{"id":122949,"date":"2024-10-13T09:00:28","date_gmt":"2024-10-13T07:00:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949"},"modified":"2024-10-11T14:01:26","modified_gmt":"2024-10-11T12:01:26","slug":"hinweise-der-woche-380","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949#h01\">Stimmung im Keller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949#h02\">China-Z&ouml;lle: Wenn Politiker &ouml;konomische Prozesse falsch verstehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949#h03\">Stoltenberg: Die Ukraine k&ouml;nnte Gebietsverluste an Russland hinnehmen m&uuml;ssen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949#h04\">&bdquo;Auf allen Kan&auml;len, sprecht mit den Russen. Sagt ihnen, was wir als Antwort tun werden&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949#h05\">Foreign Policy: Washington muss daf&uuml;r sorgen, dass &bdquo;Berlins Gazprom-&Auml;ra&ldquo; vorbei ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949#h06\">Deutsche Dilemmata<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949#h07\">Pflegeversicherung Steigen die Sozialbeitr&auml;ge noch st&auml;rker?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949#h08\">Armutsforscher wettert gegen Machenschaften in der Politik: &bdquo;Wer hat das veranlasst?&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949#h09\">Befristungen im Job: Ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist f&uuml;r Berufsanf&auml;nger die Ausnahme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122949#h10\">Risikokommunikation w&auml;hrend der Corona-Krise: Drosten spricht von &bdquo;Umdeutung&ldquo; &ndash; stimmt das?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Stimmung im Keller<\/strong><br>\nDer Vorteil billiger Energiezufuhr ist der deutschen Industrie verloren gegangen. Das beschleunigt die Deindustrialisierung. Zum Stand der hiesigen Wirtschaft<br>\nDie Deutsche Bundesbank findet, die hiesige Wirtschaft befinde sich in &raquo;schwierigem Fahrwasser&laquo;. Sebastian Dullien, Chef des gewerkschaftsnahen Wirtschaftsforschungsinstituts IMK in D&uuml;sseldorf, stellt fest, die Wachstumssch&auml;tzungen der Regierung seien &raquo;zu optimistisch&laquo;. Da Wirtschaftsminister Robert Habeck (Die Gr&uuml;nen) und der Sachverst&auml;ndigenrat ohnehin nur auf ein Realwachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in diesem Jahr von allenfalls 0,3 Prozent gehofft hatten, kann das nur bedeuten, dass 2024 wieder ein Rezessionsjahr in Deutschland sein wird. Im August schwenkten die Konjunkturbeobachter mehrheitlich auf Rezession um.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/485044.wirtschaftsstandort-brd-stimmung-im-keller.html\">Lucas Zeise in junge Welt<\/a>\n<p>dazu: <strong>&Ouml;konom Tom Krebs: &bdquo;Im schlimmsten Fall wird Deutschland eine Disneyland-&Ouml;konomie&ldquo;<\/strong><br>\nTom Krebs ist ein erfahrener Wirtschaftsberater. Die Wirtschaftspolitik der Ampelregierung hat Deutschland schwer geschadet &ndash; und den Aufstieg der AfD beg&uuml;nstigt, sagt er im Interview.<br>\nDie deutsche Wirtschaft steckt in der Krise. Mit dem Beginn des Ukrainekriegs und den Sanktionen gegen Russland hat Deutschland einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil verloren, weil es sich von den vergleichsweise g&uuml;nstigen Gas- und &Ouml;limporten l&ouml;ste. Der renommierte &Ouml;konom und Regierungsberater Tom Krebs kritisiert die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung.<br>\nInsbesondere die Energiepolitik habe der deutschen Wirtschaft und der Bev&ouml;lkerung erhebliche Mehrkosten aufgeb&uuml;rdet, sagt er im Gespr&auml;ch mit der Berliner Zeitung. Er macht die Fehldiagnose der Bundesregierung und ihrer Berater f&uuml;r den Wirtschaftseinbruch, die gestiegene Inflation und den Aufstieg der AfD verantwortlich. Auch langfristig bestehe erhebliche Unsicherheit f&uuml;r den deutschen Wirtschaftsstandort.