{"id":12310,"date":"2012-02-22T09:03:52","date_gmt":"2012-02-22T08:03:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12310"},"modified":"2019-02-15T12:31:53","modified_gmt":"2019-02-15T11:31:53","slug":"12310","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12310","title":{"rendered":"Kein Grund zum Feiern: 10 Jahre Hartz-Kommission"},"content":{"rendered":"<p>Am 22. Februar 2002 richtete die rot-gr&uuml;ne Regierung eine Kommission &bdquo;Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&ldquo; ein, die Peter Hartz, seinerzeit Personalvorstandsmitglied der Volkswagen AG, leitete und eigentlich nur Vorschl&auml;ge zur Organisationsreform der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit (Umwandlung der N&uuml;rnberger Beh&ouml;rde in eine moderne Dienstleistungsagentur) machen sollte. Nachdem diese wegen gef&auml;lschter Vermittlungsbilanzen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war, nutzten die sozialdemokratischen und b&uuml;ndnisgr&uuml;nen &bdquo;Modernisierer&ldquo; den Skandal, um den von ihnen beklagten &bdquo;Reformstau&ldquo; auf dem Arbeitsmarkt aufzul&ouml;sen. Von <strong>Christoph Butterwegge<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nDer vom damaligen Bundesarbeits- und Sozialminister Walter Riester im Einvernehmen mit Frank-Walter Steinmeier (seinerzeit Leiter des Kanzleramts) berufenen Kommission geh&ouml;rten 15 Mitglieder an. Darunter befanden sich neben Hartz weitere Manager sowie mehrere Unternehmensberater, ein Kommunalpolitiker und zwei Wissenschaftler. Vor- und Zuarbeiten leistete die Bertelsmann Stiftung, deren Konzepte zur Liberalisierung des Arbeitsmarktes die Richtschnur des angestrebten Reformprozesses bildeten. Deutlich unterrepr&auml;sentiert waren die Gewerkschaften, ihr Dachverband, der DGB, ebenso wie Betriebsr&auml;te und Initiativen der Erwerbslosen als unmittelbar Betroffene gar nicht vertreten.<\/p><p>Peter Hartz, ein sympathisch wirkender, kumpelhaft auftretender und harmonies&uuml;chtiger Technokrat, glaubte allen Ernstes, den Arbeitsmarkt, den Wohlfahrtsstaat und die ganze Gesellschaft nach dem Muster eines sozialpartnerschaftlich orientierten Automobilkonzerns (um)gestalten zu k&ouml;nnen. Daher weitete er den urspr&uuml;nglich sehr eingeschr&auml;nkten Aufgabenbereich der Kommission im Sinne seiner Auftraggeber mehr und mehr aus. Pers&ouml;nlich mit dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der befreundet und in Gewerkschaftskreisen wie im Unternehmerlager gut vernetzt, gelang es Hartz mit seiner offenen, umg&auml;nglichen und verbindlichen Art, Meinungsverschiedenheiten innerhalb der von ihm geleiteten Kommission auszutarieren sowie Einm&uuml;tigkeit zwischen allen Mitgliedern herzustellen. Obwohl zwischenzeitlich ein Minderheitsvotum angek&uuml;ndigt worden war, gab es bei der einzigen Abstimmung (&uuml;ber den Bericht) keinen Widerspruch mehr. Ohne den geschickt als Moderator der Kommission und als &ouml;ffentlicher Kommunikator ihrer Ergebnisse fungierenden Peter Hartz w&auml;re dabei kein &uuml;ber fast alle Parteigrenzen hinweg als &bdquo;Bibel der Arbeitsmarktreform&ldquo; gefeiertes Dokument herausgekommen.<\/p><p><strong>Historischer Exkurs: Hartz in Weimar<\/strong><\/p><p>Karl Marx zufolge wiederholt sich Geschichte bisweilen als Farce, wof&uuml;r die Tatsache spricht, dass Peter Hartz einen Namensvetter hatte, der in der Weimarer Republik als Kritiker des Wohlfahrtsstaates hervortrat, die Leistungsf&auml;higkeit des bestehenden Sozialsystems anzweifelte und mehr Privatinitiative forderte. Gustav Hartz war 1924 f&uuml;r ein paar Monate DNVP-Reichstagsabgeordneter. 