{"id":121848,"date":"2024-09-25T09:00:06","date_gmt":"2024-09-25T07:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121848"},"modified":"2024-09-25T09:21:12","modified_gmt":"2024-09-25T07:21:12","slug":"der-un-gipfel-2024-und-der-krieg-in-nahost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121848","title":{"rendered":"Der UN-Gipfel 2024 und der Krieg in Nahost"},"content":{"rendered":"<p>Die diesj&auml;hrige UN-Generalversammlung in New York ist seit Sonntag B&uuml;hne f&uuml;r Staatschefs aus aller Welt. Auf einem <a href=\"https:\/\/news.un.org\/en\/story\/2024\/09\/1154321\">&bdquo;Zukunftsgipfel&ldquo;<\/a> werden Sonntagsreden dar&uuml;ber gehalten, was die Vereinten Nationen tun m&uuml;ssen, um die Verpflichtungen einzuhalten, die sie im Hinblick auf die Ziele f&uuml;r nachhaltige Entwicklung (SDGs) und die Charta der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2030 eingegangen sind. Von <strong>Karin Leukefeld<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_9732\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-121848-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240924-UN-Gipfel-Krieg-Nahost-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240924-UN-Gipfel-Krieg-Nahost-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240924-UN-Gipfel-Krieg-Nahost-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240924-UN-Gipfel-Krieg-Nahost-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=121848-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/240924-UN-Gipfel-Krieg-Nahost-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"240924-UN-Gipfel-Krieg-Nahost-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Deutschland und Namibia haben einen <em>Pakt f&uuml;r die Zukunft<\/em> entwickelt, der vom Plenum bereits am Sonntag angenommen wurde. UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres rief dazu auf, eine <a href=\"https:\/\/news.un.org\/en\/story\/2024\/09\/1154476\">&bdquo;Zukunft f&uuml;r unsere Enkelkinder zu schaffen&ldquo;<\/a>.<\/p><p>Tats&auml;chlich ist die &bdquo;Weltgemeinschaft&ldquo; weit davon entfernt, die <a href=\"https:\/\/unric.org\/de\/17ziele\/\">17 Nachhaltigkeitsziele<\/a> auch nur ann&auml;hernd realisieren zu k&ouml;nnen.<\/p><p>&bdquo;Keine Armut, kein Hunger, Gesundheit und Wohlergehen und hochwertige Bildung&ldquo; lauten die Ziele, die ganz am Anfang der Wunschliste stehen. F&uuml;r Kriegs- und Krisengebiete auf der Welt ist das Gegenteil der Fall. Das gilt f&uuml;r die Bewohner des Gazastreifens und im von Israel besetzten Westjordanland. Das gilt f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung im Libanon und f&uuml;r Millionen von Fl&uuml;chtlingen in Lagern. Das gilt f&uuml;r die Menschen, die seit mehr als 20 Jahren versuchen, den endlosen, US-gef&uuml;hrten &bdquo;Kriegen gegen den Terror&ldquo; und den &bdquo;vielen Arten von Krieg Israels&ldquo; im Nahen und Mittleren Osten zu widerstehen.<\/p><p>Am vergangenen Sonntag, dem 22. September 2024, lag die Zahl der get&ouml;teten Pal&auml;stinenser im Gazastreifen bei mehr als 41.421, teilte die pal&auml;stinensische Gesundheitsbeh&ouml;rde (Gaza) mit. Mehr als 16.000 der Toten sind demnach Kinder. Mindestens 10.000 Menschen gelten als vermisst unter Tr&uuml;mmern. Die meisten der Toten seien Frauen und Kinder, sagte der <a href=\"https:\/\/news.un.org\/en\/story\/2024\/08\/1153216\">UN-Menschenrechtskommissar Volker T&uuml;rk<\/a> im August. Seitdem ist die Zahl der Toten t&auml;glich gestiegen.