{"id":122611,"date":"2024-10-07T10:00:37","date_gmt":"2024-10-07T08:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122611"},"modified":"2024-10-14T07:44:58","modified_gmt":"2024-10-14T05:44:58","slug":"berlin-hauptstadt-des-kaputten-mietmarktes-und-der-obdachlosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122611","title":{"rendered":"Berlin &#8211; Hauptstadt des kaputten Mietmarktes und der Obdachlosigkeit"},"content":{"rendered":"<p>Monopoly ist ein Brettspiel um H&auml;user und Stra&szlig;en, das einst aus den USA seinen Siegeszug bis in viele deutsche Wohnzimmer angetreten hat: Der Sieger bekommt die ganze Stadt &ndash; die Verlierer stehen mit leeren H&auml;nden da. Der Blick auf das wahre Leben zeigt: Aus dem Spiel ist Ernst geworden. Exemplarisch f&uuml;r die Bundesrepublik steht unsere Hauptstadt Berlin, wo vielleicht am gierigsten um die Ware Haus und Wohnen r&uuml;cksichtslos Kasse gemacht wird. Ein Zwischenruf von <strong>Frank Blenz<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_1751\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-122611-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241007-Hauptstadt-des-kaputten-Mietmarktes-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241007-Hauptstadt-des-kaputten-Mietmarktes-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241007-Hauptstadt-des-kaputten-Mietmarktes-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241007-Hauptstadt-des-kaputten-Mietmarktes-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=122611-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241007-Hauptstadt-des-kaputten-Mietmarktes-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241007-Hauptstadt-des-kaputten-Mietmarktes-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die Interessen und Rechte der Mieter, der Berliner B&uuml;rger bleiben auf der Strecke, Volksentscheide hin oder her. Im schlimmsten Fall landet man auf der Stra&szlig;e. Diese F&auml;lle nehmen zu.<\/p><p><strong>Monopolyplayer in echt und mit ihnen die Politik Hand in Hand<\/strong><\/p><p>Es ist schon drei Jahre her und nichts passiert. Beim Berliner Volksentscheid &uuml;ber die Vergesellschaftung gro&szlig;er privater Wohnunternehmen 2021 hatte eine deutliche Mehrheit der B&uuml;rger f&uuml;r die Enteignung von Unternehmen wie dem Konzern &bdquo;Deutsche Wohnen&ldquo; gestimmt. Danach herrschte Funkstille. Die Politik handelt bis heute nicht im Sinne der B&uuml;rger. Nun hat sich die Oppositionspartei Die Linke gemeldet und <a href=\"https:\/\/dielinke.berlin\/presse\/detail\/drei-jahre-volksentscheid-deutsche-wohnen-co-enteignen-endlich-umsetzen\/\">fordert richtigerweise<\/a>:<\/p><blockquote><p>\n    &bdquo;<em>Das Votum der Berlinerinnen und Berliner war eindeutig. Noch eindeutiger zeigen CDU und SPD, dass sie der erfolgreiche Volksentscheid und damit der Willen der Berlinerinnen und Berliner nicht interessiert. Es glauben derzeit immer weniger Menschen, dass die Politik sich falls erforderlich auch mit neuen Wegen wirklich um die Probleme der Leute k&uuml;mmern will. Der Frust steigt, die Mieten steigen und das Vertrauen in die Demokratie sinkt. <\/em><\/p>\n<p>    <em>Deutsche Wohnen &amp; Co enteignen ist rechtlich m&ouml;glich, finanziell leistbar und das beste Instrument, um f&uuml;r dauerhaft bezahlbare Mieten zu sorgen. Das hat die vom rot-gr&uuml;n-roten Senat eingesetzte Expertenkommission Vergesellschaftung unmissverst&auml;ndlich festgestellt. Selbst vom unn&ouml;tigen, aber vom Senat geplanten Rahmengesetz ist nichts mehr zu h&ouml;ren. Still und heimlich versenkt der Senat den erfolgreichen Volksentscheid.