{"id":122785,"date":"2024-10-10T09:00:20","date_gmt":"2024-10-10T07:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122785"},"modified":"2026-01-27T11:47:36","modified_gmt":"2026-01-27T10:47:36","slug":"corona-aufarbeitung-chefredakteur-der-rheinpfalz-bittet-um-verzeihung-doch-noch-immer-mangelt-es-an-verstaendnis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122785","title":{"rendered":"Corona-Aufarbeitung: Chefredakteur der Rheinpfalz bittet um Verzeihung \u2013 doch noch immer mangelt es an Verst\u00e4ndnis"},"content":{"rendered":"<p>Der Chefredakteur der <em>Rheinpfalz<\/em> meldet sich in Sachen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113182\">Corona-Aufarbeitung<\/a> zu Wort. <a href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/rheinpfalz-am-sonntag_artikel,-auch-journalisten-haben-in-der-pandemie-fehler-gemacht-_arid,5698864.html\">In einem langen Meinungsartikel<\/a> bringt er zum Ausdruck, dass es an der Zeit sei, <strong>die Aufarbeitung<\/strong> der &bdquo;Pandemiejahre mit Ehrlichkeit voranzutreiben&ldquo;. <a href=\"https:\/\/x.com\/ydillinger\">Yannick Dillinger<\/a> bittet &ouml;ffentlich in dem Blatt um Verzeihung. Das ist aller Ehren wert und verdient Respekt. Der Beitrag weist jedoch zahlreiche Schw&auml;chen auf. Dar&uuml;ber muss gesprochen werden &ndash; im Sinne der Aufarbeitung. Ein Kommentar von <strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong>. <\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8689\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-122785-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241010_Corona_Aufarbeitung_Chefredakteur_der_Rheinpfalz_bittet_um_Verzeihung_doch_noch_immer_mangelt_es_an_Verstaendnis_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241010_Corona_Aufarbeitung_Chefredakteur_der_Rheinpfalz_bittet_um_Verzeihung_doch_noch_immer_mangelt_es_an_Verstaendnis_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241010_Corona_Aufarbeitung_Chefredakteur_der_Rheinpfalz_bittet_um_Verzeihung_doch_noch_immer_mangelt_es_an_Verstaendnis_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241010_Corona_Aufarbeitung_Chefredakteur_der_Rheinpfalz_bittet_um_Verzeihung_doch_noch_immer_mangelt_es_an_Verstaendnis_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=122785-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241010_Corona_Aufarbeitung_Chefredakteur_der_Rheinpfalz_bittet_um_Verzeihung_doch_noch_immer_mangelt_es_an_Verstaendnis_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241010_Corona_Aufarbeitung_Chefredakteur_der_Rheinpfalz_bittet_um_Verzeihung_doch_noch_immer_mangelt_es_an_Verstaendnis_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Die schwersten Grundrechtseinschr&auml;nkungen der Bundesrepublik waren nur durch Medien m&ouml;glich, die der Politik sekundiert haben. Der hohe Grad an sprachlicher Gewalt und die Hetze gegen Ungeimpfte waren nur m&ouml;glich, weil eine Medienlandschaft mitgemacht hat. Ungeimpfte konnten ohne nennenswerte Kritik als &bdquo;gef&auml;hrliche Sozialsch&auml;dlinge&ldquo; beschimpft werden. &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/impfpflicht-was-denn-sonst-a-2846adb0-a468-48a9-8397-ba50fbe08a68\">M&ouml;ge