1928 erschien sein Buch &bdquo;Irrwege der deutschen Sozialpolitik und der Weg zur sozialen Freiheit&ldquo;, in dem Gustav Hartz viele gegenw&auml;rtig aktuelle Fragen stellte, auch wenn er noch nicht dieselben Antworten (z.B. Einf&uuml;hrung der Praxisgeb&uuml;hr) gab: &bdquo;Geht man nicht bedenkenlos ein dutzendmal zum Arzt, wenn einmal gen&uuml;gte &ndash; nur weil es die Kasse bezahlt?&ldquo;<\/p><p>&Uuml;berall sah Gustav Hartz &bdquo;Faulenzer und Dr&uuml;ckeberger&ldquo; den Sozialstaat pl&uuml;ndern, f&uuml;r die &bdquo;kein denkender Arbeiter einen Pfennig Arbeitslosenbeitr&auml;ge bezahlen&ldquo; wolle. Um &bdquo;den Mi&szlig;brauch der ungerechten und unn&ouml;tigen Inanspruchnahme&ldquo; unterbinden zu k&ouml;nnen bzw. &bdquo;asoziale Elemente&ldquo; nicht mehr &bdquo;auf allgemeine Unkosten reisen&ldquo; zu lassen, wollte Hartz die Hilfe auf tats&auml;chlich Bed&uuml;rftige konzentrieren, was er sozialdarwinistisch begr&uuml;ndete: &bdquo;Eine soziale Politik darf nicht mit der Sorge um die Kranken, Invaliden, Witwen, Waisen und Arbeitslosen die F&ouml;rderung der Lebenst&uuml;chtigen, Leistungsf&auml;higen und Arbeitenden vergessen.&ldquo; Wer w&uuml;rde da nicht an die Parole &bdquo;Leistung muss sich wieder lohnen&ldquo; denken, die heutige Neoliberale im Munde f&uuml;hren?<\/p><p>Gustav Hartz klagte &uuml;ber &bdquo;die Bleigewichte des B&uuml;rokratismus&ldquo; und forderte eine Abkehr von dem Glauben, &bdquo;da&szlig; der Staat alles selber machen mu&szlig;.&ldquo; Einer seiner Lieblingsbegriffe hie&szlig; damals schon &bdquo;Reform&ldquo;. Als m&ouml;glicher Ausweg erschien Hartz der Aufbau individuell-famili&auml;rer Vorsorge, gekoppelt an die Pflicht zur &bdquo;eigenverantwortlichen Selbsthilfe&ldquo;. Von den Erwerbslosen sprach Gustav Hartz &ndash; in gewisser Weise entsprechende &Uuml;berlegungen seines bekannteren Namensvetters vorwegnehmend &ndash; als &bdquo;Kunden&ldquo; (noch in Anf&uuml;hrungszeichen), die sich nach ihrer Entlassung &bdquo;sofort bei der Arbeitsvermittlung zu melden&ldquo; h&auml;tten, damit diese sie kennen lerne und &bdquo;die beste Kontrolle&ldquo; habe.<\/p><p>Die &bdquo;staatliche Zwangsversicherung&ldquo; wollte Gustav Hartz abschaffen und ein System der privaten Vorsorge errichten, das auf individuelles Zwangssparen hinauslief. Hiervon versprach er sich einen Mentalit&auml;tswandel, der die Besch&auml;ftigten mit dem bestehenden Wirtschaftssystem auss&ouml;hnen sollte: &bdquo;Es erscheint mir fraglos, da&szlig; eine ganz andere Auffassung bei den Arbeitnehmern &uuml;ber den Wert des Kapitals und bez&uuml;glich der Verantwortung f&uuml;r seinen Verbrauch und seine Mehrung entstehen mu&szlig;, wenn jeder das Wachsen seines Kapitals t&auml;glich bzw. w&ouml;chentlich vor Augen hat.&ldquo;<\/p><p>An die Stelle der gesetzlichen Sozialversicherung wollte Gustav Hartz &bdquo;soziale Gemeinschaften&ldquo; (Gewerkschaften, Arbeitgeberverb&auml;nde, Genossenschaften, Religionsgemeinschaften usw.) mit von ihnen betriebenen &bdquo;Sozialsparkassen&ldquo; treten lassen. Arbeitgeberbeitr&auml;ge, die zwar noch nicht als &bdquo;Lohnnebenkosten&ldquo; und &bdquo;Standortnachteil&ldquo; d&auml;monisiert wurden, den etablierten Parteien aber schon damals ein Dorn im Auge waren, sollten dem Bruttolohn zugeschlagen und 15 Prozent davon als Sparbetrag abgef&uuml;hrt werden. Um ihrer Sparpflicht nachkommen und gen&uuml;gend Kapital im Rahmen der Sozialkassen ansparen zu k&ouml;nnen, sollten die Arbeitnehmer\/innen t&auml;glich mindestens neun Stunden im B&uuml;ro oder Betrieb verbringen: &bdquo;Eine Stunde Mehrarbeit am Tage, als Sparstunde gen&uuml;tzt, w&uuml;rde weit sozialer wirken, als der Achtstundentag je an sozialer Wirkung zeitigen kann.