{"id":12341,"date":"2012-02-24T16:09:53","date_gmt":"2012-02-24T15:09:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341"},"modified":"2012-02-24T16:09:53","modified_gmt":"2012-02-24T15:09:53","slug":"hinweise-des-tages-ii-49","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h01\">Offener Brief an die WDR-Intendantin Monika Piel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h02\">Jens Berger &ndash; Zum Wohle des Volkes?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h03\">Gauck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h04\">EZB-Chef sieht Ende des Sozialstaates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h05\">Griechenland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h06\">German Economic Striving at the Expense of Workers and Neighbors Will Backfire<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h07\">Europa: Am Rande des Abgrunds, aber deutsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h08\">EU-Finanztransaktionssteuer kann Ausw&uuml;chse der Finanzm&auml;rkte eind&auml;mmen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h09\">Elmar Altvater: Demokratie darf kein Luxus sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h10\">Betrug auf Rezept<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h11\">Fast jede zweite Neueinstellung befristet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h12\">&Uuml;ber 3.000 Arbeitgeber mit CGZP-Tarifvertr&auml;gen werden &uuml;berpr&uuml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h13\">Serbien: Der letzte Zug nach Br&uuml;ssel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h14\">Sarkozy &ndash; schlimmer als erwartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=12341#h15\">Heribert Prantl: Warum der Europ&auml;ische Gerichtshof Acta stoppen muss<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=12341&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Offener Brief an die WDR-Intendantin Monika Piel<\/strong><br>\n<blockquote><p>Sehr geehrte Frau Intendantin,<br>\ndie Informationen aus den WDR 3-Redaktionen und auch die Berichte in der Presse &uuml;ber weitere Streichungen im Programm machen uns keine Sorgen, denn Sie werden derart undurchdachte Pl&auml;ne sicher nicht zulassen und mit einem Federstrich verhindern: die Streichung von t&auml;glich 32 Minuten politischer Berichterstattung im &bdquo;Journal&ldquo;, das Verschwinden eines w&ouml;chentlichen Feature-Platzes f&uuml;r Musik und Literatur, die Verwandlung des werkt&auml;glichen aktuellen Kulturmagazins &bdquo;Resonanzen&ldquo; in ein Wiederholungsprogramm und das Aus f&uuml;r das sonnt&auml;gliche Auslandsmagazin &bdquo;Resonanzen weltweit&ldquo; &ndash; um nur einige der als Organisationsreform angek&uuml;ndigten &bdquo;Kleinigkeiten&ldquo; zu nennen.<br>\nWir hoffen, dass Sie sich als Intendantin dem &ouml;ffentlich-rechtlichen Programmauftrag verpflichtet f&uuml;hlen und sich zudem den Blick f&uuml;r die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Mittel bewahrt haben: Die Einsparungen im WDR 3-Radio w&auml;ren ja nur ein Klacks im Vergleich zu den Unsummen, die f&uuml;r den Profi-Fu&szlig;ball im Fernsehen ausgegeben werden. Oder die der geb&uuml;hrenfinanzierte Selbstfindungsprozess teurer Moderatoren im Vorabendprogramm kostet. Um nur zwei Beispiele zu nennen.<br>\nSchon die in den letzten zehn Jahren vorgenommenen Ver&auml;nderungen im WDR-Kulturradio bedeuten eine gro&szlig;e Schw&auml;chung: Gestrichen, gek&uuml;rzt, abgebaut oder ausgelagert wurden das politische Feuilleton des &bdquo;Kritischen Tagebuchs&ldquo;, die literarischen Lesungen, Rezensionen, Originaltonmitschnitte in &bdquo;Dokumente und Debatten&ldquo;, Gespr&auml;chssendungen wie &bdquo;Zeitfragen\/Streitfragen&ldquo; oder &bdquo;Funkhausgespr&auml;che&ldquo; sowie Features und H&ouml;rspiele.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.die-radioretter.de\/cms\/front_content.php\">Die Radioretter<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die Antwort des WDR-Programmdirektors Wolfgang Schmitz hat nicht lange auf sich warten lassen und ist <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/unternehmen\/presselounge\/pressemitteilungen\/2012\/02\/20120224_Wolfgang_Schmitz.phtml\">hier<\/a> zu lesen.