{"id":12305,"date":"2012-02-22T08:44:21","date_gmt":"2012-02-22T07:44:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305"},"modified":"2012-02-22T08:44:21","modified_gmt":"2012-02-22T07:44:21","slug":"hinweise-des-tages-1576","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WL\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h01\">Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h02\">Griechenland gerettet &ndash; Wahnsinn ohne Ende!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h03\">&Uuml;bersicht Bankenrettungsmittel des Bundes (Soffin)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h04\">Horn: Krise im Euroraum geriete durch Insolvenz Griechenlands au&szlig;er Kontrolle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h05\">Ein Kontinent rutscht ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h06\">Rh&ouml;n Klinikum Salzgitter: Personaldecke weiter Ritt auf der Rasierklinge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h07\">Stuttgart 21: Schlichterspruch ist nicht bindend<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h08\">Finanzpolitische Entwicklungstendenzen und Perspektiven des &Ouml;ffentlichen Dienstes in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h09\">Amerikaner werden liberaler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h10\">Syrien und der Westen &ndash; Neue Thesen zum Freiheitskampf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h11\">Dramatischer Appell an die Weltwirtschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12305#h12\">Europ&auml;ische Union: Paradoxien aus 20 Jahren Integration und Erweiterung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12305&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gauck<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>B&uuml;rger gegen Joachim Gauck<\/strong><br>\nAlle lieben diesen Mann. Wirklich alle? Linke Aktivisten und Migrantenvertreter stimmen nicht in den Jubel &uuml;ber den Pr&auml;sidentschaftskandidaten Gauck ein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Linke-und-Migranten-zu-Gauck\/%2188106\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Verzerrte Zitate &ndash; Gauck und die Stille Post im Netz<\/strong><br>\nDer Umgang mit Joachim Gauck zeigt: Auch im Netz will richtiges Zitieren gelernt sein. Schnell wurde aus dem Liebling ein Hassobjekt gemacht, basierend gro&szlig;teils auf verzerrten Zitaten. Das verst&uuml;mmelte Zitat, eine Erfindung der Massenmedien, wird in den sozialen Medien schlecht nachgeahmt. [&hellip;]<br>\nNur am Rande sei die Gefahr der Trivialisierung des Holocaustgedenkens erw&auml;hnt. Un&uuml;bersehbar gibt es eine Tendenz der Entweltlichung des Holocaust. Das geschieht dann, wenn das Geschehen des deutschen Judenmordes in eine Einzigartigkeit &uuml;berh&ouml;ht wird, die letztlich dem Verstehen und der Analyse entzogen ist. [&hellip;] Im weiteren Verlauf der Rede wird klar, dass Gauck mit dem Halbsatz eigentlich meinte, dass es gef&auml;hrlich sei, so zu tun, als k&ouml;nne sich ein Holocaust sowieso nie wieder ereignen und man daher gar nicht besonders erinnern, analysieren, aufarbeiten m&uuml;sse &ndash; das Gegenteil einer Verharmlosung.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/web\/0,1518,816601,00.html\">SPIEGEL Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> In dem Punkt &bdquo;Trivialisierung des Holocaust&ldquo; hat Sascha Lobo Recht. Auch die NachDenkSeiten verwiesen in den gestrigen Hinweisen auf den von Lobo kritisierten <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/Kolumne-Besser\/!88071\/\">Artikel von Deniz Y&uuml;cel<\/a>. H&auml;tte Lobo es dabei belassen, w&auml;re sein Artikel zwar korrekt, aber wohl nicht kontrovers genug. Alle &uuml;brigen lt. Lobo &bdquo;verzerrten Zitate&ldquo; m&ouml;gen zwar losgel&ouml;st vom Kontext aufgegriffen worden sein &ndash; sinnentstellend und damit &bdquo;verzerrt&ldquo; sind die jedoch keinesfalls. Dazu empfehle ich (nicht nur Sascha Lobo) die Lekt&uuml;re dieses Artikels:<\/em><\/p>\n<p><strong>Der &ldquo;b&ouml;se Gauck&rdquo; und das Netz<\/strong><br>\n&ldquo;Gauck erscheint, wenn man seine Aussagen im Kontext liest, als durchaus komplexer und differenzierender Denker, der selbstverst&auml;ndlich zu Gedanken f&auml;hig ist, denen man in 140 Zeichen nur schwer gerecht werden kann. Er erscheint aber auch als Vertreter einer zutiefst konservativen Weltsicht, die sich fast ausschlie&szlig;lich aus den tats&auml;chlichen oder von ihm narrativ konstruierten Leitmotiven seiner eigenen Biographie speist. Er ist deshalb bestenfalls in der Lage, die Herausforderungen der Gegenwart zu erkennen &mdash; ernsthafte Ans&auml;tze zu ihrer L&ouml;sung hat er an keiner Stelle anzubieten. Im Gegenteil.