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/geopolitik\/oekonom-tom-krebs-im-schlimmsten-fall-wird-deutschland-eine-disney-land-oekonomie-li.2259443\">Berliner Zeitung<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Robert Habeck: Wunsch und Wirklichkeit<\/strong><br>\nDer Bundeswirtschafts- und Klimaminister hatte schon Anfang 2023 eine klare Vorstellung von der Zukunft der deutschen Wirtschaft. Bei einer Bundespressekonferenz zeigte er ein Schaubild mit der Entwicklung der Industrieproduktion und einigen Unterkomponenten (siehe Foto).<br>\nSeine Botschaft war klar: Dank der klugen Wirtschafts- und Klimapolitik der Ampel-Regierung werde sich ein Teil der Industrieproduktion (die gr&uuml;ne Kurve, die in der Legende als nicht energieintensiv gekennzeichnet ist) nach oben entwickeln und, wie man dem Foto klar entnehmen kann, schon im Januar\/Februar 2023 mit klar aufw&auml;rtsgerichteter Tendenz den Indexwert von 100 von unten durchsto&szlig;en. Mitgezogen von dieser dynamischen Entwicklung wird auch die gesamte Industrieproduktion, die ebenfalls den Indexwert von 100 erreicht.<br>\nDagegen zeigt der Minister auf dem Foto, dass der Teil der Industrie, der als energieintensiv gekennzeichnet ist, deutlich absackt und weit unter dem Indexwert von 90 bleibt. Man ahnt sofort, was der Minister damit sagen will: Kaum ist die richtige Regierung an der Macht, entwickeln sich die Dinge so, wie man es erwartet. Energieintensive Unternehmen haben keine Zukunft in Deutschland, aber den anderen wird es blendend gehen. Ist das nicht das Ergebnis von Habecks transformativer Angebotspolitik in Reinkultur?<br>\nLeider ist die Wirklichkeit etwas komplizierter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.relevante-oekonomik.com\/2024\/10\/08\/robert-habeck-wunsch-und-wirklichkeit\/\">Heiner Flassbeck<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>China-Z&ouml;lle: Wenn Politiker &ouml;konomische Prozesse falsch verstehen<\/strong><br>\nIn diesen Tagen kann man gut beobachten, wie ein falsches Verst&auml;ndnis &ouml;konomischer Prozesse enorme politische Konflikte nach sich zieht. Die Z&ouml;lle, die Europa, angetrieben von der Europ&auml;ischen Kommission und ihrer Chefin Ursula von der Leyen, auf chinesische E-Autos erheben will, zeigen wieder einmal, dass die moderne Politik enormen Schaden anrichtet, weil die Politiker die Systeme, in die sie eingreifen, nicht einmal im Ansatz verstehen.<br>\nAllenthalben und nicht nur in Europa werden Gefahren f&uuml;r den globalen Handel an die Wand gemalt, die mit China, China und nochmals China zu tun haben. Dahinter steht ohne Zweifel die Doktrin der amerikanischen Neocons, die mit allen Mitteln verhindern wollen, dass China auch nur an der amerikanischen Hegemonie kratzt.<br>\nAber die Angst vor der chinesischen Gefahr w&uuml;rde ohne die vermutete &ouml;konomische Bedrohung nicht glaubw&uuml;rdig sein. Doch genau die beruht auf einem Missverst&auml;ndnis. China ist nicht die ultimative Bedrohung f&uuml;r den &ldquo;Freihandel&rdquo;, weil es den &ldquo;Freihandel&rdquo;, den alle glauben, verteidigen zu m&uuml;ssen, gar nicht gibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.telepolis.de\/features\/China-Zoelle-Wenn-Politiker-oekonomische-Prozesse-falsch-verstehen-9964354.html%20\">Heiner Flassbeck auf Telepolis<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Z&ouml;lle auf chinesische E-Autos: Es geht dem Westen nicht um &bdquo;gleiche Marktregeln f&uuml;r alle&ldquo;<\/strong><br>\nAb November werden hohe