<\/p><p>Am 10. Juni 2024 hatte der UN-Sicherheitsrat die <a href=\"https:\/\/press.un.org\/en\/2024\/sc15723.doc.htm\">Resolution 2735<\/a> verabschiedet, die einen Waffenstillstand in Gaza anordnete. <\/p><p>Der Resolutionstext basierte auf einem von den USA eingereichten Textvorschlag, weswegen die USA zustimmte. Bis dahin hatten die USA jede Resolution f&uuml;r einen Waffenstillstand mit ihrem Veto verhindert. Vorgesehen war ein Drei-Phasen-Plan, wie die Hamas ihn &uuml;ber Vermittler bereits Anfang des Jahres vorgelegt hatte. Die Hamas stimmte also zu, doch der israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu gab den israelischen Unterh&auml;ndlern immer neue Vorbedingungen mit. Schlie&szlig;lich wurde auch dem Letzten klar, dass er an einem Waffenstillstand und an dem Abzug der israelischen Armee aus dem pal&auml;stinensischen Gazastreifen nicht interessiert war. Gegen&uuml;ber den Angeh&ouml;rigen der Geiseln lie&szlig; er erkl&auml;ren, dass er den <a href=\"https:\/\/www.timesofisrael.com\/liveblog_entry\/israel-wont-end-the-war-for-a-deal-to-free-all-the-hostages-top-netanyahu-aide-said-to-tell-families\/\">Krieg gegen Gaza nicht beenden<\/a> werde, um die Geiseln zu befreien.<\/p><p>Am 18. Juli verabschiedete das israelische Parlament (Knesset) eine <a href=\"https:\/\/www.timesofisrael.com\/knesset-votes-overwhelmingly-against-palestinian-statehood-days-before-pms-us-trip\/\">Resolution<\/a>, mit der die Zweistaatenl&ouml;sung abgelehnt wurde.<\/p><p>Am 19. Juli gab der Internationale Gerichtshof in Den Haag das Ergebnis seiner jahrelangen Begutachtung bekannt, wonach die Besatzung pal&auml;stinensischer Gebiete unrechtm&auml;&szlig;ig sei und gegen internationales Recht versto&szlig;e. Israel m&uuml;sse die Besatzung <a href=\"https:\/\/news.un.org\/en\/story\/2024\/07\/1152296\">&bdquo;so schnell wie m&ouml;glich beenden&rdquo;<\/a>.<\/p><p>Der israelische Ministerpr&auml;sident <a href=\"https:\/\/www.aljazeera.com\/news\/2024\/7\/19\/world-court-says-israels-settlement-policies-breach-international-law\">Benjamin Netanjahu erkl&auml;rte<\/a> daraufhin, die &bdquo;israelischen Siedlungen in allen Gebieten unseres Heimatlandes &hellip; sind rechtm&auml;&szlig;ig. Das j&uuml;dische Volk ist kein Eroberer in seinem eigenen Land.&ldquo;<\/p><p>Am 18. September 2024 befasste sich die UN-Vollversammlung mit einer Resolution, die den Gutachterspruch des Internationalen Gerichtshofes vom 19. Juli 2024 st&auml;rken sollte. Gefordert wurde, dass Israel innerhalb von zw&ouml;lf Monaten und ohne Verz&ouml;gerungen &bdquo;seine unrechtm&auml;&szlig;ige Anwesenheit in den besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten beenden&ldquo; m&uuml;sse. Israel m&uuml;sse seine Armee zur&uuml;ckziehen, alle neuen Siedlungsaktivit&auml;ten einstellen, alle Siedler aus dem besetzten Land abtransportieren und Teile der Mauer, die innerhalb des Westjordanlandes errichtet worden war, abbauen. Land und anderes nicht bewegliches Eigentum m&uuml;sse (an die Pal&auml;stinenser) zur&uuml;ckgegeben werden, das Gleiche gelte f&uuml;r Kulturgut. Die vertriebenen Pal&auml;stinenser m&uuml;ssten zur&uuml;ckkehren k&ouml;nnen oder entsch&auml;digt werden. Ausdr&uuml;cklich bezog sich die Erkl&auml;rung auf das Gutachten des Internationalen Gerichtshofes. Die Generalversammlung nahm die Resolution mit 124 Stimmen an. 14 Staaten votierten dagegen und 43 Staaten enthielten sich, darunter Deutschland.