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.scilogs.de\/wblogs\/blog\/sprachlog\/kultur\/2012-02-21\/der-boese-gauck-und-das-netz\">SciLogs<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin A.S.:<\/strong> Anatol Stefanowitsch besch&auml;ftigt sich differenziert mit der &ldquo;Kritik and der Kritik an Gauck&rdquo; und zeigt, weshalb Gaucks Aussagen auch dann noch fragw&uuml;rdig sind, wenn sie im Kontext betrachtet werden. Als Beispiele greift er Gaucks Standpunkte zu Thilo Sarrazin, Hartz IV und Vorratsdatenspeicherung heraus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>MDR l&ouml;scht Umfrage weil 77 Prozent gegen Joachim Gauck waren<\/strong><br>\nTja, wenn die Umfragewerte nicht in die politische Linie passen, dann wird einfach mal eine Umfrage beim MDR &ldquo;depubliziert&rdquo; oder anders gesagt &ldquo;gel&ouml;scht&rdquo;&hellip;<br>\nHier sehen Sie einen Snapshot der gel&ouml;schten Umfrage des MDR vom 20.02.2012:<br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/6199950_9d717d1e27_m.png\" alt=\"\"><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/bundes.blog.de\/2012\/02\/20\/mdr-loescht-umfrage-77-prozent-joachim-gauck-12861889\/#.T0N2gYgTc2s.facebook\">Bundesblog<\/a><\/li>\n<li><strong>Unsere leitenden Ossis &ndash; Merkel, Gauck und den Geist der DDR-Opposition<\/strong><br>\nAngela Merkel ging mit ihrer Freundin in die Sauna, als sich an einem Novembertag in Berlin die Mauer &ouml;ffnete. Ihrer Sehnsucht nach Freiheit gab sie eher gem&auml;chlich, dann freilich mit ungeheurem Erfolg. [&hellip;] Nein, die Pfarrerstochter stand, wie ihr Vater auch, dem System eher nahe als fern. Dass sie es heute zul&auml;sst, fast in die N&auml;he von DDR- kritischen Geistern ger&uuml;ckt zu werden, ist wohl eher einem gesch&ouml;nten Selbstbildnis als realer Einsch&auml;tzung zu verdanken.<br>\nAber das ist ja nun bei Joachim Gauck doch ganz anders, nicht wahr?<br>\nNun, was man im heutigen Sprachgebrauch B&uuml;rgerrechtler nennt, hat man fr&uuml;her als DDR-Opposition bezeichnet. Zur DDR-Opposition hat Gauck niemals geh&ouml;rt. Er trat auch nicht  in den system-kritischen Friedens- und  Umweltgruppen im Umfeld der Evangelischen Kirchen je  in Erscheinung. In den Publikationen, die in der DDR von kritischen Gruppen illegal herausgegeben  wurden, taucht der Name Gauck als Verfasser nicht auf.  Joachim Gauck hat sich im Oktober 1989 in Rostock dem &bdquo;Neuen Forum&ldquo; angeschlossen. Vorher ist ein politischen Engagement gegen den repressiven Staat nicht auszumachen. Ihn jetzt st&auml;ndig als Repr&auml;sentanten all jener zu w&uuml;rdigen, die den freiheitlichen Geist gegen das System aufrecht  erhalten haben, ist eine grobe &Uuml;berzeichnung seines  Lebensweges.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr5.de\/fileadmin\/user_upload\/Sendungen\/Politikum\/2012\/02\/Manuskripte\/21_Gerhard_Rein.pdf\">WDR5 Politikum [PDF &ndash; 63.1 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Joachim Gauck als &bdquo;Widerstandsk&auml;mpfer&ldquo; zu bezeichnen, ist schon reichlich schr&auml;g. Zu diesem Thema hatte der Journalist Gerhard Rein bereits im Juni 2010 einen <a href=\"http:\/\/www.havemann-gesellschaft.de\/fileadmin\/Redaktion\/Aktuelles_und_Diskussion\/Maerz-Dezember_2011\/Gerhard_Rein.pdf\">offenen Brief geschrieben [PDF &ndash; 14.6 KB]<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Jutta Ditfurth &ndash; Der Prediger der verrohenden Mittelschicht<\/strong><br>\nMit Christian Wulff hat sich die politische Klasse eines l&auml;stig geworden kleinb&uuml;rgerlichen korrupten Aufsteigers entledigt, w&auml;hrend die viel gr&ouml;&szlig;eren Gesch&auml;ftemacher der Parteien weiter ungest&ouml;rt ihren Interessen nachgehen k&ouml;nnen.<br>\nUm die Peinlichkeit zu &uuml;bert&uuml;nchen, wurde nun Joachim Gauck, der Prediger f&uuml;r die verrohende Mittelschicht gerufen. Dass CDU\/SPD\/FDP und Gr&uuml;ne ihn gemeinsam aufstellen verr&auml;t uns, dass uns noch mehr Sozialstaatszerst&ouml;rung, noch mehr Kriege und noch weniger Demokratie drohen. Einen wie ihn holt man, um den Leuten die Ohren vollzuquatschen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.trend.infopartisan.net\/trd0212\/t470212.html\">trend onlinezeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>Friedrich Schorlemmer &ndash; &ldquo;Gauck muss von Gerechtigkeit sprechen&rdquo;<\/strong><br>\nAls Bundespr&auml;sident d&uuml;rfe Joachim Gauck nicht nur von Freiheit reden, sondern m&uuml;sse auch soziale Probleme ernst nehmen, sagt der Theologe und Ex-B&uuml;rgerrechtler Friedrich Schorlemmer &ndash; und wirft Gauck &ldquo;ungeheure Arroganz&rdquo; vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik\/wulff-nachfolge--gauck-muss-von-gerechtigkeit-sprechen-,10808018,11676250\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Griechenland gerettet &ndash; Wahnsinn ohne Ende!