{"id":12329,"date":"2012-02-24T08:58:21","date_gmt":"2012-02-24T07:58:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329"},"modified":"2012-02-24T11:27:13","modified_gmt":"2012-02-24T10:27:13","slug":"hinweise-des-tages-1578","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (MB\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h01\">Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h02\">Drei Meldungen zur derzeitigen Lage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h03\">Steuern: Deutschland schont Verm&ouml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h04\">Simon Johnson &ndash; Zu gro&szlig; f&uuml;r die Gef&auml;ngniszelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h05\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h06\">Helga Spindler: Stunde der Technokraten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h07\">Hunderttausenden Haushalten wird der Strom gesperrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h08\">Produktion in Gef&auml;ngnissen als g&uuml;nstige Alternative: Bayerns Strafanstalten sind Vorreiter in Sachen Knast-&Ouml;konomie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h09\">Hartz IV-Amazon Skandal: Saure Gurke verliehen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h10\">Henryk M. Broder &ndash; Das sch&auml;bige Spiel der Linken mit Beate Klarsfeld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h11\">&Uuml;berh&ouml;hte Provisionen? Maschmeyer soll aussagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h12\">Gedenken an Naziopfer &ndash; Zuerst Deutsche!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h13\">Verschwesterung mit Ex-Feindin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12329#h14\">ARD + ZDF und Verleger: Online-Frieden?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12329&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gauck<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&raquo;Gauck ist der Kandidat der Springer-Presse&laquo;<\/strong><br>\nSPD, Gr&uuml;ne und FDP haben sich in der Pr&auml;sidentenfrage f&uuml;r die reaktion&auml;rste Variante entschieden. Ein Gespr&auml;ch mit Albrecht M&uuml;ller<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/02-22\/109.php\">Junge Welt<\/a><\/li>\n<li><strong>Franz Walter &ndash; Die zwei Gesichter des Ostens<\/strong><br>\n[&hellip;] Und nun gilt als Pr&auml;sidentschaftskandidat des Volkes und der Parteien, beide geeint in wilhelminisch anmutender Eintracht &ndash; zu der auch immer geh&ouml;rt, dass die Linkspartei nicht mit an den Tisch darf &ndash; Joachim Gauck. Dabei hat sich niemand sonst aus der Reihe der dauerparlierenden Symposiums- und Akademieeliten des Landes in letzter Zeit so herablassend &uuml;ber B&uuml;rgerproteste aller Art ausgelassen wie er. Kaum jemand hat die Ursachen f&uuml;r die Sozialproteste so wenig begriffen. Nur wenige haben wie Gauck in den bedr&uuml;ckenden Jahren der FDP-Clownerien zwischen 2001 und 2009 so unverhohlen Sympathie f&uuml;r diese Verfallsform des b&uuml;rgerlichen Liberalismus bekundet und dies noch als Freiheitsmanifestationen missinterpretiert.<br>\nGauck ist unzweifelhaft der kongeniale Kandidat dieser Freidemokraten, die sich mit guten Gr&uuml;nden zuletzt dem Orkus der politischen Randst&auml;ndigkeit n&auml;herten. So war es auch keineswegs Zufall, dass sich bei den Pro-Gauck-Initiativen im Netz 2010 und ebenfalls am vergangenen Wochenende Multiplikatorenprofis aus dem Umfeld der FDP tummelten, die zuletzt nicht viel zu lachen hatten. [&hellip;]<br>\nIst es ihnen [der SPD] gleichg&uuml;ltig, wenn k&uuml;nftig von einem Bundespr&auml;sidenten wie aus der Zeit gefallene Tadel &uuml;ber fehlgeleitete 68er, linksliberale Diktatur-apologeten, Fantasten der Ostpolitik, &uuml;ber den Frevel jeglicher Sozialismusvorstellungen und m&ouml;gliche Koalitionen mit &bdquo;Linken&ldquo; anzuh&ouml;ren sind? Es sind dies die Botschaften des alten, klassisch konservativ-liberlaen B&uuml;rgertums der f&uuml;nfziger bis siebziger Jahre, die Gauck im Gestus des auserw&auml;hlten Freiheitsk&uuml;nders repetiert. Und das soll das Elixier f&uuml;r die bundespr&auml;sidiale Ansprache der Jahre 2012 bis 2017 sein? [&hellip;]<br>\nVor allem: Wer h&auml;tte das in den Jahren von Adenauer bis Kohl gedacht, dass mit der Pastorentochter Angela Merkel und dem Pastor Joachim Gauck das alte protestantische Pfarrhaus noch einmal mit Aplomb in das Zentrum von Macht und Deutung in Deutschland zur&uuml;ckkehren w&uuml;rde. Daf&uuml;r schien sich dieses Milieu als Legitimationsstifter des Wilhelminismus bis 1914 und der deutschnationalen Rechten bis 1933 doch zu sehr diskreditiert zu haben. Der Anspruch des protestantischen Pfarrhauses, die Bildungsb&uuml;rgerlichkeit schlechthin in Deutschland zu verk&ouml;rpern und dem Staat die wichtigsten Professoren, Gener&auml;le, Diplomaten, Gymnasiallehrer