&ldquo;<\/p><p>Betrachtet man den heutigen Demografiediskurs und die damit verbundenen Horrorszenarien eines vom Aussterben bedrohten Volkes wirkt Gustav Hartz ebenfalls modern. Kostensteigerungen und Krisenerscheinungen des Sozialversicherungssystems f&uuml;hrte er auf die demografische Alterung zur&uuml;ck: &bdquo;Diese &sbquo;Vergreisung&lsquo; unseres Volkes hat eine dauernd steigende Zahl der Rentner und eine fortgesetzt steigende Rentenzahlungsdauer und absinkenden Beitragseingang im Gefolge.&ldquo; Man erlebe gerade das Vorspiel einer Trag&ouml;die, meinte Gustav Hartz weiter: &bdquo;In einer Reihe von Jahren sind nicht mehr genug junge beitragszahlende Menschen da, die in der Lage sind, die Summen aufzubringen, die zur Ern&auml;hrung einer immer gr&ouml;&szlig;er werdenden Zahl von Alten und Invaliden n&ouml;tig werden.&ldquo; Entweder m&uuml;ssten die Beitr&auml;ge um nahezu das Doppelte steigen oder die Renten um etwa die H&auml;lfte sinken. <\/p><p>Au&szlig;erdem hielt Gustav Hartz eine &bdquo;H&ouml;herbesteuerung der Ledigen und Kinderlosen&ldquo; f&uuml;r sinnvoll, die zu fordern man nicht wage, weil &bdquo;der Mut zu einer positiven Bev&ouml;lkerungspolitik&ldquo; fehle. Heute gibt es Vorst&ouml;&szlig;e wie jenen der &bdquo;Jungen Gruppe&ldquo; von 18 CDU\/CSU-Bundestagsabgeordneten, die unter dem Titel &bdquo;F&uuml;r eine solidarische Demografie-R&uuml;cklage!&ldquo; eine Sonderabgabe f&uuml;r Kinderlose ab 25 Jahren fordern. Gustav Hartz schrieb damals S&auml;tze voller Pathos: &bdquo;Mit aller Deutlichkeit mu&szlig; jedem zum Bewu&szlig;tsein gebracht werden, da&szlig; die Zukunft unseres Volkes und Reiches eine ausreichende und gesunde Kinderschar und da&szlig; der Mensch immer noch das wertvollste &sbquo;Produkt&lsquo; ist. Wer an der Zukunft unseres Volkes durch eigene Kinder keinen Anteil hat &ndash; oder haben kann &ndash;, der soll wenigstens die Gegenwart f&uuml;r die Kinderreichen materiell ertr&auml;glich gestalten helfen.&ldquo;<\/p><p><strong>Die Vorschl&auml;ge der Hartz-Kommission und ihre legislative Umsetzung<\/strong><\/p><p>Zur&uuml;ck zu Peter Hartz und seiner Kommission: Diese setzte nicht, wie es n&ouml;tig gewesen w&auml;re, bei den Ursachen der Massenarbeitslosigkeit, sondern auf der Erscheinungsebene an. Statt die j&uuml;ngsten Strukturver&auml;nderungen des Kapitalismus zu analysieren und daraus ein in sich schl&uuml;ssiges Konzept der Krisenbew&auml;ltigung mittels seiner Beeinflussung durch eine aktive Wirtschafts-, Struktur- und Besch&auml;ftigungspolitik abzuleiten, trat sie der Erwerbslosigkeit Problem haupts&auml;chlich im staatlich-administrativen und im Vermittlungsbereich entgegen. So konnten h&ouml;chstens Symptome, nicht aber die Ursachen des Problems bek&auml;mpft werden. Gleichzeitig verfestigte sich der Eindruck, dass es die Betroffenen letztlich selbst verschulden, weil sie keinen Arbeitswillen zeigen, zu wenig Eigeninitiative entfalten und nur deshalb nicht sofort nach ihrer K&uuml;ndigung eine neue Stelle finden.<\/p><p>Der im Unternehmensberatersprech gehaltene, 344 Seiten umfassende Kommissionsbericht enthielt 13 &bdquo;Innovationsmodule&ldquo;, darunter die Einrichtung von &bdquo;JobCentern&ldquo;, die &bdquo;Zusammenf&uuml;hrung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe&ldquo;, bei den in &bdquo;Agenturen f&uuml;r Arbeit&ldquo; umgetauften Arbeits&auml;mtern einzurichtende Personal-Service-Agenturen (PSA), die &bdquo;Familien-AG&ldquo; bzw. &bdquo;Ich-AG&ldquo; (Unwort des Jahres 2002), die steuerliche Abzugsf&auml;higkeit von privaten Dienstleistungen (Schaffung von Mini-Jobs in Privathaushalten), der &bdquo;JobFloater&ldquo; und nicht zuletzt ein &bdquo;Masterplan&ldquo;, mit dem die &bdquo;Profis der Nation&ldquo; das Ende der Arbeitslosigkeit herbeif&uuml;hren sollten.