<\/em><\/p>\n<p><strong>passend dazu: Eine Leserzuschrift zu unserem Beitrag &bdquo;<a href=\"\/?p=12301\">Occupy WDR<\/a>&ldquo;<\/strong><br>\nEin Leser, der lange Jahre Einblick in die Interna des WDR hatte, und anonym bleiben will, schreibt uns Folgendes:<\/p>\n<blockquote><p>Liebe Redaktion der NachDenkSeiten, im Grundsatz ist der Artikel richtig, aber im Westen nichts Neues. Das, was nun im H&ouml;rfunk mit der &ldquo;Musterfamilie&rdquo; peinlich bis blamabel den Redaktionen vorgesetzt wird, ist im Fernsehen schon lange &uuml;blich. Vorgemacht hat dies &uuml;brigens schon der NDR. Der &ldquo;Mainstream&rdquo; soll damit legitimiert werden und die Medienforschung wird dazu  missbraucht. Der WDR leistet sich im &uuml;brigen zwei Abteilungen f&uuml;r Medienanalysen: eine seri&ouml;se, die den Redaktionen Fakten liefert und eine andere -&ldquo;Controlling&rdquo; genannt- die mit dieser Art von Menschen\/Zuschauerkategorien arbeitet, wie sie nun auch mit bunten Bildchen den H&ouml;rfunk schlankziehen sollen.<br>\nMit diesen, noch nicht mal wissenschaftlich gesicherten Ma&szlig;st&auml;ben werden dann die TV-Redaktionen unter Quotendruck gesetzt, Tricks vorgegeben, wie mehr Zuschauer zu gewinnen sind. Das reicht vom &ldquo;richtigen&rdquo; Einsatz von Musik (richtig: Mainstream und &ldquo;Charts-Hits&rdquo;) bis hin zum Zauberwort &ldquo;Emotion&rdquo;. Und da wird es nun wirklich kritisch .<br>\nEmotionalisierung der Themen, das hei&szlig;t in der Praxis nat&uuml;rlich auch die Inszenierung von Emotionen. Da gibt es durchaus die Weisung, selbst bei Nachrichtensendungen emotionale Themen &ldquo;nach vorne&rdquo; zu schieben, alles zu personalisieren, jenseits der journalistischen Abw&auml;gung nach Relevanz.<br>\nIn einem Punkt widerspreche ich Erika Fuchs. Diese Programmpolitik an Monika Piel festzumachen ist falsch. Sie ist es nicht, die den Quotendruck erzeugt. Sie wei&szlig; nur nicht, was ihre Fernsehleute in der Hierarchie so treiben. Und die Gremien im WDR? Die sind derart in ihren jeweils provinziellen Partikularinteressen verstrickt, dass sie die wesentlichen Fragen nicht mehr durchschauen. Und die Journalisten? Die Auswahl des Nachwuchses zeigt Fr&uuml;chte. Es gibt wenig Widerspruch, wie denn auch. Immer mehr Zeitvertr&auml;ge, verbunden mit der klaren Ansage: neue Chancen nur bei Willf&auml;hrigkeit und Anpassung. Mut = Fehlanzeige. Und da passt ein Ergebnis der Medienforschung gut. Die Zuschauer und Zuh&ouml;rer des WDR attestieren dem Sender: Mutlosigkeit.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jens Berger &ndash; Zum Wohle des Volkes?<\/strong><br>\n&ldquo;Ich schw&ouml;re, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren und Schaden von ihm wenden werde. So wahr mir Gott helfe.&rdquo; Dies ist der Amtseid, den Angela Merkel vor zweieinhalb Jahren erneuert hat. Vom Nutzen der Finanzm&auml;rkte ist in diesem Amtseid wohlweislich nicht die Rede. Nichtsdestotrotz scheint es so, als habe die momentane Politik die Interessen der Finanzm&auml;rkte l&auml;ngst mit den Interessen des Volkes gleichgesetzt. Oder k&ouml;nnen Sie sich noch erinnern, wann die Kanzlerin diese zum letzten Mal getrennt und unterschieden hat? Und im Bundestag sorgen sich nur wenige um den Vertrauensverlust der B&uuml;rger, aber viele um eine vermeintliche Vertrauenskrise an den Finanzm&auml;rkten. Von welchem Vertrauen ist da eigentlich die Rede?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/politischesfeuilleton\/1684734\/\">Deutschlandradio Kultur<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Gauck<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Wie steht der Kandidat zum Holocaust?