die gesamte Republik mit dem Finger auf sie zeigen<\/a>&ldquo; &ndash; so war es in Richtung der Ungeimpften im <em>Spiegel<\/em> zu lesen. <\/p><p>Eine Gruppe von Menschen &ndash; &ouml;ffentlich vor einem Millionenpublikum an den Pranger gestellt. Warum? Weil sie Bedenken gegen einen umstrittenen Impfstoff hatten. Der Furor gegen Ungeimpfte war nur ein Teil einer Politik und einer &bdquo;Berichterstattung&ldquo;, denen augenscheinlich der Bezug zu den demokratischen Werten unseres Grundgesetzes abhanden gekommen war. Unver&auml;u&szlig;erliche Grund- und Menschenrechte? Sie waren verkommen zur Verf&uuml;gungsmasse einer Politik der Grundrechtsschande. Mit anderen Worten: Die Aufarbeitung der Coronapolitik ist dringend notwendig. Allerdings kann es dabei nicht bleiben. Neben einer Aufarbeitung in der Justiz muss es auch zu einer Aufarbeitung im Journalismus kommen. Wie konnten die W&auml;chter der Demokratie so eklatant versagen? <\/p><p>Der Chefredakteur der <em>Rheinpfalz<\/em> geht nun mit gutem Beispiel voran und tut etwas, was dringend auch die Chefredakteure und Verantwortlichen bei <em>ARD<\/em> und <em>ZDF<\/em>, aber auch bei anderen Medien tun sollten. &Ouml;ffentlich um Verzeihung bitten f&uuml;r eine Corona-&bdquo;Berichterstattung&ldquo;, die in vielerlei Hinsicht aus journalistischer Sicht eine Zumutung war. Die &ouml;ffentliche Bitte um Verzeihung ist ein bemerkenswerter Schritt, der Anerkennung verdient. &bdquo;Manche Journalisten&ldquo;, so schreibt Dillinger, &bdquo;vermitteln bei der Kommentierung von Ausgangssperren, 2G oder Besuchsverboten den Eindruck, die eine Wahrheit zu kennen&ldquo;. Und dann merkt der Journalist an: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Ich geh&ouml;re dazu und mache damit einen Fehler, durch den sich Andersdenkende stigmatisiert f&uuml;hlen k&ouml;nnen. Einen Fehler, f&uuml;r den ich hiermit um Verzeihung bitten m&ouml;chte.<\/em>&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>An dieser Stelle m&ouml;chte man gerne einschwingen und sagen: &bdquo;In Ordnung. Verzeihung <strong>gew&auml;hrt<\/strong>.&ldquo; Das kann man auch tun. Allerdings steht in dem Beitrag so einiges, was darauf schlie&szlig;en l&auml;sst, dass einerseits etwas verstanden wurde, aber andererseits noch immer sehr vieles nicht richtig erfasst wird. <\/p><p>Die Kritik beginnt an der &Uuml;berschrift und zieht sich durch bis zum Schluss. &bdquo;Wir m&uuml;ssen verzeihen&ldquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>], hei&szlig;t es in gro&szlig;en Buchstaben. Alleine schon dadurch, dass diese &Uuml;berschrift inhaltlich an eine Aussage des ehemaligen Gesundheitsministers Jens Spahn erinnert, ger&auml;t der Versuch, Frieden zu schlichten, in eine Schieflage. Spahn ver&ouml;ffentlichte ein Buch unter dem Titel: &bdquo;Wir werden einander viel verzeihen m&uuml;ssen&ldquo;. <\/p><p>Wohl die meisten Menschen werden der Aussage zustimmen, dass ein Verzeihen in einer Grunds&auml;tzlichkeit sehr wichtig ist. Doch wenn ein Politiker, der ma&szlig;geblich f&uuml;r die Coronapolitik verantwortlich ist, so etwas sagt, ger&auml;t die Realit&auml;t aus den Fugen. Der Gesundheitsminister muss &bdquo;uns&ldquo;, den