{"id":123674,"date":"2024-10-26T13:00:15","date_gmt":"2024-10-26T11:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123674"},"modified":"2024-10-25T21:49:09","modified_gmt":"2024-10-25T19:49:09","slug":"leserbriefe-zu-81-prozent-der-jugend-haben-angst-vor-einem-grossen-krieg-in-europa-niemanden-scheint-das-zu-interessieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123674","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201e81 Prozent der Jugend haben Angst vor einem gro\u00dfen Krieg in Europa \u2013 Niemanden scheint das zu interessieren\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123318\">hier<\/a> die k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte Shell Jugendstudie 2024. 81 Prozent der Jugendlichen in Deutschland w&uuml;rden die Angst vor einem gro&szlig;en Krieg in Europa teilen. Das sei die gr&ouml;&szlig;te Angst der Jugend. Erschreckend sei jedoch, mit welcher Ignoranz sowohl Politik als auch Medien und Gesellschaft dem begegnen. Die verantwortliche Politik werde nicht konfrontiert, nicht zur Rede gestellt. Wir haben dazu interessante Leserbriefe erhalten. Danke daf&uuml;r. Es folgt nun eine Auswahl, zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Marcus Kl&ouml;ckner, liebes Team der Nachdenkseiten,<br>\nals Reaktion auf Ihren im Betreff genannten Artikel &uuml;ber die Jugend und deren Angst vor einem gro&szlig;en Krieg und der Tatsache, dass die Regierung in Form von Verteidigungsministerium und Milit&auml;r in die Schulen vordringen will, oder es schon tut, es f&uuml;r Kinder und Jugendliche angedachte Cartoons und Filmchen gibt, m&ouml;chte ich Ihnen und den Lesern der Nachdenkseiten ein Gedicht von Erich K&auml;stner ans Herz legen, von dem ich denke, DAS sollte in jeder Schule Pflichtlekt&uuml;re &ndash; auch der Eltern &ndash; sein, um den Gener&auml;len und Politikern etwas entgegensetzen und sie der Schulen verweisen zu k&ouml;nnen. <\/p><p>Es ist fast Eins zu Eins Dasselbe wie zu K&auml;stners Zeiten! <\/p><p>Wir m&uuml;ssen f&uuml;r den Frieden und unsere Kinder zusammenstehen! <\/p><p>Viele hoffnungsvolle und verzweifelte Gr&uuml;&szlig;e<br>\nChristine Salomon <\/p><p>Gedicht <a href=\"https:\/\/lyricstranslate.com\/en\/erich-k%C3%A4stner-primaner-uniform-lyrics.html\">hier als Link<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>es ist doch erstaunlich zu erfahren, dass 81% der deutschen Jugend Angst vor einem gro&szlig;en Krieg h&auml;tte.<\/p><p>Mir ist da in den letzten 20 Jahren keinerlei Hinweis darauf gekommen, obwohl ich mich immer wieder bei Bewegungen gegen die rechtsstaatswidrige deutsche Regierung eingebunden habe. <\/p><p>1989 war in Plauen der Startpunkt der sog. Wende, die letztendlich von in der &bdquo;Wir sind das Volk&ldquo; in der Marshallplanw&auml;hrung D-Mark und der Reisefreiheit ersoffen ist. Dar&uuml;ber kl&auml;rt aber die Jugend niemand auf und so kommt es, dass ihre Kritik: &bdquo;Die verantwortliche Politik wird nicht konfrontiert, nicht zur Rede gestellt.&ldquo; keinen Hintergrund auftut, dass die Herrschenden im sog. Deutschland mit keinerlei rechtlichen Hintergrund gefordert sind, Rechenschaft gegen&uuml;ber dem Volk f&uuml;r ihr Handeln abzugeben. <\/p><p>Ein Artikel (27.9.2024) von Herrn Blenz wies darauf hin, dass wieder einmal in Plauen mutige Menschen f&uuml;r Frieden einstehen. Ich habe davon nichts gewusst, bin aber seit dem zumindest montags bei jenen. Als Geblendeter begleitet mich nat&uuml;rlich meine privat pers&ouml;nliche Chefin, denn auch dieser ist daran gelegen, dass ihre Kinder und vor allem Kindeskinder weiter in Frieden leben k&ouml;nnen. Ein Frieden, der auf deutschem Boden nicht herrscht, denn es wird Krieg gegen das Volk gef&uuml;hrt, was aber die meisten nur untergr&uuml;ndig (Bauchgef&uuml;hl) ins