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Wie versenkt der derzeitige Senat den erfolgreichen Volksentscheid? Der Senat k&uuml;ndigt zwar zun&auml;chst ein &bdquo;Vergesellschaftungsrahmengesetz&ldquo; an, was dann aber gewisse Vorarbeiten ben&ouml;tige, wie zum Beispiel ein Gutachten f&uuml;r die Erstellung eines Gesetzentwurfes. Der &ouml;ffentlich-rechtliche Sender <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/politik\/beitrag\/2024\/09\/kein-entwurf-vergesellschaftungsrahmengesetz-deutsche-wohnen-co-enteignen-berlin.html\"><em>RBB24<\/em> berichtet &uuml;ber das Zeitspiel<\/a>:<\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Drei Jahre nach dem erfolgreichen Volksentscheid &sbquo;Deutsche Wohnen &amp; Co. enteignen&lsquo; ist ein vom Senat angek&uuml;ndigtes Vergesellschaftungsrahmengesetz noch immer nicht in Arbeit. Finanzsenator Stefan Evers (CDU) sagte im Abgeordnetenhaus, dass ein Gutachten, dass (sic!) f&uuml;r die Erstellung eines entsprechenden Gesetzentwurfs n&ouml;tig sei, in K&uuml;rze in Auftrag gegeben werden k&ouml;nne. &sbquo;Auch ich habe Interesse an der Kl&auml;rung der verfassungsrechtlichen Fragen&lsquo;, erkl&auml;rte Evers auf Nachfrage im Parlament.&ldquo; <\/em><\/p><\/blockquote><p><strong>Kaputter Wohnungsmarkt und kein Ende der Wohnungslosigkeit in Sicht<\/strong><\/p><p>Es scheint, dass das Enteignen nicht zur Realit&auml;t werden wird. Daf&uuml;r nimmt Monopoly weiter Fahrt auf. Und wer kennt das nicht? Beim Spielen des rasanten Monopoly kommt diebische Freude auf, wenn man die Schlossallee sein Eigentum nennen darf. Und weiter bitte. Mehr, mehr, mehr. Der bekannte deutsche Musiker Klaus Lage kritisierte schon 1984 in seinem Lied Monopoly poetisch wie zutreffend, wie das &bdquo;Spiel&ldquo;, genannt Wohnungsmarkt, im wahren Leben aus dem Ruder lief. <\/p><blockquote><p>\n    <em>Monopoly, Monopoly, Wir sind nur die Randfiguren. In einem schlechten Spiel.<br>\n    Monopoly, Monopoly. Und die Herrn der Schlo&szlig;allee, verlangen viel zu viel. <\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Das schlechte Spiel ist noch schlechter geworden, und zwar f&uuml;r die, die zu Verlierern gez&auml;hlt, gemacht werden &ndash; wie die Berliner in ihrer vitalen, vielschichtigen Gesamtheit. Die &bdquo;Herren Eigent&uuml;mer&ldquo; der Schlossallee, heute geh&ouml;ren zu ihnen gro&szlig;e, private Wohnkonzerne, Finanzkonzerne und eben auch die kleineren Akteure auf diesem Marktplatz, die zu viel verlangen. Alle bekommen den Hals nicht voll genug, selbst wenn das Gemeinwesen nach und nach in die Knie geht, eine Stadt wie Berlin eben deswegen nicht lebenswerter wird, sondern zunehmend verwahrlost. Unsichtbar, sichtbar. Das geliebte knorke Zuhause Berlin verschwindet und wird zu einer kalten Metropole. <\/p><p>Die Aktivisten von &bdquo;Deutsche Wohnen enteignen&ldquo; formulierten 2021 wichtige S&auml;tze &uuml;ber diesen Zustand der Stadt, &uuml;ber die Gefahren f&uuml;r die B&uuml;rger und <a href=\"https:\/\/dwenteignen.de\/argumente\">kurz und knapp ihren Protest<\/a>: <\/p><blockquote><p>&bdquo;<em>Berlin ist unser aller Zuhause, droht aber zu einer Stadt der Reichen zu werden. Die Mieten explodieren, wir werden verdr&auml;ngt, die Konzerngewinne steigen und unsere Politiker*innen schauen zu. Wir haben die Faxen dicke!