und Richter zu liefern, hatte durchweg etwas Elit&auml;res. Dieses Milieu hatte wenig Interesse an der sozialen Lage der schlechter gestellten Gesellschaftsschichten, es stand im feindlichen Kontrast zur politischen Linken und gerierte sich jederzeit d&uuml;nkelhaft gegen den Sozial- und Volkskatholizismus. [&hellip;]<br>\nGleichwohl: Es bleibt schwer vorstellbar, dass ihm Antworten oder Impulse gelingen auf die neuen sozialen Fragen in einer tief gespaltenen und von unten bis zur Mitte entkollektivierten, deutungsarmen Gesellschaft in einem von oben dekretierten, transnationalen Oligarchiesystem. Aber um diese Fragen wird es gehen m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/1208-zu-viel-pfarrhaus-f-r-diese-republik\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Bodo Ramelow &ndash; Der analoge Kandidat<\/strong><br>\nJoachim Gauck ist ein Relikt der analogen Zeit &ndash; kein Wunder, dass gerade die Netzgemeinde &uuml;ber seine Nominierung erbost ist. Sieben Gr&uuml;nde gegen den sogenannten Konsenskandidaten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.theeuropean.de\/bodo-ramelow\/10105-gauck-ist-nicht-als-bundespraesident-geeignet#10105\">The European<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein Alptraum von Freiheit<\/strong><br>\nDie Gauck-Maschine walzt alles platt &ndash; Ein Kommentar von Uli Gellermann<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/weltnetz.tv\/video\/249\">Weltnetz TV<\/a><\/li>\n<li><strong>Eine kleine Erg&auml;nzung zu den <a href=\"\/?p=12321#h01\">Hinweisen des Tages, vom 23.02.2012, Punkt 1b<\/a>:<\/strong><br>\n<em><strong>Von unserem Leser S.T.:<\/strong><\/em><br>\n<em>Sie haben ausdr&uuml;cklich Recht und bei aller berechtigten Kritik an Gauck, sollte mit den Stasi-Vorw&uuml;rfen vorsichtig umgegangen werden. Gegen die Vorw&uuml;rfe, die Peter-Michael Diestel damals im Freitag vom <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/politik\/0018-wiedersehen-herr-gauck\">28.04.2000 erhob<\/a> hatte ihn mit Wolfgang Ullmann (*1929-&dagger;2004) ein doch recht achtsamer B&uuml;rgerrechtler <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/2000\/19\/00191201.htm\">in Schutz genommen<\/a>.<\/em><br>\n<em>Die ist freilich nicht als sakrosankt zu nehmen. Aber ich denke, mensch ist gut beraten, derartige Vorw&uuml;rfe mit Vorsicht zu genie&szlig;en: Gerade weil es auch ganz andere Kampagnen gab (Sie erinnerten z. B. an Rau), d. h. der Redlichkeit halber sollte bei Gauck die gleiche Messlatte gelten, die mensch auch an andere anlegt (selbst wenn solch eine ethische Einstellung von Gauck nicht zu erwarten w&auml;re).<\/em><br>\n<em>Allerdings gibt es noch einen kleinen Pferdefu&szlig;. Sie schrieben:<\/em> \n<blockquote><p><em>&ldquo;Insofern sollte Joachim Gauck alle M&ouml;glichkeiten haben seine Sicht der Dinge darzustellen&rdquo;.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p><em> Das ist richtig, aber dazu hatte Gauck lange genug Zeit. Daher halte ich es f&uuml;r nicht unangemessen, wenn ein gewisser Druck aufgebaut wird, Gauck in diesem Sachverhalt zur Kl&auml;rung zu dr&auml;ngen (was freilich nicht bedeutet, ihn medial zum Abschuss freizugeben).<\/em><br>\n<em>V&ouml;llig unabh&auml;ngig von MfS-Geschichte halte ich es aber f&uuml;r weit problematischer, was u. a. den von Ihnen verlinkten Artikeln von Franziska Augstein (Freiheit, wie Gauck sie versteht) und Hans-Jochen Tschiche &ldquo;Gauck ist die falsche Person&rdquo; &uuml;ber den Status des &ldquo;B&uuml;rgerrechtlers&rdquo; zu entnehmen ist. Erg&auml;nzend siehe den entsprechenden Punkt bei Jacob Jung &ldquo;<a href=\"http:\/\/jacobjung.wordpress.com\/2012\/02\/22\/der-gauck-die-netzgemeinde-und-die-anderen\">Der Gauck, die Netzgemeinde und die anderen<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Denn dem gegen&uuml;ber pr&auml;sentierte meine Lokalzeitung Gauck als &ldquo;B&uuml;rgerrechtler&rdquo;. Das ist, wor&uuml;ber eigentlich zu diskutieren w&auml;re.<\/em><br>\n<em>Und ich f&uuml;rchte, es wird die Ironie der Geschichte sein, dass wir sp&auml;ter &uuml;ber Gauck lesen werden: Er war ein DDR-B&uuml;rgerrechtler, der zum Bundespr&auml;sidenten wurde. Mit ihm allerdings einer, der den Titel weit weniger verdient, als andere &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Kein Beleg f&uuml;r technische Manipulation des Gauck-Votings<\/strong><br>\nDer MDR hat am 20.02.2012 bei MDR.DE ein Voting zum Thema &ldquo;Ist Gauck der richtige f&uuml;r das Amt?&rdquo; veranstaltet. Dieses Voting sollte ein Stimmungsbild vermitteln und hat sich in seinem Verlauf kurz vor 19.00 Uhr binnen kurzer Zeit in drastischer Weise ver&auml;ndert.<br>\nWegen der Sorge, dass dies das Ergebnis einer Manipulation von au&szlig;en sein k&ouml;nnte, hat sich die Online-Redaktion entschieden, das Voting vorsorglich aus dem Netz zu nehmen.