<\/p><p>Bei der feierlichen Pr&auml;sentation des Abschlussberichts seiner Kommission am 16. August 2002 im Franz&ouml;sischen Dom der Bundeshauptstadt hob Peter Hartz ausdr&uuml;cklich hervor, die Zahl der registrierten Arbeitslosen lasse sich damit in drei Jahren (&bdquo;bis zum 16. August 2005&ldquo;) um 2 Millionen verringern. Gerhard Schr&ouml;der, Walter Riester und sein Nachfolger, Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement (damals: SPD), wurden denn auch nicht m&uuml;de zu versichern, die Bundesregierung wolle das Hartz-Gutachten &bdquo;im Verh&auml;ltnis 1:1&ldquo; umsetzen, was sich jedoch als unm&ouml;glich erwies.<\/p><p>Mit vier Gesetzen &bdquo;f&uuml;r moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&ldquo; bem&uuml;hte sich die bei der Bundestagswahl am 22. September 2002 knapp behauptete rot-gr&uuml;ne Koalition, einen Teil der Kommissionsvorschl&auml;ge in Verwaltungshandeln umzusetzen. Da die Vorstellungen der liberal-konservativen Bundesratsmehrheit zur Deregulierung des Arbeitsmarktes weit &uuml;ber &bdquo;Hartz&ldquo; hinausgingen, die beiden Regierungsparteien aber einen Konsens mit ihr anstrebten, wurde das Reformprojekt auch in seinen gar nicht zustimmungspflichtigen Teilen im Laufe eines langwierigen Vermittlungsverfahrens radikalisiert. Dies gilt f&uuml;r die Ausweitung des m&ouml;glichen Einsatzbereichs und die &bdquo;Entb&uuml;rokratisierung&ldquo; der sog. Mini- bzw. Midi-Jobs ebenso wie f&uuml;r die M&ouml;glichkeit, Zeitarbeitnehmer\/innen schlechter zu entlohnen als die Stammbelegschaften der entleihenden Firmen, und die K&uuml;rzung von Transferleistungen.<\/p><p>Bislang gab es eine Dreiteilung der Transferleistungen in Arbeitslosengeld (Alg), Arbeitslosenhilfe (Alhi) und Sozialhilfe. Schon lange vor Einrichtung der Hartz-Kommission beklagten Kritiker eine Politik der &bdquo;Verschiebebahnh&ouml;fe&ldquo;, weil manche Kommunen &bdquo;ihre&ldquo; Sozialhilfebezieher\/innen (meist f&uuml;r die Dauer eines Jahres) in sozialversicherungspflichtige Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse brachten, um nach deren Beendigung nicht mehr f&uuml;r sie aufkommen zu m&uuml;ssen. Anschlie&szlig;end waren n&auml;mlich zuerst die Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit (Zahlung von Arbeitslosengeld) und sodann der Bund (Zahlung von Arbeitslosenhilfe) f&uuml;r die ehemaligen Sozialhilfeempf&auml;nger\/innen zust&auml;ndig. Insofern war es plausibel, dass die Hartz-Kommission vorschlug, die Arbeitslosenhilfe durch ein &bdquo;Arbeitslosengeld II&ldquo; zu ersetzen, dessen Bezug sie folgenderma&szlig;en regeln wollte: &bdquo;Anspruch auf diese F&uuml;rsorgeleistung haben alle arbeitslosen und erwerbsf&auml;higen Personen, die bed&uuml;rftig sind, solange und soweit sie auf entsprechende Hilfen angewiesen sind, damit das Eingliederungsziel erreicht werden kann.&ldquo;<\/p><p>W&auml;hrend sich die Hartz-Kommission in ihrem Bericht zur H&ouml;he des Arbeitslosengeldes II nicht ge&auml;u&szlig;ert hatte, sagte Gerhard Schr&ouml;der am 14. M&auml;rz 2003 in seiner Bundestagsrede, die unter dem Titel &bdquo;Agenda 2010&ldquo; bekannt wurde, man m&uuml;sse die Zust&auml;ndigkeiten und Leistungen f&uuml;r Erwerbslose in einer Hand vereinigen, um die Chancen derjenigen zu erh&ouml;hen, die nicht nur arbeiten k&ouml;nnten, sondern auch wirklich wollten: &bdquo;Das ist der Grund, warum wir die Arbeitslosen- und Sozialhilfe zusammenlegen werden, und zwar einheitlich auf einer H&ouml;he &ndash; auch das gilt es auszusprechen &ndash;, die in der Regel dem Niveau der Sozialhilfe entsprechen wird.