&ldquo;<\/em><\/p><\/blockquote><p>Die Hatz nach Profit nimmt immer wildere Z&uuml;ge an. Die Mietpreise gehen weiter durch die Decke, Mietpreisbremse, wo bist Du? Gern wird das Argument &bdquo;Angebot und Nachfrage&ldquo; ins Feld gef&uuml;hrt. Pech gehabt. Und ja, das Angebot von bezahlbarem Wohnraum ist zu gering, weil zu wenig gebaut wird, aber auch, weil die Mieten nicht mehr fair, sondern gierig erhoben und immer weiter erh&ouml;ht werden. Wucher nenne ich das. Es w&auml;re ein Leichtes, das Angebot anst&auml;ndiger Mieten zu erh&ouml;hen statt die Mieten. <\/p><p>Doch so? Wer nicht mithalten kann, der erlebt sein blaues Wunder. Die Verdr&auml;ngung angestammter Mieter erfolgt perfide und r&uuml;cksichtslos. Das Ziel: Nachvermietungen teurer machen. Kasse machen. Den alten Mietern, diesen den Vermietern ausgesetzten Menschen, wird monatelang die Heizung abgestellt. Zunehmend werden Berliner regelrecht so und mit anderen Vernachl&auml;ssigungen sowie mit hinterlistigen Tricks aus ihren Mietwohnungen vertrieben. Wie das geht? Im Stadtteil Friedrichshain beispielsweise vollzieht sich eine clevere wie asoziale Vorgehensweise, Eigenbedarfsk&uuml;ndigung genannt, &uuml;ber die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/mensch-metropole\/mieterverdraengung-im-milieuschutzgebiet-die-angst-vor-dem-eigenbedarf-dem-mietmarkt-der-kuendigung-li.2257372\">die <em>Berliner Zeitung<\/em> berichtet und fragt<\/a>: <em>M&uuml;ssen diese Friedrichshainer bald ausziehen? <\/em>Der zust&auml;ndige Stadtrat warnt mit Blick auf das gesamte Berlin: <\/p><blockquote><p>\n    <em>Stadtrat: &bdquo;Das kann der ganzen Stadt drohen.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p>    <em>Ausziehen trotz Milieuschutz? Diese Frage stellt sich vielen Bewohnern des Quartiers Weberwiese &ndash; und ist exemplarisch f&uuml;r den kaputten Berliner Mietmarkt. Der Berliner Wohnungsmarkt ist schon l&auml;nger angespannt, doch h&auml;ufig hilft Anwohnern, wenn ihre Wohngegend als &bdquo;Milieuschutzgebiet&ldquo; bezeichnet wird. Eine solche Gegend ist der Kiez rund um den U-Bahnhof Weberwiese. Je nach Einzugsdatum haben einige Mieter im Milieuschutzgebiet Mietrecht auf Lebenszeit &ndash; eigentlich. Lediglich der Einzelverkauf mit anschlie&szlig;ender K&uuml;ndigungen wegen Eigenbedarfs k&ouml;nnte daran etwas &auml;ndern.