Bewusstsein bekommen, dann aber ohne weiteres Wissen dem Geschehen ausgeliefert zusehen, weil ihnen die selbstbewusste Eigenverantwortung genommen wurde. <\/p><p>Das sieht man auch in Plauen, wo bei der Demo f&uuml;r Frieden zwar bei jeder die Anzahl der Teilnehmer steigt, aber inzwischen diese Anzahl noch nicht &uuml;ber zwei Dutzend hinausgekommen und dabei keine Jugend zu finden ist. <\/p><p>Seit Jahrzehnten stehe ich daf&uuml;r ein, dass das deutsche Volk sich endlich eine wahrhafte und vom Volk tats&auml;chlich in Kraft gesetzte Verfassung schaffen muss, um all das widrige Geschehen in des deutschen Michels Heimatland zu beenden um endlich wieder nach vorn schauen zu k&ouml;nnen. Dazu haben meine ppC und ich uns extra Plakate anfertigen lassen, deren Entwurf ich ihnen in den Anhang stelle.<\/p><p>Es ist also der Knackpunkt, ob die Angst gegen den Krieg mehr aus der Angst der dazugeh&ouml;renden Pflicht entspringt oder die tats&auml;chliche Angst vor Krieg und warum nicht die oberste Menschenpflicht, die selbstbewusste Eigenverantwortung, erf&uuml;llt wird, um das oberste Menschenrecht, die W&uuml;rde des Menschen zu sch&uuml;tzen. Diese Frage aber findet bei der ehrlich und aufrichtigen deutschen Opposition weniger Widerhall, wobei es diesen Widerhall gerade aus den alternativen Medien br&auml;uchte, um auch der deutschen Jugend begreiflich zu machen, woran das widrige Geschehen in ihrem Heimatland wirklich liegt. <\/p><p>Mit wirklich freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nOlaf Thomas Opelt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner,<\/p><p>Es ist schon erschreckend, dass laut dieser Studie 81 Prozent der Jugendlichen Angst vor einem Krieg haben. Sie kritisieren auch zu Recht, dass diese Studie in unseren &ldquo;Qualit&auml;tsmedien&rdquo; nur beil&auml;ufig erw&auml;hnt worden ist. Verantwortungsbewusste Journalisten h&auml;tten unsere Politiker hierzu befragen m&uuml;ssen. Sie hatten in Ihrem Artikel genau dies erw&auml;hnt. Der Aufruf &ldquo;Deutschland muss kriegst&uuml;chtig werden&rdquo; ist unserer politischen F&uuml;hrungsspitze aber wichtiger. Was ich aber nicht verstehe ist, dass unsere Jugend nicht auf die Stra&szlig;e geht, um gegen diese Kriegspolitik zu protestieren. Sind diese jungen Menschen, denn von der st&auml;ndigen Kriegspropaganda schon so bet&auml;ubt? Ich hatte vor einiger Zeit an die &ldquo;Letzte Generation&rdquo; geschrieben, dass sie doch ihre Protestaktionen mal vor der Konzernzentrale von Rheinmetall durchf&uuml;hren sollten, oder vor dem Bundesverteidigungs-(Kriegs-)Ministerium, da R&uuml;stung und Krieg die gr&ouml;&szlig;ten Umweltzerst&ouml;rer sind. Sie sollten sich darum mit Friedens-Bewegungen verbinden. Die Kurzfassung einer Antwort lautete: Wir protestieren f&uuml;r einen geringeren CO2-Aussto&szlig;, f&uuml;r Friedensforderungen sind andere Organisationen zust&auml;ndig. Ich habe ihnen noch einmal geschrieben, dass sie nichts begriffen haben. Nun sind nat&uuml;rlich bei der &ldquo;Letzten Generation&rdquo; nicht nur Jugendliche aktiv.<\/p><p>Oder, wo bleibt der Protest der Lehrkr&auml;fte, wenn die Bundeswehr in die Schulen eindringt? Klar ist nat&uuml;rlich, dass protestierende Lehrer mit staatlichen Sanktionen rechnen m&uuml;ssten, weil sie nicht zur Regierungsmeinung stehen w&uuml;rden.Ich nehme auch an, dass, wenn Florian Warweg auf einer BPK fragen w&uuml;rde, wie die Bundesregierung zu diesem Umfrageergebnis steht, die Herren auf dem Podium von einer solchen Umfrage noch nie etwas geh&ouml;rt haben.<\/p><p>Wir leben in einer wirklich bedrohlichen Zeit.