&ldquo; Hiermit schob der Bundeskanzler nicht nur den Erwerbslosen die Schuld an ihrem Schicksal zu, sondern best&auml;tigte auch die Stammtischweisheit, wonach man nur die Arbeitslosenunterst&uuml;tzung auf das Existenzminimum senken muss, um die Betroffenen zur Annahme einer Stelle zu zwingen.<\/p><p>Was sich wegen des Zwittercharakters der Arbeitslosenhilfe &ndash; sie war einerseits durch Beitragszahlungen begr&uuml;ndet und von der fr&uuml;heren H&ouml;he des Arbeitsentgelts ihres Beziehers\/ihrer Bezieherin abh&auml;ngig, andererseits steuerfinanziert und bed&uuml;rftigkeitsgepr&uuml;ft &ndash; aufzudr&auml;ngen schien, n&auml;mlich ihre &bdquo;Verschmelzung&ldquo; mit der Sozialhilfe, f&uuml;hrte in der Art, wie man dies mit Hartz IV tat, zu einer finanziellen Schlechterstellung vieler hunderttausend Menschen, die (eine h&ouml;here) Alhi erhalten hatten und nun auf das Sozialhilfeniveau herabgedr&uuml;ckt wurden oder ganz leer ausgingen. Traf die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe besonders &auml;ltere Arbeitnehmer, die sie bis zur Rente beziehen wollten, sind Familien, Kinder und Jugendliche die Hauptleidtragenden der relativ niedrigen Pauschalierung fr&uuml;her zus&auml;tzlich gew&auml;hrter und nunmehr im Regelsatz aufgegangener Beihilfen, die als sog. wiederkehrende einmalige Leistungen etwa der Beschaffung von Winterkleidung, der Reparatur einer Waschmaschine oder dem Kauf von Schulb&uuml;chern f&uuml;r Kinder und Jugendliche dienten.<\/p><p>Das wie die Kommission nach deren Vorsitzendem benannte Gesetzespaket markiert eine historische Z&auml;sur f&uuml;r die Entwicklung des Wohlfahrtsstaates, aber auch von Armut bzw. Unterversorgung in der Bundesrepublik. Die sog. Hartz-Gesetze, vor allem <em>das Vierte Gesetz f&uuml;r moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt<\/em>, waren der gravierendste Eingriff in das deutsche System der sozialen Sicherheit seit 1945. W&auml;hrend Hartz IV mit der Arbeitslosenhilfe zum ersten Mal nach dem Zweiten Weltkrieg eine f&uuml;r Millionen Menschen existenziell wichtige Sozialleistung abschaffte und die Repression gegen&uuml;ber Erwerbslosen verst&auml;rkte, indem diese gen&ouml;tigt wurden, Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten fast &bdquo;zu jedem Preis&ldquo; oder &bdquo;Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentsch&auml;digung&ldquo; (sog. 1-Euro-Jobs) anzunehmen, bildete das die Arbeitslosenhilfe ersetzende Arbeitslosengeld II, welches treffender &bdquo;Sozialhilfe II&ldquo; hie&szlig;e, eine Subvention f&uuml;r Unternehmer, die Lohndumping betrieben. Seine H&ouml;he orientierte sich nicht mehr am fr&uuml;heren Nettoverdienst, sondern brach mit dem Prinzip der Lebensstandardsicherung und warf arbeitslose Facharbeiter und Ingenieure, die trotz jahrzehntelanger Berufst&auml;tigkeit nicht sofort eine neue Stelle fanden, nach einer kurzen Schonfrist auf das Sozialhilfeniveau von Personen zur&uuml;ck, die nie erwerbst&auml;tig gewesen waren.<\/p><p>Die rot-gr&uuml;nen Arbeitsmarktreformen errichteten eine Rutsche in die Armut, weil Erwerbslose nach einer Bezugszeit des Arbeitslosengeldes (I) von in der Regel h&ouml;chstens 12 Monaten blo&szlig; noch ein Arbeitslosengeld II als reine F&uuml;rsorgeleistung bekommen. Armutspolitisch hatten die als &bdquo;Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende&ldquo; firmierenden Transferleistungen einen Doppeleffekt: Hartz IV machte zumindest einen Teil der vorher verdeckten Armut sichtbar, erzeugte aber zugleich weitere. Einerseits nehmen heute auch viele Geringverdiener\/innen, sog. Freiberufler\/innen und (Solo-)Selbstst&auml;ndige das Arbeitslosengeld II in Anspruch, die aus Gr&uuml;nden der Scham oder des pers&ouml;nlichen Stolzes nicht zum Sozialamt gegangen w&auml;ren, um &bdquo;St&uuml;tze&ldquo; zu beantragen, andererseits erhalten Millionen Langzeitarbeitslose, die fr&uuml;her Empf&auml;nger\/innen von Arbeitslosenhilfe gewesen w&auml;ren, seither weniger oder &uuml;berhaupt kein Geld mehr, weil das Einkommen gut verdienender Ehem&auml;nner, Lebenspartner oder Mitbewohner im Rahmen des Konstrukts der &bdquo;Bedarfsgemeinschaft&ldquo; bei Hartz IV sehr viel strikter auf den Leistungsanspruch der Antragsteller\/innen (&uuml;berwiegend Frauen) angerechnet wird.