Strafz&ouml;lle auf chinesische Elektroautos f&auml;llig. So beschloss es nun die EU-Kommission, im Windschatten der USA. Die Volksrepublik subventioniere ihre Automobilindustrie zu stark, hei&szlig;t es. Dieser Vorwurf ist absurd [&hellip;]<br>\nAuch die kapitalistischen Staaten des &bdquo;Westens&ldquo; f&ouml;rdern ihre Autoindustrie seit Jahrzehnten mit Milliarden. Industriepolitische Offensiven wie &bdquo;NextGeneration EU&ldquo; oder das &bdquo;Europ&auml;ische Chip-Gesetz&ldquo; f&ouml;rdern privates Kapital in Milliardenh&ouml;he. Dasselbe gilt f&uuml;r die USA, die die Schutzz&ouml;lle auf chinesische E-Autos und Solaranlagen von 25 auf 100 Prozent gesteigert haben. Der &bdquo;Westen&ldquo; handelt nicht aus hehren Prinzipien und im Sinne von gleichen Marktregeln f&uuml;r alle. Er bricht mit dem Freihandel, wann und wo er es kann, weil er dazu die Macht hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/ingar-solty\/strafzoelle-auf-chinesische-e-autos-worum-es-dem-westen-wirklich-geht\">der Freitag<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>&bdquo;Vor zehn Jahren erkl&auml;rten USA und EU, die Energiewende gelinge nicht ohne China. Heute bestrafen sie China mit hohen Z&ouml;llen.<\/strong><br>\nChina, einst als gr&ouml;sster Klimas&uuml;nder angesehen, hat die Welt in puncto erneuerbare Energien weit hinter sich gelassen. Journalist und Buchautor David Wallace-Wells verweist auf beeindruckende Zahlen, die das rasante Wachstum der chinesischen Kapazit&auml;ten verdeutlichen. &laquo;China setzt verschiedene gr&uuml;ne Energietechnologien mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit um und &uuml;bertrifft dabei die Prognosen der Analysten jedes Jahr aufs Neue&raquo;, so Wallace-Wells. Die Welt ausserhalb Chinas mache ebenfalls Fortschritte, aber wesentlich langsamere.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/umwelt\/energieproduktion\/energiewende-china-fuehrt-die-welt-an\/\">Infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Stoltenberg: Die Ukraine k&ouml;nnte Gebietsverluste an Russland hinnehmen m&uuml;ssen<\/strong><br>\nIn einem Interview kurz nach dem Ende seiner Amtszeit als Nato-Chef spricht Jens Stoltenberg dar&uuml;ber, wie der Ukrainekrieg seiner Meinung nach enden k&ouml;nnte.<br>\nDer ehemalige Nato-Generalsekret&auml;r Jens Stoltenberg hat in einem am Freitag ver&ouml;ffentlichten Interview mit der Financial Times ausf&uuml;hrlich und offen &uuml;ber den Ukrainekrieg gesprochen. Wenige Tage nach dem F&uuml;hrungswechsel an der Spitze des Milit&auml;rb&uuml;ndnisses gibt Stoltenberg Einblick in die Herausforderungen und Entscheidungen, die er im Zusammenhang mit dem russischen Angriffskrieg treffen musste &ndash; und r&auml;umt Fehler ein. &bdquo;Wir h&auml;tten ihnen vor der Invasion mehr Waffen geben sollen&ldquo;, sagt Stoltenberg beispielsweise. &bdquo;Und wir h&auml;tten ihnen nach der Invasion modernere Waffen schneller geben sollen. Ich &uuml;bernehme meinen Teil der Verantwortung.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/stoltenberg-die-ukraine-koennte-gebietsverluste-an-russland-hinnehmen-muessen-li.2260092\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/stoltenberg-zu-ukraine-gebiet-abgeben-fuer-nato-mitgliedschaft\/\">Infosperber<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/5b63bdc1-9e74-4464-92df-a5aa83c5b221\">FT (Bezahlschranke)<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Ukraine: Pl&ouml;tzlich reden die Nato-Chefs ganz anders<\/strong><br>\nHat die Nato ihre Haltung zur Ukraine ge&auml;ndert? Der alte und der neue Nato-Generalsekret&auml;r reden pl&ouml;tzlich ganz anders als noch vor wenigen Tagen.