<\/strong><br>\nNach z&auml;hem Beginn kam die Gauck-Debatte bei Illner doch noch in Schwung, es fielen Vokabeln wie &ldquo;Sauerei&rdquo; und &ldquo;Schweinejournalismus&rdquo;. Pl&ouml;tzliches Streitthema war eine Rede des Bellevue-Kandidaten: Was meinte der k&uuml;nftige Bundespr&auml;sident, als er &uuml;ber den deutschen Judenmord sprach? [&hellip;]<br>\nGanz besonders eifrig emp&ouml;rte sich Trittin gegen&uuml;ber Ines Pohl &uuml;ber einen Kommentar, der am Mittwoch in der &ldquo;taz&rdquo; erschienen war. Deniz Y&uuml;cel hatte darin dem designierten Bundespr&auml;sidenten eine &ldquo;Verharmlosung des Holocausts&rdquo; vorgeworfen &ndash; und darin auch auf die Kritik reagiert, die Sascha Lobo in seiner SPIEGEL-ONLINE-Kolumne ge&uuml;bt hatte.<br>\n&ldquo;Das ist Schweinejournalismus, das kenne ich nur von der &lsquo;Bild&rsquo;-Zeitung&rdquo;, echauffierte sich der Gr&uuml;ne &uuml;ber den &ldquo;taz&rdquo;-Text und verwies darauf, dass Gauck doch Vorsitzender des Vereins &ldquo;Gegen Vergessen &ndash; f&uuml;r Demokratie&rdquo; sei. Leider war die &ldquo;taz&rdquo;-Chefredakteurin schlecht vorbereitet auf die Attacke und wand sich halbgar heraus: Sie w&uuml;rde das so nie schreiben, aber es sei ja nun mal ein Kommentar gewesen.<br>\nH&auml;tte Pohl die Argumente ihres Redakteurs besser draufgehabt, h&auml;tte die Debatte hier interessant werden k&ouml;nnen. H&auml;tte. Y&uuml;cel widmete sich n&auml;mlich recht pr&auml;zise und ausf&uuml;hrlich einer Rede von Gauck aus dem Jahre 2006. Dort hatte der k&uuml;nftige Pr&auml;sident unter dem Titel &ldquo;Welche Erinnerung braucht Europa?&rdquo; von der &ldquo;Tendenz der Entweltlichung des Holocausts&rdquo; gesprochen, die dann geschehe, &ldquo;wenn das Geschehen des deutschen Judenmordes in eine Einzigartigkeit &uuml;berh&ouml;ht wird, die letztlich dem Verstehen und der Analyse entzogen ist. Offensichtlich suchen bestimmte Milieus postreligi&ouml;ser Gesellschaften nach der Dimension der Absolutheit, nach dem Element des Erschauerns vor dem Unsagbaren&rdquo;.<br>\nDas Nebul&ouml;se dieser Diagnose mag Gaucks etwas eitlem Hang zum rhetorischen Barock geschuldet sein. Doch im Kern &ndash; und auch im Kontext gelesen &ndash; k&ouml;nnte die Diagnose von Y&uuml;cel zutreffen. Gauck insinuiert: Wer den Holocaust f&uuml;r einzigartig h&auml;lt, sucht blo&szlig; das &ldquo;Erschauern&rdquo;, ist also ein pseudoreligi&ouml;ser Eiferer. 2008 geh&ouml;rte der ehemalige B&uuml;rgerrechtler zu den Erstunterzeichnern der &ldquo;Prager Erkl&auml;rung zum Gewissen Europas und zum Kommunismus&rdquo;, die forderte, der Opfer des Stalinismus und des Nationalsozialismus an ein und demselben Tag zu gedenken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/0,1518,817275,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Loving for Freedom<\/strong><br>\nDer David Hasselhoff des politischen Raums und One-Trick-Pony einer Erfolgsgeschichte: &Uuml;ber den Begriff der Freiheit beim designierten Bundes&shy;pr&auml;sidenten Joachim Gauck [&hellip;]<br>\nDaf&uuml;r spricht auch, dass sein Lieblingsbegriff Freiheit keiner genaueren Definition unterliegt. Freiheit ist bei Gauck vor allem als die Abwesenheit von DDR zu verstehen. Diese Bestimmung leuchtet auf gewisse Weise ein (Mauer), steht aber als Konzept vor dem Problem, dass die DDR seit 20 Jahren abwesend, Freiheit in diesem Sinne also ein altmodischer Begriff ist. Heutige Unfreiheiten kriegt man mit solch einer ideologisch aufgeladenen Idee schwer zu fassen.<br>\nSo ist Freiheit im Gauck&rsquo;schen Pathos nicht mehr als ein Label, das auf einer abgeschlossenen Erfolgsgeschichte pappt, die er erfolgreich f&uuml;r sich privatisiert hat. Wo Gauck auftaucht, ist die Freiheit &ndash; ein Markenzeichen des Umbruchs von 1989. Der kommende Bundespr&auml;sident ist ein One-Trick-Pony, der David Hasselhoff des &bdquo;politischen Raums&ldquo; (Gauck). Hasselhoff hatte als S&auml;nger auch nur einen Hit, ungef&auml;hr zur selben Zeit, zu der sich Gaucks Freiheit ereignete: I&rsquo;ve been looking for Freedom\/I&rsquo;ve been looking so long.