<br>\nDer naheliegende Verdacht einer technischen Manipulation konnte inzwischen ausgeschlossen werden. Der MDR wird den Vorgang aber umfassend weiter untersuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/voting146.html\">MDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der MDR beweist mit seinem l&auml;cherlichen Vorwurf einer technischen Manipulation und dem Dementi dieses Vorwurfs in Verbindung mit einer Ank&uuml;ndigung, &bdquo;den Vorgang aber umfassend weiter [zu] untersuchen&ldquo; einmal mehr, dass er nicht einmal rudiment&auml;re Kenntnisse vom Internet hat. Am 20.02 machte der viel gelesene <a href=\"http:\/\/blog.fefe.de\/?ts=b1bc471c\">Blogger Fefe<\/a> um 19:01 Uhr seine Leser auf die MDR-Umfrage aufmerksam. Da muss der MDR keinen Untersuchtungsausschuss einberufen, um zu erkl&auml;ren, warum ab 19:00 Uhr die Teilnahme am Voting sprunghaft anstieg. Als die NachDenkSeiten am n&auml;chsten Tag &uuml;ber die <a href=\"\/?p=12305#h01\">L&ouml;schung der Umfrage berichteten<\/a>, wussten wir jedoch nicht, dass Fefe seine Leser auf die Umfrage aufmerksam gemacht hat. Das gel&ouml;schte Ergebnis ist dank dieser Posse zwar interessant, aber sicher nicht repr&auml;sentativ.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Drei Meldungen zur derzeitigen Lage<\/strong><br>\nEU-Kommission erwartet Rezession in Euro-L&auml;ndern<br>\nDie EU-Kommission erwartet in diesem Jahr f&uuml;r den Euroraum eine Rezession. Wie die Beh&ouml;rde in Br&uuml;ssel mitteilte, rechnet sie f&uuml;r 2012 mit einem R&uuml;ckgang der Wirtschaftsleistung um 0,3 Prozent. W&auml;hrend in Deutschland und Frankreich das Wachstum um jeweils 0,6 und 0,4 Prozent zulegen kann, schrumpft in Italien die Wirtschaft um 1,3 Prozent. In Griechenland f&auml;llt die Rezession mit einem Minus von 4,4 Prozent st&auml;rker aus als bislang prognostiziert.<br>\nIfo-Gesch&auml;ftsklimaindex erneut gestiegen<br>\nDie Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar zum vierten Mal in Folge verbessert. Der Gesch&auml;ftsklimaindex, der wichtigste Gradmesser f&uuml;r die deutsche Konjunktur, stieg von 108,3 Punkten im Januar auf 109,6 Punkte, wie das M&uuml;nchner Ifo-Institut mitteilte. Das Ifo-Institut fragt monatlich etwa 7.000 Firmen, wie sie ihre aktuelle Lage und die Erwartungen f&uuml;r die n&auml;chsten sechs Monate bewerten.<br>\nKonjunkturflaute sorgt f&uuml;r R&uuml;ckgang der Steuereinnahmen<br>\nErstmals seit 17 Monaten sind im Januar die Steuereinnahmen von Bund und L&auml;ndern gesunken. Nach Zahlen des Bundesfinanzministerium lag das Minus im Vergleich zu Anfang 2011 um Sondereffekte bereinigt bei 0,4 Prozent. Der Trend der monatlich steigenden Einnahmen sei zun&auml;chst gebrochen, hie&szlig; es. Als Ursachen gelten der gestiegene Arbeitnehmer-Freibetrag und die Konjunkturflaute zum Ende des vergangenen Jahres.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/nachrichten\/\">DLF Mittagsnachrichten<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Diese drei Meldungen kamen hintereinander in den DLF-Mittagsnachrichten. Sie beschreiben recht gut unsere derzeitige Lage: Da wird auf der einen Seite die Bedrohung durch eine Rezession in den Euro-L&auml;ndern best&auml;tigt und gleichzeitig die schwachen Wachstumserwartungen als positiv gewertet (Siehe dazu: <a href=\"\/?p=12190\">Der Placeboeffekt des Relativismus als politisches Erfolgsmodell<\/a>). Dann wird wieder mit den &bdquo;Pulsf&uuml;hlern&ldquo; des Gesch&auml;ftsklimas Stimmung gemacht. Und schlie&szlig;lich wundert man sich, dass mit dem Einbrechen der Konjunktur die Steuereinnahmen zur&uuml;ckgehen. Allein aus dieser Tatsache m&uuml;sste man doch erkennen, dass die wirkungsvollste Form des Sparens eben nicht das Sparen selbst, sondern eine gute Konjunktur ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steuern: Deutschland schont Verm&ouml;gen<\/strong><br>\nDie privaten Nettoverm&ouml;gen in Deutschland sind viermal so hoch wie die &ouml;ffentlichen Schulden. Trotzdem verzichtet der Staat auf eine nennenswerte Besteuerung gro&szlig;er Verm&ouml;gen. Zu diesem Ergebnis kommen die Steuerexperten Prof. Dr. Lorenz Jarass und Prof. Dr. Gustav Obermair in einer Untersuchung im Auftrag der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die geringe Verm&ouml;gensbesteuerung trage &ndash; neben M&ouml;glichkeiten zur legalen Steuervermeidung f&uuml;r Unternehmen &ndash; wesentlich dazu bei, dass von den Einkommen aus Unternehmert&auml;tigkeit und Kapitalanlagen lediglich 22 Prozent an Fiskus und Sozialkassen flie&szlig;en, von Lohneinkommen hingegen rund 45 Prozent.