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Und nochmal, von dieser bewusst erzeugten und in Kauf genommenen Not der Betroffenen profitieren n u r die Eigent&uuml;mer, kleinere und eben auch gro&szlig;e Akteure wie internationale Finanzunternehmen. Ungeniert, ungebremst. Da gibt es so ein m&auml;chtiges Unternehmen, &bdquo;Blackstone&ldquo; genannt, das in der Hauptstadt reichen Interessenten zahlreiche Wohnungen gekauft hat und f&uuml;r sie sehr hohe Renditen &bdquo;erwirtschaftet&ldquo;. Wie das geht? Zum Beispiel mittels &bdquo;Wohnungsumwandlungen&ldquo;. Aus zwei bezahlbaren Altbauwohnungen wird eine Luxusbude gezaubert. Oder man verkleinert den Wohnraum und bietet Mini-Wohnungen an, am Besten m&ouml;bliert. Darauf schw&ouml;ren die Rendite-Macher, denn bei genannten Modellen greift die (ohnehin zahnlose) Mietpreisbremse gleich gar nicht. <\/p><p>Am Ende das Tages? Es bleiben Menschen vielleicht so sehr und geschlagen auf der Strecke, dass sie zuletzt obdachlos sind. Kenner der Situation resignieren inzwischen schon und sagen voraus, dass die Wohnungslosigkeit in Berlin &uuml;ber das Jahr 2030 bestehen werde, <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/verbaende-ende-der-wohnungslosigkeit-in-berlin-nicht-in-sicht-li.2258694\">so Medienberichte<\/a>: <\/p><blockquote><p>\n    <em>Berlin ist nach Ansicht von Wohlfahrtsverb&auml;nden im Kampf gegen die Wohnungslosigkeit gescheitert. Das Ziel, Wohnungslosigkeit bis 2030 zu beenden, sei in Bund und Land nicht erreichbar, teilten AWO, Caritas, Diakonie, DRK, Parit&auml;tischer Wohlfahrtsverband und J&uuml;dische Gemeinde in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit. &bdquo;Wir werden uns an das Fortdauern der Wohnungslosigkeit gew&ouml;hnen m&uuml;ssen&ldquo;, sagte Ursula Schoen, Direktorin der Diakonie. &bdquo;Berlin hat an diese<\/em>r Stelle ein echtes Menschenw&uuml;rde-Problem.&ldquo; Es werde schlimmer, sagte Schoen.<\/p>\n<p>    <em>Die am 1. Oktober beginnende K&auml;ltehilfe&nbsp;sei nur ein kleiner Ausschnitt der Wohnungslosenhilfe. &bdquo;Die Grundversorgung ist nicht gesichert, ganz besonders f&uuml;r vulnerable Menschen.&ldquo; Schoen hat auch die Federf&uuml;hrung von Liga Berlin &ndash; den Spitzenverb&auml;nden der freien Wohlfahrtspflege &ndash; inne. <\/em><\/p>\n<p>    <em>Caritas-Direktorin Ulrike Kostka sagte, seit der Corona-Pandemie habe die sichtbare Stra&szlig;enobdachlosigkeit zugenommen. &bdquo;Es ist ganz offensichtlich: Der Schl&uuml;ssel ist der fehlende Wohnraum.&ldquo; Der Kampf gegen Wohnungslosigkeit m&uuml;sse an oberster Stelle stehen.<\/em><\/p>\n<p>    <em>Spardruck bestehe im Berliner Haushalt ohne Zweifel, &bdquo;aber ein massiver Abbau in der Wohnungslosenhilfe und Suchthilfe w&uuml;rde automatisch bedeuten, dass mehr Menschen auf der Stra&szlig;e leben und dort verelenden&ldquo;. Wohnungslosenhilfe, insbesondere mehr begleitende Angebote und mehr Wohnraum, ist aus Kostkas Sicht auch eine Investition in innere Sicherheit und sozialen Frieden.<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Sozialer Frieden, innere Sicherheit, ein Land, in dem wir gut und gerne leben? <\/strong><\/p><p>Ganz klar gesagt: der soziale Frieden ist nicht nur gef&auml;hrdet und es f&uuml;hlt sich nicht nur unsicher an, was in und mit unserer Gesellschaft, mit unserem Gemeinwesen, siehe Berlin, mit unseren Rechten und Bed&uuml;rfnissen wie mit dem Wohnen geschieht &ndash; der soziale Frieden ist aufgek&uuml;ndigt und unsere an sich freie und demokratische Gesellschaft am Boden. Apropos Freiheit und Demokratie, im UN-Sozialpakt steht <a href=\"https:\/\/www.institut-fuer-menschenrechte.de\/themen\/wirtschaftliche-soziale-und-kulturelle-rechte\/recht-auf-wohnen\">ein Artikel zum Innehalten<\/a>:<\/p><blockquote><p><em>Jeder Mensch hat das Recht auf angemessenen Wohnraum. Das Menschenrecht auf Wohnen ist Teil des Rechts auf einen angemessenen Lebensstandard, wie es in Artikel 11 des Internationalen Paktes &uuml;ber wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UN-Sozialpakt) verbrieft ist.