{"id":123682,"date":"2024-10-27T14:00:16","date_gmt":"2024-10-27T13:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123682"},"modified":"2024-10-29T08:13:10","modified_gmt":"2024-10-29T07:13:10","slug":"kuba-muss-mit-einem-moerderischen-nachbarn-zurechtkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=123682","title":{"rendered":"Kuba muss mit einem m\u00f6rderischen Nachbarn zurechtkommen"},"content":{"rendered":"<p>Man stelle sich folgendes Szenario vor: An einem fr&uuml;hen Morgen steht ein Mann vor der US-Botschaft in Havanna, begie&szlig;t eine mitgebrachte US-Flagge mit Brennstoff und versucht, sie zu verbrennen. Dann feuert er mit einem Schnellfeuergewehr 23 Sch&uuml;sse auf die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika. Nach seiner Festnahme gesteht er in einem Interview, er h&auml;tte selbstverst&auml;ndlich auch auf den Botschafter oder andere Menschen geschossen, wenn sie aus dem Geb&auml;ude gekommen w&auml;ren. Nun, der &bdquo;weltweite&ldquo; Aufschrei der US-Regierung w&auml;re weithin h&ouml;rbar gewesen, <em>CNN<\/em> &amp; Co. h&auml;tten dies rund um die Uhr verbreitet, Kuba w&auml;re scharf kritisiert und Sanktionen w&auml;ren verh&auml;ngt worden, der kubanische Staat w&auml;re verklagt worden, weil er die Unversehrtheit der Botschaft, also die Sicherheit des Territoriums nicht gew&auml;hrleistet hat. Von <strong>Edgar G&ouml;ll<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8156\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-123682-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241028-Kuba-mit-moerderischem-Nachbar-NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241028-Kuba-mit-moerderischem-Nachbar-NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241028-Kuba-mit-moerderischem-Nachbar-NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241028-Kuba-mit-moerderischem-Nachbar-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=123682-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/241028-Kuba-mit-moerderischem-Nachbar-NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"241028-Kuba-mit-moerderischem-Nachbar-NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Aber die Realit&auml;t war umgekehrt und eine v&ouml;llig andere, sie verlief folgenderma&szlig;en: Ein solcher terroristischer Angriff geschah an einer Hauptstra&szlig;e in der Hauptstadt der USA, in Washington\/DC, auf die Botschaft der Republik Kuba! Am 30. April 2020 ver&uuml;bte der damals 42-j&auml;hrige und in Kuba geborene Alexander Alazo, in eine US-Fahne geh&uuml;llt, einen Anschlag. Zun&auml;chst versuchte er, auf der Stra&szlig;e vor der Botschaft Kubas eine kubanische Fahne zu verbrennen, die er mit der Aufschrift &bdquo;Trump 2020&ldquo; bekritzelt hatte. Dann feuerte er mit einem automatischen Sturmgewehr 32 Sch&uuml;sse auf die diplomatische Vertretung Kubas ab, in der sich sieben Personen aufhielten. Die US-Beh&ouml;rden hatten ihm zuvor politisches Asyl gew&auml;hrt. Nach seiner Festnahme ordnete der zust&auml;ndige Richter Michael Harvey vom Bezirksgericht des Districts of Columbia die Inhaftierung des T&auml;ters an, weil dieser &bdquo;eine Gefahr f&uuml;r die Gesellschaft&ldquo; darstelle. Demgegen&uuml;ber nahmen rechtsextreme exilkubanische Medien wie das in Miami publizierte Onlineportal <em>ADN Cuba<\/em> diesen offensichtlich gef&auml;hrlichen T&auml;ter Alazo jedoch in Schutz. Er hatte vor seiner Tat direkte Verbindungen zu rechten Exilkubanern vor Ort aufgenommen. Sie behaupteten, dass er &bdquo;geistig verwirrt&ldquo; und deshalb schuldunf&auml;hig sei.