<\/p><p><strong>Niemand ist mehr sicher<\/strong><\/p><p>Fast zeitgleich explodierten im Libanon und in Syrien Tausende Personenrufger&auml;te, sogenannte &bdquo;Pager&ldquo;, in den H&auml;nden oder Taschen ihrer Benutzer. In Syrien war die Zahl der Verletzten gering, doch im Libanon wurden zw&ouml;lf Personen get&ouml;tet und 2.800 Menschen teilweise lebensgef&auml;hrlich verletzt.<\/p><p>Bei einer zweiten Explosionswelle am folgenden Tag explodierten zeitgleich Hunderte Walkie-Talkies und Funkger&auml;te. 20 Personen wurden get&ouml;tet, mehr als 600 Menschen wurden teilweise lebensgef&auml;hrlich verletzt. Die Ger&auml;te explodierten auf Balkonen, K&uuml;chentischen und in Autos und l&ouml;sten Br&auml;nde aus. Die Zahl der Toten beider Angriffe stieg auf 39, mehr als 3.000 Menschen wurden teilweise lebensgef&auml;hrlich verletzt.<\/p><p>Da es sich um Gegenst&auml;nde handelt, die im Alltag von Rettungsdiensten, in Hotels, an Flugh&auml;fen und in gro&szlig;en Unternehmen, aber auch von der libanesischen Hisbollah genutzt werden, um das Abh&ouml;ren und &Uuml;berwachen von Mobiltelefonen durch Israel zu vermeiden, hielten die Benutzer die Ger&auml;te in den H&auml;nden oder transportierten sie in Taschen. Verletzungen gab es im Gesicht, an den Augen, den H&auml;nden, Fingern und am Bauch. &Auml;rzte berichteten, sie h&auml;tten noch nie so grauenhafte Verletzungen gesehen.<\/p><p>Im Libanon machte man den israelischen Geheimdienst Mossad verantwortlich. Die US-Administration erkl&auml;rte, nichts gewusst zu haben. Die <em>New York Times<\/em> lieferte &ndash; hinter einer Bezahlwand &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2024\/09\/18\/world\/middleeast\/israel-exploding-pagers-hezbollah.html\">eine Geschichte, die um die Welt ging<\/a>.<\/p><p>Danach soll der Mossad eine komplette Produktionskette aufgebaut haben. Mit eigener Firma als Subunternehmen der taiwanesischen Firma Gold Apollo habe der Mossad den kompletten Auftrag abgewickelt. Bei Gold Apollo in Taiwan hatte die Hisbollah 5.000 Personenrufger&auml;te (Pager) bestellt, daher ist naheliegend, dass der Mossad den Angriff geplant, vorbereitet und durchgef&uuml;hrt hat. Die NYT-Geschichte kursiert inzwischen international und auch in deutschen Medien mit Varianten.<\/p><p>Libanon forderte eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates, die auf Antrag Algeriens, einem nicht-st&auml;ndigen Mitglied im UNSR, f&uuml;r Freitag, den 20. September (New York, Ortszeit) <a href=\"https:\/\/press.un.org\/en\/2024\/sc15828.doc.htm\">einberufen wurde<\/a>.<\/p><p>Der UN-Menschenrechtskommissar Volker T&uuml;rk nannte die Angriffe eine &bdquo;neue Entwicklung der Kriegsf&uuml;hrung. Kommunikationsger&auml;te werden Waffen.&ldquo; Zeitgleich Tausende von Menschen durch die manipulierten Ger&auml;te anzugreifen, ohne zu wissen, wer das jeweilige Ger&auml;t benutze, sei ein Versto&szlig; gegen das internationale humanit&auml;re Recht. Die &bdquo;tragische Situation&ldquo; d&uuml;rfe nicht isoliert gesehen werden, denn sie h&auml;nge direkt mit dem Krieg in Gaza und der anhaltenden israelischen Besatzung von pal&auml;stinensischem Territorium zusammen.