B&uuml;rgern, gar nichts verzeihen. Denn &bdquo;wir&ldquo; haben dem Gesundheitsminister nichts getan. Und &bdquo;wir&ldquo; m&uuml;ssen Spahn auch nichts verzeihen. Das <em>k&ouml;nnen<\/em> &bdquo;wir&ldquo; tun, wenn wir es <em>wollen<\/em>. Die Aussage Spahns wurde von vielen Kritikern als billiger Weg empfunden, sich der Verantwortung f&uuml;r die politischen Entscheidungen zu entziehen. Die &Uuml;berschrift in der <em>Rheinpfalz<\/em> kann, leider, auch unter diesem Verdacht verstanden werden. Wer soll denn hier wem &bdquo;verzeihen&ldquo;? Und warum sollen die, die verzeihen, das &bdquo;m&uuml;ssen&ldquo;? <\/p><p>Nicht, dass an dieser Stelle Missverst&auml;ndnisse entstehen. Man muss nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Und man muss auch nicht auf Biegen und Brechen eine solche &Uuml;berschrift auseinandernehmen. W&uuml;rde doch nur, was unter der &Uuml;berschrift kommt, dem gerecht, was man als Leser erwarten k&ouml;nnte: Wir m&uuml;ssten nicht &uuml;ber die &Uuml;berschrift reden. Leider ist dem, von der Bitte um Verzeihung abgesehen, nicht so. <\/p><p>Die <em>Rheinpfalz<\/em> ist eine gro&szlig;e Regionalzeitung. <a href=\"https:\/\/www.rheinpfalz-mediengruppe.de\/gruppenunternehmen\/die-rheinpfalz\/\">Mit &uuml;ber 230.000 verkauften Exemplaren<\/a>. Die <em>Rheinpfalz<\/em> hat Gewicht in Rheinland-Pfalz. Wem, wenn nicht einer Zeitung wie dieser, k&ouml;nnte in dem Bundesland eine W&auml;chterfunktion im Sinne der Demokratie zugeschrieben werden? Die B&uuml;rger dieses Bundeslandes sollten darauf vertrauen k&ouml;nnen, dass eine Zeitung in einer der schwersten Krisen der Bundesrepublik sich an dem orientiert, woran eine demokratische Presse sich zu orientieren hat. Die Grund- und Menschenrechte sind unver&auml;u&szlig;erlich. Die W&uuml;rde des Menschen ist unantastbar. Wo war die Redaktion der <em>Rheinpfalz<\/em>, als Mitmenschen in Rheinland-Pfalz aufgrund der Coronama&szlig;nahmen ohne ihre Angeh&ouml;rigen im Krankenhaus oder in einem Heim sterben mussten? Wo war die <em>Rheinpfalz<\/em>, als sich B&uuml;rger selbst auf Parkpl&auml;tzen gezwungen sahen, eine Maske zu tragen? Wo war die <em>Rheinpfalz<\/em>, als es galt, <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/inzidenzen-schattenfechten\">die Inzidenzen mit der gebotenen journalistischen Kritikf&auml;higkeit zu hinterfragen<\/a>? <\/p><p>Der Beitrag des Chefredakteurs ist um Erkl&auml;rung bem&uuml;ht. Seine Argumentation l&auml;sst sich wie folgt zusammenfassen. Es war keine einfache Zeit. Vieles war unklar. Es wurden Fehler gemacht. Eine Pandemie ist &bdquo;eine Zumutung&ldquo;, &bdquo;auch f&uuml;r Journalisten&ldquo;. <\/p><p>Und ja, all das stimmt schon. Es greift aber zu kurz. Viel zu kurz. Dillinger bem&uuml;ht hier eine sehr gef&auml;llige und leider auch mit der Realit&auml;t brechende Argumentation. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=117354\">Dieser Argumentation bedient sich auch die Politik<\/a>. Aus guten Gr&uuml;nden. Wer will einer solchen Argumentation schon widersprechen? Schlie&szlig;lich sind wir alle Menschen. Wir alle machen Fehler. Doch, und das kommt leider bei Dillinger anscheinend noch immer nicht an: es geht nicht um Fehler. &bdquo;Fehler&ldquo; waren ein &Auml;rgernis. &bdquo;Fehler&ldquo; sollten aufgearbeitet werden. Aber &bdquo;Fehler&ldquo; haben nicht dazu gef&uuml;hrt, dass Menschen einem abartigen Impfdruck ausgesetzt waren. &bdquo;Fehler&ldquo; haben nicht dazu gef&uuml;hrt, dass Ungeimpfte wie Parias behandelt wurden. &bdquo;Fehler&ldquo; haben nicht dazu gef&uuml;hrt, dass die &bdquo;Berichterstattung&ldquo; in eine Schieflage geraten ist. <\/p><p>Im Journalismus hat eine unfassbare, dauerhaft anhaltende (!) Ignoranz gegen&uuml;ber der Realit&auml;t und gegen&uuml;ber Grundlagen des journalistischen Handwerks dazu gef&uuml;hrt, dass mit elementaren Regeln des Berufs mit einer Beliebigkeit umgegangen wurde, die ihresgleichen sucht. Und zumindest in Teilen des Berufsstandes wurde eine erschreckende Bereitschaft zur Konformit&auml;t bis hin zu einem zutiefst autorit&auml;ren Verhalten sichtbar. Dieses Verhalten, diese regelrechte &bdquo;Freude&ldquo; an der Blo&szlig;stellung, Diffamierung und Abwertung von Ungeimpften, &bdquo;Spazierg&auml;ngern&ldquo; und Demonstranten hatte nichts mit &bdquo;Fehlern&ldquo; zu tun. <\/p><p>Eine Stelle in dem Beitrag der <em>Rheinpfalz<\/em> st&ouml;&szlig;t besonders negativ hervor. Dillinger schreibt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Was &sbquo;L&uuml;genpresse&lsquo;-Rufer beim Schimpfen auf Medien oft verwechseln, sind &sbquo;Ausgewogenheit&lsquo; und &sbquo;falsche Balance&lsquo;. Die Folge: Sie fordern die Aufnahme fragw&uuml;rdiger Personen in den Diskurs, negieren aber deren Agenda und fehlende Expertise. Es ist auch heute noch richtig, den Meinungskorridor weit zu lassen, aber auf tats&auml;chliche Experten zu setzen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Der Eindruck entsteht, dass eher Dillinger derjenige ist, der etwas verwechselt oder genauer: nicht verstanden hat. Wie kann man auf der einen Seite B&uuml;rgern vorwerfen, dass sie die &bdquo;Aufnahme&ldquo; von &bdquo;fragw&uuml;rdigen Personen&ldquo; (was hei&szlig;t hier &bdquo;fragw&uuml;rdig&ldquo;?) in den Diskurs verlangen, deren &bdquo;Agenda&ldquo; sie aber negierten, w&auml;hrend man als Zeitung im Dauermodus Politiker mit ihrer je eigenen Agenda zu Wort kommen l&auml;sst? Von der &bdquo;Fragw&uuml;rdigkeit&ldquo; eines manchen Politikers einmal ganz abgesehen. <\/p><p>Das &Auml;rgerliche an der zitierten Stelle ist: Dillinger scheint noch immer nicht richtig zu verstehen, dass die eigenen Wahrnehmungsraster im Hinblick auf die journalistische Einordnung von echten oder vermeintlichen Experten dringend selbstkritisch zu hinterfragen sind. Wer sich etwas n&auml;her mit den ver&ouml;ffentlichten RKI-Protokollen oder denen des Expertenrates auseinandersetzt, kann schnell erkennen: Das Mottto &bdquo;follow the science&ldquo; war ein Hohn. H&auml;tten Medien doch nur mal auf die vielgeschm&auml;hten &bdquo;alternativen&ldquo; Experten geh&ouml;rt. H&auml;tten sie nur mal darauf geh&ouml;rt, wie weitreichend die Sch&auml;den f&uuml;r Kinder und Jugendliche sein w&uuml;rden, welche Risiken bei der Impfung bestehen usw. Stattdessen haben Medien &ndash; auch die <em>Rheinpfalz<\/em> &ndash; den Meinungskorridor geschlossen. <\/p><p>Ist es