<br>\nDeutsche Haushalte besa&szlig;en 2007 nach Abzug aller Schulden etwa 8,6 Billionen Euro, so die j&uuml;ngste vom Finanzministerium ver&ouml;ffentlichte Zahl zum privaten Nettoverm&ouml;gen. Neuere Zahlen des Bundesverbandes Deutscher Banken best&auml;tigen diese Gr&ouml;&szlig;enordnung. Gut 60 Prozent des Verm&ouml;gens befinden sich laut Deutschem Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung in den H&auml;nden des wohlhabendsten Zehntels der erwachsenen Bev&ouml;lkerung, w&auml;hrend rund zwei Drittel netto nicht &uuml;ber nennenswerten Besitz verf&uuml;gen.<br>\nDer Staat zieht die hohen, auf einen relativ kleinen Personenkreis konzentrierten Verm&ouml;gen jedoch nur in sehr geringem Umfang zur Finanzierung &ouml;ffentlicher Aufgaben heran, konstatieren Jarass und Obermair: Die Verm&ouml;gensteuer wird seit 1997 nicht mehr erhoben, die Erbschaftsteuer verschont Besitz, der als Betriebsverm&ouml;gen deklariert ist, und die Grundsteuer fu&szlig;t auf veralteten Einheitswerten. Nach Daten der OECD liegt das Aufkommen an verm&ouml;gensbezogenen Steuern in Deutschland unter einem Prozent vom Bruttoinlandsprodukt. Das ist weitaus weniger als in den meisten anderen EU-Staaten, Kanada oder den USA. Diesen Zustand halten die beiden Steuerexperten f&uuml;r nicht akzeptabel. Zumal die Wohlhabenden dem Staat Geld liehen und daf&uuml;r Zinsen bek&auml;men, die &ldquo;die Steuerzahler, also vor allem die normalen Arbeitnehmer&rdquo;, bezahlen m&uuml;ssen. Daher haben die Wissenschaftler Reformvorschl&auml;ge erarbeitet, die dem Staat j&auml;hrliche Mehreinnahmen in Milliardenh&ouml;he sichern w&uuml;rden:<br>\nVERM&Ouml;GENSTEUER. Seit 1997 wird diese Steuer nicht mehr erhoben, weil das Bundesverfassungsgericht die bis dahin praktizierte Ungleichbehandlung von Immobilien und Wertpapieren ger&uuml;gt hatte. So werden heute nur noch tats&auml;chlich zugeflossene Verm&ouml;gensertr&auml;ge oder durch Verkauf realisierte Wertsteigerungen erfasst &ndash; von der Einkommensteuer. Nicht realisierte Wertsteigerungen und gro&szlig;e Verm&ouml;gen, die kein laufendes Einkommen erwirtschaften, bleiben steuerfrei. Genau darum geht es aber bei der Verm&ouml;gensteuer: um den erzielbaren Ertrag, nicht um den erzielten. Dies hat auch das Verfassungsgericht nicht beanstandet, betonen Jarass und Obermair.<br>\nUm die Bedenken der obersten Richter auszur&auml;umen, m&uuml;sste eine Neufassung des Verm&ouml;gensteuergesetzes vor allem die Bewertung von Immobilien ver&auml;ndern, so die Forscher: An die Stelle der veralteten und wenig realistischen Einheitswerte sollte der aktuelle Verkehrswert als Bemessungsgrundlage treten. Die dazu n&ouml;tigen Informationen l&auml;gen in den Kataster&auml;mtern vor. Und in anderen L&auml;ndern sei zu beobachten, dass ein &ldquo;verwaltungs- und streitarmes Bewertungsverfahren m&ouml;glich ist&rdquo;, schreiben die Wissenschaftler. Gerade beim Immobilienbesitz lasse sich die Verm&ouml;gensbesteuerung so ausgestalten, dass eine Umgehung &ndash; etwa durch die Wahl eines ausl&auml;ndischen Wohnsitzes &ndash; praktisch unm&ouml;glich ist.<br>\nERBSCHAFTSTEUER. Nach einer &Uuml;berschlagsrechnung der Wissenschaftler werden in Deutschland j&auml;hrlich rund 200 Milliarden Euro vererbt. 2009 lag das Erbschaftsteueraufkommen bei 4,3 Milliarden Euro. Die tats&auml;chlich gezahlte Erbschaftsteuer w&uuml;rde dann gerade einmal gut zwei Prozent des vererbten Verm&ouml;gens entsprechen. Ein wichtiger Grund f&uuml;r das geringe Aufkommen ist nach Analyse der Experten, dass Betriebsverm&ouml;gen und in den Betrieb verschobenes Privatverm&ouml;gen meist steuerfrei bleiben. Dies gilt seit der Erbschaftsteuerreform 2009 &ndash; obwohl die &ldquo;Behauptung, die Erbschaftsteuer gef&auml;hrde den Fortbestand mittelst&auml;ndischer Unternehmen&rdquo; Jarass und Obermair zufolge &ldquo;durch keinen einzigen Fall belegt werden&rdquo; konnte.<br>\nDie Professoren schlagen vor, k&uuml;nftig alle vererbten oder verschenkten Verm&ouml;gen &uuml;ber 100.000 Euro zu besteuern, unabh&auml;ngig davon, ob es sich um Betriebsverm&ouml;gen, Wertpapiere oder Privatimmobilien handelt. Damit w&uuml;rde das Steuerrecht enorm vereinfacht, Arbeitsplatzverluste durch Betriebsaufgaben seien aber nicht zu bef&uuml;rchten. Um gro&szlig;e einmalige Zahlungen zu vermeiden, lasse sich die Steuerlast &uuml;ber die Jahre verteilen. Das Steueraufkommen d&uuml;rfte &ndash; je nach exakter Ausgestaltung des Tarifs &ndash; im Vergleich zum heutigen Stand deutlich steigen. Die gro&szlig;e Mehrheit der Bev&ouml;lkerung w&uuml;rde durch den Freibetrag wie bisher keine oder kaum Erbschaftsteuer zahlen.<br>\nWeitere M&ouml;glichkeiten, Verm&ouml;gen st&auml;rker zur Finanzierung &ouml;ffentlicher Aufgaben heranzuziehen, sehen die Experten in einer Reform der Grund- und Grunderwerbsteuer sowie der Einf&uuml;hrung einer Finanztransaktionsteuer. Zudem machen sie in ihrem Gutachten Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine Reform der Unternehmensbesteuerung. Dabei verfolgen sie zwei Ziele: Die staatlichen Finanzen durch ein h&ouml;heres Steueraufkommen zu stabilisieren und die Steuervorteile abzubauen, die Konzerne mit Auslandst&ouml;chtern gegen&uuml;ber kleineren Unternehmen genie&szlig;en (mehr dazu in einer PM vom 16. Januar; Link unten).