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/kultur\/1208-loving-for-freedom\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>EZB-Chef sieht Ende des Sozialstaates<\/strong><br>\nDen Zweiflern am Spardiktat erteilt Mario Draghi eine Absage, es gebe keine schnellen L&ouml;sungen f&uuml;r Europas Zukunf [&hellip;]<br>\nDraghi erteilt in dem Interview all den Kritikern eine Absage und gibt den fiskalpolitischen Hardliner. Es gebe keinen plausiblen Zielkonflikt zwischen Wirtschaftsreformen und einem Sparkurs.<br>\nDie Krise habe zudem gezeigt, dass das europ&auml;ische Sozialstaatmodell am absteigenden Ast sei. Es gebe keine schnellen L&ouml;sungen, und es sei auch unrealistisch, zu hoffen, dass China die Eurozone retten werde. Europa brauche zwingend stukturelle Reformen am Arbeitsmarkt und in anderen Bereichen der Wirtschaft. Draghi ist &uuml;berzeugt, dass damit Europa auch st&auml;rker zusammenwachsen werde.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/derstandard.at\/1329870252237\/Sparen-sparen-sparen-EZB-Chef-sieht-Ende-des-Sozialstaates\">Der Standard<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.wallstreetjournal.de\/article\/SB10001424052970203960804577241072437312152.html\">Draghi spricht sich f&uuml;r harte Linie bei Sparkurs aus<\/a> &ndash; Wall Street Journal\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers E. H.:<\/strong> Selten wird so deutlich gesagt, wer das Sagen hat: die M&auml;rkte!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Griechenland<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Pleite trotz Milliardenhilfe?<\/strong><br>\nWie wirkungsvoll sind die europaweiten Sparpakete &uuml;berhaupt? Oder f&uuml;hren die Sparma&szlig;nahmen Griechenland gar direkt in die Pleite?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/tvthek.orf.at\/programs\/1283-Club-2\">ORF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Thorsten Hild:<\/strong> Ein &ldquo;Talk&rdquo; der sich l&ouml;blich von dem Reigen deutscher Talks abhebt. Es sind keine blubbernden Polit-Stars G&auml;ste; es tauchen wirklich alle Positionen zum Thema auf, und die werden sehr kontrovers diskutiert. Gerade weil es sehr gegens&auml;tzliche Auffassungen sind, gelingt es Heiner Flassbeck, indem er sich an diesen Positionen abarbeitet, ein gutes St&uuml;ck aufzukl&auml;ren. Interessant auch der klare Blick der beiden geladenen G&auml;ste aus Griechenland. Die &Ouml;konomin Eva Pichler und der &ldquo;Wirtschaftsp&auml;dagoge&rdquo; (l&auml;sst nichts Gutes f&uuml;r den &ouml;konomischen Nachwuchs erwarten) Michael H&ouml;rl vertreten die Mainstream-Position &ndash; und scheitern. Die Politologin Sonja Puntscher-Riekmann argumentiert hervorragend und ist eine wirkliche Entdeckung. Sehr sehens- und h&ouml;renswert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Von &Auml;rger bis Hass: Griechen sind schlecht auf Deutsche zu sprechen<\/strong><br>\n[&hellip;] Nach ihren vorherrschenden Gef&uuml;hlen gegen&uuml;ber Deutschland befragt, nannten 41 Prozent der Umfrageteilnehmer &Auml;rger, Emp&ouml;rung oder Wut. Weitere 30 Prozent empfanden nach eigenen Angaben Entt&auml;uschung und Angst bis hin zu Abscheu.<br>\nEtwa 79 Prozent der 800 Befragten bezeichneten Deutschlands Rolle in Europa als negativ, w&auml;hrend 81 Prozent keine gute Meinung von Bundeskanzlerin Angela Merkel hatten. Gerade mal 8,6 Prozent bekundeten positive Gef&uuml;hle gegen&uuml;ber Deutschland.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/nachrichten.t-online.de\/griechenland-krise-griechen-sind-schlecht-auf-deutsche-zu-sprechen\/id_54257732\/index\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.H.:<\/strong> Das Ergebnis dieser Umfrage kann ernsthaft niemanden &uuml;berraschen. Vermutlich dient diese Umfrage aber leider nur zur Stimmungsmache. W&uuml;rde unser so genannter Qualtit&auml;s-Journalismus n&auml;mlich seri&ouml;s und ernsthaft arbeiten, k&ouml;nnte man vielleicht einmal den Vorschlag Sch&auml;ubles aufgreifen, der allen Ernstes eine Verschiebung der Parlamentswahl in Griechenland vorgeschlagen hat. Aber weil der Demokratieabbau nur st&uuml;ckchenweise erfolgt, ist das in der Gef&uuml;hlswelt der meisten W&auml;hler noch nicht angekommen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Griechenland