<\/p><p>Ulrich Kleinecke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Kl&ouml;ckner, sehr geehrtes Nachdenkseitenteam<\/p><p>Wie Sie schreiben, und damit bin ich mit Ihnen voll einverstanden, haben die Jugendlichen zurecht Kriegsangst, weil die Verh&auml;ltnisse offensichtlich auf einen Krieg hinauslaufen k&ouml;nnten bzw. zumindest darauf hin deuten.<\/p><p>Wo ich nicht mit Ihnen einverstanden bin ist, dass Angst ein Gef&uuml;hl sei, das man unbedingt vermeiden wollen sollte und das Politiker und Medien in keinem Fall bei der Bev&ouml;lkerung ausl&ouml;sen sollten, schon gar nicht bei Jugendlichen, So verstehe ich ihren Artikel zumindest. <\/p><p>Diese Angst vor der Angst ist aber meines Erachtens nicht sinnvoll. Genauso wie der Schmerz ein Alarmsignal ist, der uns hilft eine Bedrohung zu erkennen und es erst erm&ouml;glicht sie einzugrenzen und m&ouml;glichst zu vermeiden zumindest klein zu halten, so ist auch Angst ein Warnsignal, auf das wir nicht verzichten wollen sollten, sondern das wir kultivieren sollten in zweierlei Hinsicht. Zum einen um Gefahren auch emotional aufgeladen wahrzunehmen, um dann auch die n&ouml;tige Motivation zu sp&uuml;ren, etwas dagegen zu tun, und andererseits aber auch so zu kultivieren, dass wir dadurch nicht gel&auml;hmt bzw. handlungsunf&auml;hig werden.<\/p><p>Wenn Angst nur noch l&auml;hmt, macht es Sinn, sie zu pathologisieren und zu behandeln, &auml;hnlich wie es auch sinnvoll ist, chronische Schmerzen, die keine neue Gefahren mehr anzeigen, oder Gefahren auf die man nicht mehr sinnvoll reagieren kann, unter denen man nur noch leidet, weil sie extrem nerven, ohne einen Vorteil zu verschaffen, mit Schmerzmitteln behandeln sollte.<\/p><p>Ich denke es macht auch keinen Sinn, speziell die Jugend gegen&uuml;ber den Zumutungen des Lebens in Watte zu packen. Den Kontakt mit dem wirklichen Leben sollte man der Jugend nicht vorenthalten. Wir leben alle ohnehin schon viel zu sehr in illusion&auml;ren Kontexten.<\/p><p>Dass unsere Politiker alles daran setzen m&uuml;ssen, um den Frieden zu sichern, was gegenw&auml;rtig &uuml;berhaupt nicht der Fall ist, und dass Zwangsrekrutierung der Jugend eine ungeheure Zumutung darstellt, die zumindest solange nicht gerechtfertigt ist, wie diejenigen, die dar&uuml;ber befinden nicht selbst ihre Privilegien aufgeben und selbst in die eigene Rekrutierung einwilligen, darin bin ich wieder voll mit ihnen einverstanden. Sie haben vieles von dem, auf das ich mich in ihrem Artikel bezogen habe, so nicht explizit geschrieben, aber ich denke, ich habe es sinngem&auml;ss richtig in ihren Text hinein gedeutet.<\/p><p>Fritz Gerhard<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden E-Mail-Adressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><strong>Marcus Kl&ouml;ckner<\/strong> kommentiert <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123318\">hier<\/a> die k&uuml;rzlich ver&ouml;ffentlichte Shell Jugendstudie 2024. 81 Prozent der Jugendlichen in Deutschland w&uuml;rden die Angst vor einem gro&szlig;en Krieg in Europa teilen. Das sei die gr&ouml;&szlig;te Angst der Jugend. Erschreckend sei jedoch, mit welcher Ignoranz sowohl Politik als auch Medien und Gesellschaft dem begegnen. Die verantwortliche Politik werde nicht konfrontiert,<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123674\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-123674","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/123674","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=123674"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/123674\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":123732,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/123674\/revisions\/123732"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=123674"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=123674"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=123674"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}