<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.jarass.com\/Steuer\/A\/Steuerma%C3%9Fnahmen.pdf\">L. Jarass, G. Obermair: Steuerma&szlig;nahmen zur nachhaltigen Staatsfinanzierung [PDF &ndash; 1.1 MB]<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/hbs_showpicture.htm?id=38949&amp;chunk=1\">Infografik zum Download im B&ouml;ckler Impuls 3\/2012<\/a><br>\nQuelle 3: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/14_38656.htm\">Vorschl&auml;ge der Steuerexperten zur Reform der Unternehmensbesteuerung<\/a> <\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Simon Johnson &ndash; Zu gro&szlig; f&uuml;r die Gef&auml;ngniszelle<\/strong><br>\nZu jedem funktionierenden Rechtssystem geh&ouml;ren unter anderem folgende grundlegende Prinzipien: F&auml;lsche keine gerichtlichen Dokumente und l&uuml;ge den Richter nicht an, oder du wirst eingesperrt. Das Brechen des Schwurs, die Wahrheit zu sagen, ist Meineid, und unwahre Dokumente vorzulegen, ist sowohl Meineid als auch Betrug. Dies sind ernste kriminelle Vergehen &ndash; aber offensichtlich nicht, wenn man sich in der Mitte des US-Finanzsystems befindet. Im Gegenteil: Die Hauptfiguren dort scheinen f&uuml;r ihre Verbrechen f&uuml;rstlich entlohnt zu werden.<br>\nLaut Dennis Kelleher von Better Markets ist der j&uuml;ngste sogenannte &ldquo;Robo-Signing&rdquo;-Vergleich &ndash; in dem f&uuml;nf Gro&szlig;banken &uuml;ber ihre betr&uuml;gerischen Zwangsversteigerungen im Hypothekenbereich eine &ldquo;Einigung&rdquo; erzielten &ndash; ein kompletter Kniefall vor der Finanzindustrie.<br>\nErst einmal gab es keine ernsthafte Strafverfolgung &ndash; niemand wurde eines Verbrechens angeklagt und niemand muss ins Gef&auml;ngnis. In Bezug auf die Boni der betroffenen Manager ist dies das einzige, worauf es ankommt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.project-syndicate.org\/commentary\/johnson29\/German\">Project Syndicate<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Es w&auml;re besser gewesen, man h&auml;tte die &Uuml;berschrift im englischen Original belassen: &bdquo;Too Big to Jail&ldquo; ist ein herrliches und &auml;u&szlig;erst treffendes Wortspiel.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>In der Krise links<\/strong><br>\nW&auml;re jetzt Wahl in Griechenland, w&uuml;rden die linken Parteien mehr als 40 Prozent der Stimmen kriegen. Europafeindlich sind sie nicht, aber sie wollen neu verhandeln.<br>\nDie Umfragen lassen die Volksparteien in Griechenland zittern: Wenn am kommenden Sonntag Parlamentswahlen w&auml;ren, w&uuml;rden die bis vergangenen November allein regierenden Sozialisten von der Pasok auf ein Rekordtief von 11 Prozent der Stimmen zusteuern. Die Konservativen w&auml;ren zwar st&auml;rkste Kraft, aber sie w&uuml;rden mit 27 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis seit 35 Jahren einfahren. Nur die drei gro&szlig;en linken Parteien w&auml;ren auf dem Vormarsch und bek&auml;men gemeinsam &uuml;ber 43 Prozent der Stimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/!88256\/\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>Crisis Appeasement: The new Greek Bailout as a &lsquo;Euro in Our Time&rsquo; moment<\/strong><br>\nAccording to the official narrative, the euro was saved (again) by preventing a &lsquo;disorderly&rsquo; Greek default and against the background of Mario Draghi&rsquo;s Central Bank &lsquo;activism&rsquo;. So much for the official narrative. For in my estimation, the sight of our leaders proclaiming such victory against the Crisis has a strong whiff of the moment Neville Chamberlain returned from Munich, to tell a relieved British public that agreement had been struck and to promise them &lsquo;Peace in Our Time&rsquo;. All he had, of course, achieved, was to buy time for War to become stronger, more menacing, lethal beyond comprehension. Similarly, our European leaders only indulged in a form of Appeasement. Not of Germany (since our leaders are, for better or for worse, Germany) but of the Crisis. A Crisis that is, under the cover of inane celebrations of &lsquo;resolution&rsquo; and &lsquo;bailouts&rsquo;, growing ever stronger, more divisive, efficient in the manner in which it eats into the very foundations of the eurozone.