<\/p><p>Jetzt, vier Jahre sp&auml;ter, &uuml;bernahm die US-Justiz diese omin&ouml;se Version nun auch offiziell. Ende September 2024 ordnete Bezirksrichterin Amy Berman Jackson die Freilassung Alazos ab dem 15. Oktober an. Alazo ist also seit einer Woche wieder unbehelligt in Freiheit. &bdquo;Das langfristige Ziel ist es, dass er gesund wird und mit Ihnen und Ihren Kindern zusammenleben kann&ldquo;, sagte die Richterin zu Alazos Frau. Und die ehemalige Bundesverteidigerin Sabrina P. Shroff, die den T&auml;ter &bdquo;pro bono&ldquo; vertrat, meinte gar: &bdquo;Herrn Alazo ging es nicht gut, als er diese Tat beging. Ein Strafverfahren gegen ihn h&auml;tte nie eingeleitet werden d&uuml;rfen. (&hellip;) Solange er behandelt wird, ist Herr Alazo f&uuml;r niemanden eine Gefahr&ldquo;, zitierte die <em>Washington Post<\/em> sie dazu.<\/p><p><strong>Kubas klare Reaktion<\/strong><\/p><p>Daraufhin warf das kubanische Au&szlig;enministerium der US-Regierung vor, wieder einmal ein &bdquo;toleranter Komplize von Terrorismus und Gewalttaten&ldquo; gegen Kuba zu sein. Der Anschlag &bdquo;auf einer zentralen Stra&szlig;e der US-Hauptstadt gegen einen diplomatischen Sitz w&uuml;rde in jedem anderen Land als terroristischer Akt eingestuft werden&ldquo;, hei&szlig;t es in einer am 4. Oktober ver&ouml;ffentlichten Erkl&auml;rung. Die US-Regierung habe sich aber &bdquo;geweigert, diese Tat als Terroranschlag einzustufen, und hatte offensichtlich zu keinem Zeitpunkt die Absicht, den T&auml;ter als Terroristen zu verfolgen, obwohl dessen Handlungen gem&auml;&szlig; der US-Gesetze ausdr&uuml;cklich so bezeichnet werden&ldquo;. Au&szlig;erdem h&auml;tten die Justizbeh&ouml;rden &bdquo;Beweise f&uuml;r Alazos Verbindungen zu Gruppen mit Sitz in S&uuml;dflorida&ldquo;, die mehrfach &bdquo;aggressiv gegen Kuba vorgegangen waren und Gewalt und Terrorismus gef&ouml;rdert hatten&ldquo;, ignoriert.<\/p><p>Das kubanische Ministerium f&uuml;r Ausw&auml;rtige Angelegenheiten erinnert zudem daran, dass Kuba damit erneut und nachweislich ein Opfer des organisierten Terrorismus sei, der vom US-Territorium aus finanziert und ausgef&uuml;hrt werde. Die Gesamtzahl der Opfer durch die Terroranschl&auml;ge und verdeckten Angriffe gegen das sozialistische Kuba seit 1959 werden mit 3.478 kubanischen Todesopfern und 2.099 behinderten und verletzten Kubanern angegeben. Wiederholt verlangte die kubanische Regierung von der US-Regierung ein ernsthaftes, verantwortungsvolles und ehrliches Verhalten, wenn ein Akt dieser Art gegen die kubanische Botschaft und das dort eingesetzte kubanische Personal begangen wird. Das aber blieb und bleibt ohne jegliche Resonanz.<\/p><p>Besonders makaber kommt noch hinzu, dass die Protestnote Kubas zwei Tage vor dem Jahrestag des Terroranschlags auf ein ziviles [kubanisches, Anm. Red.] Verkehrsflugzeug vom 6. Oktober 1976 erfolgte. Im Auftrag der Ex-CIA-Agenten Luis Posada Carriles und Orlando Bosch hatten zwei venezolanische S&ouml;ldner damals Sprengs&auml;tze im Cockpit der Maschine platziert. Sie wurden kurz nach dem Start in Barbados gez&uuml;ndet. Beim Absturz dieses zivilen Flugzeugs kamen 57 kubanische, f&uuml;nf nordkoreanische und elf Passagiere aus Guayana ums Leben. W&auml;hrend dieser brutale Terroranschlag in den USA, dem