<br>\nSo schlie&szlig;t es der alte K&auml;mpe Stoltenberg nicht mehr aus, dass die Ukraine die von Russland besetzten Gebiete zumindest vorl&auml;ufig aufgeben mu&szlig;. Dies sagte er in einem Interview mit der FT &ndash; nach seinem Abschied als Nato-Generalsekret&auml;r.<br>\nVorher hat er das nie gesagt. Allerdings pfeifen es die Spatzen von den D&auml;chern, dass man in der Nato-Vormacht USA l&auml;ngst &uuml;ber einen Deal &ldquo;Land gegen Frieden&rdquo; mit anschlie&szlig;endem Nato-Beitritt der Rumpf-Ukraine nachdenkt. Man nennt es das (west-)deutsche Modell&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/ukraine-ploetzlich-reden-die-nato-chefs-ganz-anders\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>&bdquo;Auf allen Kan&auml;len, sprecht mit den Russen. Sagt ihnen, was wir als Antwort tun werden&ldquo;<\/strong><br>\nDer Krieg in der Ukraine hat die USA und Russland offenbar an die Grenzen der Diplomatie gebracht. Im Herbst 2022 soll Putin den Einsatz taktischer Atomwaffen in Betracht gezogen haben. Daraufhin kam es zum &bdquo;haarstr&auml;ubendsten Moment des gesamten Krieges&ldquo;, enth&uuml;llt nun der Pulitzer-Preistr&auml;ger Bob Woodward.<br>\nSeit der Invasion Russlands in die Ukraine wird dar&uuml;ber spekuliert, ob Wladimir Putin bei einer Niederlage auch taktische Atomwaffen einsetzen k&ouml;nnte. Und diese Bef&uuml;rchtungen scheinen tats&auml;chlich berechtigt, wie der renommierte Journalist Bob Woodward nun in seinem neuen Buch &bdquo;War&ldquo; enth&uuml;llt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article253934698\/Woodward-Enthuellungen-Auf-allen-Kanaelen-sprecht-mit-den-Russen-Sagt-ihnen-was-wir-als-Antwort-tun-werden.html\">Welt Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2024\/10\/08\/politics\/bob-woodward-book-war-joe-biden-putin-netanyahu-trump\">CNN<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Vielleicht kommen ja jetzt einige &bdquo;Experten&ldquo; zur Besinnung, die die Gefahr einer nuklearen Eskalation bislang herunterspielten oder immer noch Humbug halten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Foreign Policy: Washington muss daf&uuml;r sorgen, dass &bdquo;Berlins Gazprom-&Auml;ra&ldquo; vorbei ist<\/strong><br>\nForeign Policy, die Zeitung des sehr einflussreichen Council on Foreign Relations, hat einen Artikel ver&ouml;ffentlicht, der erneut die schon lange bekannten Ziele der US-Politik anschaulich aufzeigt, n&auml;mlich Russland und Deutschland dauerhaft zu trennen. [&hellip;]<br>\nSteinmeier, der wie kaum ein anderer Politiker die gescheiterte Russland-Politik Berlins verk&ouml;rpert, ist heute Deutschlands zeremonieller Bundespr&auml;sident und hat eine hervorragende Gelegenheit verpasst, am 24. Februar 2022 zur&uuml;ckzutreten, nachdem Russland den Einmarsch in die Ukraine begonnen hatte. Gabriel hat unterdessen auch kaum einen politischen Preis bezahlt. Er r&auml;umte versp&auml;tet Fehler in seinen Beziehungen zum Kreml ein und scheint sich als &uuml;berzeugter Transatlantiker mit Spitzenpositionen bei der Atlantik-Br&uuml;cke, der Harvard University und der Eurasia Group neu erfunden zu haben.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/anti-spiegel.ru\/2024\/foreign-policy-washington-muss-dafuer-sorgen-dass-berlins-gazprom-aera-vorbei-ist\/\">Anti-Spiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/foreignpolicy.com\/2024\/09\/25\/germany-russia-gas-nordstream-pipeline-sanctions-us-congress-putin-scholz-schroeder-gazprom\/\">Foreign Policy<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Der Fall Nord Stream: Wer hat die Pipelines in der Ostsee gesprengt?