{"id":122523,"date":"2024-10-06T10:00:21","date_gmt":"2024-10-06T08:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122523"},"modified":"2024-10-05T06:25:42","modified_gmt":"2024-10-05T04:25:42","slug":"niemand-soll-hungern-ohne-zu-frieren-ein-neues-buch-von-wolfgang-bittner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122523","title":{"rendered":"\u201eNiemand soll hungern, ohne zu frieren\u201c &#8211; Ein neues Buch von Wolfgang Bittner"},"content":{"rendered":"<p>Auch wenn mich der von Wolfgang Bittner gew&auml;hlte Titel seines vor wenigen Tagen im Verlag zeitgeist erschienenen Buches anfangs etwas irritierte, begriff ich bei der Lekt&uuml;re recht schnell, dass bereits in der K&uuml;rze dieser pr&auml;gnanten sechs Worte ein ganz wichtiger Teil seiner Botschaft enthalten ist. Eine Rezension von <strong>Winfried Wolk<\/strong>. <\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_4589\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-122523-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241004_Niemand_soll_hungern_ohne_zu_frieren_Ein_neues_Buch_von_Wolfgang_Bittner_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241004_Niemand_soll_hungern_ohne_zu_frieren_Ein_neues_Buch_von_Wolfgang_Bittner_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241004_Niemand_soll_hungern_ohne_zu_frieren_Ein_neues_Buch_von_Wolfgang_Bittner_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241004_Niemand_soll_hungern_ohne_zu_frieren_Ein_neues_Buch_von_Wolfgang_Bittner_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=122523-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241004_Niemand_soll_hungern_ohne_zu_frieren_Ein_neues_Buch_von_Wolfgang_Bittner_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241004_Niemand_soll_hungern_ohne_zu_frieren_Ein_neues_Buch_von_Wolfgang_Bittner_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Der Titel des Buches ist die Entlarvung l&uuml;gnerischer Versprechungen, mit denen die Regierenden &uuml;berall und zu jeder Zeit versuchen, Schwierigkeiten sch&ouml;nzureden, Probleme zu verschweigen, Tatsachen zu verdrehen, um zu zeigen, das alles bestens geregelt ist. Das Volk soll so, wenigstens kurzfristig, ruhig gestellt werden, damit man auch die fragw&uuml;rdigsten Vorhaben durchsetzen kann.<\/p><p>Als in den 1940er-Kriegsjahren beruhigend verk&uuml;ndet wurde, so erz&auml;hlt es Wolfgang Bittner gleich am Anfang seines Buches, dass niemand hungern und keiner frieren m&uuml;sse und diese positive Verhei&szlig;ung schnell von der Realit&auml;t widerlegt wurde, wandelte der Volksmund die falschen Worte schnell zu den im Titel verwendeten um. L&uuml;gen haben eben kurze Beine, auch das sagt der Volksmund. Das sollte uns Mut machen, denn so, wie es ist, kann und wird es nicht bleiben &ndash; eine im Untertitel festgehaltene, notwendige Erkenntnis, die uns Wolfgang Bittner mit auf den Weg gibt.<\/p><p>Wie bereits in seinen fr&uuml;heren B&uuml;chern &bdquo;Die Eroberung Europas durch die USA&rdquo; (2017), &bdquo;Der neue West-Ost-Konflikt&rdquo; (2019), &bdquo;Deutschland &ndash; verraten und verkauft&rdquo; (2021) und &bdquo;Ausnahmezustand&rdquo; (2023) treibt Wolfgang Bittner auch in seinem neuen Buch die Angst vor der immer gef&auml;hrlicher werdenden Situation im Osten Europas und im Nahen Osten um. <\/p><p>1941 in Gleiwitz geboren, musste er als kleines Kind am eigenen Leib die &Auml;ngste von Krieg und Vertreibung erleben und wei&szlig; dank der sehr fr&uuml;h eingebrannten Erfahrung viel besser als viele der jetzt mehr und schlimmere Waffen fordernden Politiker, was uns als Ergebnis einer solchen Politik bevorsteht. Denn aufgrund der modernsten Waffentechniken steht die Welt nun, 79 Jahre nach dem Ende des bislang verheerendsten Weltkrieges, unmittelbar vor einer totalen und damit wahrscheinlich letzten, alles Leben vernichtenden Katastrophe. <\/p><p>Die verantwortlichen deutschen Politiker mahnen nicht zur Besonnenheit, engagieren sich nicht f&uuml;r Entspannung, sondern wollen im Gegenteil Deutschland endlich wieder kriegst&uuml;chtig machen, wie der f&uuml;r das deutsche Milit&auml;r verantwortliche Minister Pistorius es unl&auml;ngst forderte. Das zeigt, dass es nicht gut aussieht in Deutschland, das einmal ein Land war, in dem einst nicht nur gedichtet, sondern auch gedacht wurde. Denken scheint nicht mehr zeitgem&auml;&szlig;, eher ist es das Vergessen, das die Geisteshaltung der die Geschicke lenkenden Politiker bestimmt.