Land der T&auml;ter, und anderen westlichen Staaten erfolgreich vergessen gemacht wird, k&ouml;nnen die Hinterbliebenen und Betroffenen diese Trag&ouml;die nicht verdr&auml;ngen. <\/p><p>Schlimm war, dass die daf&uuml;r verantwortlichen Terroristen danach bis zu ihrem Tod unbehelligt in den USA lebten. Und so wurde an dem folgenden Sonntag der Opfer auf Veranstaltungen in den Hauptst&auml;dten von Kuba, Barbados, Guyana sowie Trinidad und Tobago, also in Havanna, Bridgetown, Port of Spain und Georgetown gedacht. Im Rahmen dieser Gedenkfeierlichkeiten forderten die Au&szlig;enminister Sandra Husbands (Barbados), Amery Browne (Trinidad und Tobago) und Hugh Todd (Guyana) die USA dar&uuml;ber hinaus auf, Kuba endlich von ihrer Liste der angeblichen Sponsoren des Terrorismus zu streichen und die seit &uuml;ber 60 Jahren gegen die Bev&ouml;lkerung des Inselstaates verh&auml;ngte Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade zu beenden. Sie machten damit deutlich, dass solche Terroranschl&auml;ge ein extremes Element der insgesamt kriminellen und terroristischen US-Politik gegen Kuba darstellen und all dies endlich beendet geh&ouml;re.<\/p><p><strong>Die US-Blockade als versuchter V&ouml;lkermord gegen das kubanische Volk<\/strong><\/p><p>Eine &auml;hnlich klare Einsch&auml;tzung, diesmal juristisch untermauert, kam vor knapp einem Jahr von einem internationalen Tribunal, das unter der Koordination des V&ouml;lkerrechtlers Prof. Norman Paech im Europ&auml;ischen Parlament durchgef&uuml;hrt worden ist. In dem Urteil dieses Tribunals hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Die Blockade hat direkt und indirekt zum Verlust zahlreicher Menschenleben gef&uuml;hrt, und die Entscheidung der USA, diese Blockade aufrechtzuerhalten, solange das kubanische Volk nicht beschlie&szlig;t, sich zu beugen, zeigt, dass die USA entschlossen sind, Ma&szlig;nahmen aufrechtzuerhalten, die darauf abzielen, langfristig die physische Zerst&ouml;rung zumindest eines Teils des kubanischen Volkes zu bewirken. Eine solche Haltung k&ouml;nnte den Tatbestand des V&ouml;lkermordes erf&uuml;llen.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Mit der folgenden Schlussfolgerung des Br&uuml;sseler Tribunals werden die UN-Resolutionen, die unz&auml;hligen Appelle internationaler und nationaler Gremien sowie wissenschaftliche Analysen vollumf&auml;nglich best&auml;tigt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<em>Da die zahlreichen Sanktionen und die US-Gesetze, auf denen sie beruhen, rechtswidrig sind, m&uuml;ssen sie aufgehoben werden. Die USA m&uuml;ssen f&uuml;r den Schaden aufkommen, der dem kubanischen Staat, seinen Unternehmen und B&uuml;rgern entstanden ist.&ldquo;<\/em>\n<\/p><\/blockquote><p>Und k&uuml;rzlich erst stellte der kubanische Au&szlig;enminister Bruno Rodr&iacute;guez Parrilla den aktuellen Bericht &uuml;ber die Folgen der US-Blockade vor. Der Bericht ber&uuml;cksichtigt die materiellen Sch&auml;den und Beeintr&auml;chtigungen in Kuba von M&auml;rz 2023 bis April 2024. Demnach &uuml;berstiegen die Sch&auml;den in diesem Zeitraum den Betrag von f&uuml;nf Milliarden US-Dollar. Im Bericht werden auch die &bdquo;extraterritorialen Effekte&ldquo; beschrieben, von denen Akteure und Kooperationen mit Kuba weltweit, vor allem in Westeuropa, betroffen sind. Der Bericht ist die Grundlage f&uuml;r eine erneute UN-Resolution zur Aufhebung der Blockade, &uuml;ber die die UN-Generalversammlung am 30. Oktober in New York abstimmen wird.