<\/strong><br>\nInvestigative Journalisten sprechen ebenso wie Bundestagsabgeordnete von einer Mauer des Schweigens. Holger Stark, Leiter des Investigativressorts der Zeit, etwa sprach von einem &bdquo;brutalen Druck auf alle Beh&ouml;rden, mit keinem Journalisten zu sprechen&ldquo;.2 Im Gespr&auml;ch mit dem Verfasser bezeichnet es der Bundestagsabgeordnete Ralf Stegner (SPD) als &bdquo;sehr verwunderlich&ldquo;, dass bei einem so gro&szlig;en Verbrechen in einem der best&uuml;berwachten Meere der Welt zwei Jahre nach der Tat so wenig herausgekommen ist. Stegners Kollege Andrej Hunko vom B&uuml;ndnis Sahra Wagenknecht (BSW) spricht sogar von &bdquo;provokativem Desinteresse an einer Aufkl&auml;rung&ldquo;.<br>\n&Uuml;ber die politische Verantwortung f&uuml;r den Sabotageakt gibt es bis heute im Prinzip drei verschiedene Theorien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/monde-diplomatique.de\/artikel\/!6040380\">Fabian Scheidler auf LMd<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Deutsche Dilemmata<\/strong><br>\nDie Bundesregierung verweigert sich weiterhin jeglicher Kritik an der israelischen Kriegf&uuml;hrung in Gaza und im Libanon wie auch der Forderung nach einem Stopp der Waffenlieferungen an Israel. In den vergangenen Tagen hatten mehrere UN-Spitzenfunktion&auml;re scharf gegen mutma&szlig;liche Kriegsverbrechen der israelischen Streitkr&auml;fte Position bezogen; Frankreichs Pr&auml;sident Emmanuel Macron fordert, keine Kriegswaffen mehr an Israel zu liefern. Bundeskanzler Olaf Scholz beschr&auml;nkte sich in einer Ansprache am gestrigen Sonntag darauf, pauschal f&uuml;r &bdquo;einen Waffenstillstand&ldquo; zu pl&auml;dieren. W&auml;hrend in diesen Tagen des Massakers der Hamas vom 7. Oktober 2023 gedacht wird, bei dem nahezu 1.200 Menschen unmittelbar ermordet wurden, sprengt der Krieg, mit dem Israel auf das Massaker reagiert, l&auml;ngst alle Schranken. So liegt die Zahl der get&ouml;teten Zivilisten im Gazastreifen nach einem Kriegsjahr doppelt so hoch wie die Zahl der get&ouml;teten Zivilisten in der Ukraine nach 30 Kriegsmonaten. Mehr als 80 Prozent aller Schulen in Gaza und fast alle Krankenh&auml;user wurden durch Bombardements schwer oder ganz zerst&ouml;rt. F&uuml;r Deutschland bleibt Israel wichtigster Milit&auml;rpartner jenseits der NATO.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/9709\">German Foreign Policy <\/a>\n<p>dazu: <strong>Jahrestag zum 7. Oktober: Der Krieg in Zahlen<\/strong><br>\nSeit Israels Premier Netanjahu nach dem Terroranschlag der Hamas das Ziel ausgab, die Terrororganisation zu vernichten, wird in Gaza gek&auml;mpft. Die Zerst&ouml;rung und das Leid haben unvorstellbare Ausma&szlig;e angenommen. Die Fakten zu einem Jahr Blutvergie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/projekte\/artikel\/politik\/gaza-krieg-zahlen-israel-hamas-tote-e457329\/\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/p>\n<p>dazu auch: <strong>Russland verb&uuml;ndet sich mit dem Iran, die Kriegswolken zerstreuen sich<\/strong><br>\nIsrael hat offenbar seinen geplanten Angriff auf den Iran auf Eis gelegt. Dieser R&uuml;ckzug ist auf eine Kombination von Umst&auml;nden zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, die Israels eigene hochtrabende Rhetorik, man sei bereit zum Losschlagen, L&uuml;gen straft.<br>\nTrotz Israels brillantem Medienmanagement sind Berichte aufgetaucht, dass der iranische Raketenangriff am 1. Oktober ein spektakul&auml;rer Erfolg war. Es war eine Demonstration der Abschreckungsf&auml;higkeit des Iran, Israel, wenn n&ouml;tig, zu vernichten. Die Unf&auml;higkeit der USA, iranische Hyperschallraketen abzufangen, hatte seine eigene Botschaft. Der Iran behauptet, dass 90 Prozent seiner Raketen das israelische Luftverteidigungssystem durchdrungen haben.