<\/strong><br>\nDie permanente Rettungszone feiert einen weiteren Sieg, das n&auml;chste Rettungspaket von 130 Mrd. Euro f&uuml;r Griechenland ist durch, wie zu erwarten war, die falsche Strategie der Troika in Bezug auf Griechenland bleibt am Leben und das griechische Elend innerhalb der Eurozone geht in die Verl&auml;ngerung. Die Beteiligung der privaten Gl&auml;ubiger erfolgt etwas h&ouml;her als erwartet, sie verzichten auf 53,5% der Forderungen, alles in allem kommen -107 Mrd. Euro von der Schuldenuhr runter. Allerdings m&uuml;ssen die einzelnen Gl&auml;ubiger dem Schuldenschnitt noch zustimmen, die Umsetzung des Forderungsverzichts und die Umwandlung des &ldquo;Restes&rdquo; der Forderungen von 93 Mrd. Euro in neue langlaufende Anleihen ist ein zeitraubende Angelegenheit.Ein den Finanzministern der Eurozone vorgelegtes streng vertrauliches Papier (Preliminary Debt Sustainability Analysis) der Troika (IWF, EU, und EZB) vom 15.02.2012 verdeutlicht die Dramatik und die Hoffnungslosigkeit der Situation. Selbst in diesem Bericht, wird im optimistischen Baseline Szenario nur mit einem Absenken der Bruttostaatsschulden auf 129% des nominalen BIPs bis 2020 gerechnet. Im negativeren Alternative Scenario (Downsideszenario) sinkt allerdings bis 2020 der Bruttoschuldenstand nur auf 159% des nominalen BIPs, aber zuvor in 2015 klettert er noch auf 178%! Diese Rettung ist schon jetzt reine Makulatur, kleinste externe Schocks werden die Verlautbarungen in Luft aufl&ouml;sen lassen und zum Ziel einer relevanten Schuldenverringerung werden sie nicht f&uuml;hren. In dem Papier der Troika wird der Finanzierungsbedarf Griechenlands bis 2020 mit gewaltigen 245 Mrd. Euro angegeben. Allein 50 Mrd. Euro werden als Rekapitalisierung f&uuml;r die griechischen Banken ben&ouml;tigt. Die Troika stellt in dem Papier fest, dass sich die makro&ouml;konomischen Aussichten in Griechenland wesentlich verschlechtert h&auml;tten! Daran wurde seitens der Troika auch hart gearbeitet, denn mit dem rigiden Spardiktat tat sie alles, um die griechische Wirtschaft in die Depression zu bringen, was einem realistischen Weg zu einer Schuldenabsenkung klar konterkariert.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.querschuesse.de\/griechenland-gerettet-wahnsinn-ohne-ende\/\">Querschuesse<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"\/upload\/pdf\/120221_greece-dsa.pdf\">Preliminary Debt Sustainability Analysis [PDF &ndash; 369 KB]<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Bernard-Henri L&eacute;vy: Athener Albtraum<\/strong><br>\nEuropa besa&szlig; neben anderen Tugenden (Frieden, Wohlstand) auch jene, solche V&ouml;lker &ndash; im S&uuml;den wie im Osten &ndash; mit der Praxis der Freiheit zu vers&ouml;hnen, denen man sie f&uuml;r eine mehr oder weniger lange Zeit geraubt hatte. Und jetzt k&ouml;nnten die gleichen Institutionen, die gleichen gemeinschaftlichen Regeln, k&ouml;nnte die gleiche W&auml;hrung, kurz, das gleiche Europa genau den gegenteiligen Effekt haben, weil es ein Mitglied in die Anarchie st&uuml;rzt oder, was auf das Gleiche hinausliefe, in eine erzwungene Ordnung, eine Diktatur, den Faschismus. Das w&auml;re ein Fehlschlag, dessen Schockwelle weit &uuml;ber das Platzen der Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion hinausginge. Man h&auml;tte sich in einer solchen Aff&auml;re, politisch wie wirtschaftlich, in der man es mit einer so leicht entflammbaren Materie zu tun hat wie den V&ouml;lkern, ihrem Willen, ihrem Stolz, ihrem Ged&auml;chtnis, ihrer Revolte, ihrem &Uuml;berleben, mehr Fingerspitzengef&uuml;hl gew&uuml;nscht. Man h&auml;tte es gesch&auml;tzt, wenn die Erkl&auml;rungen der Verantwortlichen in Deutschland und Frankreich einen Ton gehabt h&auml;tten, der nicht einer des Diktats und der Verachtung ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/debatte\/article13869317\/Athener-Albtraum.html\">Welt Online<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man muss nicht L&eacute;vys Engagement f&uuml;r Libyen teilen, man muss nicht seiner Analyse zu Griechenland  folgen, aber in der Tat ist es keine Formfrage mehr, wie sich franz&ouml;sische und deutsche Politiker und Journalisten in Sachen Griechenland in abf&auml;lligster Weise &uuml;ber das europ&auml;ische Selbstverst&auml;ndnis von Demokratie erheben. Insbesondere Wofgang Sch&auml;uble scheint neuerdings kein Fettn&auml;pfchen zu vers&auml;umen bzw. Rat-Schl&auml;ge zu verteilen. In seinem j&uuml;ngsten Interview mahnt er u.a. an: &ldquo;Zur Hilfe geh&ouml;rt immer jemand, der sich helfen lassen will. Wir stehen seit geraumer Zeit bereit, den Griechen mit Finanzbeamten beim Aufbau einer effizienteren Steuerverwaltung zu helfen. Das Angebot wird <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/zur-hilfe-gehoert-immer-jemand-der-sich-helfen-lassen-will\/6227288.html\">bis heute nicht genutzt<\/a>.