<\/p><p><strong>Die Ignoranz und Arroganz des Imperiums<\/strong><\/p><p>Bei diesen j&auml;hrlichen UN-Abstimmungen steht die US-Regierung durchweg v&ouml;llig isoliert am Pranger. Trotzdem haben die USA ihre Ma&szlig;nahmen gegen Kuba nicht nur nicht eingestellt oder abgeschw&auml;cht, sondern sogar noch weiter versch&auml;rft. So wurde Kuba von Pr&auml;sident Trump willk&uuml;rlich auf die Liste jener Staaten gesetzt, die in Washington als staatliche F&ouml;rderer des Terrorismus gelten (State Sponsors of Terrorism, SSoT). Kuba und alle, die mit ihm Gesch&auml;fte machen, sind scharfen unilateralen Sanktionen unterworfen. Nun hat eine Expertengruppe der Vereinten Nationen die US-Administration dringend dazu aufgefordert, dieses Vorgehen zu pr&uuml;fen. Denn die von den USA als &bdquo;Terrorismus-F&ouml;rderer&ldquo; gebrandmarkten Staaten und deren Bev&ouml;lkerung werden dadurch zus&auml;tzlich zu den bereits verh&auml;ngten Sanktionen gesch&auml;digt. So wies die UN-Expertengruppe darauf hin, dass durch die Aufnahme in die SSoT-Liste grundlegende Menschenrechte einschlie&szlig;lich des Rechts auf Nahrung, des Rechts auf Gesundheit, des Rechts auf Bildung, der wirtschaftlichen und sozialen Rechte, des Rechts auf Leben und des Rechts auf Entwicklung deutlich negativ beeinflusst w&uuml;rden. Die Benennung erfolgt unilateral durch die US-Regierung, und allein dies &bdquo;verst&ouml;&szlig;t gegen die grundlegenden Prinzipien des V&ouml;lkerrechts einschlie&szlig;lich des Grundsatzes der souver&auml;nen Gleichheit der Staaten, des Verbots der Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten und des Grundsatzes der friedlichen Beilegung internationaler Streitigkeiten&ldquo;, so die Experten der UN.<\/p><p>Wegen dieser Einstufung Kubas wurden von Januar 2021 bis Februar 2024 &bdquo;rund 1.064 F&auml;lle von ausl&auml;ndischen Banken gemeldet, in denen sie ihre Weigerung mitteilten, f&uuml;r kubanische Einrichtungen Dienstleistungen zu &uuml;bernehmen&ldquo;. Das Handeln der USA entspreche einem nachweislichen &bdquo;staatlichen Sponsor des Terrorismus&rdquo; (SSoT), also genau dem, was die US-Regierung v&ouml;llig willk&uuml;rlich und ungerechtfertigt Kuba vorwirft, zitiert die Nachrichtenagentur <em>Prensa Latina<\/em> den kubanischen Pr&auml;sidenten Diaz-Canel. Die Reaktion dazu aus Washington lautete: &bdquo;Die US-Strafverfolgungsbeh&ouml;rden verfolgen Einzelpersonen auf der Grundlage des US-Rechts und nehmen keine Anweisungen von ausl&auml;ndischen Regierungen entgegen&ldquo;, zitierte die Nachrichtenagentur <em>Reuters<\/em> einen Beamten des US-Au&szlig;enministeriums.<\/p><p><strong>Kuba liefert zahlreiche e<\/strong><strong>indeutige Beweise &ndash; und wird ignoriert<\/strong><\/p><p>Im Laufe der 1990er-Jahre, der schwierigen &bdquo;Spezialperiode&ldquo; nach dem Wegfall der Zusammenarbeit mit den realsozialistischen Staaten in Osteuropa, kam es zu einer Eskalation terroristischer Aktionen gegen Kuba. Die kubanischen Beh&ouml;rden legten daraufhin dem FBI zahlreiche Ordner mit Fakten und Informationen vor, um die von dort ausgehende Unterst&uuml;tzung der Verbrechen zu beweisen.