{"id":122287,"date":"2024-09-30T17:02:40","date_gmt":"2024-09-30T15:02:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122287"},"modified":"2024-09-30T18:07:32","modified_gmt":"2024-09-30T16:07:32","slug":"kickl-kann-warten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122287","title":{"rendered":"Kickl kann warten"},"content":{"rendered":"<p>In &Ouml;sterreich wie in Deutschland will niemand mit den Rechten zusammen regieren. Ein bisschen schon, sagt die zweitplatzierte &Ouml;VP, aber nicht mit dem Chef der FP&Ouml;, Herbert Kickl. Es g&auml;be doch gen&uuml;gend Schnittmengen in den Parteiprogrammen, meint der bisherige Bundeskanzler Karl Nehammer. Von <strong>Hans Bleibinhaus<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDie FP&Ouml; und Herbert Kickl werden ihm nicht den Gefallen tun. Wenn es diesmal nicht geklappt hat, so vielleicht bei der n&auml;chsten Wahl. Jetzt ohne den Wahlsieger in eine Regierung zu gehen, nur um zu beweisen, dass auch die FP&Ouml; mit Wasser kocht und vor allem das Migrationsproblem, ihren Hauptwahlkampfschlager, nicht l&ouml;sen kann, bedeutete das Ende des H&ouml;henflugs dieser rechten bis rechtsradikalen Partei.<\/p><p>Die &Ouml;VP wird mit der SP&Ouml; und einem weiteren Koalitionspartner eine &ouml;sterreichische Ampel zu bilden versuchen und ungef&auml;hr so weitermachen wie bisher, ohne Einigkeit &uuml;ber die L&ouml;sung der wirtschaftlichen, sozialen und Umweltprobleme des Landes. Die Folgen liegen auf der Hand. &bdquo;Angesagte Katastrophen finden statt&ldquo;, kommentiert Elfriede Jelinek.<\/p><p>Die SP&Ouml; hat es mit dem neuen Vorsitzenden Andreas Babler nicht geschafft, mit mageren 21 Prozent ein wesentlich besseres Ergebnis als das bisher schlechteste von 2019 zu erreichen. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind haupts&auml;chlich in der eigenen Partei zu suchen. Das gem&auml;&szlig;igt linke Wahlprogramm des Au&szlig;enseiters aus Traiskirchen gefiel den beh&auml;bigen SP&Ouml;-Vorsitzenden der Bundesl&auml;nder nicht und so sabotierten sie und ihre B&uuml;chsenspanner nach Herzenslust: Schon im Juni verk&uuml;ndete der Burgenl&auml;nder Doskozil, dass es nach der Nationalratswahl eine Personaldiskussion geben werde. Der Wiener B&uuml;rgermeister Ludwig hatte sicher nichts damit zu tun, dass seine Spitzenkandidatin Doris Bures im Sommer &uuml;ber die &bdquo;BILD-Zeitung &Ouml;sterreichs&ldquo;, die <em>Kronenzeitung<\/em>, wissen lie&szlig;, dass das Wahlprogramm der SP&Ouml; hinten und vorne nichts tauge. Allen anderen Bundesl&auml;nderorganisationen voran &uuml;bten sich die nieder&ouml;sterreichischen Genossen bei der Wahlwerbung in passivem Widerstand. Ohne eine Parteireform wird die SP&Ouml; allem Anschein nicht wieder auf die Beine kommen.<\/p><p>Die langfristigen Aussichten &Ouml;sterreichs sind d&uuml;ster. <\/p><p>Es gibt eine &bdquo;neue&ldquo; Partei, die einen Politikwechsel verspricht und regional schon beachtliche Erfolge erzielt hat, in Graz etwa oder in Stadt und Bundesland Salzburg. Ungl&uuml;cklicherweise nennt sie sich KP&Ouml; und erinnert damit an den gescheiterten Kommunismus der Sowjetunion. Programmatisch hat sie damit nicht nur das Geringste zu tun, sondern enth&auml;lt sich bisher auch noch eines &uuml;ber die kommunale Ebene hinausgehenden Parteiprogramms. Wohnen, Schulen, Kinderg&auml;rten, Altersheime und Spit&auml;ler stehen an der Spitze ihrer Forderungen, verbunden mit dem Anspruch, die Finanzverteilung und die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu ver&auml;ndern. Um an die gesetzgeberische Ebene heranzukommen, brauchen sie allerdings mehr als die 2,35 Prozent von 2024.<\/p><p><em>Dr. <strong>Hans Bleibinhaus<\/strong>, Dipl.-Volkswirt, hat lange Zeit auch in &Ouml;sterreich gelebt. Jedenfalls kennt er sich dort fast so gut aus wie in M&uuml;nchen oder in seiner Heimatstadt Regensburg.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In &Ouml;sterreich wie in Deutschland will niemand mit den Rechten zusammen regieren. Ein bisschen schon, sagt die zweitplatzierte &Ouml;VP, aber nicht mit dem Chef der FP&Ouml;, Herbert Kickl. Es g&auml;be doch gen&uuml;gend Schnittmengen in den Parteiprogrammen, meint der bisherige Bundeskanzler Karl Nehammer. 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