&rdquo;<\/em><br>\n<em>Dabei wei&szlig; Sch&auml;uble genau, dass z.B. seit l&auml;ngerem eine &bdquo;Task Force Griechenland&ldquo; der Europ&auml;ischen Kommission t&auml;tig ist, welche die griechische Regierung in Fragen einer besseren Steuereintreibung, der Reformen der Verwaltung und des Gesundheitssystems, der besseren Nutzung elektronischer Kommunikationsdienste im &ouml;ffentlichen Dienst und der Privatwirtschaft bis hin zu einer besseren Nutzung der unzureichend abgerufenen F&ouml;rdermilliarden der EU-Strukturfonds ber&auml;t. Die technische Hilfe f&uuml;r einen Mitgliedstaat durch die Kommission bzw. &uuml;ber die Kommission durch die Mitgliedstaaten ist ein bisher einmaliger Vorgang. Die Leitung hat Horst Reichenbach, ein Deutscher, der f&uuml;r Griechenland drei Investitionsfelder ausl&auml;ndische Direktinvestitionen ausgemacht hat: Tourismus, erneuerbare Energien und Agribusiness. Reichenbach hat u.a. schon l&auml;ngst begriffen, dass der von der Troika vorgelegte Zeitplan f&uuml;r Privatisierungen im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld illusorisch ist. Hinzukommt, dass die Privatisierungen nur zum kleinen Teil (15 Prozent) Unternehmen umfassen. Der weitaus gr&ouml;&szlig;te Teil sind Geb&auml;ude oder Grund und Boden. Derzeit wird wieder einmal mit erhobenem Zeigefinger darauf hingewiesen, dass Griechenland bis 2020 eine Schuldenquote von 120 Prozent des BIP erreichen m&uuml;sse. Dabei pfeifen es die Spatzen von den D&auml;chern, dass dieser Wert f&uuml;r schw&auml;chere Volkswirtschaft nicht zu handhaben ist. Im &uuml;brigen, was sollen diese Schuldenkennziffern im Verh&auml;ltnis zum BIP, wenn das BIP schneller einbricht als die Griechen sparen k&ouml;nnen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Uuml;bersicht Bankenrettungsmittel des Bundes (Soffin)<\/strong><br>\nStand: Februar 2012<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/120221_uebersicht_soffin-mittel_februar2012.pdf\">&Uuml;bersicht [PDF &ndash; 20 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Horn: Krise im Euroraum geriete durch Insolvenz Griechenlands au&szlig;er Kontrolle<\/strong><br>\nEine Insolvenz Griechenlands w&uuml;rde h&ouml;chst wahrscheinlich zu einer unkontrollierbaren Eskalation der Krise im Euroraum f&uuml;hren. Darauf weist Prof. Dr. Gustav A. Horn hin. &ldquo;Wenn es stimmt, dass wichtige Personen in der Bundesregierung eine Pleite des griechischen Staates mit anschlie&szlig;endem Schuldenschnitt f&uuml;r einen Beitrag zur Krisenl&ouml;sung halten, dann gilt in der Eurozone wieder Alarmstufe rot&rdquo;, sagt der Wissenschaftliche Direktor des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\n&ldquo;Eine Staatsinsolvenz ist immer ein tiefer Einschnitt, der in den betroffenen L&auml;ndern zu Wohlstandsvernichtung und oft zu Chaos f&uuml;hrt&rdquo;, betont Horn. Alle historischen Erfahrungen zeigten, dass Staaten nach einer Pleite &uuml;ber lange Zeit von den Kapitalm&auml;rkten abgeschnitten blieben. In einer W&auml;hrungsunion sei von diesen Konsequenzen nicht nur das insolvente Land selber betroffen, sondern auch seine W&auml;hrungspartner. &ldquo;Es ist naiv darauf zu setzen, dass die Finanzm&auml;rkte eine Insolvenz Griechenlands insgeheim schon antizipiert h&auml;tten und darum als rein formalen Akt hinnehmen w&uuml;rden. Eine Pleite w&uuml;rde vielmehr vollends Panik bei den Anlegern ausl&ouml;sen. Wir haben bereits im vergangenen Herbst erlebt, wie schnell ein daraus entstehender K&auml;uferstreik auf L&auml;nder &uuml;bergreift, bei denen sich das zuvor niemand hat vorstellen k&ouml;nnen. Die Ansteckungsgefahr ist riesig&rdquo;, sagt Horn.