<br>\nWill Schryver, ein technischer Ingenieur und Sicherheitskommentator, schrieb auf X: &bdquo;Ich verstehe nicht, wie jemand, der die vielen Videoclips der iranischen Raketenangriffe auf Israel gesehen hat, nicht erkennen und anerkennen kann, dass es sich um eine beeindruckende Demonstration der iranischen F&auml;higkeiten handelte. Die ballistischen Raketen des Iran durchbrachen die US-amerikanische\/israelische Luftabwehr und trafen mehrere israelische Milit&auml;rziele mit gro&szlig;en Sprengk&ouml;pfen.&ldquo; [&hellip;]<br>\nWas die Israelis jedoch abschreckt und die Amerikaner beunruhigt, ist etwas anderes &ndash; Russlands immer l&auml;nger werdende Schatten auf dem westasiatischen Teppich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/seniora.org\/politik-wirtschaft\/m-k-bhadrakumar-russland-verbuendet-sich-mit-dem-iran-die-kriegswolken-zerstreuen-sich\">Seniora.org<\/a><\/p>\n<p>und: <strong>Die US-Mainstream-Medien haben seit dem 7. Oktober versagt<\/strong><br>\nDie Medien in den USA haben nicht nur die israelische Entrechtung der Pal&auml;stinenser weitgehend ignoriert, sondern auch die Widerspr&uuml;che in Israels Milit&auml;rstrategie<br>\nEigentlich h&auml;tten die amerikanischen Medien nach dem 7. Oktober Jehad Abusalim einen Stammplatz in ihren Fernsehshows und Kommentarspalten vormerken m&uuml;ssen. Denn Abusalim, der das B&uuml;ro des Institutes for Palestine Studies in Washington DC leitet, stammt nicht nur aus Gaza, sondern spricht auch Hebr&auml;isch und promoviert derzeit in Geschichte, Hebr&auml;isch und Judaistik. Einige Monate vor dem Anschlag hatte er einen Essay ver&ouml;ffentlicht, in dem er argumentierte, dass die Hamas &bdquo;ihre Ressourcen f&uuml;r eine potenziell gr&ouml;&szlig;ere Konfrontation mit Israel strategisch zu schonen scheint&ldquo;. Es ist schwer vorstellbar, dass jemand in Taxidistanz zu den amerikanischen Fernsehstudios besser geeignet war, den Amerikanern das Massaker der Hamas und die brutale milit&auml;rische Reaktion Israels zu erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/the-guardian\/peter-beinart-us-mainstream-medien-haben-seit-7-oktober-versagt\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Pflegeversicherung Steigen die Sozialbeitr&auml;ge noch st&auml;rker?<\/strong><br>\nLaut einem Medienbericht steht die Pflegeversicherung vor der Pleite. Die Ampel ber&auml;t offenbar &uuml;ber eine L&ouml;sung. Ergebnis k&ouml;nnte sein, dass die Sozialbeitr&auml;ge so stark steigen wie seit 20 Jahren nicht mehr.<br>\nOffenbar ist die finanzielle Lage der gesetzlichen Pflegeversicherung noch dramatischer als bisher &ouml;ffentlich bekannt. Das berichtet das Redaktionsnetzwerks Deutschland und beruft sich dabei auf Koalitionskreise. Die Pflegeversicherung sei nach aktueller Einsch&auml;tzung der Regierung bereits im Februar zahlungsunf&auml;hig, wenn nicht vorher eingegriffen werde. Es gebe bereits Gespr&auml;che in der Ampel-Koalition, um eine Pleite zu verhindern, hei&szlig;t es weiter.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/pflegeversicherung-beitraege-100.html\">tagesschau<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/pflegeversicherungen-bald-zahlungsunfaehig-regierung-plant-rasche-reform-NISP5JOHBNF4TMYQF2XTP4WHZ4.html\">RND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Armutsforscher wettert gegen Machenschaften in der Politik: &bdquo;Wer hat das veranlasst?&ldquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Wenn man auf die aktuellen politischen Verh&auml;ltnisse blickt, wird h&auml;ufig Druck auf diejenigen gemacht, die unten in der Gesellschaft sind&ldquo;, erkl&auml;rt der Politikwissenschaftler im Gespr&auml;ch mit wa.de. &bdquo;Diese Gruppen werden mehr oder weniger bezichtigt, ein leistungsloses Einkommen zu haben, also &sbquo;Sozialschmarotzer&lsquo; zu sein.