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/yanisvaroufakis.eu\/2012\/02\/22\/crisis-appeasement-the-new-greek-bailout-as-a-euro-in-our-time-moment\/\">Yanis Varoufakis<\/a><\/li>\n<li><strong>Ein radikales Sparprogramm soll die griechische Wirtschaft retten<\/strong><br>\nReformen auf dem Arbeitsmarkt und in der Staatsverwaltung sollen Investitionen f&ouml;rdern<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gtai.de\/GTAI\/Navigation\/DE\/Trade\/maerkte,did=454132.html\">Germany Trade &amp; Invest<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Der Beitrag zeigt sehr detailliert die einzelnen Punkte des Sparprogramms auf. Auf der gleichen Seite findet sich auch ein <a href=\"http:\/\/www.gtai.de\/GTAI\/Navigation\/DE\/Trade\/maerkte,did=451540.html\">detaillierte Beschreibung der spanischen Arbeitsmarktreformen<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Helga Spindler: Stunde der Technokraten<\/strong><br>\nVor zehn Jahren nahm die sogenannte Hartz-Kommission ihre Arbeit auf&hellip;<br>\nDas deutet schon darauf hin, dass es falsch w&auml;re, das Wirken der Hartz-Kommission als v&ouml;llig identisch mit der nachfolgenden Agenda 2010 und der Hartz-Gesetzgebung unter SPD-Minister Wolfgang Clement zu sehen. Aber: Die Kommission hat diesen Gesetzen nicht nur den Namen gegeben, sie hat auch die weitere Entwicklung zu verantworten und viele soziale Schutzw&auml;lle eingerissen. Sie ist ein Lehrst&uuml;ck f&uuml;r eine moderne sozialdemokratisch-technokratische Art zu regieren &ndash; bzw. zu manipulieren, anspruchsvolle soziale Ziele zu formulieren und in Wirklichkeit auf nichts anderes zu lauern, als das Volk in kurzen &raquo;Zeitfenstern&laquo; &uuml;ber den Tisch zu ziehen, bew&auml;hrte Sicherungssysteme zu zerst&ouml;ren, den Druck &uuml;ber die Arbeitswelt hinaus ins Privatleben auszudehnen und die Zeit der Erwerbslosigkeit zu verl&auml;ngern; ein Lehrst&uuml;ck f&uuml;r das Wirken von &raquo;Spindoctoren&laquo;, Strippenziehern, Sozialtechnikern, die mit wohlklingenden Konzepten bis zum letzten Moment &uuml;ber ihre wahre Strategie t&auml;uschen&hellip;<br>\nPeter Hartz soll nicht damit entschuldigt werden, da&szlig; er das nicht ganz so wollte. Aber die Konzentration auf ihn vernebelt auch, da&szlig; die Vordenker und Strategen weiter unangefochten ihre Arbeit vorantreiben, hoff&auml;hig machen in Wissenschaft und der Ausbildung junger Menschen, da&szlig; Sozialtechnokraten jedweder politischer Couleur Verwaltungen und Staat umformen. Ich pers&ouml;nlich h&auml;tte &raquo;Hartz I bis IV&laquo; lieber nach den Mitgliedern benannt, die wu&szlig;ten, was sie in dieser Kommission anschieben wollten. Oder politisch gewendet: &raquo;SCF I bis IV&laquo; nach Schr&ouml;der, Clement und Fischer. Aber man kann es auch Steinmeier, Scholz, M&uuml;ntefering, Steinbr&uuml;ck, Brandner, Trittin, K&uuml;nast, Kuhn, G&ouml;hring-Eckardt, D&uuml;ckert I bis IV nennen. Denen allen, samt F&uuml;hrungspersonal aus Gewerkschaft und Wohlfahrtsverb&auml;nden, erweist Peter Hartz einen unsch&auml;tzbaren Dienst: Er h&auml;lt auch weiterhin als Buhmann den Kopf f&uuml;r sie hin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/02-22\/120.php?sstr=Helga|Spindler\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hunderttausenden Haushalten wird der Strom gesperrt<\/strong><br>\nViele Haushalte in Deutschland sind nicht mehr in der Lage, ihre Stromrechnung zu bezahlen. Daher sitzen gut eine halbe Million B&uuml;rger im Dunkeln.<br>\nDie kr&auml;ftigen Preissteigerungen bei Strom und Gas stellen immer mehr Verbraucher vor Zahlungsprobleme &ndash; bis hin zur dunklen Wohnung. Wegen unbezahlter Rechnungen sei sch&auml;tzungsweise 600.000 Haushalten in Deutschland 2010 der Strom abgedreht worden, teilte die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in D&uuml;sseldorf mit. Diese Hochrechnung basiere auf einer Umfrage unter lokalen Energieversorgern im bev&ouml;lkerungsreichsten Bundesland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/energie\/article13879599\/Hunderttausenden-Haushalten-wird-der-Strom-gesperrt.html\">WELT<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Produktion in Gef&auml;ngnissen als g&uuml;nstige Alternative: Bayerns Strafanstalten sind Vorreiter in Sachen Knast-&Ouml;konomie<\/strong><br>\n90.000qm Produktionsfl&auml;che an insgesamt 37 Standorten<br>\nDeutschlands Gef&auml;ngnisse erweisen sich immer mehr als verl&auml;ngerte Werkbank f&uuml;r das verarbeitende Gewerbe. Wie das Wirtschaftsmagazin &lsquo;impulse&rsquo; (Ausgabe 3\/2012, EVT 23. Februar) berichtet, k&ouml;nnen allein in Bayern Unternehmen an 37 Standorten auf insgesamt 90.000qm Produktionsfl&auml;che zur&uuml;ckgreifen, beispielsweise um Produktionspitzen bei gleichbleibend hoher Qualit&auml;t und mit Tagesl&ouml;hnen zwischen 8,51 bis 14,18 Euro zu g&uuml;nstigen Kosten abzufedern.