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_38972.htm\">Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein Kontinent rutscht ab<\/strong><br>\nBeinahe in der gesamten Euro-Zone ist die Wirtschaft Ende 2011 geschrumpft. Nur in Frankreich, Zypern und Finnland gab es zwischen Oktober und Ende Dezember im Vergleich zum Vorquartal keine roten Zahlen. Im Durchschnitt aller 17 L&auml;nder der Gemeinschaftsw&auml;hrung ging die Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent zur&uuml;ck, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg bekannt gab. Besonders tief war die Krise in den Schuldenl&auml;ndern. Das Minus von 0,2 Prozent in Deutschland, der gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft Europas, hatte das Statistische Bundesamt bereits Anfang Januar gesch&auml;tzt, die endg&uuml;ltigen Zahlen fielen nur geringf&uuml;gig besser aus, als damals angegeben. Wirtschaftsforscher und Politiker hoffen darauf, dass die Wachstumspause hierzulande bald vor&uuml;ber ist und Deutschland keine Rezession erlebt. &bdquo;Im Jahresverlauf findet die deutsche Wirtschaft wieder zu einem h&ouml;heren Wachstum zur&uuml;ck&ldquo;, lie&szlig; Wirtschaftsminister Philipp R&ouml;sler (FDP) erkl&auml;ren. Die Prognosen f&uuml;r das Gesamtjahr liegen allerdings noch recht weit auseinander: W&auml;hrend das gewerkschaftsnahe Institut IMK f&uuml;r 2012 ein Minus von 0,1 Prozent kommen sieht, erwartet die Gro&szlig;bank Unicredit ein Plus von 0,9 Prozent.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/ein-kontinent-rutscht-ab\/6214748.html\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/epp.eurostat.ec.europa.eu\/cache\/ITY_PUBLIC\/2-15022012-AP\/DE\/2-15022012-AP-DE.PDF\">BIP im Euroraum und in der EU27 um 0,3% gefallen &ndash; eurostat [PDF &ndash; 130 KB]<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.destatis.de\/jetspeed\/portal\/cms\/Sites\/destatis\/Internet\/DE\/Presse\/pm\/2012\/02\/PD12__053__811,templateId=renderPrint.psml\">Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal 2011 leicht zur&uuml;ckgegangen &ndash; destatis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man fragt sich wie z.B. Herr R&ouml;sler bei diesem Umfeld von einer &ldquo;Wachstumsdelle&rdquo; sprechen kann. Die Eurozone ist immer noch die wichtigste Destination f&uuml;r deutsche Exporte und was machen ihre Mitglieder: Sie fahren auf deutsches Gehei&szlig; einen Austerit&auml;tskurs. Dabei lernt jeder Erstsemestler, dass der Aufschwung die richtige Zeit f&uuml;r fiskalische Austerit&auml;t ist. Wer einwenden m&ouml;chte, das die W&auml;hrungsunion einen immer kleineren Teil der deutschen Exporte aufnimmt und auf die Weltwirtschaft verweist, hat die j&uuml;ngsten Warnungen von IWF und Weltbank nicht mitbekommen. &ldquo;Das Risiko ist real, dass die M&auml;rkte weltweit einfrieren und eine globale Krise wie im September 2008 ausbricht&rdquo;, schreiben die &Ouml;konomen der Weltbank. Eine Versch&auml;rfung der Euro-Schuldenkrise w&uuml;rde zu einem Absinken der weltweiten Wachstumsrate um vier Prozentpunkte f&uuml;hren und somit einen R&uuml;ckgang der globalen Wirtschaftsleistung ausl&ouml;sen. &ndash;  Vor allem aber, was ist eigentlich im XXL-Jahr 2011 in Deutschland passiert? O.K, das BIP ist um drei Prozent gewachsen, schon weniger beeindruckend ist die Besch&auml;ftigung um 1,3 Prozent gestiegen. Aber was hat uns das wirklich gebracht? Das reale Masseneinkommen ist um 0,3 Prozent h&ouml;her als 2001. Die monatlichen, realen Nettol&ouml;hne- und Geh&auml;lter je Arbeitnehmer erreichen nicht einmal die Werte von 1992, melden nicht nur der DGB, sondern auch die nicht unbedingt arbeitnehmernahe FTD (15.2.2012). Soviel zur Binnennachfrage als Ausgleich f&uuml;r den Ausfall an der Au&szlig;enwirtschatsfront..<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Rh&ouml;n Klinikum Salzgitter: Personaldecke weiter Ritt auf der Rasierklinge<\/strong><br>\nPatientenversorgung nach wie vor gef&auml;hrdet &ndash; Gewerkschaft und Betriebsrat fordern Sofortprogramm zu Risikomanagement und Krankheitsausf&auml;llen<br>\nDie Personaldecke im Rh&ouml;n Klinikum Salzgitter ist nach wie vor f&uuml;r Patienten und Besch&auml;ftigte ein &bdquo;t&auml;glicher Ritt auf der Rasierklinge&ldquo;. Ge&auml;ndert hat sich nichts. So lautete die Bilanz der Gewerkschaft ver.di drei Monate nachdem sie bereits im November vergangenen Jahres auf den erheblichen Personalmangel hingewiesen hatte. Die ordnungsgem&auml;&szlig;e Patientenversorgung ist weiter gef&auml;hrdet, weil das Personal h&auml;ufig mit der aktuellen Besetzung nicht alle erforderlichen T&auml;tigkeiten gewissenhaft im Sinne der Patientenversorgung erbringen kann.<br>\nGewerkschaft und Betriebsrat fordern deshalb nun ein Sofortprogramm zu Risikomanagement und Krankheitsausf&auml;llen.