<\/p><p>In den Hochglanzbrosch&uuml;ren, die Hartz IV der Bev&ouml;lkerung u.a. mit Hilfe des Werbeslogans &bdquo;F&ouml;rdern und Fordern&ldquo; nahe bringen sollten, wurde besonders hervorgehoben, dass erwerbsf&auml;hige Sozialhilfeempf&auml;nger\/innen nunmehr Alg II (Grundsicherung f&uuml;r Arbeitsuchende) erhalten, renten-, kranken- und pflegeversichert werden sowie in den Genuss der BA-Ma&szlig;nahmen zur Arbeitsf&ouml;rderung kommen. Verschwiegen wurde, dass man Letzteres auch h&auml;tte bewirken k&ouml;nnen, ohne die Arbeitslosenhilfe als eine auf h&ouml;herem Niveau angesiedelte Leistungsart abzuschaffen. Fast alle Sozialhilfebezieher\/innen wurden im Eigeninteresse der kommunalen Entscheidungstr&auml;ger von diesen als erwerbsf&auml;hig eingestuft, wodurch eine andere Schnittstellenproblematik mitsamt einem neuen &bdquo;Verschiebebahnhof&ldquo; entstand.<\/p><p>Weil das Alg II als erg&auml;nzende Sozialleistung zu einem sehr niedrigen Lohn konzipiert war, hebelte es die Mindestlohnfunktion der Sozialhilfe aus. Armut, in der Bundesrepublik lange Zeit eher ein Rand(gruppen)ph&auml;nomen, drang durch Hartz IV zur gesellschaftlichen Mitte vor, weil dieses Artikelgesetz die Prekarisierung von Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnissen f&ouml;rderte. Einerseits sollte die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe bzw. die Abschiebung der Langzeitarbeitslosen in die Wohlfahrt den stark defizit&auml;ren Staatshaushalt entlasten, andererseits wollte man durch die Einsch&uuml;chterung der Betroffenen mehr &bdquo;Besch&auml;ftigungsanreize&ldquo; schaffen. &Uuml;ber das am 1. Januar 2005 in Kraft getretene Gesetzespaket erreichte die Angst vor dem sozialen Absturz die Mittelschicht. Angst erzeugt im politischen Raum h&auml;ufig irrationale Reaktionen, w&auml;hrend sie im pers&ouml;nlichen Bereich zu Apathie und Resignation f&uuml;hrt.<\/p><p>Seit den Hartz-Gesetzen m&uuml;ssen Grundsicherungsbezieher\/innen auch Stellen annehmen, die weder tarifgerecht noch orts&uuml;blich entlohnt werden. Nicht nur der Berufs- und Qualifikationsschutz, sondern auch die W&uuml;rde der Betroffenen blieben bei den neuen Zumutbarkeitsregelungen auf der Strecke. Da nur noch die Sittenwidrigkeit als Sperre gilt (Frauen wurden gleichwohl bisweilen auf Besch&auml;ftigungsm&ouml;glichkeiten im Rotlichtmilieu verwiesen), steht den pers&ouml;nlichen Betreuern (&bdquo;Fallmanagern&ldquo;) der Hartz-IV-Betroffenen ein gro&szlig;es Drohpotenzial gegen&uuml;ber ihren &bdquo;Kund(inn)en&ldquo; zur Verf&uuml;gung. Deutlicher ausgedr&uuml;ckt: Noch mehr als bisher war der Willk&uuml;r gegen&uuml;ber Erwerbslosen damit T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet.<\/p><p>Drastische Leistungsk&uuml;rzungen und versch&auml;rfte Zumutbarkeitsklauseln zwingen Erwerbslose, ihre Arbeitskraft zu Dumpingpreisen zu verkaufen, wodurch das Lohnniveau in der Bundesrepublik sinkt. Nicht zuletzt dadurch haben die sog. Hartz-Gesetze den Wohlfahrtsstaat und die (sozial)politische Kultur unseres Landes in wenigen Jahren st&auml;rker ver&auml;ndert, als dies zuvor Regierungs- und Regimewechsel, ja vielleicht sogar beide Weltkriege vermocht hatten. Vor allem Hartz IV f&uuml;hrte zur Versch&auml;rfung der sozialen Schieflage im