<\/p><p>Der libanesische Au&szlig;enminister Abdallah Bou Habib sagte, nach &bdquo;diesen abgr&uuml;ndigen&ldquo; elektronischen Angriffen sei &bdquo;niemand mehr sicher in dieser Welt&ldquo;. Sollte der Sicherheitsrat diesen &bdquo;Terrorangriff&ldquo; nicht als solchen benennen und den Verursacher verurteilen, stehe die Glaubw&uuml;rdigkeit des Gremiums auf dem Spiel. &bdquo;Wenn man so ein Vorgehen akzeptiert, &ouml;ffnet man die B&uuml;chse der Pandora&ldquo;, sagte Bou Habib. Staaten und extremistische Gruppen werden dem Beispiel folgen und Zivilisten in aller Welt mit t&ouml;dlicher Technologie angreifen. Seit 1948 habe Israel keine UN-Sicherheitsratsresolution eingehalten, so sei aus dem Land ein &bdquo;Schurkenstaat&ldquo; geworden, der den ganzen Mittleren Osten mit Krieg &uuml;berziehen werde. Er forderte den Sicherheitsrat auf, Israel zu verurteilen, das die Souver&auml;nit&auml;t des Libanon verletzt habe. Der syrische Botschafter bei den Vereinten Nationen betonte, dass die Staaten, die Israel unterst&uuml;tzten, volle Verantwortung f&uuml;r dessen Aggression tr&uuml;gen. Die brutalen israelischen Angriffe seien f&uuml;r die arabischen L&auml;nder nicht neu. Neu sei allerdings die Manipulation von modernen technischen Ger&auml;ten, die den Menschen nutzen sollten, in tickende Zeitbomben.<\/p><p>Der israelische UN-Botschafter forderte den UN-Sicherheitsrat auf, Hisbollah und die iranischen Revolutionsgarden zu &bdquo;Terrororganisationen&ldquo; zu erkl&auml;ren. Dem libanesischen Au&szlig;enminister warf er vor, einer &bdquo;Terrororganisation erlaubt zu haben, einen Staat innerhalb des Libanon&ldquo; gegr&uuml;ndet zu haben. Israel werde sich verteidigen und nicht zulassen, dass &bdquo;die Hisbollah libanesisches Territorium als Abschussrampe f&uuml;r Gewalt&ldquo; benutzt. Die US-Vertretung stellte sich hinter Israel, das sich gegen die t&auml;glichen Angriffe verteidigen m&uuml;sse. Malta forderte eine Untersuchung. Die Schweiz erinnerte an Verhandlungen. Russland regte ein internationales Gesetz gegen die Nutzung von Alltagsgegenst&auml;nden als Waffen an. China forderte wie auch der Iran eine Verurteilung Israels. (Quelle: <a href=\"https:\/\/press.un.org\/en\/2024\/sc15828.doc.htm\">press.un.org<\/a>)<\/p><p>Eine Entscheidung gab es nicht. Am Abend des gleichen Tages (20. September 2024, Beirut Ortszeit) bombardierte die israelische Luftwaffe ein Wohnhaus im dicht bewohnten S&uuml;den von Beirut mit vier Raketen und brachte das Haus zum Einsturz. Dutzende Menschen wurden versch&uuml;ttet. 15 Angeh&ouml;rige der Hisbollah wurden tot geborgen, darunter zwei hochrangige Kommandeure. Die Zahl der Toten stieg im Laufe der Bergungsarbeiten auf 51, darunter waren Frauen und Kinder. Zehn Personen werden noch vermisst. Am Wochenende flogen israelische Kampfjets teilweise im Minutentakt Angriffe auf den S&uuml;den des Libanon und feuerten nach eigenen Angaben auf Hunderte angebliche Raketenabschussrampen der Hisbollah.