zu Tode sparen<\/strong><br>\nUnter dem Titel &bdquo;Eins + Eins = minus Zwei&ldquo; berechnete die griechische Internetseite &bdquo;ant-ntp.net&ldquo; den Nutzen einer von der Troika initiierten und erpressten Sparma&szlig;nahmen in Griechenland, den Stra&szlig;enverkehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/johannisstein.blogspot.com\/2012\/02\/griechenland-zu-tode-sparen.html\">flachbettscanner<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JB:<\/strong> Das Beispiel zeigt recht anschaulich, wie unsinnig verschiedene Teile des Sparprogramms sind. An einer Stelle machen die Autoren jedoch selbst einen Denkfehler. Wenn die B&uuml;rger ihr Geld nicht f&uuml;r Ersatzteile etc. ausgeben, geben sie es f&uuml;r andere Sachen aus, die ebenfalls besteuert werden. Dieser Teil der Rechnung ist also zumindest fragw&uuml;rdig, der Rest ist jedoch korrekt.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>German Economic Striving at the Expense of Workers and Neighbors Will Backfire<\/strong><br>\n[&hellip;] Instead of hurting its neighbors and hurting itself in the process, the Germans might look back in history and see that there are better ways of doing business.<br>\nIf Americans had adopted a similar &ldquo;beggar thy neighbor&rdquo; philosophy after emerging victorious from World War II, the German economy could not have recovered. But the victorious Americans did not preach austerity, despite the fact that Germany had clearly lived well beyond its real resource limits during the War. Even after the devastation that Germany caused as a result of its misguided territorial ambitions and heinous ethnic policies, the Marshall Plan, the large-scale American program to aid Europe, sought to build the German economy rather than to destroy it.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.alternet.org\/economy\/154231\/german_economic_striving_at_the_expense_of_workers_and_neighbors_will_backfire?page=entire\">Alternet<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Europa: Am Rande des Abgrunds, aber deutsch<\/strong><br>\nNeue Katastrophenmeldungen aus Griechenland best&auml;tigen die fatalen Wirkungen des deutschen Spardiktats. Wie die Athener Regierung mitteilt, wird das Haushaltsdefizit des Landes erneut deutlich h&ouml;her ausfallen als prognostiziert &ndash; nicht wegen angeblich mangelhafter, sondern aufgrund erfolgreicher Sparma&szlig;nahmen, welche die griechische Wirtschaft systematisch in den Kollaps treiben. Immer wieder wird auf Druck Berlins die gleiche Krisenspirale abgespult: Athen muss drastische &ldquo;Sparpakete&rdquo; umsetzen, um seine Verschuldung abzubauen; wegen der verheerenden Kahlschlagwellen brechen die private und die staatliche Nachfrage ein; dies verst&auml;rkt die Rezession und vergr&ouml;&szlig;ert das Heer der griechischen Arbeitslosen; dadurch sinken die Steuereinnahmen, w&auml;hrend die anschwellende Arbeitslosigkeit die Staatsausgaben in die H&ouml;he treibt. Das Ergebnis: Durch erfolgreich absolvierte &ldquo;Sparprogramme&rdquo; steigt das Haushaltsdefizit Athens weiter an, abermals m&uuml;ssen auf Druck der deutschen Regierung harte Steuererh&ouml;hungen, Lohnsenkungen und Massenentlassungen gegen den verzweifelten Widerstand der Bev&ouml;lkerung durchgesetzt werden. Eine gleiche Entwicklung zeichnet sich inzwischen deutlich in Portugal und in Spanien und ansatzweise in der gesamten Eurozone ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.german-foreign-policy.com\/de\/fulltext\/58276?PHPSESSID=ebk6io0plae2v9vbde3e2u98a7\/print\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>EU-Finanztransaktionssteuer kann Ausw&uuml;chse der Finanzm&auml;rkte eind&auml;mmen<\/strong><br>\nDie EU will ihre Finanzm&auml;rkte &uuml;ber eine Steuer b&auml;ndigen. Das Deutsche Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat den Vorschlag der EU-Kommission einer Finanztransaktionssteuer auf den Pr&uuml;fstand gestellt. Ergebnis: Die Steuer d&uuml;rfte das riesige Handelsvolumen an den Finanzm&auml;rkten verringern, hochspekulative Gesch&auml;fte eind&auml;mmen und die Finanzm&auml;rkte wieder st&auml;rker an die Realwirtschaft koppeln. Laut DIW-Finanzexpertin Dorothea Sch&auml;fer schneidet sie besser ab als die britische B&ouml;rsensteuer. &bdquo;Das Modell der EU-Kommission ist breiter angelegt und belastet genau die Finanzprodukte, die besonders oft mit Spekulationsgesch&auml;ften in Verbindung gebracht werden.