<br>\nver.di-Sprecher Jens Havemann: &bdquo;Es kann kein &bdquo;Weiter so&ldquo; geben! Es muss dringend genau geregelt werden, was passiert, wenn Besch&auml;ftigte vor Ort absehen k&ouml;nnen, dass sie aufgrund der zu geringen Personaldecke nicht alles schaffen k&ouml;nnen. Wir m&uuml;ssen sicherstellen, dass im Akutfall die Ma&szlig;nahme sofort greift, ohne dass es zu einer Unterversorgung kommt.&ldquo;  Dies soll in einer Betriebsvereinbarung detailliert festgeschrieben werden.<br>\nGleiches gilt f&uuml;r die Verfahrensweise bei Krankheitsausf&auml;llen. Diese sind h&auml;ufig Ursache f&uuml;r Versorgungsengp&auml;sse und von daher eine der wichtigsten Risikoquellen bei der Patientenversorgung.<br>\nHavemann weiter: &bdquo;Kaum ein Krankheitsausfall kann bei der engen Personalausstattung von den &uuml;brigen diensthabenden Pflegekr&auml;ften noch aufgefangen werden. F&auml;llt jemand krank aus, ist die Patientenversorgung akut gef&auml;hrdet.<br>\nBesch&auml;ftigte, die selbst dringend auf ihre Erholung angewiesen sind, werden dann angerufen und zur Arbeit eingeteilt. Das ist sehr aufw&auml;ndig, dauert und ist letztlich nicht im Sinne einer verl&auml;sslichen Patientenversorgung.<br>\nZudem werden die Besch&auml;ftigten durch das st&auml;ndige &bdquo;Holen aus dem Frei&ldquo; gesundheitlich extrem belastet, weil sie sich nicht regenerieren k&ouml;nnen. In der H&auml;ufung f&uuml;hrt das unweigerlich zu weiteren Krankheitsausf&auml;llen und versch&auml;rft damit die Lage statt sie zu l&ouml;sen.&ldquo;<br>\nDie L&ouml;sung sehen Gewerkschaft und Betriebsrat in einem zielgerichteten Ausfallmanagement. Krankheitsausf&auml;lle sind in einem gro&szlig;en Krankenhaus an der Tagesordnung. Bevor dauernd aufw&auml;ndig den Besch&auml;ftigten, die eigentlich frei haben, hinterher telefoniert wird, w&auml;re es sinnvoller, von vornherein einen Springerpool oder eine Rufbereitschaft einzurichten. So kann dann die Vertretung schnell und effektiv organisiert werden kann, ohne dass es zur Beeintr&auml;chtigung der Patientenversorgung kommt.<br>\nGern verweist die Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin auch darauf, dass in Salzgitter konzern&uuml;bliche Stellenpl&auml;ne eingehalten und umgesetzt w&uuml;rden. Havemann: &bdquo;Selbst wenn die Behauptung tats&auml;chlich zutreffen sollte, was keiner &uuml;berpr&uuml;fen kann, beweist die Realit&auml;t, dass der Stellenplan den Praxistest nicht besteht.  Wenn am Ende permanent nur die Wahl zwischen Unterversorgung der Patienten oder Gesundheitsgefahr f&uuml;r die Besch&auml;ftigten bleibt, kann doch wohl etwas nicht stimmen. Wer im Krankenhaus am Personal spart, spart letztlich bei den Patienten.&ldquo;<br>\nQuelle: ver.di<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stuttgart 21: Schlichterspruch ist nicht bindend<\/strong><br>\nGei&szlig;ler selbst hat sehr wohl gewusst, dass sein Spruch nicht einklagbar sein werde: &bdquo;Es war klar, dass daraus keine rechtliche Bindung entstehen konnte, wohl aber eine psychologische und politische Wirkung die Folge war&ldquo;, so hat er es in seinem Papier selbst formuliert. Letztere Effekte allerdings hat der Mediator wohl etwas &uuml;bersch&auml;tzt.<br>\nSo sinnvoll und erhellend der sogenannte Faktencheck zu Stuttgart 21 auch gewesen sein mag, der erhebliche Schwachstellen des Bahnprojekts aufdeckte, so wenig taugt Gei&szlig;lers Spruch als in Stein gemei&szlig;eltes Gebot f&uuml;r die weitere Planung und Finanzierung des Bahnprojekts. Dementsprechend haben Klagen von Stuttgart-21-Gegnern unter Berufung auf die Gei&szlig;ler-Doktrin auch keinerlei Aussicht auf Erfolg.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stuttgarter-zeitung.de\/inhalt.stuttgart-21-schlichterspruch-ist-nicht-bindend.fa8f5ae7-83d7-46f3-a88d-413bc023ae40.html\">Stuttgarter Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Einen besseren Beleg, dass das ganze Schlichtungsverfahren nur ein Ablenkungsman&ouml;ver war und Heiner Gei&szlig;ler nur der Gaukler der das Publikum ablenken sollte, kann man kaum finden.<\/em> <\/p>\n<p><strong>Zum Thema: Abstellgleis f&uuml;r alle<\/strong><br>\nDer Bahnhofsbau von Stuttgart liegt auf der Resterampe des Feuilletons. Dort gr&uuml;belt man &uuml;ber Modernisierungsverweigerer, gr&uuml;ne Ideologen und schw&auml;bische Wutb&uuml;rger. Eine tragisch verzerrte Wahrnehmung. Denn Stuttgart 21 ist ein Abstellgleis, auf das alle Bahnkunden geschoben werden, der Personenverkehr ebenso wie der G&uuml;terverkehr. Eine tiefer gelegte Sackgasse der deutschen Verkehrspolitik. Milliarden werden in Stuttgart und auf der Schw&auml;bischen Alb verbaut, die f&uuml;r ungleich wichtigere Bahnprojekte fehlen. Deutlich mehr G&uuml;ter auf die Schiene zu bringen, dieses Ziel wird Deutschland auf absehbare Zeit nicht erreichen &ndash; auch wegen Stuttgart 21. Wilm H&uuml;ffer rekonstruiert anhand zahlreicher bahninterner Unterlagen den Schacher um das schw&auml;bische Gro&szlig;projekt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/web.ard.de\/radio\/radiofeature\/?page_id=2184#awp::?page_id=2184\">das ARD radiofeature <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> H&ouml;renswert!