Land, zur Ausweitung der (Kinder-)Armut bis in die Mitte der Gesellschaft hinein und zu einer Verbreiterung des Niedriglohnbereichs. Letzteres war gewollt, wie die Tatsache zeigt, dass Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos am 28. Januar 2005 kein Hehl aus der Freude seiner Regierung dar&uuml;ber machte, &bdquo;einen der besten Niedriglohnsektoren&ldquo; in Europa geschaffen zu haben: &bdquo;Wir haben einen funktionierenden Niedriglohnsektor aufgebaut, und wir haben bei der Unterst&uuml;tzungszahlung Anreize daf&uuml;r, Arbeit aufzunehmen, sehr stark in den Vordergrund gestellt.&ldquo;<\/p><p>Die genannten Reformen tragen Z&uuml;ge einer sozialpolitischen Zeitenwende, wie es sie zuletzt am Ende der Weimarer Republik gab. Bedingt durch katastrophale Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die &ouml;ffentlichen Haushalte, durfte die (mit dem Arbeitslosengeld II vergleichbare) &bdquo;Krisenf&uuml;rsorge&ldquo; seit 1932 das Niveau der allgemeinen F&uuml;rsorgeleistungen nicht mehr &uuml;bersteigen. Was damals als &bdquo;Aussteuerung&ldquo; der Arbeitslosen bezeichnet wurde, die schrittweise Herabstufung und Bestrafung von &ouml;konomisch nur noch schwer Verwertbaren durch staatlichen Leistungsentzug, wiederholte sich bei Hartz IV auf vergleichbare Art und hielt auch semantisch Einzug in die Regierungspraxis. Problematisch erschien der &ndash; sp&auml;ter in &bdquo;Eingliederungsbeitrag&ldquo; umbenannte &ndash; &bdquo;Aussteuerungsbetrag&ldquo; (in H&ouml;he von ca. 10.000 EUR), den die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit seither f&uuml;r jeden Arbeitslosen an den Fiskus entrichten musste, der nicht mehr das beitragsfinanzierte Alg (I) von ihr, sondern das steuerfinanzierte Alg II vom Staat erhielt.<\/p><p>In einer Gesellschaft, die immer mehr Bereiche der &ouml;konomischen Verwertungslogik unterwirft, &uuml;berrascht es nicht, dass sogar die Vermittlung von Arbeitslosen zwischen dem Bund und seiner daf&uuml;r zust&auml;ndigen Agentur auf der Basis monet&auml;rer Steuerungsmechanismen geregelt wird. Fehlanreize entstanden dabei insofern, als sich die BA folgerichtig auf vor&uuml;bergehend Arbeitslose konzentrierte, w&auml;hrend die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen, also &bdquo;schwierigeren Kunden&ldquo;, nun auch finanziell weniger &bdquo;lohnend&ldquo; erschien. Um die n&ouml;tigen Summen zur Bezahlung der &bdquo;Geldstrafe&ldquo; aufzubringen, k&uuml;rzte man noch mehr als bisher im Arbeitsf&ouml;rderungsbereich, etwa bei Ma&szlig;nahmen der beruflichen Weiterbildung.<\/p><p>Aufgrund seiner Verwicklung in den sog. VW-Skandal um &bdquo;Lustreisen&ldquo; f&uuml;r Manager wie Betriebsr&auml;te wurde Peter Hartz im Januar 2007, knapp f&uuml;nf Jahre nach Einsetzung der Kommission, vom Landgericht Braunschweig zu einer Gef&auml;ngnisstrafe auf Bew&auml;hrung und einer hohen Geldstrafe verurteilt. Pers&ouml;nlich diskreditiert, hat sich Hartz seither aus der &Ouml;ffentlichkeit weitgehend zur&uuml;ckgezogen. Wer allerdings glaubt, das von der Hartz-Kommission entwickelte Konzept zur Gesellschaftsentwicklung sei heute nicht mehr aktuell, irrt sich gewaltig. Den &bdquo;&uuml;berschuldeten&ldquo; L&auml;ndern im Euro-Raum wird es gerade als wirtschafts-, arbeitsmarkt- und sozialpolitisches Patentrezept empfohlen oder per Fiskalpakt aufoktroyiert. Ebenso wie die Absenkung des Rentenniveaus &agrave; la Riester (Teilprivatisierung der Altersvorsorge), R&uuml;rup (Einf&uuml;hrung des &bdquo;Nachhaltigkeitsfaktors&ldquo;) und M&uuml;ntefering (Erh&ouml;hung des gesetzlichen Renteneintrittsalters) ist das Lohndumping &agrave; la Hartz zu einem Exportschlager der Regierung Merkel\/R&ouml;sler geworden.