<\/p><p>Die Hisbollah reagierte am Samstag mit elf Angriffen, bei denen milit&auml;rische Stellungen im Norden Israels und auf den besetzten und annektierten Golanh&ouml;hen getroffen wurden. Am fr&uuml;hen Sonntagmorgen wurden erstmals schwere Raketen von der Hisbollah eingesetzt. Deren Ziel war bei zwei Angriffen die israelische Luftwaffenbasis Ramat David bei Haifa. Ein dritter Angriff galt dem milit&auml;rischen R&uuml;stungskomplex der Firma Rafael, die auf die Produktion elektronischer Ger&auml;te und Ausr&uuml;stung spezialisiert ist. Die Firma liegt im Norden von Haifa (Zevulun) und sei mit Dutzenden Fadi 1, Fadi 2 und Katjusha-Raketen getroffen worden, hie&szlig; es in der dazugeh&ouml;rigen <a href=\"https:\/\/english.almanar.com.lb\/2205601\">Hisbollah-Erkl&auml;rung<\/a>. Es handele sich um eine &bdquo;vorl&auml;ufige Antwort auf das brutale Massaker, das der Feind Israel in verschiedenen Gebieten des Libanon am Dienstag und Mittwoch (Massaker mit Pager und Funkger&auml;ten) ver&uuml;bt&ldquo; habe.<\/p><p><strong>Warnungen und Drohungen<\/strong><\/p><p>Mitte der Woche hatte Hassan Nasrallah, Generalsekret&auml;r der Hisbollah, nach den israelischen Massenangriffen auf Libanesen &uuml;ber manipulierte Kommunikationsger&auml;te Israel mit Vergeltung gedroht. Die feigen Angriffe h&auml;tten die Hisbollah und Unterst&uuml;tzer in ihrem Alltag getroffen, nicht mit der Waffe in der Hand an der Front. Die Hisbollah sei geschw&auml;cht, werde aber gest&auml;rkt aus dem Angriff hervorgehen. Israel werde mit sch&auml;rferen Reaktionen rechnen m&uuml;ssen. Nasrallah wandte sich direkt an Benjamin Netanjahu und an Yoav Gallant, den israelischen Verteidigungsminister, und sagte: &bdquo;Die Front im Libanon wird nicht ruhig werden, bis die Aggression gegen Gaza stoppt.&ldquo;<\/p><p>Israels Milit&auml;rsprecher Daniel Hagari erkl&auml;rte nun vor Journalisten, dass neben den massiven Luftangriffen auf den S&uuml;dlibanon auch ein Truppeneinmarsch nicht ausgeschlossen sei. Die israelische Armee k&uuml;ndigte Luftangriffe auf Geb&auml;ude an, in denen die Hisbollah angeblich Waffen versteckt haben soll. Die libanesische Zivilbev&ouml;lkerung wurde aufgerufen, die Gebiete umgehend zu verlassen. Beobachter bewerteten die Aussagen Hagaris als &bdquo;klassisches Beispiel f&uuml;r psychologische Kriegsf&uuml;hrung&ldquo;. Israel wende das gleiche Vorgehen im Gazastreifen und im besetzten Westjordanland an, schrieb der Journalist Zein Basravi (Amman). Die Bev&ouml;lkerung solle verunsichert und das Ausland darauf hingewiesen werden, dass die politischen und milit&auml;rischen F&uuml;hrer (Hisbollah) die Bev&ouml;lkerung als &bdquo;menschliche Schutzschilde&ldquo; benutzten. Damit &bdquo;verschleiere die israelische Armee ihre eigene Aggression&ldquo; gegen&uuml;ber der Bev&ouml;lkerung, so Basravi.<\/p><p>Zu Beginn des offiziellen UN-Gipfels am Montag (23. September 2024) warnten zahlreiche Politiker erneut vor einem regionalen Krieg, der durch einen israelischen Krieg gegen den Libanon ausgel&ouml;st werden k&ouml;nne. Der &auml;gyptische Au&szlig;enminister Badr Abdelatty forderte einen Waffenstillstand in Gaza, der alle Fronten beruhigen werde.<\/p><p>Der libanesische amtierende Ministerpr&auml;sident Najib Mikati sagte seine Reise zum UN-Gipfel in New York ab und erkl&auml;rte bei einer <a href=\"https:\/\/www.aa.com.tr\/en\/middle-east\/lebanese-prime-minister-urges-international-community-to-condemn-israeli-massacres-\/3337039\">Dringlichkeitssitzung der Regierung in Beirut<\/a>, die internationale Gemeinschaft und das menschliche Gewissen m&uuml;ssten &bdquo;eine klare Position zu den grauenhaften Massakern einnehmen&ldquo;, die im Libanon ver&uuml;bt worden seien. Internationales Recht m&uuml;sse aktiviert werden, um zivile Technologie davor zu sch&uuml;tzen, dass sie als Waffe genutzt werden k&ouml;nne. Alles m&uuml;sse getan werden, &bdquo;um die vielen Arten von Kriegen, die der Feind Israel ver&uuml;be, zu stoppen&ldquo;, so Mikati.