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Finanzpolitische Entwicklungstendenzen und Perspektiven des &Ouml;ffentlichen Dienstes in Deutschland<\/strong><br>\nIn Deutschland tr&auml;gt der Staat auf verschiedene Weise besch&auml;ftigungspolitische Verantwortung. Seine finanzpolitischen Entscheidungen beeinflussen nachhaltig die Rahmenbedingungen der wirtschaftlichen Akteure. Der Staat ist verpflichtet, bei seinen finanzpolitischen Entscheidungen gesamtwirtschaftliche Belange zu ber&uuml;cksichtigen. An dieser Aufgabe hat sich auch nichts durch die Einf&uuml;hrung der sog. Schuldenbremse ge&auml;ndert. Zudem tritt er als Arbeitgeber unmittelbar als Nachfrager auf dem Arbeitsmarkt auf; gegenw&auml;rtig sind rund 15 % aller Arbeitnehmer im &ouml;ffentlichen Dienst besch&auml;ftigt. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat sich der Staat auf beiden Feldern zumeist defensiv verhalten: Im Wesentlichen zielten die finanzpolitischen Ma&szlig;nahmen auf eine Verringerung der Staatst&auml;tigkeit: Zu hohe Sozialausgaben w&uuml;rden, so hie&szlig; es allerorten, die Antriebskr&auml;fte des Systems zum Schaden aller erlahmen, mehr Deregulierung und Privatisierung staatlicher Leistungen w&uuml;rden die allokative Effizienz erh&ouml;hen. Die hohe Arbeitslosigkeit wurde als strukturell interpretiert, sie wurde mittels umfangreicher Steuersenkungen bek&auml;mpft.  Vor diesem Hintergrund waren Einschnitte Ausgabenseitig unvermeidlich, und K&uuml;rzungen im &ouml;ffentlichen Dienst waren vorprogrammiert. Von ihnen gingen negative Einfl&uuml;sse auf das gesamtwirtschaftliche Wachstum und die Besch&auml;ftigung aus, die weitaus st&auml;rker waren als die expansiven Einfl&uuml;sse der verschiedenen Steuerentlastungen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_study_25_2012.pdf\">IMK [PDF &ndash; 953 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Amerikaner werden liberaler<\/strong><br>\nIn den USA sch&auml;rfen Kulturk&auml;mpfer ihre Worte. Je deutlicher die Wirtschaftsdaten ins Positive tendieren, desto st&auml;rker steuern konservative Politiker die Debatte in Richtung Moral und &ldquo;Familienwerte&rdquo;. Irgendetwas Z&uuml;ndendes wird sich ja wohl gegen Barack Obama finden lassen. Doch heute will &ldquo;das Volk&rdquo; nicht mehr richtig mitmachen. Die US-Amerikaner sind in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten toleranter geworden, vor allem die jungen Amerikaner. Anders als in den 90er Jahren hat sich das Familienbild gewandelt. 41 Prozent der M&uuml;tter insgesamt und mehr als die H&auml;lfte der M&uuml;tter unter 30 Jahren sind bei der Geburt ihres Kindes nicht verheiratet. Nach j&uuml;ngsten Umfragen bef&uuml;rwortet auch rund die H&auml;lfte der US-Amerikaner die Zulassung gleichgeschlechtlicher Ehen. Bei den 18- bis 34-J&auml;hrigen sind es sogar 70 Prozent. Der Bundesstaat Washington hat vergangene Woche als siebter (von f&uuml;nfzig) US-Bundesstaat gleichgeschlechtliche Ehen zugelassen. Maryland steht kurz davor. Dagegen gehen in der Abtreibungsfrage die Meinungen auseinander. Doch nur eine Minderheit fordert ein umfassendes Verbot.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2012%2F02%2F21%2Fa0103&amp;cHash=f9ee75b8a6\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Syrien und der Westen &ndash; Neue Thesen zum Freiheitskampf<\/strong><br>\nG&uuml;nter Meyer, Leiter des Zentrums f&uuml;r Forschung zur arabischen Welt an der Johannes-Gutenberg-Universit&auml;t Mainz, ist &uuml;berzeugt: Die Oppositionellen in Syrien werden vom Westen ausger&uuml;stet und logistisch unterst&uuml;tzt. Es geht um starke geopolitische Interessen des Westens in diesem Raum. Wir haben mit ihm gesprochen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.3sat.de\/page\/?source=\/kulturzeit\/themen\/160642\/index.html\">3sat Kulturzeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Dramatischer Appell an die Weltwirtschaft<\/strong><br>\nUmweltforscher wollen die Berechnung von Wohlstand und Wachstum neu definieren. Der schleichende Niedergang von &Ouml;kosystemen soll mit in die Berechnung des Wohlstandes einflie&szlig;en und die bisherige Mess-Methode, das Bruttosozialprodukt, erg&auml;nzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/unep-jahrestagung-in-nairobi-dramatischer-appell-an-die-weltwirtschaft,1472780,11675120.