<br>\nBayerns Strafanstalten sollen laut &lsquo;impulse&rsquo; pro Jahr mit solchen Gesch&auml;ften bereits rund 45 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften&hellip;<br>\nDie Auftraggeber sch&auml;tzten den Mix aus Niedrigl&ouml;hnen und hoher Qualit&auml;t. Oft sei die Qualit&auml;t der Produkte besser als im Billiglohn-Ausland, was Unternehmen dazu veranlasse, Fertigung aus dem Ausland wieder zur&uuml;ck nach Deutschland zu holen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/meldung\/2203071\">Presseportal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Hartz IV-Amazon Skandal: Saure Gurke verliehen<\/strong><br>\nDie Gewerkschaftliche Arbeitslosengruppe im DGB-Kreisverband Bonn \/ Rhein-Sieg verleiht aus Anlass des elften arbeitsmarktpolitischen Aschermittwoches vor der Bonner Agentur f&uuml;r Arbeit die &bdquo;Saure Gurke&ldquo; an den Leiter der deutschen Logistikzentren von Amazon.de. Hiermit dokumentieren wir die Erkl&auml;rung zur &bdquo;Preisverleihung&ldquo;: &bdquo;Wir &uuml;berreichen Ihnen diese Auszeichnung in der Anlage (siehe Tupperdose). Sie haben sich den Preis durch Ihre offensive Ausnutzung der Notlage von Erwerbslosen mittels der Praxis kostenloser &bdquo;Einarbeitungs-Praktika&ldquo; unter geschickter Ausnutzung &ouml;ffentlicher F&ouml;rderpolitik diverser Jobcenter redlich verdient. Letztere tragen insoweit f&uuml;r diese Praktiken Mitverantwortung, ebenso f&uuml;r die Verfestigung und Ausweitung der betont deregulierten und miesen Arbeitsbedingungen der Logistikzentren von Amazon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.gegen-hartz.de\/nachrichtenueberhartziv\/hartz-iv-amazon-skandal-saure-gurke-verliehen-900345.php\">Gegen Hartz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Henryk M. Broder &ndash; Das sch&auml;bige Spiel der Linken mit Beate Klarsfeld<\/strong><br>\n[&hellip;] Das Spiel allerdings, das die Linke treibt, ist an Sch&auml;bigkeit und Zynismus nicht zu &uuml;bertreffen. Ganz im Stil der 50er- und 60er-Jahre positioniert sie sich als eine Antifa-Truppe, die den &bdquo;reaktion&auml;ren Elementen in der BRD&ldquo; Paroli bieten will. Mit Hilfe einer Rentnerin, die von einem Lebensabend im Schloss Bellevue tr&auml;umt.<br>\nBleibt als Trost nur der Gedanke, dass es noch schlimmer h&auml;tte kommen k&ouml;nnen. In Chile wartet Margot Honecker auf einen Ruf aus der Heimat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/debatte\/henryk-m-broder\/article13882698\/Das-schaebige-Spiel-der-Linken-mit-Beate-Klarsfeld.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Diese, nur noch widerlich zu nennende, Polemik des Rechtspopulisten Broder, stellt selbst f&uuml;r Artikel des Meinungsressorts der WELT einen neuen intellektuellen Tiefpunkt dar &ndash; und das will schon was hei&szlig;en. Bemerkenswert ist auch, in welch sch&auml;biger Art und Weise Henryk M. Broder, der immer einer der Ersten ist, wenn es darum geht, der Linken eine N&auml;he zum Antisemitismus anzudichten, &uuml;ber eine Frau herzieht, die ihr ganzen Leben der Verfolgung von NS-Verbrechern gewidmet hat. Broder zeigt hier einmal mehr, wessen Geistes Kind er eigentlich ist.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: <a href=\"http:\/\/kopperschlaeger.net\/2012\/02\/das-schabige-spiel-der-welt-mit-beate-klarsfeld\/\">Das sch&auml;bige Spiel der &ldquo;Welt&rdquo; mit Beate Klarsfeld<\/a> von Frank Kopperschl&auml;ger<\/strong><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&Uuml;berh&ouml;hte Provisionen? Maschmeyer soll aussagen<\/strong><br>\nDer fr&uuml;here AWD-Chef Carsten Maschmeyer soll im Gerichtsverfahren eines Anlegers gegen den Konzern pers&ouml;nlich vor Gericht aussagen. Es geht um &uuml;berh&ouml;hte Provisionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/info\/programm\/sendungen\/reportagen\/audio104547.html\">NDR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Er kann sich ja Herrn Wulf als Anwalt nehmen &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Gedenken an Naziopfer &ndash; Zuerst Deutsche!<\/strong><br>\nEin Staatsakt in preu&szlig;ischer Tradition kann nicht verdecken, was dieses Land wirklich ben&ouml;tigt: Migranten endlich zu deutschen Staatsb&uuml;rgern zu machen. [&hellip;]Dennoch ist all dies wohlfeil, weil es sich eben nur um ein anr&uuml;hrendes Ritual, nicht aber um jenen echten, das hei&szlig;t politischen Staatsakt handeln wird, der den Betroffenen erst wirkliche Genugtuung und echte Sicherheit als B&uuml;rgerInnen der Bundesrepublik garantieren k&ouml;nnte: eine &Auml;nderung des Staatsangeh&ouml;rigkeitsrechts vom Abstammungs- zum Geburtskriterium.