<\/p><p>Vergessen sind nicht nur die Abermillionen Toten, das unermessliche Leid und die unvorstellbaren Verw&uuml;stungen, die das deutsche Volk in der letzten Weltkriegskatastrophe zu verantworten hat, vergessen ist auch das uns selbst dadurch widerfahrene Leid. Vergessen auch, dass das Land, gegen das nun seit Jahren getrommelt und gehetzt wird, vor 34 Jahren die Wiedervereinigung Deutschlands m&ouml;glich machte und seine Besatzungstruppen aus dem Osten Deutschlands abzog, obwohl die Deutschen 27 Millionen Tote und unglaubliche Zerst&ouml;rungen hinterlassen hatten. <\/p><p>Mit der Aufl&ouml;sung des &ouml;stlichen Milit&auml;rb&uuml;ndnisses kurz darauf war die M&ouml;glichkeit einer endlich friedlichen Welt geschaffen, die Feinbilder waren zerschlagen und die Staaten des sogenannten Ostblocks unabh&auml;ngig geworden. In seinem Buch dokumentiert Wolfgang Bittner auch, unterlegt mit vielen Fakten, warum die Hoffnungen von 1989\/90 nur eine kurze Lebensdauer hatten und eine weltfremde Illusion waren. Obwohl eine Ostausdehnung der NATO von namhaften westlichen  Politikern ausgeschlossen wurde, warteten die Strategen im Pentagon nicht lange, bis sie die ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten einen nach dem anderen vereinnahmten.<\/p><p>Da die West-Alliierten ihre Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung davon abh&auml;ngig machten, dass das nun wiedervereinigte Deutschland auch weiterhin auf bestimmte Souver&auml;nit&auml;tsrechte verzichtet, blieb das geeinte Deutschland, was die westliche Bundesrepublik all die Jahre gewesen war und wurde kein souver&auml;ner Staat. In seinem 1997 erschienenen Buch &bdquo;Die einzige Weltmacht&rdquo; benennt das der einstige US-amerikanische Politikberater Zbigniew Brzezinski klar und deutlich: ein amerikanisches Protektorat und ein tributpflichtiger Vasall. <\/p><p>Deshalb &uuml;berbieten sich die f&uuml;hrenden Politiker Deutschlands in vorauseilender Ergebenheit bei jedem sich anbietenden Anlass, unterst&uuml;tzt von den Medien, wie das immer wieder in der kritiklosen Unterst&uuml;tzung nahezu aller v&ouml;lkerrechtswidrigen Kriege und Aktionen des gro&szlig;en Hegemons, aber auch f&uuml;r jeden einigerma&szlig;en Aufmerksamen in der Kommentierung der US-Wahlk&auml;mpfe besonders deutlich wird. Somit ist von dieser Art Politik keine Ver&auml;nderung zu erwarten, zumal auch das vom ersten Generalsekret&auml;r der NATO Lord Ismay gepr&auml;gte Leitmotto des NATO-B&uuml;ndnisses &bdquo;to keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down&ldquo; von den deutschen Politikern l&auml;ngst vergessen ist. <\/p><p>All das Vergessene r&uuml;ckt Wolfgang Bittner in seinem Buch &bdquo;Niemand soll hungern, ohne zu frieren&rdquo; nun wieder in den Blickpunkt der &Ouml;ffentlichkeit. In 16 Themenbereichen und einer Dokumentation bringt er Wahrheiten ans Licht, die &uuml;ber Jahre immer wieder durch Verschweigen, verst&uuml;mmelnde Verk&uuml;rzungen oder ganze L&uuml;gen verf&auml;lscht wurden. Er benennt die Strukturen der Machtpolitik und wie Kritiker ausgeschaltet und zum Schweigen gebracht wurden und werden. Wir alle haben das gerade in der uns aufgezwungenen Corona-Inszenierung erleben m&uuml;ssen und sollten auf keinen Fall vergessen, wie mit arrangierten Angstkampagnen selbst die unglaublichsten Entscheidungen begr&uuml;ndet und warnende Stimmen diskreditiert und zum Schweigen gebracht werden. <\/p><p>Es sieht also nicht gut aus in Deutschland