<\/em><\/p><\/blockquote><p>Wer, wenn nicht all die Wohnungseigent&uuml;mer, m&uuml;ssten ihrer Verpflichtung nachkommen, die sich aus dem Erwerb von Eigentum ergibt: Eigentum verpflichtet. Die Praxis sieht, wie in diesem Zwischenruf beschrieben, anders aus. Es liegt nahe, Konsequenzen zu fordern und diese mittels eines Volksentscheids auf den verbindlichen Weg (!) zu bringen. In Berlin brachte der Entscheid &uuml;ber die Vergesellschaftung von Wohneigentum bislang nicht den Erfolg, der so wichtig f&uuml;r unser Gemeinwesen, f&uuml;r die B&uuml;rger w&auml;re. Ein Autorenteam <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/vergesellschaftung-von-wohnraum-eigentum-und-freiheit-186281.html\">hat im <em>Tagesspiegel<\/em><\/a> einen Artikel u.a. &uuml;ber das Ziel und &uuml;ber m&ouml;gliche positive Folgen einer Vergesellschaftung verfasst: <\/p><blockquote><p>\n    &bdquo;&hellip; <em>ein zentrales Ziel der Vergesellschaftung, &bdquo;die Mitbestimmung und Kontrolle der Mieter:innen&ldquo; auszubauen, indem sie die fraglichen H&auml;user in eine Anstalt &ouml;ffentlichen Rechts (A&ouml;R) &uuml;berf&uuml;hrt und dadurch unter demokratischer Beteiligung von Stadtgesellschaft und Mieter:innen zu verwalten erlaubt. Auch diese Forderung nach mehr Mitbestimmung kann auf die Ausweitung menschlicher Handlungsfreiheit &ndash; diesmal gemeinsamer Freiheit &ndash; hinauslaufen. Denn nicht nur im privaten, sondern auch im staatlichen Wohnungssektor haben Mieter:innen bisher kaum Mitspracherechte. <\/em><\/p>\n<p>    <em>Durch die Vergesellschaftung wird die Mitbestimmung und Kontrolle der Mieter:innen deutlich ausgebaut. Mieter:innen k&ouml;nnten, wenn es um Sanierung und Klimaschutz, um Gemeinschaftsr&auml;ume, um Hofbegr&uuml;nung und Kinderspielpl&auml;tze, um barrierefreie Wohnungen und alternative Wohnformen geht, frei mitentscheiden &ndash; mehr Menschen w&uuml;rden Verantwortung f&uuml;r ihr Umfeld &uuml;bernehmen. <\/em><\/p>\n<p>    <em>Daniel James, Heiner Koch und Esther Neuhann sind Wissenschaftliche Mitarbeiter:innen f&uuml;r Philosophie in D&uuml;sseldorf, Duisburg und Hamburg. Der Jurist Tim Wihl lehrt Politische Theorie an der Humboldt-Universit&auml;t. Die in Berlin lebenden Autor:innen verbindet ein gemeinsames Interesse an gesellschaftspolitischen Fragestellungen.&ldquo; <\/em>\n<\/p><\/blockquote><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122933\">finden Sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Yellow_man\/shutterstock.com<\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monopoly ist ein Brettspiel um H&auml;user und Stra&szlig;en, das einst aus den USA seinen Siegeszug bis in viele deutsche Wohnzimmer angetreten hat: Der Sieger bekommt die ganze Stadt &ndash; die Verlierer stehen mit leeren H&auml;nden da. Der Blick auf das wahre Leben zeigt: Aus dem Spiel ist Ernst geworden. 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