&ldquo; Den Armen werde vorgeworfen, sich nicht gen&uuml;gend anzustrengen, nicht gen&uuml;gend zu leisten und ihre finanzielle Misere deshalb selbst verschuldet zu haben.<br>\nDoch dabei w&uuml;rde mit zweierlei Ma&szlig; gemessen. &bdquo;Nichtstun wird eher bei denen kritisiert, die wenig Geld haben.&ldquo; Bei anderen, die Butterwegge die Hyperreichen nennt, werde das Nichtstun hingegen akzeptiert. Das liege daran, dass Reichtum und Wohlstand hierzulande h&auml;ufig mit Leistung assoziiert w&uuml;rde. In vielen F&auml;llen ein Mythos, sagt der Forscher: &bdquo;Die m&uuml;ssen ja gar nicht arbeiten, sondern leben von Dividenden und haben ihren Reichtum gr&ouml;&szlig;tenteils geerbt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wa.de\/hamm\/armutsforscher-warnt-menschen-etablierten-parteien-enttaeuscht-hamm-nrw-butterwegge-afd-politik-93337429.html%20\">Westf&auml;lischer Anzeiger<\/a>\n<p>dazu: <strong>Neue B&uuml;rgergeld-Sanktionen: Wiederholung der &bdquo;Fehler der Hartz-Gesetzgebung&ldquo;<\/strong><br>\nNicht mehr nur der Ton in der Debatte ums B&uuml;rgergeld versch&auml;rft sich. Die Bundesregierung plant h&auml;rtere Sanktionen f&uuml;r B&uuml;rgergeld-Empf&auml;ngerinnen und -Empf&auml;nger. Wer Termine oder zumutbare Arbeit vers&auml;umt, soll rigoroser sanktioniert werden. Das beschloss das Kabinett der Ampel-Koalition j&uuml;ngst und brachte eine Gesetzesvorlage auf den Weg. F&uuml;r Wohlfahrtsverb&auml;nde ist dieser Schritt ein fatales Signal. Sie beklagen Symbolpolitik, die weder die Betroffenen, noch den Arbeitsmarkt voranbringe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/politik\/buergergeld-sanktionen-arbeitslos-bundesregierung-ampel-spd-hartz-iv-armut-zr-93339350.html\">FR Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Befristungen im Job: Ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist f&uuml;r Berufsanf&auml;nger die Ausnahme<\/strong><br>\nArbeitskr&auml;fte fehlen, trotzdem gibt es nur selten gleich einen unbefristeten Job: Eine neue Studie zeigt, wie prek&auml;r die Lage ist &ndash; nicht nur an Schulen und Unis.<br>\nBefristete Arbeitsvertr&auml;ge sind in Deutschland weiter stark verbreitet, vor allem junge Menschen haben selten zum Berufseinstieg ein unbefristetes Arbeitsverh&auml;ltnis. Das stellt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung (WSI) auf Grundlage neuer Daten fest. Demnach sind fast 38 Prozent der Neuanstellungen befristet, bei jungen Besch&auml;ftigten fast die H&auml;lfte &ndash; allerdings gibt es starke regionale Unterschiede.<br>\nDie Untersuchung, die ZEIT ONLINE vorliegt, zeigt, dass 2023 knapp 40 Prozent aller neu eingestellten sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigten zun&auml;chst nur einen befristeten Arbeitsvertrag erhielten, bei Menschen unter 25 Jahren waren es sogar knapp die H&auml;lfte. Frauen werden etwas &ouml;fter befristet eingestellt als M&auml;nner (38,8 Prozent gegen&uuml;ber 36,9 Prozent).<br>\nDie Daten unterscheiden dabei allerdings nicht, ob es sich um Befristungen mit Sachgrund oder ohne handelt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/arbeit\/2024-10\/befristungen-job-arbeitsvertrag-wissenschaft-studie%20\">Zeit Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-neuanstellungen-befristet-daten-fuer-alle-staedte-und-landkreise-63878.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Arbeitslosigkeit wird 2025 wohl in allen Bundesl&auml;ndern steigen<\/strong><br>\nDie Konjunkturaussichten sind mau: Die Industrie verbucht einen st&auml;rkeren Auftragsr&uuml;ckgang als erwartet, die Verbraucher halten sich zur&uuml;ck. Nun drohen auch steigenden Arbeitslosenzahlen.