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.diw.de\/sixcms\/detail.php?id=diw_01.c.393410.de\">DIW<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Elmar Altvater: Demokratie darf kein Luxus sein<\/strong><br>\nOperation gelungen &ndash; Patient tot? Die Euro&shy;finanzminister haben Griechenlands drohende Staatspleite abgewendet. Neue Kredite in H&ouml;he von 130 Milliarden Euro sollen fliessen, private Banken und Fonds ihre Forderungen reduzieren und die Kreditlaufzeiten verl&auml;ngern. Damit sollen Griechenlands Schulden auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts schrumpfen. Sinkt dann auch der Schuldendienst? Wenn die Finanzm&auml;rkte weiterhin unkontrolliert bleiben und die Ratingagenturen mit ihren Bonit&auml;tswertungen die Zinsen nach oben jagen, hilft auch die von den Finanzministern und der Troika aus Internationalem W&auml;hrungsfonds (IWF), EU-Kommission und Zentralbank verschriebene Rosskur nichts. Wachstumsraten, die h&ouml;her sind als zweistellige Zinsraten, kann kein Land herbeizaubern. Die n&auml;chste Zuspitzung der Krise ist nur eine Frage der Zeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/print_21804.html\">WOZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Betrug auf Rezept<\/strong><br>\nKorruption ist im milliardenschweren Gesundheitssektor weit verbreitet. &Uuml;ber die H&ouml;he des dadurch entstehenden Schadens gibt es nur vage Sch&auml;tzungen. Leidtragende sind die Krankenkassen und damit auch die gesetzlich Versicherten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/korruption-im-gesundheitswesen-betrug-auf-rezept,1472780,11690100.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Fast jede zweite Neueinstellung befristet<\/strong><br>\nUnbefristete Arbeitsverh&auml;ltnisse werden in Deutschland immer seltener. Laut einer neuen Studie l&auml;uft inzwischen fast jede zweite Neueinstellung &uuml;ber einen Zeitvertrag. Besonders h&auml;ufig sind Frauen betroffen.<br>\nIn den vergangenen zehn Jahren hat sich die Zahl befristeter Vertr&auml;ge bei Neueinstellungen von 32 auf 45 Prozent erh&ouml;ht. Das geht aus einer neuen Studie des Instituts f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.<br>\nIn einer Antwort auf eine Anfrage der Gr&uuml;nen teilte das N&uuml;rnberger Institut mit, im Jahr 2011 seien insgesamt 2,7 Millionen Arbeitnehmer in befristeten Arbeitsverh&auml;ltnissen besch&auml;ftigt gewesen. Das entspreche 7,6 Prozent aller Besch&auml;ftigten und bedeute einen neuen H&ouml;hepunkt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/0,1518,817161,00.html\">SPIEGEL Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>&Uuml;ber 3.000 Arbeitgeber mit CGZP-Tarifvertr&auml;gen werden &uuml;berpr&uuml;ft<\/strong><br>\n613 Arbeitgeber hat die Deutsche Rentenversicherung von Juli 2011 bis Mitte Januar 2012 infolge eines Urteils des Bundesarbeitsgerichts zur Tariff&auml;higkeit der &bdquo;Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften f&uuml;r Zeitarbeit und Personalserviceagenturen&ldquo; (CGZP) abschlie&szlig;end &uuml;berpr&uuml;ft. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (17\/8549) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/8401) hervor. Im Dezember 2010 hatte das Bundessozialgericht die Tariff&auml;higkeit der CGZP verneint und damit die von ihr geschlossenen Tarifvertr&auml;ge f&uuml;r nichtig erkl&auml;rt. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Zeitarbeitsbranche, da auf sie Nachforderungen von Sozialbeitr&auml;gen in Millionenh&ouml;he zukommen k&ouml;nnen beziehungsweise schon zugekommen sind. Die von den Gr&uuml;nen genannte Summe von zwei bis drei Milliarden Euro bezweifelt die Bundesregierung allerdings in ihrer Antwort. Bis Dezember beliefen sich die Nachforderungen auf 14,4 Millionen Euro, schreibt sie. Weiter hei&szlig;t es, dass sich die Zahl der betroffenen Arbeitgeber auf 3.100 belaufe, bei denen in der Mehrzahl bereits mit Betriebspr&uuml;fungen begonnen wurde. In 361 von den bisher 613 abschlie&szlig;end gepr&uuml;ften F&auml;llen seien Beitragsbescheide erlassen worden. Grund daf&uuml;r, dass in den &uuml;brigen 252 F&auml;llen keine Beitragsforderungen erhoben wurden, sei zum einen gewesen, dass die Betriebe keine CGZP-Tarife angewandt h&auml;tten oder dass Leiharbeiter h&ouml;her als im CGZP-Tarif bezahlt wurden. In weiteren F&auml;llen existierte keine Arbeitnehmer&uuml;berlassung, f&uuml;hrt die Regierung aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2012_02\/2012_090\/05.html\">Bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Serbien: Der letzte Zug nach Br&uuml;ssel<\/strong><br>\nF&uuml;r Aussenstehende ist es nicht leicht, die politische Lage in Serbien zu begreifen. Warum betreibt das Land die &Ouml;ffnung gegen&uuml;ber Europa nicht entschlossener? Weil eine kleine, aber einflussreiche Gruppe bestens von der Isolation lebe, so der Schriftsteller Dragan Velikic: &ldquo;Eine ganze Armee von Schmarotzern und Menschen, die jenseits der Gesetze agieren, lebt bequem von Schutzgeldern, Schmuggel und Steuerhinterziehung. F&uuml;r sie hat sich seit der Milosevic-Zeit, als in Serbien die Mafia-Wirtschaft begr&uuml;ndet wurde, wenig ge&auml;ndert. Zu dieser Gruppe Menschen geh&ouml;ren sowohl gro&szlig;e Bosse als auch kleine Kriminelle. Die Schattenwirtschaft diktiert dem Staat ihre Gesetze. Ein gro&szlig;er Prozentsatz der potenziellen W&auml;hlerschaft lebt in dieser Grauzone. Der Staat k&uuml;mmert sich mehr um ihre Interessen als um die der schweigenden Mehrheit. Um ihr &Uuml;berleben zu sichern, paktiert die jetzige Regierung mit denen, die sie eigentlich bestrafen sollte. &hellip; Es gibt zu viele, die daran interessiert sind, dass das Land m&ouml;glichst lange vor den verschlossenen Schaltern der EU steht, dass der Status quo erhalten bleibt. Dass die staatlichen Institutionen auch weiterhin unf&auml;hig bleiben, Gesetze zu verabschieden, die Serbien n&auml;her an Europa bringen w&uuml;rden. Dass die Exekutive nicht in die Reservate der Tycoons eindringt.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/kultur\/literatur\/der_letzte_zug_nach_bruessel_1.15238657.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Diese zutiefst pessimistisch stimmende Schilderung seines Landes stammt nicht von einem &uuml;bersensiblen Poeten, sondern von einem, der als kritischer Journalist die Milo&scaron;evic-Zeit erlebte und von 2005 bis 2009 serbischer Botschafter in Wien war.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Sarkozy &ndash; schlimmer als erwartet<\/strong><br>\nDie politische Rechte in Frankreich hat (noch) einen Pr&auml;sidenten &ndash; einen guten Kandidaten hat sie nicht. Der Kampf, den der amtierende Pr&auml;sident zun&auml;chst gewinnen mu&szlig;, ist der gegen das eigene rechte Lager &ndash; gegen den Intimfeind de Villepin und den als eher weiches Ziel empfundenen Bayrou auf dem gem&auml;&szlig;igten Fl&uuml;gel. Sowie gegen die als bedeutend gef&auml;hrlicher eingestuften Rechtspopulisten Marine Le Pens. Um einiges eleganter, aber mit der gleichen H&auml;rte tritt die Tochter des Alten, des Front-National-Stammvaters Jean-Marie Le Pen, dem regierenden Establishment mit den alten Parolen gegen&uuml;ber. Sarkozys Strategie war daher von Anfang an klar: Er fischt in den tr&uuml;ben Gew&auml;ssern des Front National, denn wenn er dem Le-Pen-Clan Stimmen abjagt, darf er, da ist sich der Pr&auml;sident sicher, in die Stichwahl mit Hollande &ndash; der einzige, an dessen Einzug ins Finale bislang niemand zweifelt. Die Drecksarbeit, denn das ist dieser Fischzug im dunklen, l&auml;&szlig;t Sarkozy freilich andere machen. Vor allem einen Mann, der sich f&uuml;r nichts zu schade ist und alles, aber auch alles f&uuml;r seinen G&ouml;nner tut: Claude Gu&eacute;ant, ehemaliger