<\/p><p>Der israelische Ministerpr&auml;sident Benjamin Netanjahu hat derweil seine Reise zum UN-Gipfel verschoben. Aktuell soll er statt Dienstag nun am Mittwoch nach New York reisen. Medien berichten allerdings unter Berufung auf seine Mitarbeiter, dass er vermutlich erst am Freitag in New York vor der UN-Versammlung sprechen wird. Beobachter erwarten, dass viele Staatenvertreter den Plenarsaal dann aus Protest gegen Israels Kriege verlassen werden.<\/p><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/c81otSCbltE?si=B-9uusL_WL-Pn28h\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Lev Radin<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema:<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=118916\">S&uuml;dlibanon: Verbranntes Land<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121506\">Bundesregierung zur Pager-Massenexplosion im Libanon: V&ouml;lkerrechtliche Bewertung nicht m&ouml;glich<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117588\">&bdquo;Gleichwertigkeitsbericht&ldquo; und wieso verhindert Innenministerin Faeser das Einfliegen von schwerverletzten Kindern aus Gaza?<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=112413\">Regierungssprecher: Kanzler &uuml;berzeugt, dass Israel sich weiterhin in Gaza an das V&ouml;lkerrecht h&auml;lt<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117606\">Reden vom Krieg<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die diesj&auml;hrige UN-Generalversammlung in New York ist seit Sonntag B&uuml;hne f&uuml;r Staatschefs aus aller Welt. Auf einem <a href=\"https:\/\/news.un.org\/en\/story\/2024\/09\/1154321\">&bdquo;Zukunftsgipfel&ldquo;<\/a> werden Sonntagsreden dar&uuml;ber gehalten, was die Vereinten Nationen tun m&uuml;ssen, um die Verpflichtungen einzuhalten, die sie im Hinblick auf die Ziele f&uuml;r nachhaltige Entwicklung (SDGs) und die Charta der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2030 eingegangen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=121848\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":121849,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,171],"tags":[1276,302,2829,2392,1557,1583,1848,1878,2490,639,2920],"class_list":["post-121848","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-militaereinsaetzekriege","tag-attentat","tag-gaza","tag-hisbollah","tag-internationaler-gerichtshof","tag-israel","tag-libanon","tag-nachhaltigkeit","tag-naher-osten","tag-staatsterrorismus","tag-uno","tag-zweistaatenloesung"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/shutterstock_2128533641.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/121848","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=121848"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/121848\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":121952,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/121848\/revisions\/121952"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/121849"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=121848"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=121848"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=121848"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}