev&ouml;lkerung in diesen L&auml;ndern befreit hat. Und trotzdem stehen die USA, wenn auch vielleicht mit einigen Sorgenfalten mehr, zum arabischen Fr&uuml;hling.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wolf Wetzel: Der staatliche Rettungschirm f&uuml;r die neonazistische Mordserie des &rsaquo;Nationalsozialistischen Untergrundes&lsaquo; \/NSU<\/strong><br>\n&Uuml;ber&#8237; &#8236;13 Jahre wurde die rassistische Mordserie stereotyp und unisono einem kriminellen, ausl&auml;ndischen Milieu zugeordnet. Von &rsaquo;D&ouml;ner-Morden&lsaquo; war die Rede. Nun wei&szlig; man innerhalb von Tagen alles &uuml;ber einen Nationalsozialistischen Untergrund\/NSU, seine Mitglieder, Verbindungen, &uuml;ber sein politisches Umfeld. Woher wei&szlig; man soviel, was man 13 Jahre lang nicht wissen wollte? Was wu&szlig;te der Verfassungsschutz seit 13 Jahren? Ist die Selbstmordthese zu sch&ouml;n, um wahr zu sein?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wolfwetzel.wordpress.com\/2012\/01\/30\/thesen-zur-neonazistischen-mordserie-des-nationalsozialistischen-untergrundes-nsu\/\">Wolf Wetzel<\/a>\n<p><strong>Direkt dazu ein Veranstaltungshinweis: FRANKFURTER MATINEE<\/strong><br>\nNeonazistischer Terror: Die Spitze des Eisbergs mit Wolf Wetzel\/Autor, Publizist<br>\n<a href=\"\/upload\/pdf\/Matinee_2012_02_26.pdf\">Flugblatt \/ Einladung [PDF &ndash; 73.3 KB]<\/a><br>\nSonntag, 26. Februar, 11:00-13:00 Uhr<br>\nCaf&eacute; Alte Backstube, Dominikanergasse 7, Frankfurt am Main-Innenstadt<br>\nModeration: Hans See<\/p>\n<p>Wie kann man erkl&auml;ren, dass ausgerechnet der Verfassungschutz &uuml;ber zehn Jahre die Existenz eines neonazistischen Terrorismus in Gestalt der NSU nicht sehen konnte\/wollte? Dass Terrorismusfahnder der systematischen Menschenjagd einer neofaschistischen M&ouml;rderbande nicht in den Arm fallen? Waren die Verfassungschutz&auml;mter auf dem rechten Auge blind, oder haben sie vieles sehenden Auges zugelassen? Befand sich die neonazistische Terrorgruppe &bdquo;NSU&ldquo; tats&auml;chlich im Untergrund oder in Obhut von Staatsorganen? Wie viel davon wird jetzt aufgekl&auml;rt, wie viel wird weiterhin vertuscht? K&ouml;nnte es sein, dass unsere Staatssicherheit unsere Demokratie nur von links bedroht sieht? Wir wissen, das hat die Weimarer Republik gezeigt, dass das rechtskonservative B&uuml;rgertum den Faschismus als &bdquo;eiserne Reserve&ldquo; gegen &bdquo;linke Systemver&auml;nderer&ldquo; betrachtet. Diese M&ouml;rderbanden, das hat sich auch in Chile beim Sturz des frei gew&auml;hlten Sozialisten Allende gezeigt, k&ouml;nnen &ndash; wenn der Wirtschaft wegen ihrer kriminellen Machenschaften einmal zuviel Demokratie drohen sollte &ndash; jederzeit gegen antikapitalistische Demokratie-bewegungen mobilisiert werden?  Was tun? <\/p>\n<p>Benefizveranstaltung: Eintritt &euro; 5,00, mit Frankfurt-Pass oder Kultur-Pass &euro; 1,00<br>\nDer Erl&ouml;s dieser Benefizveranstaltung geht an den BCC-Rechtshilfefonds<br>\n&bdquo;PRO VERITATE &ndash; f&uuml;r B&uuml;rgerrechte und Meinungsfreiheit&ldquo;.<br>\nSpendenkonto: 530 024 73. Sparkasse Hanau &ndash; BLZ 506 500 23.<br>\nSpenden sind steuerabzugsf&auml;hig.<br>\nEine Veranstaltung von Business Crime Control e.V. und KunstGesellschaft e.V.  in Zusammenarbeit mit dem NachDenkSeiten-Gespr&auml;chskreis Frankfurt am Main<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Bild &amp; Vahrenholt: Die L&uuml;ge von der CO2-L&uuml;ge<\/strong><br>\nDer Chef des Springer-Verlags, Matthias D&ouml;pfner, hat vor Jahren mal &uuml;ber sein Boulevardblatt Bild gesagt: &bdquo;Wer mit ihr im Aufzug nach oben f&auml;hrt, der f&auml;hrt auch mit ihr im Aufzug nach unten.&ldquo; Das betrifft offenbar nicht nur Promis, sondern auch Themen, etwa die menschengemachte Erderw&auml;rmung. Als 2007 der IPCC seinen 4. Sachstandsbericht zur Klimaforschung vorlegte, drehte Bild richtig auf. [&hellip;]<br>\nNun f&auml;hrt der Fahrstuhl wieder runter. Seit drei Tagen l&auml;sst Bild den RWE-Manager Fritz Vahrenholt und seine Co-Autoren die Thesen ihres Buches &bdquo;Die kalte Sonne&ldquo; ausbreiten: Weniger die menschengemachten Treibhausgase bestimmten den Klimawandel der letzten Jahrzehnte, sondern Schwankungen bei Sonnenaktivit&auml;t und Ozeanstr&ouml;mungen. Dass Vahrenholt&amp;Co. kein &bdquo;renommiertes Expertenteam&ldquo; sind, wie Bild gro&szlig;spurig titelt, hatten wir ja am Wochenende schon geschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.klima-luegendetektor.de\/2012\/02\/09\/bild-vahrenholt-die-luge-von-der-co2-luge\/\">Der Klima-L&uuml;gendetektor<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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