so schwer zu verstehen, dass wir als Journalisten niemals den Anspruch haben d&uuml;rfen, auf dem obersten Felsen der Wirklichkeitsbestimmung zu sitzen? Ja, wir haben die Aufgabe, daf&uuml;r zu sorgen, dass in den Publikationen kein Unsinn steht. Aber alleine bei der richtigen Einordnung des Begriffs Unsinn scheitert doch unsere Zunft Tag f&uuml;r Tag. &bdquo;Unsinn&ldquo; wird von dem herrschaftskonformen Journalismus unserer Zeit als das verstanden, was den politischen &bdquo;Wahrheiten&ldquo; entgegensteht. Was sind denn, wie Dillinger schreibt, &bdquo;tats&auml;chliche&ldquo; Experten? <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67766\">War etwa ein Dr. Friedrich P&uuml;rner, der sich dem Ma&szlig;nahmenexzess widersetzt hatte, kein &bdquo;tats&auml;chlicher&ldquo; Experte?<\/a> Nein, man kommt nicht drumherum anzunehmen, dass die <em>Rheinpfalz<\/em> beim n&auml;chsten Thema, wo kritisch eine Positionierung gegen die vorherrschende Politik notwendig w&auml;re, wo dringend der Meinungskorridor im eigenen Blatt breit gebaut werden m&uuml;sste, wieder scheitert. <\/p><p>Vieles deutet darauf hin: Noch immer fehlt es an der Bereitschaft, den eigenen Hang zur Konformit&auml;t in seinen Grundlagen zu hinterfragen. Und an genau dieser Eigenschaft, die leider im Journalismus tief verwurzelt ist, scheitert ein ums andere Mal eine kritische Berichterstattung. <\/p><p><em>Marcus Kl&ouml;ckner hat sich in den B&uuml;chern &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/sabotierte-wirklichkeit.html\">Sabotierte Wirklichkeit &ndash; oder: Wenn Journalismus zur Glaubenslehre wird<\/a>&ldquo; und &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/buecher\/medien\/zombie-journalismus.html?listtype=search&amp;searchparam=zombie-journalismus\">Zombie-Journalismus &ndash; Was kommt nach dem Tod der Meinungsfreiheit?<\/a>&ldquo; im Detail mit den Verwerfungen im Journalismus auseinandergesetzt.<\/em><\/p><p><em>Leserbriefe zu diesem Beitrag <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123259\">finden sie hier<\/a>.<\/em><\/p><p><small>Titelbild: Djavan Rodriguez \/ Shutterstock<\/small><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/vg01.met.vgwort.de\/na\/70c8d589dd684da5beaca37c0bce54e2\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Das ist die &Uuml;berschrift in der gedruckten Ausgabe. Online lautet die &Uuml;berschrift: &bdquo;Auch Journalisten haben in der Pandemie Fehler gemacht&ldquo;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Chefredakteur der <em>Rheinpfalz<\/em> meldet sich in Sachen <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=113182\">Corona-Aufarbeitung<\/a> zu Wort. <a href=\"https:\/\/www.rheinpfalz.de\/rheinpfalz-am-sonntag_artikel,-auch-journalisten-haben-in-der-pandemie-fehler-gemacht-_arid,5698864.html\">In einem langen Meinungsartikel<\/a> bringt er zum Ausdruck, dass es an der Zeit sei, <strong>die Aufarbeitung<\/strong> der &bdquo;Pandemiejahre mit Ehrlichkeit voranzutreiben&ldquo;. <a href=\"https:\/\/x.com\/ydillinger\">Yannick Dillinger<\/a> bittet &ouml;ffentlich in dem Blatt um Verzeihung. Das ist aller Ehren wert und verdient Respekt. 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