<\/p><p>Hierzu geh&ouml;rten Vorf&auml;lle und Akte von Vandalismus gegen Infrastruktureinrichtungen des nationalen Stromnetzes, des &ouml;ffentlichen Gesundheitswesens und des Verkehrswesens, die wirtschaftliche Sch&auml;den verursachten und das Leben von Menschen gef&auml;hrdeten. Dazu geh&ouml;rte das Abfeuern von Brands&auml;tzen gegen Einrichtungen in Havanna, im Mai 2019 die Entgleisung eines G&uuml;terzuges vom Container-Terminal in Mariel, die Zerst&ouml;rung von Omnibussen durch Steinw&uuml;rfe und das Legen von Feuer, die Verseuchung von Trinkwasserquellen, Aggressionen gegen Beh&ouml;rden, die Besetzung von Radiosendern und Angriffe auf diplomatische Vertretungen und kubanische Einrichtungen sowie ein Plan f&uuml;r einen &Uuml;berfall auf eine Milit&auml;reinheit, um deren Waffen zu erbeuten.<\/p><p>V&iacute;ctor &Aacute;lvarez Valle vom kubanischen Innenministerium berichtet dazu:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der gemeinsame Nenner dieser Taten ist, dass sie von kubanischen B&uuml;rgern mit verabscheuungsw&uuml;rdigem Sozialverhalten und Vorstrafen begangen wurden, die von in den USA ans&auml;ssigen Personen, die mit rechtsextremen Gruppen in diesem Land verbunden sind, rekrutiert, angeleitet und finanziert wurden. Anhand ihrer Aussagen wurde festgestellt, dass diese Aktionen, die von zwei in den Vereinigten Staaten von Amerika lebenden kubanischen Staatsangeh&ouml;rigen organisiert wurden, darauf abzielten, in Kuba Panik zu sch&uuml;ren und ein Bild der Destabilisierung zu schaffen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Auf Basis intensiver Recherchen wurde im Dezember 2023 vom kubanischen Innenministerium ein Bericht ver&ouml;ffentlicht. Darin sind 61 Personen und 19 Organisationen mit Sitz in den USA aufgef&uuml;hrt, denen die kubanische Regierung Unterst&uuml;tzung von Terrorismus vorwirft. In diesem Bericht taucht auch die Gruppe &bdquo;La Nueva Naci&oacute;n Cubana en Armas&ldquo; auf. Gegen die in der Liste aufgef&uuml;hrten Personen wurden strafrechtliche Ermittlungen eingeleitet und sie werden von den kubanischen Beh&ouml;rden gesucht, weil sie mit der F&ouml;rderung, Planung, Organisation, Finanzierung, Unterst&uuml;tzung oder Begehung terroristischer Handlungen im eigenen Land oder in anderen L&auml;ndern in Verbindung stehen. Mitglieder der Gruppe &bdquo;La Nueva Naci&oacute;n Cubana en Armas&ldquo; seien f&uuml;r Anschl&auml;ge auf B&uuml;ros, Zuckerrohrfelder und Tabakfabriken in der Provinz Pinar del R&iacute;o sowie &bdquo;aggressive Aktionen gegen Kinderg&auml;rten, Schulen, Polikliniken und Einrichtungen des Stromversorgers Organizaci&oacute;n B&aacute;sica El&eacute;ctrica vor allem in der Gemeinde San Miguel del Padr&oacute;n in der Provinz Havanna&ldquo; verantwortlich. &Aacute;lvarez Valle gab dazu bekannt:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Diese Personen handeln weiterhin ungestraft auf nordamerikanischem Territorium, sie finanzieren, organisieren und unterst&uuml;tzen gewaltt&auml;tige Organisationen, um die innere Ordnung unseres Landes zu untergraben.&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p><strong>D&uuml;stere Perspektiven aus dem Wilden Westen<\/strong><\/p><p>Bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen in den USA am 5. November ist von beiden Kandidaten keineswegs eine zivilisiertere und v&ouml;lkerrechtskonformere Kubapolitik zu erwarten. Die &Auml;u&szlig;erungen von Kamala Harris sind vage und widerspr&uuml;chlich. Und noch schlimmer, ja katastrophal k&ouml;nnte die Kubapolitik Donald Trumps und seines Vizekandidaten Vance aussehen. Trump hat in einer