<br>\nErst dieser echte Staatsakt, diese parlamentarische Entscheidung, w&auml;re ein wirksames Signal an das breite Spektrum der bundesdeutschen Rechten &ndash; von der bildungsb&uuml;rgerlichen Leserschaft Thilo Sarrazins zu den entstehenden konservativen Zirkeln in CDU\/CSU &uuml;ber die Grau- beziehungsweise Braunzonen von LeserInnen der Jungen Freiheit bis zur jetzt um &ldquo;B&uuml;rgerlichkeit&rdquo; bem&uuml;hten NPD und den diversen Cliquen der Neonazis -, dass ihre Agitation sinnlos ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Gedenken-an-Naziopfer\/!88258\/\">taz<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Obwohl sie zu uns geh&ouml;ren<\/strong><br>\nDas Gedenken an die Opfer rechtsextremer Anschl&auml;ge wirkt kraftlos und kalt. [&hellip;]<br>\nUnd die &Ouml;ffentlichkeit? Die Morde liegen lange zur&uuml;ck und weit auseinander, es gibt keine aktuellen Fotos von Toten und weinenden Angeh&ouml;rigen. Und keine Lichterketten, keine Kundgebungen, keinen &raquo;Aufstand der Anst&auml;ndigen&laquo;. Alles wirkt kraftlos und seltsam abgeschnitten von den individuellen oder kollektiven Emotionen, die solche Verbrechen sonst meist nach sich ziehen. Die bisher beschlossenen Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung erscheinen flach, verwirrt, unscharf und alles in allem eher unentschlossen. Es entsteht der Eindruck, dass sich die Wucht der Provokation durch den Terror der Neonazis nicht ann&auml;hernd in der Reaktion von Politik und Gesellschaft spiegelt. Stattdessen werden Rassismus und Antisemitismus externalisiert: Das Zwickauer Trio war&rsquo;s, so die allgemeine Meinung, vielleicht auch noch die NPD, die mit einem Verbot dann auch verschwinden w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2012\/09\/P-Opfer-Rechtsextremismus\/komplettansicht\">ZEIT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.B.:<\/strong> Man stelle sich nur mal vor, was hier los w&auml;re, wenn die zehn NSU-Opfer nicht t&uuml;rkischst&auml;mmige Migranten, sondern Mitglieder der Oberschicht gewesen w&auml;ren&hellip;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Man stelle sich vor, in Istanbul, Ankara und in den Touristenzentren an der t&uuml;rkischen K&uuml;ste w&auml;ren zehn deutsche Kleinunternehmer\/innen mit der selben Waffe erschossen worden. In Berlin w&auml;re neun mal der t&uuml;rkische Botschafter einbestellt worden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Verschwesterung mit Ex-Feindin<\/strong><br>\nFrauenministerin Kristina Schr&ouml;der hilft ihrer Ex-Feindin Alice Schwarzer dabei, den Feminismus museumsreif zu halten: Sie rettet den K&ouml;lner &bdquo;FrauenMediaTurm&ldquo; &ndash; den rot-gr&uuml;ne K&uuml;rzungen sonst den &bdquo;Todessto&szlig;&ldquo; versetzt h&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/kristina-schroeder-vs--alice-schwarzer-verschwesterung-mit-ex-feindin,1472596,11681266,view,printVersion.html\">Frankfurter Rundschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> So schlimm kann es mit der Feindschaft ja nicht gewesen sein. Alice Schwarzer ist der Bundeskanzlerin nicht abgeneigt &ndash; <a href=\"http:\/\/www.br.de\/radio\/bayern3\/inhalt\/stars-und-storys\/alice-schwarzer-emma100~_image-9_-679275d66594ab39ebf9b5fd5dac56d5314056be.html\">Hauptsache Frau<\/a> &ndash; und arbeitet <a href=\"http:\/\/www.bildblog.de\/2373\/alice-schwarzer-nicht-zwangsprostituiert\/\">als Werbemaskottchen<\/a> und Gerichtskorrespondentin f&uuml;r die BILD und kommt sogar auf die Idee, kosteng&uuml;nstige Mitarbeiterinnen nach dem <a href=\"\/?p=1232\">Ein-Euro-Job Modell<\/a> eben f&uuml;r dieses spezielle Projekt zu bekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>ARD + ZDF und Verleger: Online-Frieden?<\/strong><br>\nEs war das Wochenende der Online-Journalisten. Freitag der R&uuml;cktritt von Christian Wulff und Sonntagabend bereits der neuen Bundespr&auml;sidenten-Kandidat. Das ging flott. F&uuml;r die gedruckte Presse zu flott, unm&ouml;glich das noch gro&szlig; ins Blatt zu kriegen. Aber im Internet, da war alles zu Joachim Gauck sofort abrufbar: Portraits, Hintergr&uuml;nde, Bilder. Da merkte man mal wieder: Das ist der Markt der Zukunft. Und deswegen gibt es darum Streit. Seit Jahren rangeln die Verleger mit den &ouml;ffentlich-rechtlichen Sendern darum, wer die Macht im Internet hat. Wer was wie ver&ouml;ffentlichen darf. Eine Narretei, die nur zum Nachteil der Leser und der online-Journalisten ausgehen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ndr.de\/fernsehen\/sendungen\/zapp\/internet\/online251.html\">ZAPP<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Appell an die Intendantinnen und Intendanten<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.agra-rundfunk.de\/?p=164\">Arbeitsgemeinschaft der &ouml;ffentlich-rechtlichen Redakteursaussch&uuml;sse<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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(MB\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12329","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12329","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12329"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12329\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12334,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12329\/revisions\/12334"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12329"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12329"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12329"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}