<\/p><p>Gleichzeitig droht eine politische Legendenbildung: Deutschland, so hei&szlig;t es allenthalben, werde mit der Finanz-, Wirtschafts- und W&auml;hrungskrise deshalb besser fertig als andere Staaten und erlebe gerade ein &bdquo;Besch&auml;ftigungswunder&ldquo;, weil die Hartz-Reformen einen robusteren und flexibleren Arbeitsmarkt geschaffen h&auml;tten. Was ihren Beitrag zum R&uuml;ckgang der Erwerbslosigkeit betrifft, hielten sich die Erfolge der Hartz-Gesetze freilich in engen Grenzen. Empirisch belegt ist, dass sich die durchschnittliche Dauer der Erwerbslosigkeit seit ihrem Inkrafttreten nicht verk&uuml;rzt hat. Trotz des Wachstumsschubs im ersten Halbjahr 2011, vom damaligen Bundeswirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle als &bdquo;Aufschwung XXL&ldquo; gefeiert, ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen kaum gesunken und hat die Zahl der Schwerbehinderten sogar zugenommen. F&uuml;r den Anstieg der Besch&auml;ftigung, die h&auml;ufig prek&auml;rer Art ist, sorgten die konjunkturell bedingte Zunahme der Arbeitsplatzangebote einerseits und die Aufspaltung fr&uuml;herer sozialversicherungspflichtiger Vollzeitstellen andererseits. Neben gezielten Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung zur Bereinigung der Arbeitslosenstatistik (&Uuml;ber-58-J&auml;hrige, die ein Jahr lang kein Arbeitsangebot bekommen haben, sind dadurch ebenso herausgefallen wie Menschen, die einen privaten Arbeitsvermittler haben) wirkten sich die kurzzeitig anziehende Weltkonjunktur und eine deutsche Exportoffensive aus, deren zweifelhafter Erfolg allerdings ma&szlig;geblich zu den &ouml;konomischen Ungleichgewichten beitrug, die weniger leistungsstarke L&auml;nder wie Griechenland, Portugal und Spanien in eine Schuldenkrise trieben und heute den Euro destabilisieren.<\/p><p><em>Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft an der Universit&auml;t zu K&ouml;ln. K&uuml;rzlich sind seine B&uuml;cher &bdquo;Armut in einem reichen Land&ldquo; sowie &bdquo;Krise und Zukunft des Sozialstaates&ldquo;, jeweils um die j&uuml;ngsten Hartz-IV-Neuregelungen aktualisiert, bei Campus (Frankfurt am Main\/New York 2012) bzw. im VS &ndash; Verlag f&uuml;r Sozialwissenschaften (Wiesbaden 2012) erschienen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 22. Februar 2002 richtete die rot-gr&uuml;ne Regierung eine Kommission &bdquo;Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt&ldquo; ein, die Peter Hartz, seinerzeit Personalvorstandsmitglied der Volkswagen AG, leitete und eigentlich nur Vorschl&auml;ge zur Organisationsreform der Bundesanstalt f&uuml;r Arbeit (Umwandlung der N&uuml;rnberger Beh&ouml;rde in eine moderne Dienstleistungsagentur) machen sollte. Nachdem diese wegen gef&auml;lschter Vermittlungsbilanzen ins Kreuzfeuer der Kritik geraten war,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12310\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[212,140,146],"tags":[312,411],"class_list":["post-12310","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gedenktagejahrestage","category-hartz-gesetze-buergergeld-grundsicherung","category-soziale-gerechtigkeit","tag-reformpolitik","tag-schroeder-gerhard"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12310","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12310"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12310\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":49355,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12310\/revisions\/49355"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12310"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12310"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12310"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}