<br>\nDie Arbeitslosigkeit wird einer Prognose zufolge im kommenden Jahr in allen Bundesl&auml;ndern im Zuge der schwachen Konjunktur zunehmen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article253883324\/IAB-Studie-Arbeitslosigkeit-wird-2025-wohl-in-allen-Bundeslaendern-steigen.html\">Welt Online<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/iab.de\/regionalprognose-fuer-2024-2025-regionale-arbeitsmaerkte-entwickeln-sich-schwach\/\">IAB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Risikokommunikation w&auml;hrend der Corona-Krise: Drosten spricht von &bdquo;Umdeutung&ldquo; &ndash; stimmt das?<\/strong><br>\nLeitlinien f&uuml;r eine professionelle Risikokommunikation waren schon vor Corona vorhanden. Bei einer Aufarbeitung der Corona-Pandemiema&szlig;nahmen muss die evidenzbasierte Risikokommunikation ein zentrales Thema sein. Aber kann man angesichts der chronischen Missachtung der vielen vorhandenen Leitlinien und Standards in der Vergangenheit hoffen, dass sie in Zukunft die Grundlagen der Risikokommunikation bilden werden? Oder werden sie in der n&auml;chsten Krise wieder ignoriert?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/open-source\/risikokommunikation-in-corona-krise-drosten-spricht-von-umdeutung-stimmt-das-li.2259841%20\">Marc-Denis Weitze und Martin Sprenger in Berliner Zeitung<\/a>\n<p>dazu auch: <strong>Drosten behauptet, er habe nie eine Impfpflicht gefordert &ndash; das Internet &uuml;berf&uuml;hrt ihn der L&uuml;ge<\/strong><br>\n&bdquo;Ich habe nie eine Impfpflicht gefordert&ldquo;, sagte Charit&eacute;-Virologe Christian Drosten in einem am 9.10. ver&ouml;ffentlichten Interview mit T-Online. Eine einfache Internet-Suchmaschinen-Anfrage &uuml;berf&uuml;hrt den obersten Virologie-Erkl&auml;rer der Regierung jedoch sehr schnell der Irref&uuml;hrung.<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/drosten-impfpflicht\/\">Norbert H&auml;ring<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_100506102\/maskenpflicht-und-impfungen-in-der-corona-pandemie-das-sagt-drosten-heute.html\">t-online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Nachdem Leser darauf hingewiesen haben, hat das Portal t-online bei Drosten noch einmal nachgefragt und das Interview entsprechend erg&auml;nzt. In seiner nachgereichten Antwort nimmt Drosten nun Bezug auf die Delta-Variante und erkl&auml;rt: &bdquo;Es war eindeutig belegt, dass die Impfung damals wirksam gegen die &Uuml;bertragung sch&uuml;tzte.&ldquo; Diese Aussage ist ebenfalls fragw&uuml;rdig und bietet erneut Anlass f&uuml;r weitere R&uuml;ckfragen. Denn eigentlich war auch damals in offiziellen Stellungnahmen schon bekannt, dass der &Uuml;bertragungsschutz, falls &uuml;berhaupt vorhanden, allenfalls reduziert und zeitlich sehr begrenzt war. Insofern stellt sich die Frage, welchen h&ouml;heren Schutz ein Patient erfahren h&auml;tte, wenn das Krankenhauspersonal zwar vorschriftsm&auml;&szlig;ig geimpft gewesen w&auml;re, der Zeitpunkt der abgeschlossenen Impfung aber schon l&auml;nger zur&uuml;ckliegt. Hinzu kommt, dass der &Uuml;bertragungsschutz gar nicht Teil der Zulassungsstudien war. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Langsam, aber sicher scheint das (vor allem mediale und politische) L&uuml;gen-Geb&auml;ude der Corona-Ma&szlig;nahmen-Bef&uuml;rworter einzust&uuml;rzen. Bitte lesen Sie dazu auch Risikokommunikation w&auml;hrend der Corona-Krise: Drosten spricht von &bdquo;Umdeutung&ldquo; &ndash; stimmt das? und dazu: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122679#h12\">Pandemie-Ursprung: Was wir bisher wissen und was nicht<\/a> mit Anmerkungen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der Hinweise des Tages anzuschauen. 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