Wahlveranstaltung behauptet, wenn er Pr&auml;sident werde, w&uuml;rde &bdquo;Kuba bald anders aussehen&ldquo;. <\/p><p>Die au&szlig;enpolitischen Eliten dieser milit&auml;rischen Supermacht agieren in ihrer Politik entsprechend r&uuml;cksichtslos und destruktiv, ignorieren UN-Charta, V&ouml;lkerrecht, den IGH und die gesamte Weltgemeinschaft. Hier sei nur an das zu einem rechtlosen, barbarischen US-Folterlager umfunktionierte Hafengel&auml;nde von Guant&aacute;namo mit bis zu 700 Internierten erinnert &ndash; einem nach allgemeiner v&ouml;lkerrechtlicher Einsch&auml;tzung seit 1902 vom US-Milit&auml;r unrechtm&auml;&szlig;ig besetzten Territorium in Kuba.<\/p><p>Kuba erleidet die Aggressionen und Verbrechen des &bdquo;Imperiums&ldquo; seit nunmehr 65 Jahren, seit seiner erfolgreich gegen den US-gest&uuml;tzten Diktator Batista durchgef&uuml;hrten Revolution von 1959. Schon damals wurde eine noch heute g&uuml;ltige Parole bzw. Doktrin ausgegeben. So lautete der erste Satz des US-Invasionsplans, der von US-Au&szlig;en- und US-Verteidigungsministerium sowie CIA im Herbst 1959 vorgelegt und sowohl von US-Pr&auml;sident Eisenhower als auch dem Nachfolger John F. Kennedy gebilligt wurde:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Der Zweck des hier dargestellten Programms ist es, das Castro-Regime durch eines, das (&hellip;) annehmbarer ist f&uuml;r die USA, zu ersetzen, und zwar auf eine solche Weise, die den Anschein einer US-Intervention vermeidet.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p><div class=\"external-2click\" data-provider=\"Youtube\" data-provider-slug=\"youtube\"><div class=\"external-placeholder\"><p><strong>Externer Inhalt<\/strong><\/p><p>Beim Laden des Videos werden Daten an Youtube &uuml;bertragen.<\/p><button type=\"button\" class=\"external-load\">Inhalt von Youtube zulassen<\/button><\/div><div class=\"external-content\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"\" title=\"YouTube video player\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen class=\"external-2click-target \" data-src=\"https:\/\/www.youtube-nocookie.com\/embed\/khcPpUdlURs?si=9c4fE4STrdge84W_\"><\/iframe><\/div><div class=\"external-optout\"><a href=\"#\" data-revoke=\"youtube\">Inhalte von Youtube nicht mehr zulassen<\/a><\/div><\/div><\/p><p><small>Titelbild: Shutterstock \/ Rainer Lesniewski<\/small><\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema: <\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=122274\">Bundesregierung: Setzen uns f&uuml;r Streichung Kubas von der &bdquo;Terrorunterst&uuml;tzer&ldquo;-Liste der USA ein<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=109389\">22 Jahre US-Folterlager Guant&aacute;namo auf Kuba: Bundesregierung wagt etwas Kritik an den USA<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=119675\">August 1962: Die entscheidende Rolle der CIA bei der Inhaftierung von Nelson Mandela und der vergessene Beitrag Kubas zu dessen Freilassung<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=108781\">Unerbittlicher Nachbar: Imperiale Aggression und Subversion der USA gegen Kuba<\/a>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Man stelle sich folgendes Szenario vor: An einem fr&uuml;hen Morgen steht ein Mann vor der US-Botschaft in Havanna, begie&szlig;t eine mitgebrachte US-Flagge mit Brennstoff und versucht, sie zu verbrennen. 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