und der Welt. Russland, so ist der Plan, muss zerschlagen werden, damit die unendlichen Ressourcen endlich in die richtigen H&auml;nde kommen. Das sieht eine seit &uuml;ber einem Jahrhundert verfolgte Strategie vor und soll nun mit allen Mitteln realisiert werden. Die Ukraine ist, Brzezinskis Aussage zufolge, das daf&uuml;r am besten geeignete Instrument, Europa der notwendige Unterst&uuml;tzer und Deutschland als zentrales Land mit den meisten US-Milit&auml;rst&uuml;tzpunkten die treibende Kraft. Die Frage, welche Folgen es haben wird, einer Atommacht das Messer an die Kehle zu setzen, wird von den Antreibern aber lieber nicht gestellt. Doch bedarf es nur wenig Phantasie, sich das letztendliche Ergebnis vorzustellen.<\/p><p>Das alles benennt Wolfgang Bittner in seinem Buch, doch es sind nicht nur die Angst machenden Szenarien, er findet auch eine Reihe von Hoffnung machenden Aspekten und belegt das mit den entsprechenden informativen Fakten. Ich w&uuml;nsche mir, und das ist auch die von Wolfgang Bittner verbreitete Hoffnung, dass diese positiven Elemente so viel Kraft und Energie haben m&ouml;gen, alle angeh&auml;uften und immer weiter forcierten Bedrohlichkeiten zu stoppen und endlich aus der Welt zu schaffen. Ich w&uuml;nsche mir das nicht nur f&uuml;r unsere Kinder und Enkelkinder, sondern f&uuml;r alle Menschen auf dieser Welt, die die unweigerlichen, wehrlosen, von den machtgierigen Kriegstreibern gewissenlos einkalkulierten Opfer sein werden. M&ouml;ge Wolfgang Bittners Buch nicht nur viele Leser finden, sondern sein darin enthaltener Appell auch die notwendigen Aktionen ausl&ouml;sen, damit die Hoffnung nicht sterben muss.<\/p><p>Wolfgang Bittner: <em><a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/niemand-soll-hungern-ohne-zu-frieren.html\">Niemand soll hungern, ohne zu frieren &ndash; So wie es ist, kann und wird es nicht bleiben<\/a>. Verlag zeitgeist, H&ouml;hr-Grenzhausen 2024, 280 Seiten mit 25 Abbildungen, Klappenbroschur, 19,90 Euro.<\/em><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<p><strong>Mehr zum Thema:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122118\">Denn so, wie es ist, kann und wird es nicht bleiben<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auch wenn mich der von Wolfgang Bittner gew&auml;hlte Titel seines vor wenigen Tagen im Verlag zeitgeist erschienenen Buches anfangs etwas irritierte, begriff ich bei der Lekt&uuml;re recht schnell, dass bereits in der K&uuml;rze dieser pr&auml;gnanten sechs Worte ein ganz wichtiger Teil seiner Botschaft enthalten ist. Eine Rezension von <strong>Winfried Wolk<\/strong>. <\/p>\n<p><em>Dieser Beitrag ist auch als<\/em><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122523\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":122119,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,107,208,11],"tags":[1519,3293,797,1206,1543,2102,1426,2301,466,1556,966],"class_list":["post-122523","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-audio-podcast","category-rezensionen","category-strategien-der-meinungsmache","tag-atomwaffen","tag-bellizismus","tag-bittner-wolfgang","tag-brzezinski-zbigniew","tag-deutsche-einheit","tag-geostrategie","tag-hegemonie","tag-konfrontationspolitik","tag-nato","tag-usa","tag-weltkrieg"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/240929_Buch-Kopie.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/122523","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=122523"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/122523\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":122600,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/122523\/revisions\/122600"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/122119"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=122523"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=122523"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=122523"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}