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Europ&auml;ische Union: Paradoxien aus 20 Jahren Integration und Erweiterung<\/strong><br>\nDie Ergebnisse aus den vergangenen 20 Jahren europ&auml;ischer Integration sind paradox. Noch vor zwei Jahrzehnten hatten Paris, Rom und Bonn ein enormes Vertrauen darin, die europ&auml;ische Einigung vertiefen zu k&ouml;nnen. Die Schaffung der Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion (EWU) durch den Vertrag von Maastricht wurde als fortschrittlichstes und erfolgreichstes Beispiel daf&uuml;r angesehen, wie sich Staaten zu einer engen Kooperation verbinden k&ouml;nnen. Nationale W&auml;hrungen, immer ein Symbol staatlicher Souver&auml;nit&auml;t, konnten auf dem Altar europ&auml;ischer Integration geopfert werden. M&ouml;gliche Bedrohungen, so dachte man, k&auml;men von au&szlig;en, etwa ausgel&ouml;st durch den Zusammenbruch der Sowjetunion und Jugoslawiens. Wie berechtigt diese Bef&uuml;rchtungen waren, best&auml;tigte sich bereits wenige Jahre sp&auml;ter in den Balkankriegen, die deutlich vor Augen f&uuml;hrten, dass das Ende des Kommunismus mit Instabilit&auml;t, Konflikt und Gewalt einhergehen konnte. Heute stellt sich das Bild genau andersherum dar. Mittel- und Osteuropa scheinen stabil zu sein; Staaten wie Polen pr&auml;sentieren sich geradezu als Mustersch&uuml;ler guten Haushaltens und demokratischer Regierungst&auml;tigkeit. Sorgen um die Stabilit&auml;t gehen heute eher von &auml;lteren EU-Mitgliedstaaten aus wie Griechenland, Irland oder Italien sowie von der Krise der EWU. Dieser Beitrag wird den Prozess der europ&auml;ischen Integration &uuml;ber die zur&uuml;ckliegenden zwei Jahrzehnte zur&uuml;ckverfolgen und fragen, wie Europa in die Krise geraten konnte und ob es tats&auml;chlich droht, auseinanderzufallen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2012\/04\/Beilage\/004.html\">Aus Politik und Zeitgeschichte<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> In einer der letzten Beilagen &ldquo;Aus Politik und Zeitgeschichte&rdquo; der Zeitschrift das Parlament <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2012\/04\/index.html\">bildete Europa den Schwerpunkt<\/a>.<\/em><br>\n<em>Auch wenn man im Einzelnen den Beitr&auml;gen nicht in allem folgen mag, Anregungen zum Nachdenken bieten sie allemal. So auch:<\/em><\/p>\n<p><strong>Die Fiskalkrise und die Einheit Europas<\/strong><br>\nDie Finanzkrise von 2008 und die anschlie&szlig;ende, bis heute andauernde Fiskalkrise der westlichen Industriegesellschaften haben ein Ma&szlig; an Turbulenz in die nationale und internationale Politik gebracht, wie man es seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht mehr gekannt hat. Rasch erreichten die Ersch&uuml;tterungen auch die Europ&auml;ische Union, die gerade dabei war, sich nach den R&uuml;ckschl&auml;gen der Volksabstimmungen &uuml;ber ihren sp&auml;ter nicht mehr so genannten &bdquo;Verfassungsvertrag&ldquo; neu zu organisieren. &hellip;. Ob die zurzeit in die Wege geleitete technokratische Disziplinierung der europ&auml;ischen Nationen zur Durchsetzung von Austerit&auml;t im S&uuml;den und Kollektivhaftung (&bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo;) im Norden gelingen wird, steht dahin. Die Alternative allerdings &ndash; eine Verschiebung der auf nationaler Ebene gegenstandslos werdenden Demokratie auf die supranationale Ebene, um derentwillen demokratisch inspirierte Integrationsbef&uuml;rworter die Erosion der nationalen Demokratie ebenso sehnlich herbeiw&uuml;nschen wie die Kapitalm&auml;rkte und die Br&uuml;sseler Technokraten &ndash; erscheint illusorisch, weil sie vielleicht nicht f&uuml;r die Empf&auml;nger-, auf jeden Fall aber f&uuml;r die Gebernationen und ihre Wirtschaft unakzeptabel w&auml;re. So bleibt die Demokratie in Europa eng an den Nationalstaat und seine Souver&auml;nit&auml;t gebunden, die im Begriff sind, in der sich unter dem Krisendruck weiterentwickelnden W&auml;hrungs- und Fiskalunion und einer nach den Bed&uuml;rfnissen der internationalen Finanzindustrie geformten politischen Union gemeinsam unterzugehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.das-parlament.de\/2012\/04\/Beilage\/002.html\">Aus Politik und Zeitgeschichte<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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