Pr&auml;fekt, dann Kabinettchef im Elys&eacute;e und nun, seit einigen Monaten, als Innenminister f&uuml;r alles zust&auml;ndig, was die &auml;u&szlig;erste Rechte am meisten umtreibt. Keine Rede mehr von der vorher gern unterst&uuml;tzten und akzeptierten &raquo;diversit&eacute;&laquo;, der &raquo;Verschiedenheit&laquo; der B&uuml;rger, vereint in einer Nation mit humanistischen Werten. Keine Gesichter mehr wie das der Rachida Dati, Tochter maghrebinischer Eltern und fr&uuml;here Justizministerin Sarkozys. Oder wie der dunkelh&auml;utigen Rama Yade, l&auml;ngst abtr&uuml;nnige ehemalige Staatssekret&auml;rin, der das Treiben des Gespanns Sarkozy-Gu&eacute;ant immer unertr&auml;glicher erscheint. Noch bevor der Pr&auml;sident seine erneute Kandidatur auf das Pr&auml;sidentenamt verk&uuml;ndete, lie&szlig; er seinen Minister auf die Pauke hauen: Es gebe Zivilisationen, erkl&auml;rte der seinen mehrheitlich komplett verwirrten Landsleuten wie aus heiterem Himmel, die seien weniger wert als andere, so sei das eben, und das besch&auml;ftige einen Mann wie ihn auch noch abends nach Dienstschlu&szlig;. Besonders in der Krise.<br>\nQuelle. <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2012\/02-23\/016.php\">junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Kenntnisreich f&uuml;hrt Hansgeorg Hermann den Rechtsruck des Wahlkampfes von Sarkozy vor Augen, auf den die <a href=\"\/?p=12255#h11\">NDS nur kurz hinweisen konnten<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Heribert Prantl: Warum der Europ&auml;ische Gerichtshof Acta stoppen muss<\/strong><br>\nActa ist zwar ein eher unspektakul&auml;rer Vertrag, mit vielen verwaschenen Formulierungen und ohne die Schrecknisse, die von Kritikern behauptet werden: Dort steht nichts von &ldquo;three strikes&rdquo;, kein Wort davon also, dass nach zwei Urheberrechts-Vergehen, die leicht bestraft werden, beim dritten Mal der gro&szlig;e Hammer folgt &ndash; die Netzsperre, der zeitweise Entzug des Internetzugangs. Acta entspricht dem geltenden Recht in Deutschland, plus ein paar Kleinigkeiten. Bemerkenswert ist allerdings, was in Acta fehlt: Es fehlen angemessene Rechtsschutzm&ouml;glichkeiten f&uuml;r die Beklagten. Und noch sehr viel bemerkenswerter ist, was noch so alles in Vorbereitung ist: Hinter Acta lauert Ipred (Intellectual Property Rights Enforcement Directive), die EU-Richtlinie zur Durchsetzung der Rechte an immateriellen G&uuml;tern. Darin sollen die stumpfen Formulierungen des Acta-Abkommens scharf geschliffen werden. Dort wird wahr, was die Netzgemeinde f&uuml;rchtet. Acta ist also nur die Lokomotive, die die Waggons mit dem Gefahrgut ziehen soll. Die EU-Kommission will sich vom EU-Gerichtshof eine T&Uuml;V-Plakette f&uuml;r die Lok und gr&uuml;nes Licht f&uuml;r den gesamten Zug geben lasen. Es w&auml;re fatal, wenn das so funktionieren w&uuml;rde. Die Vorlage von Acta in Luxemburg ist eine gro&szlig;e Pr&uuml;fung f&uuml;r den EU-Gerichtshof. Er muss nun zeigen, was er ist: ein Wettbewerbs-Gerichtshof f&uuml;r Wirtschaft und freien Handel &ndash; oder auch ein Gerichtshof f&uuml;r die B&uuml;rger und die B&uuml;rgerrechte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/digital\/anti-piraterie-abkommen-warum-der-europaeische-gerichtshof-acta-stoppen-muss-1.1291038\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;Mehr&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":8,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-12341","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12341","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/8"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=12341"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12341\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12344,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/12341\/revisions\/12344"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=12341"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=12341"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=12341"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}